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Live-Videos im Trend: 5 Gründe, warum sie sich lohnen

Früher war es undenkbar, dass Privatpersonen eigene Videos in die ganze Welt verbreiten. Nur Fernsehstationen konnten live senden. Heute hat sich das verändert: Live-Videos sind ein Riesen-Trend. Alles, was man braucht, sind ein Smartphone und Internetempfang.

In den USA boomen Live-Videos. Sie sind auch spannend für Firmen und Geschäftsleute: Experten machen Live-Schaltungen zu Produkten und Themen und erreichen damit sehr viele Zuschauer.

Videos bringen uns Menschen näher. Live-Videos noch mehr.

1. Live schafft Nähe

Kommunikation wird auch übers Internet immer unmittelbarer. YouTube ist bereits sehr direkt, da es jedem erlaubt, Videos zu verbreiten. Aber es ist vorproduziert (teilweise sehr aufwändig) und nicht zeitgleich. Live wirkt noch authentischer und weil man als Zuschauer die Gelegenheit hat, direkt dabei zu sein, auch exklusiver. Live schafft Nähe und damit Vertrauen.

 

2. Es ist super-simpel, Inhalte schnell ins Netz zu bringen

Periscope war die erste App, welche das live-streamen vom Smartphone extrem einfach machte. Inzwischen ist Facebook ganz vorne mit dabei und pusht Live-Videos sogar aktiv, indem sie in den Timelines weiter oben angezeigt werden. YouTube verfügt über eine Live-Funktion, und neuerdings lassen sich auch auf Instagram und Twitter Videos streamen. Instagram Stories und Snapchat ermöglichen das einfache Produzieren von (fast) Live-Videos. Eine spannende Variante, schnell Inhalte zu produzieren und direkt ins Netz zu bringen!

Je nach Einstellung sind die Videos danach noch 24 Stunden sichtbar oder bleiben online, damit man sie auch später noch anschauen kann. Bei Snapchat und Instagram lassen sich die Videos auch gezielt an einzelne Leute verschicken oder löschen sich nach dem Anschauen selbst.

 

3. Zwei-Weg-Kommunikation dank Live-Videos

Bei Live-Videos gibt es nicht einfach „Sender“ und „Empfänger“. Die Kommunikation läuft auf beide Seiten: Zuschauerinnen und Zuschauer können Kommentare schreiben oder mit Herzchen ausdrücken, dass ihnen der Stream gefällt. Ich als Produzentin sehe, wer neu dazukommt und kann die Leute begrüssen. Beide Seiten können Fragen stellen und beantworten. Das schafft neue Möglichkeiten.

Der Vergleich mit Webinars drängt sich auf. Diese Tools können zwar verglichen mit Livestreams mehr, aber sie sind fürs Publikum weniger einfach. Im Live-Video muss man sich nicht anmelden, sondern kann ganz einfach reinzappen. Jeder, der deine Seite abonniert hat, sieht im Feed, wenn du live bist. Umgekehrt kann ein Live-Video auch ganz spontan gemacht werden, ohne Ankündigung.

 

4. Es muss nicht perfekt sein

Live-Videos sind casual. Ein Live-Video kann auch aus der Hand gefilmt werden, ohne Stativ, es darf Hochformat sein.

Die Regeln sind aber die gleichen wie allgemein bei der Videoproduktion: Gibt es zu viele Umgebungsgeräusche, lohnt es sich, ein Mikrofon zu verwenden. Wenn ein Video zu verwackelt ist, schalten die Leute weg. Ein Stativ macht die Hände frei, damit man zum Beispiel etwas demonstrieren kann.

Hol dir meinen kostenlosen Ratgeber: „Zubehör fürs Filmen mit dem Smartphone“. Dort findest Du Empfehlungen für Mikrofone und Stative.

 

5. In der Schweiz noch viel Potenzial

Die Zeitverschiebung zu den USA bewirkt, dass weniger Leute aus Europa zu den amerikanischen Videos zuschalten. Die Konkurrenz ist also begrenzt. Hier gibt es im deutschsprachigen Raum noch viel Potenzial. Gerade weil hierzulande noch nicht viele Leute Live-Videos machen, ist es möglich, vieles einfach mal frei auszuprobieren.

