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Q&A: Welche Ausrüstung eignet sich für Webinars?

Hallo Judith,

Dein Blog ist super! Ich bin schon lange auf der Suche nach einem Mikrofon u.a. fürs Filmen mit dem iPhone 7 und habe mit Deinem Ratgeber eine super Übersicht bekommen. Danke!

Bevor ich ein Mikrofon kaufe, habe ich aber noch eine Frage. Ich plane ein Webinar zum Thema Backen, also einen Online-Kurs mit Video. Ich habe vor, eine Person zu filmen, die mir im Abstand von ca. 2 Metern gegenüber steht und Kuchen bäckt und dabei erklärt, was sie macht.

1. Welches Mikrofon?

Bei einem Lavaliermic müsste das Kabel entsprechend lang sein. Oder soll ich besser ein Funkmikro verwenden? Würde das Ganze auch mit einem Richtmikrofon funktionieren, das z.B. auf dem Handy steckt oder auf dem Tisch steht? Vielleicht gibt es dann aber Nebengeräusche, weil auf dem Tisch auch die Backutensilien stehen…

Am liebsten möchte ich ein Mikro, das ich auch an meiner DSLR-Kamera (Canon 5D Mark II) oder mit einer GoPro nutzen kann.

2. Welche Kamera?

Was sagst Du dazu, das Webinar mit dem iPhone 7 zu filmen? Sollte ich lieber die DSLR-Kamera verwenden?

Zum Beispiel mit dem Tonor-Richtmikrofon, oder mit dem Røde VMMICRO? Diese kann ich dann aber vielleicht nicht am iPhone nutzen. Oder gibt es dazu einen Adapter?

Es wäre mir super hilfreich wenn Du mir helfen würdest. Welche Mikrofon-Kamera-Kombination würdest Du mir empfehlen?

Viele Grüsse aus N.,

F.

Hallo F.

Vielen Dank für Dein Mail und Dein Feedback. Das sind ziemlich viele Fragen 😉 Aber ich versuche, da mal etwas eine Übersicht hinein zu geben.

Webinar-Software spielt eine Rolle

Weisst Du schon, über welchen Streamingdienst bzw. mit welcher Software Du das Webinar machst? Das kann ausschlaggebend sein. Die meisten Webinare werden mit Webcams aufgenommen. Da eine andere Kamera anzuschliessen, ist nicht so einfach. Oft braucht es extra Hardware und dann spielt auch das Betriebssystem noch eine Rolle: Windows oder Mac? Auf dem Smartphone kannst Du sehr einfach ein Live-Video für Facebook streamen, was z. Bsp. eine einfache Variante sein könnte.

1. Welches Mikrofon?

Funkstrecke ist besser als Kabel

In diesem Setting würde ich eher nicht mit einem Lavaliermikrofon mit Kabel arbeiten. Mit der 6m-Verlängerung von Røde würde es zwar wahrscheinlich gehen. Aber der Bäcker bewegt sich ja – im dümmsten Fall stolpert er während dem Webinar noch über das Kabel.

Ich würde deshalb an Deiner Stelle ein Lavaliermikrofon mit Funkstrecke nehmen. Die Funkstrecke kann ich mit jeder Kamera mit XLR oder Klinkenstecker verbinden. Mit dem richtige Adapter kannst Du die Funkstrecke auch an Deinem Smartphone anschliessen.

Vor wenigen Wochen habe ich einige Funkstrecken vorgestellt. Lese dazu meinen Blogeintrag „Kabellose Mikrofone: Funkstrecken und Bluetooth“.

Pro und Kontra Richtmikrofon

Du könntest ein Richtmikrofon verwenden (z.B. Røde VidMic Go), und dieses auf der Kamera befestigen. Die Canon 5D Mark II hat einen Mikeingang, Du kannst das Richtmikrofon damit verbinden und darauf befestigen. Für das Smartphone brauchst Du einen Übergangsstecker TRS – TRRS. Warum, erkläre ich im Blogeintrag „Hilfe – mein Mikrofon funktioniert nicht!“. Und Du brauchst eine extra Halterung, damit Du das Richtmikrofon befestigen kannst. Der Vorteil ist, dass Du kein Kabel mit Deinem Protagonisten vor der Kamera verbinden musst.

Umgekehrt ist es, wenn Du ein Mik für das Smartphone hast (z. Bsp. Røde Smart Lav+). Dann kannst Du dieses mit einem TRRS – TRS-Adapter auch an eine Videokamera anschliessen.

Vorsicht beim Richtmikrofon: Viele Vlogger arbeiten mit Richtmikrofon. Die sind aber nah bei der Kamera und in einem ruhigen Raum. Wird die Distanz zum Richtmikrofon grösser, nimmt das Rauschen zu und die Präsenz der Stimme ab. Wenn es viele Hintergrundgeräusche hat, z. Bsp. der Arbeitprozess des Bäckers sehr laut ist, versteht man das Gesprochene nicht mehr gut. Deshalb empfehle ich selber keine Richtmikrofone. Die Regel ist: Das Mikrofon muss zur Tonquelle. Das Richtmikrofon erfüllt diese Regel nicht. Wenn die Umgebung sehr laut ist, z. Bsp. in einem Maschinenraum, braucht es sogar ein Handmikrofon. Siehe dazu meinen Blogbeitrag: Hand- oder Lavaliermikrofon? Für was eignet sich welches Mikrofon?

