4 Handy-Stativ-Adapter: Für ein kontrolliertes Bild

Verwackelte Smartphone-Videos wirken unprofessionell, wenn sie nicht klar so gewollt sind. Ein Stativ hilft! Um das Smartphone auf einem Foto- oder Videostativ zu befestigen, gibt es verschiedene Stativ-Adapter.

Für Interviews ist das Stativ in meinen Augen ein „Muss“. Auch bei „Selfie-Moderationen“ ist eine Aufnahme vom Stativ meistens vorteilhafter. Über Stative habe ich früher schon einmal geschrieben.

In diesem Video stelle ich Dir vier verschiedene Adapter vor.

Jeder hat seine Vorteile – je nachdem, was wichtig ist: Soll er möglichst klein sein, damit er in die Hosentasche passt, oder lieber drei „Blitzschuhe“ besitzen, damit Du auch noch Licht und Mikrofone befestigen kannst?

 

Im Video stelle ich Dir die vier Adapter vor:

 

1. Handy-Adapter: JJC SPC-1A Smartphone-Halterung

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Adapter von JJC ist mein Favorit. Er ist so klein und leicht, dass ich ihn nicht noch als zusätzliches Equipment zählen muss. Dennoch ist er gross genug: Auch das iPhone 8 Plus hat problemlos Platz.

Oben hat es einen Blitzschuh, da kann ich Licht oder ein Richtmikrofon befestigen. Der Adapter verfügt sogar über eine Wasserwage.

 

 

2. Handy-Adapter: JJC SPS-1A Smartphone-Halterung – Hochformat

Das ist der gleiche Adapter wie der erste. Er hat einfach noch ein Zusatzteil, damit Du mit dem Smartphone auch Hochformat-Videos aufnehmen kannst.

Wenn Du also ab und zu eine Live-Story für Instagram oder Facebook oder sonst einfach ein Hochformat-Video aufnehmen willst, lohnt es sich, gleich diese Variante zu kaufen. Der zusätzliche Bügel kann einfach abgeschraubt werden, dann ist es wieder der gleiche Adapter wie oben.

 

 

3. Handy-Adapter: Smartphone Video Rig

Der Vorteil dieses Smartphone Video Rigs sind vor allem die drei Blitzschuhe. So kannst Du Licht und Mikrofone gleichzeitig befestigen. Hoch- und Querformat ist möglich. Das Rig ist sehr leicht und kann gut auch mit den Händen geführt werden.

 

 

4. Handy-Adapter: Sunwayfoto CPV-01 Smartphone-Halterung

 

 

Dieser Adapter von Sunway ist sehr robust. Mit dem Kugelgelenk kann das Smartphone in Hochformat, Querformat oder auch schräg gestellt werden. Dank des langen Armes am Stativ kann es auch zu einem kleinen Tischstativ umfunktioniert werden.

 

Witzig ist auch der kleine Kamerawagen: Den kannst Du zum Sunway-Adapter dazu kaufen. Der Dolly lässt sich auch biegen, für Kamerafahrten im Kreis.

 

Noch mehr Ausrüstung für Dein Smartphone

Es braucht nur wenig Zubehör, damit Deine Smartphone-Videos sehr viel professioneller wirken. In meinem kostenlosen PDF-Ratgeber gebe ich Dir meine Empfehlungen, welches Stativ und welches Mikrofon sich zum Beispiel eignet.

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

Videoaufnahmen mit der Drohne: 10 Tipps rund ums Fliegen

In den letzten Monaten bin ich immer wieder mit meiner Drohne raus. Ich liebe die Verbindung von Technik und schönen Videoaufnahmen und kombiniere gerne Familienausflüge mit einem Drohnenflug!

Meine wichtigsten Learnings

Aus Problemen, Fragen und Fehlern habe ich inzwischen einiges gelernt. Nicht zuletzt dank Tipps meiner Blog- und Newsletter-Leser – danke euch!

Ich gebe diese Learnings gerne weiter. Meine 10 besten Tipps zum Drohnenfliegen also ich in diesem Blogpost. Ich habe sie auch in einem PDF zum Download zusammengestellt.

Es geht in den Tipps primär ums Fliegen, nicht ums Filmen oder Fotografieren mit der Drohne.

Wenn Dich interessiert, warum ich mich für die DJI Mavic Pro entschieden habe, kannst Du das in meinem ersten Drohnen-Blogpost nachlesen. Dort habe ich auch die in der Schweiz geltenden Richtlinien zusammengefasst.

 

Vor dem ersten Flug

1 Schliess eine Haftpflichtversicherung ab

Du brauchst zum Drohnenfliegen in der Schweiz eine Haftpflichtversicherung. Eine Schadensumme von CHF 1 Mio. muss mindestens gedeckt sein.

Ich habe inzwischen, obwohl ich privat eine Haftpflichtversicherung habe, geschäftlich noch eine spezielle Versicherung für die Drohne abgeschlossen.

 

2 Lerne die wichtigsten Funktionen kennen

Bei meinem ersten Video habe ich meine Drohne gleich mal im Schnee versenkt. Ich wusste nicht, wie ich die Propeller abstellen kann, und suchte verzweifelt nach dem Stopp-Knopf. Die Drohne stoppte zwar irgendwann, aber etwas spät.

Deswegen: Lies vor dem ersten Flugversuch in der Anleitung nach, google oder frag jemanden, wie man die Propeller Deiner Drohne stoppt. Dies ist auch nützlich, wenn Du sie in der Hand halten willst.

Bei der Mavic Pro muss man den Joystick nach links unten ziehen und etwas warten, dann halten die Propeller an. Kürzlich probierte ich die kleine No-Name-Drohne eines Kollegen aus, dort funktionierte es genau gleich.

 

Flug-Vorbereitung

3 Kläre ab, wo Du fliegen darfst – und wo nicht

Vor allem rund um Flugplätze und Flughäfen sind Drohnen in der Luft nicht erlaubt. Für die Schweiz findest Du hier eine interaktive Karte, auf der die Sperrzonen markiert sind.

Wenn Du an einem bestimmten Ort filmen möchtest, der in einer Sperrzone liegt, hole frühzeitig die nötige Bewilligung ein.

 

4 Vergiss die Updates nicht

Wenn ich weiss, dass ich in den nächsten Tagen Drohnenfliegen gehe, mache ich anstehende Updates vorher. Entweder zu Hause, oder dann spätestens im Auto. Mit Updates kann man nämlich wahnsinnig viel Zeit verlieren.

 

5 Akkus nochmals ganz aufladen

Wenn ich von einem Flug zurückkomme, lade ich die Akkus gleich wieder auf und entferne sie am nächsten Tag von der Ladestation. Leider entladen sich die Akkus relativ schnell wieder von selber, vor allem, wenn es kalt ist. Wenn es also eine Weile dauert, bevor ich das nächste Mal fliege, schliesse ich die Akkus am Abend vorher nochmals an die Ladestation und habe so die volle Flugzeit.

 

Mit der Drohne unterwegs

6 No-Fly bei Menschenmengen

In der Schweiz ist es verboten, ohne die entsprechende Bewilligung über Menschenansammlungen zu fliegen. Achte also darauf, dass du einen Abstand von mindestens 100 Metern einhältst.

Übrigens fasst das Schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL die häufigsten rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit dem Fliegen von Drohnen hier übersichtlich zusammen.

 

7 Schütze Deine Drohne

Achte auf eine gute Verpackung für unterwegs! Der Vorteil der DJI Mavic Pro, meiner Drohne, ist ja, dass sie klein ist und in jeden Rucksack passt. Trotzdem hat sie empfindliche Teile, vor allem der Joystick des Controllers und die Propeller der Drohne sind zerbrechlich.

Deswegen habe ich neu je ein Etui für den Controller und die Drohne. Die Drohne ist immer noch handlich und ich kann sie überall hin mitnehmen, aber sie kann sich im Rucksack nicht verheddern und ist gut geschützt.

In der Schweiz fand ich keinen online Shop, der solche Etuis verkauft, ich habe sie deshalb bei AliExpress bestellt.

8 Akkus nicht an die Kälte

Jetzt im Frühling ist das kein Problem mehr, zumindest im Flachland sind die Temperaturen mittlerweile höher 🙂 Wenn Du aber im Winter fliegst oder an einem sehr kalten Ort, nimm die Akkus, die Du gerade nicht benutzt, in die Hosen- oder Jackentasche. So entladen sie sich nicht wegen der Kälte und sind etwas aufgewärmt für den Einsatz.

 

9 Sorge für einen Landeplatz

Wenn es Schnee hat oder der Boden nass ist, ist es gut, einen Landeplatz für die Drohne zu haben.

Nach meinem ersten Drohnenvideo, wo ich den Rucksack in den Schnee gelegt habe und von dort aus losgeflogen bin, haben mir verschiedene Leute ihre Tipps geschrieben. Sie nehmen eine Fussmatte mit oder sogar einen spezielle Drohnen-Landeplatz.

Ich habe seither Verschiedenes ausprobiert: Ein Raddeckel des Autos ist zu klein und zu rutschig. Eine Wolldecke kann von den Propellern der Drohne fortgeweht werden und ist dann auch nicht mehr hilfreich. Schliesslich habe ich mir einen speziellen Drohnen-Landeplatz gekauft. Er ist schön leicht, ich kann ihn zusammenlegen und wie die Drohne selber überallhin mitnehmen. Damit er nicht weggeweht wird, hat es wie bei einem Zelt kleine Heringe dabei, mit denen ich den Landeplatz am Boden befestigen kann.

Nützlich ist auch, wenn sich der Landeplatz farblich gut abhebt von der Umgebung. Dann finde ich ihn vom Videobild aus der Luft her besser wieder und weiss, wo ich die Drohne landen muss.

Meinen Drohne Landeplatz habe ich bei camforpro.com bestellt.

 

10 Im Auto Strom tanken

Bei meiner Mavic Pro Platinum Edition hat es ein Netzteil fürs Auto dabei. So kann ich unterwegs zwischen zwei Spots den Akku am Zigarettenanzünder nochmals laden und länger fliegen, das finde ich sehr praktisch!

Ein solches Netzteil kannst Du für verschiedene Modelle auch zusätzlich kaufen, falls zu Deiner Drohne keines geliefert wurde.

 

Und jetzt: Guten Flug!

Mit diesen zehn Tipps hast Du als Anfänger einen Vorsprung: Du ersparst Dir einige Probleme, mit denen ich mich am Anfang herumgeschlagen habe.

Jetzt hoffe ich, dass Dir das Drohnenfliegen genauso Spass macht wie mir!

 

PDF-Ratgeber „10 praktische Drohnen-Tipps“

Ich habe die 10 Tipps auch in einem PDF zusammengestellt – kompakt und kostenlos. Du kannst es Dir mit einem Klick auf das Bild herunterladen!

PDF-Ratgeber

Richtmikrofon, Lavaliermikrofon und Handmikrofon: Drei Mikrofontypen im Vergleich

Heute gibt’s eine Premiere in meinem Blog: Es kommt ein Richtmikrofon vor!

Nicht jedes Mikrofon eignet sich für jede Aufnahmesituation – und genau darüber rede ich in meinem Video und schreibe ich in diesem Blogpost. Du erfährst, wann Du Dich für welchen Mikrofontypen entscheiden solltest und was die Stärken und Schwächen von Hand-, Lavalier- und Richtmikrofon sind. Und Du hörst vor allem auch den Unterschied in diesem Video:

Willst Du das Ganze einfach kurz und knapp zusammengefasst, mit Produktempfehlungen für jeden Mikrofontypen, dann hol Dir meinen PDF-Ratgeber.