 

Live-Videos für Firmen

Ich gebe viele Video-Workshops für Firmen, die mit selbst produzierten Videos näher zu ihren Kunden möchten. Noch näher kommt man mit Live-Videos – da eröffnen sich viele einfache Möglichkeiten.

Ein Beispiel: Das erste Mal habe ich Facebook Live erlebt, als ich in Basel im Auftrag von V-Zug an der Messe „Swissbau“ filmte. Der „Koch des Jahres“ war am Messe-Stand, und anstatt dass man mit Verzögerung darüber berichtet hätte, machten die Verantwortlichen gleich ein Live-Video mit ihm. So erhielten die Facebook-Fans von V-Zug das Gefühl, live etwas mitzuerleben.

 

Zusätzliche Software für Live-Videos

Kürzlich habe ich Facebook Live ausprobiert (schau’s Dir an). Auch auf YouTube habe ich einen Livestream gemacht.

Bei Facebook habe ich direkt in der App auf meinem iPhone den Livestream gestartet, ohne etwas zu installieren. Für den Livestream auf YouTube musste zuerst eine Software installieren. Dieser Weg war einiges umständlicher. Für den YouTube live Test habe ich „Wirecast“ (Testversion) verwendet. Im Video kannst Du deshalb ein Wasserzeichen sehen. Ich habe den Stream mit meiner Webcam aufgenommen.

Mit Airserver“ könnte ich mein iPhone auf dem MacBook spiegeln und so auch von meiner iPhone Kamera ein YouTube-Live-Video senden.

Unterdessen empfahl mir mein Mann Sam Steiner die Software „OBS“. Sie ist gratis. Man kann damit sowohl Live-Videos für YouTube als auch Facebook machen. Der Vorteil einer solchen Software: Man kann mehrere Kameras benutzen und zum Beispiel auch Bauchbinden einblenden. Hier mein YouTube Live-Video:

 

Meine Live-Video-Strategie

Ich werde zukünftig alle zwei Wochen, am Freitagmorgen um ca. 9.30 Uhr, live auf meiner Facebook Fanseite Judith Steiner Videoproduktion sein. Dort werde ich über die Inhalte meines neusten Blogbeitrags sprechen und kurze Fragen beantworten. Alternierend in den Wochen dazwischen gibt es auf meinem privaten Profil einen Stream, in dem ich etwas über das Leben plaudere 🙂

Ich nutze die Kraft von Video, habe aber im Unterschied zu meinen YouTube-Videos keinen Schnitt-Aufwand.

Meine Live-Videos werde ich im Querformat filmen. Erstens gefällt mir der breite Ausschnitt besser. Zweitens kann ich Breitformat mit jedem Stativ aufnehmen – bei Hochformat ist nicht jedes Stativ mit dem iPhone kompatibel.

Verbinde dich mit mir auf Facebook, damit du die Live-Sessions nicht verpasst!

Blogparade: Ersetzt das Smartphone andere Kameras?

In seinem Aufruf zur Blogparade provoziert Fabian Wüst mit der Frage, ob Spiegelreflexkameras dem Tode geweiht seien. Werden Smartphones bald alle Arten von Kameras ersetzen?

Smartphones – eine meiner Kernkompetenzen

Als regelmässige Smartphone-Filmerin – vor allem privat filme ich oft mit dem iPhone – fühle ich mich gleich angesprochen und nehme die Blogparade gerne an.

Smartphones haben erstaunlich gute Kameras – in meinen Videokursen sind die TeilnehmerInnen immer wieder von der Bildqualität der kleinen Handy-Apparate überrascht. Und sie werden immer noch besser…

Geschwindigkeit: Der 1. Rang gehört dem Smartphone

Gäbe es einen Oscars für die schnellste Kamera, würde das Smartphone in dieser Kategorie die Siegerstatue gewinnen.