2. Welche Kamera

GoPro – für die spezielle Perspektive

Ich finde GoPro als Action-Cam super für unerwartete Perspektiven: Auf dem Helm in einer Eishöhle, in der Luft, unter Wasser etc. Oder in Deinem Fall an der Knetmaschine befestigt, den Teig filmend oder wie auch immer. Dort wo ich mit einer anderen Kamera auch nicht gut hinkomme. Und dort wo es keine „Botschaft“ gibt, also niemand spricht. Die GoPro keinen Mikrofoneingang. Es gibt Mikrofone für die GoPro, welche Du über den USB Stecker anschliessen kannst. Das kann Sinn machen, wenn Du in einer Eishöhle bist und gleich kommentieren willst, was Du jetzt gerade tust und man dabei noch Deine angestrengte Atmung hört. In Deinem Falle geht es aber ja nicht um dieses extreme Live-Ergebnis:-) Sondern der Inhalt der Worte ist das Wichtige. Der Ton ist extrem wichtig, im Idealfall hörst Du mit dem Kopfhörer mit (Bei Interviews trage ich immer einen Kopfhörer, um die volle Kontrolle über den Ton zu haben). So viel ich weiss, hast Du auf dem Display der GoPro nicht einmal einen Audiopegel für ein wenig Kontrolle über den Ton.

 

Canon 5D Mark II – Schöne Bilder

Mit der Canon Spiegelreflexkameras machst Du die schönsten Bilder. Du hast viel Tiefenunschärfe, was den meisten Leuten gefällt. Du kannst in den Settings auch einen Audiopegel einschalten, damit Du visuelle Kontrolle über den Ton hast. Bei diesem Modell kannst Du aber nicht gleichzeitig ein Mikrofon anschliessen und mit dem Kopfhörer mithören. Profis benutzen eine externe Audiobox, damit sie Mikrofon und Kopfhörer anschliessen können, aber das alles gleichzeitig an einem Computer anzuschliessen für eine Live-Session wird ganz schön kompliziert. Die Herausforderung hier ist vor allem das Streaming. 

iPhone 7 – Direkt ins Internet streamen

Mit dem iPhone hast Du gegenüber der Spiegelreflexkamera ein wenig Verlust bei den Gestaltungsmöglichkeiten des Bildes. Wenn Du Dich aber nicht gewohnt bist, mit der Canon zu filmen, behältst Du mit dem iPhone wahrscheinlich besser die Schärfe. Du kannst, wie oben beschrieben, alle möglichen Mikrofone benutzen. Es gibt beim Filmen Apps mit Audiopegel oder sogar die Möglichkeit einen Kopfhörer anzuschliessen. Beide Möglichkeiten muss aber die benutzte App bieten. Das einfachste bei dieser Kamera ist der Live Stream. Du kannst ohne Umwege direkt ins Internet streamen. Es gibt auch Webinar Apps für das iPhone wie ClickMeeting, ich habe aber noch nie eine solche App ausprobiert.

3. Eine mögliche Ausrüstung:

– Ein Livestream in Facebook mit dem iPhone 7 (anstatt mit Webinar-Software)
– Mikrofon: Funkstrecke von Røde und ein TRS zu TRRS Stecker.
– Wenn Du mit dem iPhone 7 filmst, brauchst Du noch den Adapter für den Lightning-Anschluss.
– Ich empfehle Dir, je nach Dauer des Webinars, auch einen Doppelstecker für Lightning zu verwenden, damit gleichzeitig Strom geladen werden kann. (Siehe Blogbeitrag „Darum brauchen iPhone-Filmer drei Lightining-Anschlüsse“.)

 

Ich hoffe das hilft, um etwas mehr den Durchblick zu haben.

Herzliche Grüsse
Judith

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„Hilfe – mein Mikrofon funktioniert nicht!“

Da kauft man sich ein Mikrofon mit Klinkenstecker, schliesst es am Smartphone an, und – nichts. Kein Ton auf der Aufnahme. Was ist falsch gelaufen? Warum funktioniert das Mikrofon nicht?

Ich kann Dich beruhigen: Für das Problem gibt es eine simple Lösung. Du musst Dein Mikrofon nicht zurückschicken 😉 Die Antwort liegt in der Technik des Klinkensteckers.

Der Anschluss fürs Mikrofon ist versteckt

Das Smartphone hat eigentlich keinen Mikrofoneingang. Aber da es in den Smartphone-Kopfhörern ein kleines Mik zum Telefonieren hat, hat Apple und Co. in der Kopfhörerbuchse einen Mikrofoneingang „versteckt“.

Wenn du das Kabel des Original-Kopfhörers mit integriertem Mikrofon anschaust, siehst du, dass dort drei Ringe sind. Bei einem normalen Kopfhörerstecker mit 3,5mm-Klinke sind es nur zwei. Ebenfalls nur zwei Ringe haben Mikrofone mit Klinkenstecker, die nicht speziell für Smartphones entwickelt worden sind. Mit dem dritten Ring können die iPhone-Kopfhörer den versteckten Mikrofonanschluss aktivieren.

Vergleich: TRS-Stecker (mit zwei Ringen) und TRRS-Stecker (drei Ringe).

Mit einem Adapter geht’s

Der Anschluss mit zwei Ringen heisst „TRS“, der mit drei Ringen „TRRS“. Damit unser normales Mikrofon auch an diesem versteckten Anschluss andocken kann, braucht es einen Adapter: TRS zu TRRS. Damit kannst Du jedes normale Mikrofon auch an ein Smartphone anschliessen.

TRS zu TRRS-Adapter (Bild: Digitec)

Umgekehrt ist es, wenn Du ein Mik für das Smartphone hast (z.B. Røde Smart Lav+): Dann kannst Du dieses mit einem TRRS-zu-TRS-Adapter auch an eine Videokamera anschliessen. 

TRRS zu TRS-Adapter (Bild: Digitec)

Für alle Fälle ausgerüstet

Übrigens: Sogar ein Mik mit XLR-Anschluss kannst Du mit dem Smartphone verwenden. Dafür empfehle ich Dir den Adapter iRig Pre.

iRig Pre (Bild: Digitec)

Kennst Du meinen Ratgeber „Das Mikrofonset für alle Fälle“ schon? Auch die beiden TRS/TRRS-Adapter sind dort drin. Damit Du beim Filmen für alle Situationen gerüstet bist!

