Kategorie: Testimonial

Schlüssel-Erlebnisse im Starterkurs Videoproduktion

Hallo – mein Name ist Evelyne!

Ich arbeite seit rund einem Jahr in Judiths Team mit, hauptsächlich als Texterin. Damit ich ihre Arbeit noch besser verstehe, hat Judith mich kürzlich eingeladen, bei einem ihrer Videoproduktion-Starterkurse dabei zu sein.

Meine Eindrücke davon in diesem Blogeintrag: Wie ich meine „Chefin“, die übrigens auch meine WG-Mitbewohnerin ist, von einer neuen Seite kennengelernt habe. Was für mich das heimliche Highlight des Tages war, und wie ein verlorener Schlüssel die Grenzen von Realität und Fiktion verschwimmen liess.

Ich hielt mich für ziemlich gut vorbereitet…

Bevor ich 2016 nochmals ein Studium begann, war ich rund zehn Jahre als Journalistin für verschiedene Medien tätig. Video war dabei immer wieder ein Thema, auch wenn ich zuerst im Print und später beim Radio arbeitete.

In den Anfangszeiten der Newsrooms, als Print- und Onlinejournalismus begannen, sich zu überschneiden, hatten wir Journis von der Aargauer Zeitung mal eine eintägige Schulung mit einer ganz simplen Videokamera. In meiner Erinnerung war diese ein schwarzer „Knochen“ und bestand hauptsächlich aus einem kleinen Display und einem grossen roten Knopf.

Das Ziel war, dass wir mit diesem idiotensicheren Gerät noch ein wenig Videomaterial von Interviews und Reportagen „nach Hause“ bringen würden, das dann der Online-Redaktion übergeben wurde. Die meisten machten davon, um ehrlich zu sein, lange nur wenig Gebrauch.

Heute trage ich tagtäglich mein iPhone mit mir herum. Der rote Knopf ist auch dort noch vorhanden – wenn auch nur auf dem Screen im Videomodus. Und mit dem iPhone habe ich privat und beruflich doch immer wieder Videos aufgenommen und teilweise auch gleich auf der iMovie-App geschnitten. Etwa Reiseerinnerungen aus Madagaskar. Oder eine Seminararbeit im Theologie-Studium.

Durch die Zusammenarbeit mit Judith habe ich im letzten Jahr immer mehr dazugelernt. Zum Beispiel, wie ein Stativ einem Video sofort eine viel höhere Qualität verleiht. In der Theorie kenne ich diverse Mikrofonlösungen für verschiedene Situationen und weiss, woher ich für meine Videos legal Musik kriegen kann.

Ich hielt mich also eigentlich schon für einen halben Profi, als ich am frühen Morgen zusammen mit Judith zum Kursort bei Walter lernt in Zürich fuhr 😉 .

Von den Bergen ins „Walter lernt“-Studio

Von Judith und ihrem Mann Sam, der dort ebenfalls Workshops gibt, hatte ich schon häufig von „Walter lernt“ gehört. Nun war ich auch mal dort: Ein kleiner, aber feiner und von Beamer, Steckdosen bis Kaffeemaschine gut ausgestatteter Kursort. Für die Workshops mit kleinen Gruppen, was ja genau das Konzept ist, perfekt.

Sechs Teilnehmende plus ich als Mitarbeiterin von Judith trudelten an diesem Tag bei „Walter lernt“ ein. Diese Leute mit ihren verschiedensten Hintergründen kennen zu lernen, das war für mich ein heimliches Kurs-Highlight.

Da war die Versicherungsangestellte, die nebenbei leidenschaftlich als Sängerin tätig ist und für ihre Fans mehr Videos machen möchte. Der Sozialpädagoge, der mit seinen Jugendlichen Videoprojekte durchführen möchte. Die temperamentvolle Frau über 50, die ein YouTube-Projekt ins Leben rufen möchte darüber, was Schönheit nach dem Alter von 20-30 bedeutet.

Der Austausch mit ihnen – auch später beim Mittagessen – war sehr spannend. So vielseitig, was für Ideen und Visionen sie haben und wozu ihnen die Video-Grundkenntnisse helfen werden. Das war inspirierend!

Überraschenderweise kam sogar jemand zur Tür herein, den ich schon kannte: Eine Bekannte, mit der ich über eine gemeinsame Freundin schon mehrmals in den Bergen wandern war. Nun trafen wir uns in einem ganz anderen Setting wieder.

