Kategorie: Tipps zum Filmen

„Der Kurstag war perfekt aufgebaut“ – Bericht aus einem firmeninternen Videokurs

Das sagt Samuel Wyss von der Schweizer Firma Stadler Form. Kürzlich gab ich bei Ihnen einen firmeninternen Videokurs. Ich habe Samuel um einen Rückblick zum Kurstag gebeten. Im folgenden Interview erklärt er auch, warum das Unternehmen auf Video setzt und wie sie sich in diesem Bereich weiterbilden.

„Wir wollten das Marketing-Team auf den ’next level‘ heben“

Judith: Samuel, was hattest Du für Erwartungen an den Kurs mit mir?

Samuel Wyss ist Director of Transformation bei Stadler Form.

Samuel: Wir waren auf der Suche nach einem guten Videokurs, damit wir das gesamte Marketing-Team auf den „next level“ heben können. Es war wichtig, unterschiedliche Erfahrungsniveaus abzuholen und alle auf denselben Stand zu bringen. Deine Webseite und Dein eigener YouTube-Kanal haben uns überzeugt, dass Du dafür die Richtige bist. Wir wollten theoretische Grundlagen erlernen, aber gleich auch praktisch arbeiten. Schlussendlich sollte jede*r mindestens ein Video mit-produziert haben – und natürlich wollten wir auch etwas Spass an dem Tag haben.

„Mix zwischen Theorie und Praxis hat funktioniert“

Wie hast Du den Kurstag erlebt – wurden Deine Erwartungen erfüllt?

Der Kurstag war perfekt aufgebaut, der Mix zwischen Theorie und Praxis hat funktioniert. Wir hatten eine lockere und motivierte Stimmung.

Welche Ziele habt Ihr mit eurem YouTube-Kanal?

Über unseren YouTube Kanal möchten wir Kunden zusätzliche Inhalte zu unseren Produkten bieten: Produktvideos, Unboxing-Videos und natürlich Videos, wo Features gezeigt und die Reinigung oder der Zusammenbau erklärt wird. Auf diesem Kanal möchten wir dem Kunden erleichtern, unsere Produkte zu verstehen und auch richtig zu pflegen.

Warum in Form von Videos?

Wir denken, dass ein Video einfacher zu verstehen ist als eine Bedienungsanleitung. Unsere Videos helfen auch, Unklarheiten zu beseitigen – und zwar rund um die Uhr. Kundinnen und Kunden müssen nicht auf die Bürozeiten warten.

Dieses Video entstand während dem Kurstag bei Stadler Form.

„Wir werden künftig mehr auf B-Roll achten“

Wie haben sich Eure Videos mit dem Kurs verbessert?

Wir haben einen anderen Blick auf die Videos, können kritischer hinterfragen und haben eine bessere Grundlage für die Erstellung der Storyline. Es war aber auch eine gute Bestätigung, dass wir in die richtige Richtung arbeiten und für unsere Kunden attraktive Videos anbieten können.

Noch etwas konkreter: Was habt Ihr im firmeninternen Kurs gelernt?

Sicher mal die theoretischen Basics. Da hatten wir alle keine Vorkenntnisse und es gibt doch ein paar sinnvolle Regeln beim Filmemachen, welche man beachten sollte. Wir haben auch gelernt, wie man mit „B-Roll“ die Videos spannender machen kann. Darauf werden wir künftig mehr achten. Und noch eine Erkenntnis: Schneller auf den Punkt kommen und uns nicht in (zwar schönen, aber unnützen) langen Intros verlieren.

Am Kurstag habt Ihr nicht nur geübt, sondern habt auch gleich zwei Videos produziert, die jetzt online sind. Wie war das so schnell möglich?

Wir hatten schon vorgängig Themen gesucht. Am Kurstag haben wir uns zum Praxisteil in zwei Gruppen aufgeteilt. Erst haben sich die Gruppen um die jeweilige Storyline gekümmert, dann wurde gefilmt. Judith hat eine Gruppe gecoacht, die andere Gruppe konnte ich dank meiner Erfahrung selber übernehmen. Beide Gruppen haben dann die Ergebnisse auf den PC geladen, geschnitten und vertont. Danach gab es noch eine Feedback-Runde mit Judith.

Das zweite Video, das im Kurs entstand.

Was für eine Ausrüstung verwendet Ihr?

Wir haben auch schon mit dem Smartphone gearbeitet und tun das gerne zwischendurch. Sind wir jedoch im Office, greifen wir gerne auf unsere semi-professionelle Ausrüstung zurück. Wir arbeiten mit einer digitalen Spiegelreflex-Kamera, verschiedenen Objektiven, zusätzlichem Licht und externen Mikrofonen. Die manuellen Einstellungen sind vielfältiger und die Qualität wird damit nach wie vor besser als mit dem Smartphone (Ton, Tiefenschärfe, Schärfe, Bildqualität).

„Selber Content erstellen statt eine Agentur beauftragen“

Wem würdet Ihr den Kurs weiterempfehlen?