Das kleine Kabel macht es möglich: Du brauchst nur ein Mikrofon, aber kannst das Kabel mit Smartphone und Videocam verbinden!

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Kabellose Mikrofone – Funkstrecken und Bluetooth

 

Beim Filmen bin ich froh um jedes Kabel weniger, das ich verwenden muss: Denn Kabel sind im Weg, können sich verheddern, und im dümmsten Fall fällt sogar jemand drüber. Die meisten Mikrofone, die ich hier im Blog schon vorgestellt habe, funktionieren mit Kabel. Doch es gibt mittlerweile auch verschiedene kabellose Möglichkeiten für den Ton beim Filmen. Mit der richtigen Kombination kannst Du dir die Arbeit erleichtern – und Stolperfallen (im wörtlichen Sinn!) vermeiden.

Ich arbeite häufig mit meinen Funkstrecken. Diese sind jedoch wegen der Technologie relativ teuer: Meine Sennheiser-Funkstrecken kosteten jeweils um die 1000 Franken. Im Video und im Text unten stelle ich Euch meine Funkstrecken und zwei günstigere Varianten vor. 

Was ist mit Bluetooth?

Ich wurde schon häufig gefragt, ob es nicht Bluetooth-Mikrofone gebe. Doch, gibt es! Jedoch fand ich persönlich Bluetooth immer unzuverlässig, darum habe ich mich nie damit beschäftigt. Mit meinem Bluetooth-Kopfhörer habe ich häufig Probleme: Einmal kann ich die Verbindung nicht herstellen, dann sendet irgendwas eine Funkstörung auf meinen Kopfhörer, wenn ich zum Beispiel im Zug sitze. Deswegen würde ich der Bluetooth-Technologie beruflich schon gar nicht vertrauen.

Kürzlich hat mir jedoch jemand erzählt, dass er gute Erfahrungen mit dem Nikon Wireless Mikrofon ME-W1 gemacht habe. Da wurde ich neugierig.

Brack.ch hat mir das Produkt für einen Test zur Verfügung gestellt.

Nikon ME-W1

Das Produkt besteht aus zwei Kästchen mit integrierten Mikrofonen (beide!). Der Sender wird mit dem Kabel beim Mikrofoneingang der Kamera eingesteckt.

Das Mikrofon hat einen Clip, damit man es zum Beispiel am Hemd des Interviewpartners anstecken kann. Jedoch ist es im Vergleich mit Lavaliermikrofonen recht gross. Damit man es auf dem Video nicht sieht, installiert man das Kästchen unter Umständen weiter weg von der Tonquelle, also vom Mund der sprechenden Person. Das bewirkt, dass die Stimme leiser und die Umgebungsgeräusche lauter aufgenommen werden. Das ist der grosse Nachteil bei diesem Mikrofon: Die Umgebung muss ruhig sein, damit man den Ton brauchen kann.

Der Preis beträgt bei Brack.ch ca. 250 Franken. (Für Smartphones braucht es zusätzlich einen TRRS-Adapter, um den Klinkenstecker anschliessen zu können.) Ein stolzer Preis im Vergleich mit dem nächsten Mikrofon, das ich gleich vorstellen werde. Dieses kostet nur wenig mehr, bietet aber schon mehr Möglichkeiten.

 

RødeLink-Funkstrecke: gut und günstig

Kürzlich hat mir mein Berufskollege, Videoproduzent Markus Bärtschi, von einer günstigeren Funkstrecke erzählt. Das Produkt heisst RødeLink Filmmaker Kit und kostet ca. 299 Franken – also ein Drittel des Betrags, den ich für meine Funkstrecken bezahlt habe. Und wenn Markus sagt, er arbeite regelmässig damit, dann heisst das, das Produkt taugt etwas. Ich durfte es mir für einen Test ausleihen.

RødeLink Filmmaker Kit

Laut Herstellerinformationen funktioniert RødeLink für Distanzen von bis zu 100 Metern. Im Set mit dabei ist ein Lavaliermikrofon, das der sprechenden Person angesteckt wird. Es ist über ein Kabel mit dem Sender verbunden, dieser kann zum Beispiel an den Hosenbund geclippt werden. Der Empfänger kann auf den Schlitten der Kamera gesteckt werden; die Verbindung zum Mikrofoneingang läuft über ein Kabel. (Fürs Filmen mit Smartphone müsste ein TRRS-Adapter verwendet werden.)

Fazit meines Tests: Für jemanden, der hobbymässig filmt oder ausschliesslich mit dem Smartphone, ist RødeLink eine sehr gute kabellose Möglichkeit. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hervorragend. Die Verbindung ist zuverlässig, da das RødeLink mit Funk arbeitet. Die Frequenz lässt sich verstellen.

 

Für Profis: Funkstrecken von Sennheiser

Nun zur Profi-Ausrüstung. Ich verwende häufig meine Funkstrecken von Sennheiser. Wie auch bei der Røde-Funkstrecke wird das Mikrofon der Person, die spricht, angesteckt, der Sender zum Beispiel in die Tasche gesteckt. Der Empfänger ist bei der Kamera befestigt. Die beiden Geräte kommunizieren über Funk. Da auch die Polizei diese Technologie benutzt, sind gewisse Frequenzen gesperrt.

Meine ältere Funkstrecke ist die Sennheiser EW100-G3. Sie kostete damals ca. 1000 Franken. Heute ist dieses Produkt nicht mehr erhältlich: Die Frequenzen, die sie verwendet, wurden verboten. Ich verwende sie fast nicht mehr.

Sennheiser EW100-G3 (nicht mehr erhältlich)

Diese Funkstrecke sieht zwar etwas komplizierter aus als die bereits vorgestellten Produkte. Sie funktioniert aber ganz einfach. Das Gehäuse ist aus Metall, also robuster und wertiger als die RødeLink-Funkstrecke. Besonders beim Sender ist das nützlich – es kann gut sein, dass da mal jemand aus Versehen draufsitzt.