Ganz viele Aha-Momente

Dass Judith super sympathisch ist, weiss ich als Mitbewohnerin natürlich 😉 Sie nun mal in ihrer Rolle als Dozentin zu erleben, war spannend. Genauso sympathisch wie im Alltag stand sie vorne, und gleichzeitig total professionell.

Von Anfang an kamen immer wieder mal Zwischenfragen von den Teilnehmenden. Ich staunte, wie schnell und kompetent sie aus dem Stand auf die unterschiedlichsten Fragen eingehen konnte. Über jedes technische Problem, das beim Filmen auftreten kann, schien sie Bescheid zu wissen. Hier kamen ihre Erfahrung und ihr Wissen voll zum Tragen.

Judith erklärt die richtige Kamerahöhe.

Inspiration direkt aus dem Leben

Der Tag war eine Mischung aus Theorie und Praxis. Es gab wahnsinnig viel zu lernen. Ich, die am Anfang gedacht hatte, schon ziemlich viel zu wissen, hatte ganz viele Aha-Momente.

Einiges erklärte Judith in ihrer Präsentation, anhand von schematischen Darstellungen oder kurzen Videos und Fotos. Bei diesen tauchten immer wieder mal ihre Familie als Modelle auf. Falls Du diesen Blog regelmässig liest, hast Du sie auch hier schon manchmal angetroffen.

Vieles demonstrierte Judith aber nicht auf der Leinwand, sondern gleich live. Zum Beispiel, wie man die richtige Stativ-Höhe für ein Interview findet oder wie man die Interviewpartnerin richtig platziert, damit das Gesicht auch ohne Lampen optimal ausgeleuchtet ist.

Als „Assistentin“ stellte ich mich für diese Teile als Modell hin, während die anderen Kursteilnehmenden über Judiths Schulter auf den Kamera-Display schauten.

Übrigens hatten die Teilnehmenden als Filmkamera sowohl Handycams als auch Smartphones dabei. Der Kurs eignete sich für beide Varianten, denn es ging vor allem um Grundkenntnisse in Bildgestaltung und Zubehör.

Auch am Nachmittag war ich noch einmal Modell: In Zweier- bzw. Dreiergruppen (in meinem Fall) drehten wir ein kurzes Video. Es ging darum, die verschiedenen Bildausschnitte für die Dramaturgie eines Videos zu üben. Während die anderen zwei Regie führten und filmten, spielte ich die Protagonistin des Kurzfilms.

Ich als „Schauspielerin“ in der Kurzfilm-Übung

Inspiration dafür lieferte – wie wohl bei den meisten Filmen – das Leben. Während des ersten kurzen Praxisteils, bei dem wir alle draussen standen und gegenseitig Interviews führten, war die Tür zum „Walter lernt“-Studio plötzlich zugefallen. Alle draussen – der Schlüssel drinnen. Glücklicherweise gelang es Judith, mit einem Ersatzschlüssel wieder aufzuschliessen.

Wie wir dies in unserem Gruppenvideo umgesetzt haben, kannst Du dir gerne anschauen:

Dicht und inspirierend

Wir schnitten die Videos auf den MacBooks, die Judith mitgebracht hatte. Dafür hatten wir gerade genug Zeit. Es kam uns jetzt zu gute, dass wir über das Konzept und die unterschiedlichen Bildfolgen schon vor und während dem Dreh ziemlich fix entschieden hatten. Genauso, wie es wohl auch „in echt“ sein sollte, um sich beim Schnitt Arbeit zu ersparen.

Nachdem wir die Videos gemeinsam angeschaut und Judith uns darauf ein Feedback gegeben hatte, war der Kurstag bereits zu Ende. Ehrlich gesagt, rauchte mir jetzt auch ziemlich der Kopf!

Der Workshop war sehr dicht und abwechslungsreich, die Zeit optimal genutzt. Super, dass wir bereits die Möglichkeit hatten, die gelernte Theorie in die Praxis umzusetzen.

Und falls bei all den Informationen schon wieder etwas vergessen gegangen war: Am nächsten Tag flatterten die Kursunterlagen in die Mailbox.

Wenn Du diesen Blogeintrag liest, habe ich Ferien und bin in Kuba unterwegs. Und ich nehme dort bestimmt immer wieder das iPhone zur Hand, um Erinnerungen als Video festzuhalten.

Hier findest du die nächsten Kurstermine von Judith in Zürich (Videoproduktion Starter und Aufbau). Und wenn Du jetzt schon bessere Videos produzieren willst: Kennst Du ihren gratis Ratgeber: „9 Tipps für bessere Videos“ schon?


