Kategorie: Allgemein

Zoom Tutorial: Damit machst Du Deine online Meetings

Zoom ist ein super Tool, wenn Du Sitzungen oder auch 1:1 Gespräche online machen willst. Mit Zoom können sich mehrere Leute zuschalten. Die Software ist einfach zu bedienen und auch die gratis Version bietet schon viele Möglichkeiten. In diesem Video zeige ich Dir, wie Zoom funktioniert.

 

 

Möchtest Du lernen, wie Du kompetent vor der Kamera wirkst? Dann empfehle ich Dir meinen online Kurs „Kompetent vor und hinter der Kamera – damit Deine Botschaft ankommt!“ Lade Dir doch unten die Probelektion herunter.

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Persönlich Videobotschaften

Du öffnest ein Mail und anstatt ein langer Text erwartet Dich der lächelnde Absender. Eine Videobotschaft kann viel persönlicher sein als ein Video. Und ich habe ein Tool entdeckt, mit dem es ganz schnell und einfach geht. Damit habe ich in einem Tag 82 persönliche Videobotschaften aufgenommen.

Mit Loom kann man in kurzer Zeit schnell und einfach Videobotschaften aufnehmen. In meiner „videochallenge“, konnte ich so jedem Teilnehmer ein kurzes Videofeedback geben.

Ich habe die Botschaften mit einer externen Webcam und dem Røde Potcaster aufgenommen, da die Webcam eine bessere Qualität liefert und man sie auf Augenhöhe einstellen kann. Der Røde Potcaster sorgt dabei auch auf eine bessere Tonqualität, als ich es mit dem MacBook gehabt hätte.

Wie Loom funktioniert siehst Du im Video.

Loom kann man gratis nutzen und dabei beliebig viele Videos aufzeichnen. Allerdings kann man mit der Gratisversion nur 25 Leuten Zugang zu den Videos geben. Mit der Pro Version ab $8 pro Monat, kann man aber bereits unlimitierte Botschaften verschicken.

Weiter Informationen zu Loom findest du hier: https://www.loom.com

Falls Du bei der nächsten #videochallenge mitmachen möchtest. Dann melde Dich jetzt hier an: https://judithsteiner.tv/videochallenge/

Infos zu meinem online Kurs „Kompetent vor und hinter der Kamera“ gibt es hier: https://online.judithsteiner.tv

Drei Möglichkeiten für live Videos

Der Vorteil von live Videos: Du hast nachher keine Postproduktion. Ist das Video aufgenommen, ist es auch bereits „geschnitten“ und veröffentlicht. Da spart man sich Zeit. Und es ist sehr echt und direkt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten live zu streamen. Hier stelle ich drei Varianten vor:

  • mit dem Smartphone
    Vorteil des Smartphones ist, dass es sehr einfach ist und kein weiteres
    Zubehör benötigt, man kann direkt über Facebook, Instagram oder deiner bevorzugten Plattform senden sofern man einen Internetzugang hat.
  • mit einer externen Webcam
    Vorteil der externen Webcam ist die Bildqualität, welche einiges besser ist als die integrierte Kamera auf dem MacBook oder Laptop. Ausserdem hat man mehr Gestaltungsspielraum, da die Kamera mit einem Stativ auf Augenhöhe platziert werden und man so die bessere Perspektive einstellen kann. Mit der externen Webcam kann man über YouTube die entsprechende Kamera so direkt und einfach Live Videos streamen.
  • mit einer Systemkamera
    Vorteil der Systemkamera ist, dass man mit Tiefenschärfe arbeiten kann und so mehr Gestaltungsmöglichkeiten hat. Allerdings braucht es für diese Variante eine Kamera mit HDMI Ausgang und die Möglichkeit diese mit deinem Laptop zu verbinden. Bei dieser Variante brauchst du aber noch weiteres Zubehör wie z.B. einen Cam-Link Adapter und ein HDMI Kabel.

Das ist der vorgestellt Cam-Link: https://www.elgato.com/en/gaming/cam-link-4k

Teamgefühl trotz Home-Office

Studien zeigen, wer Home-Office macht ist oft effizient, aber der Austausch und das Teamgefühl fehlen. Video-Tools können helfen, diese Brücke zueinander zu schlagen. Video macht es möglich, dass wir trotzdem einander sehen können und den persönlichen Touch hinein bringen.

In diesem Video gebe ich Dir drei Ideen, wie Du das Teamgefühl im Home-Office aufrecht erhalten kannst und verrate Dir, welche Tools Dir dabei helfen können.

Das sind meine drei Tipps, wie Ihr aus dem Home-Office euer Team totzdem noch beleben könnt.

Das erste Tool ist Zoom

Mit Zoom kannst du Meetings machen, Onlinekonferenzen oder du kannst dich mit verschiedenen Leuten online treffen. Mit Zoom kann ich mit der Webcam ein Video aufnehmen und andere Leute können sich dazu schalten. Per Link welcher verschickt wird, können sie mit Bild und Ton dabei sein und auch miteinander kommunizieren. Mit Zoom kann man einen virtuellen Klassenraum machen, wie ich ihn nutze bei meinen „Video hat Kraft“ Kurs.

Das zweite Tool ist Loom

Loom habe ich schon vor einigen Wochen vorgestellt und ist super um Videobotschaften aufzunehmen. Oft ist es einfacher und verständlicher per Video eine Botschaft zu senden als komplexe Texte aufzuschreiben. Loom unterstützt mich bei einem schnellen Workflow, wo ich nicht noch das Video bearbeiten, auf eine Plattform laden und verlinken muss. Loom lädt das Video direkt auf eine Plattform, generiert einen Link, welchen ich dann nur noch verschicken kann .

Das dritte Tool ist WhatsApp Video

WhatsApp Video ist sehr geeignet um sich mit Kollegen und Freunden zu unterhalten wenn man zu Hause im Home-Office isoliert ist. WhatsApp ist ein Tool bei welchem man vielleicht auch mal einen Kaffee zusammen trinken und sich persönlich unterhalten kann, wenn einem das Team fehlt.

Mein Tutorial für Zoom:

Zoom: https://zoom.us/

Mein Tutorial zu Loom

Mein Tutorial für Loom: https://www.youtube.com/watch?v=xqnYp…
Loom: https://loom.com

7 Tipps, um natürlicher zu wirken vor der Kamera: https://www.youtube.com/watch?v=7kPPO…

10 Gründe, warum Du noch keine Videos machst – und wie Du sie überwindest.

Mit Video kannst Du Deine Persönlichkeit zeigen. Andere Menschen können Dich kennenlernen und Vertrauen aufbauen, wenn Sie Deine Videos schauen. Trotzdem nutzen viele diese Möglichkeit noch nicht.

In diesem Video zeige ich 10 Gründe, warum so viele Leute die Kraft von Video noch nicht nutzen. Und gebe Dir Tipps, wie Du die Hürden überwinden kannst.

Die 10 Punkte sind weiter unten im Text nochmals aufgelistet.

 

Melde Dich für die #videochallenge

Wie am Schluss im Video erwähnt, möchte ich Dir helfen, diese Hürden wegzuräumen und ins Tun zu kommen. Damit Du auch die Kraft von Video nutzen kannst. Melde Dich jetzt für die #videochallenge an.

 

1. Nicht für Deine Branche…

Was ist Deine Mission, Deine Message, Dein Anliegen? Was möchtest Du teilen, weiter geben? Mit was möchtest Du andere Menschen inspirieren, ihnen helfen. Ist es Wissen? Ein Produkt, eine Dienstleistung? Möchtest Du Dein Anliegen nicht nur in Deinem engeren Umkreis weiter geben, sondern einen grösseren Kreis von Menschen erreichen? Wenn ja, dann kann Dir Video dabei helfen.