 

Frequenz wechseln

Vorne kann man bei beiden Geräten eine Klappe öffnen und dort Einstellungen machen. Auch die Batterien sind dort drin. An den Einstellungen ändere ich selten etwas. Wichtig ist aber, dass man den Kanal ändern kann. Warum, dazu eine kleine Anekdote:

Letzte Woche filmte ich an einer Messe. Über den Kopfhörer hörte ich während dem Filmen, was mein Interviewpartner Frank sagte. Dabei fiel mir auf, dass es rauschte und surrte – der Ton war einfach nicht gut. Dann änderte ich die Frequenz und gleich war alles bestens. Nach dem Filmen kam jemand von einem anderen Stand zu uns herüber. Er erzählte mir, dass sie soeben eine Live-Vorführung mit Übertragung auf Leinwand gemacht hätten. Der Ton wurde mit einer Funkstrecke verstärkt. Und offenbar waren wir auf der gleichen Frequenz – denn lustigerweise hörten sie bei ihrer Vorführung plötzlich die Stimme von Frank!

 

Sennheiser AVX MKE-2

Die neuere Funkstrecke von Sennheiser, die AVX MKE-2, funktioniert noch einfacher.

Sennheiser AVX MKE-2

Das kleinere Gerät rechts im Bild ist der Empfänger, der direkt auf der Kamera fixiert und über ein kleines Kabel damit verbunden werden kann. Das Kästchen links ist der Sender mit dem Lavaliermikrofon. Das Geniale an dieser Funkstrecke: Anstatt der Klappe mit den Batterien wie bei der älteren Sennheiser-Funkstrecke habe ich einen Akku. Den kann ich entfernen und aufladen. Das System ist also schon mal ökologischer.

Bei dieser Funkstrecke muss ich gar nichts einstellen. Anstecken, einschalten, und los geht’s! Nicht einmal die Frequenz kann ich hier manuell verstellen. Ja, Du hast richtig gelesen: Ich kann die Frequenz nicht ändern. Doch vorher habe ich ja gerade erzählt, wie wichtig das ist? Die Sennheiser AVX MKE-2 erkennt selbständig, wenn ein Kanal nicht sauber ist, das heisst, wenn eine Frequenz schon von jemand anderem belegt ist. „Tubelisicher“, würden wir auf Schweizerdeutsch sagen.

 

Preisunterschied wegen XLR-Anschluss

Das hat natürlich seinen Preis: In der Schweiz kostet diese Funkstrecke aktuell ca. 820 Franken. Warum dieser Preisunterschied zur RødeLink-Funkstrecke, die ich vorher vorgestellt habe?

Eines habe ich bereits erwähnt, nämlich die robustere Verarbeitung. Vor allem aber ist die Tonqualität noch besser. Die Sennheiser-Funkstrecke ist nämlich über einen XLR-Anschluss mit der Kamera verbunden (auf dem letzten Foto gut zu sehen). XLR-Kabel sind weniger störungsanfällig. Sie liefern vor allem bei langen Kabelstrecken und in einer lauten Umgebung einen stabileren Ton als die Kabel mit 3,5mm-Klinkenstecker.

Beim Filmen mit Smartphone fällt dieser Unterschied nicht ins Gewicht. Dort empfehle ich Dir mit gutem Gewissen die günstigere Funkstrecke von Røde. Wenn Du aber professionell unterwegs bist, lohnt es sich, hier mehr Geld in die Hand zu nehmen. Falls Du dann doch einmal mit dem Smartphone filmen willst, kann die Funkstrecke trotz des XLR-Kabels dort eingesteckt werden – mit dem Adapter iRig Pre (bei iPhone 7 zusätzlich Klinke-zu-Lightning-Adapter).

 

Welches Mik überzeugt?

Das Nikon Wireless Mikrofon ME-W1 hat mich von der Grösse und vom Ton her nicht überzeugt. Das Rode Link kann ich mit gutem Gewissen empfehlen, guter Ton zu günstigem Preis. Sollte meine Funkstrecke mal aussteigen, werde ich mir das Sennheiser AVX MKE-2 kaufen.  Welche Lösung überzeugt Dich? Gib mir doch ein Feedback, welche Mikrofonlösung Dir am besten entspricht und was Du für Erfahrungen damit machst. Ich freue mich über Deinen Kommentar.

 

Übersicht:

Ich habe den Ratgeber „Mikrofone für das Filmen mit dem Smartphone“ noch mit zwei kabellosen Mikrofonen ergänzt. Du kannst ihn gratis herunterladen:

 

VIDEOMerken

Darum brauchen iPhone-Filmer drei Lightning-Anschlüsse

Ich bin jetzt schon einige Wochen mit dem iPhone 7 Plus unterwegs. Ich habe mich langsam daran gewöhnt, immer den kleinen Adapter dabei zu haben, damit ich meine Mikrofone oder Kopfhörer mit Klinkenstecker anschliessen kann. Denn beim iPhone 7 hat man ja keine gewöhnliche Kopfhörer-Buchse mehr, sondern nur noch den einen Lightning-Anschluss.

Immer wieder merke ich aber, dass ein Anschluss einfach zu wenig ist.

Drei Gründe, warum Filmer mehrere Anschlüsse an ihrem Smartphone brauchen:

1. Ton

Es gibt Mikrofone mit Lightning-Anschluss. Zwei davon habe ich kürzlich vorgestellt. Diese Mikrofone sind grundsätzlich super, denn ich brauche keinen Adapter fürs iPhone. Sie lassen sich direkt daran anstecken.

Gerade bei Interviews möchte ich aber beim Filmen gerne den Ton mithören. Die Lightning-Buchse ist jedoch schon durch das Mikrofon belegt und ich kann keinen Kopfhörer anschliessen. Es fehlt mir ein Anschluss.

