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SRT-Untertitel erstellen:
8 Möglichkeiten

In meinem letzten Blogeintrag habe ich 5 Gründe für Untertitel aufgezählt und das SRT-Format vorgestellt. Mit diesem Format können die Zuschauer Deiner Videos selber einstellen, ob, in welcher Sprache und in welcher Darstellung sie Untertitel anschauen wollen.

Jetzt geht es darum, was das für Dich als Videoproduzent/in heisst: Wie erstellst Du Untertitel? Und welche Tools bieten YouTube, Facebook und Co. dafür?

Vorgehen je nach Zweck des Videos

Ich stelle Dir 8 Möglichkeiten vor, wie sich Untertitel erstellen lassen. Je nachdem, wie professionell Du arbeitest und was Du mit Deinen Videos bezweckst, eignet sich die eine oder andere Möglichkeit besser.

Wenn Du zum Beispiel vor allem auf YouTube einen Vlog betreibst, kannst Du die Untertitel direkt auf der Plattform erstellen (Möglichkeit Nr. 3).

Wenn Du für Kunden Videos produzierst und diese in Adobe Premiere Pro schneidest (wie ich häufig), kannst Du in diesem Schnittprogramm auch Untertitel erstellen (Möglichkeit Nr. 2).

Wenn Du keine Zeit hast, um Untertitel zu erstellen, und diese auch nicht für einen Kunden brauchst, kannst Du trotzdem die Variante offen lassen, dass die YouTube-Community das Video im Nachhinein für Dich untertitelt (Möglichkeit Nr. 5). Vielleicht hast Du ja Fans in einer anderen Sprachregion, die Dein Video gerne für ihre Bekannten zugänglich machen wollen?

Wir sprechen dabei immer von SRT-Untertiteln. Wenn Du Dir nicht sicher bist, was das ist, lies doch noch schnell den zweiten Teil meines letzten Blogeintrags.

Jetzt aber fertig um den Brei geredet.

So kannst Du SRT-Untertitel erstellen:

1. Mit Hilfe einer Untertitel-Software

Meine Mitarbeiterin Andrea Wildisen erstellte in den letzten Wochen für mich und meine Kunden viele Untertitel. Sie hat einige Programme ausprobiert. Am liebsten arbeitet sie mit dem Programm Aegisub, ursprünglich ein Karaoke-Programm. Es läuft auf Mac und Windows und ist gratis. Im nächsten Blogeintrag werde ich dazu ein ausführlicheres Tutorial machen.

Nur für Mac erhältlich ist „Subtitles theEditor“. Das Lieblingsprogramm von Thinh-Lay Bosshart, einer Expertin in Sachen Barrierefreiheit und Untertitelung.

Neben diesen beiden gibt es verschiedene andere Programme, mit denen Du Untertitel erstellen kannst. Netzwelt.de hat kürzlich eine Liste von geeigneten Programmen veröffentlicht.

 

2. In Adobe Premiere Pro

Wenn ich ein Video in Adobe Premiere Pro schneide, mache ich die Untertitel auch gleich dort. Neben .srt kann die fertige Untertiteldatei danach auch in anderen Dateiformaten exportiert werden.

Hier eine Seite von Adobe, welche die Arbeit mit Untertiteln in Adobe Premiere Pro ausführlich erklärt, und hier ein Video-Tutorial.

 

3. Untertitel von Profis machen lassen

Im deutschsprachigen Raum und auch für Schweizerdeutsche Videoinhalte gibt es Diction, einen zuverlässigen und guten Service, den ich auch schon genutzt habe. Sie machen normalerweise nur Übersetzungen, auf Anfrage auch SRT-Untertitel. Auch Easytranslate und Redsmoke machen Untertitelungen.

Dieser Service hat natürlich seinen Preis.

 

4. YouTube, Facebook: Direkt auf der Plattform

YouTube bietet neben den automatisch generierten und von der Community erstellten Untertiteln auch die Möglichkeiten, Untertitel selber, quasi „manuell“ einzufügen.

Auch auf Facebook ist dies möglich, Du musst jedoch einen etwas mühsamen Umweg über die Funktion „automatisch generieren“ gehen und die erstellten Untertitel danach korrigieren.

Auf Vimeo kannst Du nur fertige Untertiteldateien hochladen. Auch in Wistia kannst Du nicht direkt Untertitel erstellen. Dort gibt es jedoch die Option, SRT-Dateien hochzuladen und diese nachträglich direkt auf der Plattform zu bearbeiten.

Untertitel-Tool von YouTube

5. (Halb-)Automatisch erstellte Untertitel

Auf YouTube sind manchmal ziemlich schlechte Untertitel zu sehen. Das kann daran liegen, dass sie automatisch erzeugt wurden.

YouTube bietet für zehn verschiedene Sprachen, u.a. Deutsch, die Option zum automatischen Erstellen von Untertiteln. Das heisst, dass Dein Video durch ein Spracherkennungs-Programm läuft und dieses „transkribiert“, was gesagt wird.

Facebook bietet diese Funktion bisher nur auf Englisch an. Auf Vimeo und Wistia gibt es sie (noch?) gar nicht.

Sowohl bei YouTube als auch bei Facebook kannst Du die Untertitel überprüfen und korrigieren, bevor sie dem Video hinzugefügt werden.

Dies ist auch nötig, denn auch wenn die Spracherkennung immer besser wird, ist sie von der Perfektion zum jetzigen Zeitpunkt noch weit entfernt. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man automatische Untertitel erstellen lässt.

 

6. Alternative: Die Community nutzen

Auf YouTube kannst Du auch die Community für Dich arbeiten lassen. Dazu musst Du nur die entsprechende Funktion für Deine Videos freischalten und eine entsprechende „Infokarte“ erstellen (das sind die kleinen bunten „Post-its“, die jeweils am Rand der Videos erscheinen). Zum Beispiel: „Würde bitte jemand mein Video auf Arabisch übersetzen?“

Dann können interessierte Personen unentgeltlich Untertitel schreiben oder von anderen erstellte Untertitel überprüfen. Du kannst sie danach freischalten. Hier die Anleitung von YouTube/Google dazu.

Auf der Crowd-Idee basiert auch Amara: Amaras Mission ist, dass Video-Inhalte in möglichst vielen Sprachen zugänglich gemacht werden. Freiwillige untertiteln so zum Beispiel TED Talk-Videos.

7. Online auf Amara.org

Amara ist eine coole Organisation für Barrierefreiheit im Netz, die, wie bereits erwähnt, nach dem Crowd-Prinzip funktioniert und daneben auch einen Untertitel-Service anbietet.

Es gibt auf Amara aber auch die praktische Möglichkeit, selber Untertitel zum fertigen Video zu erstellen.

Die Untertiteldateien, die Du auf Amara erstellt hast, kannst Du danach mit YouTube synchronisieren und/oder als SRT-Datei herunterladen.

Einen Haken hat die Sache: Das Video muss bereits online sein, damit ich es mit Amara untertiteln kann. Für Facebook-Videos ist dies also keine Möglichkeit.

Bei YouTube und Vimeo kann man die Videos schon mal hochladen, aber ungelistet lassen, bis die Untertitel fertig sind.

Geschäftlich kommt für mich Amara deswegen meistens nicht in Frage. Meine Kunden möchten als Produkt Videodateien und nicht einen Link. Für nicht-geschäftliche Videos wäre dies aber kein Problem.

 

8. Im Text-Editor

SRT-Dateien sind Textdateien. Mit der nötigen Kenntnis kannst Du sie also auch in einem Text-Editor erstellen, während du parallel dazu das Video laufen lässt und die genauen Einblende-Zeiten notierst.