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Close-ups und Tiefenunschärfe zum „Tag des Apfels“

  • Heute, 18. September, ist „Tag des Apfels“.  Noch nie war ich so gut vorbereitet auf diesen Tag;-) Dank Beat Hürlimmann durfte ich einen Videobeitrag für diesen fruchtigen Tag produzieren. Auftraggeber sind V-Zug und der Schweizer Obstverband.

Beat Hürlimann schrieb das Konzept. Er wünschte sich von Anfang an eine Geschichte mit vielen Close-ups (Naheinstellungen) und Tiefenunschärfe.

Das kann meine Ausrüstung nicht

Tiefenunschärfe ist von vier Faktoren abhängig:

  • Blende
  • Brennweite
  • Entfernung vom Objekt
  • Sensor

Meine momentane Hauptkamera, die Sony PMW-200, hat einen kleinen Sensor. Deshalb bringe ich auch mit einer Blende von 2.8. praktisch keine Tiefenunschärfe ins Bild.  Was ich oft vermisse.

Falls Du mehr über das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren für die Tiefenschärfe wissen willst, empfehle ich Dir diesen Beitrag auf Foto-kurs.com.

Die Panasonic Lumix GH3 ist meine Zweitkamera. Interviews führe ich fast keine mit der GH3, da XLR Eingänge fehlen und ich keine Regler habe, um den Ton zu kontrollieren. Für diesen Dreh fehlten mir auch die ND-Filter. Bei hellem Sonnenlicht müsste ich die Blende schliessen, was mir wieder wenig Tiefunschärfe gibt.

Canon und Boris Baldinger bringen mir die Tiefenunschärfe

Kürzlich durfte ich die EOS C100 Mark II von Canon ausleihen. Ich berichtete bereits darüber. Das Arbeiten mit der Kamera machte Spass und die Bilder gefielen mir sehr gut. Deshalb fragte ich bei Canon Schweiz nach, ob ich die Kamera nochmals ausleihen darf.

Fotograf Boris Baldinger lieh mir zwei Objektive. Meistens arbeitete ich mit dem Canon EF 24-70mm f2.8 USM. Mit dem Zoom konnte ich schöne Close-ups aufnehmen. Mit Brennweite 70 und der 2.8 Blende bekam ich die gewünschte Tiefenunschärfe.

Zwischendurch probierte ich auch das Sigma 35mm 1.4. Mit der niederen Blendenzahl ist der Schärfenbereich sehr klein, was toll aussieht. Durch die Festbrennweite ist man dafür unflexibel. Beim Obstlogistiker kam ich wegen den Maschinen nicht so nah an die Äpfel heran, weshalb ich für die vielen Close-ups meistens das Canon EF 24-70mm f2.8 USM benutze.

Canon EOS C 100 Mark II

 

Die passenden Objektive mit der richtigen Kamera

Die EOS C100 Mark II hat 3 ND Filter. Draussen beim Obstproduzenten legte ich meistens 2 bis 3 ND Filter vor die Linse. Durch diese Abdunkelung konnte ich immer auf der 2.8 Blende bleiben. Feinanpassungen fürs Licht machte ich vor allem mit dem ISO Wert. Ideal bei dieser Kamera seien ISO-Werte ab 850. Ich bewegte mich meistens zwischen 850 und 2000.

Das Konzept funktioniert

Die EOS C100 MarkII lieferte die gewünschten Bilder. Diese spickten wir mit Texteinblendern und stellten so die Geschichte „vom Apfelbaum zum Gourmettraum“ zusammen.  Das Konzept gefällt mir und der Dreh machte grossen Spass. Und ich träume im Moment vor allem von Äpfeln und von einer neuen Kamera.

Mehr zur Kampagne gibt es in der Werbewoche.

 

 

Videokurs bei Schindler

Die Kommunikationsabteilung der Firma Schindler lud mich zu einer internen Videoschulung bei ihnen in Ebikon ein. Das Team ist bereits mit zwei Kameras und Stativen ausgerüstet und hat damit ein wenig Erfahrung gesammelt.

In Zukunft möchten sie in ihren Niederlassungen auf der ganzen Welt sogenannte „Walk the Talks“ aufnehmen. Ein Gespräch zwischen zwei Mitarbeitern, die sich durch die Räumlichkeiten von Schindler bewegen.

