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Meine Videoausrüstung für die Reise: Handlich und professionell

Im Sommer haben wir eine tolle Reise geplant: Mit meiner Familie reise ich für drei Wochen im Minibus durch die Mongolei. Jurten und endlose Landschaften – das will ich natürlich auf meiner Kamera festhalten.

 

In meinen Koffer packe ich…

 

Statt viel Gepäck in unserem Bus zu stapeln nehme ich lieber eine kleine und effiziente Kameraausrüstung mit.

 

…Meine Panasonic Lumix DMC GH4R Systemkamera

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Eine sehr praktische Kamera, da ich damit sowohl filmen als auch fotografieren kann. Sie ist klein und handlich und ich kann sie deswegen leicht im Handgepäck mitnehmen. Meine grosse Kamera lasse ich diesmal gerne zu Hause.

 

Im Gegensatz zu den meisten Spiegelreflexkameras ist diese Kamera auch aufs Filmen ausgelegt: Bei dieser Kamera kann ich die Zebra Funktion einschalten, die mir mit Strichen auf dem Display hilft, die Belichtung des Bildes einzuschätzen. Dank des Peakings weiss ich immer wo der Fokus / die Schärfe liegt. So kann ich ganz einfach ein professionelles Video aufnehmen. Ausserdem kann ich mein Mikrofon direkt and die Kamera anschliessen, falls ich mal ein Interview aufnehmen möchte.

 

…Panasonic Lumix 12-35mm f2.8 Objektiv

 

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Dieses Objektiv deckt fast alle Bedürfnisse ab. Ich kann zwischen Weitwinkel und Telebereich wechseln, muss also nicht in jeder Situation das Objektiv wechseln. Der Bildstabilisator und der Autofokus funktionieren sehr gut mit diesem Objektiv. Die Bilder sind scharf und mit der F2.8 Blende bringe ich einiges an Tiefenunschärfe hin.

 

… Zoom Objektiv

 

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Ich warne in meinen Workshops zwar immer vor dem Zoom und sage, der Zoom sind unsere Füsse. Wenn wir also etwas von Nahem sehen wollen, gehen wir zum Objekt hin. In der weiten Natur kann das allerdings schwierig werden. Für den Fall, dass wir wilde Tiere in der Ferne entdecken muss also mein Zoom Objektiv auch mit ins Gepäck.

… Variabler ND Filter

 

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In der Mongolei scheint im Sommer die Sonne ziemlich stark und hell. Das beudeutet, ich muss die Blende eher zu machen, damit nicht zu viel Licht auf mein Bild kommt und es überbelichtet. Mit geschlossener Blende geht mir jedoch die Tiefenunschärfe verloren. Die Lösung dafür bietet mir ein Filter, der auf verschiedene Objektive passt. Dieser Filter (von Hama, ND2-400) wirkt sozusagen wie eine Sonnenbrille für meine Kamera. Dann bringe ich trotz hellem Licht eine schöne Tiefenunschärfe hin.

… Einbeinstativ

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Vor Kurzem habe ich über die Wichtigkeit von Stativen geschrieben. Ich nehme ein Einbeinstativ von Manfrotto mit. Ich kann es bei Wanderungen aussen an meinen Rucksack schnallen. Mit einer Maximalhöhe von 166.5 cm komme ich bei den meisten Leuten noch auf Augenhöhe. Das bewegliche Gelenk im Fuss gibt mir ein wenig Bewegungsfreiheit.

 

…RØDE VideoMic Pro R und Windschutz

 

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Normalerweise reicht das eingebaute Mikrofon in der Kamera für sogenannte „Ambi“, aber im Wind wird es schwierig. Um diese „Chrosen“ vom Wind zuverhindern, braucht es einen Windjammer, den kann man am besten einem zusätzlichen Ambi-Mik anziehen.