Noch einmal der Screenshot aus meinem letzten Blogeintrag:

 

Wichtig: Die Endung der SRT-Datei muss stimmen!

Der Dateiname muss dem SRT-Standard entspricht. Jede Sprache bekommt eine andere Endung:

Das sieht folgendermassen aus:

Dateiname.Sprachcode_Ländercode.srt

Eine Liste der Sprach- und Ländercodes findest Du zum Beispiel auf Facebook. (Die Schweiz existiert dort nicht, also wähle für Deutsche Untertitel „de_DE“.)

 

Achtung: Untertitel für weniger bekannte Player

Manche Firmen verwenden einen weniger bekannten oder einen eigenen Video-Player auf der Website. Dann sind die Möglichkeiten und Vorgaben unterschiedlich.

Ein Beispiel: Für einen Kunden machte ich Videos mit dazugehörigen SRT-Untertiteldateien. Der Kunde verwendet auf seiner Website einen Flash-Player namens „Flowplayer“. Dieser erfordert WebVTT-Untertitel, welche im Video eingebettet sind. Meine Mitarbeiterin Andrea hat unsere SRT-Datei in ein vtt-File umgewandelt und mit SubtitleEdit die Untertitel in das Video eingebettet. Das Resultat ist eine mp4-Datei mit einem „versteckten“ SRT-File.

 

Nützliche Links zu den einzelnen Plattformen

In diesem Blogeintrag habe ich vor allem auf YouTube und Facebook Bezug genommen, die beiden beliebtesten Videoplattformen. Dazu kommen Vimeo, ebenfalls ein grösserer Anbieter, und Wistia, wo ich einige meiner Videos hosten lasse.

Alle diese Plattformen haben FAQ- oder Hilfe-Seiten zum Thema Untertitel, wo Du noch genauere Infos bekommst. Hier die Liste mit den Links:

YouTube

Facebook

Vimeo

Wistia (Englisch)

 

Noch ein paar Tipps mehr? Klicke auf das Bild unten, um Dir 9 Tipps für bessere Videos zu holen.

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5 Gründe für Untertitel – und wie das SRT-Format Dich weiterbringt

Als Videoproduzentin ist mir ein schönes Bild wichtig. Deswegen finde ich Untertitel eigentlich störend.

Manchmal sind sie aber nötig, und oft bringen sie sogar mehr Vorteile als erwartet.

Vor etwa zwei Jahren bekam ich zum ersten Mal von einem Auftraggeber die Anweisung, ein deutsch gesprochenes Video noch deutsch zu untertiteln. Warum?

Untertitel werden immer gefragter

Viele Leute schauen Videos auf dem Smartphone unterwegs und haben manchmal keine Kopfhörer eingesteckt. Mit Untertiteln kommt der Inhalt des Videos dennoch rüber.

Das Video, das ich damals untertitelt habe, war vom gesamten Konzept her auf Mobile ausgelegt.

Und das mobile unterwegs-sein ist nur einer der Gründe.

Was sonst noch für Untertitel spricht, darauf gehe ich in diesem Blogeintrag ein: Ich gebe Dir 5 gute Gründe für Untertitel.

Und dann geht es auch darum, dass Untertitel immer mehr können. Dass sie flexibler sind und man als Konsumentin mehr individuell einstellen kann. Ich stelle Dir das SRT-Format vor, das dies ermöglicht.

5 Gründe für Untertitel

1. Übersetzung

Ganz klar: Sehr häufig werden Untertitel immer noch als Übersetzung gebraucht.

Wenn der Interviewpartner Französisch spricht, aber das Video auch in der Deutschschweiz gesehen wird, ist eine Untertitelung die beste und kostengünstigste Lösung. Auch wenn Du ein Schweizerdeutsch gesprochenes Video in Standard-Deutsch untertitelst, ist das eine Übersetzung!

Die Alternativen: Bei Newsbeiträgen im Fernsehen kommen selten Untertitel zum Einsatz. Dort spricht häufig ein Sprecher in der Zielsprache über die leiser gemachten fremdsprachigen Aussagen („overvoice“). Bei Filmen und in der Werbung wird oft synchronisiert.

2. Unterwegs oder im Büro ohne Kopfhörer

Einen der wichtigsten Gründe für Untertitel habe ich bereits erwähnt: Leute schauen Videos häufig ohne Ton. Im Zug ohne Kopfhörer, während der Arbeit (Kopfhörerverbot in vielen Büros), in einer lauten Umgebung, oder wenn es einfach gerade zu umständlich wäre, die Kopfhörer hervorzusuchen, aber mit Ton in dieser Situation gerade nicht geht.

Ganze 82% der Videos auf Facebook werden ohne Ton angeschaut. Für in Websites eingebettete Videos habe ich keine solche Zahl, doch es wird dort ähnlich sein.

Es ist also eigentlich unverzichtbar, ein Video zu untertiteln, damit Deine Message oder die Deines Interviewpartners rüberkommt. Du erschliesst Dir damit ein Publikum, das sonst nichts von Deinem Video hat und es deshalb auch nicht beachtet.

Achtung: Beim Untertiteln nicht freestylen

Wenn Ton- und Untertitelsprache die gleiche ist, empfehle ich, 1:1 das Gleiche zu übernehmen und in den Untertiteln wenn immer möglich nicht zu kürzen oder zu paraphrasieren. Denn wenn jemand gleichzeitig zuhört und liest, stört es extrem, wenn die Untertitel vom Gesprochenen abweichen. (Natürlich ohne „ähm“s u.ä. 😉 )

Übrigens unterscheidet man bei Untertiteln zwischen „Closed Captions“, die ein- oder ausgeschaltet werden können, und „Open Captions“, die fix zum Video gehören.

3. Videos starten im Autoplay-Modus

Facebook pusht Videoinhalte. Dazu gehört Autoplay: Videos starten schon, ohne dass man darauf klickt. Auch bei Twitter und LinkedIn ist das so, und auch YouTube-Videos starten automatisch, wenn sie über einen Link geöffnet werden.

Die meisten Videos (ausser YouTube) starten dabei ohne Ton, zumindest wenn das Smartphone auf lautlos gestellt ist. Wenn Dein Video Untertitel hat, holst Du die Aufmerksamkeit der Internetnutzer in diesem Moment ab. Denn das Auge liest Text automatisch mit. Unvermittelt schenkt man einem solchen Video und seinem Inhalt Aufmerksamkeit, ohne dies bewusst gewollt zu haben.

Facebook gibt an, dass die Dauer, die Videos mit Untertiteln angeschaut werden, um 12% länger ist als ohne Untertitel.

Das kann sich positiv auf die Reichweite Deiner Videos auswirken: Facebook schliesst aus der längeren Sehdauer, dass Deine Inhalte interessant sind, und positioniert sie deshalb an höherer Stelle.

4. Barrierefreiheit

Thinh-Lay Bosshart ist mit ihrer Agentur BossharTong spezialisiert auf barrierefreies Web. Ich habe sie schon ein paar Mal um Tipps gebeten, weil sie sich mit dem Erstellen von Untertiteln sehr gut auskennt.

Für diesen Blogeintrag habe ich Thinh-Lay gefragt, ob es in diesem Bereich auch gesetzliche Richtlinien gibt. Sie gab mir folgende Auskunft:

„In der Schweiz ist seit 2004 das Behindertengleichstellungsgesetz in Kraft. Das BehiG betrifft auch die Barrierefreiheit im Web. Was als barrierefrei gilt, ist in den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.0) des W3C festgelegt. Diese Guidelines dienen als Grundlage für die Anforderungen an Behörden und Unternehmen.

Ein Grundprinzip ist, dass Informationen für alle Menschen wahrnehmbar sein sollen. Im Idealfall werden damit zwei oder mehr Sinne angesprochen.

