Kategorie: iPhone

Darum brauchen iPhone-Filmer drei Lightning-Anschlüsse

Ich bin jetzt schon einige Wochen mit dem iPhone 7 Plus unterwegs. Ich habe mich langsam daran gewöhnt, immer den kleinen Adapter dabei zu haben, damit ich meine Mikrofone oder Kopfhörer mit Klinkenstecker anschliessen kann. Denn beim iPhone 7 hat man ja keine gewöhnliche Kopfhörer-Buchse mehr, sondern nur noch den einen Lightning-Anschluss.

Immer wieder merke ich aber, dass ein Anschluss einfach zu wenig ist.

Drei Gründe, warum Filmer mehrere Anschlüsse an ihrem Smartphone brauchen:

1. Ton

Es gibt Mikrofone mit Lightning-Anschluss. Zwei davon habe ich kürzlich vorgestellt. Diese Mikrofone sind grundsätzlich super, denn ich brauche keinen Adapter fürs iPhone. Sie lassen sich direkt daran anstecken.

Gerade bei Interviews möchte ich aber beim Filmen gerne den Ton mithören. Die Lightning-Buchse ist jedoch schon durch das Mikrofon belegt und ich kann keinen Kopfhörer anschliessen. Es fehlt mir ein Anschluss.

2. Strom

Normalerweise lade ich nicht gleichzeitig den Akku meines iPhones, wenn ich filme. Denn es ist mühsam, mit dem Smartphone stets auch noch die angeschlossene Powerbank mit zu bewegen oder diese zu fixieren. Wo ich aber mehr Batterie als gewöhnlich brauche, sind Livestreams. Denn nicht nur das Filmen frisst Strom, sondern auch die Übertragung ins Internet.

Um also zum Beispiel eine längere Veranstaltung auf Facebook Live zu übertragen, kann es also sein, dass der Akku nicht ausreicht. Dann möchte ich eine Powerbank anschliessen. Wenn ich aber gleichzeitig auch ein Mikrofon verwende, habe ich schon wieder einen Anschluss zu wenig.

3. Monitor

Vor kurzem habe ich Euch hier im Blog gezeigt, wie ihr einen externen Monitor an euer iPhone anschliessen könnt. Eine der Varianten ist eine Kabelverbindung zum Computer mit dem Programm Quicktime.

Auch dort wieder: Wenn ich ein Mikrofon benutze, kann ich nicht gleichzeitig ein Kabel anschliessen, um mich mit einem Computer zu verbinden. Noch eine Situation, in der ich einen Anschluss zu wenig habe.

Lösung: Aus einem Lightning-Anschluss mach zwei

Es gibt einen Adapter mit Doppelstecker, den Belkin Lightning Audio + Charge Rockstar. Er macht aus einem Lightning-Anschluss zwei.

 

 

Damit kann ich ein Lightning-Mikrofon anschliessen und zusätzlich auch eine Powerbank, einen Kopfhörer, ein Kabel zur Steckdose oder zum Monitor.

Es gibt im Internet zu diesem Adapter einige Bewertungen von unzufriedenen Kunden. Als ich ihn ausprobiert habe, hat er jedoch gut funktioniert.

Adapter mit USB und Kopfhörerbuchse

Ich habe noch ein zweites Gadget gekauft und ausprobiert: Einen Adapter mit zwei Kabeln. Das eine ist Lightning-Anschluss, das andere ist nur ein Klinkenstecker.

Das Problem: Die zweite Buchse funktioniert nicht für das Mikrofon, denn es ist kein sogenannter TRRS-Anschluss. Man kann dort wirklich nur einen Kopfhörer anschliessen. Wenn ich Musik hören und gleichzeitig das iPhone aufladen will, ist das super, aber zum Filmen nützt mir dieser Stecker nichts.

Besser noch warten

Wenn Du schon häufig gedacht hast, dass dir ein Lightning-Anschluss fehlt, kann ich Dir den Belkin-Stecker empfehlen. Wenn Du aber noch ohne zweiten Anschluss auskommst, warte lieber noch. Das Wall Street Journal hat nämlich berichtet, dass mit dem iPhone 8 diesen Herbst wahrscheinlich der USB-C-Anschluss kommt und Lightning wieder verschwindet. Das würde heissen, dass wieder neue Mikrofonlösungen und Adapter gefragt sind. Ich würde deswegen zu diesem Zeitpunkt nicht zu viel Geld in zusätzliche Anschlüsse investieren.

Mikrofon-Empfehlungen

Falls Du Dich trotzdem für Mikrofone mit Lightning-Anschluss interessierst, schau Dir mein Video an, in dem ich zwei davon vorstelle.

Es gibt auch Lightning-Adapter für Mikrofone mit Klinkenstecker. Diese haben nämlich immer noch viele Stärken. In meinem Ratgeber: „Mikrofone zum Filmen mit Smartphone“ habe ich Dir diverse Möglichkeiten zusammengestellt, mit Vor- und Nachteilen. Hol dir das PDF hier.

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Externer Monitor fürs iPhone: Filmic Pro Remote oder Quicktime

Für eine interessante Vogelperspektive hänge ich mein iPhone zum Filmen schon mal an die Decke. Oder ich stelle das Stativ ganz hoch, um leicht von oben herab zu filmen. Das gibt coole Bilder. Der Nachteil ist, dass ich dabei nicht direkt sehe, was mein iPhone filmt. Da hilft ein externer Monitor.