Handmikrofon

Vorteile: Volle Kontrolle, sicherer Ton

Das Handmik ist ein typisches Interview-Mikrofon. Das heisst: Du stellst die Fragen, Dein Interviewpartner antwortet und dabei führst Du ihn, indem du ihm das Mikrofon hinhältst. Du entscheidest ganz klar, wer wann redet, und kannst beispielsweise auch eine Antwort unterbrechen oder nachhaken. Gerade bei einem kritischen Interview ein Vorteil!

Damit sind auch Frage und Antwort gut verständlich. Das Hand-Mik sorgt für den sichersten Ton.

Damit das gelingt, hältst du es knapp unter das Kinn der sprechenden Person. Das Gesicht bleibt frei, aber Du hast dennoch einen optimalen Ton.

Auch bei lauten Umgebungsgeräuschen ist das Handmikrofon die beste Wahl für ein Interview.

 

 

Nachteile: Mikrofon ist im Bild

Normalerweise sollte nur die Interviewpartnerin, der Interviewpartner im Bild zu sehen sein. Das heisst für die Bildgestaltung, dass Du als Bildausschnitt eine Nahaufnahme wählen solltest. Wenn man ein wenig von den Fingern des Reporters am Mikrofon sieht, macht das nichts, aber Dein Arm sollte keinesfalls ins Bild kommen.

Der Mikrofonkopf bleibt aber zu sehen – sonst heisst es, dass er zu weit weg ist und der Ton leidet. Bei einer Strassenumfrage stört das Mikrofon im Bild nicht. Bei anderen Videos jedoch, zum Beispiel bei einem Porträt einer Person, ist es unschön. Manchmal möchtest Du auch von weiter weg filmen, damit auch die Umgebung wahrgenommen wird.

In solchen Fällen arbeitest Du besser mit dem Lavaliermikrofon.

 

 

Lavaliermikrofon (Ansteck-/Knopfmikrofon)

Vorteile: Diskret und unkompliziert

Das Lavaliermikrofon eignet sich am besten für längere Gespräche und für ein Videoporträt einer Person, wo man nicht kritisch nachfragen muss. Auch wenn Du eine Moderation oder ein Interview aufnimmst, kannst Du damit arbeiten.

Der erste Vorteil liegt wörtlich auf der Hand: Du hast die Hände frei.

Zudem fällt das Mikrofon weniger auf, es ist diskreter oder kann sogar versteckt werden.

Drittens kannst Du auch aus grösserer Entfernung filmen, weil Du Deiner Gesprächspartnerin nicht immer ein Mikrofon hinstrecken musst. So kannst Du auch die Umgebung mit ins Bild nehmen.

Du musst nur zu Beginn darauf achten, dass das Mikrofon an der richtigen Stelle angebracht ist, danach musst du dich nicht mehr darum kümmern.

 

 

Nachteile: Mehr Umgebungsgeräusche

Doch auch das Lavaliermikrofon bringt Nachteile mit sich: Gut hörbar sind nur die Antworten, weil nur Dein Gesprächspartner ein Mikrofon hat. Deine Fragen sind schlecht oder gar nicht hörbar. Die Lösung dafür wäre, ein Doppelmikrofon zu verwenden.

Zudem eignet sich das Lav-Mik nicht für Situationen, wo es lauter ist, zum Beispiel auf einer Baustelle, in Maschinenräumen oder neben einer vielbefahrenen Strasse. Es nimmt mehr Umgebungsgeräusche auf, weil es weiter unten als das Handmik angebracht ist. Es eignet sich also vor allem für Aufnahmen in ruhigen Situationen.

 

So nutzen Profis das Lavaliermik

Lavaliermikrofone gibt es mit Kabel oder mit Funk. Profis arbeiten meistens mit Funkstrecken. Funk hat den Vorteil, dass sich der Referent oder Gesprächspartner frei bewegen kann. Es ist aber teurer als ein Lavalier-Mik mit Kabel. Kabellose Mikrofone habe ich in diesem Artikel schon vorgestellt.

 

 

Richtmikrofon

Vorteile: Leichte Handhabung

Zu guter Letzt nun also die Premiere: das Richtmikrofon. Viele Vlogger arbeiten mit diesem Mikrofontyp und auch bei mir kommt es manchmal zur Verwendung.

Das Richtmikrofon ist vor allem praktisch, weil es direkt auf der Kamera befestigt wird. Es muss nicht separat gehandhabt werden und es gibt kein störendes Kabel.

In einem ruhigen Raum funktioniert das gut. Der Ton ist besser, als wenn Du nur mit dem eingebauten Mikrofon der Kamera arbeitest, denn das Mikrofon ist nach vorne gerichtet.

Das Richtmikrofon eignet sich aber auch, wenn Du draussen eine Szene filmst, in der niemand spricht. Zum Beispiel B-Roll mit Ambi, Naturaufnahmen oder Situationen auf Reisen. Wenn Du einen Windschutz verwendest, dann hast Du so auf jeden Fall den besseren Ton als mit dem kameraeigenen Mikrofon.

 

Nachteil: Nur für ruhige Umgebung

Das Mikrofon muss zur Tonquelle – das ist die goldene Regel. Je weiter ich mich von der Kamera und damit vom Richtmikrofon entferne, desto leiser wird auch der Ton. Auch wenn ich die Kamera auf etwas anderes richte als auf die sprechende Person, versteht man nur noch wenig.

Auch in Situationen mit stärkeren Hintergrundgeräuschen versteht man mit einem Richtmikrofon praktisch nichts. Es funktioniert wirklich nur in ganz ruhiger Umgebung.

 

Achte auf den Stecker:

Viele Mikrofone haben heute einen 3,5mm-Klinkenstecker. Es sieht aus, als könne man diese Mikrofone sowohl fürs Smartphone als auch für Videocams/DSLR-Kameras benutzen. Dies stimmt aber nicht ganz. Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen den Steckern für die jeweiligen Geräte:

Der Stecker mit drei Ringen (TRRS genannt) ist fürs Smartphone, derjenige mit nur zwei Ringen (TRS) für DSLR/Videocam.

Mit einem kleinen Adapter lassen sich die Mikrofone aber in der Regel auch „umfunktionieren“ für das andere Gerät. Darüber habe ich hier ausführlicher geschrieben.

Was ist mit Kauf-Tipps?

Ja – habe ich! 🙂 Wofür man die verschiedenen Mikrofontypen brauchen kann, habe ich nochmals ganz kurz zusammengefasst und zu jedem Typ ein von mir getestetes Produkt aufgeführt. Hol Dir den
Ratgeber hier als PDF!

Ratgeber: Mikrofontypen im Vergleich

Weitere Mikrofonempfehlungen habe ich bereits in einem Mikrofon-Ratgeber zum Filmen speziell mit Smartphone sowie in kompletten Ausrüstungs-Ratgebern für Videocam und Smartphone zusammengestellt. Du kannst Dir alle kostenlos als PDF herunterladen, entweder direkt über den Link oder auf meiner Give-Away-Seite.

Filmen: DSLR-Kamera vs. Smartphone-Kamera

Was sind wirklich die Vorteile von DSLR-Kameras gegenüber Smartphones beim Filmen?

Im letzten Blogpost habe ich über die Unterschiede von verschiedenen Kameras geschrieben. In diesem Artikel geht’s dazu weiter.

In diesem Beitrag vergleiche ich das Smartphone, mit Kameras, bei denen Du das Objektiv wechseln kannst: DSLR-Kamera, Systemkamera, professionelle Videokamera.

 

Das Smartphone als Videokamera hat viele Vorteile. Die wichtigsten davon: Es ist schnell, man hat alles in einem Gerät, und mittlerweile sind (auch wegen Apps und Zubehör) mit dem Smartphone Videos von sehr guter Qualität möglich.

Man kommt mit dem Smartphone aber auch an gewisse Grenzen.

 

Die filmischen Grenzen des Smartphones

Am Schluss meines Videoproduktion-Starterkurses zeige ich jeweils folgendes Video. Ich erkläre den Teilnehmenden, dass sie mit dem Wissen, das sie an diesem Tag gelernt haben, solche gestalteten Beiträge umsetzen können.

Natürlich braucht es noch Übung. Aber grundsätzlich machen wir auch im Starterkurs einen ersten Beitrag in diese Richtung, mit einem Mix aus geführten Interviews und B-Roll.

Eine Frage wird nach diesem Video immer wieder gestellt: „Kann man das auch mit dem Smartphone machen?“

Die Antwort: „Jein“.

Inhaltlich und was den Aufbau betrifft: Ja. Von der Bildästhetik her: Nein.

Hier merken wir die Unterschiede zwischen dem Smartphone und professionellen Kameras (DSLR, Systemkamera, professionelle Videokamera).

 

Unterschied 1: Die Tiefenschärfe

Beim Interview:

Wenn ich ein Interview aufzeichne, dann soll der Hintergrund nicht vom Gesprochenen ablenken.

Das erreiche ich mit Tiefenunschärfe. Mein Hauptobjekt ist scharf, während der Hintergrund eher verschwommen ist. So wird der Fokus auf die sprechende Person und ihre Botschaft gelenkt.

Mit einer Kamera mit Wechselobjektiven kann ich auch bei einem unruhigen Hintergrund die Details „verwischen“. Man bekommt noch ein Gefühl für die Umgebung, aber sie lenkt nicht ab.

Mit dem Smartphone ist Tiefenunschärfe fast nicht möglich. Darüber habe ich schon einmal geschrieben. Der Porträtmodus, der bei Fotos Tiefenunschärfe ermöglicht, ist für Video nicht verfügbar. Ich muss also einen neutralen, ruhigen Hintergrund suchen, damit sich meine Interviewpartnerin vom Hintergrund abhebt.

 

Hier ein Beispiel aus einem Interview im Café Good in Rapperswil.

Das erste Bild habe ich mit der Sony PXW FS5 aufgenommen. Mit einem Speed Booster von Meta Bones habe ich das Canon 24-70 mm Objektiv befestigt.

 

Das nächste Bild ist mit dem iPhone X und der „normalen“ Kameralinse aufgenommen, also mit der weitwinkligen Linse. (Diese Linse haben auch die anderen iPhones, welche keine zweite Linse besitzen.) In der Breite ist mehr im Bild, das ist wegen der kleineren Brennweite. Aber es ist jedes Detail scharf. Das Bild wirkt viel unruhiger. Wer das Video sieht, ist beim Zuhören mehr abgelenkt von all den Details im Café.

 

Das dritte Bild ist mit der Telelinse des iPhones X aufgenommen. (Mit Apps wie Filmic Pro kann man die Linsen separat ansteuern, in der normalen Kamera-App geht das nicht.) Ich bin hier mit der Kamera weiter weg von Bea, meiner Interviewpartnerin, als vorher. Trotzdem sehen wir in der Breite weniger vom Café. Somit haben wir zwar weniger Ablenkung. Aber die Tiefenschärfe ist etwa gleich, die Details im Hintergrund bleiben sichtbar.

 

Die Tiefenschärfe beim B-Roll

Auch beim B-Roll bekomme ich durch die geringe Tiefenschärfe verschiedene Ebenen ins Bild. Das gibt mehr Tiefe, und mit etwas Übung kann ich sogar in einer Aufnahme den Fokus zwischen verschiedenen Ebenen wechseln.

 

Wie bekomme ich Tiefenunschärfe?

Bei einer geringen Tiefenschärfe gibt es nur einen kleinen Schärfebereich, weiter vorne und weiter hinten ist das Bild unscharf.

Ob das geht, ist von der Hardware der Kamera abhängig, vom Sensor und vom Objektiv.

Beim Smartphone ist der Sensor klein, das Objektiv ist fix. Bei einer DSLR-Kamera kann ich das Objektiv wechseln.

