Kategorie: Rechtliches

Musik für YouTube-Videos – Drei Plattformen für jedes Budget

Als YouTuberin oder YouTuber hast Du spezielle Ansprüche an Musik für Deine Videos. In diesem Beitrag gebe ich Dir Tipps, wie Du an solche Musik kommst. Günstig (oder sogar gratis) und rechtlich korrekt.

Ich habe schon zweimal zum Thema Musik und Video gebloggt. Die Links dazu findest Du am Ende dieses Beitrags.

 

Ich stelle Dir hier drei Varianten vor – und zwar für jedes Budget:

  1. YouTube Audio Library (gratis)
  2. Epidemic Sound (13 € monatlich)
  3. Artlist.io (199 $ jährlich)

Denn nur wenn Du Quellen kennst, wo Du lizenzfreie Musik holen kannst, bist Du rechtlich auf der sicheren Seite. Wenn Du darüber nicht Bescheid weisst, kann es richtig teuer werden. Oder YouTube sperrt Deinen Kanal mit all Deinen Videos.

 

Das Spezielle bei YouTube-Videos

Wenn ich ein Video für meine Kunden produziere, kaufe ich oft die Musik oft auf Smartsound.com oder Premiumbeat.com. Damit habe ich alle Rechte am Song, und das ist zentral: Oft habe ich ja nicht den Überblick, wo und wie mein Kunde das Video veröffentlicht.

Bei diesen Plattformen kostet ein Song so um die 70 Dollar. Wenn ich die Musik komponieren lassen würde, wäre es viel teurer… 🙂

Aber wenn ich ein YouTube-Video für meinen Kanal produziere, sind 70 Dollar für mich zu viel. Und wenn ich zum Beispiel ein Drohnen-Video produziere, brauche ich teilweise fünf Songs pro Video, um die Stimmungen zu unterstützen. Da wäre ich schnell bei einigen Hundert Franken.

Es ist also wichtig, dass ich nicht jeden Song einzeln bezahlen muss. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

 

1. YouTube Audio Library – gratis

Wenn Du wirklich gar kein Geld für Musik ausgeben willst, dann suche im Archiv von YouTube selber. YouTube hat ein grosses Musikarchiv, das extra für euch YouTuber da ist.

Die Musik ist nicht SUISA- oder GEMA-pflichtig. Du kannst sie also gratis herunterladen.

Aufgepasst:

Es gibt zwei Sorten von Songs.

Die einen sind wirklich lizenzfrei und Du kannst sie für alles brauchen.

Dann gibt es Songs mit CC-Lizenzen („Creative Commons“). Leute stellen ihre Songs kostenlos zur Verfügung, aber meistens ist die Bedingung, dass Du irgendwo im Video den Urheber, die Urheberin erwähnst.

Das mache ich in meinen Videos nicht. Deswegen wähle ich wirklich nur lizenzfreie Musik.

In der YouTube Audio Library ist dies aber ganz klar deklariert. Du siehst, wo Du den Urheber angeben musst und wo nicht.

 

2. Epidemic Sound – 13 € pro Monat

Epidemic Sound hatte ich bisher nicht ausführlich erwähnt. In meinem PDF-Ratgeber habe ich die Plattform aber hinzugefügt.

Das Spannende an Epidemic Sound ist, dass sie verschiedene Preiskategorien haben.

Wenn Du wie ich unter 500’000 Views pro Tag auf Deinem YouTube-Kanal hast, kannst Du für 13 € im Monat ein Abo machen. Für diese 13 € kannst Du so viel Musik herunterladen, wie Du willst.

Flatrate für grosse Musik-Auswahl

Und es gibt wirklich viel tolle Musik auf der Plattform: Von Klassik bis Pop-Rock gibt es diverse Genres. Es gibt zum Beispiel auch eine spezielle Rubrik für Drohnen-Videos.

Diese Lösung finde ich grossartig und kann sie wirklich nur empfehlen.

 

3. Artlist.io – 199 $ pro Jahr

Die dritte Variante ist Artlist.io. Das ist ebenfalls eine Plattform mit Flatrate; sie kostet 199 $ pro Jahr (also mit knapp 17 $ pro Monat ein bisschen mehr als Epidemic Sound).

Ich arbeite schon länger mit Artlist und finde es auch eine super Variante.

Diverse Rubriken

Am Anfang war es noch eine Betaversion und die Auswahl der Musik war relativ klein. Inzwischen haben sie die Auswahl stark vergrössert und ich finde sehr viele tolle Songs dort.

Es gibt auch dort diverse Rubriken wie „Reisen“, „Business“, verschiedene Stimmungen wie „happy“, und Du kannst somit recht spezifisch suchen.

 

Rechtlich sicher und gut informiert

Neben diesen drei Varianten gibt es auch andere Plattformen. Vor allem, wenn Du mehr Geld zur Verfügung hast, gibt es diverse Möglichkeiten. Zum Beispiel, dass die Songs nicht eine fixe Länge haben, oder wenn Du Loops und Effekte suchst.

Ich habe diverse Plattformen in meinem Ratgeber „Musik in Online-Videos verwenden“ zusammengestellt. Der Ratgeber enthält auch eine Infografik: Diese kannst Du konsultieren, um zu sehen, was die rechtliche Seite der Musik ist, die Du verwendest. Du kannst Dir den Ratgeber mit einem Klick aufs Bild unten gratis herunterladen.

Zudem habe ich schon zweimal ausführlich über Musik gebloggt: In „Musik in Online-Videos verwenden“ stelle ich Dir ganz viele Musikplattformen vor, wo Du Musik für Deine Videos kaufen oder gratis herunterladen kannst.

Wenn Du bekannte Songs auf YouTube verwenden willst, dann lies meinen zweiten Blogbeitrag „So verwendest Du Musik in Deinen YouTube-Videos“. Es gibt da ein paar Sonderregeln, die in diesem Blogbeitrag ganz genau beschrieben werden. Dieser Weg ist aber rechtlich schwammig, deshalb empfehle ich Dir, mit anderen Quellen zu arbeiten.

Falls Du noch andere Plattformen kennst, freue ich mich, von Dir zu hören!