Schwerpunkt Interview

In einem ersten Block setzten wir uns mit dem normalen Interview auseinander. Wir beschäftigten uns mit dem Licht, Ton und der Bildgestaltung, damit der Interviewpartner möglichst authentisch und kompetent wirkt.

Herausforderung Spiegelreflexkamera

Die Kommunikationsabteilung haben eine Canon 60D und 70D. Mit diesen möchten sie gerne den „Walking Talk“ aufnehmen. Zum Fotografieren sind die beiden Kameras relativ ähnlich, zum Filmen aber komplett verschieden.  Wir setzten uns deshalb mit den allgemeinen Herausforderungen beim Filmen mit DSLR Kameras auseinander, aber auch mit den Besonderheiten der einzelnen Canon Kameras (Erfahrungsbericht: Unterschied Canon 60D und 70D).

Praktische Übung: Walk the Talk

Videokurs bei Schindler
In einer zweiten Übung legten wir gleich mit den zwei Kameras los und übten den „Walk the Talk“. Dabei konnten die Erfahrungen aus dem ersten Block einfliessen. Die Herausforderungen mit Bewegung/Stabilisation und Licht waren diesmal grösser. Die vier Teilnehmer setzten die Übung jedoch sehr gut um.

Beim Filmen im Schnitt denken

In einem dritten Block setzten wir uns noch vertieft mit der Bildgestaltung auseinander.  Bei der folgenden Übung mussten die Teilnehmer eine kleine „Tätigkeit“ filmen (eine kleine Geschichte über den Lift entstand). Herausforderung dabei: Wie muss ich filmen, damit ich die Bilder nachher im Schnitt natürlich zusammen setzen kann? Keine ewigen, langweiligen Einstellungen, keine Anschlussfehler etc.

Feedback zum Videokurs

Das Team war den ganzen Tag voll motiviert dabei. Folgendes Feedback durfte ich nach dem intensiven Tag entgegennehmen:

Dear Judith,

I would like to express my sincere appreciation for the excellent day-long course in video filming principles and techniques you gave to us at Schindler’s global headquarters in Ebikon, Switzerland, last week.

The content of your course was not only very well constructed and delivered, it also met precisely the level and requirements of the group to which you were presenting. We were able to benefit to the full from your own extensive experience in a training environment that balanced well-explained theory with expertly guided practice for all participants. I particularly appreciated that your focus remained exclusively upon the trainees and their specific needs, and that at no time did you fall prey to the temptation to use our beginners‘ clumsiness and ineptitude as a pretext to place yourself and your undoubted expertise centre-stage. Instead, you worked with each of us intelligently and patiently until we had mastered – or at least understood the necessity of – the principles you were helping us to practise.

It was a thoroughly enjoyable and extremely beneficial day, and I have no hesitation in recommending your services to other companies or organizations.

Thank you again, and I look forward to following up with you for further media-related training activities in future.

Neil Runcieman | Head of Employee and Customer Communications

Mehr Informationen zu firmeninternen Videoschulungen.

Video-Workshop für die Video-Generation

Kürzlich gab ich einen Video-Workshop für Jugendliche der Reformierten Kirche Gossau SG. Die 6 Jungs und 2 Girls haben alle mit ihrem Smartphones schon Videos gedreht. Damit sie ihre Videos verbessern können, organisierte der Jugendarbeiter Samuel Krucker einen Videokurs für die angehenden Konfirmanden.

Spannend in diesem Kurs war für mich, wie unbeschwert die Jugendlichen mit dem Thema Video umgehen. Sie stehen vor die Kamera, geben Interviews, erfinden Geschichten und filmen sie. Für diesen Kurs wählten wir für den Schnitt das iMovie auf dem Mac und auf dem iPhone/iPad (kostengünstig und trotzdem einiges möglich…) Die Software war für alle neu.

Keine Berührungsängste mit neuer Software

Nach der ersten Gruppenarbeit importierten wir das Videomaterial von ihren Smartphones ins iMovie auf dem Mac. Ich zeigte kurz, wie man das Rohmaterial in die Timeline bringt und dort bearbeitet. Kaum war ich fertig, legten sie ohne weiteren Fragen los. Musik, Farb- und Toneffekte wurden gleich selber gesucht und auf die Videoclips gelegt.

Intuition für Apps

Nach den zweiten Aufnahmen arbeiteten wir mit dem iMovie auf dem iPhone/iPad. Während wir nach dem Dreh noch auf die letzte Gruppe warteten, schnitt einer der Jungs schon sein Video in der App. Für einen „Handgriff“ holte er kurz Hilfe bei mir, fertig war der Film.

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