Schon mehrmals wurde ich gefragt, ob es möglich ist, einen externen Monitor mit dem iPhone zu koppeln. Also einen zweiten Bildschirm, auf dem ich das sehe, was mein iPhone gerade filmt. Zwei Möglichkeiten dafür stelle ich Dir vor:

1. Filmic Pro Remote App

Filmic Pro lancierte vor einigen Jahren eine Remote App. Damit konnte man ein iPad oder ein zweites iPhone verbinden. Als ich diese App bei einer Joody-TV-Aufnahme einmal ausprobierte, war sie nicht brauchbar: Die Verbindung war unstabil und ich bekam teilweise unscharfe Bilder. Die App wurde später wieder eingestellt.

Nun hat Filmic Pro eine neue Remote App herausgebracht. Mein Fazit: Diesmal funktioniert sie. Die Verbindung ist zwar immer noch relativ langsam, aber das kann auch am Netzwerk liegen.

Mit Filmic Remote sieht man z.B. auf dem iPad, wie das Bild aussieht, welches das iPhone aufnimmt. Und noch besser: Über die App kann ich sogar mein iPhone bedienen. Alle wichtigen Kameraeinstellungen kann ich über die Filmic Remote App vornehmen: Rec drücken, den Fokus legen, die Farbtemperatur verstellen etc. Ich habe also aus der Distanz die volle Kontrolle über das, was ich filme. (Falls Du Filmic Pro noch nicht kennst, findest Du auf YouTube mein ausführliches Tutorial).

Die App Filmic Remote ist für Android und iOS erhältlich und kostet ca. 10 Franken.

2. Kabelverbindung zum Monitor via Quicktime

Die zweite Möglichkeit ist, das iPhone über ein Kabel z.B. mit dem MacBook zu verbinden. Mit dem Programm Quicktime kann man den Bildschirm des iPhones spiegeln. Damit habe ich zum Beispiel mit dem grossen Bildschirm meines iMacs einen riesigen Monitor, auf dem jedes Detail zu erkennen ist.

Ich kann übrigens in Quicktime auch mein Handydisplay filmen. Das ist sehr praktisch, um Tutorials aufzunehmen, ich arbeite selber aber mit Screen Flow.

Es gibt aber auch Nachteile: Die Distanz ist durch die Kabellänge begrenzt. Und: Das Kabel belegt den Lightning-Anschluss; man kann dann beim iPhone 7 also kein Mikrofon oder Kopfhörer mehr anschliessen. Siehe auch mein Blogeintrag Mikrofon iPhone 7.

Was im Gegensatz zur Filmic Pro Remote App auch nicht möglich ist, ist die Bedienung des Handys aus der Ferne. Der Bildschirm ist wirklich ein reiner Monitor.

 

Noch mehr Tipps zu Hardware für das Filmen mit dem Smartphone findest Du in meinem
Ratgeber Videoausrüstung: Mit Stativ- und Mikrofonempfehlungen.

 

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iPhone 7: Zwei Lightning-Mikrofone im Test

Filmst Du vor allem mit dem iPhone 7 und überlegst Dir, ein Mikrofon anzuschaffen? Dann überlegst Du bestimmt, ob Du gleich ein Mikrofon mit Lightning-Anschluss kaufen sollst. Denn erstens muss man dann nicht immer daran denken, den Adapter dabeizuhaben. Und zweitens macht jeder zusätzliche Übergang das Tonsignal anfälliger auf Störgeräusche.

Probleme mit dem Adapter

Kürzlich habe ich alle meine Mikrofone mit Klinkenstecker getestet, ob sie auch bei meinem iPhone 7 Plus mit dem Adapter zum Lightning-Anschluss funktionieren. Da hat alles geklappt – den Blogpost dazu findest Du hier. Doch jemand hat mir auf mein Testvideo geantwortet, dass sein iPhone 7 das RØDE SmartLav nicht immer erkennt.

Eigentlich will man zu einem teuren neuen Smartphone nicht gleich auch ein neues Mikrofon anschaffen müssen, man erwartet, dass auch vorhandene Mikrofone funktionieren. Leider scheint das nicht der Fall zu sein. Deswegen stelle ich hier zwei Alternativen vor, die direkt über den Lightning-Anschluss funktionieren:

iRig Mic HD Handmikrofon

Das iRig Mic HD Handmikrofon hat im Test mit dem iPhone 7 einwandfrei funktioniert. Es ist in Silber und Schwarz erhältlich und kostet ca. 120 Franken. Der Nachteil: Es gibt keine Kopfhörerbuchse. Das heisst, man kann bei Interviews nicht mithören. Für Videoblogs oder Moderationen, bei denen kein Kopfhörer verwendet wird, oder zum Singen ohne Kopfhörer, eignet sich das iRig Mic HD jedoch gut.

Mitgeliefert wird beim iRig Mic HD auch ein Kabel mit Mini-USB-Anschluss. Es lässt sich also auch mit Android-Smartphones verwenden.

Clipic digital Lavaliermik Apogee Sennheiser

Das ClipMic digital habe ich bereits früher einmal vorgestellt. (Hier geht’s zum Video.) Schon damals besass dieses Mikrofon einen Lightning-Anschluss. Der grosse Vorteil ist die gute Tonqualität. Das kleine Kästchen vor dem Lightning-Anschluss des Digital ClipMics ist nämlich der integrierte Wandler.

Wenn man ein Mikrofon über die Kopfhörerbuchse an ältere iPhone-Modelle ansteckt, wird das Tonsignal mit dem Wandler in der Buchse verarbeitet. Dieser ist eher schlecht. Das Mikrofon kann noch so gut sein – wenn der Ton danach über einen schlechten Wandler geht, leidet die Qualität. Die Qualität des ClipMic digital hat ihren Preis: Es kostet um die 180 Franken.

Als ich das ClipMic digital zum ersten Mal testete, war der Ton extrem leise. Nur mit der Verwendung der dazugehörigen App („Meta-Recorder“) liess sich ein guter Pegel erreichen. Dies ist inzwischen behoben worden: Jetzt ist der Ton auch ohne App im Hintergrund einwandfrei, man kann das Mik also einstecken und gleich mit Filmen loslegen.