Vielleicht dachtest Du bis jetzt, dass Video vor allem für Leute ist, die mit YouTube ihr Geld verdienen wollen, oder Filmer sind, oder in der Tourismusbranche arbeiten.

Das stimmt nicht. Egal, für welches Thema Du Dich einsetzt. Video ist einfach ein Medium, um das zu transportieren. Ein sehr effektives Medium. Weil Du gleichzeitig zu vielen Menschen auf der ganzen Welt sprechen kannst. Es ist zeit- und ortsunabhängig. Und egal, wo Dein Zuschauer sitzt, er oder sie kann Dich kennenlernen, Deine Stimme hören, Dir in die Augen schauen. Das schafft Vertrauen.

Es spielt auch keine Rolle, ob Du eine Einzelperson oder ein Unternehmen vertrittst. Wir Menschen möchten von Menschen und nicht von Marken inspiriert werden. Wir wollen wissen, wer hinter einer Botschaft, einer Dienstleistung oder einem Produkt steckt.

Video kann auch in Deiner Branche die Kommunikation unterstützen.

 

2. Videos produzieren ist teuer.

Wenn Du ein Aufwändiges Firmenporträt auf einem High-End-Level willst. Ja, dann kostet das viel Geld, weil Du dafür ein Profi-Team engagierst. Es braucht aber nicht für alles ein Top-Produktion.

Das Konsumverhalten von Video hat sich in den letzten 10 Jahren sehr verändert. Heute werden online auch gerne Videos geschaut, die echt sind, authentisch, die uns Einblick ins echte Leben geben und nicht von Schauspielern inszeniert sind. Es gibt Inhalte, die wir selber filmen und veröffentlichen können und es keine Filmcrew braucht.

 

3. Ich habe keine Austüstung.

Gehörst Du zu den 80% der Menschen im Deutschsprachigen Raum, die ein Smartphone besitzen? Ja? Dann bist Du ausgerüstet. Du kannst mit dem Smartphone Videoinhalte machen, um sichtbarer im Netz zu werden. Du brauchst nicht das neuste Smartphone, es geht auch mit einem alten Gerät.

Es gibt Hilfsmittel wie Mikrofone und Stative, welche Dir helfen, die Videos noch aufs nächste Level zu bringen. Aber es geht auch ohne. Das wichtigste ist die Kamera und die steckt in Deinem Smartphone. Du kannst damit gleich loslegen.

Wenn Du lieber gleich mit zusätzlicher Hardware beginnen willst, dann lade jetzt meinen Ratgeber «Ausrüstung Smartphone» gratis herunter.

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

 

4. Ich weiss nicht, wo beginnen.

Der Anfang ist oft die grösste Hürde. Wie bei allem braucht es eine Entscheidung. Ja, ich nutze ab jetzt The Power of Video. Ich nehme heute mein erstes Video auf und in einer Woche wieder eines.

Vielleicht beginnst Du im kleinen Rahmen. Du nimmst jeden Montag eine kleine Video-Message für Deine Liebsten auf, die Du Ihnen schickst. Das sind erste Schritte. Da kannst Du Dich an die Kamera gewöhnen, Dich selber im Video zu sehen, Deine Stimme «von aussen zu hören».

Im nächsten Schritt ersetzt das Video vielleicht ein E-Mail- Eine persönliche Videobotschaft, die Du einem Kunden schickst. Das nächste Video ist auf Facebook, oder einer anderen sizialen Plattform. Überschreite Deine Komfortzone, mit kleinen Schritten, die Du Dir zutraust.

 

5. Ich sehe nicht gut aus vor der Kamera.

Das ist wohl eine der grössten Ängste. Wir sind aber selber auch die grössten Kritiker. Am Anfang ist es immer komisch, sich selber im Video zu sehen und seine Stimme zu hören. Daran gewöhnt man sich.

Wir vergleichen uns selber mit Schauspielern und Nachrichtensprechern. Aber Du sollst Dich nicht mit denen vergleichen. Es ist ihr Job vor der Kamera zu stehen. Die müssen jemand spielen oder präsentieren. Du aber sollst Dich selber sein. Es geht darum, dass Menschen Dich kennen lernen, Dir in die Augen schauen und Vertrauen aufbauen können.

Leute entscheiden sich auch auf Grund des Videos: Diese Stimme holt mich nicht ab, diese blonden Haare mag ich nicht, zu der möchte ich lieber nicht in den Videokurs. Diese Personen suchen sich lieber jemand anders. Es soll ja auf beiden Seiten passen. Wenn es aber passt, entscheiden sich die Leute, z. Bsp. mal einen Videokurs bei mir zu besuchen.

 

6. Ich weiss nicht was sagen.

Dinge, die Du in einem E-mail schreiben würdest, kannst Du in einem Video sagen. Fragen von Kunden aufnehmen und sie in einem Video beantworten. Erklären, wie Dein Produkt funktioniert. Tipps zu Deinem Fachgebiet geben. Deine Geschichte erzählen. Deine Erfahrungen teilen. Alle Worte, die rund um Dein Anliegen zusammen kommen, können auch in ein Video gepackt werden.

 

7. Wer will schon meine Videos schauen?

Wer ist Dein Zielpublikum, Dein Wunschkunde, Dein Adressat? Wenn Dir niemand einfällt, der Deine Videos schauen möchte, dann findest Du auch keine Person, die sich für Dein Anliegen interessiert. Es geht nicht darum, riesige Massen von Menschen zu erreichen, sondern diejenigen Personen, die sich für Dein Angebot interessieren.

Heute suchen die Leute die Informationen im Internet. Video hilft Dir, dass Deine Informationen besser gefunden werden. Die meisten Leute schauen lieber ein Video, als dass sie einen langen Text lesen. Google und die sozialen Medien pushen Video. Du wirst besser gefunden, wenn Du Videos machst. 

 

8. Ich will doch gar kein YouTube-Star werden.

Es ist auch nicht das Ziel, dass alle YouTube Stars werden. Videos können ganz verschieden eingesetzt werden. Du kannst z. Bsp. ein Dankesvideo aufnehmen, um Dich bei Kunden für den Einkauf zu bedanken. Oder Du hast eine Community auf Facebook und machst regelmässig live Videos in der Gruppe. Vielleicht begrüsst Du Deine Followers auf Instagram in einem Video in Deiner Story. Ist Linkedin Deine Plattform? Videos werden dort gerade recht gepusht, dann lohnt es sich dort mit Video sichtbar zu werden.

YouTube möchte ich aber nicht ausschliessen. YouTube ist die zweitgrösste Suchmaschine. Die meisten Leute fragen zuerst Google, wenn sie eine Information suchen. Aber ganz viele Leute suchen direkt auf YouTube nach Hilfe. In dieser riesigen Bibliothek können die Menschen Deine Inhalte finden. YouTube bietet auch die Möglichkeit, Deine Videos mit Deiner Website zu verknüpfen. Mehr dazu findest Du in meinem Blogbeitrag: Warum YouTube für mich die wichtigste Plattform ist.

 

9. Ich habe keine Zeit.

Diesen Satz versuche ich aus meinem Vocabular zu streichen. Klar, ich wünsche mir auch oft, dass mein Tag mehr Stunden hätte. Aber es ist immer meine Entscheidung, mit was ich meine 24 Stunden fülle. Ich setze die Prioritäten. Wenn ich mich entschieden habe, dass ich Videos aufnehmen will, dann blockiere ich mir im Kalender Zeit für das.