… Lavaliermikrofon mit Kabel

 

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Das VT506 Video von Voice Technologies of Switzerland kommt auch mit, damit ich unterwegs auch Interviews führen kann. Es hat ein Kabel, mit dem ich es direkt in meiner Kamera einstecken kann.  Mit dem 5m Kabel bin ich recht flexibel. Es ist aber nicht nur platzmässig viel einfacher als eine Funkstrecke, sondern auch rechtlich: Für Funkstrecken muss man je nachdem eine Bewilligung einholen und das kann ganz schön kompliziert werden.

Um Windgeräusche auf Interviews zu vermeiden, nehme ich noch ein kleine Katzen mit: 

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…Akkus und SolarBooster

 

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Für die GH4R nehme ich zwei Akkus mit. Die sind klein und leicht und ich kann mit einer Batterie mehr als eine Stunde filmen. Da wir unterwegs oft in Jurten ohne Steckdosen übernachten, nehmen wir einen SolarBooster mit. Den erzeugten Strom laden wir in eine Powerbank, dort kann ich mein Akku Ladegerät anschliessen und meine Batterien wieder füllen.

 

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Was denkst Du zu dieser Reise-Videoausrüstung? Klein und leicht ist sie nicht unbedingt. Aber mit diesem Set bin ich für alles gerüstet und kann trotzdem die ganze Ausrüstung ins Handgepäck und auf jede Wanderung mitnehmen.

Sharing is caring: Wie du Videos einfach versendest

Du hast ein tolles Video gedreht? Dann schick es deinen Freunden!

In meinen Video-Workshops und Kursen geht es hauptsächlich um die Produktion eines Videos. Eine häufig gestellte Frage ist jedoch: Wie kann ich mein Video nachher verschicken? Denn da es sich dabei meist um grosse Daten handelt, ist das gar nicht so einfach.

Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten Videos zu verschicken
Im Folgenden erläutere jeweils deren Vor- und Nachteile. Ich empfehle Variante Vier.

1. Direkte Variante wie WhatsApp

Vorteil:
Scheint auf den ersten Blick die einfachste Variante, da ich auf diesen Wegen bereits mit Freunden kommuniziere und mit ihnen verbunden bin.  Das Versenden geht sehr schnell. Alle wissen wie es funktioniert.

Nachteil:
Du kannst nur kleine Videos versenden.

Beispiel Mail:
Die Grösse für den Anhang ist beschränkt. Selbst wenn mein Provider grosse Dateien senden kann, bedeutet das nicht, dass der Empfänger es auch sicher herunterladen kann. Grosse Dateien im Anhang verstopfen die Mailbox und sind deshalb nicht beliebt.

Beispiel Whats App:
Der Anhang darf nicht länger als 3 Minuten sein. Das Video liegt nachher auf dem Handy des Empfängers, wo es Platz braucht. Häufig wissen die Benutzer nicht, wo sie die Dateien löschen können.

2. Videoplattformen wie YouTube

Ein sehr praktisches Instrument um Videos zu verschicken ist YouTube. Dort kannst Du Videos auf „öffentlich“ stellen, damit jeder sie finden kann. Oder Du wählst für Dein Video „ungelistet“. Schicke den Link einem Freund. Nur wer den Link hat, kann das Video anschauen. Das Video erscheint sonst nirgendwo auf YouTube. 

Vorteil:
Auf diesem Weg braucht die Datei keinen Platz beim Empfänger. YouTube kennen die Leute, es ist einfach zu bedienen.

Nachteil:
Ganz private Inhalte würde ich nicht auf YouTube stellen, auch wenn sie „ungelistet“ sind. Jeder mit dem Link kann sie anschauen. Ein weiterer Nachteil ist, dass man natürlich Internet braucht um die Videos anzuschauen. Der Empfänger kann die Datei nicht bei sich ablegen.

 

3. Clouddienste

Vorteil:
Clouddienste bieten eine praktische Kombination, da man die Videos online anschauen, und sie bei Bedarf einfach herunter laden kann.