Kopfhörerbuchse fehlt

Der Nachteil bei beiden Mikrofonen ist, dass sich gleichzeitig kein Kopfhörer anschliessen lässt. Beim iPhone 7 gibt es ja keine zusätzliche Kopfhörerbuchse. Für Interviews, bei denen es nützlich ist, gleich mithören zu können, empfehle ich deshalb nach wie vor, das iRig PRE zu verwenden, über den Ligthning-Adapter. Beim iRig PRE lässt sich jedes Mikrofon mit XLR-Kabel anschliessen und zusätzlich noch ein Kopfhörer. In diesem YouTube-Video stelle ich das iRig PRE vor.

Ratgeber Mikrofone für das Smartphone

Ich habe viele Mikrofone getestet und darüber geschrieben. Wer Interviews führt, hat nicht ganz das gleiche Bedürfnis wie jemand, der auf YouTube alleine vlogt oder Podcasts aufnimmt. Wer ein iPhone 7 hat und noch kein Mikrofon, geht auch anders an die Entscheidung heran als jemand, dessen Smartphone eine Kopfhörerbuchse besitzt. Ich habe deshalb einen Ratgeber zusammengestellt. Dort zeige ich Dir, welche Mikrofone ich für welchen Einsatz empfehle. Du kannst ihn hier herunterladen:

 

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Schnelle Videoproduktion: Zwei weitere Apps

An einem Event Stimmungsbilder filmen und das geschnittene Video gleich online stellen: Manchmal sind wir froh um schnelle Lösungen ohne aufwändige Postproduktion.

Effizienter Videos produzieren

Denn Videoinhalte sind im Internet immer mehr gefragt. Bis 2020 werden ganze 80 Prozent der Online-Inhalte Videos sein, schätzt die „Washington Post“. Wenn wir mehr Videos für die Menschen produzieren wollen, die interessiert sind an unseren Inhalten, Produkten und Dienstleistungen, dann müssen wir auch effizienter werden.

Apps sparen Zeit

Mit Apps wie Snapchat, Instagram, VivaVideo oder Google Photos kannst Du Zeit sparen. Damit lassen sich Film- und Fotoaufnahmen schnell zu einem Video zusammenfügen. Diese vier Apps habe ich in früheren Blogbeiträgen vorgestellt: „Mit Snapchat Videogeschichten produzieren“ und „Videos schnell produzieren mit Instagram, VivaVideo oder Google Photos“.

In diesem Post stelle ich Dir zwei weitere Möglichkeiten vor. Auch die Apps Adobe Premiere Clip und Filmic Pro verfügen über Funktionen zur schnellen Videoproduktion.

 

1. Adobe Premiere Clip: Schnitt im Takt zur Musik

Bei Adobe Premiere Clip kannst Du die Variante „Automatisch“ wählen (im Gegensatz zu „Freiform“). Dann schneidet die Apps ausgewählte Videos und Fotos zur Musik im Takt zusammen. Wenn es nicht ganz passt, kann man danach einiges noch ändern. Etwa die Reihenfolge und Auswahl der Clips, die Musik sowie die Geschwindigkeit des Schnitts. In diesem Video zeige ich Dir, wie es funktioniert:

 

Nicht zufrieden mit dem Ergebnis? Dann wechsle in den Freiform-Editor und bearbeite jeden Clip individuell. Wie das geht, zeige ich ausführlich in diesem Video-Tutorial:

 

2. Filmic Pro: Aufnahmen werden direkt aneinandergehängt

Bei der App Filmic Pro (ausführliches Video-Tutorial hier) gibt es die Einstellung „Stitch recorded footage“. Ähnlich wie bei der App VivaVideo kann man mit dieser Funktion mehrere Aufnahmen nacheinander machen, zum Beispiel mit unterschiedlichen Bildausschnitten. Dann werden diese automatisch zu einem Video zusammengefügt.

 

Filmic Pro ist und bleibt aber grundsätzlich eine App zum Filmen und nicht zum Schneiden. Beim Filmen hast Du die volle Kontrolle über Weissabgleich, Schärfenfahrten, Audiomonitoring etc. Aber „Stitch recorded footage“ ist die einzige Möglichkeit überhaupt, in der App einen Schnitt vorzunehmen. In der App selbst kann das zusammengefügte Video danach auch nicht mehr bearbeitet werden. Umgekehrt VivaVideo: Dort gibt es zwar beim Filmen nur wenige Einstellungen, die geändert werden können. Dafür hast Du beim Schnitt viel mehr Möglichkeiten.

 

Im Video zeige ich Dir zuerst die Adobe Premiere Clip-Variante und danach die Filmic Pro-Möglichkeit:

 

Die besten Apps für die schnelle Videoproduktion

Ich habe Dir eine Übersicht für die besten sechs Apps zur schnellen Videoproduktion zusammen gestellt. Darin fasse ich die Vor- und Nachteile nochmals zusammen. Hole Dir doch gleich das kostenlose PDF:

 

Adobe Premiere Clip: Eine Video-App für Android und iPhone

Viele von meinen Kunden arbeiten mit den Programmen Adobe Premiere Pro oder Adobe Premiere Elements. Die Software stammt von der Firma, die auch Photoshop, Acrobat oder InDesign auf den Markt gebracht hat.

Nun gibt es von Adobe auch eine Smartphone-App, um Filme zu produzieren: Adobe Premiere Clip.

 

Adobe Premiere Clip – eine App für iPhone und Android

Am wichtigsten: Die App Premiere Clip läuft sowohl auf Android als auch auf iPhone. Für mich ist sie deshalb interessant, denn ich habe öfters Kurse, in denen beide Betriebssysteme verwendet werden. Jetzt gibt es eine App, die für beide einheitlich ist.