Bei Video-Content braucht es also eine gleichwertige Textalternative. Das kann in Form eines beschreibenden Textes sein, oder in Form einer Audio-Deskription; einer zusätzlichen Tonspur, in der die Szenen beschrieben werden. Auf diese Weise ist der Inhalt auch für Menschen mit Sehbehinderung oder für Blinde zugänglich.

Für gesprochene Inhalte braucht es Untertitel, damit der Inhalt für Menschen mit Hörbehinderung zugänglich ist.“

Untertitel: Nicht Empfehlung, sondern Pflicht

Grundsätzlich sind auch private Unternehmen gesetzlich verpflichtet, alle Inhalte barrierefrei zur Verfügung zu stellen, um niemanden zu diskriminieren. Untertitel sind also mehr als nur empfohlen – sie sind Pflicht.

„In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass die Mehrheit aller Unternehmen dieser Pflicht nicht nachkommen“, bedauert Thinh-Lay Bosshart. Betroffene, die sich diskriminiert fühlen, müssten nämlich tatsächlich rechtlich aktiv werden. „Das macht verständlicherweise kaum jemand.“

Auf der Website von BossharTong gibt es weiterführende Informationen und Links zum Thema Barrierefreiheit sowie auch eine Anleitung für Untertitel.

5. Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Nicht zuletzt verschaffen Dir Untertitel auch einen Vorteil bei den Suchmaschinen. Wenn Du sie in eine separate Textdatei verpackst, ist diese für Suchroboter sichtbar. Dadurch wird Dein gesamtes Video indexiert, nicht nur der Titel und die Kurzbeschreibung.

Das verbessert das Ranking Deiner Videos bei Google etc. Das Video kann bei einer Suche besser gefunden werden.

Auch innerhalb einer firmeneigenen Website werden Videos mit einer separaten Untertitel-Textdatei bei einer Begriffs-Suche mit einbezogen.

Aus der Not eine Tugend

Untertitel sind also nicht einfach störende Elemente im Video. Sie können auch einiges und bringen Dir als Videoproduzentin durchaus Vorteile.

Kennst Du die Online-News-Videos, die mit auffallendem, weiss/gelb/schwarzem Text funktionieren? AJ+, oder in der Schweiz Nouvo SRF. Sie machen sozusagen aus der Not eine Tugend:

Diese Formate machen die Untertitel zu ihrem Programm. Sie vermitteln News kurz, direkt und rein visuell – ohne Einbusse, wenn man das Video ohne Ton anschaut. Der Text (von „Untertiteln“ kann man hier eigentlich nicht mehr sprechen) spielt eine zentrale Rolle. Die Videos sind optimiert für ein junges Zielpublikum und für Mobile.

Das SRT-Format

Untertitel ausblenden, die Sprache wechseln, die Schrift vergrössern – all das ist möglich mit dem SRT-Untertitelformat. Es gibt auch noch andere solche Formate (.sub, .ass, .ssa), aber SRT ist am gängigsten.

SRT steht für SubRip. Die Untertitel sind in einer Textdatei verpackt, die zusätzlich zum Video produziert wird und die Endung .srt hat.

Du kannst eine SRT-Datei entweder im Text-Editor oder mit einem speziellen Programm erstellen. Mehr dazu dann in meinem nächsten Blogpost.

Untertitel-Einstellungen personalisieren

So sieht es in YouTube aus, wenn ein Video SRT-Untertitel enthält und man „Einstellungen“ > „Untertitel“ > „Optionen“ öffnet:

So können z.B. Personen mit einer leichten Sehbehinderung die Untertitel vergrössert anzeigen lassen.

Auch bei Facebook kann man die Anzeigeoptionen für Videos mit SRT-Untertitel festlegen, und zwar über „Einstellungen“ > „Videos“ > „Anzeige der Untertitel“ > „bearbeiten“:

Zeit- und Sprachcode

Wann welcher Untertitel einzublenden ist, wird über einen genauen Timecode festgelegt. Wenn man eine SRT-Datei in einem Textprogramm öffnet, sieht das dann zum Beispiel so aus:

Auch der Dateiname ist codiert, und zwar bezüglich der Sprache: Auf Deutsch z.B. Untertitel_Apfelvideo.de_DE.srt – das heisst: Deutsch, wie es in Deutschland gesprochen wird.

Ein zweites Beispiel: Die Endung für Spanisch, wie es in Kolumbien gesprochen wird, ist es_CO, Spanisches Spanisch wird es_ES codiert. (Die Schweiz ist in der SRT-Sprachenliste nicht vorhanden.)

Nützlich: Transkripts aus SRT-Untertiteln

SRT-Untertitel kann man sich bei YouTube auch als Transkript zum jeweiligen Video anzeigen lassen. So kann man anhand des Textes an einen bestimmten Punkt im Video springen.

Die Transkript-Funktion ist auch besonders nützlich, wenn jemand mit Inhalten aus einem Video weiterarbeiten will.

Zum Beispiel im Rahmen einer Recherche: Dann kann man sich beispielsweise das Transkript speichern oder ausdrucken, oder ein Zitat direkt und deswegen auch bestimmt korrekt herauskopieren.

So sieht das zum Beispiel auf YouTube aus, wenn ein Video SRT-Untertitel hat und ich die Transkript-Funktion einschalte:

Tools, Editors und die Möglichkeiten bei YouTube und Facebook

In den zwei nächsten Blogposts werde ich noch genauer darauf eingehen, wie Du Untertitel denn nun erstellen kannst. Erst werde ich die Möglichkeiten von YouTube und Facebook vorstellen. Und in einem dritten Blogpost der Untertitel-Serie gibt’s ein Tutorial zu einem Tool, mit dem ich gute Erfahrungen beim Erstellen von SRT-Dateien gemacht habe.

Wenn du übrigens regelmässig Videos machst und darin auch Musik verwendest, empfehle ich Dir mein PDF zu Musik in Online-Videos. Ich erkläre darin, wo gute Musik für Videos zu finden ist, und wie Du vorgehst, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

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So verwendest Du Musik in Deinen YouTube-Videos

Musik für die eigenen Videos zu organisieren, ist für die Produzenten immer tricky. Welche legalen, günstigen oder sogar kostenlosen Möglichkeiten es gibt, habe ich in einem früheren Blogeintrag erklärt. Damit bist Du rechtlich auf der sicheren Seite. Dazu habe ich auch eine Infografik zusammengestellt. Hier kannst Du diese als PDF herunterladen.


In diesem Blogeintrag gehe ich auf die Verwendung von Musik bei YouTube ein. Ich erzähle Dir von einem YouTuber, der über Nacht seinen Kanal mit über einer Million Views verlor. Und Du erfährst, wie Du die Rechte an einem Song einholst.

Das Internet ist nicht „privat“

Grundsätzlich ist es erlaubt, urheberrechtlich geschützte Musik privat zu verwenden. Sobald Du aber ein Video im grösseren Kreis zeigst oder online veröffentlichst, zum Beispiel auf YouTube, gilt das nicht mehr als „privat“. Ob Du damit Geld verdienst oder nicht, spielt gar keine Rolle.

Der YouTuber Sebastiano Mereu hat dies am eigenen Leib erlebt: Er covert mit seiner Ukulele bekannte Songs und hat dafür einen YouTube-Kanal. Sein ursprünglicher Kanal wurde ihm vor drei Jahren über Nacht gesperrt. Einfach so, ohne Ankündigung. Er verlor über 100 Videos und 1 Million Views. 