Nachteil:
Die Speichermöglichkeiten und das Datenvolumen sind begrenzt. Je nach Dienst und Browser finden die Empfänger oft die Download-Möglichkeiten nicht.

Ich habe schon einige Clouddienste eingesetzt, um Videos meinen Kunden zu schicken. Bei jedem Anbieter gab es Probleme.

Dropbox

Ich arbeite sehr gerne mit Dropbox. Ich habe fast alle meine Daten in der Dropbox gespeichert. Die Videos nicht, weil sie zu viel Speichervolumen brauchen.

Oft teile ich Dokumente über Dropbox, was problemlos funktioniert. Beim Teilen von Videos über Dropbox hatte ich aber verschiedene Probleme:

  • Wenn der Empfänger die Gratisversion Dropbox benutzt, kann er/sie eventuell die Datei nicht herunterladen, da das Video zu gross ist für den vorhandenen Speicherplatz.
  • Nach Videokursen habe ich schon mehreren Leuten auf einen geteilten Ordner Zugriff gegeben. Dropbox hat dann für eine Weile aus Sicherheitsgründen den Zugriff gesperrt, weil zu viel Aktivität herrschte.
  • Geschätzte 20% der Empfänger konnten nicht auf die Videos zugreifen, weil die Sicherheitseinstellungen auf dem Computer den Zugang blockierten.

Google Drive:

Dieser Anbieter bietet günstigen Speicherplatz und ein einfaches Handling.

Doch auch hier machte ich negative Erfahrungen:

  • Leute ohne Google Account hatten Mühe, aufs Material zuzugreifen.
  • Gleich wie bei Dropbox waren es gefühlte 20%, welche wegen Sicherheitseinstellungen das Video weder anschauen noch herunter laden konnte.

Amazon Cloud Drive

Für 60$ im Jahr bekomme ich unbegrenzten Speicherplatz. Die Uploadgrösse einer Datei ist begrenzt auf 2 GB. Die meisten meiner Kundenvideos sind kleiner.

Auch bei Cloud Drive kann ich ein Video freigeben und dem Empfänger den Link schicken. Bis jetzt konnten die meisten Leute ohne Probleme die Videos aus meiner Cloud Drive herunterladen. Aber keine Regel ohne Ausnahme: Auch hier gab es manchmal Probleme mit den Sicherheitssystemen.

4. Transfer Dienst wie WeTrasfer

Heute nutze ich meistens WeTransfer um Videos zu verschicken. Dazu öffne ich einfach die Website wetransfer.com, gebe die Email-Adresse des Empfängers ein und wähle das Videos aus. Dazu kann ich einen Text schreiben. Der Empfänger bekommt den Text per Mail und einen Link dazu. Klickt er/sie den Link an, wird das Video herunter geladen.

Weitere Vorteile:

  • Es ist für beide Seiten sehr einfach zu bedienen.
  • Ich kann bis zu 2 GB grosse Datei gratis versenden.
  • Mittlerweile gibt es die Anwendung auch für Smartphones. Mit dieser kann ich mein Video ganz einfach direkt vom Smartphone versenden.
  • Ich bekomme eine Bestätigungsmail, wenn der Empfänger das Video herunter geladen hat.
  • Bis jetzt konnten alle meine Empfänger die Dateien herunterladen.

Vorteile Pro Account (120$ im Jahr):

  • Ich kann bis zu 20 GB verschicken.
  • Ich bekomme 100GB Storage, dort werden meine verschickten Daten „zwischengelagert“. Will ich einen Film nochmals jemandem schicken, muss ich die Datei nicht nochmals hochladen.
  • Ich kann nachschauen, wer die Datei wann herunter geladen hat.
  • Personalisierung der WeTransfer-Seite mit Verlinkung auf meine Webseite.