2. Strom

Normalerweise lade ich nicht gleichzeitig den Akku meines iPhones, wenn ich filme. Denn es ist mühsam, mit dem Smartphone stets auch noch die angeschlossene Powerbank mit zu bewegen oder diese zu fixieren. Wo ich aber mehr Batterie als gewöhnlich brauche, sind Livestreams. Denn nicht nur das Filmen frisst Strom, sondern auch die Übertragung ins Internet.

Um also zum Beispiel eine längere Veranstaltung auf Facebook Live zu übertragen, kann es also sein, dass der Akku nicht ausreicht. Dann möchte ich eine Powerbank anschliessen. Wenn ich aber gleichzeitig auch ein Mikrofon verwende, habe ich schon wieder einen Anschluss zu wenig.

3. Monitor

Vor kurzem habe ich Euch hier im Blog gezeigt, wie ihr einen externen Monitor an euer iPhone anschliessen könnt. Eine der Varianten ist eine Kabelverbindung zum Computer mit dem Programm Quicktime.

Auch dort wieder: Wenn ich ein Mikrofon benutze, kann ich nicht gleichzeitig ein Kabel anschliessen, um mich mit einem Computer zu verbinden. Noch eine Situation, in der ich einen Anschluss zu wenig habe.

Lösung: Aus einem Lightning-Anschluss mach zwei

Es gibt einen Adapter mit Doppelstecker, den Belkin Lightning Audio + Charge Rockstar. Er macht aus einem Lightning-Anschluss zwei.

 

 

Damit kann ich ein Lightning-Mikrofon anschliessen und zusätzlich auch eine Powerbank, einen Kopfhörer, ein Kabel zur Steckdose oder zum Monitor.

Es gibt im Internet zu diesem Adapter einige Bewertungen von unzufriedenen Kunden. Als ich ihn ausprobiert habe, hat er jedoch gut funktioniert.

Adapter mit USB und Kopfhörerbuchse

Ich habe noch ein zweites Gadget gekauft und ausprobiert: Einen Adapter mit zwei Kabeln. Das eine ist Lightning-Anschluss, das andere ist nur ein Klinkenstecker.

Das Problem: Die zweite Buchse funktioniert nicht für das Mikrofon, denn es ist kein sogenannter TRRS-Anschluss. Man kann dort wirklich nur einen Kopfhörer anschliessen. Wenn ich Musik hören und gleichzeitig das iPhone aufladen will, ist das super, aber zum Filmen nützt mir dieser Stecker nichts.

Besser noch warten

Wenn Du schon häufig gedacht hast, dass dir ein Lightning-Anschluss fehlt, kann ich Dir den Belkin-Stecker empfehlen. Wenn Du aber noch ohne zweiten Anschluss auskommst, warte lieber noch. Das Wall Street Journal hat nämlich berichtet, dass mit dem iPhone 8 diesen Herbst wahrscheinlich der USB-C-Anschluss kommt und Lightning wieder verschwindet. Das würde heissen, dass wieder neue Mikrofonlösungen und Adapter gefragt sind. Ich würde deswegen zu diesem Zeitpunkt nicht zu viel Geld in zusätzliche Anschlüsse investieren.

Mikrofon-Empfehlungen

Falls Du Dich trotzdem für Mikrofone mit Lightning-Anschluss interessierst, schau Dir mein Video an, in dem ich zwei davon vorstelle.

Es gibt auch Lightning-Adapter für Mikrofone mit Klinkenstecker. Diese haben nämlich immer noch viele Stärken. In meinem Ratgeber: „Mikrofone zum Filmen mit Smartphone“ habe ich Dir diverse Möglichkeiten zusammengestellt, mit Vor- und Nachteilen. Hol dir das PDF hier.

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iPhone 7: Zwei Lightning-Mikrofone im Test

Filmst Du vor allem mit dem iPhone 7 und überlegst Dir, ein Mikrofon anzuschaffen? Dann überlegst Du bestimmt, ob Du gleich ein Mikrofon mit Lightning-Anschluss kaufen sollst. Denn erstens muss man dann nicht immer daran denken, den Adapter dabeizuhaben. Und zweitens macht jeder zusätzliche Übergang das Tonsignal anfälliger auf Störgeräusche.

Probleme mit dem Adapter

Kürzlich habe ich alle meine Mikrofone mit Klinkenstecker getestet, ob sie auch bei meinem iPhone 7 Plus mit dem Adapter zum Lightning-Anschluss funktionieren. Da hat alles geklappt – den Blogpost dazu findest Du hier. Doch jemand hat mir auf mein Testvideo geantwortet, dass sein iPhone 7 das RØDE SmartLav nicht immer erkennt.

Eigentlich will man zu einem teuren neuen Smartphone nicht gleich auch ein neues Mikrofon anschaffen müssen, man erwartet, dass auch vorhandene Mikrofone funktionieren. Leider scheint das nicht der Fall zu sein. Deswegen stelle ich hier zwei Alternativen vor, die direkt über den Lightning-Anschluss funktionieren:

iRig Mic HD Handmikrofon

Das iRig Mic HD Handmikrofon hat im Test mit dem iPhone 7 einwandfrei funktioniert. Es ist in Silber und Schwarz erhältlich und kostet ca. 120 Franken. Der Nachteil: Es gibt keine Kopfhörerbuchse. Das heisst, man kann bei Interviews nicht mithören. Für Videoblogs oder Moderationen, bei denen kein Kopfhörer verwendet wird, oder zum Singen ohne Kopfhörer, eignet sich das iRig Mic HD jedoch gut.

Mitgeliefert wird beim iRig Mic HD auch ein Kabel mit Mini-USB-Anschluss. Es lässt sich also auch mit Android-Smartphones verwenden.

Clipic digital Lavaliermik Apogee Sennheiser

Das ClipMic digital habe ich bereits früher einmal vorgestellt. (Hier geht’s zum Video.) Schon damals besass dieses Mikrofon einen Lightning-Anschluss. Der grosse Vorteil ist die gute Tonqualität. Das kleine Kästchen vor dem Lightning-Anschluss des Digital ClipMics ist nämlich der integrierte Wandler.

