Kategorie: joody.tv

Testbericht: Canon C100 Mark II und XF200

Canon liess mich zwei ihrer Kameras testen: die C100 Mark II und die XF200. Erfahrungen sammelte ich anlässlich der Joody.tv-Sendung mit Anne Estermann, dem ersten Schweizer YouTube Mami. Gespannt auf meine Schlussfolgerungen?

Canon C100 Mark II

Anne Estermann bei Joody.tv

Bei den Aufnahmen war die Canon C100 Mark II auf Anne Estermann gerichtet. Auffallen tun in erster Linie die für eine Canon Spiegelreflexkamera typischen schönen und klaren Farben sowie die Tiefenunschärfe.

Die C100 Mark II bietet alle Vorteile der Heirat einer Cinema-Kamera (C-Linie) mit einer Spiegelreflexkamera (Mark-Serie).  Das Filmen mit einer DSLR-Kamera bringt einige Herausforderungen mit sich – darüber habe ich im Beitrag Filmen mit der DSLR-Kamera berichtet – mit der Kombination der C- und der Mark-Serien hat Canon viele Hürden aus dem Weg geräumt.

Die Canon C100 Mark II schenkt uns das schöne Bild einer Spiegelreflex und kombiniert es mit den Vorteilen einer professionellen Videokamera:

Ein grosser Trumpf der C100 Mark II ist die Möglichkeit manuelle ND Filter aufzusetzen. Bei hellem Licht und kleiner Blende entfällt die Tiefenunschärfe. Will man dem entgegenhalten, schiebt man bis zu drei dunkle Filter vor die Linse. Der Filmemacher übernimmt die Kontrolle auch bei grellen Verhältnissen. Die Resultate lassen sich sehen!

Weiter Vorteile sind:

  • gutes Peaking, d.h. die Kamera zeigt auf dem Display an, wo die Schärfe liegt
  • Fokus einfach und rasch eingestellt
  • Aufnahme auf SD-Karten, günstig und vielseitig

Bei DSLR-Kameras ist oft der Ton ein Problem. Die Canon C100 Mark II bietet gleich zwei XLR Eingänge für Mikrofone. Bei der Joody.tv-Sendung nahm ich beide Tonspuren mit der C100 Mark II auf und war mit den Audio-Einstellungsmöglichkeiten sehr zufrieden.

Nach der Sendung brachte ich die Canon spontan auf einen privaten Familienausflug mit.

C100 Mark II eine Familienkamera

Mit zwei Kindern im Schlepptau muss das Filmen spontan und unkompliziert ablaufen. Stative haben keinen Platz neben dem Fussball und dem Frisbee. Taugt die Canon C100 Mark II als Familienkamera?

Alle Einstellungen, die ich an Videokameras schätze, sind bei der C100 Mark II möglich. Ihr Gewicht ist optimal, sie liegt gut in der Hand und erlaubt ein ruhiges, sicheres Halten. 

Spass gemacht hat auch das Filmen mit dem Objektiv mit einer 1.4 Blende, das ich netterweise vom Fotografen Boris Baldinger ausleihen durfte. Es erlaubt Bilder mit einem winzigen, scharfen Bereich und drum herum viel Tiefenunschärfe.

Der Preis der Canon C100 Mark II hält jedoch davon ab, den Apparat als Familienkamera zu benützen. Auf Amazon.com verkauft sie sich für über $ 5000.

Die Kamera eignet sich ausgezeichnet für szenisches Arbeiten: Wenn man Zeit hat um die Objektive zu wechseln und den Fokus schön zu setzen. Beim Filmen von Events bin ich aber oft auch froh, einen rechten Zoom zu besitzen, weil ich mit dem Zoom oft schneller bin als mit meinen Füssen, um die Cadrage zu wechslen. Bei der C100 Mark II würde dies jeweils einen zeitintensiven und umständlichen Objektivwechsel bedeuten.

Das rasche Fokussieren ist bei Events und Reportagen wesentlich. Canon wirbt bei der C100 Mark II mit einem schnellen Autofokus, der sonst beim Filmen mit einer DSLR-Kamera eher ein Problem ist. Leider fehlte mir die Zeit, mit der C100 Mark II einen Event filmen und den Autofokus testen zu können. Vielleicht ein andermal:-)

Schlussfolgernd kann ich bestätigen, dass ich von den Bildern der Canon C100 Mark II begeistert bin. Ich empfehle sie Personen, die beruflich filmen und bei den Drehs die Zeit haben, Objektive zu wechseln und die Tiefenunschärfe möglichst ausnützen wollen. DSLR Filmer können sich auf einen kontrollierten, guten Ton, ND Filter und Peaking freuen. 