In einem Interview erzählte mir Sebastiano, wie es ihm damals ging. „Es war erschreckend – ich habe keine Vorwarnung bekommen“, sagt er. „Ich verstehe zwar die Musiker, die von ihrer Musik leben müssen. Aber ich habe mit ihren Songs keinen Rappen verdient.“

Dazu kam, dass Sebastiano Mereu sogar versucht hatte, die Rechte von den Musikverlagen einzuholen. „Aber als kleiner Nobody kriegte ich nicht einmal eine Antwort.“

Wie kann man sicher sein, dass die eigenen Videos auf YouTube nicht einfach wieder gelöscht werden? Dieser Frage wollte ich nachgehen.

Musikerkennung bei YouTube

Auf YouTube wird die Musik beim Upload automatisch geprüft. YouTube nennt dies „Content ID“. Urheberrechtlich geschützte Musik wird erkannt, sofern sie von einem Rechteinhaber mit einer ID versehen wurde. Sie wird sogar erkannt, wenn sie nur im Hintergrund läuft.

Das habe ich festgestellt, als ich kürzlich ein Tutorial hochgeladen habe. Darin war ein Video auf meinem iPhone zu sehen. Im Video lief ein Stück eines Schweizer Singer-Songwriters. Beim Upload des Tutorials erkannte YouTube den Song. Es erschien folgende Meldung:

Der Musikverlag des Musikers hat mir also die Verwendung erlaubt. Einzig: Ich kann das Video nicht monetarisieren. Das heisst, ich darf keine Werbung darauf schalten.

E-mail von YouTube wegen geschützter Musik.

Test für Videos mit Musik

So kann man auch kurz testen, ob ein Song beim Hochladen auf YouTube Probleme verursacht. Den Tipp hat mir Florian Schindler in einer Facebook-Gruppe für Schweizer YouTuber gegeben: „Ich exportiere mir bei Songs, bei denen ich nicht sicher bin, ob ein Copyright Claim kommt, ein schwarzes Video mit nur dem Song. Ich lade das dann als ‚Unlisted‘ hoch. Ist eine Sache von 2-3 Minuten, weil die Dateigrösse des Videos dabei so klein bleibt.“

Welche Rechte gibt es?

Wenn ich das Video hochladen kann, heisst das aber noch nicht, dass damit alles erledigt ist und ich die Musik einfach frei verwenden darf. Dazu habe ich bei der Verwertungsgesellschaft SUISA nachgefragt, die in der Schweiz für Musikrechte zuständig ist.

„Grundsätzlich gibt es bei der Verwendung von Musik in einem Online-Video vier verschiedene Arten von Rechten“, erklärte mir Michael Wohlgemuth vom Rechtsdienst der SUISA.

  • 1. Synchronisationsrecht: Es liegt beim Urheber bzw. bei seinem Musikverlag. Es muss vor jeder audiovisuellen Produktion eingeholt werden.
  • 2. Verwandte Schutzrechte: Diese bestehen aus den Rechten der Interpreten und der Tonträgerunternehmen. Sie liegen in der Regel gebündelt bei einer Plattenfirma (Label). Sie müssen ebenfalls immer eingeholt werden, ausser, Du coverst den Song.
  • 3. Herstellungsrecht: Dieses wird von der SUISA verwaltet. Auch dieses Recht muss bei jeder audiovisuellen Produktion eingeholt werden; egal, ob Du das Video online teilst oder eine DVD herstellst.
  • 4. „Online-Recht“: Das Online-Recht brauchst Du, wenn Du Dein Video ins Internet stellen willst. Es besteht aus dem Recht der Vervielfältigung zum Zugänglichmachen und zur Zugänglichmachung selbst. Verwaltet wird das Online-Recht ebenfalls von der SUISA. Für YouTube-Videos muss dieses Recht nicht separat bezogen werden. Denn die SUISA hat mit Youtube einen Vertrag, welcher die Zugänglichmachung regelt. Auf allen anderen Websites, insbesondere auf der eigenen Website und Firmenwebsites, muss dieses Recht zusätzlich zum Vervielfältigungsrecht bei der SUISA bezogen werden.

Werbung auf deinem Video

Wenn das Video ausschliesslich auf YouTube erscheint, ist es in der Praxis oft nicht nötig, das Synchronisationsrecht einzuholen (rein theoretisch aber schon). Musiker/Verlage und Plattenfirmen können nämlich auf dem Video Werbung schalten und erlauben somit nachträglich die Synchronisation. Damit verdienen sie selber Geld daran – wie in meinem Beispiel.

Wenn sich möglichst viele Leute das Video anschauen, freuen sich in diesem Fall alle daran 😉

Aber, so erklärt Michael Wohlgemuth von der SUISA: „Ohne das vorherige Einholen des Sync-Rights muss man immer damit rechnen, dass ein Verlag ein Video sperren lässt.“

Dies ist vor allem bei Werbevideos der Fall: „Da ist die Chance höher, dass sich ein Verlag oder Urheber aus persönlichen Gründen gegen die Werbeproduktion stellt.“

Ob sie die Verbreitung ihrer Musik erlauben, regeln Musiker, Plattenlabels und SUISA direkt mit YouTube. Dass sie alle separate Verträge haben und Musiker teilweise massiv weniger verdienen als die Plattenfirmen, führt immer wieder zu Rechtsstreiten. Das war auch der Grund, warum Sebastiano Mereus Kanal damals gesperrt wurde, wie er mir im Interview erzählte.

Wenn die Musik nicht freigegeben ist

Sebastiano wurde damals nicht einmal gewarnt. Doch eigentlich gilt: Wenn man das Urheberrecht in einem einzelnen Video verletzt, verwarnt einen YouTube erst einmal. (Es kann auch sein, dass dann der Upload gar nicht möglich ist.)

In diesem Fall gibt es für Dich mehrere Möglichkeiten: 1. Du kannst Einspruch dagegen erheben. 2. Du lässt die Musik im Video entfernen. 3. Oder du tauschst die Musik direkt auf YouTube aus. Damit verlierst Du jedoch die ganze Arbeit, die du in Tonanpassungen gesteckt hast.

Manchmal passiert es aber auch, dass man so eine Verwarnung erhält, obwohl man die Rechte vorgängig eingeholt hat. Das bestätigt Michael Wohlgemuth von der SUISA: „Es kommt sogar öfters vor, dass YouTube Verwarnungen ausspricht. Das liegt daran, dass die Datenbanken untereinander teilweise nicht abgeglichen werden. Oder die Einträge in den Datenbanken sind schlicht falsch.“

In diesem Fall gilt es, Einspruch zu erheben. Dazu musst Du mit dem entsprechenden Rechteinhaber Kontakt aufnehmen. Er ist dann in der Pflicht, zu beweisen, dass Du ihre Musik widerrechtlich verwendest.

Sperrung nach drei Verwarnungen – auch bei Livestreams

Nach drei Verwarnungen wird das Konto gelöscht.

Auch bei Livestreams wird man übrigens darauf hingewiesen, wenn man geschützte Musik verwendet. YouTube kann auch die Übertragung direkt unterbrechen und einem den Zugang zur Live-Funktion entziehen.

Auch Einbetten gilt als Weiterverbreitung

Dass Du ein Video gar nicht erst auf YouTube hochladen kannst, wenn es vom Musikverlag nicht freigegeben ist, schützt dich rechtlich. Aber wenn Du es anderweitig online stellst – zum Beispiel auf einer Website oder auf Facebook–, kann die Verbreitung rechtliche Konsequenzen haben.

Auch das Einbetten des YouTube-Videos auf anderen Websites gilt in der Schweiz als erneute Zugänglichmachung. Das heisst, es ist nicht durch den YouTube-Vertrag mit dem Urheber abgedeckt und muss separat abgeklärt werden (siehe oben „Online-Recht“).