Allen Unternehmen, welche gerne selber Video-Content für ihre Kunden erstellen und mehr wollen, als nur ein Briefing an eine Agentur zu schreiben. Mit den technischen Möglichkeiten von heute kann das jede und jeder. Wenn man also Kunden einen Mehrwert durch bewegtes Bild bieten möchte aber noch nicht so sattelfest ist darin, sollte man definitiv einen Kurs mit Dir machen.

 

Videokurs bei Dir in der Firma?

Ich leite mittlerweile fast jede Woche einen solchen Kurs in einem Unternehmen.

Ich zeige den Mitarbeitenden während einem, zwei oder drei Tagen, wie sie einfache, aber aussagestarke Videos aufnehmen und schneiden können.

Denn immer mehr Unternehmen setzen auf Video: für Facebook und Instagram oder auch für die Firmenwebsite.

Um flexibler zu sein und das Firmenbudget zu schonen, bietet es sich an, solche Videos selber zu produzieren, anstatt eine Agentur dafür zu bezahlen.

Ich gehe auf die Bedürfnisse des Unternehmens ein

Wenn gleich ein ganzes Team geschult werden soll für die Videoproduktion, ist ein firmeninterner Kurs perfekt.

Normalerweise mache ich bei einem firmeninternen Kurs mehr oder weniger meinen Starterkurs. Jedoch kann ich – wie bei Stadler Form – gezielt auf die Bedürfnisse des Unternehmens und das Vorwissen der Mitarbeitenden eingehen.

Lade Dir direkt eine Offerte herunter

Hierfindest Du weitere Informationen dazu. Du kannst auch gleich eine unverbindliche Offerte herunterladen (1, 2 oder 3 Kurstage).

Für die eintägige Variante genügt ein Klick auf den Bild-Link:

Wohin schaut die Person vor der Kamera?

Auf diese Frage gibt es keine allgemein gültige Antwort. Aber je nach Art des Videos gibt es bessere und ungünstigere Optionen.

Generell kann man sagen:

  • Bei einer Moderation blickst Du bzw. die Moderatorin direkt in die Kamera.
  • Bei einem Interview schaut die interviewte Person zum Journalisten, zur Redaktorin – also NICHT in die Linse.

 

Moderation: Der Blick geht direkt in die Kamera

Vielleicht kennst Du meine Videotipps auf YouTube? Dort begrüsse ich meine ZuschauerInnen am Anfang mit „Hallo“ und heisse sie willkommen.

Da wäre es ganz seltsam, wenn ich nicht in die Linse schauen würde. Ich schaue direkt ins Objektiv meiner Kamera und nehme dadurch Blickkontakt auf mit jedem einzelnen Menschen vor dem Bildschirm.

Er oder sie bekommt das Gefühl, dass ich ihn anschaue, ihm in die Augen schaue und direkt mit ihm spreche.

Dafür muss ich direkt in die Linse schauen.

Augenkontakt schafft Nähe

Das macht zum Beispiel auch eine Tagesschau-Moderatorin, die Menschen abholt für einen Tagesüberblick. Oder ein Vlogger auf YouTube, der Kontakt aufnimmt über ein Thema, das viele interessiert.

Wenn Du ein Video aufnimmst und Deine ZuschauerInnen direkt ansprechen willst, dann blick direkt in die Linse. So bist Du voll präsent.

Sobald der Augenkontakt nicht mehr besteht, ist die Verbindung zum Publikum gekappt.

Es sind meistens die gleichen zwei Gründe, die dazu führen, dass jemand vor der Kamera den Blickkontakt abbricht:

Der Blick auf die Notizen

ModeratorInnen beim Fernsehen haben einen Teleprompter. Der ist direkt vor der Kamera angebracht, sodass es wirkt, als schauten sie geradeaus in die Linse.

Teleprompter lesen ist aber gar nicht so einfach. Das braucht viel Übung, sonst sieht man, wie die Augen dem Text folgen, und der Blick geht ins Leere.

Sogar, wenn Du Deine Notizen direkt neben dem Objektiv befestigst: Sobald Du nicht mehr genau in die Linse schaust, ist dies bemerkbar. Etwa wie ein leichtes Schielen – das verwirrt beim Zuschauen.

Heisst das also, alles auswendig lernen?

Nein – das mache auch ich nicht 🙂

Es gibt Tricks, damit Du nicht Deine ganze Moderation auswendig lernen musst und dennoch im Video total präsent bist.

In meinem Online-Kurs „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt“ lernst Du, wie Du bei der Vorbereitung und beim Schnitt vorgehst, damit der Blickkontakt nicht unterbrochen wird.

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Der Blick aufs Display

Der zweite häufige Grund, dass der Augenkontakt abbricht, ist, wenn Du während der Moderation aufs Display schaust.

Dieses Problem stellt sich vor allem auch beim Filmen mit der Selfie-Kamera beim Smartphone: Der Blick wird automatisch vom Display angezogen. Dazu kommt, dass die Linse der Selfie-Kamera sehr klein ist und z.B. bei Gegenlicht fast nicht sichtbar ist.