Canon XF200

Canon FX200

Die klassische Videokamera XF200 war während den Joody.tv-Aufnahmen auf die Totale gerichtet. Die VJ-Kamera hat ein festes Objektiv und einen grossen Zoom. Auch sie besticht durch schöne Bilder, klare Farben und scharfe Kontraste. Sämtliche wichtige Einstellungen können am Gehäuse getätigt werden. Die Kamera ist für dreier, manuell einstellbarer Ringe für Fokus, Blende und Zoom immer noch recht klein und handlich.

Weitere positive Eigenschaften der XF200 sind:

  • gutes Peaking, analog der C100 Mark II
  • Makrofunktion
  • zwei XLR-Eingänge für Mikrofone

Beim Filmen der Joody.tv Sendung fiel mir ein feines Bildrauschen auf dem Grau des Sofas auf. Beim YouTube-Film sieht man es von blossem Auge nicht. Das Rauschen ist so minimal, dass es wohl nur einem Profi auffällt. Mit anderen Einstellungen hätte das evt. behoben werden können.

Vermisst habe ich die Möglichkeit, manuell ND Filter einzusetzen. Die XF200 bietet automatische, digitale Filter, die Eigenkontrolle des Filmemachers auf sehr hohem Profi-Niveau wird dabei etwas eingeschränkt. Für die meisten Filmemacher reichen die eingebauten Filter. Früher arbeitete ich mit dem Vorgänger, der XF100 und schraubte anstatt eines Filters einen Polarizer auf. So konnte ich auch den Lichteinfall in die Kamera beeinflussen.

Die XF200 ist eine tolle Videokamera mit vielen Vorteilen, die bequem und stabil in der Hand eines anspruchsvollen Filmemachers liegt. Ihr Preis liegt bei rund $ 3500.

Panasonic Lumix GH3

Joody.tv

Als dritte Kamera der Joody.tv Sendung benützte ich meine eigene Panasonic Lumix GH3. Sie ist eine sogenannte Systemkamera, also weder DSLR noch VJ-Kamera. Die Panasonic Lumix GH3 ist jedoch aufs Filmen ausgelegt und bringt sehr schöne Resultate.

Das Bild kommt nahe an die C100 Mark II heran, der Fokus ist gut und die Aufnahmezeit dauert 30 Minuten an einem Stück (Bei DSLR liegen die oft im Bereich von 10 Minuten, für Joody.tv also nicht einsetzbar). Der Preis liegt bei Amazon.com auf $ 847.99, dafür verzichtet man auf Filter und XLR-Eingänge.  Ihr Nachfolger, die GH4 ist bildmässig gleich wie die GH3, kommt jedoch mit der Peaking-Funktion.

Und ihr?

Filmt ihr mit einer der drei Kameras? Eure Erfahrungen interessieren mich.

 

Facebook erkennt die Kraft von Video

Facebook dank Autoplay bald das Nummer 1 Videoportal?

Verschlaft eure Möglichkeiten nicht.

Auf Facebook werden immer mehr Videos geschaut, das Wachstum ist extrem gross. Mehr dazu in diesem Video:

Quelle der Statistiken: http://techcrunch.com/2014/09/07/facebook-puts-its-video-reach-in-the-spotlight/

Mein letzter Blogbeitrag The Power of Video – sichtbar im Netz zeigt, wie Videos auf dem Internet gefunden werden. Google und YouTube stehen dabei ganz oben. Aber…

Nach Google ist Facebook in der Schweiz die zweitmeist aufgerufene Website

Das sieht ausserhalb der Landesgrenze nicht anders aus. Als Videoportal buhlt Facebook (noch) mit YouTube um den ersten Platz. In den USA werden von Firmen bereits mehr Filme direkt auf Facebook geladen als auf YouTube.

Autoplay heisst das Erfolgsrezept des Facebook Video

Videos auf Facebook spielen im Newsfeed ohne sie anzuklicken und ziehen unsere Aufmerksamkeit magisch an. Aber Achtung: Autoplay funktioniert nur, wenn das Video direkt bei Facebook hochgeladen wird. Wie das geht, zeige ich im Video oben. Zudem gibt Facebook natürlich den auf Facebook hochgeladenen Videos Priorität über YouTube Videos. Sie werden im Newsfeed öfters angezeigt.

Meine persönliche Empfehlung: Videos bei YouTube und Facebook hochladen.  

Über 1000 Views in weniger als einer Woche – meine Erfahrung

Vor drei Jahren stellte ich mein erstes Video auf YouTube und verlinkte es auf Joody.tv.  Levin Deger, der romantische Schweizer Sänger, stellt darin seine neue Single vor. Knapp 3000 Views hat das Interview seither verzeichnet, rund 1000 pro Jahr.

Vor einigen Wochen lud ich mein Interview mit Michi Seelig hoch, dieses Mal nicht nur auf YouTube/Joody.tv, sondern auch auf Facebook und freute mich an einer organischen Reichweite von über 1000 Views innerhalb weniger Tage! Dank Faceboook.