Wenn ich zu etwas ja sage, dann sage ich zu etwas anderem nein, um diese Zeit zu finden: Weniger Videos konsumieren, dafür selber produzieren? Eine andere Arbeit delegieren? Die Mails höchstens einmal am Tag beantworten. Am Morgen nicht mehr snoozen? Wenn Du wirklich willst Videos aufnehmen, dann wirst Du einen Weg finden.

 

10. Zuerst muss ich noch…

Zum Coiffeur? Neue Kleider einkaufen? Die Fingernägel schneiden? Ins Solarium? Die Wand im Hintergrund streichen? Ein neues Smartphone kaufen….

Es gibt immer was zum Optimieren, aber Perfektionismus hindert uns daran ins Tun zu kommen. Deshalb fang einfach an. Es geht nicht ums perfekt sein. Wenn Du an der Bushaltestelle einen Kollegen triffst und ihm von Deinen neuen Geschäftsideen erzählst, dann warst Du auch nicht jedes Mal vorher beim Coiffeur.

Ich selber plane meistens, wann ich meine Videos aufnehme. Und ja, dann überlege ich mir am Morgen schon einmal mehr, was ich jetzt anziehe und ob ich meine Haare noch wasche. Das hilft mir schon, dass ich mich vor der Kamera wohl fühle. Aber es sind einfache, kleine Dinge, die keinen grossen Unterschied machen und zur Hürde werden. Und ich versuche auch immer wieder über meinen Schatten zu springen.

Das ist mir ganz wichtig, ich möchte mich selbst sein, auch vor der Kamera. Sei auch Dich selbst.

Einladung zur #videochallenge

Alle Hürden weggeräumt? Ja? Dann lass es uns umsetzen. Ich fordere Dich zu einer #videochallenge heraus. Sie dauert zwei Wochen in denen wir gemeinsam 10 Videos produzieren. Du bekommst jeden Morgen von mir ein Video mit einem Input. Ich gebe Dir Tipps, wie Du das Video aufnehmen sollst und auch Ideen, wie Du den Inhalt gestalten kannst.

Wir beginnen im geschützten Rahmen: In der ersten Woche veröffentlichen wir fünf Videos in einer geschlossenen Gruppe auf Linkedin. Dort geben wir einander konstruktives Feedback, um die Videos auf ein ansprechendes Level zu bringen.

In der zweiten Woche posten wir die Videos öffentlich auf Linkedin, um unsere Sichtbarkeit zu erhöhen und unsere Ideen in die Welt zu bringen.

Bist Du dabei? Melde Dich jetzt für die Video-Challenge an. Die Teilnahme ist kostenlos. Hier geht es zur Anmeldung.

Ich freue mich auf Deine Stimme, Dein Gesicht und Deine Botschaft.

Welches ist das beste Smartphone zum Filmen, wenn Du eine Person vor der Kamera hast?

Oft werde ich gefragt: Welches Smartphone hat die beste Kamera zum Filmen?

Detaillierte Vergleiche verschiedener Smartphone-Videos findest Du bei mir nicht. Es gibt verschiedene Kriterien für das richtige Smartphone und hängt auch davon ab, was Du filmen willst.

Wenn Du solche Videos aufnehmen möchtest, wie mein Video weiter unten, also Dich selber oder Deine Interviewpartner vor der Smartphone Linse platzieren willst, dann gibt es für mich ein wichtiges Kriterium. Das Kriterium verrate ich Dir im Video oder im Text weiter unten.

Eins verrate ich Dir schon, es muss nicht immer das neuste Smartphone sein.

 

Mit jedem Smartphone, das auf den Markt kommt, wird die Kamera noch etwas besser. Vor allem die Lichtempfindlichkeit ist immer höher, finde ich.

Erinnerst Du Dich: Wenn die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand, konnte man mit den ersten iPhones (z.B. iPhone 4) kaum mehr filmen. Das Smartphone hellte das Bild automatisch auf und es ergab so ein „Pumpen“ ins Bild.

Kamera beim Smartphone wird immer besser

Heute kriegt man mit Smartphones auch bei wenig Licht super Bilder. Zudem wurden Bildstabilisator, Farbstärke und Kontraste in den letzten Jahren besser, doch in diesen Bereichen sind für mich sind die Unterschiede weniger markant als bei der Lichtempfindlichkeit.

Überlegst Du Dir, ein neues Smartphone zu kaufen? Dann findest Du im Netz genaue Vergleiche, ob nun das iPhone 11 oder das Google Pixel 4 besser ist. Für mich ergibt dieser Direktvergleich minime Unterschiede, die für mich persönlich nicht so wichtig sind.

Der eine wirklich grosse Unterschied: die Dual-Kamera

Wenn Du Dich selber mit dem Smartphone filmen willst, um Deine Botschaft, Dein Produkt, Diene Idee in die Welt zu bringen, dann lohnt es sich ein Smartphone mit dualem Kamerasystem zu benutzen. Auch wenn Du andere Menschen für Interviews, Statements, Testimonials usw. vor die Kamera stellt, hast Du einen Vorteil mit dem Zwei-Linsen-System.

Zwei Linsen beim iPhone XS
Links ist das Weitwinkel, rechts die Tele-Linse des iPhone XS.

Bei Smartphones wie dem iPhone 7 Plus, X oder XS kann ich zwischen der normalen und der Tele-Linse wechseln. Ich habe dann einen anderen Bildausschnitt.

Die normale Linse ist eher ein Weitwinkel, ca. 128mm. Das heisst, es kommt rechts und links von mir sehr viel mit ins Bild:

Judith Steiner Weitwinkelobjektiv iPhone Smartphone-Kamera
Aufgenommen mit dem iPhone 11 Pro, normale Kamera (Weitwinkel)

Bei der Telelinse habe ich ca. ein 50mm-Objektiv. Das ist in etwa das, was ich auch mit dem Auge natürlich sehe. Auf der Seite kommt da weniger ins Bild und man sagt auch, es „mache schön“: Für Porträtaufnahmen ist diese Einstellung vorteilhafter.

iPhone 11 Judith Steiner Telelinse dual camera Smartphone-kamera
Aufgenommen mit dem iPhone 11 Pro, Telelinse

Siehst Du den Unterschied? Die Person im Bild wirkt präsenter und das Gesicht ausgewogener, weil die Kamera weniger nahe ran muss. Es ist weniger Hintergrund im Bild und lenkt von der Person ab, die spricht.

Die Telelinse macht den Unterschied

Ob Du nun mit dem iPhone 7Plus ist (dem ersten Smartphone mit dualem Linsensystem) oder mit dem neusten, dem iPhone 11, spielt weniger eine Rolle. Klar wird die Kamera immer besser – aber für mich ist wichtig, dass ich überhaupt zwischen Telelinse und Weitwinkel wechseln kann.

Achtung bei iPhone 11: Das iPhone 11 verfügt nur noch über Weit- und Ultraweitwinkel. Dafür habe ich mit dem iPhone 11 Pro/Pro Max sogar drei Linsen: Tele-, Weit- und Ultraweitwinkel.

Toll ist der Ultraweitwinkel, wenn Du zum Beispiel viel in der Natur bist und eine Landschaft im Bild festhalten willst. Zum Filmen von Personen ist sie aber ungeeignet: Die gefilmte Person verschwindet total im Bild und verliert alle Präsenz.

Aufgenommen mit der Ultraweitwinkel-Linse.

Fallbeispiel aus einem Kurs

Kürzlich gab ich in einer Firma einen dreitägigen Workshop. Ziel dieser Kurse ist, dass die Teilnehmenden mit ihren eigenen Smartphones Videos produzieren können. Wir übten dies auch und nahmen ein Video auf, ein Interview mit einer Fachfrau für Beckenbodentraining.