Wenn man ein Mikrofon über die Kopfhörerbuchse an ältere iPhone-Modelle ansteckt, wird das Tonsignal mit dem Wandler in der Buchse verarbeitet. Dieser ist eher schlecht. Das Mikrofon kann noch so gut sein – wenn der Ton danach über einen schlechten Wandler geht, leidet die Qualität. Die Qualität des ClipMic digital hat ihren Preis: Es kostet um die 180 Franken.

Als ich das ClipMic digital zum ersten Mal testete, war der Ton extrem leise. Nur mit der Verwendung der dazugehörigen App („Meta-Recorder“) liess sich ein guter Pegel erreichen. Dies ist inzwischen behoben worden: Jetzt ist der Ton auch ohne App im Hintergrund einwandfrei, man kann das Mik also einstecken und gleich mit Filmen loslegen.

Kopfhörerbuchse fehlt

Der Nachteil bei beiden Mikrofonen ist, dass sich gleichzeitig kein Kopfhörer anschliessen lässt. Beim iPhone 7 gibt es ja keine zusätzliche Kopfhörerbuchse. Für Interviews, bei denen es nützlich ist, gleich mithören zu können, empfehle ich deshalb nach wie vor, das iRig PRE zu verwenden, über den Ligthning-Adapter. Beim iRig PRE lässt sich jedes Mikrofon mit XLR-Kabel anschliessen und zusätzlich noch ein Kopfhörer. In diesem YouTube-Video stelle ich das iRig PRE vor.

Ratgeber Mikrofone für das Smartphone

Ich habe viele Mikrofone getestet und darüber geschrieben. Wer Interviews führt, hat nicht ganz das gleiche Bedürfnis wie jemand, der auf YouTube alleine vlogt oder Podcasts aufnimmt. Wer ein iPhone 7 hat und noch kein Mikrofon, geht auch anders an die Entscheidung heran als jemand, dessen Smartphone eine Kopfhörerbuchse besitzt. Ich habe deshalb einen Ratgeber zusammengestellt. Dort zeige ich Dir, welche Mikrofone ich für welchen Einsatz empfehle. Du kannst ihn hier herunterladen:

 

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5 Mikrofone im Test mit dem iPhone 7 Plus

Wer meinen Newsletter abonniert hat, weiss, dass ich mir kürzlich das neue iPhone 7 gekauft habe. Ein grosser Unterschied zum iPhone 6 ist, dass das iPhone 7 keinen Kopfhörerausgang mehr hat. Es gibt nur noch die Buchse fürs Lightning-Kabel.

 

Mikrofone über Adapter anschliessen

Was bedeutet die fehlende Kopfhörerbuchse fürs Filmen mit dem iPhone 7, wenn man ein Mikrofon anschliessen will?

Da ein Adapter für 3,5mm-Kabel mitgeliefert wird, ist dies auch weiterhin möglich. Ob die Mikrofone, die ich bisher auf meinem Blog empfohlen habe, mit dem iPhone 7 auch wirklich funktionieren, habe ich für euch getestet.

 

 

Die 5 Mikrofone im Test

 

Das Fazit: Alle fünf Mikrofone funktionieren auch mit dem iPhone 7.

Mit einer Einschränkung beim iRig Mic: Mit einem Kopfhörer mithören, ist beim Filmen mit dem iPhone 7 nicht möglich. IK Multimedia verkauft unterdessen jedoch auch ein iRig Mic (Handmikrofon) mit Lightninganschluss. Ich konnte diese nicht ausprobieren, finde das Produkt aber sehr spannend.

 

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Je mehr Adapter, desto unsicherer

Falls Du ein neues Mikrofon kaufen willst und das iPhone 7 hast, macht ein Mik mit Lightninganschluss mehr Sinn. Je mehr Adapter Du brauchst, desto störungsanfälliger wird der Sound. Im Video „6 Lavalier-Mikrofone im Vergleich“ hatte ich all diese Mikrofone schon einmal für euch getestet. Dort war auch das Sennheiser clip mic digital dabei. Das Mikrofon hat einen Lightninganschluss und passt deshalb perfekt zum iPhone 7. Wichtig: Für gute Resultate muss die dazugehörende App Metarecorder von Apogee im Hintergrund laufen.

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Meine Favoriten in meiner Ausrüstung

Da alle Mikrofone mit dem iPhone 7 noch funktionieren, werde ich mit diesen weiterarbeiten. Mit dem iRig Pre kann ich mein preffessionelles Sennheiser Mik e845 anschliessen. Mein Lavaliermikrofon Favorit ist immer noch das iRig Mic Lav 2 Pack. Dieses Mikrofon für alle Fälle, stellte ich bereits in einem anderen Blogbeitrag vor. Wann welches Mikrofon zum Einsatz kommt, kannst Du im Blogbeitrag „Hand oder Lavaliermikrofon – Wofür eignet sich welches Mikrofon“ nachlesen.

Zudem kann man bei diesen beiden auch einen Kopfhörer anhängen, im Unterschied zu allen anderen getesteten Mikrofonen. Was für mich bei Interviews unverzichtbar ist.

 

Soundcheck mit dem iPhone 7

In einem zweiten Video habe ich mit jedem Mikrofon eine Frage aufgezeichnet. Dort kannst Du den Sound vergleichen. Die Bedingungen sind nicht für alle Mikrofone ganz gleich. Ein Handmikrofon tönt anders als ein Lavaliermikrofon. Auch macht es einen Unterschied, ob Ich einen Popschutz auf dem Mikrofon habe oder nicht. Der Popschutz nimmt noch etwas die hohen Töne aus dem Klang. Die Mikrofone habe ich so eingesetzt, wie sie bei der Bestellung geliefert werden. Welcher Klang gefällt Dir?