 

PDF Musik für Online-Videos

Videoaufnahmen mit der Drohne: 10 Tipps rund ums Fliegen

In den letzten Monaten bin ich immer wieder mit meiner Drohne raus. Ich liebe die Verbindung von Technik und schönen Videoaufnahmen und kombiniere gerne Familienausflüge mit einem Drohnenflug!

Meine wichtigsten Learnings

Aus Problemen, Fragen und Fehlern habe ich inzwischen einiges gelernt. Nicht zuletzt dank Tipps meiner Blog- und Newsletter-Leser – danke euch!

Ich gebe diese Learnings gerne weiter. Meine 10 besten Tipps zum Drohnenfliegen also ich in diesem Blogpost. Ich habe sie auch in einem PDF zum Download zusammengestellt.

Es geht in den Tipps primär ums Fliegen, nicht ums Filmen oder Fotografieren mit der Drohne.

Wenn Dich interessiert, warum ich mich für die DJI Mavic Pro entschieden habe, kannst Du das in meinem ersten Drohnen-Blogpost nachlesen. Dort habe ich auch die in der Schweiz geltenden Richtlinien zusammengefasst.

 

Vor dem ersten Flug

1 Schliess eine Haftpflichtversicherung ab

Du brauchst zum Drohnenfliegen in der Schweiz eine Haftpflichtversicherung. Eine Schadensumme von CHF 1 Mio. muss mindestens gedeckt sein.

Ich habe inzwischen, obwohl ich privat eine Haftpflichtversicherung habe, geschäftlich noch eine spezielle Versicherung für die Drohne abgeschlossen.

 

2 Lerne die wichtigsten Funktionen kennen

Bei meinem ersten Video habe ich meine Drohne gleich mal im Schnee versenkt. Ich wusste nicht, wie ich die Propeller abstellen kann, und suchte verzweifelt nach dem Stopp-Knopf. Die Drohne stoppte zwar irgendwann, aber etwas spät.

Deswegen: Lies vor dem ersten Flugversuch in der Anleitung nach, google oder frag jemanden, wie man die Propeller Deiner Drohne stoppt. Dies ist auch nützlich, wenn Du sie in der Hand halten willst.

Bei der Mavic Pro muss man den Joystick nach links unten ziehen und etwas warten, dann halten die Propeller an. Kürzlich probierte ich die kleine No-Name-Drohne eines Kollegen aus, dort funktionierte es genau gleich.

 

Flug-Vorbereitung

3 Kläre ab, wo Du fliegen darfst – und wo nicht

Vor allem rund um Flugplätze und Flughäfen sind Drohnen in der Luft nicht erlaubt. Für die Schweiz findest Du hier eine interaktive Karte, auf der die Sperrzonen markiert sind.

Wenn Du an einem bestimmten Ort filmen möchtest, der in einer Sperrzone liegt, hole frühzeitig die nötige Bewilligung ein.

 

4 Vergiss die Updates nicht

Wenn ich weiss, dass ich in den nächsten Tagen Drohnenfliegen gehe, mache ich anstehende Updates vorher. Entweder zu Hause, oder dann spätestens im Auto. Mit Updates kann man nämlich wahnsinnig viel Zeit verlieren.

 

5 Akkus nochmals ganz aufladen

Wenn ich von einem Flug zurückkomme, lade ich die Akkus gleich wieder auf und entferne sie am nächsten Tag von der Ladestation. Leider entladen sich die Akkus relativ schnell wieder von selber, vor allem, wenn es kalt ist. Wenn es also eine Weile dauert, bevor ich das nächste Mal fliege, schliesse ich die Akkus am Abend vorher nochmals an die Ladestation und habe so die volle Flugzeit.

 

Mit der Drohne unterwegs

6 No-Fly bei Menschenmengen

In der Schweiz ist es verboten, ohne die entsprechende Bewilligung über Menschenansammlungen zu fliegen. Achte also darauf, dass du einen Abstand von mindestens 100 Metern einhältst.

Übrigens fasst das Schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL die häufigsten rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit dem Fliegen von Drohnen hier übersichtlich zusammen.

 

7 Schütze Deine Drohne

Achte auf eine gute Verpackung für unterwegs! Der Vorteil der DJI Mavic Pro, meiner Drohne, ist ja, dass sie klein ist und in jeden Rucksack passt. Trotzdem hat sie empfindliche Teile, vor allem der Joystick des Controllers und die Propeller der Drohne sind zerbrechlich.

Deswegen habe ich neu je ein Etui für den Controller und die Drohne. Die Drohne ist immer noch handlich und ich kann sie überall hin mitnehmen, aber sie kann sich im Rucksack nicht verheddern und ist gut geschützt.

In der Schweiz fand ich keinen online Shop, der solche Etuis verkauft, ich habe sie deshalb bei AliExpress bestellt.

8 Akkus nicht an die Kälte

Jetzt im Frühling ist das kein Problem mehr, zumindest im Flachland sind die Temperaturen mittlerweile höher 🙂 Wenn Du aber im Winter fliegst oder an einem sehr kalten Ort, nimm die Akkus, die Du gerade nicht benutzt, in die Hosen- oder Jackentasche. So entladen sie sich nicht wegen der Kälte und sind etwas aufgewärmt für den Einsatz.

 

9 Sorge für einen Landeplatz

Wenn es Schnee hat oder der Boden nass ist, ist es gut, einen Landeplatz für die Drohne zu haben.

Nach meinem ersten Drohnenvideo, wo ich den Rucksack in den Schnee gelegt habe und von dort aus losgeflogen bin, haben mir verschiedene Leute ihre Tipps geschrieben. Sie nehmen eine Fussmatte mit oder sogar einen spezielle Drohnen-Landeplatz.

Ich habe seither Verschiedenes ausprobiert: Ein Raddeckel des Autos ist zu klein und zu rutschig. Eine Wolldecke kann von den Propellern der Drohne fortgeweht werden und ist dann auch nicht mehr hilfreich. Schliesslich habe ich mir einen speziellen Drohnen-Landeplatz gekauft. Er ist schön leicht, ich kann ihn zusammenlegen und wie die Drohne selber überallhin mitnehmen. Damit er nicht weggeweht wird, hat es wie bei einem Zelt kleine Heringe dabei, mit denen ich den Landeplatz am Boden befestigen kann.