Auch für Firmen, die möchten, dass ihre Mitarbeitenden selbständig Videos mit dem Smartphone produzieren, ist Premiere Clip spannend. Die App ist extrem einfach zu bedienen. Einfache Filme lassen sich damit schnell zusammenschneiden, man kann Musik darunterlegen und den Ton anpassen.

 

Am Computer weiterarbeiten

Für weitere Bearbeitungsschritte kann man dann an den Computer wechseln, denn Adobe Premiere Clip ist kompatibel mit Premiere Pro. Man kann also gut auf dem Smartphone einen ersten Rohschnitt machen, das Projekt dann über die Creative Cloud exportieren und am Computer daran weiterarbeiten.

Dazu ist die App gratis: Man muss sich lediglich für eine Adobe ID registrieren.

 

Unterschiede von Adobe Premiere Clip zu iMovie und Video Show

Für Android-Nutzer überzeugt mich die App sehr, da sie so einfach zu bedienen ist. Aufnahme von Off-Text und Texteinblender fehlen. Da kann die App Video Show  oder Kine Master eine Lösung sein.

Für iPhone-Nutzer empfehle ich jedoch nach wie vor, mit iMovie zu arbeiten. Diese App ist ebenfalls sehr einfach zu handhaben, sie kann aber noch mehr als Premiere Clip; zum Beispiel Texte einblenden oder eine zweite Videospur machen.

In meinem online Videokurs „Kamera und Schnittplatz in der Hostentasche“ hat es unter anderem drei Anleitungsvideos für das iMovie. Dort zeige ich Dir die Möglichkeiten vom einfachen Schnitt, bis zum Off-Text und zur zweiten Videospur.

 

5 Mikrofone im Test mit dem iPhone 7 Plus

Wer meinen Newsletter abonniert hat, weiss, dass ich mir kürzlich das neue iPhone 7 gekauft habe. Ein grosser Unterschied zum iPhone 6 ist, dass das iPhone 7 keinen Kopfhörerausgang mehr hat. Es gibt nur noch die Buchse fürs Lightning-Kabel.

 

Mikrofone über Adapter anschliessen

Was bedeutet die fehlende Kopfhörerbuchse fürs Filmen mit dem iPhone 7, wenn man ein Mikrofon anschliessen will?

Da ein Adapter für 3,5mm-Kabel mitgeliefert wird, ist dies auch weiterhin möglich. Ob die Mikrofone, die ich bisher auf meinem Blog empfohlen habe, mit dem iPhone 7 auch wirklich funktionieren, habe ich für euch getestet.

 

 

Die 5 Mikrofone im Test

 

Das Fazit: Alle fünf Mikrofone funktionieren auch mit dem iPhone 7.

Mit einer Einschränkung beim iRig Mic: Mit einem Kopfhörer mithören, ist beim Filmen mit dem iPhone 7 nicht möglich. IK Multimedia verkauft unterdessen jedoch auch ein iRig Mic (Handmikrofon) mit Lightninganschluss. Ich konnte diese nicht ausprobieren, finde das Produkt aber sehr spannend.

 

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Je mehr Adapter, desto unsicherer

Falls Du ein neues Mikrofon kaufen willst und das iPhone 7 hast, macht ein Mik mit Lightninganschluss mehr Sinn. Je mehr Adapter Du brauchst, desto störungsanfälliger wird der Sound. Im Video „6 Lavalier-Mikrofone im Vergleich“ hatte ich all diese Mikrofone schon einmal für euch getestet. Dort war auch das Sennheiser clip mic digital dabei. Das Mikrofon hat einen Lightninganschluss und passt deshalb perfekt zum iPhone 7. Wichtig: Für gute Resultate muss die dazugehörende App Metarecorder von Apogee im Hintergrund laufen.

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Meine Favoriten in meiner Ausrüstung

Da alle Mikrofone mit dem iPhone 7 noch funktionieren, werde ich mit diesen weiterarbeiten. Mit dem iRig Pre kann ich mein preffessionelles Sennheiser Mik e845 anschliessen. Mein Lavaliermikrofon Favorit ist immer noch das iRig Mic Lav 2 Pack. Dieses Mikrofon für alle Fälle, stellte ich bereits in einem anderen Blogbeitrag vor. Wann welches Mikrofon zum Einsatz kommt, kannst Du im Blogbeitrag „Hand oder Lavaliermikrofon – Wofür eignet sich welches Mikrofon“ nachlesen.

Zudem kann man bei diesen beiden auch einen Kopfhörer anhängen, im Unterschied zu allen anderen getesteten Mikrofonen. Was für mich bei Interviews unverzichtbar ist.

 

Soundcheck mit dem iPhone 7

In einem zweiten Video habe ich mit jedem Mikrofon eine Frage aufgezeichnet. Dort kannst Du den Sound vergleichen. Die Bedingungen sind nicht für alle Mikrofone ganz gleich. Ein Handmikrofon tönt anders als ein Lavaliermikrofon. Auch macht es einen Unterschied, ob Ich einen Popschutz auf dem Mikrofon habe oder nicht. Der Popschutz nimmt noch etwas die hohen Töne aus dem Klang. Die Mikrofone habe ich so eingesetzt, wie sie bei der Bestellung geliefert werden. Welcher Klang gefällt Dir?

 

Leef – Einfacher Datentransfer vom Smartphone zum Computer

Filmen mit dem Smartphone ist super.  Die Daten nachher aber auf einen Computer zu bringen nicht immer einfach. Je nach Kombination von Gerät und Software fast unmöglich. Leef löst das Problem.