Das Video in der Posamenterie habe ich im Januar 2017 aufgenommen. Ich hatte gerade meine Sony PWX FS5 gekauft und wollte die Kamera mit Canon-Objektiven ausprobieren, vor allem mit dem Canon 24-70 mm.

Um geringe Tiefenschärfe zu erreichen, brauche ich eine grosse Brennweite. Das heisst, ich habe zuerst hineingezoomt, auf die Brennweite 70. Dann habe ich die Blende so weit wie möglich geöffnet (möglichst kleine Blendenzahl). Hier hatte ich die Blendenzahl 2.0.

Unterschied 2: Die Lichtempfindlichkeit

Smartphones haben eine kleine Linse und einen kleinen Sensor. Deshalb kommt nur wenig Licht in die Linse.

Wenn die Lichtverhältnisse schlecht sind, wird das Bild automatisch aufgehellt. Schwarz ist dann nicht mehr wirklich schwarz, sondern es wirkt verpixelt und rauscht.

Zwei Beispiele dazu.

Als ich dieses Video für Beyer Chronometrie aufnahm, war der Raum dunkel und nur punktuell beleuchtet. Ein schönes Ambiente, das ich mit Video einfangen sollte – aber eine Herausforderung wegen der schlechten Lichtverhältnisse.

Der Event war der Härtetest für meine Sony FS5.

 

Wenn möglich, habe ich den Gain auf meiner Kamera immer auf 0. Dann wird digital im Bild nichts aufgehellt. Der Gain ist das gleiche wie die ISO bei DSLR und Systemkameras, die Zahlenwerte sind aber nicht vergleichbar. Bei meiner Panasonic Lumix GH4 ist z.B. der kleinste ISO-Wert 200. Der Effekt ist aber der gleiche: Wenn die ISO bzw. der Gain zu hoch ist, beginnt das Bild zu rauschen.

Bei den Lichtverhältnissen an diesem Event stellte ich den Gain auf +6. Es funktionierte. In dem Screenshot aus dem Video (unten) ist schwarz wirklich schwarz und es hat kein Rauschen im Bild.

Ich habe hier auch mit der Sony FS5, dem Speedbooster und dem Canon Objektiv 24 bis 70mm gearbeitet.

Ich versuchte es kurz noch mit dem Zoomobjektiv, welches mit der FS5 neu mitgeliefert wurde (18 bis 105mm). Dieses Objektiv lässt aber viel weniger Licht in die Kamera und ich hätte den Gain mindestens auf +12 stellen müssen. Das Bild wäre nicht mehr so klar gewesen.

Auch mit dem Smartphone würde ich bei diesen Lichtverhältnissen nie so satte Bilder hinkriegen!

 

Dazu ebenfalls ein Beispiel:

Letzten Sommer wurde ich zu einem Outdoor Dinner von Extreme Dining eingeladen. Feines Essen in tollem Ambiente.

Spontan habe ich mit dem iPhone 7 Plus gefilmt. Auch noch, als es langsam Nacht wurde. Im Video sieht man, dass es mehr „pumpt“ im Bild, je dunkler es wird.

 

Das Smartphone kam hier an seine Grenzen, ich vermisste meine FS5. In der Situation im Bild unten ist mir der Unterschied am meisten aufgefallen. Es dämmerte erst und war noch gar nicht so dunkel, aber das Bild rauschte bereits sehr stark:

 

Für diese Nahaufnahme habe ich das Teleobjektiv des iPhones benutzt. Dieses nimmt weniger Licht auf als die normale Linse, es ergibt also noch ein stärkeres Rauschen.

 

Unterschied 3: Die fixe Brennweite

Diesen Unterschied habe ich im letzten Blogbeitrag schon erwähnt: Die fixe Brennweite ist ein Nachteil des Smartphones.

Letztes Jahr besuchte ich mit meiner Familie den Minneriya Nationalpark in Sri Lanka. Ich habe die Elefanten in diesem Park gefilmt. Mit dem iPhone 7 Plus gab es dieses Bild:

 

Die gleiche Situation mit GH4 und Zoomobjektiv:

Was für ein Unterschied!

 

Zoomobjektiv: Verstellbare Brennweite bringt mehr Gestaltungsfreiheit

Das erste Bild ist auch toll: Es erlaubt eine Übersicht über die Szene. Aber mit dem Smartphone kann ich nur diese Einstellung filmen. In meinem Ferienfilm möchte ich verschiedene Bildausschnitte zusammenschneiden: Naheinstellungen, mehr Distanz und viele Einstellungen irgendwo dazwischen.

Dazu muss ich die Brennweite ändern können. Entweder ich wechsle die Objektive, was in solchen Situationen eher stressig ist. Oder ich habe ein Zoom-Objektiv.

Lieber Schnitte als Zoom-Bewegungen

Wichtig: Zoom-Bewegungen, das heisst, dass innerhalb eines Videoshots die Brennweite verändert wird, braucht man ganz selten. Es wirkt unnatürlich, weil unser Auge das auch nicht kann.

Zoombewegungen ergeben die typischen, langatmigen Ferienvideos. Nach jedem Schnitt kommt wieder ein langer Zoom von der Elefantenherde zum Elefantenbaby und zurück. Hingegen ist eine wechselnde Brennweite super, um den Bildausschnitt zu ändern. Dazwischen wird aber geschnitten – das Tempo ist höher!

Im Video unten siehst Du, wie ich das meine. Ein kleiner Zusammenschnitt mit vielen Elefantenbildern aus dem Park in Sri Lanka. Die verschiedenen Brennweiten geben Abwechslung und verschiedene Ansichten der Herde.

Hier konnten nicht meine Füsse mein Zoom sein; es wäre gefährlich gewesen, den Jeep zu verlassen 🙂

Fazit des Vergleichs

Das Smartphone als Videokamera hat viele Vorteile. Es ist das schnellste Videoproduktions-Gerät der Welt und man hat es meistens dabei. Wenn Du jedoch in schwierigeren Lichtverhältnissen filmen möchtest oder die Möglichkeiten der Bildgestaltung wirklich ausnutzen willst, greifst Du besser zu einer richtigen Kamera. Oder nicht? Deine Meinung interessiert mich!

 

Egal, ob Smartphone oder DSLR: Mit der richtigen Lichtgestaltung holst Du aus Deinen Videos viel mehr heraus. In meinem PDF-Ratgeber „Gutes Licht für Deine Videos“ gebe ich Dir Tipps, wie Du bei Filmaufnahmen das Licht vor Ort optimal nutzen kannst.

Ratgeber anfordern: Gutes Licht für Deine Videos

Smartphone – DSLR – Videocam – VJ-Cam – Action Camera: Das sind die Vor- und Nachteile

Was sind eigentlich die Vor- und Nachteile der verschiedenen „Kamera-Arten“?

Ich nutze vor allem das Smartphone, eine Systemkamera und eine ENG „VJ-Kamera“.

In diesem Artikel erzähle ich Dir, wo die Stärken der jeweiligen Kamera liegen und welcher Nachteile Du Dir bewusst sein musst.

Der Teil zum Smartphone ist sehr ausführlich, weil immer mehr Leute mit dem Smartphone filmen und auch in meine Videokurse kommen. Weil das Smartphone immer noch ein Gerät ist, das in erster Linie kommunizieren will, sind beim Filmen mit dem Smartphone ein paar zusätzliche Dinge zu beachten.

Ich hoffe, der Blogbeitrag hilft Dir bei Deiner Entscheidung, mit welcher Kamera Du unterwegs sein möchtest.

 

Das Smartphone: Das kleinste und schnellste Videoproduktions-Gerät

Das Smartphone ist die Kamera, die wir immer dabei haben.

Egal, ob meine Tochter die ersten Schritte geht oder ob ich an einer Messe die neuste Innovation sehe – ich kann die Kamera zücken, ein Video machen und es sofort verschicken.

Damit habe ich auch den zweiten Vorteil schon angesprochen: Mit keiner anderen Kamera bin ich so schnell im Netz und habe mein Video geteilt. Alles, was ich dafür brauche, ist Internetempfang.

Verbesserungspotenzial dank Apps

Zum Smartphone gibt es auch viele Apps, um noch eine bessere Kamera daraus zu machen: von Kamera- über Schnitt-Apps bis zu speziellen Apps für Livestreams.

Das Smartphone hat jedoch auch Nachteile.

Fehlender optischer Zoom

Mit dem Zoom sollte man zwar sehr sparsam umgehen. Der beste Zoom sind unsere Füsse! Wenn ich etwas auf der anderen Seite des Raumes filmen möchte, dann ist die beste Lösung, mit dem Smartphone näher heranzugehen.

Es gibt aber Momente, da können wir nicht hingehen. Ich kann einen Fluss nicht einfach überbrücken, zum Beispiel. In dieser Situation bin ich froh um einen Zoom.

Erst die neusten Smartphones verfügen jedoch über einen optischen Zoom. Bei vielen Modellen komme ich mit der Kamera einfach nicht näher heran.

Das kann für Enttäuschungen sorgen. Zum Beispiel in den Ferien auf einer Safari: Dort kann ich nicht einfach aus dem Auto steigen und näher an die Löwen herangehen. Auf dem Smartphone-Video sind die Tiere dann nur kleine dunkle Flecken in der Steppe.

 

Fehlende Lichtempfindlichkeit

Der Sensor im Smartphone wird zwar immer besser, aber er kann immer noch nicht so viel Licht empfangen wie der Chip einer Systemkamera.

Das Smartphone versucht immer, im Bild so gutes Licht wie möglich zu erreichen. Bei schlechten Lichtverhältnissen hellt es das Bild automatisch auf. Dann beginnt das Bild manchmal zu „rauschen“: Es wirkt „verpixelt“, schwarz ist nicht mehr richtig schwarz.

 

Fixes Speichermedium

Ich kaufe meine iPhones immer mit dem grösstmöglichen Speicherplatz. Im Moment sind das 256 Gigabyte. Auch dieser ist jedoch regelmässig voll.

Ich filme viel, und neuerdings ist auch 4K möglich. Das sind wahnsinnig viele Daten, die den Speicherplatz schnell füllen.

 

Akku begrenzt

Bei jeder anderen Kamera kann ich den Akku ganz einfach herausnehmen und ersetzen, wenn er leer ist, und weiterfilmen.

Beim Smartphone ist dies nicht möglich. Es gibt natürlich Powerbanks, mit denen ich mir auch unabhängig von einer Steckdose Strom holen kann. Aber damit auch noch zu filmen, ist umständlich.

Das ist also nur eine Notfall-Lösung. Besser vor geplanten Filmaufnahmen das Smartphone nochmals aufladen.

 

Schlechte Frontkamera

Die Frontkamera („Selfie-Kamera“) ist viel schlechter als die Hauptkamera.

Achte also darauf, dass Du möglichst mit der Hauptkamera filmst. Diese hat die besseren Farben, den besseren Kontrast, die bessere Auflösung, und mit den neueren Smartphone-Modellen auch zwei verschiedene Linsen, mit denen Du filmen kannst.

 

Störungen

Das Smartphone sucht ständig Netz-Empfang. Das sind Funkwellen, die vom Gerät versendet und empfangen werden. Diese können Störgeräusche hervorrufen.

Beim Filmen kann deswegen ein Rauschen auftreten, das man in der Postproduktion nicht mehr wegkriegt. Du solltest Dir also angewöhnen, beim Filmen den Flugmodus anzuschalten. Dann kann Dich auch niemand anrufen und so die Aufnahme unterbrechen.

 

Hoch- oder Querformat?

Speziell beim Smartphone ist auch noch, dass viele Leute Hochformat filmen. Lange war das verpönt und ich hätte nie gedacht, dass auch ich irgendwann mal einzelne Videos gezielt im Hochformat filmen würde!