Nützlich ist auch, wenn sich der Landeplatz farblich gut abhebt von der Umgebung. Dann finde ich ihn vom Videobild aus der Luft her besser wieder und weiss, wo ich die Drohne landen muss.

Meinen Drohne Landeplatz habe ich bei camforpro.com bestellt.

 

10 Im Auto Strom tanken

Bei meiner Mavic Pro Platinum Edition hat es ein Netzteil fürs Auto dabei. So kann ich unterwegs zwischen zwei Spots den Akku am Zigarettenanzünder nochmals laden und länger fliegen, das finde ich sehr praktisch!

Ein solches Netzteil kannst Du für verschiedene Modelle auch zusätzlich kaufen, falls zu Deiner Drohne keines geliefert wurde.

 

Und jetzt: Guten Flug!

Mit diesen zehn Tipps hast Du als Anfänger einen Vorsprung: Du ersparst Dir einige Probleme, mit denen ich mich am Anfang herumgeschlagen habe.

Jetzt hoffe ich, dass Dir das Drohnenfliegen genauso Spass macht wie mir!

 

PDF-Ratgeber „10 praktische Drohnen-Tipps“

Ich habe die 10 Tipps auch in einem PDF zusammengestellt – kompakt und kostenlos. Du kannst es Dir mit einem Klick auf das Bild herunterladen!

PDF-Ratgeber

Neue Perspektiven beim Filmen: Meine Drohne DJI Mavic Pro

 

Kürzlich habe ich mir eine Drohne gekauft. Damit will ich beim Filmen Neues ausprobieren. Bisher macht es grossen Spass!

In diesem Blogpost erzähle ich Dir, wie ich mich für eine Drohne entschieden habe, und was ich damit schon für Erfahrungen gemacht habe.

Im zweiten Teil fasse ich die Regeln zusammen, die beim Drohnenfliegen in der Schweiz zu beachten sind. Ich kann Dich beruhigen: Sie sind nicht sehr kompliziert. Aber einige wichtige Punkte gibt es zu beachten, damit Du mit Deiner Drohne niemanden in Gefahr bringst und auch keine Anzeige riskierst.

Meine wichtigsten Learnings gebe ich gerne weiter! Hol Dir doch meinen PDF-Ratgeber mit 10 Tipps zum Drohnen-Fliegen – vom Akkuhandling bis zum idealen Landeplatz.

Wie ich meine erste Drohne in eine Wand crashen liess

Vor etwa fünf Jahren hat mein Mann Sam eine Drohne gekauft. Damals kamen langsam Drohnen auf, die man mit dem Handy bedienen konnte. Die Drohne war ein Quadrocopter, AR.Parrot 2.0.

Quadrocopter AR Parrot

Quadcopter AR. Parrot 2.0

Diese Drohne war gar nicht so einfach zu steuern! Und leider flog ich damit bald einmal in eine Hauswand…

Zum Glück ging nichts kaputt. Aber seither hatte ich etwas Respekt vor dem Drohnenfliegen. Ich hatte Angst, aus Versehen eine teure Drohne kaputt zu machen, wenn ich es wieder mal versuchen würde.

 

Der zweite Versuch:

Vor knapp drei Jahren dann wurde ich von einem Startup eingeladen, ihre Drohne auszuprobieren: einen Fotokite Phi. Ich habe darüber ein Video gemacht, Du findest es hier.

Diese Drohne hat eine Schnur wie ein Drache, darum auch das „Kite“ im Namen. Dank dieser Schnur hat man sie besser unter Kontrolle – das fand ich sympathisch!

Photokite Phi Drohne

Fotokite Phi

Seither ist nochmals viel gegangen.

Die Drohnen haben sich weiterentwickelt. Sie haben inzwischen viele Sensoren und rasen nicht mehr so schnell in eine Hauswand… 😉

Ich war mehrmals mit Leuten unterwegs, die Drohnen fliegen, und immer wieder überlegte ich mir, doch auch selber eine Drohne zu kaufen. Aber irgendwie waren die Modelle mir immer zu gross.

Dann habe ich die DJI Mavic Pro gesehen. Sie ist klein und macht trotzdem sehr gute Bilder (4K).

DJI Mavic Pro Drohne

DJI Mavic Pro

Neues ausprobieren dank Drohne

Ich möchte beim Filmen gerne mehr experimentieren und neue Dinge ausprobieren.

Die Drohne ermöglicht mir neue Perspektiven: Sie filmt und fotografiert Dinge, die ich sonst nicht festhalten könnte. Aus der Luft gibt es schöne und coole, besondere Bilder.

Was mir auch sehr gefällt, ist, dass die Drohne Video und Technik vereint. Ich finde beides mega spannend und die Drohne kommt meiner Leidenschaft entgegen 🙂

 

Drohnenfliegen: Ein neues Familienhobby?

Ich habe meine Mavic Pro auch schon zu Ausflügen mit meiner Familie mitgenommen. Mein Mann findet sie cool, mein Sohn Cadon hat ebenfalls Freude daran und sogar meine vierjährige Tochter Shaya hat letztes Mal schon den Controller in die Hand genommen.

Mit der Drohne kann ich Familienzeit und Filmen auf eine neue Art kombinieren!

Auch auf Reisen: Ich plane, die Drohne auf unsere Reisen mitzunehmen und auch dort zu filmen.

Ich erhoffe mir davon tolle Bilder für meinen YouTube-Kanal, aber auch Fotos für Instagram. Erste Bilder hat es schon gegeben – inzwischen war ich schon viermal mit der Drohne draussen.

Luftaufnahme Baum Schnee Drohne

Meine Erfahrungen bisher

Es sieht also einfacher aus, als es ist. Man muss das Fliegen mit dem Joystick üben.

Am Anfang war es ganz schön tricky, die Orientierung zu behalten: Wo ist meine Drohne? Blicke ich auf den Controller oder zur Drohne?

Kontrolliert zu fliegen, dass die Drohne dorthin fliegt, wo ich will – das will gelernt sein. Und auch, sie dann wieder zurückzubringen! Es gibt zwar einen „Come Home“-Button, den man betätigen kann, wenn man am Anfang die eigene Location gesetzt hat. Aber es ist sicher gut, wenn man die Drohne auch manuell zurückholen kann, im Fall, dass das „Come Home“ mal nicht funktioniert.