Nichts ist so schnell wie das Smartphone! Vor allem bei ungeplanten Drehs – nehmen wir mal den ersten Schritt meiner Tochter, ein Anlass, den ich fürs Leben festhalten möchte – sind die Vorteile des Smartphones enorm: Wir haben es immer dabei, können es innert Sekunden zücken. Einmal gefilmt, kann das Material gleich mit der richtigen App verbessert und geschnitten und ins Netz geladen oder rasch dem Grossmami geschickt werden.

Auf keiner anderen Kamera ist ein solch effizienter Workflow möglich. 

Blogbeiträge zum Thema:

Das Smartphone hat Grenzen

Trotz des Loblieds… das Smartphone hat auch Grenzen und wird, meiner Einschätzung nach, nie alle anderen Kameras ersetzen. Werde ich angefragt, ein Geschäfts-Shooting mit dem iPhone zu filmen, nehme ich aus guten Gründen meine Kamera mit. Das Smartphone ist mir in solch wichtigen Momenten zu unberechenbar. Viele Dinge spielen auf dem Smartphone zusammen, wird eine App aktualisiert, kann schon mal etwas anderes, z.B. das Mikrofon nicht funktionieren, auch wenn es kurz zuvor tipptopp geklappt hat. Meine Kontrolle über das Gerät geht dann sehr schnell flöten.


Fehlender Zoom

Als weiteres Handicap fehlt beim Smartphone manchmal der Zoom. Ein guter Zoom würde das Phone zu gross machen und dem Konzept eines in der Hosentasche staubaren Geräts widersprechen. Es gibt zwar Zooms zum Aufsetzen, die hat man aber bestimmt beim ungeplanten Dreh nicht dabei und in die Tasche passen sie auch nicht.

Mein Mann Sam war vor Kurzem an einem Instameet-Treffen im Rapperswiler Kinderzoo. Während dem die anderen Teilnehmer mit ihren DSLR- und Systemkameras schöne Closeups von Giraffenaugen – die Tiere standen weit weg hinter dem Zaun – knipsten, wurde Sam die Limitierung seines Smartphones bewusst.

Randnote: In seinem Fall führte es zu einer Kreativitätsexplosion und er beschloss, sich anderen, ausgefallenen Fotosujets zu widmen.


Schlechte Lichtempfindlichkeit

Die relativ kleine Linse und die digitale Aufhellungsfunktion des Smartphones bringen Probleme mit der Lichtempfindlichkeit mit sich und können bei schlechten Lichtverhältnissen ein Bildrauschen verursachen. Die Smartphone-Hersteller sind sich dessen bewusst und verbessern ihr Angebot im rasenden Tempo, die Kamera-Hersteller aber auch. Sie bleiben den Smartphones in dieser Hinsicht eine Nase voraus.


Fehlende Akkus und Speichermedien

Weitere potentielle Probleme sind das Speichermedium und der Akku. Weder das eine, noch der andere können ohne Weiteres gewechselt werden. Der Speicher hat noch andere Daten darauf und kann nicht einfach so ausgetauscht werden. Die Lösung eines externen Powerpacks als Boost für den Akku ist mit dem am Phone hängendem Kabel und Batterie nicht wirklich praktisch beim Filmen.

Last, but not least, will ich mein Smartphone während dem Filmen anderweitig brauchen, rasch der Grossmutter anrufen, Sam mitteilen, dass ich später komme, dann wäre ich froh um eine Kamera, die nicht im Telefon eingebaut ist.

Im Vergleich mit einer DSLR- oder Systemkamera

Vergleich Smartphone Systemkamera

Wir filmen oder fotografieren die Hagenbutte im Garten, die mit ihren roten Farbe auf den Herbst hinweist. Wenn wir mit dem Smartphone eine Aufnahme von sehr nah aufnehmen, wird der Hintergrund unscharf (Siehe Bild oben). Sobald ich mich aber mit der Linse von der Hagenbutte weiter entferne, wird der unwichtige Hintergrund ziemlich scharf. Das Bild wirkt eher flach.