Bei Filmen, die ausschliesslich mobil angeschaut werden, haben wir uns heute nämlich ans Hochformat gewöhnt. Nicht zuletzt hat es sich auch durchgesetzt, weil die Video-Player inzwischen beide Formate erkennen.

Wenn Du aber für YouTube Filme machst oder für eine Website, die auch an Desktop-Computern angeschaut wird, ist Querformat immer noch Standard. Auch Ferienvideos, die ich später am TV-Bildschirm der Familie zeigen möchte, sind viel schöner so.

Ein Problem ist es auch, wenn Du zwischen den Formaten abwechselst, aber dann ein Video aus verschiedenen Clips zusammenschneiden möchtest.

Achtung: Entscheide Dich für ein Format, bevor Du den Rec-Knopf drückst! Denn wenn Du das Smartphone im Nachhinein drehst, musst Du das Video im Schnittprogramm drehen, um es richtig anschauen zu können.

 

Die Videocam: Überall dabei und nahe dran

Eine Videocam ist die nächstgrössere Option nach dem Smartphone. Sie ist klein, leicht, und ich kann sie überall hin in der Handtasche mitnehmen.

Der grosse Vorteil gegenüber dem Smartphone ist der optische Zoom. Wenn ich auf Safari bin, kann ich vom Auto aus hinzoomen und sehe auf meinem Video die Löwen gross und in guter Bildqualität.

 

Oft keine Mikrofonbuchse

Bei Videocams findet man im Internet viele Infos zur Bildqualität des jeweiligen Modells, aber nur wenig zum Ton. Nach dem Kauf stellt sich dann heraus, dass die Kamera keine Buchse für ein externes Mikrofon besitzt.

Das ist der Nachteil vieler Videocams.

Wenn Du Interviews, Moderationen oder Referate aufzeichnen willst – eine Botschaft, die man gut verstehen soll – ist es für die Tonqualität viel besser, ein externes Mikrofon zu benutzen.

Es lohnt sich also extrem, vor dem Kauf abzuklären, ob eine Videocam einen Audio-Eingang hat.

Fehlende manuelle Einstellungen

Oft nutzen wir einfach den automatischen Fokus. Doch manchmal ist es praktisch, den Fokus manuell setzen zu können.

Zum Beispiel bei einer Moderation, bei der die Distanz zur Kamera gleich bleibt: Dort stelle ich den Fokus auf die Augen und fixiere ihn manuell. Dann kann ich mich darauf verlassen, dass die Augen scharf sind und der Fokus sich nicht plötzlich wegen einer Bewegung im Hintergrund verschiebt.

 

Die DSLR-Kamera: Schöne Bilder mit viel Tiefenunschärfe

Heute wird oft auch mit Spiegelreflexkameras oder mit sogenannten Systemkameras gefilmt.

Der grosse Vorteil ist, dass man viel Tiefenunschärfe ins Bild bringt. Eine bestimmte Bildebene ist scharf, die anderen eher verschwommen. Das erzeugt mehr Tiefe und mein Objekt tritt besser hervor.

Wenn ich viel Tiefenunschärfe habe, muss ich genau auf die Distanz der Kamera zum Objekt achten. Sobald sich diese leicht verändert, ist die gefilmte Person oder Sache unscharf.

 

Man muss sich Zeit nehmen können

Das ist jedoch auch gleich der Nachteil dieser Kamera: Mit einer DSLR-Kamera kann man nicht schnell arbeiten. Sie eignet sich also zum Beispiel nicht für Videojournalismus, wo es manchmal zackig gehen muss.

Für szenisches Arbeiten, bei dem man genau planen kann, wo der Fokus liegt und wo die gefilmte Person sich bewegen soll, geht das hingegen. Wenn man sich Zeit nehmen kann, Aufnahmen zu wiederholen, bis sie perfekt sind.

Auch das Wechseln der Objektive einer Systemkamera braucht Zeit.

Wenig Kontrolle über den Ton

Spiegelreflexkameras sind oft primär fürs Fotografieren ausgelegt. Auf Fotos gibt es keinen Ton. Deswegen sind die Audiofunktionen oft nicht so gut.

Das heisst, dass Kameras teilweise keine Mikrofonbuchsen haben, und erst recht keine zusätzliche Kopfhörerbuchse. Das ist für Interviews jedoch essenziell, um den Ton wirklich unter Kontrolle zu haben.

 

Beschränkte Aufnahmedauer

Grössere Videokameras laufen durch, bis der Akku leer oder der Speicher voll ist. sBei DSLR- und Systemkameras ist jedoch die Dauer für Videoaufnahmen in der Regel beschränkt.

Bei manchen Modellen kann man nur 10 Minuten aufzeichnen, bei den meisten liegt die Grenze bei 29 Minuten. Dann wird die Aufnahme beendet und gespeichert.

Dessen muss man sich bewusst sein. Wenn man ein einstündiges Referat aufzeichnen möchte, muss man also zwischendrin die Aufnahme neu starten und hat dort dann einen kleinen Unterbruch.

 

ENG-Kamera: Die professionelle VJ-Kamera

„Electronic News Gathering Camera“ – dafür steht die Abkürzung ENG. Das grösste Modell in diesem Kameravergleich ist also die typische Videojournalisten-(VJ)-Kamera.

Damit kann ich alleine Videos produzieren, was dann bei einer grossen Cinema-Kamera nicht mehr möglich ist. Dort werden Fokus und Ton von anderen Personen gesteuert, mit der VJ-Cam habe ich alles selber unter Kontrolle.

Zwei Audiospuren für mehr Freiheit beim Ton

Bei dieser Kamera habe ich zwei Audiospuren zur Verfügung. Ich kann also mit einem „Ambi“-Mikrofon die Umgebungstöne aufzeichnen und zum Beispiel mit einem Handmikrofon das Interview führen.

Zwei Spuren sind auch nützlich, wenn ich ein Interview mit zwei Personen führe und beide ein Mikrofon haben, oder wenn ich bei einem Interview meine Fragen mit einem separaten Mikrofon aufzeichne und meinem Gast ein Lavaliermikrofon anstecke.

In der Postproduktion kann ich dann das Verhältnis zwischen den Lautstärken der beiden Spuren gezielt einstellen. Wenn ich nur eine Spur genutzt habe (was meistens der Fall ist), lösche ich die zweite einfach.

 

Viele manuelle Einstellungen

Ein weiterer Vorteil der VJ-Cam ist, dass ich sehr schnell unterschiedliche manuelle Einstellungen vornehmen kann. Viele Knöpfe und Regler sind aussen am Gehäuse angebracht und somit gut zugänglich.

Das heisst jedoch auch, dass ich mich zuerst gut mit der Kamera vertraut machen muss und die verschiedenen Funktionen kennen muss, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

 

Action-Cam: Voll im Geschehen drin

In den Skiferien diesen Winter sah ich auf und neben der Piste viele, die auf ihrem Helm eine Action Cam befestigt hatten. GoPro ist dabei das bekannteste Modell.

Immer mehr Leute haben Action Cams: Deshalb gehören auch diese in meinen Kameravergleich.

Viel cooles Zubehör

Für Action Cams gibt es ganz viel tolles Zubehör. Damit kann man die Kamera ins Wasser nehmen, beim Skifahren auf den Helm schnallen, beim Fallschirmspringen an den Fuss – oder was auch immer.

Robust und wasserfest

Auch beim Tauchen an einem Korallenriff sieht man mittlerweile in jeder Tauchgruppe mehrere Leute mit einer Action Cam. Aufnahmen, die früher nur für Profis mit teurem Equipment möglich waren.

Dabei kommen wir zu einem Punkt, der Vor- und Nachteil zugleich ist:

Ungewohnte Perspektiven

Die Action Cam gibt neue, tolle Perspektiven: Das ist das coole an dieser Cam!

Kürzlich diskutierte ich mit jemanden, der im Winter an Eiswänden klettert. Er schnallt sich die GoPro auf den Kopf wie eine Stirnlampe. Das sei doch am besten zum Filmen, sagte er. Klar, eine super Sache, wenn man diese Eiswand sehen darf, ohne dass man selber hinauf klettern muss.

 

Zweitkamera, aber für sich schnell langweilig

Ungewohnte Perspektive – gerne! Aber wenn ich nur die GoPro Einstellung habe, wird auch diese schnell langweilig. Die Actioncam alleine eingesetzt ergibt wenig spannende Videos, denn Perspektive und Bildeinstellung bleiben während der ganzen Aufnahme gleich.

Ich möchte doch auch sehen, wie mein Bekannter in der Eiswand hängt, wie hoch oben er ist, etc.! Diese Relationen fallen bei seiner Action Cam in diesem Moment alle weg.

Deswegen ist die Action Cam eine Zweitkamera!

Kein brauchbares Display

Bei der Action Cam hat es machmal gar kein Display. Oder aber man sieht ihn nicht, weil die Kamera auf dem Helm befestigt ist.

Kein guter Ton

Es hat auch keine Mikrofonbuchse. Ja, es gibt zwar mit gewissen Adaptern die Möglichkeit, Miks über USB anzuschliessen. Aber die Kamera ist nicht gemacht für das.

Deshalb mein Fazit: Kombiniere die Action Cam mit einer der Kameras, die ich weiter oben vorgestellt habe. Und dann werden Deine Videos viiiiiiel spannender! Erst so bringt die Action Cam wirklich einen Mehrwert.

 

Mehr Know-How für professionellere Videos

Ich hoffe, dass dieser Blogpost Dir hilft, Dich bei Deinen Videos gezielt für eine Kamera zu entscheiden!

In meinem PDF-Ratgeber: „9 Tipps für bessere Videos“ erfährst Du, worauf Du sonst noch achten kannst, damit Deine Videos professioneller wirken.

PDF: 9 Tipps für bessere Videos

Im Test: Lavaliermik VT506 Mobile und Adapter SC6 von Røde

Vor einigen Wochen bekam ich von Voice Technologies Switzerland eine kleine Box. Darin fand ich ein neues Lavaliermikrofon von Voice Technologies : das VT506 Mobile. Ich habe es mehrmals getestet und erzähle Dir in diesem Blogpost, wie es im Vergleich mit anderen Ansteckmikrofonen abschneidet.

Dann habe ich noch ein anderes neues Gadget entdeckt: einen Dreifach-Adapter, den SC6 von Røde. Damit lassen sich an ein Smartphone zwei Mikrofone und ein Kopfhörer anschliessen. Dazu mehr im zweiten Teil dieses Artikels.

Du kannst Dir auch das Video dazu anschauen:

 

Speziell fürs Smartphone entwickelt

Etwas hat das VT506 Mobile mit anderen Lavaliermiks gemeinsam, die ich hier im Blog auch schon vorgestellt habe: Es ist eigens für das Smartphone konzipiert.

Diese Mikrofone haben einen TRRS-Stecker, das heisst, einen Klinkenstecker mit drei Ringen. Damit sind sie mit der Kopfhörerbuchse von Smartphones kompatibel. Mehr zu TRS und TRRS in diesem Blogpost!

(Bei meinem iPhone X brauche ich zusätzlich immer noch das kurze Adapterkabel, weil die neueren iPhones statt der Kopfhörer- eine Lightning-Buchse haben.)

 

Der Vorteil des VT506 Mobile ist das lange Kabel

Im Video zum Mikrofon-Test sitze ich relativ weit weg von meinem Smartphone, das an einem Stativ befestigt ist und mit dem ich filme. In der Video-App habe ich die Tele-Linse eingestellt. Diese holt mich optisch näher heran. Damit ich trotzdem nicht riesig im Bild bin, brauche ich wieder etwas Abstand von der Smartphone-Kamera.

Mit diesem Mik funktioniert das: Denn der grosse Vorteil des VT506 Mobile ist, dass es ein 2,5 Meter langes Kabel hat.

