3 praktische iPhone-Funktionen für Video-Cracks

In diesem Video und Blogpost stelle ich Dir 3 coole Funktionen des iPhones vor. Als Videoproduzentin schätze ich sie sehr, deswegen gebe ich sie gerne weiter.

1. Bildschirmaufnahme direkt auf dem iPhone

Eine neue Funktion (seit iOS 11) ist, dass Du den Bildschirm Deines iPhones filmen kannst. Vorher war das nur indirekt möglich.

Um zum Beispiel mein Tutorial fürs iMovie aufzunehmen, habe ich mein iPhone mit dem MacBook verbunden und den Bildschirm dann mit ScreenFlow aufgenommen.

Jetzt brauche ich weder MacBook noch Zusatz-Software. Sondern ich kann das, was ich auf dem iPhone mache, auch direkt dort als Video aufnehmen.

Dafür wählst Du in den Einstellungen „Kontrollzentrum“, gehst auf „Steuerelemente anpassen“ und aktivierst dort die Bildschirmaufnahme.

So machst Du die Aufnahme:

Wenn Du jetzt auf dem iPhone ins Kontrollzentrum gehst (also zu den Schnellzugriffen für W-Lan- und Bluetooth-Verbindung, Bildschirmhelligkeit, Taschenlampe etc.), hast Du dort neu den Button für die Bildschirmaufnahme.

Wenn Du den Button drückst, hast Du drei Sekunden Zeit, bis die Bildschirmaufnahme startet.

Um die Aufnahme zu stoppen, gehst Du einfach wieder ins Kontrollzentrum und drückst dort den Button nochmals. Das Video wird dann in der Camera Roll abgelegt.

 

 

2. Schnell Videos verschicken mit AirDrop

Wenn ich Videos von einem iPhone auf ein anderes übermitteln will, vom iPhone auf ein MacBook oder umgekehrt, dann verwende ich AirDrop. Es ist der schnellste Weg, um Daten von einem Apple-Gerät zu einem anderen zu schicken. (Voraussetzung: Die Geräte befinden sich nahe beieinander.)

Du gehst in der Camera Roll auf das Foto oder Video, das Du teilen möchtest (oder wählst gleich mehrere aus), gehst in die Teilen-Funktion und wählst dann AirDrop. Es wird Dir in diesem Menu prominent angezeigt.

Vom MacBook aus bist Du am schnellsten, wenn Du mit cmd + Shift die Spotlight-Suche aktivierst und dort „AirDrop“ eingibst. Oder Du machst im Finder einen Rechtsklick auf das Video, das Du verschicken möchtest, wählst „Teilen“ und dann „AirDrop“.

Beim Empfänger-Gerät muss das W-Lan aktiviert sein. Und beim iPhone musst Du Dich für AirDrop auf „sichtbar“ schalten. Das machst Du bei den Einstellungen unter „Allgemein“ > „AirDrop“.

 

3. Manuell die Linse auswählen

Die dritte Funktion betrifft alle, die ein iPhone 7 Plus, 8 oder X haben.

Dann hat Dein iPhone nämlich bei der Kamera zwei verschiedene Linsen: ein Weitwinkel- und ein Teleobjektiv.

Wenn Du mit Deinem iPhone filmst, kannst Du optisch 2x zoomen und kannst so bei gleich bleibender Bildqualität näher an das gefilmte Objekt herangehen. Dazu drückst Du in der Kamera-App das „2x“-Symbol.

Die Sache hat aber einen Haken: Manchmal zoomt das iPhone nicht optisch, sondern digital. Ich erkläre Dir gleich warum und wie Du dies umgehen kannst.

Digitaler und optischer Zoom: der Unterschied

Beim optischen Zoom wechselt das iPhone vom Weitwinkel- auf das Teleobjektiv. Das ist ein mechanischer Vorgang: Die Brennweite wird verändert und und die Bildqualität bleibt gleich.

Beim digitalen Zoom wird nicht die Linse gewechselt, sondern die Kamera-App rechnet einfach das Bild hoch. Wie wenn Du ein Bild auf dem Computer vergrösserst, um es näher zu betrachten. Die Bildqualität nimmt ab, weil der vergrösserte Bildausschnitt nicht mehr Pixel enthält als ohne Zoom.

Warum macht das iPhone das, wenn es doch die Tele-Linse hat?

 

Das iPhone ist clever

Wenn wir in einem Raum sind, wo es nicht so viel Licht hat, ist das Weitwinkel-Objektiv besser geeignet zum Filmen als das Teleobjektiv. Dieser Linsentyp sammelt nämlich mehr Licht. Das gibt schönere Aufnahmen als wenn das iPhone das Bild im Nachhinein digital aufhellen muss. Dann sind die Farben nicht mehr so satt.

Deshalb ist die Standardeinstellung von Apple, bei suboptimalen Lichtverhältnissen lieber ein klares Bild und bei der Weitwinkel-Linse bleiben, als die maximale Bildauflösung behalten und auf die Tele-Linse wechseln.

Welche der beiden Linsen verwendet wird, um das schönere Bild zu erhalten, wird bei jeder Aufnahme mithilfe von Sensoren entschieden. Eigentlich ist das eine hilfreiche und sinnvolle Funktion.

Als Videoproduzentin möchte ich aber selber darüber bestimmen, ob ich mit Weitwinkel- oder Teleobjektiv filme.

 

So löst Du das Problem:

In der normalen Kamera-App ist es nicht möglich, die Linse manuell auszuwählen. Beim Filmen mit der Filmic Pro App kann ich das jedoch. Und beim Fotografieren geht es mit der App ProCamera.

 

Waren diese Tipps hilfreich?

Ich hoffe, dass ich Dir mit diesen drei Funktionen weiterhelfen konnte! Wenn ja, freue ich mich, wenn Du diesen Blogpost teilst oder mir auf YouTube einen Daumen hoch gibst und ich freue mich über jeden Kommentar:-)

 

PDF: 9 Tipps für bessere Videos