YouTube gehört zu Google. Auf dessen Support-Site gibt es einen umfangreichen Frage-Antwort-Katalog zum Thema Urheberrecht.

Fazit: So geht es richtig

Um Musik in deinen Videos auf YouTube zu verwenden, gibt es folgende Möglichkeiten.

  • Entweder Du erwirbst für die Musik in Deinen Videos im Voraus die Rechte. Dazu musst du beim Urheber/Musikverlag, bei der Plattenfirma und bei der SUISA einen Antrag für die Verwendung stellen. Je bekannter der Song, desto teurer ist die Verwendung.
  • Oder Du verwendest lizenzfreie Musik (selber komponieren, YouTube Musikdatenbank).

Am einfachsten ist es, SUISA-freie Musik zu verwenden. Ich arbeite nur mit SUISA-freier Mood-Musik. Wenn man bei grösseren Musikverlagen die Sync-Rechte anfragt, bekommt man oft gar keine Antwort. Mit SUISA-freier Musik muss ich nicht auf Rechte warten. Und bei Plattformen wie Premiumbeat oder Smartsound bekommt der Musiker trotzdem Geld für seine kreative Arbeit.

Mein letzter Blogbeitrag „Musik für online-Videos“ zeigt Dir alle Möglichkeiten für die einfache und rechtlich sichere Verwendung von Musik. 

 

In meiner Infografik „Musik für Online-Videos“ sind alle diese Dinge zusammengestellt. Lade sie hier herunter. Wenn Du Dich daran hältst, bist Du rechtlich auf der sicheren Seite. Und ich gebe Dir darin Tipps, wo du gratis oder günstig Musik für Deine Videos findest. Hier kannst Du das PDF herunterladen.

Hier nochmals der Link zum Blogeintrag, in dem ich dir die verschiedenen Möglichkeiten für lizenzfreie oder günstige Musik genauer vorstelle.

 

Oder Du schaust Dir mein Video, hier erkläre ich, welche Musikmöglichkeiten es gibt:

Falls Du noch andere Musikplattformen kennst, hinterlasse doch bitte den Link in den Kommentaren. Danke!

 

Danke an Michael Wohlgemuth und Fabian Niggemeier von der SUISA für die Unterstützung beim Verfassen dieses Blogbeitrags.

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Live-Videos im Trend: 5 Gründe, warum sie sich lohnen

Früher war es undenkbar, dass Privatpersonen eigene Videos in die ganze Welt verbreiten. Nur Fernsehstationen konnten live senden. Heute hat sich das verändert: Live-Videos sind ein Riesen-Trend. Alles, was man braucht, sind ein Smartphone und Internetempfang.

In den USA boomen Live-Videos. Sie sind auch spannend für Firmen und Geschäftsleute: Experten machen Live-Schaltungen zu Produkten und Themen und erreichen damit sehr viele Zuschauer.

Videos bringen uns Menschen näher. Live-Videos noch mehr.

1. Live schafft Nähe

Kommunikation wird auch übers Internet immer unmittelbarer. YouTube ist bereits sehr direkt, da es jedem erlaubt, Videos zu verbreiten. Aber es ist vorproduziert (teilweise sehr aufwändig) und nicht zeitgleich. Live wirkt noch authentischer und weil man als Zuschauer die Gelegenheit hat, direkt dabei zu sein, auch exklusiver. Live schafft Nähe und damit Vertrauen.

 

2. Es ist super-simpel, Inhalte schnell ins Netz zu bringen

Periscope war die erste App, welche das live-streamen vom Smartphone extrem einfach machte. Inzwischen ist Facebook ganz vorne mit dabei und pusht Live-Videos sogar aktiv, indem sie in den Timelines weiter oben angezeigt werden. YouTube verfügt über eine Live-Funktion, und neuerdings lassen sich auch auf Instagram und Twitter Videos streamen. Instagram Stories und Snapchat ermöglichen das einfache Produzieren von (fast) Live-Videos. Eine spannende Variante, schnell Inhalte zu produzieren und direkt ins Netz zu bringen!

Je nach Einstellung sind die Videos danach noch 24 Stunden sichtbar oder bleiben online, damit man sie auch später noch anschauen kann. Bei Snapchat und Instagram lassen sich die Videos auch gezielt an einzelne Leute verschicken oder löschen sich nach dem Anschauen selbst.

 

3. Zwei-Weg-Kommunikation dank Live-Videos

Bei Live-Videos gibt es nicht einfach „Sender“ und „Empfänger“. Die Kommunikation läuft auf beide Seiten: Zuschauerinnen und Zuschauer können Kommentare schreiben oder mit Herzchen ausdrücken, dass ihnen der Stream gefällt. Ich als Produzentin sehe, wer neu dazukommt und kann die Leute begrüssen. Beide Seiten können Fragen stellen und beantworten. Das schafft neue Möglichkeiten.

Der Vergleich mit Webinars drängt sich auf. Diese Tools können zwar verglichen mit Livestreams mehr, aber sie sind fürs Publikum weniger einfach. Im Live-Video muss man sich nicht anmelden, sondern kann ganz einfach reinzappen. Jeder, der deine Seite abonniert hat, sieht im Feed, wenn du live bist. Umgekehrt kann ein Live-Video auch ganz spontan gemacht werden, ohne Ankündigung.

 

4. Es muss nicht perfekt sein

Live-Videos sind casual. Ein Live-Video kann auch aus der Hand gefilmt werden, ohne Stativ, es darf Hochformat sein.

Die Regeln sind aber die gleichen wie allgemein bei der Videoproduktion: Gibt es zu viele Umgebungsgeräusche, lohnt es sich, ein Mikrofon zu verwenden. Wenn ein Video zu verwackelt ist, schalten die Leute weg. Ein Stativ macht die Hände frei, damit man zum Beispiel etwas demonstrieren kann.

Hol dir meinen kostenlosen Ratgeber: „Zubehör fürs Filmen mit dem Smartphone“. Dort findest Du Empfehlungen für Mikrofone und Stative.

 

5. In der Schweiz noch viel Potenzial

Die Zeitverschiebung zu den USA bewirkt, dass weniger Leute aus Europa zu den amerikanischen Videos zuschalten. Die Konkurrenz ist also begrenzt. Hier gibt es im deutschsprachigen Raum noch viel Potenzial. Gerade weil hierzulande noch nicht viele Leute Live-Videos machen, ist es möglich, vieles einfach mal frei auszuprobieren.

 

Live-Videos für Firmen

Ich gebe viele Video-Workshops für Firmen, die mit selbst produzierten Videos näher zu ihren Kunden möchten. Noch näher kommt man mit Live-Videos – da eröffnen sich viele einfache Möglichkeiten.

Ein Beispiel: Das erste Mal habe ich Facebook Live erlebt, als ich in Basel im Auftrag von V-Zug an der Messe „Swissbau“ filmte. Der „Koch des Jahres“ war am Messe-Stand, und anstatt dass man mit Verzögerung darüber berichtet hätte, machten die Verantwortlichen gleich ein Live-Video mit ihm. So erhielten die Facebook-Fans von V-Zug das Gefühl, live etwas mitzuerleben.

 

Zusätzliche Software für Live-Videos

Kürzlich habe ich Facebook Live ausprobiert (schau’s Dir an). Auch auf YouTube habe ich einen Livestream gemacht.

Bei Facebook habe ich direkt in der App auf meinem iPhone den Livestream gestartet, ohne etwas zu installieren. Für den Livestream auf YouTube musste zuerst eine Software installieren. Dieser Weg war einiges umständlicher. Für den YouTube live Test habe ich „Wirecast“ (Testversion) verwendet. Im Video kannst Du deshalb ein Wasserzeichen sehen. Ich habe den Stream mit meiner Webcam aufgenommen.