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Leef für das iPhone

Das Smartphone mit Computer verbinden kann Probleme geben

Der Transfer von einem iPhone auf ein Macbook ist kein Problem. Mühsamer wird es aber, wenn man ein Android mit einen Mac per Kabel verbinden will oder Dateien vom Smartphone auf einen PC bringen möchte. Es gibt zwar verschiedenen Helfer-Programme, aber bisher konnte ich mich auf kein Programm verlassen, dass mit jeder Gerätekombination funktionierte. 

Vom Smartphone ins Premiere Elements

Kürzlich gab ich einen Videokurs bei meinem früheren Arbeitgeber ERF Medien. Ihre MitarbeiterInnen sollen mit ihrem Smartphone kleine Videos filmen und nachher auf dem Computer mit Premiere Elements schneiden. Da kommen ganz verschiedene Smartphones zum Einsatz.  Damit sie die Videoclips auf die richtige Festplatte bringen und ins Premiere Elements importieren können, haben sie mehrere Leefs gekauft. Fünf Leef Bridge für Anroid, fünf Leef iBridge für iPhone.

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Leef für Andoid

Mit Leef ist der Transfer kinderleicht

Leef sieht aus wie ein kleiner USB Stick, den man beim Smartphone einstecken kann. Eine Pushmeldung fragt, ob man die benötigte App gleich installieren möchte. Danach kann man die Daten auswählen und auf den Stick laden. Der Leef wird an den Computer angeschlossen. Wie bei einem Stick kann ich den Leef im Explorer oder im Finder anwählen und die Videos auf meine Festplatte kopieren.

Der Leef funktioniert auch umgekehrt. Ich kann Videos, Fotos, Musik etc. von meinem Computer auf das Smartphone bringen.

Private und geschäftliche Daten trennen

Interessant finde ich den Leef vor allem auch für Leute, die mit dem Smartphone geschäftlich und auch privat unterwegs sind. Auf dem Leef kann ich sehr gut anwählen, welche Videos ich auf den Computer kopieren will und welche nicht. Damit landen die Urlaubsfotos nicht so schnell bei den Geschäftsaufnahmen. Den Leef Bridge für Android gibt es z. Bsp. hier.  Den Leef iBridge hier. Die Leefs gibt es in verschiedenen Speichergrössen.

Diese 7 Vorteile sprechen für das iPhone als Videokamera

Es ist immer dabei, bietet eine Fülle an Möglichkeiten und ist dazu noch leicht und handlich. Das iPhone ist Kamera und Schnittplatz in einem und passt in jede Hosentasche. Diese 7 Vorteile sprechen für das Filmen mit dem iPhone.

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1. Wir haben es immer dabei.

Das Smartphone ist unser treuer Begleiter. In meinem Fall ist es ein iPhone, das ich immer dabei habe. Wenn ich etwas sehe, das ich gerne als Foto oder Video festhalten möchte, zücke ich das kleine Kästchen. Ich weiss gar nicht mehr, wann ich mich das letzte Mal darüber geärgert habe, keine Kamera zur Hand zu haben.

2. Es ist handlich.

Das iPhone ist – im Vergleich mit der Videokamera – klein und handlich. Wie praktisch das ist, habe ich auch in den Ferien in der Mongolei gemerkt. Zwar hatte ich eine super Videoausrüstung mitgenommen, griff im Alltag aber doch spontan zum iPhone. Denn entweder war die ganze Ausrüstung im Bus, oder es war zu schwierig mit Kameraausrüstung und Tochter auf dem Pferd zu sitzen.

3. Es ist das schnellste Video-Produktionsgerät der Welt.

Für mich ist das iPhone das schnellste Video-Produktionsgerät der Welt, ohne dass ich auf wichtige Funktionen verzichten muss. Mit nur einem Gerät kann ich filmen, schneiden und direkt veröffentlichen.

4. Es ist günstiger als eine Profikamera.

Die Qualität der heutigen Smartphone-Aufnahmen sind so gut, dass das iPhone oftmals die Profikamera ganz ersetzen kann. Dies spart Zeit und Kosten. Einen Überblick, für welche Situation sich welche Kamera am besten eignet, findet du in meinem Blogpost „Welche Kamera eignet sich für welchen Einsatz?“ .

5. Es ist beliebig erweiterbar mit den richtigen Apps.

Fürs Filmen, aber auch für die Postproduktion gibt es zahlreiche Apps, mit denen du dein iPhone in ein All-in-One-Gerät verwandelt. Eine Übersicht über die verschiedenen Apps findest du in meinem Blogpost „Videos schnell produzieren mit Instagram, Vivavideo oder Google Photos“ sowie als PDF zum Download.

6. Mit dem passenden Zubehör wird es zu einer Profikamera.

Auch bei Bewegtbild kommt es auf den guten Ton an. Das iPhone lässt sich mit der richtigen Hardware wie Mikrophone oder Stative zu einer Profikamera ausbauen, die keine Wünsche offen lässt. Zu meiner Standard-Ausrüstung fürs Filmen mit dem iPhone gehört beispielsweise das iRig Mic Lav. Welches Zubehör sich besonders eignet, erfährst du in meinem kostenlosen Ratgeber zu Video-Ausrüstung mit Smartphone.

Ratgeber „Zubehör fürs Filmen mit Smartphone“ (Schweizer Version)

Ratgeber „Zubehör fürs Filmen mit Smartphone“ (Deutsche Version)

7. Das Handling ist schnell erlernbar.

Anders als mit einer Profikamera kannst du das Handling sehr schnell erlenen. In meinem Videoworkshop zeige ich dir, worauf du beim Filmen mit dem iPhone achten musst. Du erfährst, wie du das Bild kontrollierst, worauf du beim Ton achten musst und wie du für ein ruhiges Bild sorgst. Im Videokurs zeige ich dir, wie du die Clips direkt auf dem iPhone schneidest und bearbeitet. Zudem stelle ich dir verschiedenes Zubehör vor, mit welchem du dein Smartphone optimal ergänzt. Weitere Informationen zu meinem Online-Kurs findest du auf videoworkshop.ch.