Fliegen ist das eine.

Wenn ich filme, möchte ich aber auch, dass die Aufnahmen auch von der Bewegung her schön sind. Die Kamera richtig zu bedienen, dass sie in die gewünschte Richtung zeigt, ist am Anfang gar nicht so leicht.

Hier lernte ich vor allem in der Postproduktion mehr dazu. Es ist schön, wenn die Drohne sich bewegt. Vorwärts und rückwärts. Die seitwärts Bewegung bringt bildtechnisch nicht viel, dann lieber ein Schwenk mit der Kamera, wenns vom Panorama her passt.

Und dann muss ich jetzt im Winter auch noch schauen, dass ich mir die Finger nicht abfriere!

Falls Du das Video oben noch nicht geschaut hast, meine ersten Flugversuche siehst Du hier:

 

Regeln, Gesetze und Bewilligungen

Für meine ersten Flugversuche musste ich weg von meinem Wohnort. Weil es in der Nähe einen kleinen Flugplatz hat, darf ich die Drohne nämlich dort nicht fliegen lassen.

Das bringt mich zum zweiten Teil dieses Blogeintrags: Welche Regeln gilt es zu beachten, wenn Du in der Schweiz eine Drohne fliegen lassen willst?

 

Wo darf ich meine Drohne fliegen lassen?

In der Schweiz darfst Du Drohnen mit einem Gewicht von weniger als 30 Kilogramm grundsätzlich überall fliegen lassen. Du musst Deine Drohne aber jederzeit in Sicht haben.

Es gibt aber Gegenden, wo Drohnenfliegen verboten oder nur eingeschränkt möglich ist. Für die Schweiz gibt es eine interaktive Drohnenkarte vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), wo diese Gebiete eingezeichnet sind.

Screenshot Drohnenkarte Bazl

Interaktive Drohnenkarte des BAZL (Link) – Screenshot. Die bunt markierten Gebiete sind Zonen, in denen Drohnenfliegen nicht oder nur eingeschränkt erlaubt ist.

Auf der Website des BAZL gibt es nicht nur die interaktive Karte, sondern auch grundsätzliche Informationen zum Drohnenfliegen in der Schweiz und nützliche Links. Zum Beispiel zu den rechtlichen Grundlagen oder zum Antragsformular für spezielle Bewilligungen.

Das BAZL hat auch ein Video gemacht, in dem die Regeln kurz erklärt werden.

Zwei Dokumente des BAZL kann ich Dir besonders empfehlen:

Privatsphäre und Menschenmengen

Drohnen, die schwerer sind als 500 Gramm, dürfen nicht über Menschenmengen geflogen werden. Sie müssen zu Menschenmengen auch einen Abstand von mindestens 100 Metern haben. Auch Tiere darfst Du natürlich mit Deiner Drohne nicht in Gefahr bringen!

(Mit Drohnen unter 500 Gramm darfst Du über Menschenmengen fliegen, wenn aber etwas passiert, haftest Du dafür.)

Ansonsten solltest Du auch die Privatsphäre andere Personen respektieren (Datenschutz!): Deine Nachbarn freuen sich nicht, wenn du während ihres Gartenfestes eine Drohne über ihnen schweben lässt.

Fliegen mit Videobrille

Es gibt spezielle Videobrillen, mit denen Du verfolgen kannst, was die Kamera Deiner Drohne sieht. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten:

Du bist verpflichtet, Deine Drohne jederzeit in Sichtweite zu behalten. Fliegen mit Videobrille ist grundsätzlich nicht erlaubt. Ausnahme: Wenn eine zweite Person neben Dir steht, welche die Drohne in Sicht behält und jederzeit die Steuerung übernehmen kann, ist Fliegen mit Videobrille erlaubt.

Dies gleiche gilt für das Steuern von Drohnen, während man einen Feldstecher benutzt.

 

Bist Du ausreichend versichert?

Bevor Du mit Deiner Drohne in die Luft gehst, wirf auch noch einen Blick auf die Police Deiner Haftpflicht-Versicherung. Schadensummen von 1 Mio. CHF müssen mindestens gedeckt sein.

 

Viel Spass mit Deiner Drohne!

Meine Drohne kommt in Zukunft fix mit auf Ausflüge, und die Resultate wirst Du auch auf meinem YouTube-Kanal zu sehen bekommen.

Und jetzt wünsche ich auch Dir viel Spass beim Fliegen Deiner Drohne!

 

Achtung: Ich habe die Informationen in diesem Blogeintrag gründlich recherchiert. Dennoch lehne ich jede Haftung für Unfälle oder für Anzeigen und Bussen ab, die trotz dieser Informationen erfolgen.

 

PDF-Ratgeber: 10 praktische Drohnen-Tipps!

Meine Learnings mit der Drohne gebe ich gerne weiter! Deswegen habe ich einen PDF-Ratgeber zusammengestellt, den Du Dir kostenlos herunterladen kannst.

PDF-Ratgeber

Musik für YouTube-Videos. Auf was du achten musst.

Du willst Musik in YouTube-Videos verwenden – ohne rechtliche Probleme zu kriegen?

Hintergrundmusik für die eigenen Videos zu organisieren, ist für die Produzenten immer tricky. Welche legalen, günstigen oder sogar kostenlosen Möglichkeiten es gibt, habe ich in einem früheren Blogeintrag erklärt. Damit bist Du rechtlich auf der sicheren Seite. Dazu habe ich auch eine Infografik zusammengestellt. Hier kannst Du diese als PDF herunterladen.


In diesem Artikel gehe ich auf die Verwendung von Musik für YouTube ein. Ich erzähle Dir von einem YouTuber, der über Nacht seinen Kanal mit über einer Million Views verlor. Und Du erfährst, wie Du die Rechte an einem Song einholst.

Das Internet ist nicht „privat“

Grundsätzlich ist es erlaubt, urheberrechtlich geschützte Musik privat zu verwenden. Sobald Du aber ein Video im grösseren Kreis zeigst oder online veröffentlichst, zum Beispiel auf YouTube, gilt das nicht mehr als „privat“. Ob Du damit Geld verdienst oder nicht, spielt gar keine Rolle.