Mit Airserver“ könnte ich mein iPhone auf dem MacBook spiegeln und so auch von meiner iPhone Kamera ein YouTube-Live-Video senden.

Unterdessen empfahl mir mein Mann Sam Steiner die Software „OBS“. Sie ist gratis. Man kann damit sowohl Live-Videos für YouTube als auch Facebook machen. Der Vorteil einer solchen Software: Man kann mehrere Kameras benutzen und zum Beispiel auch Bauchbinden einblenden. Hier mein YouTube Live-Video:

 

Meine Live-Video-Strategie

Ich werde zukünftig alle zwei Wochen, am Freitagmorgen um ca. 9.30 Uhr, live auf meiner Facebook Fanseite Judith Steiner Videoproduktion sein. Dort werde ich über die Inhalte meines neusten Blogbeitrags sprechen und kurze Fragen beantworten. Alternierend in den Wochen dazwischen gibt es auf meinem privaten Profil einen Stream, in dem ich etwas über das Leben plaudere 🙂

Ich nutze die Kraft von Video, habe aber im Unterschied zu meinen YouTube-Videos keinen Schnitt-Aufwand.

Meine Live-Videos werde ich im Querformat filmen. Erstens gefällt mir der breite Ausschnitt besser. Zweitens kann ich Breitformat mit jedem Stativ aufnehmen – bei Hochformat ist nicht jedes Stativ mit dem iPhone kompatibel.

Verbinde dich mit mir auf Facebook, damit du die Live-Sessions nicht verpasst!

Die Veränderung des Videokonsums birgt Chancen für Selbstgedrehtes

Statistik Videokonsum online
Die Band The Buggles schrieb 1979 mit ihrem Welthit „Video killed the radio star“ Geschichte. Interessanterweise war dies das allererste Video, das jemals auf MTV ausgestrahlt wurde. Für die Buggles blieb es bei diesem einen Erfolg, das Phänomen neues Medium verdrängt altes Medium scheint jedoch aktueller denn je. Oder wie ein es die Band The Limousines vor ein paar Jahren ausdrückte: „Internet killed the video star„.

Videokonsum immer und überall

Für Freunde des Videos gab es früher bloss die Möglichkeit, TV zu schauen oder ins Kino zu gehen. Heutzutage scheinen die Möglichkeiten dank Kanälen wie Youtube oder Vimeo unendlich. Mit unseren Smartphones können wir jederzeit und überall auf diese Videos zugreifen. Das beeinflusst auch den Videokonsum.

1. Platz für Musikvideos

Am liebsten schauen die Leute Musikvideos online, wie die Statistik oben zeigt. Nicht selten sind die Superstars, die heute teure und hochwertige Videos drehen können dank Youtube berühmt geworden. Bekanntestes und umstrittenstes Beispiel dafür ist Justin Bieber.

Eine Kamera, ein Knopfdruck, ein Talent

Unter den Musikvideos gibt es die teuren „High-End-Produktionen“. Es gibt aber auch sehr viele Musikvideos, die ganz einfach gemacht sind. Der Musiker stellt eine Kamera auf, nimmt die Gitarre und beginnt zu singen. Ist er talentiert, kann er mit einer Kameraeinstellung Tausende von Leuten erreichen.

Das Video unten fand ich über Twitter mit der Frage „Kennt ihr die schon?“. Ich schaute hinein, dachte in den ersten drei Sekunden, dass ich schnell wegzappe, blieb aber bis am Schluss dran.“

2. Platz für selbstgedrehte Videos

Mit diesen Videos sind wir bereits beim zweiten Rang auf der Statistik. Die selbstgedrehten Videos punkten mit Charme, Ausstrahlung und Herz. Die Artisten sind „normale“ Menschen und könnten unsere Nachbarn sein oder am Elternabend neben uns sitzen.

3. Platz für Trailer

Ebenfalls stets beliebt sind und bleiben die Trailer. Es ist doch einfach praktisch, wenn man sich schnell einen Überblick verschaffen und entscheiden kann, ob der Film die 90 Minuten Lebenszeit oder zwanzig Franken Eintritt wert ist.

4. Platz für Gebrauchsanweisungen

Was früher die Gebrauchsanweisung war, nennt sich heute das Tutorial. Diese kommen entweder in professioneller Form daher und erklären beispielsweise die Handhabung des neusten Dyson Staubsaugers. Sie können jedoch auch ganz simpel im Wohnzimmer gedreht werden und die perfekte Anwendung eines Eyeliners aufzeigen. Tutorials sind wie geschaffen für Menschen wie mich, die sich kurz und bündig informieren möchten ohne dazu ewig in Papieren zu blättern.

Julia Graf brachte es mit Schmink-Tutorials zum erfolgreichsten privaten Schweizer YouTube Kanal. Ihr Video für 12 verschiedene Eyeliner-Anwendungen wurde über 4,5 Millionen Mal angeschaut.

Die letzten Plätze für die längeren Filme

Auf den letzten Plätzen der Beliebtheits-Umfragen finden sich Serien, Filme und auch Zeichentrickfilme. Diese Angebote konnten bisher kaum online konsumiert werden. Verschiedene Streamingangebote und Bezahlmöglichkeiten auf Videoplattformen machen das heute möglich. Sie werden aber diese Statistik nicht völlig auf den Kopf stellen.

„Kurz und knackig“ bleibt Leader

Weil wir in der Kaffeepause,  unterwegs oder vor dem Einschlafen einfach lieber auf kurze und knackige Filmchen zugreifen. So werden Youtube und Co. auch in Zukunft noch mehr Nutzer verzeichnen können. Nutzer, welche gerne auch Selbstgedrehtes schauen, weil es echt und authentisch ist, oder informativ und hilfreich, oder zum Lachen bringt und berührt.

Facebook erkennt die Kraft von Video

Facebook dank Autoplay bald das Nummer 1 Videoportal?

Verschlaft eure Möglichkeiten nicht.

Auf Facebook werden immer mehr Videos geschaut, das Wachstum ist extrem gross. Mehr dazu in diesem Video:

Quelle der Statistiken: http://techcrunch.com/2014/09/07/facebook-puts-its-video-reach-in-the-spotlight/

Mein letzter Blogbeitrag The Power of Video – sichtbar im Netz zeigt, wie Videos auf dem Internet gefunden werden. Google und YouTube stehen dabei ganz oben. Aber…

Nach Google ist Facebook in der Schweiz die zweitmeist aufgerufene Website

Das sieht ausserhalb der Landesgrenze nicht anders aus. Als Videoportal buhlt Facebook (noch) mit YouTube um den ersten Platz. In den USA werden von Firmen bereits mehr Filme direkt auf Facebook geladen als auf YouTube.

Autoplay heisst das Erfolgsrezept des Facebook Video

Videos auf Facebook spielen im Newsfeed ohne sie anzuklicken und ziehen unsere Aufmerksamkeit magisch an. Aber Achtung: Autoplay funktioniert nur, wenn das Video direkt bei Facebook hochgeladen wird. Wie das geht, zeige ich im Video oben. Zudem gibt Facebook natürlich den auf Facebook hochgeladenen Videos Priorität über YouTube Videos. Sie werden im Newsfeed öfters angezeigt.

Meine persönliche Empfehlung: Videos bei YouTube und Facebook hochladen.  

Über 1000 Views in weniger als einer Woche – meine Erfahrung

Vor drei Jahren stellte ich mein erstes Video auf YouTube und verlinkte es auf Joody.tv.  Levin Deger, der romantische Schweizer Sänger, stellt darin seine neue Single vor. Knapp 3000 Views hat das Interview seither verzeichnet, rund 1000 pro Jahr.