Filmen wir es mit einer DSLR- oder Systemkamera können wir mit verschiedenen Blendenzahlen arbeiten und erhalten somit eine schöne Tiefenunschärfe. Ich kann mehr vom Hagenbuttenstrauch zeigen und den Hintergrund trotzdem unscharf lassen (offene Blende). Für gewisse Filmprojekte bevorzuge ich klar diese Bildqualität.

Blogbeitrag zum Thema:

Obwohl das Smartphone eine sehr gute, kontrastreiche Bildqualität aufweist, haben wir beim Filmen mit einer DSLR- oder Systemkamera eine andere, reichere und sattere Qualität, die mehr Möglichkeiten für die Farbbearbeitung bei der Postproduktion zulässt.  Wir bestimmen, mit wenig Aufwand, wie das Endprodukt aussehen soll.

DSLR vs Systemkameras

Persönlich filme ich gerne mit meiner Systemkamera Panasonic Lumix GH3, die stark aufs Filmen ausgerichtet ist. Sie gibt eine sehr gute Bildqualität, verfügt über einen Mikrofoneingang, eine Kopfhörerbuchse und einen Pegel. Die Nachfolgekamera GH4 bietet sogar ein Peaking (farbige Schattierung zeigt, wo der Fokus liegt). Zudem kann ich mit meiner Lumix GH3 rund dreissig Minuten am Stück aufnehmen. Das können die wenigsten Spiegelreflexkameras.

Für wenig Geld erhalte ich beim Filmen viele Vorteile. 

DSLR-Kameras sind eher aufs Fotografieren ausgelegt. Ein Fokussieren braucht es bei einem Klick nur einmal. Bei der Filmaufnahme muss der Fokus jedoch mit wandern. Höre ich meinen Fotografenkollegen zu, werden DSLR-Kameras nicht so rasch aussterben. Also, keine Bange!

Kürzlich durfte ich eine Canon C100 Mark II ausprobieren. Die Kamera bietet das schöne Bild einer Spiegelreflexkamera und alle Vorteile einer Videokamera. Die würde ich nicht so schnell gegen eine Smartphone Kamera eintauschen. Hier geht es zum TESTBERICHT: CANON C100 MARK II UND XF200.

Kleine Anmerkung: Im Filmen und schneiden auf dem iPhone Kurs vom 17. August hat es noch Plätze frei.

Filmen beim Reisen – Cadons erstes Feuerwerk

Zur Zeit reisen wir als Familie durch Malaysia. Die überraschenden Begegnungen passieren meistens nicht auf den geplanten Touren, sondern wie hier auf dem Weg zum indischen Restaurant. Unser Sohn Cadon war schon die ganze Woche fasziniert vom vielen „Pengpeng“, welches wegen dem chinesischen Neujahr oft noch den Lärm der Stadt verstärkt. Zwei Kinder schenken ihm Knallfrösche, sein erstes Feuerwerk.

Kameraausrüstung bleibt im Gästehaus

Als ich letztes Jahr eine VJ-Kamera kaufte, entschied ich mich für die Canon XF100, weil sie vergleichsweise klein ist und noch in jedes Handgepäck passt. Trotzdem bleibt die Kamera oft in unserem Hostel zurück. Für die Kamera brauche ich eine Extratasche und wenn schon, muss auch gleich das Stativ mit. Deshalb überlege ich mir bei jedem Ausflug, ob ich sie wirklich brauche.

Smartphone als schnelle Kamera

Das iPhone habe ich immer dabei. Schnell wie eine Pistole ziehe ich es aus meiner Hüfttasche und ziele. Kein Deckel von der Kamera nehmen, keine manuellen Einstellungen. Sogar das Entsperren entfällt.

Hüfttasche wird zur Steadycam

Da ich spontan natürlich auch kein Stativ dabei habe, probiere ich das Smartphone sonst möglichst ruhig zu führen. Beim Filmen stelle ich fest, dass die Hüfttasche vor meinem Bauch als gute Stütze dient. Beim Filmen von Kindern natürlich auch eine gute Bildperspektive. Diese Art von Steadycam werde ich in den nächsten Tagen noch mehr austesten.

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