Dadurch bietet es mehr Freiheit, ist aber trotzdem noch handlich.

Was mir auch gefällt, ist, dass dieses Ansteckmikrofon in der Schweiz hergestellt wird. Das zählt für mich als Schweizer Unternehmerin!

 

Vergleich mit Røde SmartLav+

Bisher empfahl ich in meinem Mikrofon-Ratgeber zum Filmen mit Smartphone das Røde SmartLav+. Es hat aber ein viel kürzeres Kabel – damit könnte ich keinen so grossen Abstand von der Kamera haben.

Deswegen habe ich immer empfohlen, zum SmartLav+ gleich das Verlängerungskabel zu kaufen. Mit einer Länge von 6m gibt dieses viel mehr Spielraum. Sechs Meter sind aber wiederum sehr lang und das Kabel verknotet sich deswegen oft.

 

Vergleich mit iRig MicLav (IK Multimedia)

Auch das iRig MicLav von IK Multimedia empfahl ich bisher oft, denn es ist im Zweierpack erhältlich. Die beiden Mikrofone lassen sich in einer handlichen Box mitnehmen und entweder einzeln oder zusammengesteckt verwenden. Das ist für Interviews perfekt, wo man ja sowohl mich als Reporterin als auch meinen Interviewpartner gut hören muss.

 

Das Mikrofon VT506 Mobile im Klangtest

Der Klang des neuen VT506 Mobile ist hervorragend.

Auch die Soundqualität des Røde SmartLav+ gefällt mir gut, doch je länger ich inzwischen mit VT506 Mobile arbeite, desto mehr höre ich den Unterschied.

Am schlechtesten schneidet im Vergleich das iRig MicLav ab. Es ist aber auch das günstigste Modell.

Der Preisunterschied der Mikrofone ist beträchtlich: Das SmartLav+ kostet um die CHF 65 (bei fotichaestli.ch), das iRig MicLav als einzelnen Mikrofon kostet CHF 50 (bei Musix.ch). Das VT506 Mobile kostet CHF 198 (bei AudioBauer Pro).

 

Ein genialer kleiner Adapter

Bei Interviews verwende ich immer einen Kopfhörer. So kann ich den Klang wirklich gut überwachen und erlebe beim Schnitt keine bösen Überraschungen.

Bei den Lavaliermiks ist es nur beim iRig MicLav möglich, einen Kopfhörer anzuschliessen.

Doch nun gibt es eine Alternative!

Passend zu den Mikrofonen fürs Smartphone habe ich nämlich ein tolles Gadget entdeckt: Einen Adapter für drei Stecker, den SC6 von Røde.

Zwei der 3,5mm-Buchsen sind Mikrofoneingänge, die dritte ist ein Kopfhörerausgang.

Der TRRS-Stecker des Adapters ist mit dem Smartphone kompatibel. (Für die Verwendung mit einer DSLR-Kamera bräuchtest du einen TRRS-TRS-Adapter.)

Damit habe ich meinen Kopfhöreranschluss zurück!

Auch zwei unterschiedliche TRRS-Miks lassen sich damit kombinieren, man muss nicht unbedingt zwei gleiche Mikrofon-Modelle verwenden.

Das kleine Gerät könnte also das iRig MicLav 2Pack ersetzen, wenn man den Klang ungenügend findet und lieber mit einem anderen Lavaliermik arbeitet.

Ich habe den Adapter getestet – er funktioniert bestens. Er ist bei fotichaestli.ch für 16 CHF erhältlich.

 

Achtung: Wenn du mit der normalen Kamera-App filmst, funktioniert die Kopfhörerbuchse des SC6 nicht. Das liegt aber nicht am Adapter, sondern an der App. Du brauchst eine Video-App, die das Audiomonitoring unterstützt, zum Beispiel die Filmic Pro App.

 

Welches Mik ist Dein Favorit?

Schreib mir doch, welches Mikrofon Du bevorzugst, und warum!

In meinem aktualisierten < Mikrofon-Ratgeber findest Du alle Modelle, die ich empfehle, mit Vor- und Nachteilen.

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

Neue Perspektiven beim Filmen: Meine Drohne DJI Mavic Pro

 

Kürzlich habe ich mir eine Drohne gekauft. Damit will ich beim Filmen Neues ausprobieren. Bisher macht es grossen Spass!

In diesem Blogpost erzähle ich Dir, wie ich mich für eine Drohne entschieden habe, und was ich damit schon für Erfahrungen gemacht habe.

Im zweiten Teil fasse ich die Regeln zusammen, die beim Drohnenfliegen in der Schweiz zu beachten sind. Ich kann Dich beruhigen: Sie sind nicht sehr kompliziert. Aber einige wichtige Punkte gibt es zu beachten, damit Du mit Deiner Drohne niemanden in Gefahr bringst und auch keine Anzeige riskierst.

Meine wichtigsten Learnings gebe ich gerne weiter! Hol Dir doch meinen PDF-Ratgeber mit 10 Tipps zum Drohnen-Fliegen – vom Akkuhandling bis zum idealen Landeplatz.

Wie ich meine erste Drohne in eine Wand crashen liess

Vor etwa fünf Jahren hat mein Mann Sam eine Drohne gekauft. Damals kamen langsam Drohnen auf, die man mit dem Handy bedienen konnte. Die Drohne war ein Quadrocopter, AR.Parrot 2.0.

Quadrocopter AR Parrot

Quadcopter AR. Parrot 2.0

Diese Drohne war gar nicht so einfach zu steuern! Und leider flog ich damit bald einmal in eine Hauswand…

Zum Glück ging nichts kaputt. Aber seither hatte ich etwas Respekt vor dem Drohnenfliegen. Ich hatte Angst, aus Versehen eine teure Drohne kaputt zu machen, wenn ich es wieder mal versuchen würde.

 

Der zweite Versuch:

Vor knapp drei Jahren dann wurde ich von einem Startup eingeladen, ihre Drohne auszuprobieren: einen Fotokite Phi. Ich habe darüber ein Video gemacht, Du findest es hier.

Diese Drohne hat eine Schnur wie ein Drache, darum auch das „Kite“ im Namen. Dank dieser Schnur hat man sie besser unter Kontrolle – das fand ich sympathisch!

Photokite Phi Drohne

Fotokite Phi

Seither ist nochmals viel gegangen.

Die Drohnen haben sich weiterentwickelt. Sie haben inzwischen viele Sensoren und rasen nicht mehr so schnell in eine Hauswand… 😉

Ich war mehrmals mit Leuten unterwegs, die Drohnen fliegen, und immer wieder überlegte ich mir, doch auch selber eine Drohne zu kaufen. Aber irgendwie waren die Modelle mir immer zu gross.

Dann habe ich die DJI Mavic Pro gesehen. Sie ist klein und macht trotzdem sehr gute Bilder (4K).

DJI Mavic Pro Drohne

DJI Mavic Pro

Neues ausprobieren dank Drohne

Ich möchte beim Filmen gerne mehr experimentieren und neue Dinge ausprobieren.

Die Drohne ermöglicht mir neue Perspektiven: Sie filmt und fotografiert Dinge, die ich sonst nicht festhalten könnte. Aus der Luft gibt es schöne und coole, besondere Bilder.

Was mir auch sehr gefällt, ist, dass die Drohne Video und Technik vereint. Ich finde beides mega spannend und die Drohne kommt meiner Leidenschaft entgegen 🙂

 

Drohnenfliegen: Ein neues Familienhobby?

Ich habe meine Mavic Pro auch schon zu Ausflügen mit meiner Familie mitgenommen. Mein Mann findet sie cool, mein Sohn Cadon hat ebenfalls Freude daran und sogar meine vierjährige Tochter Shaya hat letztes Mal schon den Controller in die Hand genommen.

Mit der Drohne kann ich Familienzeit und Filmen auf eine neue Art kombinieren!

Auch auf Reisen: Ich plane, die Drohne auf unsere Reisen mitzunehmen und auch dort zu filmen.

Ich erhoffe mir davon tolle Bilder für meinen YouTube-Kanal, aber auch Fotos für Instagram. Erste Bilder hat es schon gegeben – inzwischen war ich schon viermal mit der Drohne draussen.

Luftaufnahme Baum Schnee Drohne

Meine Erfahrungen bisher

Es sieht also einfacher aus, als es ist. Man muss das Fliegen mit dem Joystick üben.

Am Anfang war es ganz schön tricky, die Orientierung zu behalten: Wo ist meine Drohne? Blicke ich auf den Controller oder zur Drohne?

Kontrolliert zu fliegen, dass die Drohne dorthin fliegt, wo ich will – das will gelernt sein. Und auch, sie dann wieder zurückzubringen! Es gibt zwar einen „Come Home“-Button, den man betätigen kann, wenn man am Anfang die eigene Location gesetzt hat. Aber es ist sicher gut, wenn man die Drohne auch manuell zurückholen kann, im Fall, dass das „Come Home“ mal nicht funktioniert.

Fliegen ist das eine.

Wenn ich filme, möchte ich aber auch, dass die Aufnahmen auch von der Bewegung her schön sind. Die Kamera richtig zu bedienen, dass sie in die gewünschte Richtung zeigt, ist am Anfang gar nicht so leicht.

Hier lernte ich vor allem in der Postproduktion mehr dazu. Es ist schön, wenn die Drohne sich bewegt. Vorwärts und rückwärts. Die seitwärts Bewegung bringt bildtechnisch nicht viel, dann lieber ein Schwenk mit der Kamera, wenns vom Panorama her passt.

Und dann muss ich jetzt im Winter auch noch schauen, dass ich mir die Finger nicht abfriere!

Falls Du das Video oben noch nicht geschaut hast, meine ersten Flugversuche siehst Du hier:

 

Regeln, Gesetze und Bewilligungen

Für meine ersten Flugversuche musste ich weg von meinem Wohnort. Weil es in der Nähe einen kleinen Flugplatz hat, darf ich die Drohne nämlich dort nicht fliegen lassen.

Das bringt mich zum zweiten Teil dieses Blogeintrags: Welche Regeln gilt es zu beachten, wenn Du in der Schweiz eine Drohne fliegen lassen willst?

 

Wo darf ich meine Drohne fliegen lassen?

In der Schweiz darfst Du Drohnen mit einem Gewicht von weniger als 30 Kilogramm grundsätzlich überall fliegen lassen. Du musst Deine Drohne aber jederzeit in Sicht haben.

Es gibt aber Gegenden, wo Drohnenfliegen verboten oder nur eingeschränkt möglich ist. Für die Schweiz gibt es eine interaktive Drohnenkarte vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), wo diese Gebiete eingezeichnet sind.

Screenshot Drohnenkarte Bazl

Interaktive Drohnenkarte des BAZL (Link) – Screenshot. Die bunt markierten Gebiete sind Zonen, in denen Drohnenfliegen nicht oder nur eingeschränkt erlaubt ist.

Auf der Website des BAZL gibt es nicht nur die interaktive Karte, sondern auch grundsätzliche Informationen zum Drohnenfliegen in der Schweiz und nützliche Links. Zum Beispiel zu den rechtlichen Grundlagen oder zum Antragsformular für spezielle Bewilligungen.

Das BAZL hat auch ein Video gemacht, in dem die Regeln kurz erklärt werden.

Zwei Dokumente des BAZL kann ich Dir besonders empfehlen:

Privatsphäre und Menschenmengen

Drohnen, die schwerer sind als 500 Gramm, dürfen nicht über Menschenmengen geflogen werden. Sie müssen zu Menschenmengen auch einen Abstand von mindestens 100 Metern haben. Auch Tiere darfst Du natürlich mit Deiner Drohne nicht in Gefahr bringen!