Vor einigen Wochen lud ich mein Interview mit Michi Seelig hoch, dieses Mal nicht nur auf YouTube/Joody.tv, sondern auch auf Facebook und freute mich an einer organischen Reichweite von über 1000 Views innerhalb weniger Tage! Dank Faceboook.

Das Video wurde geteilt, geliked und kommentiert. Auch der Call to Action, eine Verlinkung zu meinem Blog, wurde geklickt.

Statistik zum Video Seelig

Eine wahre Freude, Videos zu produzieren.

Wir wissen ja selbst, dass wir Videos auf Facebook eher teilen als Texte. Deshalb: produziert Videos!

Es braucht nicht viel, weder eine teure Ausrüstung, noch ein riesiges Budget. Guter Inhalt ist, was zählt.

Klopf, klopf… Aufmerksamkeit erhaschen ohne Ton

Facebooks Autoplay spielt direkt hochgeladene Videos ohne euer Zutun im Newsfeed ab, jedoch ohne Ton und nur der Anfang des Films. Eure Aufgabe: bringt den flüchtigen Zuschauer dazu, auf Play zu drücken, um euer ganzes Video abzuspielen und zwar mit Ton.

Videos können kurz und einfach sein. Sie können mit dem Smartphone, dem Fotoapparat oder der Videokamera aufgenommen werden. Das kannst du auch!

Ich gebe dir die Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu: 

  1.  Hole meine 9 Video-Tipps zum Herunterladen und produziere mit Spass bessere Videos.
  2. Lerne in einem meiner iPhone Videokurse das Filmen und Schneiden direkt auf dem Smartphone. (Für nicht iPhoners empfehle ich meinen Blogbeitrag zu Video-Apps für Android und Windows.)
  3. Für ausführlicheres Video-Wissen empfehle ich meinen Video Starterkurs. Egal, mit was du filmst, du lernst im Kurs wie du dich richtig vor die Kamera setzt, Interview führst und kleine Geschichten erfolgreich erzählst. (perfekt für eure Ferienvideos…).
  4. Video erstellen, auf gute Inhalte achten.
  5. Video auf YouTube hochladen und auf eurer Website/Blog einbinden.
  6. Video auf Facebook hochladen.
  7. Verlinken, darüber berichten, weiterleiten, Call to Action, kommentieren, interagieren, diskutieren und Spass haben.

Hast du in meinem Beitrag Neues erfahren? Findest du meine Tipps hilfreich? Ich danke dir fürs Teilen.

The Power of Video – sichtbar im Netz

YouTube macht Videos sichtbar. Wollen wir etwas wissen, suchen wir nach einer Information, schauen wir gerne auf YouTube nach. Nicht umsonst ist YouTube nach Google die zweitbeliebteste Suchmaschine.

Google mag Beiträge mit Videos

Die Wahrscheinlichkeit, dass unser Video zu einem bestimmten Thema auf YouTube gefunden wird, ist gross. Google zeigt Videos bei den Suchresultaten gerne hoch oben an.

Suche ich zum Beispiel bei Google nach „Bonsai züchten“, erscheint ein Video zum Thema bereits an dritter Stelle. Ich könnte wetten, dass eure Augen auch grad zum Vorschaubild des Videos wandern, anstatt sich beim Text aufzuhalten!

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Das besagte Video hat bereits über 70’000 Views, obwohl dessen Qualität nicht einmal besonders gut ist. Wichtig ist, dass das Video meine Frage beantwortet, – in diesem Fall wie ich einen Bonsai züchten kann – dann drücken wir betreffend der Qualität auch mal ein Auge zu.

Filme werden gerne geteilt

Wer mag schon keine Filme? Dass wir Menschen lieber Video schauen als lange Texte lesen, zeigt sich auch im Share-Verhalten von Social Media Usern. Auf Twitter allein gibt es pro Minute mehr als 400 Tweets mit YouTube-Links!

Aber auch Facebook pusht seinen Videobereich stark, vor allem die Videos, die direkt in Facebook hochgeladen werden. Die Statistiken hierzu sind überwältigend.

Täglich sollen weltweit auf Facebook über eine Milliarde Mal Videos geschaut werden. Stellt euch das mal vor!

Da sag ich nur noch eins: The Power of Video ist enorm, macht ihn euch zunützen.

Videos haben Power!

In der fünfteiligen Serie The Power of Video sind folgende Beiträge erschienen:

The Power of Video – für jeden Lerntyp

Wie lernt ihr? Mit den Augen, den Ohren oder den Händen?

Oft wird nach Lerntyp unterschieden: auditiv, visuell und kinästhetisch. Mit Videoinhalten kann ich alle Lerntypen abholen: den visuellen Typ mit Videobildern, den auditiven mit Dialogen, Interviews und Off-Texten. Und da die meisten Leute eine Kobination dieser beiden Lerntypen sind, nehmen sie Inhalte über Video sehr rasch auf.

Aber wie holen wir den kinästhetischen Lerntyp ab?

Mit Tutorials. Wenn wir im Video Schritt für Schritt zeigen, wie eine Rose richtig geschnitten wird, kann der Lernende das Smartphone ins Rosenbeet legen und gleich mitschneiden. Ich sags schon lange: Video hat Power und steht anderen Medien voran!

Mit Video zum Lernerfolg

Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich der Lernerfolg erhöht, wenn mehrere Sinneskanäle gleichzeitig eingesetzt werden.

Hören wir Informationen, behalten wir davon im Schnitt magere 20%. Sehen wir den gleichen Lernstoff, schaffen wir es schon auf 30%. Bei einer Kombination des Auditiven mit dem Visuellen erreichen wir bereits 50%.

Den Lerneffekt erhöhen wir auf 70%, wenn wir über das Gelernte sprechen, es weitergeben und teilen. Diverse Social Media Kanäle ermöglichen nicht nur eine Integration von Video und anschliessende Diskussionen und Kommentare zum Thema, sondern laden regelrecht dazu ein.

90% vom Gelernten behalten – The Power of Video

Es kommt noch besser: Wenn wir Informationen hören, sehen und über sie sprechen und zudem das Gelernte aktiv umsetzen, schaffen wir ganze 90%. (Quelle: brainfit)

Und wie soll das bitte gehen?

Am besten wieder mit einem Videotutorial: Setze die Schere so nah am Stil der Rose an… Auch Videos, die keine Anleitungen sind, können zu einem aktiven Schritt auffordern: gesprochen – abonniert doch gleich meinen Kanal – geschrieben – folgt diesem Link zu meinem Ebook – oder je nach Thema einen „Call to Action Button“ auf Facebook eingefügt.

Anwendervideo für alle Lerntypen

Ein gutes Beispiel dafür, wie Lernvideos aussehen können, gibt die Schweizer Firma Lascaux in ihrer Anleitung zu Schillernden Patinaeffekten. Der Malerlehrling schaut sich das Video an und macht gleichzeitig am eigenen Kunstwerk mit.

Das Anwendervideo ist klar aufgebaut und gibt Schritt für Schritt Anweisungen, denen Zuschauer zeitgleich folgen können. Technik und Material werden beschrieben, das Video spricht alle Lerntypen an.

Lascaux ist nicht die einzige Firma, die den Power solcher Anwendervideos für sich entdeckt hat, aber sicher eine der innovativeren. Vor Kurzem durfte ich das Lascaux Team im Videobereich schulen, denn sie wollen auch in Zukunft Kreativität unterstützen und gleichzeitig ihre Videos professionalisieren.