Der YouTuber Sebastiano Mereu hat dies am eigenen Leib erlebt: Er covert mit seiner Ukulele bekannte Songs und hat dafür einen YouTube-Kanal. Sein ursprünglicher Kanal wurde ihm vor drei Jahren über Nacht gesperrt. Einfach so, ohne Ankündigung. Er verlor über 100 Videos und 1 Million Views. 

In einem Interview erzählte mir Sebastiano, wie es ihm damals ging. „Es war erschreckend – ich habe keine Vorwarnung bekommen“, sagt er. „Ich verstehe zwar die Musiker, die von ihrer Musik leben müssen. Aber ich habe mit ihren Songs keinen Rappen verdient.“

Dazu kam, dass Sebastiano Mereu sogar versucht hatte, die Rechte von den Musikverlagen einzuholen. „Aber als kleiner Nobody kriegte ich nicht einmal eine Antwort.“

Wie kann man sicher sein, dass die eigenen Videos auf YouTube nicht einfach wieder gelöscht werden? Dieser Frage ging ich nach.

Musikerkennung bei YouTube

Auf YouTube wird die Musik beim Upload automatisch geprüft. YouTube nennt dies „Content ID“. Urheberrechtlich geschützte Musik wird erkannt, sofern sie von einem Rechteinhaber mit einer ID versehen wurde. Sie wird sogar erkannt, wenn sie nur im Hintergrund läuft.

Das habe ich festgestellt, als ich kürzlich ein Tutorial hochgeladen habe. Darin war ein Video auf meinem iPhone zu sehen. Im Video lief ein Stück eines Schweizer Singer-Songwriters. Beim Upload des Tutorials erkannte YouTube den Song. Es erschien folgende Meldung:

Der Musikverlag des Musikers hat mir also die Verwendung erlaubt. Einzig: Ich kann das Video nicht monetarisieren. Das heisst, ich darf keine Werbung darauf schalten.

E-mail von YouTube wegen geschützter Musik.

Test für Videos mit Musik

So kann man auch kurz testen, ob ein Song beim Hochladen auf YouTube Probleme verursacht. Den Tipp hat mir Florian Schindler in einer Facebook-Gruppe für Schweizer YouTuber gegeben: „Ich exportiere mir bei Songs, bei denen ich nicht sicher bin, ob ein Copyright Claim kommt, ein schwarzes Video mit nur dem Song. Ich lade das dann als ‚Unlisted‘ hoch. Ist eine Sache von 2-3 Minuten, weil die Dateigrösse des Videos dabei so klein bleibt.“

Welche Rechte gibt es?

Wenn ich das Video hochladen kann, heisst das aber noch nicht, dass damit alles erledigt ist und ich die Musik einfach frei verwenden darf. Dazu habe ich bei der Verwertungsgesellschaft SUISA nachgefragt, die in der Schweiz für Musikrechte zuständig ist.

„Grundsätzlich gibt es bei der Verwendung von Musik in einem Online-Video vier verschiedene Arten von Rechten“, erklärte mir Michael Wohlgemuth vom Rechtsdienst der SUISA.

  • 1. Synchronisationsrecht: Es liegt beim Urheber bzw. bei seinem Musikverlag. Es muss vor jeder audiovisuellen Produktion eingeholt werden.
  • 2. Verwandte Schutzrechte: Diese bestehen aus den Rechten der Interpreten und der Tonträgerunternehmen. Sie liegen in der Regel gebündelt bei einer Plattenfirma (Label). Sie müssen ebenfalls immer eingeholt werden, ausser, Du coverst den Song.
  • 3. Herstellungsrecht: Dieses wird von der SUISA verwaltet. Auch dieses Recht muss bei jeder audiovisuellen Produktion eingeholt werden; egal, ob Du das Video online teilst oder eine DVD herstellst.
  • 4. „Online-Recht“: Das Online-Recht brauchst Du, wenn Du Dein Video ins Internet stellen willst. Es besteht aus dem Recht der Vervielfältigung zum Zugänglichmachen und zur Zugänglichmachung selbst. Verwaltet wird das Online-Recht ebenfalls von der SUISA. Für YouTube-Videos muss dieses Recht nicht separat bezogen werden. Denn die SUISA hat mit Youtube einen Vertrag, welcher die Zugänglichmachung regelt. Auf allen anderen Websites, insbesondere auf der eigenen Website und Firmenwebsites, muss dieses Recht zusätzlich zum Vervielfältigungsrecht bei der SUISA bezogen werden.

Werbung auf deinem Video

Wenn das Video ausschliesslich auf YouTube erscheint, ist es in der Praxis oft nicht nötig, das Synchronisationsrecht einzuholen (rein theoretisch aber schon). Musiker/Verlage und Plattenfirmen können nämlich auf dem Video Werbung schalten und erlauben somit nachträglich die Synchronisation. Damit verdienen sie selber Geld daran – wie in meinem Beispiel.

Wenn sich möglichst viele Leute das Video anschauen, freuen sich in diesem Fall alle daran 😉

Aber, so erklärt Michael Wohlgemuth von der SUISA: „Ohne das vorherige Einholen des Sync-Rights muss man immer damit rechnen, dass ein Verlag ein Video sperren lässt.“

Dies ist vor allem bei Werbevideos der Fall: „Da ist die Chance höher, dass sich ein Verlag oder Urheber aus persönlichen Gründen gegen die Werbeproduktion stellt.“

Ob sie die Verbreitung ihrer Musik erlauben, regeln Musiker, Plattenlabels und SUISA direkt mit YouTube. Dass sie alle separate Verträge haben und Musiker teilweise massiv weniger verdienen als die Plattenfirmen, führt immer wieder zu Rechtsstreiten. Das war auch der Grund, warum Sebastiano Mereus Kanal damals gesperrt wurde, wie er mir im Interview erzählte.

Wenn die Musik nicht freigegeben ist

Sebastiano wurde damals nicht einmal gewarnt. Doch eigentlich gilt: Wenn man das Urheberrecht in einem einzelnen Video verletzt, verwarnt einen YouTube erst einmal. (Es kann auch sein, dass dann der Upload gar nicht möglich ist.)