Wie sind deine Erfahrungen mit dem iPhone als Videokamera? Welche Apps nutzt du?

Welche Kamera eignet sich für welchen Einsatz?

Webcam, Smartphone, Spiegelreflexkamera und Co.: Wir haben heute unzählige Möglichkeiten, um zu filmen. Eine Kamera, die sich für nahezu jeden Zweck eignet, gibt es nicht. In diesem Blogpost zeige ich dir die unterschiedlichen Vor- und Nachteile, damit du für jeden Einsatz die beste Kamera zur Hand hast.

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Webcam:

Die Webcam hat den Vorteil, dass ich sie stehen lassen kann und somit nicht jedes Mal neu einrichten muss, wenn ich beispielsweise ein Tutorial aufnehme. Die Handhabung ist sehr einfach und mit Quicktimeplayer ist das Video schnell aufgenommen – und die Datei habe ich auch gleich auf dem Computer.

Allerdings empfehle ich eine externe Webcam und nicht etwa die eingebaute zu verwenden: Dadurch kannst du die Webcam mit einem Stativ auf die richtige Höhe bringen und dich somit optimal ins Bild setzen. In einem früheren Blogbeitrag „Wie setze ich mich richtig ins Bild“ zeige ich dir die richtige Positionierung der Webcam.

Zudem ist die Bildqualität bei einer externen Webcam deutlich besser als bei einer eingebauten. Bei Aufnehmen sehe ich auf dem Bildschirm das Bild und kann beispielsweise mithilfe von Apps wie „Webcam Settings“ manuelle Einstellungen vornehmen.

Die Webcam hat aber auch Nachteile: Sie ist nur mit dem Computer einsetzbar, den Ton muss ich  über den Computer regeln und die Webcam kann ich nur fix an einem Platz verwenden. Für unterwegs ist sie nicht geeignet.

Smartphone:

Das Smartphone punktet damit, dass ich es immer dabei habe und damit alles festhalten kann. Mit ergänzenden Apps wird das Smartphone zum kleinsten Videoproduktionsgerät der Welt. Wie du dieses erfolgreich einsetzt, zeige ich dir in meinem videoworkshop.ch.

Aufgenommene Videos kann ich bei Bedarf direkt auf dem Smartphone nachbearbeiten und ins Internet laden. Auch Livevideos von überall sind möglich dank Apps wie Periscope und Facebook live.

Die Kompaktheit bringt aber auch Nachteile: Es gibt keinen optischen Zoom, wir haben nur eine kleine Linse und einen kleinen Chip. Damit bedingt haben Smartphone eine geringe Lichtempfindlichkeit, ermöglichen wenig Tiefenunschärfe und die Bildqualität lässt bei schlechten Lichtverhältnissen deutlich nach. Auch was den Speicherplatz und die Akkulaufzeit betrifft, gibt es Einschränkungen.

Ein wesentlicher Nachteil ist für mich aber: Ich kann das Display nicht drehen, beispielsweise für Selfie-Videos. Ich könnte zwar die Frontkamera verwenden, diese hat aber eine viel schlechtere Auflösung. Deshalb nehme ich Videos möglichst mit der Hauptkamera auf. Doch wenn ich ein Tutorial aufnehme und mich selber filme, ist das ein Problem, da ich nicht vor und hinter der Kamera gleichzeitig stehen kann. Ich weiss dann nicht, wie der Bildausschnitt aussieht. Also muss ich den Aufnahmeknopf drücken, mich vor die Kamera stellen, „hallo“ sagen und wieder hinter die Kamera gehen und im Video nachschauen, ob ich am richtigen Ort stand…

Sobald jemand anders die Kamera bedient, fallen diese Probleme weg.

Videocam:

Auch die Videocam ist klein und handlich, so dass wir sie gut in der Handtasche dabei haben können. Sie bietet im Gegensatz zum Smartphone einen optischen Zoom. Auch den Speicherplatz und die Akkulaufzeit kann ich beliebig erweitern, indem ich das Speichermedium oder den Akku wechsle.

Die möglichen Nachteile von Videocams hängen stark vom Modell ab. So haben beispielsweise eher günstigere Modelle keine Buchse für ein externes Mikrofon. Auch bieten Videocams wenig Möglichkeiten für manuelle Einstellungen: Je nach Modell gibt es keinen manuellen Fokus, so dass die Kamera bei Interviews oft den Fokus auf den Hintergrund wechselt und nicht das Gesicht der interviewten Person fokussiert.

Deshalb lohnt es sich, beim Kauf einer Videocam genau hinzuschauen. Achte unbedingt darauf, dass die Kamera einen Mikrofon-Eingang hat und du den Fokus manuell fixieren kannst.

Kleiner Fotoapparat:

Die Vorteile eines kleinen Fotoapparates sind vergleichbar mit denen einer Videocam: Der Fotoapparat ist klein und leicht, hat einen optischen Zoom und Speicher sowie Akku sind beliebig erweiterbar.

Allerdings gilt zu bedenken, dass Fotoapparate primär dem Fotografieren dienen. Dies bringt einige Einschränkungen mit sich: Wir haben eine begrenzte Aufnahmedauer, oft sind maximal zehn Minuten möglich pro Clip.  Zudem fehlt in der Regel die Möglichkeit, ein externes Mikrofon anzuschliessen.

Spiegelreflexkamera / Systemkamera mit Wechselobjektiven

Die Vor- und Nachteile einer Spiegelreflexkamera oder einer Systemkamera mit Wechselobjektiven hängen stark vom Modell ab.