Wir waren bei dieser Frau zu Hause, von wo aus sie auch arbeitet, und richteten den Ort für den Dreh her: Wir stellten Stative auf, suchten einen guten Hintergrund und versuchten, das natürliche Licht vor Ort optimal zu nutzen.

Vanessa, eine Kursteilnehmerin, filmte mit ihrem iPhone. Es war aber total schwierig, ein schönes Bild hinzukriegen: Immer war zu viel Hintergrund da und lenkte von der Expertin ab – sie ging im Bild unter.

Ich fragte dann, ob es OK wäre, wenn wir doch mein iPhone nehmen. So kriegten wir ein gutes Video und ich konnte gleich zeigen, was für einen enormen Unterschied die Telelinse macht: Das Bild war ruhiger, die Beckenbodenexpertin wirkte präsent und ihre Botschaft kam optimal rüber.

Das duale Linsensystem ist wirklich toll, wenn Du Menschen filmen möchtest, die eine Botschaft haben.

Worauf Du achten solltest, wenn Du ein neues Smartphone kaufst

Ich finde nicht, dass Du immer das neuste Smartphone brauchst. Wenn Dein Smartphone aber schon älter ist und Du Dir überlegst, ein neues zu kaufen, dann würde ich wirklich darauf achten, dass es ein duales Kamerasystem hat.

Auch dann brauchst Du nicht zwingend das neuste Modell – auch ein „älteres“ Smartphone tut’s, das neben der normalen auch noch eine Telelinse hat.

Tipp: Schau doch, dass Du Dein gebrauchtes Smartphone verkaufen oder weitergeben kannst! Es sind viele wertvolle Rohstoffe drin und deswegen ist es toll, wenn ein Smartphone so lange wie möglich verwendet werden kann.

Und so wird Dein Video noch besser:

Das Video wird noch professioneller, wenn Du mit Stativ und Mikrofon arbeitest. Damit wirkst Du oder die Person vor Deiner Kamera einfach kompetenter und authentischer!

Wenn Du Tipps für Deine Ausrüstung zum filmen mit Smartphone willst, lade Dir doch meinen PDF-Ratgeber herunter:

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

10 Tipps für bessere Videos

Wenn Du anfängst, eigene Videos zu produzieren, kannst Du in kurzer Zeit sehr grosse Fortschritte machen. Vor allem, wenn Du Dir gezielt einige Basiskenntnisse aneignest.

In diesem Video gebe ich Dir 10 wertvolle Tipps, mit denen Du Deine Videos auf das nächste Level bringst.

Im Artikel hier ist alles nochmals beschrieben und ich habe die 10 Tipps als PDF zusammengestellt. Auf der letzte Seite zeige ich Dir, wie Du diese Tipps gleich auf dem Dreh anwendest. Dieses PDF kannst Du vor Deinen Videodrehs kurz zur Erinnerung hervorholen.

Tippe auf das Bild unten und das PDF ist schon auf halbem Weg zu Dir.

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1. Wähle das Format

Format Video Judith Steiner

Früher war Video immer ein Breitformat. Kino und TV sind Breitformat.

Wenn ich meine Ferienvideos gerne auf einem grossen Bildschirm schauen möchte, ist Breitformat schöner. Sonst habe ich schwarze Balken auf der Seite und das Bild ist halb so gross.

Alles was ich auf meinem Rechner schaue, ist deshalb in einem Breitformat schöner.

Heute filmen aber ganz viele Leute im Hochformat: Das Smartphone, wo heute sehr viele Videos konsumiert werden, hat man meistens Hochformat in der Hand. Wenn das Video im Hochformat ist, muss man das Gerät nicht jedesmal drehen.

Dies gilt zum Beispiel für soziale Plattformen wie Instagram: Im Feed haben wir vor allem das quadratische Format, seltener Breitformat. Instagram-Stories sind jedoch praktisch immer Hochformat, auch InstagramTV sendet nur in Hochformat.

Falls Du filmst und noch nicht weisst, was Du mit den Videos machst, empfehle ich Dir das Breitformat.

Damit hältst Du Dir mehr Möglichkeit offen.

Zum Beispiel, an Deinem nächsten runden Geburtstag ein Video zusammenzuschneiden und Deinen Gästen an der Party bildschirmfüllend auf Grossleinwand zu zeigen 🙂

2. Aktiviere Raster für Bildgestaltung

Bildgestaltung Judith Steiner Video Duene Kind

Wenn Du noch nicht viel Erfahrung beim Fotografieren oder filmen hast, dann schalte das Gitternetz ein. Das hilft Dir bei der Bildgestaltung. Die Linien helfen Dir, dass das Bild nicht schräg wird. Horizonte, Gebäude und anderes sollten möglichst gerade im Bild sein.

Wenn Du Dein Hauptobjekt ins Bild stellst, positioniere es nicht in der Mitte, sondern in der Nähe der Schnittpunkte dieses Drittelrasters.

3. Wechsle die Perspektiven

Perspektive Judith Steiner Video Vogelperspektive

Die drei Hauptperspektiven, die wir beim Filmen kennen, sind die Vogelperspektive, die Froschperspektive, und die Augenhöhe.

Die Vogelperspektive bekommst Du, wenn Du von oben herab filmst. Das kann mit dem Stativ oder aus der Hand sein, wenn Du irgendwo oben eine Kamera aufhängst oder eine Drohne fliegst.

Die Vogelperspektive gibt Übersicht. Menschen lässt sie aber klein und hilflos wirken, ist also bei Interviews zu vermeiden.

Die Froschperspektive ergibt sich, wenn man von unten filmt. Dinge im Vordergrund nehmen so plötzlich mehr Platz ein. Ich kann auch eine gewisse Tiefe ins Bild bringen.

Die Froschperspektive lässt Menschen dominant oder sogar gefährlich erscheinen. In Spielfilmen kann sie deshalb ein tolles Stilmittel sein, aber auch hier gilt: für Interviewsituationen ungeeignet.

Auf Augenhöhe bin ich, wenn ich das Stativ gerade stelle. So sehen wir unseren Alltag. Wenn Du Personen filmst, die eine wichtige Botschaft haben, dann solltest Du auf Augenhöhe filmen.

Das ist aber auch die langweiligste Perspektive. Deshalb ist es spannend, wenn wir auch mal Abwechslung suchen.

4. Anstatt Fotos: Video-Shots

Blumentopf faellt runter Judith Steiner Video Bewegung

Was unterscheidet ein Video von einem Foto? Es ist die Bewegung im Bild.

In einem Videoshot hat es ein Nomen und ein Verb. Zum Beispiel ein Blumenstrauss: Das ist das Nomen, das Objekt. Wenn jemand daran riecht oder der Blumenstrauss runterfällt, kommt ein Verb ins Spiel – es wird zu einem Videoshot.

Suche also die Bewegung vor der Kamera!

5. Verwende passive Kamerabewegungen

Kamerabewegung Video Judith Steiner

Bewegung kann man auch mit der Kamera ins Bild bringen. Aber hier ist weniger oft mehr.

Mach nicht zu viele Schwenks, sondern dort, wo es Sinn macht, oder wo Du damit die Bewegung vor der Kamera unterstützen kannst.

Das heisst: passive statt aktive Kamerabewegungen.

Die drei bekanntesten Kamerabewegungen sind der Zoom, der Kameraschwenk und die Kamerafahrt.