In diesem Fall gibt es für Dich mehrere Möglichkeiten: 1. Du kannst Einspruch dagegen erheben. 2. Du lässt die Musik im Video entfernen. 3. Oder du tauschst die Musik direkt auf YouTube aus. Damit verlierst Du jedoch die ganze Arbeit, die du in Tonanpassungen gesteckt hast.

Manchmal passiert es aber auch, dass man so eine Verwarnung erhält, obwohl man die Rechte vorgängig eingeholt hat. Das bestätigt Michael Wohlgemuth von der SUISA: „Es kommt sogar öfters vor, dass YouTube Verwarnungen ausspricht. Das liegt daran, dass die Datenbanken untereinander teilweise nicht abgeglichen werden. Oder die Einträge in den Datenbanken sind schlicht falsch.“

In diesem Fall gilt es, Einspruch zu erheben. Dazu musst Du mit dem entsprechenden Rechteinhaber Kontakt aufnehmen. Er ist dann in der Pflicht, zu beweisen, dass Du ihre Musik widerrechtlich verwendest.

Sperrung nach drei Verwarnungen – auch bei Livestreams

Nach drei Verwarnungen wird das Konto gelöscht.

Auch bei Livestreams wird man übrigens darauf hingewiesen, wenn man geschützte Musik verwendet. YouTube kann auch die Übertragung direkt unterbrechen und einem den Zugang zur Live-Funktion entziehen.

Auch Einbetten gilt als Weiterverbreitung

Dass Du ein Video gar nicht erst auf YouTube hochladen kannst, wenn es vom Musikverlag nicht freigegeben ist, schützt dich rechtlich. Aber wenn Du es anderweitig online stellst – zum Beispiel auf einer Website oder auf Facebook–, kann die Verbreitung rechtliche Konsequenzen haben.

Auch das Einbetten des YouTube-Videos auf anderen Websites gilt in der Schweiz als erneute Zugänglichmachung. Das heisst, es ist nicht durch den YouTube-Vertrag mit dem Urheber abgedeckt und muss separat abgeklärt werden (siehe oben „Online-Recht“).

YouTube gehört zu Google. Auf dessen Support-Site gibt es einen umfangreichen Frage-Antwort-Katalog zum Thema Urheberrecht.

Fazit: So geht es richtig

Um Musik für deine Videos auf YouTube zu verwenden, gibt es folgende Möglichkeiten.

  • Entweder Du erwirbst für die Musik in Deinen Videos im Voraus die Rechte. Dazu musst du beim Urheber/Musikverlag, bei der Plattenfirma und bei der SUISA einen Antrag für die Verwendung stellen. Je bekannter der Song, desto teurer ist die Verwendung.
  • Oder Du verwendest lizenzfreie Musik (selber komponieren, YouTube Musikdatenbank).

Am einfachsten ist es, SUISA-freie Musik zu verwenden. Ich arbeite nur mit SUISA-freier Mood-Musik. Wenn man bei grösseren Musikverlagen die Sync-Rechte anfragt, bekommt man oft gar keine Antwort. Mit SUISA-freier Musik muss ich nicht auf Rechte warten. Und bei Plattformen wie Premiumbeat oder Smartsound bekommt der Musiker trotzdem Geld für seine kreative Arbeit.

Mein letzter Blogbeitrag „Musik für online-Videos“ zeigt Dir alle Möglichkeiten für die einfache und rechtlich sichere Verwendung von Musik. 

 

In meiner Infografik „Musik für Online-Videos“ sind alle diese Dinge zusammengestellt. Lade sie hier herunter. Wenn Du Dich daran hältst, bist Du rechtlich auf der sicheren Seite. Und ich gebe Dir darin Tipps, wo du gratis oder günstig Musik für Deine Videos findest. Hier kannst Du das PDF herunterladen.

Hier nochmals der Link zum Blogeintrag, in dem ich dir die verschiedenen Möglichkeiten für lizenzfreie oder günstige Musik genauer vorstelle.

 

Oder Du schaust Dir mein Video, hier erkläre ich, welche Musikmöglichkeiten es gibt:

Falls Du noch andere Musikplattformen kennst, hinterlasse doch bitte den Link in den Kommentaren. Danke!

 

Danke an Michael Wohlgemuth und Fabian Niggemeier von der SUISA für die Unterstützung beim Verfassen dieses Blogbeitrags.

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Videoclips von Events – die Rechte Ihrer Gäste am eigenen Bild

Event filmen

Klare Rechte beim Filmen auf grossen Veranstaltungen

Bei Grossevents, wie beispielsweise einem Fussballspiel oder einem Konzert sichert sich der Veranstalter in Bezug auf die Rechte am eigenen Bild ab.

In den meisten Fällen ist auf der Rückseite des Tickets vermerkt, dass Video- und Fotoaufnahmen innerhalb der Veranstaltung gemacht werden und somit auch Personen aus dem Publikum abgebildet sein könnten. Mit dem Kauf des Tickets für einen solchen Event gibt der Käufer sein Einverständnis ab, gefilmt oder fotografiert werden zu dürfen. Zudem ist jedem Ticketkäufer von öffentlichen Grossveranstaltungen im Vornhinein bewusst, dass diese gefilmt bzw. fotografisch festgehalten werden.

Die Rechte am eigenen Bild
– durch die eigene Reaktion bestimmt

Doch wie werden diese Rechte bei kleineren Veranstaltungen gehandhabt? Wie muss eine Firma oder ein Kunde, der Gäste zu seiner Veranstaltung einlädt, mit den Rechten seiner Teilnehmer (Rechte am eigenen Bild) umgehen?

Bei diesen Klein-Events rechnet der Gast vermutlich erst gar nicht damit, dass er gefilmt werden könnte. Aber auch für diesen Rahmen von Veranstaltungen gibt es Rechte und Gesetze der Gäste und der Journalisten. Da ich viele dieser Events mit meiner Kamera begleite, habe ich mich schlau gemacht.

Erstmal wird davon ausgegangen, dass sobald die Kameraperson mit seiner Kamera bewusst durch die Menschenmenge geht und filmt, vom Gast wahrgenommen wird. Ihm wird damit deutlich gemacht, dass Filmsequenzen gedreht werden und das Publikum mit abgebildet sein wird.