Grundsätzlich gilt für diese Kameras: Sie haben eine gute Lichtempfindlichkeit und die Aufnahmen haben schöne Farben. Für schöne Bildgestaltung können wir verschiedene Objekte einsetzen, viel Tiefenunschärfe ist möglich. Beim Filmen können wir den Fokus fixieren und es sind manuelle Einstellungen sowie eine gute Kontrolle über das Bild möglich. Mit zusätzlichen Speichermedien und Zusatz-Akkus sind Speicherplatz und Akkulaufzeit beliebig erweiterbar.

Die Spiegelreflexkamera und Systemkamera eignen sich eher für szenisches Arbeiten. Die Arbeit mit diesen Kameras ist eher langsam, wenn man mit verschiedenen Objektiven arbeitet. Je nach Modell reagiert der Fokus langsam, da die Kameras aufs Fotografieren ausgelegt sind. Zum Teil fehlt eine Buchse für ein externes Mikrofon. Auch wenn eine Buchse da ist, gibt es nur eine Audiospur.

Weitere Nachteile: Es gibt keine ND-Filter (Neutraldichtefilter); bei starkem Sonnenlicht muss man zusätzliche Filter montieren oder mit grossen Blendenzahlen arbeiten und somit auf die Tiefenunschärfe verzichten. Auch ist die Kontrolle über die Belichtung manchmal schwierig, da Hilfsmittel wie Zebra oder Histogramm auf dem Display fehlen.

Wie auch beim Fotoapparat gibt es bei der Spiegelreflexkamera die begrenzte Aufnahmedauer von 10 Minuten.

Unterschied zwischen Systemkamera und Spiegelreflex:

Die Fotografen führen da eigene Diskussionen, aber auf einer Ebene, die beim Filmen etwas anders ist.

Die grossen Unterschiede liegen vor allem bei der Grösse und dem Preis. Systemkameras sind eher leichter, kleiner und vor allem günstiger. Sie bieten beim Filmen jedoch für weniger Geld meistens mehr Vorteile: Längere Aufnahmedauer bis zu 30 Minuten sind möglich; die Kameras eignen sich somit für längere Interviews oder fürs Aufzeichnen von Referaten. Grössere Systemkameras haben zudem fast immer einen Mikrofoneingang und eine Kopfhörerbuchse.

ENG, Electronic Newsgathering Camera / VJ Camera

Als letzte Variante stelle ich dir noch die VJ-Kamera beziehungsweise die „Electronic Newsgathering Camera“ vor.

Die ENG-Kamera bietet eine gute Lichtempfindlichkeit und ermöglicht mir manuelle Einstellungen und Kontrolle über das Bild. Ich kann den Fokus fixieren, habe praktisch unbegrenzt Speicherplatz und kann den Akku bei Bedarf austauschen.

Je nach Format und Speichermedium kann ich bis zu zwei Stunden am Stück filmen, was beim Dokumentieren einer Veranstaltung von Vorteil ist. Anders als bei der Spiegelreflexkamera habe ich zwei Audiospuren, verschiedene ND-Filter und einen grossen Zoom. Dank grossem Zoom kann ich an Veranstaltungen von hinten filmen, ohne den Gästen im Sichtfeld zu stehen. Zuletzt bietet mir die VJ-Kamera verschiedene Hilfsmittel wie Zebra, Histogramm oder die Anzeige des Audiopegels, so dass ich schon beim Filmen die volle Kontrolle über Bild und Ton habe.

Die vielen Vorteile der ENG-Camera bringen auch einige Nachteile mit sich: Die Kamera ist gross und schwer sowie teuer. Sie bietet im Vergleich mit einer Spiegelreflexkamera wenig Tiefenunschärfe und liefert kein „cineastisches Bild“. Aufnahmen einer Spiegelreflexkamera sind oft schöner, die Farben, die Kontraste, die Bewegungen…

Ein wesentlicher Nachteil der VJ-Kamera: Es braucht Erfahrung, um damit arbeiten zu können. Wer ungeübt ist mit den manuellen Einstellungen, ist mit einem Smartphone oder einer Videocam besser bedient.

Zusammenfassung

Die Übergänge zwischen den verschiedenen Kameras sind natürlich fliessend und die beschriebenen Vor- und Nachteile hängen stark vom jeweiligen Modell ab.

Damit du für jeden Verwendungszweck stets die am besten geeignete Kamera zur Hand hast, habe ich dir in der folgenden Tabelle nochmals alle Vor- und Nachteile zusammengestellt, die ich mit den verschiedenen Kameras erlebt habe:

Kamera_ZusammenfassungVerwandte Beiträge:

Videos schnell produzieren mit Instagram, VivaVideo oder Google Photos

Kürzlich las ich in einem Artikel der Washington Post, dass im Jahr 2020  80 Prozent des Inhaltes im Internet Videos sein werden. Das heisst, es werden immer mehr Videos produziert und veröffentlicht.

Das freut mich, denn Videos herzustellen ist toll und macht Spass – ist aber auch sehr aufwendig. Du brauchst eine Idee oder eine Geschichte, die du erzählst. Du machst dir Gedanken, wie du diese erzählst und filmst. Doch vor allem die Postproduktion, also die Nachbearbeitung, beansprucht sehr viel Zeit. Und oft bleibt der Film dort liegen. 

Es gibt zum Glück einige Apps, mit denen du bereits beim Filmen die Postproduktion vornimmst. In meinem letzten Blogpost „Mit Snapchat Videogeschichten produzieren“ habe ich Snapchat als „Videoproduktions-App“ kurz vorgestellt. Es gibt aber auch weitere Möglichkeiten, rasch und einfach Videos zu produzieren. Drei dieser Möglichkeiten stelle ich in diesem Blogpost vor.