Eine Zoombewegung setzt Du nur ganz sparsam ein oder lässt sie ganz weg. Sie ist unnatürlich. Ich sage häufig: Die Füsse sind der beste Zoom – wenn ich etwas von Nahem anschauen möchte, dann gehe ich hin.

Der Schwenk hingegen ist eine natürliche Bewegung. Auch meinen Kopf kann ich horizontal und vertikal drehen.

Ein aktiver Schwenk geschieht unabhängig von der Bewegung im Bild. Wenn ich zum Beispiel eine Person filme und dann die Kamera drehe, um ein Geschehen nebenan zu zeigen. Bildlich gesprochen, dreht die Kamera dem Zuschauer den Kopf rum und sagt: „Hey, schau mal hier drüben!“

Ein passiver Schwenk ist, wenn die Kamera einer Bewegung im Bild folgt. Wenn jemand durchs Bild läuft und die Kamera mit ihm geht. Der passive Schwenk wirkt natürlicher und ist für den Zuschauer angenehmer.

6. Ändere den Bildausschnitt

Bildausschnitt Cadrage Judith Steiner Video

Such immer wieder einen anderen Bildausschnitt. Wir Schweizer Kameraleute sprechen auch von der „Cadrage“.

Geh mal ganz weit weg, filme eine Supertotale, wechsle dann z.B. auf eine Halbtotale oder auf eine Grossaufnahme. Vielleicht macht zwischendurch sogar eine Detailaufnahme Sinn.

Jede Cadrage hat eine andere Aussage. Indem Du diese Bildausschnitte wechselst, wird Dein Video dynamischer und abwechslungsreicher.

7. Move – Point – Shoot – Stop

Move Point Shoot Stop Judith Steiner Steve STockman

Der Videoproduzent Steve Stockman hat es so gesagt: Move – Point – Shoot – Stop, oder nach meiner Übersetzung: Bewegen – Shot wählen – filmen – stoppen. Und dann beginnt es wieder von vorn.

Das heisst, Du bist zwischen den Videoshots ständig in Bewegung.

Move: Du überlegst Dir zuerst, welchen Bildausschnitt Du willst, dann läufst Du dort hin.

Point: Du nimmst den gewählten Bildausschnitt, wählst die Perspektive, achtest auf den goldenen Schnitt und all die Regeln, die ich Dir vorher verraten habe.

Wenn Dir das Bild gefällt: Shoot. Drücke die Rec-Taste und lasse die Aufnahme ca. 10 Sekunden lang laufen. Dann drückst Du Stop.

Dann beginnt es wieder von vorn. Du bewegst Dich wieder, um den nächsten Shot zu suchen, usw.

8. Zeige Gesicht

Video Gesichter Judith Steiner Paar Selfie

Wir Menschen schauen gerne andere Menschen an. Wir wollen wissen, wer das ist, wollen in Beziehung treten. Und wenn wir Inhalte weitergeben, kommen sie viel besser an, wenn wir eine Person damit verbinden.

Ich zeige in meinen Videos mein Gesicht, damit Du mich kennen lernen kannst. Oder ich führe Interviews mit Personen.

Auch in Tutorials oder bei einem Unpacking-Video ist es interessant, wenn man am Anfang und/oder zwischendurch mal das Gesicht der Person sieht und nicht nur ihre Hände. Das stellt eine Beziehung her.

In unserem Ferienvideo über Sri Lanka habe ich z.B. meine Kinder interviewt. Sie erzählen, was wir unternommen und erlebt haben. So füllen wir die Ferienvideos mit Inhalt und schaffen eine schöne Erinnerung.

Übrigens habe ich einen Onlinekurs, wo ich Dir ganz genau zeige, wie Du Dich selber oder Deine Interviewpartner vor die Kamera stellst, damit sie möglichst natürlich wirken.

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9. Nutze das Licht

Licht Video Judith Steiner Wolken Sonne

Nutze das Licht vor Ort. Lass es in erster Linie auf Dein Hauptobjekt im Bild fallen. Meistens hast Du als Kameramensch die Sonne oder andere Lichtquellen im Rücken.

Wenn Du eine Person filmst, dann lass das Licht auf ihr Gesicht fallen. Wichtig ist vor allem, dass wir die Augen sehen. Da liegt unsere Identität drin.

Wie Du Personen vor der Kamera ins beste Licht stellst, zeige ich Dir in meinem Ratgeber „Gutes Licht für Deine Videos“. Dort findest Du auch Tipps für Deine Lampen-Ausrüstung.

10. Achte auf den Ton

Ton Kind Mikrofon Video Judith Steiner

Der Ton ist beim Video mindestens so wichtig wie das Bild.

Achte auf einen sauberen Ton: Bei Wind, benutze einen Windschutz. Schalte Musik im Hintergrund aus (so kannst Du auch besser schneiden). Und wenn jemand etwas sagt, eine Botschaft hat, die bei den Zuschauern ankommen soll, dann benutze ein externes Mikrofon.

Zum Thema Mikrofon findest Du einige Ratgeber auf meiner give-away-Seite.

 

Ganz kompakt als PDF

Das waren die 10 Tipps. Falls Du Dir nicht alles merken konntest, ich habe ein PDF zusammengestellt, wo ich die Tipps nochmals zusammenfasse, mit Texten und Bildern.

In meinen Kursen gehe ich noch ausführlicher auf alle diese Themen ein.

Du kannst das PDF hier gratis herunterladen.

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Power of Video: 5 Gründe, warum auch Du Videos nutzen solltest

„Video ist das Medium der Zukunft“ – das war wie ein Mantra der Marketing-Forschung in den letzten Jahren. Der Boom hält an.

Dazu kommt, dass die Personalisierung immer wichtiger wird. Video macht das möglich.

  • Mittlerweile nutzen 87% der Unternehmen Video für ihr Marketing (2017: 63%)
  • 83% finden, es lohne sich (der Return on Investment sei gut)
  • 2/3 der Menschen lernen ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung am liebsten durch ein Video kennen (Artikel: 15%, Infografik: 4%, Bedienungsanleitung: 3%)

Quelle: Wyzowl.com

Videokonsum in Deutschland

Kürzlich veröffentlichte die Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) zusammen mit YouTube eine Studie über den Videokonsum in Deutschland. Der ist ungebrochen.

Ich selber war überrascht, wie gross der TV-Anteil noch ist. Aber YouTube ist unterdessen ein wichtiger Player.

Quelle: AGF

Der Konsum von Online-Video wächst weiter:

Cisco, Mark Zuckerberg und andere Analysten gehen davon aus, dass 2021 80% der Inhalte im Netz Videos sein werden.

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1. Informationswunder

Untersuchungen zeigen, dass unser Hirn Bilder 60’000 mal schneller aufnimmt als Text. 60’000 mal. Wahnsinn!

Videosequenzen sind nichts anderes als aneinandergereihte Bilder.

Video bringt unser Hirn in Höchstform.

Video kombiniert verschiedene mediale Ebenen und liefert dem Zuschauer alles in einem Paket: Bilder, Ton, Dialog, Musik, Einblenden von kurzen Texten.

Im Videoschnitt verweben wir all das sanft und übergangslos. Wir kreieren eine Einheit, die es uns erlaubt, eine fast endlose Anzahl von Informationen in kürzester Zeit aufzunehmen.

Der Film, ein kompaktes Informationswunder

Dank der überlappenden Ebenen berühren wir den Zuschauer. Wir schenken ihm Wörter und Emotionen, die in Bildern dargestellt sind. Der Lerneffekt passiert fast nebenbei.

Eines meiner Lieblingsvideos auf YouTube ist dieser Kurzfilm – schau ihn Dir unbedingt kurz an!