 

Hand- oder Lavaliermikrofon: Wofür eignet sich welches Mikrofon?

Für guten Ton sorgen entweder ein Mikrofon, das du in der Hand hältst, oder ein Lavaliermikrofon, das du am Kragen der sprechenden Person befestigst.

Als Videojournalist ist man in der Regel alleine unterwegs und arbeitet deshalb mit einem der beiden Mikrofone. Beide haben Vor- und Nachteile.

Das Handmikrofon: Vor- und Nachteile und worauf du achten musst

Das Handmikrofon ist ein typisches Interview-Mikrofon. Das heisst: du stellst die Fragen, dein Interviewpartner antwortet und dabei führst du ihn, indem du ihm das Mikrofon hinhältst. Du entscheidest dadurch, wer wann redet und kannst beispielsweise auch eine Antwort unterbrechen oder nachhaken.

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Das Hand-Mik sorgt für den sichersten Ton. Damit das gelingt, hältst du es etwa zehn Zentimeter unters Kinn. So hast du kein Mikrofon im Gesicht und dennoch einen optimalen Ton, selbst bei Lärm rundherum.

Nachteile des Handmikrofons: Man hat die Hand nicht mehr frei und das Mikrofon ist aufgrund seiner Positionierung nahe am Gesicht auch im Bild zu sehen. Bei einer Strassenumfrage passt das auch, bei einem Personenporträt eher nicht.
Handmik darf im Bild sein, wenn man ein wenig von den Fingern sieht, ist es auch noch ok. Es sollte aber nicht der Arm des Reporters im Bild sein. Bei klassischen Interviews ist man deshalb relativ nah beim Interviewpartner. Möchtest du von weiter weg filmen, damit beim Porträtierten auch die Umgebung wahrgenommen wird, empfehle ich ein Lavaliermikrofon.

Das Lavaliermikrofon: Vor- und Nachteile und worauf du achten musst

Das Lavaliermikrofon eignet sich am besten für längere Gespräche und für ein Videoporträt einer Person. Die Vorteile liegen wörtlich auf der Hand: Du hast die Hände frei, das Mikrofon fällt weniger auf und du kannst wie erwähnt auch von weiter weg filmen. Du musst nur zu Beginn darauf achten, dass das Mikrofon an der richtigen Stelle angebracht ist, danach musst du dich nicht mehr darum kümmern.

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Doch auch das Lavaliermikrofon bringt Nachteile mit sich: Gut hörbar sind nur die Antworten, weil nur dein Gesprächspartner ein Mikrofon hat. Deine Fragen sind  schlecht oder gar nicht hörbar. Zudem eignet sich das Lav-Mik nicht für Situationen, wo es lauter ist, zum Beispiel auf einer Baustelle, in Maschinenräumen oder neben einer vielbefahrenen Strasse. Es nimmt mehr Umgebungsgeräusche auf, weil es weiter unten als das Handmik ist und von der Charakteristik her mehr Umgebungsgeräusche aufnimmt.

So nutzen Profis das Lavaliermik

Das Lavaliermikrofon gibt es mit Kabel und mit Funk. Die Profis arbeiten meistens mit Funkstrecken. Funk hat den Vorteil, dass sich der Referent oder Gesprächspartner frei bewegen kann, ist aber wesentlich teurer als ein Lavalier-Mik mit Kabel.

Eine gute Lösung mit Kabel ist das iRig Mic Lav, das es auch im 2er-Pack gibt. Damit löst du auch gleich das Problem, dass die Fragen im Gespräch nicht gut zu hören sind: Ein Mikrofon gibst du dem Interviewpartner, das andere nutzt du selber. In meinem Blogpost „iRig Mic Lav 2 Pack – ideal für Interviews unterwegs“ stelle ich das iRig vor.

Mikrofonvorschläge in meinem Ratgeber

In meinen beiden Ratgeber „Video-Ausrüstung Smartphone“ und „Video-Ausrüstung Videocam“ findest Du Kaufvorschläge für Handmikrofone und Lavaliermikrofone. (Für das Smartphone gibt es auch einen Ratgeber mit Links für LeserInnen aus Deutschland).

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Auf Twitter kommt die Frage öfters: Welches Lavaliermikrofon eignet sich für Periscoper und Smartphone-Filmer?

Ich habe sechs Knopfmikrofone an mein iPhone gehängt und für euch getestet. Das Resultat hat mich selber überrascht. Hört genau hin…

Mikrofone fürs Smartphone und Mikrofone für die Kamera

Grundsätzlich teile ich die sechs getesteten Mikrofone in zwei Kategorien: die, die extra fürs Smartphone gemacht sind und die, die nur mit Adaptern ans Smartphone angeschlossen werden können.

Das VT402 iPhone von Voice Technology Switzerland, das Sennheiser Clipmic Digital und das RØDE SmartLav eignen sich besonders für das Filmen mit dem Smartphone. Das VT402 und das SmartLav gibt es auch für Android-Benutzer.

Das Audio Technica ATR3350, die Sennheiser Funkstrecke EW100 G3 mit Laveliermikrofon und das VT500 Water von Voice Technologies Switzerland sind klassiche Videokameramikrofone und können nur mithilfe eines Adapters ans Smartphone angeschlossen werden.

Mein Tipp fürs Smartphone

Für Leute, die unkomplizierte Lösungen suchen für Periscope, für Selfie-Videos oder um ab und zu andere zu filmen, empfehle ich entweder das RØDE SmartLav oder das VT402 iPhone von Voice Technology Switzerland.

Der Ton der beiden Lavaliermikrofone ist ohne Apps im Hintergrund und Zusatzgeräten gut. Das VT402 schlägt das SmartLav+ in der Soundqualität. Es kostet normalerweise auch das x-fache. Im Moment gibt es bei Audio Bauer Pro AG das VT402 zum unschlagbaren Preis von Fr. 69.- anstatt Fr. 298.-. Es hat, so lange es hat. Da würde ich gleich zuschlagen. (Bereits zu spät. Das Produkt ist nicht mehr erhältlich). Das VT506 Mobile ist das neue Lavaliermik von Voice Technology Switzerland.