Gehe ich nun als Videojournalistin auf einen der Teilnehmer des Events zu und befrage ihn zum Abend oder zur Veranstaltung, gibt mir mein Interviewpartner allein mit seiner Antwort auf meine gestellte Frage das stillschweigende Einverständnis zu meiner Aufnahme und weiteren Verwendung dieser. Und ja, auch wenn Sie es kaum glauben, diese mündliche Zusage genügt rechtlich vollkommen – hier ist keine Unterschrift oder ähnliches von der gefilmten Person notwendig.

Dennoch kann diese Einwilligung jederzeit (mit Wirkung für die Zukunft) widerrufen werden. Zeigt der Gefilmte jedoch eine Reaktion der Abwehr (Bsp. er hebt die Hand oder wendet sich ab) dürfen diese Bildschnitte in keinster Weise verwendet werden.

Beim Filmen Privatsphäre akzeptieren

Für einen kleinen Filmbeitrag dieser Veranstaltungen werden zudem oft Stimmungsbilder eingefangen – zum Beispiel das Netzwerken der Gäste.

Hier versuche ich gleich wie bei den Interviews vorzugehen. Ich spüre, wenn Leute mir und meiner Kamera ausweichen. Das akzeptiere ich und mache sicher keine Nahaufnahmen dieser Personen und versuche sie, auch bei einer totalen Einstellung, nicht im Bild zu haben.

Detailaufnahmen bereichern einen Videobeitrag. Deshalb mache ich auch Nahaufnahmen von Gästen, gehe mit der Kamera jedoch nah heran und verzichte auf herangezoomte Porträts. So spüren die Leute auch wieder, wenn sie gefilmt werden.

Filmbeitrag online veröffentlichen

Schliesslich gibt es noch einen letzten Punkt, der in Bezug auf die Rechte am eigenen Bild bei Filmaufnahmen sehr wichtig ist.

Nachdem ich den Filmbeitrag zusammengeschnitten habe, übergebe ich diesen dem Kunden (in diesem Fall der Veranstalter). Dieser wird ihn höchstwahrscheinlich auf seine Website stellen. Der Filmbeitrag steht damit im Kontext zu der Firma / Veranstalter und dem Event, was absolut korrekt ist. Sollte der Film jedoch anderweitig verwendet werden – beipsielsweise auf „Facebook“ veröffentlicht – kann die Publikation in diesem Fall rechtlich angefochten werden. Es ist daher sehr wichtig, dass die Filme immer im Zusammenhang mit der Firma und der Veranstaltung publik gemacht werden.

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Smartsound: Musik in der Länge meines Videoclips

Vor einigen Wochen stellte ich eine Infografik online, die Euch hilft Musik für Eure online Videos zu finden, die rechtlich korrekt im Internet veröffentlich werden kann. Unter anderem habe ich auch Smartsound erwähnt. Der grosse Vorteil bei Smartsound.com: Ich kann Musik genau in der Länge meines Clips kaufen, z. Bsp. 2:23 Minuten. Und das schnell und günstig.

Wie ich diese Musik über den Vimeo Music Store kaufe, zeige ich in diesem Tutorial.

Musik in Online-Videos verwenden

Musik peppt manche Videos auf: Sie gibt den Rhythmus für den Schnitt vor, verstärkt Stimmungen oder ersetzt sogar Dialoge und Off-Texte.

Doch die Veröffentlichung von musikunterlegten Videos im Internet bringt rechtliche Fragen mit sich. YouTube und GEMA (wie SUISA in der Schweiz) streiten seit Jahren über verschiedene urheberrechtliche Fragen. Musiklabels wie Warner Music zwingen Videoplattformen gecoverte Songs zu sperren.

Wer Videos mit Musik im Internet veröffentlichen möchte und rechtlich auf der sicheren Seite stehen will, kann sich an dieser Infografik orientieren. Hier kannst Du sie als PDF herunterladen.

Im Video erkläre ich Dir, wie Du mit der Infografik rechtlich korrekte Musik finden kannst. Der Text unten ist noch etwas ausführlicher als mein Video:

Kein Budget = keine bekannte Songs

Das ist die einfachste und wichtigste Faustregel. Wer „Million Reasons“ von Lady Gaga in seinem Video verwenden möchte, müsste korrekterweise das Recht am Werk und am Lied bei den zuständigen Verlagen bekommen. Ein solcher Welthit kostet mehrere 10’000 Franken. Die anfallenden SUISA-Gebühren sind Peanuts dagegen.

Saubere Lösung: SUISA-freie Musik

Auf diesen Plattformen verkaufen Musiker, die nicht bei der SUISA angemeldet sind, ihre Songs. Sie möchten ihre Urheberrechte nicht über die SUISA regeln. Als Käufer zahle ich hier für einen Song zwar mehr als beispielsweise im iTunes. Dafür kaufe ich gleichzeitig das Recht am Werk und bezahle die Vervielfältigungsgebühren.

Vor allem für Kundenprojekte finde ich das die sauberste Lösung. Ich kaufe mir online den Song mit der Lizenz und kann den Betrag gleich dem Kunden verrechnen. Ich muss nicht noch spätere SUISA-Rechnungen begleichen. Das bezahlte Geld fliesst wirklich zum Urheber des Musikstücks. Für private Videoblogs könnte diese Variante jedoch mit der Zeit ziemlich ins Geld gehen.

Creative Commons (CC) für alle Kreativen

Musik mit CC-Lizenzen ist eine Antwort auf das Internetzeitalter. Wir haben im www Zugang zu kreativem Gut und schaffen daraus wieder neue Werke. Musiker, welche ihre Musik auf Creative Commons-Plattformen veröffentlichen, möchten diesen kreativen Prozessen wenig Grenzen setzen. Deshalb ist mit diesen Songs sehr viel möglich.

Wenn man CC-Musik für ein Video verwendet, soll der Künstler im Werk erwähnt werden. Das ist der Grundsatz von CC-Lizenzen und meiner Meinung nach für jeden Kreativen Ehrensache. Es gibt auch CC Musik, die kommerziell verwendet werden darf. Das wird in der Lizenz extra vermerkt. Auf dig.ccmixter.org kann explizit nach solcher Musik gesucht werden. In der Infografik findet ihr weitere Links zu CC-Musik.