The Power of Video und The Power of Words. Wörter haben Power. Wickelt man sie in Film, hinterlegt sie mit Musik und erzählt eine berührende Story, werden ihre Möglichkeiten fast grenzenlos.

Wir wollen lernen und zwar schnell

Bewegtbild hat in der heutigen Informations-Welt einen riesigen Impact. Wissen will im Fast-Food-Stil konsumiert werden. Weiterbildungen sollen nebenbei geschehen. Die verschiedenen Informationsebenen im Video unterstützen dieses Ziel bestens.

Ein sehr schönes Beispiel dazu stammt von YouTube selber:

YouTube zeigt uns vor, was mit Video alles möglich ist. Das Video ist schon älter, drückt es aber perfekt aus.

 

2. Beziehung aufbauen

Einmal sass ich mit meinem Mann in Rapperswil am See. Vor unserer Bank standen zwei Männer, die sich miteinander unterhielten. Ich überlegte die ganze Zeit, von wo ich den einen kannte. Ich hatte das Gefühl, ich hätte mit ihm mal im Lehrervolley gespielt.

Ich war kurz davor, ihn darauf anzusprechen, als mein Mann mir erklärte, das sei der bekannte Schweizer Fussballexperte Alain Sutter. Ich kannte ihn also nur vom TV – und er hätte keine Ahnung gehabt, wer ich bin. Ich war ganz froh, dass mein Mann mich noch kurz aufklärte… 😉

Was macht eine Beziehung aus?

Wir sehen einen Menschen, hören seine Stimme und beobachten seine Mimik. Langsam wird er uns vertraut. Wir fühlen uns verbunden, ihm nahe, er scheint uns autenthisch.

Haben wir uns schon mal getroffen? Nicht zwingend.

Videos können diese Wirkung haben.

Wir begleiten einen Menschen auf dem Bildschirm, immer wieder und in verschiedenen Situationen. Vielleicht hilft uns dieser Mensch, ein Problem zu verstehen. Vielleicht gibt uns dieser Mensch in einem Tutorial seine persönliche Expertise weiter. Oder er lässt uns ein Stück seines Weges mit ihm gehen.

Die Person wird uns vertraut, als ob wir sie persönlich kennen würden.

Vertrauen entsteht

Wenn wir eine Person regelmässig sehen, wenn sie uns einen Mehrwert bietet, uns berührt, begeistert und mit Authentizität überzeugt, dann entsteht Vertrauen.

Aber nicht nur in diese Person, sondern auch in ein Produkt und/oder eine Marke. Denn auch diese haben durch das Video ein Gesicht bekommen. Eben: The Power of Video.

„Ich kenne Sie!“

So sprach mich vor einigen Wochen ein Mann an. Er bat mich um eine Offerte. „Es fühlt sich einfach richtig an“, meinte er begeistert, „als ob wir uns schon lange kennen würden.“

In der Tat hatten wir uns noch nie getroffen oder zusammen gesprochen.

Er kannte mich von meinen Videotutorials und hatte Vertrauen in mich und meine Kompetenzen aufgebaut. The Power of Video hatte ihn überzeugt.

Solche Begegnungen habe ich immer wieder!

Erfolgsbeispiele gibt es viele

So macht es auch Horst Lüning, der Whisky-Kenner. Horst zeigt der Welt, wie man mit Video ganz einfach eine Beziehung schafft!

Sein beliebtestes Video wurde über eine halbe Million mal angeschaut. Und dabei hat Horst weder viel für seine Videos ausgegeben, noch sieht er aus wie ein Superstar.

Horst hat für sich genau das Erfolgsrezept entdeckt, von dem ich hier spreche: Beziehung aufbauen, Vertrauen schaffen.

Die wichtigsten Grundelemente

Horsts Videos sind einfach gemacht. Er stellt eine Kamera auf, die auf ihn zeigt, und verköstigt und kommentiert vor den Zuschauern verschiedene Whiskys. Daran ist wirklich nichts Besonderes.

Aber die wichtigsten Grundelemente einer Videoproduktion stimmen:

  • Das Licht ist angenehm – man sieht Horst gut.
  • Die Tonaufnahme ist professionell – man hört Horst gut.

Vor laufender Kamera schenkt sich Horst andächtig Whisky ein, schwenkt ihn hin und her, riecht daran, nimmt einen Schluck und lässt die Zuschauer an seinem Trinkerlebnis teilhaben. Die Videos verlinken zu seinem Onlineshop.

Prost, Horst! Whisky-Liebhaber kennen Horst und trinken mit ihm, als ob er ihr Trinkgenosse wäre.

Live-Video als Zusatzfeature

Zwei Neuerungen gibt es aber bei Horst: Mittlerweile ist auch sein Sohn und Nachfolger in den Videos dabei, und sie nutzen auch regelmässig Live-Video.

Das Grundkonzept ist aber immer das gleiche. Es wird Whisky degustiert und fachmännisch darüber gesprochen.

Mit seinem Konzept hat er grossen Erfolg: Knapp 50’000 Abonnenten hat er auf seinem YouTube Kanal, mehr als 31 Millionen Aufrufe.

Diese Zahlen stammen von Mai 2019: Beim ersten Erscheinen dieses Blogposts im Mai 2015 waren es noch 20’000 Abonnenten und nur 3 Millionen Aufrufe – die Erfolgsgeschichte ging also steil weiter!

 

3. Soforthilfe dank Video

Horst Lüning, der Whisky-Kenner, wird öfters zu Degustationen eingeladen. Und er sagt regelmässig dankend ab.

Seine Begründung: „Ich mache lieber Videos!“

Bei Degustationen beschränkt er sein Wissen auf die anwesenden Leute, auf einen Zeitpunkt und auf einen Ort. Seine Videos vermitteln hingegen sein Know-how einem grösseren Publikum – egal wo, wann und wem.

Bei Degustationsveranstaltungen baut er einen Zaun um sein Können, auf YouTube gibt es keine Schranken.

Dank Power of Video kommt Horst an die Leute ran. Das kannst Du auch für Dich nutzen:

Video-Support auch im B2B-Bereich

„Schickt mal eure Spezialistin vorbei, wir haben ein Problem!“ Die Spezialistin kommt und erklärt zum x-ten Mal den gleichen Ablauf. Bereits summt ihr iPhone, sie sollte an einem weiteren Ort sein und noch einmal dasselbe zeigen.

Videoanleitungen bieten für wiederkehrende, einfachere Aufgaben und Probleme die ideale Lösung. Kostengünstig und effizient, da sie gleichzeitig mehrere Leute erreichen.

„Schickt mal eure Spezialistin vorbei, wir haben ein Problem.“ – „Klar, wir senden euch gleich den Link zur Spezialistin!“

Webinare für FAQ

Webinare, das sind Videoseminare im Internet, ermöglichen ebenfalls einen interaktiven Online-Support. Bei Webinaren werden die Fragen der Teilnehmenden live von Spezialisten beantwortet, wobei auch die anderen Webinargäste profitieren.

Auf Video aufgezeichnete Webinare stellen zudem eine ausgezeichnete Know-how-Quelle dar, auf die wieder und wieder zugegriffen werden kann.

Egal von wo und von wem. The Power of Video halt.

„Ich sollte überall gleichzeitig sein können“

Eine Kursteilnehmerin meines Videoworkshops coacht Eltern und Lehrpersonen in Konfliktsituationen.

Regelmässig reist sie durch die ganze Schweiz, verbringt Stunden unterwegs. Oft geht es bei den Besuchen darum, die gleichen Grundkenntnisse und Schritte zur Selbsthilfe zu erklären.