Nachteil:
Vor dem Download bekomme ich keine Vorschau. Um das Video anzuschauen, muss ich die Datei herunter laden. Sie braucht Platz auf meinem Rechner.

Fazit: 
Soll Dein Empfänger das Video anschauen, aber nicht bei sich abspeichern, veröffentliche es als „ungelistet“ auf YouTube und schicke ihm den Link. In allen anderen Fällen empfehle ich Dir WeTransfer. Für die meisten Benutzer reicht die Gratisvariante.

Filme Schneiden auf Android mit VideoShow

Willst Du etwas filmen und den Film möglichst schnell veröffentlichen? Dann bist Du mit einem Smartphone am besten bedient. Es gibt sogar Apps, mit denen man einen Film gleich zusammen schneiden kann. Kürzlich habe ich in einer Kaffeepause das Smartphone meines Mannes ausgeliehen, um die App VideoShow auszuprobieren. Daraus ist dieses Tutorial entstanden.

Mehr zum Thema Video Apps für Android findest Du in meinem Interview mit Florian von smartfilming.de.

VideoShow

Aufnahmen mit der Webcam: Wie setze ich mich richtig ins Bild?

Videokonferenzen per Skype, Google Hangouts oder YouTube-Tutorials – immer öfters filmen wir uns selbst mit Webcams. Sich mit diesen Kameras gut ins Bild zu setzen, bringt einige Herausforderungen mit sich.

Filmen wir mit einem Notebook aus der Froschperspektive, die Kamera schaut von unten zu uns herauf, lässt uns das dominant bis überheblich wirken. Wir wollen jedoch auf Augenhöhe kommunizieren.

Welche Kameraeinstellungen unsere Aussagen und Kompetenz unterstützen, zeige ich in diesem Tutorial.

Anchorman oder neutraleR ModeratorIn?

Setze ich mich in die Mitte des Bildes oder in den „goldenen Schnitt“? Eine Entscheidung, die ich bewusst treffen sollte.

Bildquellen:
Vogelperspektive im Dresdener Zwinger: WikimediaJohann H. Addicks
Goldener Schnitt auf Personen: Wikimedia, Florian Schott
Goldener Schnitt Blume: Wikimedia, Ralf M. Eberle
YouTube-Video von Sami Slimani: Herr Tutorial

Video-Workshop für die Video-Generation

Kürzlich gab ich einen Video-Workshop für Jugendliche der Reformierten Kirche Gossau SG. Die 6 Jungs und 2 Girls haben alle mit ihrem Smartphones schon Videos gedreht. Damit sie ihre Videos verbessern können, organisierte der Jugendarbeiter Samuel Krucker einen Videokurs für die angehenden Konfirmanden.

Spannend in diesem Kurs war für mich, wie unbeschwert die Jugendlichen mit dem Thema Video umgehen. Sie stehen vor die Kamera, geben Interviews, erfinden Geschichten und filmen sie. Für diesen Kurs wählten wir für den Schnitt das iMovie auf dem Mac und auf dem iPhone/iPad (kostengünstig und trotzdem einiges möglich…) Die Software war für alle neu.

Keine Berührungsängste mit neuer Software

Nach der ersten Gruppenarbeit importierten wir das Videomaterial von ihren Smartphones ins iMovie auf dem Mac. Ich zeigte kurz, wie man das Rohmaterial in die Timeline bringt und dort bearbeitet. Kaum war ich fertig, legten sie ohne weiteren Fragen los. Musik, Farb- und Toneffekte wurden gleich selber gesucht und auf die Videoclips gelegt.

Intuition für Apps

Nach den zweiten Aufnahmen arbeiteten wir mit dem iMovie auf dem iPhone/iPad. Während wir nach dem Dreh noch auf die letzte Gruppe warteten, schnitt einer der Jungs schon sein Video in der App. Für einen „Handgriff“ holte er kurz Hilfe bei mir, fertig war der Film.

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