Videokurse für alle Lerntypen

Nicht nur Videos sprechen verschiedene Lerntypen an, sondern auch meine Videokurse.  Teilnehmer hören und schauen zu, bekommen Wissen vermittelt, diskutieren über Fragen und Antworten, legen selber Hand an und setzen das Gelernte um. Wissen bleibt hängen.

Damit jeder den Power von Video auch selber einsetzen kann.

In der fünfteiligen Serie The Power of Video erscheinen wöchentlich folgende Beiträge:

 

The Power of Video – Soforthilfe

Horst, der Whisky-Kenner, den ich im letzten Beitrag vorgestellt habe, wird öfters zu Degustationen eingeladen, die er regelmässig dankend absagt.

Seine Begründung: Ich mache lieber Videos!

Bei Degustationen beschränke er sein Wissen auf die anwesenden Leute, auf einen Zeitpunkt und auf einen Ort. Seine Videos vermittelten sein Know-how einem grösseren Publikum, egal wo, wann und wer. Bei Degustationsveranstaltungen baut er einen Zaun um sein Können, auf YouTube gibt es keine Schranken.

Dank dem Power of Video kommt Horst an die Leute ran.

Auch im B2B-Bereich macht Video-Support Sinn

„Schickt mal euren Spezialisten vorbei, wir haben ein Problem!“ Der Spezialist kommt und erklärt zum x-ten Mal den gleichen Ablauf. Bereits summt sein Phone, er sollte an einem weiteren Ort sein und noch einmal dasselbe zeigen.

Videoanleitungen bieten für wiederkehrende, einfachere Aufgaben und Probleme die ideale Lösung. Kostengünstig und effizient, da sie gleichzeitig mehrere Leute erreichen.

„Schickt mal euren Spezialisten vorbei, wir haben ein Problem.“ – „Klar, wir senden euch grad den Link zum Spezialisten!“

Webinare für FAQ

Webinare, Kurzseminare auf dem Web, ermöglichen einen alternativen Zweiweg-Online-Support. Bei Webinaren werden die Fragen der Teilnehmer live von Spezialisten beantwortet, wobei auch die anderen Webinargäste profitieren. Auf Video aufgezeichnete Webinare stellen zudem eine ausgezeichnete Know-how-Quelle, auf die wieder und wieder zugegriffen werden kann.

Egal von wo und von wem. The Power of Video, halt.

Eine Kursteilnehmerin meines Videoworkshops coacht Eltern und Lehrpersonen in Konfliktsituationen.

Regelmässig reist sie durch die ganze Schweiz, verbringt Stunden unterwegs. Oft geht es bei den Besuchen darum, die gleichen Grundkenntnisse und Schritte zur Selbsthilfe zu erklären.

Wie reagiert man bei Mobbing?

„Ich sollte überall sein können.“ Das Bedürfnis für Hilfe und Unterstützung ist gross. Die Möglichkeit sich in mehrere Stücke zu teilen gibt es nicht. Oder doch?

The Power of Video ist auch hier die Antwort.

Liefert die Beraterin ihre Grundkenntnisse zur ersten Selbsthilfe per Video, erreicht sie gleichzeitig – und ohne zu reisen – viele Leute. Somit unterstützt sie effizienter und hat mehr Zeit, sich um die schwerwiegenderen Fälle zu kümmern, die trotz Videotipps nicht klarkommen.

Video als Soforthilfe im Alltag

Einmal im Jahr entkalke ich unsere Kaffeemaschine und jedes Mal vergesse ich, welche Knöpfe ich dabei drücken muss. Geht es euch auch so?

Ich stehe in der Küche, bereit, das in Angriff zu nehmen und mag jetzt nicht meine Schubladen nach einer Anleitung durchsuchen. Wo war die überhaupt?

Instinktiv ziehe ich mein Smartphone aus der Hosentasche – das haben wir eh alle immer dabei –  tippe bei YouTube die relevanten Stichworte ein und werde fündig. Den Anleitungen folge ich schon während das Video noch läuft und kurz nachdem die Frau auf dem Bildschirm mit dem Entkalken fertig ist, beende auch ich die Arbeit.

Soforthilfe per Videotutorial, egal wann und wo. Praktischer gehts wirklich nicht!

Videos haben Power!

In der fünfteiligen Serie The Power of Video erscheinen wöchentlich folgende Beiträge:

The Power of Video – Beziehung aufbauen

Fragen wir uns zuerst, was eine Beziehung ausmacht?

Wir sehen einen Mensch, hören seine Stimme und beobachten seine Mimik. Langsam wird er uns vertraut. Wir fühlen uns verbunden, ihm nahe, er scheint uns autenthisch. Haben wir uns schon mal getroffen?

Nicht zwingend. Videos können diesen Effekt haben. Wir begleiten einen Mensch auf dem Bildschirm, immer wieder und in verschiedenen Situationen. Vielleicht hilft uns dieser Mensch, ein Problem zu verstehen. Vielleicht gibt uns dieser Mensch in einem Tutorial seine persönliche Expertise weiter. Vielleicht lässt uns dieser Mensch ein Stück seines Weges mit ihm gehen.

Die Person wird uns vertraut, wie wenn wir sie persönlich kennen würden.

Eine Beziehung entsteht

Wenn wir eine Person regelmässig sehen, wenn sie uns einen Mehrwert bietet, uns berührt, begeistert und mit Authentizität überzeugt, dann entsteht Vertrauen.

Aber nicht nur in diese Person, sondern auch in ein Produkt und/oder eine Brand. Denn auch diese haben durch das Video ein Gesicht bekommen. Eben: The Power of Video.

Ich kenne Sie…

… sprach mich vor einigen Wochen ein Mann an. Er bat mich um eine Offerte. „Es fühlt sich einfach richtig an“, meinte er begeistert, „wie wenn wir uns schon lange kennen würden.“ In der Tat hatten wir uns noch nie getroffen oder gesprochen.

Er kannte mich von meinen Videotutorials und hatte Vertrauen in mich und meine Kompetenzen aufgebaut. The Power of Video hatte ihn überzeugt, für seine Firma wollte er einen ähnlichen Weg gehen.

Erfolgsbeispiele gibt es viele

Eines davon ist Horst Lüning, der Whisky-Kenner.  Horst zeigt der Welt, wie’s gemacht wird!

Sein beliebtestes Video wurde über 200’000 mal angeschaut. Und dabei hat Horst weder viel für seine Videos ausgegeben, noch sieht er aus wie ein Superstar. Horst hat für sich genau das Erfolgsrezept entdeckt, von dem ich hier spreche: Beziehung aufbauen, Vertrauen schaffen.

Horsts Videos sind einfach gemacht. Er stellt eine Kamera auf, die auf ihn zeigt, verköstigt und kommentiert vor den Zuschauern verschiedene Whiskys. Daran ist wirklich nichts besonderes, aber die wichtigsten Grundelemente einer Videoproduktion stimmen:

  • Das Licht ist angenehm – man sieht Horst gut.
  • Die Tonaufnahme ist professionell – man hört Horst gut.

Vor laufender Kamera schenkt sich Horst andächtig Whisky ein, schwenkt ihn hin und her, riecht daran, nimmt einen Schluck und lässt den Zuschauer an seinem Trinkerlebnis teilhaben.

Prost, Horst! Mit seinem Konzept hat er grossen Erfolg. Die Videos verlinken zu seinem Onlineshop. Über 21’000 Abonnenten hat er auf seinem YouTube Kanal, mehr als 3 Millionen Aufrufe.

Whisky-Liebhaber kennen Horst, prosten ihm zu, trinken mit ihm, wie wenn er ihr Trinkgenosse wäre.

Videos haben Power!

In der fünfteiligen Serie The Power of Video erscheinen wöchentlich folgende Beiträge:

 

 

 

 

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