Das Video wurde geteilt, geliked und kommentiert. Auch der Call to Action, eine Verlinkung zu meinem Blog, wurde geklickt.

Statistik zum Video Seelig

Eine wahre Freude, Videos zu produzieren.

Wir wissen ja selbst, dass wir Videos auf Facebook eher teilen als Texte. Deshalb: produziert Videos!

Es braucht nicht viel, weder eine teure Ausrüstung, noch ein riesiges Budget. Guter Inhalt ist, was zählt.

Klopf, klopf… Aufmerksamkeit erhaschen ohne Ton

Facebooks Autoplay spielt direkt hochgeladene Videos ohne euer Zutun im Newsfeed ab, jedoch ohne Ton und nur der Anfang des Films. Eure Aufgabe: bringt den flüchtigen Zuschauer dazu, auf Play zu drücken, um euer ganzes Video abzuspielen und zwar mit Ton.

Videos können kurz und einfach sein. Sie können mit dem Smartphone, dem Fotoapparat oder der Videokamera aufgenommen werden. Das kannst du auch!

Ich gebe dir die Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu: 

  1.  Hole meine 9 Video-Tipps zum Herunterladen und produziere mit Spass bessere Videos.
  2. Lerne in einem meiner iPhone Videokurse das Filmen und Schneiden direkt auf dem Smartphone. Nächster Kurs am 22. Juni 2015 bei Walter lernt. (Für nicht iPhoners empfehle ich meinen Blogbeitrag zu Video-Apps für Android und Windows.)
  3. Für ausführlicheres Video-Wissen empfehle ich meinen Video Starterkurs. Egal, mit was du filmst, du lernst im Kurs wie du dich richtig vor die Kamera setzt, Interview führst und kleine Geschichten erfolgreich erzählst. Nächster Kurs am 1. Juli 2015 bei Walter lernt (perfekt für eure Ferienvideos…).
  4. Video erstellen, auf gute Inhalte achten.
  5. Video auf YouTube hochladen und auf eurer Website/Blog einbinden.
  6. Video auf Facebook hochladen.
  7. Verlinken, darüber berichten, weiterleiten, Call to Action, kommentieren, interagieren, diskutieren und Spass haben.

Hast du in meinem Beitrag Neues erfahren? Findest du meine Tipps hilfreich? Ich danke dir fürs Teilen.

Mit drei Kameras im Gepäck in die Stadt mit der höchsten Mordrate der Welt

Michael Seelig besucht eine Familie in einem Armenviertel in Recife, Brasilien.

Michael Seelig besucht eine Familie in einem Armenviertel in Recife, Brasilien.

 

Letzten Dezember reiste ich mit meiner Familie nach Brasilien. Auf Facebook entdeckte ein Bekannter, dass wir ganz nah, für brasilianische Verhältnisse, von ihm und seiner Familie weilten. Er, Michael Seelig, lud uns spontan zu ihnen nach Hause ein.

Ich hatte Michael bei Aufnahmen fürs „Fenster zum Sonntag“ kennengelernt. Wir drehten mit ihm eine Sendung, kurz bevor er mit Frau, vier Kindern und Hund nach Brasilien auswanderte. Genauer gesagt nach Recife, eine Stadt mit einer der höchsten Mordraten der Welt. In seinem Rucksack mit dabei: seine Krankheitsgeschichte – HIV.

2 Erwachsene, 2 Kinder, 1 Filmstudio, 1 Taxi

Wir fuhren am Morgen in João Pessoa los und kamen gegen Mittag in Recife an. Familie Seelig reiste am nächsten Morgen in ein Camp, wir konnten deshalb nicht sehr viel Zeit mit ihnen verbringen. Ich packte jedoch die Chance und nahm mit Michi spontan eine Joody.tv Sendung auf. Im Talk erzählt er seine Geschichte.

Mein mobiles Studio in Brasilien.

Mein mobiles Studio in Brasilien.

Meine technische Reiseausrüstung

Ich suchte all mein technisches Equipment zusammen. Klar, als Videofreak habe ich ein bisschen mehr dabei, als Otto-Normalverbraucher:-) Mein Mann, Sam, ergänzte es mit seinen Gadgets.

Kameras:

Audio:

Stabilisation:
Drei Reisestative. Gast Michi konnte noch eines beisteuern. Und mein Stativ-Adapter, um das iPhone auf das Stativ zu stellen.

Et voilà, so war mein mobiles Studio in kurzer Zeit aufgebaut. Falls du auch wissen willst, wie du dein Smartphone zu einer guten Camera pimpen kannst, findest du die ergänzende Ausrüstung in meinem Ratgeber Videoausrüstung für Smartphone.

Und hier geht’s zur Joody.tv-Sendung „Michael Seelig – Trotz Krankheit hilft er Kindern in Brasilien“.

Facebook YouTube

Copyright © 2017 Judith Steiner Videoproduktion