(Mit Drohnen unter 500 Gramm darfst Du über Menschenmengen fliegen, wenn aber etwas passiert, haftest Du dafür.)

Ansonsten solltest Du auch die Privatsphäre andere Personen respektieren (Datenschutz!): Deine Nachbarn freuen sich nicht, wenn du während ihres Gartenfestes eine Drohne über ihnen schweben lässt.

Fliegen mit Videobrille

Es gibt spezielle Videobrillen, mit denen Du verfolgen kannst, was die Kamera Deiner Drohne sieht. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten:

Du bist verpflichtet, Deine Drohne jederzeit in Sichtweite zu behalten. Fliegen mit Videobrille ist grundsätzlich nicht erlaubt. Ausnahme: Wenn eine zweite Person neben Dir steht, welche die Drohne in Sicht behält und jederzeit die Steuerung übernehmen kann, ist Fliegen mit Videobrille erlaubt.

Dies gleiche gilt für das Steuern von Drohnen, während man einen Feldstecher benutzt.

 

Bist Du ausreichend versichert?

Bevor Du mit Deiner Drohne in die Luft gehst, wirf auch noch einen Blick auf die Police Deiner Haftpflicht-Versicherung. Schadensummen von 1 Mio. CHF müssen mindestens gedeckt sein.

 

Viel Spass mit Deiner Drohne!

Meine Drohne kommt in Zukunft fix mit auf Ausflüge, und die Resultate wirst Du auch auf meinem YouTube-Kanal zu sehen bekommen.

Und jetzt wünsche ich auch Dir viel Spass beim Fliegen Deiner Drohne!

 

Achtung: Ich habe die Informationen in diesem Blogeintrag gründlich recherchiert. Dennoch lehne ich jede Haftung für Unfälle oder für Anzeigen und Bussen ab, die trotz dieser Informationen erfolgen.

 

PDF-Ratgeber: 10 praktische Drohnen-Tipps!

Meine Learnings mit der Drohne gebe ich gerne weiter! Deswegen habe ich einen PDF-Ratgeber zusammengestellt, den Du Dir kostenlos herunterladen kannst.

PDF-Ratgeber

YouTube-SEO: 10 Tipps, damit deine Videos besser gefunden werden

Ist Dir schon mal aufgefallen, was ich häufig am Ende meiner Videos mache?

Ich bitte meine Zuschauer um ein Like oder um einen Kommentar zum Video.

 

 

Ich mache das aber nicht einfach nur für mein Ego 😉

Likes und Kommentare zeigen, dass die Zuschauer aktiv mit meinen Videos interagieren. Ich antworte gerne auf die Kommentare und nehme Inputs ernst. Aber dass ich um einen Like bitte, wenn jemandem das Video gefallen hat, hat noch einen Grund:

Wenn ein Video viele Likes hat, merken YouTube und Google, dass es interessant sein könnte, und zeigen es bei Suchanfragen höher oben an.

Darum geht es heute in meinem Blog: Wie kannst Du Dein Suchmaschinen-Ranking verbessern, damit Deine Videos gefunden werden und mehr Leute erreichen?

Das nennt man „SEO“. Meine besten Tipps dazu gebe ich Dir in diesem Blogpost weiter. Dazu kannst Du Dir auch meinen neuen PDF-Ratgeber zu YouTube herunterladen.

 

SEO: Eine kurze Begriffsklärung

„SEO“ heisst „Search Engine Optimization“ – Deutsch: Suchmaschinenoptimierung. Darunter werden Methoden verstanden, mit denen eine Website bei der Suche mit relevanten Begriffen besser gefunden wird.

YouTube ist im Prinzip auch eine Suchmaschine. Und zwar sogar die zweitgrösste, nach Google, zu dem YouTube auch gehört. Es lohnt sich deshalb, sich mit SEO zu befassen.

Denn Du willst ja, dass Deine Videos gefunden und gesehen werden!

Gerade auch kleine YouTube-Kanäle können im Ranking eine gute Position haben, wenn einige relevante Punkte beachtet werden.

Die Tipps sind keine offiziellen Regeln

Die Tipps sind nicht offiziell von YouTube. Sie sind auch nicht in Stein gemeisselt, denn die Algorithmen der Suchmaschinen ändern sich laufend.

Es sind Ratschläge, die von vielen Marketingfachleuten erprobt und weitergegeben wurden und von denen ich auch selber sehe, dass sie etwas bringen.

Du wirst schnell merken, ob sich etwas verändert bei den Views Deiner Videos, wenn Du sie befolgst.

Viele der Tipps aus diesem Blogeintrag lassen sich übrigens auch auf Websites, Facebook-Seiten, Blogs etc. übertragen. Ich hoffe, dass sie Dich auch über YouTube hinaus weiterbringen!

Das Wichtigste:

Dass Deine Videos gut sind!

Und das meine ich nicht nur  auf die Bildqualität bezogen, sondern ganz allgemein. Wenn Deine Videos lieblos oder uninteressant sind, bringen die besten SEO-Tipps nichts!

 

1. Pflege Deinen YouTube-Kanal

Es ist essentiell, dass Du Dich deutlich positionierst. Kennst Du Deine Nische? Wo bist Du stark, wo können Dir die Leute vertrauen? Welchen Nutzen bringst Du ihnen?

Damit wissen auch die Suchmaschinen, was bei Dir zu finden ist.

Denke daran, das Impressum („Kanalinfo“) auszufüllen, Deine Website zu verlinken und Deine sozialen Accounts.

Zeig Dich von Deiner besten Seite

Zu einem attraktiven YouTube-Kanal gehört auch, das Kanalbild zu optimieren, damit es auf allen Geräten gut angezeigt wird, und ein Kanalsymbol (oder „Logo“) mit Wiederkennungswert zu wählen.

YouTube empfiehlt für das Kanalbild die Masse 2560 x 1440 px. (Wenn Du das Bild mit Canva erstellst, gibt es eine Vorlage mit diesen Massen.) Der Fokus des Bildes sollte in der Mitte liegen. So wird er nicht vom Logo oder von den Social Sharing Buttons rechts unten verdeckt und ist bei allen Geräten gut erkennbar.

 

 

2. Poste regelmässig

Das ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Pflege Deines YouTube-Channels. Idealerweise postest Du 1x pro Woche oder häufiger. Dann merkt YouTube, dass auf Deinem Kanal etwas läuft, und unterstützt das.

1x pro Woche ist viel – das schaffe auch ich im Moment nicht. Es gibt aber Bereiche, in denen man gut vorproduzieren und so relativ effizient arbeiten kann.

Eine Hilfe dabei ist ein Redaktionsplan: Plane voraus, welche Themen wann aktuell sind und führe eine Liste mit Ideen.

 

3. „Keyword Research“: Welche Themen werden gesucht?

Wenn Du Videos zu Themen veröffentlichst, die gar nicht gesucht werden, hast Du keine Chance. Gleichzeitig musst Du in Deinem Bereich wirklich gut sein, um in der Flut von beliebten Angeboten herauszustechen.

Arbeite mit Schlüsselbegriffen. Sie helfen Dir einerseits, herauszufinden, was Dein Publikum wirklich sucht. Und andererseits kannst Du Deine Videos gezielt mit Schlüsselbegriffen betiteln, um dieser Nachfrage entgegenzukommen.

Einige Tipps, wie Du solche Schlüsselbegriffe („Keywords“) findest:

  • Was fragen Dich Deine Kunden im Alltag? Für welche Probleme suchen sie eine Lösung? Notiere Dir nach Kundengesprächen Ideen. Auch Kommentare zu Deinen Beiträgen in den sozialen Medien sind hilfreich, denn dort stellen Leute oft konkrete Fragen oder machen Vorschläge für weitere Themen. Falls Du in einer grösseren Firma arbeitest, hol Dir Inspiration bei den Leuten, die häufig Kontakt zu Kunden haben.
  • Probiere die automatische Vervollständigung für Suchanfragen auf YouTube aus. Gibt ein Schlüsselwort aus Deinem Bereich ein. Dann zeigt Dir YouTube an, welche Themen dazu häufig gesucht werden. (Dieser Trick funktioniert auch auf Pinterest, Google und anderen Suchmaschinen.)

Sei bei deinen Schlüsselworten so präzise wie möglich. Beispiel: „Mikrofone“ ist zu allgemein. Besser ist: „Mikrofone zum Filmen mit dem iPhone X“.

Simpel, aber effektiv: Wenn Du ein Video auf YouTube hochlädst, achte darauf, dass der Schlüsselbegriff schon im Dateinamen auftaucht und der Dateiname möglichst klar ist. Auch wenn Du dem Video nachher einen anderen Titel gibst.

 

4. Optimiere Titel und Beschreibung

Der Titel Deines Videos und die Beschreibung bilden die Textbasis, anhand der die Suchmaschinen Deine Inhalte indexieren, das heisst, in ihren „Katalog“ aufnehmen.

Der Titel sollte möglichst aussagekräftig sein. Was würdest Du eher anklicken: „Kissen nähen“ oder „So nähst Du in einer Stunde ein Leinenkissen im Shabby-Chic-Stil“? Die Leute möchten wissen, was sie erwartet, und ob das Video ihre Fragen beantwortet. Du hast für den Titel maximal 100 Zeichen zur Verfügung.

Es gibt SEO-Profis, die empfehlen, die Schlüsselwörter gleich an den Anfang des Titels zu stellen.

Verwende auch in der Beschreibung die Schlüsselwörter Deines Videos. Am besten sogar mehrmals, aber auf keinen Fall so, dass es stört. Beschreibe, was zu sehen ist, verlinke auf Deine Website (je weiter oben der Link, desto höher die Chance, dass jemand darauf klickt). Für die Beschreibung hast Du 5000 Zeichen Platz – das gibt einiges her.

Achtung vor Click Bait (mit dem Titel ködern): Es nützt nichts, wenn Deine Videos zwar angeklickt werden, weil der Titel viel verspricht oder weil Du viel Werbung schaltest, aber die Zuschauer nach wenigen Sekunden wieder abspringen. Der Prozentsatz Deines Videos, den sich die Leute im Durchschnitt ansehen, ist ein wichtiger Faktor, anhand dessen YouTube Dein Video in den Suchergebnissen anzeigt.

 

5. Thumbnail: Der erste Eindruck

Auch das Vorschaubild sollte anziehend wirken und gleichzeitig einen guten Eindruck davon vermitteln, was im Video zu sehen sein wird.

YouTube schlägt Dir zwar ein Vorschaubild vor. Besser ist aber, Du erstellst selber eines und lädst es hoch.

Einige Tipps dazu:

  • Wenn Du ein Video aufnimmst, nimm Dir kurz die Zeit, ein Foto zu schiessen. Dann hast Du garantiert ein scharfes Bild, auf dem Du gut in die Kamera blickst. Oft ist es nämlich schwierig, einen geeigneten Screenshot aus einem Video zu exportieren.
  • Es hilft, wenn auf dem Vorschaubild eine Person zu erkennen ist. Das schafft Vertrauen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Video angeklickt wird.
  • Die Grösse der Thumbnails für YouTube sollte 1280 x 720 px sein.
  • Mit dem Online-Gestaltungs-Tool Canva kannst Du ganz einfach ein Foto hochladen und mit Textelementen gestalten. Ich nutze Canva auch für die Titelbilder meiner Blogposts. Es gibt eine Vorlage für YouTube-Thumbnails, die von der Grösse her genau passt.

 

  • Erhöhe den Kontrast und die Helligkeit des Fotos ein wenig. So ist es auf Smartphones besser erkennbar. In Canva ist das unter dem Menupunkt „Filter“ möglich, wenn Du das Bild angeklickt hast.
  • Es muss kein Text auf dem Vorschaubild sein. Falls Du Dich aber dafür entscheidest, verwende für den Text eine kontrastreiche Farbe und eine gut lesbare Schriftart. Der Text sollte auf dem Bild möglichst gross sein – auch dies für die Erkennbarkeit auf kleinen Screens.