YouTube – Grosse Sammlung an lizenzfreier Musik

YouTube hat eine grosse Sammlung an Songfiles zum Download freigegeben. Sie ist auch für kommerzielle Zwecke einsetzbar. Musik kann nach verschiedenen Kriterien wie Genre und Länge gesucht werden. Zu finden ist die Datenbank unter: https://www.youtube.com/audiolibrary. Für gratis Musik zum Beispiel für ein privates Urlaubsvideo ist das eine gute Lösung.

Audiojungle – Günstige Suisa-freie Musik

Auf audiojungle.net findet Ihr freie Musik ab 1$. Die meisten Songs kosten um die 20$. Beim Kauf eines Songs kriegt Ihr eine Lizenz, die Euch alle Rechte für die Veröffentlichung zusichert. Die Qualität der Musikstücke ist sehr unterschiedlich, die meisten überzeugen aber in der Qualität. Das Durchsuchen der Audio-Datenbank finde ich zwar mühsam, da nicht gut gefiltert werden kann. Trotzdem benutze ich die Plattform häufig.

Smartsound – Musik nach Mass

Die Rubrik Royalty free Music auf Smartsound.com ist im Moment meine Lieblingsplattform. Die Genres und Unterteilung in Instrumente sind sehr vielfältig. Das beste: Ich kann die Musik in der Länge meines Videoclips kaufen! Für einen Eventfilm von 90 Sekunden suche ich einen passenden Song und kaufe ihn genau in dieser Länge. Kein künstliches Fade out mehr. Beim gewählten Lied kann ich sogar noch den Mood wählen. Alle Songs dort kosten 50$. Für Firmenvideos eine gute Lösung.

Premiumbeat – Dynamik selber gestalten

Premiumbeat.com entdeckte ich nach Smartsound.com. Dort hole ich heute auch oft Musik. Der gekaufte Clip hat zwar eine vorgegebene Länge, aber ich kann auch die einzelnen Loops kaufen, aus denen der Song besteht. Einige Loops haben weniger Instrumente, andere mehr. Mit der selbstgewählten Reihenfolge kann ich ein Stück weit den Aufbau und die Dynamik der Musik mitbestimmen.

Artlist.io – Junge Datenbank mit gutem Preis

Artlist.io ist eine relativ neue Musikdatenbank. Die Auswahl ist jedoch inzwischen recht gross und die Qualität der Musik ist gut. Sehr interessant ist bei Artlist.io der Preis: Für eine Pauschale von 199$ pro Jahr hat man freien Zugriff auf alle Songs. Einmal heruntergeladene Musik könnt Ihr unlimitiert verwenden. Ich empfehle Artlist.io zum Beispiel, wenn Ihr Musik für private Videos, Euren Podcast oder Vlog sucht. Die Songs haben eine fixe Länge. Verglichen mit Premiumbeat oder Smartsounds ist man deshalb weniger flexibel.

Epidemic Sound – Perfekt für YouTube-Video-Produzenten

Bei Epidemic Sound gibt es zwei Preissysteme: Das erste ist für Leute, welche die Musik für ihren YouTube-Kanal brauchen. Der Preis richtet sich nach der Zahl der monatlichen Views auf dem Kanal, bis 500’000 kostet das z.B. 13€ im Monat. Die zweite Kategorie sind Lizenzen für einzelne Songs, welche ich als professionelle Videoproduzentin für Produktionen oder Werbe-Clips kaufen kann (ab 99€ pro Stück). Momentan habe ich die YouTube-Version und bin mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis sehr zufrieden. Es gibt eine eigene Rubrik für Drohnen-Videos – das finde ich super! Epidemic Sound eignet sich auch für Podcasts, Games etc.: Dafür kriegt man auf Anfrage eine individuelle Offerte.

Audioblocks.com – Songs, Loops und Effekte

Die Plattform Audioblocks.com habe ich selber noch nicht ausprobiert. Ich weiss aber von Videoproduktions-Kollegen, die sie verwenden, weil sie sehr umfassend ist. Für 149$/Jahr (99$ im ersten Jahr) hat man unlimitierten Zugriff auf Musik. Man kann nach Stimmungen, Genres, Instrumenten, Tempo etc. filtern. Es gibt auch Loops und Sound Effects – das ist spannend!

Durchblick im Urheberrechtsdschungel

Wenn man nach SUISA-freier Musik googelt, findet man noch viele andere Musikplattformen. Oft sind die Lizenzen aber vermischt. Es gibt SUISA-freie und nicht-SUISA-freie Musik, CC Lizenzen usw. Auch haben SUISA und GEMA nicht immer die ganz gleiche Rechtsgrundlage. Da muss jede Plattform und Lizenz wieder einzeln angeschaut werden.

Ich habe sehr viel Zeit aufgewendet, um einigermassen den Durchblick in diesem Musik-Video-Urheberrechtsdschungel zu bekommen. In der Infografik habe ich mich auf die Plattformen konzentriert, die sich auf eine „Art von Urheberrecht“ konzentrieren. So weiss ich, wo ich Musik schnell und rechtlich korrekt bekomme. Die Infografik kannst Du hier als PDF herunterladen.

Urheberrechtspolizei is watching you – Aufbewahren der Lizenz

Falls Ihr Musik der vorgestellten Plattformen verwendet, schreibt Euch auf, wo Ihr die Musik geholt habt und behaltet die Lizenzen. Damit die SUISA oder andere Organisationen Euch nicht plötzlich Urheberrechtsverletzungen vorwerfen können.

 

So verwendest Du Musik in Deinen YouTube Videos

Ich habe noch eine speziellen Beitrag zum Thema „So verwendest Du Musik in Deinen YouTube Videos“ geschrieben. Alles was ich hier schreibe, stimmt war auch für YouTube, aber es gibt dort Möglichkeiten, auch mal einen bekannten Song zu benutzen. Lese doch den Beitrag.

 

Danke für die Unterstützung
Fabian Niggemeier von der SUISA und Martin Steiger von steigerlegal.ch.

Dieser Artikel wurde im Januar 2013 das erste Mal hier veröffentlicht. Bis im Herbst 2018 habe ich die Infografik mehrmals angepasst und den Artikel aktualisiert.

Weitere Tipps zum Thema Video gibt es in meinem Newsletter.

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