Das Bedürfnis für Hilfe und Unterstützung ist gross. Die Möglichkeit, sich in mehrere Stücke zu teilen gibt es nicht. Oder doch?

The Power of Video ist auch hier die Antwort.

Liefert die Beraterin ihre Grundkenntnisse zur ersten Selbsthilfe per Video, erreicht sie gleichzeitig – und ohne zu reisen – viele Leute. Somit unterstützt sie diese effizient und hat dabei mehr Zeit, sich um die schwerwiegenderen Fälle zu kümmern, die trotz Videotipps nicht klarkommen.

Video als Soforthilfe im Alltag

Einmal im Jahr entkalke ich unsere Kaffeemaschine und jedes Mal vergesse ich, welche Knöpfe ich dabei drücken muss. Geht es Dir auch so?

Ich stehe in der Küche, bereit, das in Angriff zu nehmen und mag jetzt nicht meine Schubladen nach einer Anleitung durchsuchen. Wo war die überhaupt?

Instinktiv ziehe ich mein Smartphone aus der Hosentasche – das haben wir eh alle immer dabei – tippe bei YouTube die relevanten Stichworte ein und werde fündig. Den Anleitungen folge ich schon, während das Video noch läuft, und kurz nachdem die Frau auf dem Bildschirm mit dem Entkalken fertig ist, beende auch ich die Arbeit.

Soforthilfe per Videotutorial, egal wann und wo. Praktischer gehts wirklich nicht!

 

4. Für jeden Lerntyp

Wie lernst Du? Mit den Augen, den Ohren oder den Händen?

Oft wird nach Lerntyp unterschieden: auditiv (Ohren), visuell (Augen) und kinästhetisch (Hände).

Mit Videoinhalten kann ich alle Lerntypen abholen: den visuellen Typ mit Videobildern, den auditiven mit Dialogen, Interviews und Off-Texten. Und da die meisten Leute eine Kobination dieser beiden Lerntypen sind, nehmen sie Inhalte über Video sehr rasch auf.

Aber wie holen wir den kinästhetischen Lerntyp ab?

Mit Tutorials. Wenn wir im Video Schritt für Schritt zeigen, wie eine Rose richtig geschnitten wird, kann der Lernende das Smartphone ins Rosenbeet legen und gleich mitschneiden. Ich sag’s schon lange: Video hat Power und steht anderen Medien voran!

Mit Video zum Lernerfolg

Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich der Lernerfolg erhöht, wenn mehrere Sinneskanäle gleichzeitig eingesetzt werden.

Hören wir Informationen, behalten wir davon im Schnitt magere 20%. Sehen wir den gleichen Lernstoff, schaffen wir es schon auf 30%. Bei einer Kombination des Auditiven mit dem Visuellen erreichen wir bereits 50%.

Den Lerneffekt erhöhen wir auf 70%, wenn wir über das Gelernte sprechen, es weitergeben und teilen.

Diverse Social Media Kanäle ermöglichen nicht nur eine Integration von Video und anschliessende Diskussionen und Kommentare zum Thema, sondern laden regelrecht dazu ein.

90% vom Gelernten behalten: The Power of Video

Es kommt noch besser: Wenn wir Informationen hören, sehen und über sie sprechen und zudem das Gelernte aktiv umsetzen, schaffen wir ganze 90%. (Quelle: brainfit)

Und wie soll das bitte gehen?

Am besten wieder mit einem Videotutorial: „Setze die Schere so nah am Stil der Rose an…“ Auch Videos, die keine Anleitungen sind, können zu einem aktiven Schritt auffordern:

  • Wenn ich am Ende des Videos sage: „Abonniert doch gleich meinen Kanal“
  • In der Beschreibung des Videos geschrieben: „Folgt diesem Link zu meinem E-Book“
  • Oder mit einem „Call to Action-Button“ zum Video auf Facebook

Anwendervideo für alle Lerntypen

Ein gutes Beispiel dafür, wie Lernvideos aussehen können, gibt die Schweizer Firma Lascaux in ihrer Anleitung zum Reinigen von Pinseln.

Das Anwendervideo ist klar aufgebaut und gibt Schritt für Schritt Anweisungen, denen Zuschauer zeitgleich folgen können, und Tipps. Das Video spricht alle Lerntypen an.

Videokurse für alle Lerntypen

Nicht nur Videos sprechen verschiedene Lerntypen an, sondern auch meine Videokurse. Teilnehmende hören und schauen zu, bekommen Wissen vermittelt, diskutieren über Fragen und Antworten, legen selber Hand an und setzen das Gelernte um.

So bleibt Wissen hängen.

 

5. Gut sichtbar im Netz

YouTube macht Videos sichtbar. Wollen wir etwas wissen, suchen wir nach einer Information, schauen wir gerne auf YouTube nach. Nicht umsonst ist YouTube nach Google die zweitbeliebteste Suchmaschine.

Die Wahrscheinlichkeit, dass unser Video zu einem bestimmten Thema auf YouTube gefunden wird, ist gross.

Aber auch Google zeigt Videos bei den Suchresultaten gerne hoch oben an, denn YouTube ist eine Tochterfirma von Google.

Google mag Beiträge mit Videos

Suche ich zum Beispiel bei Google nach „Orangen verzieren“, erscheint ein Video zu diesem Thema bereits an dritter Stelle. Ich könnte wetten, dass Deine Augen auch sofort zum Vorschaubild des Videos wandern, anstatt sich beim Text des ersten Suchresultates aufhalten!

Das Video ist einfach und unspektakulär gemacht, aber nützlich: Und wenn ein Video eine konkrete Frage beantwortet (in diesem Fall, wie ich eine Orange hübsch aufschneiden kann), dann drücken wir in Punkto Qualität auch mal ein Auge zu.

Filme werden gerne geteilt

Wer mag schon keine Filme? Dass wir Menschen lieber Video schauen als lange Texte lesen, zeigt sich auch im Share-Verhalten von Social-Media-Usern. Auf Twitter allein gibt es pro Minute mehr als 400 Tweets, in denen YouTube-Links geteilt werden!

Aber auch Facebook pusht seinen Videobereich stark. Vor allem die Videos, die direkt in Facebook hochgeladen werden, sowie Live-Videos.

Täglich sollen weltweit auf Facebook über eine Milliarde Mal Videos geschaut werden. Stell Dir das mal vor!

Da sag ich nur noch eins: The Power of Video ist enorm – mach ihn Dir zunutze!

Auch Du kannst gute Videos machen!

In meinem Onlinekurs „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt“ nehme ich Dir die Angst vor der Kamera.

Sowohl als Produzent*in und Interviewer*in als auch als Moderator*in gewinnst Du. Hol Dir jetzt die kostenlose Probelektion mit einem Klick aufs Bild:

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Wohin schaut die Person vor der Kamera?

Auf diese Frage gibt es keine allgemein gültige Antwort. Aber je nach Art des Videos gibt es bessere und ungünstigere Optionen.

Generell kann man sagen:

  • Bei einer Moderation blickst Du bzw. die Moderatorin direkt in die Kamera.
  • Bei einem Interview schaut die interviewte Person zum Journalisten, zur Redaktorin – also NICHT in die Linse.

 

Moderation: Der Blick geht direkt in die Kamera

Vielleicht kennst Du meine Videotipps auf YouTube? Dort begrüsse ich meine ZuschauerInnen am Anfang mit „Hallo“ und heisse sie willkommen.

Da wäre es ganz seltsam, wenn ich nicht in die Linse schauen würde. Ich schaue direkt ins Objektiv meiner Kamera und nehme dadurch Blickkontakt auf mit jedem einzelnen Menschen vor dem Bildschirm.