 

5. Erstelle SRT-Untertitel / Transkript

SRT-Untertitel und Transkripte sind für Suchmaschinen lesbar, zusätzlich zu Titel und Beschreibung des Videos. Und sie tragen zur Barrierefreiheit bei: Hörbehinderte können sie lesen, Sehbehinderte sich vorlesen lassen.

Aus diesen Gründen steigern SRT-Untertitel die Wahrscheinlichkeit, dass Dein Video gefunden und angezeigt wird.

Am besten ist, Du erstellst selber SRT-Untertitel zu Deinen Videos und lädst sie hoch. Wie das geht, habe ich hier in einem Blogpost erklärt.

YouTube erstellt eine automatische Transkription Deiner Videos, wenn Du dies in den Einstellungen nicht deaktiviert hast. Diese automatischen Untertitel solltest Du unbedingt überarbeiten und korrigieren, wenn Du sie verwenden möchtest, die sind oft voller Fehler.

 

6. Viewing Time und Anzahl Views erhöht das Ranking

Je mehr von Deinem Video die Leute sich ansehen, desto höher bewertet YouTube seine Qualität.

Auch die Anzahl Views zählt: Wenn YouTube merkt, dass Dein Video beliebt ist, wandert es bei den Suchanfragen zum entsprechenden Thema nach oben. Achte Dich mal bei Deinen eigenen Suchanfragen: Die obersten Videos haben auch am meisten Klicks.

Teilweise kannst Du dies beeinflussen: Erwähne Dein neustes Video in Deinem Newsletter, bette es in Deinen Blogposts ein, verlinke es auf Deinen sozialen Profilen, schalte Werbung dafür (dazu komme ich später noch).

7. Erstelle Playlists und passe die Reihenfolge an

YouTube will, dass die Leute möglichst viel Zeit bei ihnen verbringen.

Wenn Du das nachfolgende Video so auswählst, dass es thematisch zum ersten passt, ist die Chance grösser, dass die Leute auf Deinem Kanal bleiben. Dies merkt YouTube und belohnt es.

Gut ist auch, wenn Du thematische Playlists erstellst (und die Beschreibung entsprechend optimierst).

 

8. Nutze Cards und tritt mit Deinem Publikum in Kontakt!

In meinem letzten Blogpost habe ich erklärt, was Cards sind und wie Du sie verwendest.

Mit Cards kannst Du entweder zu Deiner Website verlinken, oder aber zu anderen Videos. YouTube belohnt Dich, wenn Du in Deinem Video z.B. auf Deinem Endscreen einen Link zu anderen Videos setzt, denn das heisst, dass die Leute mehr Zeit auf der Plattform verbringen.

Wenn jemand am Schluss Deines Videos Deinen Kanal abonniert, sendet das ebenfalls ein wichtiges Signal an YouTube. Offenbar findet jemand dieses Video so gut, dass er oder sie mehr davon sehen will. Dies kannst Du begünstigen, indem Du im Endscreen dafür einen Link setzt.

Auch wenn ein Video geteilt wird, wirkt sich dies sehr positiv aus!

Wie ich am Anfang gesagt habe, bitte ich manchmal auch aktiv am Ende des Videos um einen Like oder einen Kommentar. Denn Likes und Kommentare sind ein wertvoller Faktor für ein höheres Ranking.

Zudem merken Deine Zuschauer, wenn Du auf Kommentare antwortest, dass Du für sie da bist und sie ernst nimmst! Sie danken Dir das mit ihrer Treue.

Deshalb: Interagiere mit Deinem Publikum. Stelle Fragen, fordere sie auf, von ihren Erfahrungen zu erzählen – und antworte dann auch darauf.

 

9. Werte Google Analytics und Deine YouTube-Statistik aus

In Deinen Google Analytics siehst Du, mit welchen Suchbegriffen die Nutzer auf Deine Videos oder Deine Website gelangen. Das kann Dir bei der Themenplanung helfen, Schwerpunkte zu setzen.

Ebenso hilfreich sind die YouTube-Statistiken für Deine Videos: Welche Videos werden angeklickt? Bei welchen springen die Leute schon früh wieder ab? Daraus kannst Du schliessen, was funktioniert und was nicht, und darauf reagieren.

 

10. Google AdWords schalten

Vor einiger Zeit hat Juliane Jahn für mich AdWords eingerichtet. Das heisst: Sie hat für meine Videos Werbung auf Google und YouTube geschaltet.

Ich merke an den Zahlen, dass dies meine Reichweite vergrössert hat. Deswegen habe ich Juliane gebeten, ihre wichtigsten Ratschläge zusammenzufassen.

„AdWords ist die Werbemöglichkeit, die Google bietet.

Man kann beispielsweise Geld investieren, um in den Google-Suchergebnissen weiter oben angezeigt zu werden. Das ist hilfreich, wenn man noch nicht so viel auf SEO gesetzt hat und schnell Erfolge sehen will.

Ein Beispiel: Wenn jemand auf Google nach ‚Videos mit dem Handy aufnehmen‘ sucht, kann Judith für eine solche Anfrage einen Link zu einem ihrer Videos oder einem Blogartikel als Werbeanzeige schalten.

Aber auch direkt auf YouTube ist mit AdWords Werbung möglich: Man kann z.B. einen kleinen Kanal-Trailer produzieren und lässt ihn als Werbung zwischen anderen Videos schalten. Oder man pusht die eigenen Videos bei den Suchanfragen oder bei den Video-Vorschlägen während der Wiedergabe.

Hier hat man den Vorteil, dass man die Nutzer direkt bei dem Thema abholt, für das sie sich gerade interessieren. Wenn etwa jemand ‚Beleuchtung für Film‘ sucht, kann Judith ihre Videos zu diesem Thema weiter oben anzeigen lassen. Oder wenn sich jemand schon Videos über Beleuchtung in Interviewsituationen ansieht, tauchen Judiths Videos bei den vorgeschlagenen Videos schneller auf, wenn sie dafür bezahlt.

Im ersten Fall handelt es sich um eine Keyword-bezogene Anzeige, im zweiten um eine interessenbezogene. Bei Anzeigen mit Schlüsselbegriff (Keyword) fragt man sich: Wonach sucht der Nutzer? Zu welchen Suchanfragen passt mein Video? Bei interessenbezogenen Anzeigen: Wofür interessiert sich die Nutzerin, wobei ihr mein Video helfen könnte – vielleicht, ohne dass sie es schon weiss?

So hat man die Möglichkeit, mit AdWords neue Zuschauer und letztlich neue Abonnenten zu gewinnen, obwohl man noch kein ‚grosser Player‘ ist.

Der Vorteil: Du kannst schon mit kleinem Budget etwas erreichen. Obwohl natürlich der Effekt umso grösser ist, je mehr Geld Du zur Verfügung hast. Mit Google AdWords behältst Du aber immer die Kontrolle und kannst genau angeben, wie viel Du einsetzen möchtest. Die ausführlichen Statistiken helfen, das Werbebudget optimal einzusetzen.“

Danke für die Tipps, Juliane!

 

Es geht nicht um Zahlen!

Bei all diesen Tipps gilt es, im Kopf zu behalten, dass Deine Zuschauer Menschen sind und keine Nummern.

Es geht nicht um reine Statistiken oder darum, einfach möglichst viele Abonnenten auf Deinem Kanal zu haben. Sondern Du möchtest, dass Deine Inhalte gesehen werden, dass sie den Leuten weiterhelfen und Freude bereiten.

Behalte dies auch bei der Produktion Deiner Videos in Erinnerung. Wenn Du das tust, was Dir selber Freude macht, und weitergibst, wofür Du eine Leidenschaft hast, werden 1. Deine Videos besser und 2. machst Du Dich nicht abhängig von deinen Zuschauerzahlen.

SEO können die Wirkung Deiner Videos verstärken. Sie können aber niemals inhaltliche Qualität ersetzen.

 

Was ist Deine Erfahrung?

Was hat bei Dir genutzt, damit Deine Videos mehr Reichweite hatten? Welche Tipps findest Du überflüssig?

Zum Thema YouTube habe ich Dir einen Ratgeber mit Checkliste zusammengestellt. Dann kannst Du diese Tipps jederzeit wieder hervor nehmen oder auch ausdrucken und mit dem Schreiber ankreuzen. Hole Dir den Ratgeber hier:

PDF: YouTube-Tipps

Für diesen Blogpost habe ich neben meinem eigenen Wissen Artikel von Backlinko und Digital Media Manager als Informationsquelle verwendet.

Warum YouTube für mich die wichtigste Plattform ist

Mit YouTube-Videos kann man heutzutage reich werden. Die erfolgreichsten Vlogger und YouTuberinnen leben von ihrem YouTube-Kanal – und zwar sehr gut (obwohl niemand konkrete Zahlen nennt).

Für mich ist YouTube die wichtigste soziale Plattform. Aber nicht wegen dem kleinen Taschengeld, das ich mir durch Werbung dazuverdiene – das kann ich Dir jetzt schon verraten.

In diesem Blogeintrag erzähle ich Dir, wie ich YouTube nutze, um auf mein Angebot aufmerksam zu machen. Und Du erfährst, wie auch Du noch mehr aus Deinen Videos machen kannst.

Dazu habe ich Dir auch einen Ratgeber zusammengestellt, den Du Dir hier als PDF herunterladen kannst.

Neue Richtlinien bei YouTube

Auf YouTube reichten bisher 100 Abonnenten, damit man vor seinen Videos Werbung schalten durfte und damit ein bisschen Geld verdiente. (YouTube nennt das „Monetarisierung“.)

Doch auch mit weniger Abonnenten konnte man bisher bei YouTube Geld verdienen. Nun hat YouTube aber seine Richtlinien geändert und die Bedingungen erschwert.

Neu braucht man 1000 Abonnenten, um die eigenen Videos monetarisieren zu können. Zudem müssen die Videos innerhalb des letzten Jahres total mindestens 4000 Stunden lang abgespielt worden sein.

Die neuen Richtlinien gelten ab dem 20. Februar 2018.

 

Ich lag knapp unter der Limite…

Als diese News rauskam, hatte mein YouTube-Kanal 934 Abonnenten.

Hier die E-Mail, die ich deswegen erhielt:

 

Meine Wiedergabezeit ist jedoch kein Problem, die liegt viel höher als die geforderten 4000 Stunden:

(Hier kannst Du kannst Dir die Statistiken für Deinen eigenen YouTube-Kanal holen.)

 

So viel verdiene ich mit YouTube

Ich werde mit der Werbung auf YouTube nicht reich. Alle drei bis vier Monate kann ich mir 100 Franken auszahlen lassen.

Es wäre also nicht gravierend, wenn das Partnerprogramm für mich wegfallen würde. Es hätte mich aber etwas geärgert, weil ich so knapp unter der Tausender-Limite lag.

Darum machte ich in meinem Newsletter einen Aufruf. Es dauerte nur knapp einen Tag, dann hatte ich genügend Abonnenten und war aus dem Schneider.

Danke an alle, die meinen YouTube-Kanal abonniert haben!

 

Geld verdienen mit YouTube?

Um allein von einem YouTube-Kanal leben zu können, braucht man aber deutlich mehr Abonnenten.

Der meist-abonnierte Schweizer YouTube-Kanal ist Typhoon Cinema, der Animationsfilme zu Horror-Computerspielen veröffentlicht: Über 2 Millionen Leute haben ihn abonniert. Auch die Bernerin Julia Graf kann von ihrem YouTube-Kanal mit Make-Up-Tutorials leben. Im Vergleich mit Typhoon Cinema liegt aber sogar sie weit zurück: Sie hat rund 790’000 Abonnenten.