Das SmartLav kommt mit dem praktischen sechs Meter Verlängerungskabel, über das ich in einem früheren Blogbeitrag berichtet habe.

Das Sennheiser Clipmic Digital empfehle ich vor allem denen, die während dem Filmen mit Kopfhörern mithören wollen, was bei Interviews manchmal ganz schön praktisch ist oder zum Beispiel auch Musikern beim Aufzeichnen von Sound behilflich sein könnte.

High-End Lösungen passen nicht aufs Smartphone

Der Wandler im Smartphone, der digital zu analog macht, lässt eure Tonqualität leiden. Das beste Mikrofon bringt deswegen nicht die gleichen Sound-Resultate wie beim Filmen mit Videokameras.

Deshalb empfehle ich für Smartphones Mikrofone, die gut sind, aber nicht High-End. Der Preis soll sich dem Endprodukt anpassen.

Lavaliermikrofone für Kameras

Grundsätzlich ist der Ton bei allen drei Mikrofonen, dem Audio Technica ATR3350, dem Sennheiser Funkstrecke EW100 G3 mit Lavaliermikrofon und dem VT500 Water von Voice Technologies Switzerland mit passenden Übergangsstecker fürs Smartphone sehr leise. Er wird in der Postproduktion angepasst, wobei bessere Ergebnisse erzielt werden können, als beim Filmen mit den Smartphone Mikrofonen.

Die Audio Technica ATR3350 testete ich in Brasilien bei meinem Interview mit Michael Seelig inmitten von viel Hintergrundlärm, war mit dem Resultat ok.

Wer von Kabeln unabhängig und dadurch flexibler sein will, kann mit der Funkstrecke arbeiten. Sie ist jedoch nicht günstig. Wählt man die Funkstrecke, verbindet man das Mikrofon am besten mithilfe des iRig Pre ans Smartphone. Auch dazu gibt es bereits einen informativen Beitrag.

Ich werde die Funkstrecke mit dem Sennheiser Mikrofon und dem VT500 noch mit meiner Sony PMW200 testen. Die Kombination mit Adapter und iPhone ist nicht die richtige, um ein Urteil über diese beiden Mikrofone zu fällen.

Zwei spannende Extras

Das VT500 Water von Voice Technologies Switzerland trumpft mit zwei weiteren Nice-to-Have. Es ist wasserdicht, eignet sich ausgezeichnet zum Filmen im Regen und kommt mit praktischen Zusatzteilen, die es ermöglichen, das Mikrofon direkt auf die Haut kleben zu können. Damit wird das Mikrofon unter dem T-shirt unsichtbar.

Zu guter Letzt erwähne ich in meinem Video das Audio-Interface Fostex AR101. Es kommt mit zwei kleinen Mikrofonen und kann, zur Verbesserung der Audioaufnahme, auf das iPhone gesteckt werden.

Ich habe für euch alle sechs Lavaliermikrofone auf einem praktischen PDF zusammengefasst, mit Nach- und Vorteilen der jeweiligen Produkte und den Links zum Bestellen. Zum Download.

Haben dich meine Resultate überrascht? Und hast du dich entschieden? Welches Mikrofon wählst du?

6 Meter mehr Spielraum für das smartLav+

Beim Filmen von Interviews und Moderationen empfehle ich mit externen Mikrofonen zu arbeiten. Das SmartLav+ ist eine Möglichkeit für Smartphones. Ein kleines Lavaliermik, welches den richtigen Stecker besitzt, um die Kopfhörerbuchse in einen Mikrofoneingang zu verwandeln. Neu habe ich jetzt ein 6 Meter langes Kabel (SC1)  dazu (, welches mir mehr Spielraum gibt.

Beides bestellen bei digitec.ch

Handmikrofon Sony F-V320 für Handycams

Viele Handycams haben keine extra Buchse für externe Mikrofone. Wer eine solch kleine Kamera kaufen möchte, sollte darauf achten, dass ein externes Mikrofon angeschlossen werden kann, für z. Bsp. Interviews.

In diese Mikrofonbuchsen passt ein kleiner Klinkenstecker (3,5 mm). Ich habe festgestellt, dass die Auswahl für solche Mikrofone relativ klein ist. Deshalb bestellte ich mir das Sony F-V320, um dieses auszutesten.

Guter Automatischer Audiopegel

Meine Handycam Sony HDR-SR12 pegelt das Audio recht gut. Oft ist das Audio bei Kameras im Automat eher leise, hier habe ich bei richtigem Mikabstand eine gute Lautstärke. Auch wenn ich laut rede und das Mik nah zum Mund nehme, „klippt“ der Ton nicht. Beim iPhone ist das schwieriger, dort kann es den Ton auch „überschlagen“, wenn ich mit externem Mikrofon arbeite.

Unterschied Klinken/XLR-Stecker

KlinkensteckerXLR Kabel

Profikameras sind mit XLR Eingängen ausgestattet. Diese Anschlüsse sind weniger anfällig für Störgeräusche als die Klinkenstecker. Vor drei Jahren reiste ich mit meiner kleinen Sony Handycam durch Asien und führte Interviews mit externen Mikrofonen über Klinkenstecker. Ich hatte nie Probleme, der Ton war jeweils sehr gut.

Mik vergriffen, die Alternative

Das hier vorgestellt Mikrofon bestellte ich vor einer Woche bei Brack.ch, jetzt ist es leider nicht mehr im Angebot. Vergleichbar sollte aber „sein Bruder“ sein, das Sony F-V420B.

Update 22.04.2015: In meinem PDF-Ratgeber „Ausrüstung Smartphone“ findet ihr eine Alternativ-Voschlag.

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