Er oder sie bekommt das Gefühl, dass ich ihn anschaue, ihm in die Augen schaue und direkt mit ihm spreche.

Dafür muss ich direkt in die Linse schauen.

Augenkontakt schafft Nähe

Das macht zum Beispiel auch eine Tagesschau-Moderatorin, die Menschen abholt für einen Tagesüberblick. Oder ein Vlogger auf YouTube, der Kontakt aufnimmt über ein Thema, das viele interessiert.

Wenn Du ein Video aufnimmst und Deine ZuschauerInnen direkt ansprechen willst, dann blick direkt in die Linse. So bist Du voll präsent.

Sobald der Augenkontakt nicht mehr besteht, ist die Verbindung zum Publikum gekappt.

Es sind meistens die gleichen zwei Gründe, die dazu führen, dass jemand vor der Kamera den Blickkontakt abbricht:

Der Blick auf die Notizen

ModeratorInnen beim Fernsehen haben einen Teleprompter. Der ist direkt vor der Kamera angebracht, sodass es wirkt, als schauten sie geradeaus in die Linse.

Teleprompter lesen ist aber gar nicht so einfach. Das braucht viel Übung, sonst sieht man, wie die Augen dem Text folgen, und der Blick geht ins Leere.

Sogar, wenn Du Deine Notizen direkt neben dem Objektiv befestigst: Sobald Du nicht mehr genau in die Linse schaust, ist dies bemerkbar. Etwa wie ein leichtes Schielen – das verwirrt beim Zuschauen.

Heisst das also, alles auswendig lernen?

Nein – das mache auch ich nicht 🙂

Es gibt Tricks, damit Du nicht Deine ganze Moderation auswendig lernen musst und dennoch im Video total präsent bist.

In meinem Online-Kurs „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt“ lernst Du, wie Du bei der Vorbereitung und beim Schnitt vorgehst, damit der Blickkontakt nicht unterbrochen wird.

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Der Blick aufs Display

Der zweite häufige Grund, dass der Augenkontakt abbricht, ist, wenn Du während der Moderation aufs Display schaust.

Dieses Problem stellt sich vor allem auch beim Filmen mit der Selfie-Kamera beim Smartphone: Der Blick wird automatisch vom Display angezogen. Dazu kommt, dass die Linse der Selfie-Kamera sehr klein ist und z.B. bei Gegenlicht fast nicht sichtbar ist.

Als Trick klebe ich mir manchmal einen kleinen Pfeil neben die Linse – damit ich weiss, wo sie ist, und damit ich es nicht vergesse.

Live-Video/Webinar: Nicht zu lange wegblicken

Bei Live-Videos und Webinars können Dir die Leute Kommentare oder Fragen schreiben. Um diese zu lesen, muss ich natürlich aufs Display schauen.

Das gibt einen Moment der Verwirrung. Aber ich nehme den Faden gleich wieder auf: Nach dem Lesen schaue ich gleich wieder bewusst in die Kamera.

Zeitweise ist es okay, wegzublicken. Aber im grösseren Teil eines Videos willst Du präsent sein und Deine Zuschauer direkt ansprechen.

Das verlangt Disziplin, aber es lohnt sich: Augenkontakt stellt Vertrauen und Beziehung her.

Sonnenbrille als Lösung?

Kennst Du den YouTuber Casey Neistat? Er trägt oft eine Sonnenbrille.

Ich dachte erst, das sei einfach sein Style. Dann erklärte mir ein Kollege, dass man damit nicht sieht, wenn er nicht in die Linse schaut.

Eine Sonnenbrille gibt Distanz. Ich selber würde deshalb keine anziehen und ich bitte auch meine Interviewpartner, die Sonnenbrille nicht vor den Augen zu lassen.

 

Der Unterschied zwischen Moderation und Interview

Beim Interview ist die Situation ein bisschen anders als bei der Moderation.

Bei einem Interview stehst Du als Journalistin oder Interviewer neben der Kamera. Dein Gesprächspartner spricht mit Dir und schaut Dich an.

Er oder sie blickt folglich nicht in die Kamera, sondern daran vorbei.

Ein Interviewpartner, der in die Linse schaut, wirkt seltsam. Das ist ein wichtiger Unterschied zur Moderation.

Bei einer Moderation geht der Blick direkt in die Linse, bei einem Interview geht der Blick zur Fragestellerin.

Das ist die Faustregel.

Wichtig für Dich ist, dass Du vor jeder Aufnahme definierst, ob es sich eher um ein Interview oder um eine Moderation handelst.

Damit überlegst Du Dir selber bewusst, wohin Dein Blick geht, bzw. kannst die Person vor der Kamera entsprechend instruieren.

 

Mischformen: Wenn es nicht ganz klar ist

Es gibt auch Situationen, wo nicht eindeutig ist, ob es sich um ein Interview oder eine Moderation handelt. Eine davon ist das Video-Statement.

Ein Beispiel:

Als das Netzwerk „Medienfrauen Schweiz“ gegründet wurde, habe ich ein Video aufgenommen. Ich habe Journalistinnen gefragt: Warum ist ein Netzwerk für Medienfrauen wichtig?

Ich habe die Frauen angewiesen, bei ihrer Antwort in die Kamera zu schauen.

Warum? Handelte es sich nicht um ein Interview, wenn ich doch Fragen stellte?

Nein, denn die Antworten waren vorbereitet und ich habe auch nicht nachgehakt. Die Fragen dienten dazu, den Medienfrauen den Ball zuzuspielen, dass sie ihre Botschaft vermitteln konnten.

Zudem hatte ich sie gebeten, die Fragen in ihrer Antwort aufzugreifen. Ihre Statements begannen also mit: „Es braucht ein Netzwerk von Journalistinnen in der Schweiz, um…“

So konnten die Videobotschaften auch für sich stehen und ich konnte meine Fragen danach herausschneiden.

Testimonials – Interview oder Moderation?

Ein „Testimonial“ ist ein Statement von zufriedenen Kunden.

Ein Testimonial mit Video aufzunehmen, kann die Wirkung enorm verstärken, denn wie bereits erwähnt: Video schafft Vertrauen.

Filmst Du ein Testimonial wie ein Interview oder wie eine Moderation?

Am einfachsten ist es, jemanden vor die Kamera zu stellen und Dich selbst neben der Kamera zu positionieren und ein klassisches Interview zu führen.

Du fragst die Kundin, warum sie so begeistert von Deinem Produkt ist. Und die Person kann einfach erzählen und Dich anstrahlen.

Das ist zwar nicht ganz so direkt, wie wenn der Blick in die Kamera geht. Aber: Das schafft jeder und jede.

Manchen Leuten fällt es schwer, nicht jemandem in die Augen blicken zu können, sondern in eine starre Kameralinse.

Ein klassisches Interview ist definitiv einfacher. Häufig ist es dann auch leichter, frei zu sprechen.

Dies ist also eine Option, wenn jemand keine Videobotschaft mit Blick in die Kamera sprechen will oder kann.

Wichtig: Wenn jemand nicht in die Kamera blickt, sollten folglich auch keine „Du“-Botschaften an die Zuschauenden gerichtet werden.

Viele weitere Tipps im Onlinekurs

In meinem Online-Kurs „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt“ lernst Du noch viel mehr, um tolle Moderationen und Interviews zu produzieren.

Zum Beispiel, wie Du die Kamera aufstellen kannst oder wie Du mit Licht arbeitest. Ich gebe Dir Tipps zur Bildgestaltung und zu Kameraeinstellungen und zeige Dir, wie Du vorgehen kannst, um Deine Moderation nicht auswendig lernen zu müssen.

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