Eine Liste der Schweizer YouTuber nach Anzahl Abonnenten findest Du bei Socialblade.com. (DE/AT)

Socialblade schätzt auch das Einkommen dieser YouTuber – jedoch sehr ungenau. YouTuber mit solch hohen Zahlen haben ohnehin eine spezielle Partnerschaft mit eigenen Verträgen. Gegen diese bin ich ein kleiner Fisch…

Du siehst: Ums Geld geht es mir also mit meinem YouTube-Kanal nicht 😉

 

Aus welchem Grund ist YouTube für mich wichtig?

1. Wegen dem Medium: YouTube dreht sich um Videos – und Video ist meine Leidenschaft und mein Geschäft.

2. YouTube ist die zweitgrösste Suchmaschine der Welt (nach Google). Das unterscheidet es von Facebook, Instagram, LinkedIn etc. sowie von anderen Videoplattformen wie Vimeo. Wenn jemand wissen will, welches Mikrofon er zum Filmen mit Smartphone verwenden soll, googelt er das oder sucht sogar direkt auf YouTube. Bei Google werden bereits unter den ersten Treffern YouTube-Videos angezeigt, denn YouTube gehört Google und wird deswegen gepusht.

3. YouTube ist bei den meistgenutzten Netzwerken ganz vorne mit dabei, gleich hinter WhatsApp. Hier eine Grafik mit Nutzerzahlen aus der Schweiz:

4. YouTube ist ein ideales Werkzeug, um Leute auf mein Angebot aufmerksam zu machen. Es ist ein Schaufenster und eine Brücke zu meinen Kursen.

 

YouTube ist ein Link zu meiner Website

Mein geschäftliches Haupt-Standbein sind meine Videokurse.

Diese kann ich nicht direkt auf YouTube ausschreiben und verkaufen. Ich muss Leute, die daran interessiert sein könnten, also auf meine Website holen. Technisch ist es nicht möglich, einen Link in eine Videodatei zu setzen. Aber YouTube erlaubt mir mit den sogenannten Cards, in den Videos in meinem Kanal auf meine Website zu verlinken.

 

Was sind Cards?

Cards sind kleine Kästchen mit Text, Link oder Bild.

Sie werden im Video dann eingeblendet, wenn ich es möchte, und verschwinden nach wenigen Sekunden wieder.

Damit kann ich die Zuschauer direkt vom Video auf meine Website führen. Ich kann meine Ratgeber verlinken, meine Blogbeiträge oder auch meine Kurse. Es wären sogar Umfragen oder direkte Spendenaufrufe möglich.

Das sieht zum Beispiel so aus:

 

Wenn Du auf das „i“ klickst, das länger stehen bleibt, erscheinen weitere Videos, die ich empfehle, wenn Dich das Thema weiter interessiert.

 

Cards können auch Miniaturbildchen sein, bei denen sich ein Link entfaltet, wenn man mit dem Cursor darüberfährt:

 

Endscreen?

2017 führte YouTube den Endscreen ein. Der funktioniert sehr ähnlich. Am Schluss meines Videos kann ich nochmals auf meine Ratgeber verlinken (rechts oben), auf meinen Kanal hinweisen, damit die Leute mich abonnieren (rundes Bild unten rechts).

Wenn ich die Endcards nutze, muss ich auf mindestens ein Video verlinken. Unten im Bild habe ich gleich auf zwei Videos verlinkt. Hier kommen die Bilder stärker zur Geltung als bei den Cards.

 

Wichtig zu beachten ist, dass beim Endscreen die Cards mindestens 5 Sekunden stehen bleiben müssen. Ich muss das beim Schnitt des Videos schon einrechnen. Das heisst, ich kann die Endcards zwar selber anordnen, aber es gibt gewisse Einschränkungen. Unter Umständen habe ich sonst am Schluss noch den Ratgeber auf meinem Gesicht.

 

So erstellst Du Cards

Hier findest Du ein kurzes Video-Tutorial von YouTube selber. (Deutsche Untertitel kannst Du Dir bei Bedarf beim Rädchen unten rechts holen.)

In den Screenshots unten siehst Du auch, wo Du die Cards erstellen kannst. Du findest diese Ansicht, wenn Du im Medienmanager das Video anwählst, dass Du bearbeiten möchtest.

Unter „Add Card“ kannst Du auswählen, ob Du ein Video, einen Kanal oder Deine Website verlinken willst. Oder ob Du mit „Poll“ eine Umfrage erstellen möchtest.

 

Um Cards zu nutzen und Links setzen zu können, musst Du Deinen Account bestätigen lassen. Dies hat nichts mit der Anzahl Abonnenten zu tun. Mit der Bestätigung von Accounts möchte YouTube einfach verhindern, dass Spam-Accounts die Plattform überfluten. Die Bestätigung erfolgt über einen Code, den Du per SMS erhältst.

Bei Vimeo gibt es übrigens seit Mitte 2017 ähnliche Cards. Allerdings sind sie nur für Vimeo Business Members verfügbar, und diese Mitgliedschaft kostet pro Jahr mehrere hundert Franken.

 

So funktioniert es bei der Endcard

Hier sieht es fast gleich aus. Die Möglichkeit zur Umfrage ist weg, dafür kann ich aber noch „Subscribe“ wählen, um meinen Kanal zu verlinken:

 

 

Möchtest Du mehr Abonnenten?

Wenn Du einen eigenen YouTube-Kanal hast und gerne mehr Follower hättest, ist  dieser Blogpost etwas für Dich: YouTube-SEO: 10 Tipps, damit Deine Videos besser gefunden werden.

Die Tipps habe ich Dir als Ratgeber zusammengestellt. Er enthält auch eine praktische Checkliste, damit nichts vergessen geht. Hier kannst Du das PDF herunterladen.

PDF: YouTube-Tipps

3 praktische iPhone-Funktionen für Video-Cracks

In diesem Video und Blogpost stelle ich Dir 3 coole Funktionen des iPhones vor. Als Videoproduzentin schätze ich sie sehr, deswegen gebe ich sie gerne weiter.

1. Bildschirmaufnahme direkt auf dem iPhone

Eine neue Funktion (seit iOS 11) ist, dass Du den Bildschirm Deines iPhones filmen kannst. Vorher war das nur indirekt möglich.

Um zum Beispiel mein Tutorial fürs iMovie aufzunehmen, habe ich mein iPhone mit dem MacBook verbunden und den Bildschirm dann mit ScreenFlow aufgenommen.

Jetzt brauche ich weder MacBook noch Zusatz-Software. Sondern ich kann das, was ich auf dem iPhone mache, auch direkt dort als Video aufnehmen.

Dafür wählst Du in den Einstellungen „Kontrollzentrum“, gehst auf „Steuerelemente anpassen“ und aktivierst dort die Bildschirmaufnahme.

So machst Du die Aufnahme:

Wenn Du jetzt auf dem iPhone ins Kontrollzentrum gehst (also zu den Schnellzugriffen für W-Lan- und Bluetooth-Verbindung, Bildschirmhelligkeit, Taschenlampe etc.), hast Du dort neu den Button für die Bildschirmaufnahme.

Wenn Du den Button drückst, hast Du drei Sekunden Zeit, bis die Bildschirmaufnahme startet.

Um die Aufnahme zu stoppen, gehst Du einfach wieder ins Kontrollzentrum und drückst dort den Button nochmals. Das Video wird dann in der Camera Roll abgelegt.

 

 

2. Schnell Videos verschicken mit AirDrop

Wenn ich Videos von einem iPhone auf ein anderes übermitteln will, vom iPhone auf ein MacBook oder umgekehrt, dann verwende ich AirDrop. Es ist der schnellste Weg, um Daten von einem Apple-Gerät zu einem anderen zu schicken. (Voraussetzung: Die Geräte befinden sich nahe beieinander.)

Du gehst in der Camera Roll auf das Foto oder Video, das Du teilen möchtest (oder wählst gleich mehrere aus), gehst in die Teilen-Funktion und wählst dann AirDrop. Es wird Dir in diesem Menu prominent angezeigt.

Vom MacBook aus bist Du am schnellsten, wenn Du mit cmd + Shift die Spotlight-Suche aktivierst und dort „AirDrop“ eingibst. Oder Du machst im Finder einen Rechtsklick auf das Video, das Du verschicken möchtest, wählst „Teilen“ und dann „AirDrop“.

Beim Empfänger-Gerät muss das W-Lan aktiviert sein. Und beim iPhone musst Du Dich für AirDrop auf „sichtbar“ schalten. Das machst Du bei den Einstellungen unter „Allgemein“ > „AirDrop“.

 

3. Manuell die Linse auswählen

Die dritte Funktion betrifft alle, die ein iPhone 7 Plus, 8 oder X haben.

Dann hat Dein iPhone nämlich bei der Kamera zwei verschiedene Linsen: ein Weitwinkel- und ein Teleobjektiv.

Wenn Du mit Deinem iPhone filmst, kannst Du optisch 2x zoomen und kannst so bei gleich bleibender Bildqualität näher an das gefilmte Objekt herangehen. Dazu drückst Du in der Kamera-App das „2x“-Symbol.

Die Sache hat aber einen Haken: Manchmal zoomt das iPhone nicht optisch, sondern digital. Ich erkläre Dir gleich warum und wie Du dies umgehen kannst.

Digitaler und optischer Zoom: der Unterschied

Beim optischen Zoom wechselt das iPhone vom Weitwinkel- auf das Teleobjektiv. Das ist ein mechanischer Vorgang: Die Brennweite wird verändert und und die Bildqualität bleibt gleich.

Beim digitalen Zoom wird nicht die Linse gewechselt, sondern die Kamera-App rechnet einfach das Bild hoch. Wie wenn Du ein Bild auf dem Computer vergrösserst, um es näher zu betrachten. Die Bildqualität nimmt ab, weil der vergrösserte Bildausschnitt nicht mehr Pixel enthält als ohne Zoom.

Warum macht das iPhone das, wenn es doch die Tele-Linse hat?

 

Das iPhone ist clever

Wenn wir in einem Raum sind, wo es nicht so viel Licht hat, ist das Weitwinkel-Objektiv besser geeignet zum Filmen als das Teleobjektiv. Dieser Linsentyp sammelt nämlich mehr Licht. Das gibt schönere Aufnahmen als wenn das iPhone das Bild im Nachhinein digital aufhellen muss. Dann sind die Farben nicht mehr so satt.

Deshalb ist die Standardeinstellung von Apple, bei suboptimalen Lichtverhältnissen lieber ein klares Bild und bei der Weitwinkel-Linse bleiben, als die maximale Bildauflösung behalten und auf die Tele-Linse wechseln.

Welche der beiden Linsen verwendet wird, um das schönere Bild zu erhalten, wird bei jeder Aufnahme mithilfe von Sensoren entschieden. Eigentlich ist das eine hilfreiche und sinnvolle Funktion.

Als Videoproduzentin möchte ich aber selber darüber bestimmen, ob ich mit Weitwinkel- oder Teleobjektiv filme.

 

So löst Du das Problem:

In der normalen Kamera-App ist es nicht möglich, die Linse manuell auszuwählen. Beim Filmen mit der Filmic Pro App kann ich das jedoch. Und beim Fotografieren geht es mit der App ProCamera.

 

Waren diese Tipps hilfreich?

Ich hoffe, dass ich Dir mit diesen drei Funktionen weiterhelfen konnte! Wenn ja, freue ich mich, wenn Du diesen Blogpost teilst oder mir auf YouTube einen Daumen hoch gibst und ich freue mich über jeden Kommentar:-)

 

PDF: 9 Tipps für bessere Videos