Bestelle ein PDF mit einer Übersicht über die Apps für eine schnelle Postproduktion

Instagram: Clips im quadratischen Format

Instagram ist ja vor allem für Fotos bekannt, doch ist es auch möglich, Videos zu veröffentlichen. Diese durften früher maximal 12 Sekunden lang sein, seit kurzem sind 60 Sekunden erlaubt.
Das Tolle an Instagram ist, dass ich den Schnitt bereits beim Filmen machen kann. Hierfür tippe ich auf den blauen Auslöse-Button, wähle „Video“ aus, tippe auf den roten Kreis und halte diesen gedrückt, um mit der Aufnahme zu beginnen. Nehme ich den Finger vom Kreis, halte ich die Aufnahme an. Sobald ich den Kreis wieder gedrückt halte, kann ich die Aufnahme fortsetzen und den nächsten „Videoshot“ aufnehmen. Der zweite Shot wird gleich an den ersten gereiht, dazwischen ist „ein Schnitt“.

Du siehst, der Aufwand ist sehr klein, weil du keine andere App oder Software brauchst, um die Clips zu einem Video zusammenzufügen. Falls erwünscht, kann ich einen Filter über das Video legen und das Video anschliessend gleich hochladen.

Eine Besonderheit ist, dass die Videos bei Instragram quadratisch sind. Nach dem Veröffentlichen kann ich das Video bei mir abspeichern und weiterverwenden.

 

VivaVideo: Filmen und Schneiden mit einer App

Es kann aber auch sein, dass ich ein Video nicht erst veröffentlichen will, damit ich es abspeichern kann. Diese Möglichkeit bietet VivaVideo. Diese App gibt es sowohl für iPhones, als auch für Android-Geräte. VivaVideo funktioniert sehr ähnlich wie Instagram: Auch hier filme ich einzelne Sequenzen, welche sich gleich automatisch aneinanderreihen. 

Anders als bei Instagram kann ich die Sequenzen im Nachhinein aber auch nochmals kürzen oder die Reihenfolge ändern. Ich kann VivaVideo also fürs unmittelbare Filmen und Schneiden in einem Schritt verwenden, aber auch als „Schnittapp“ mit den Funktionen, die ich beispielsweise von iMovie kenne.

Bei Bedarf kann ich einen Filter darüber legen, Text hinzufügen oder mit Musik ergänzen – Letzteres ist bei Instagram nicht möglich. Du siehst, VivaVideo bietet mehr Möglichkeiten als Instagram. Und dass ich das Video nicht erst veröffentlichen muss, um es abspeichern zu können, ist für mich ein sehr grosser Vorteil. Erst kürzlich habe ich unsere Kids gefilmt, um es ihrem Papi zu schicken. Gerade bei privaten Aufnahmen will ich das Video nicht veröffentlichen, sondern direkt privat versenden.

Wenn du die kostenlose Version von VivaVideo nutzt, hat das Video ein kleines Wasserzeichen unten rechts. Es gibt aber auch eine Pro-Version und ich nehme an, dass das Wasserzeichen dort wegfällt.

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Google Photos Auto Awesome: So awesome kann Filmemachen sein

Die allerschnellste Variante, um Videos zu produzieren, ist die Funktion „Auto Awesome“ von Google Photos. Das funktioniert so: Wenn du mit deinem Smartphone Fotos machst, kannst du diese direkt in Google Drive speichern. Wenn du an einem Tag viele Fotos und Videos hochlädst, macht Google daraus eine Fotostrecke beziehungsweise ein Video daraus. Das heisst, ich sammle einfach alle Bilder und Google übernimmt den Schnitt.

Den Film kann ich im Nachhinein bearbeiten, ich kann weitere Fotos hinzufügen oder verwendete Fotos wieder rausnehmen. Google fügt übrigens auch Musik hinzu oder legt einen Filter über den Film.

Ich habe hier ein Beispiel von einem solchen Auto Awesome Video:

Dieses Material schnitt ich auch im iMovie, um die App auf dem iPhone vorzustellen.  Was mich erstaunt: Das automatisch erzeugte Video von Google ist sehr ähnlich wie das, das ich manuell geschnitten habe. Die Unterschiede: Ich habe keinen solchen Weichfilter verwendet, weil mir harte Übergänge besser gefallen. Auch habe ich die Umgebungsgeräusche drin gelassen, weil ich es schön finde, wenn man hört, wie die Kinder reden oder wie das Wasser plätschert. Es hat einige „Anschlussfehler“ im Schnitt. Wenn ich den Beitrag manuell schneide, versuche ich natürlich solche Schnitte zu vermeiden.

Aber der manuelle Schnitt braucht Zeit und im Alltag kommt es oft vor, dass ich gar nicht dazu komme, das gesammelte Material zu einem Video zu verarbeiten. Deshalb finde ich Google Photos Auto Awesome eine gute Möglichkeit, rasch und gratis meine Videos von Google zusammen schneiden zu lassen, um unsere Erinnerungen festzuhalten.

Übrigens kann ich die Videos von Google im Nachhinein nochmals bearbeiten. Das heisst, ich kann mir die meiste Arbeit abnehmen lassen und später Anpassungen vornehmen.

Fazit

Mit Instagram, VivaVideo und Google Photos Auto Awesome ist es ein Kinderspiel, kurze Videoclips zu produzieren. Vor allem für kleine „Stimmungsberichte“ eignet sich diese Art von Videoschnitt.

Willst Du aber volle Kontrolle über Deine Postproduktion, den Ton bearbeiten, den Schnitt auf die Musik anpassen, Clips rausschneiden, andere wieder einsetzen usw., dann empfehle ich Dir iMovie für das iPhone.  Für Android ist VideoShow eine Variante.

Bestelle ein PDF mit einer Übersicht über die Apps für eine schnelle Postproduktion

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