Als Trick klebe ich mir manchmal einen kleinen Pfeil neben die Linse – damit ich weiss, wo sie ist, und damit ich es nicht vergesse.

Live-Video/Webinar: Nicht zu lange wegblicken

Bei Live-Videos und Webinars können Dir die Leute Kommentare oder Fragen schreiben. Um diese zu lesen, muss ich natürlich aufs Display schauen.

Das gibt einen Moment der Verwirrung. Aber ich nehme den Faden gleich wieder auf: Nach dem Lesen schaue ich gleich wieder bewusst in die Kamera.

Zeitweise ist es okay, wegzublicken. Aber im grösseren Teil eines Videos willst Du präsent sein und Deine Zuschauer direkt ansprechen.

Das verlangt Disziplin, aber es lohnt sich: Augenkontakt stellt Vertrauen und Beziehung her.

Sonnenbrille als Lösung?

Kennst Du den YouTuber Casey Neistat? Er trägt oft eine Sonnenbrille.

Ich dachte erst, das sei einfach sein Style. Dann erklärte mir ein Kollege, dass man damit nicht sieht, wenn er nicht in die Linse schaut.

Eine Sonnenbrille gibt Distanz. Ich selber würde deshalb keine anziehen und ich bitte auch meine Interviewpartner, die Sonnenbrille nicht vor den Augen zu lassen.

 

Der Unterschied zwischen Moderation und Interview

Beim Interview ist die Situation ein bisschen anders als bei der Moderation.

Bei einem Interview stehst Du als Journalistin oder Interviewer neben der Kamera. Dein Gesprächspartner spricht mit Dir und schaut Dich an.

Er oder sie blickt folglich nicht in die Kamera, sondern daran vorbei.

Ein Interviewpartner, der in die Linse schaut, wirkt seltsam. Das ist ein wichtiger Unterschied zur Moderation.

Bei einer Moderation geht der Blick direkt in die Linse, bei einem Interview geht der Blick zur Fragestellerin.

Das ist die Faustregel.

Wichtig für Dich ist, dass Du vor jeder Aufnahme definierst, ob es sich eher um ein Interview oder um eine Moderation handelst.

Damit überlegst Du Dir selber bewusst, wohin Dein Blick geht, bzw. kannst die Person vor der Kamera entsprechend instruieren.

 

Mischformen: Wenn es nicht ganz klar ist

Es gibt auch Situationen, wo nicht eindeutig ist, ob es sich um ein Interview oder eine Moderation handelt. Eine davon ist das Video-Statement.

Ein Beispiel:

Als das Netzwerk „Medienfrauen Schweiz“ gegründet wurde, habe ich ein Video aufgenommen. Ich habe Journalistinnen gefragt: Warum ist ein Netzwerk für Medienfrauen wichtig?

Ich habe die Frauen angewiesen, bei ihrer Antwort in die Kamera zu schauen.

Warum? Handelte es sich nicht um ein Interview, wenn ich doch Fragen stellte?

Nein, denn die Antworten waren vorbereitet und ich habe auch nicht nachgehakt. Die Fragen dienten dazu, den Medienfrauen den Ball zuzuspielen, dass sie ihre Botschaft vermitteln konnten.

Zudem hatte ich sie gebeten, die Fragen in ihrer Antwort aufzugreifen. Ihre Statements begannen also mit: „Es braucht ein Netzwerk von Journalistinnen in der Schweiz, um…“

So konnten die Videobotschaften auch für sich stehen und ich konnte meine Fragen danach herausschneiden.

Testimonials – Interview oder Moderation?

Ein „Testimonial“ ist ein Statement von zufriedenen Kunden.

Ein Testimonial mit Video aufzunehmen, kann die Wirkung enorm verstärken, denn wie bereits erwähnt: Video schafft Vertrauen.

Filmst Du ein Testimonial wie ein Interview oder wie eine Moderation?

Am einfachsten ist es, jemanden vor die Kamera zu stellen und Dich selbst neben der Kamera zu positionieren und ein klassisches Interview zu führen.

Du fragst die Kundin, warum sie so begeistert von Deinem Produkt ist. Und die Person kann einfach erzählen und Dich anstrahlen.

Das ist zwar nicht ganz so direkt, wie wenn der Blick in die Kamera geht. Aber: Das schafft jeder und jede.

Manchen Leuten fällt es schwer, nicht jemandem in die Augen blicken zu können, sondern in eine starre Kameralinse.

Ein klassisches Interview ist definitiv einfacher. Häufig ist es dann auch leichter, frei zu sprechen.

Dies ist also eine Option, wenn jemand keine Videobotschaft mit Blick in die Kamera sprechen will oder kann.

Wichtig: Wenn jemand nicht in die Kamera blickt, sollten folglich auch keine „Du“-Botschaften an die Zuschauenden gerichtet werden.

Viele weitere Tipps im Onlinekurs

In meinem Online-Kurs „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt“ lernst Du noch viel mehr, um tolle Moderationen und Interviews zu produzieren.

Zum Beispiel, wie Du die Kamera aufstellen kannst oder wie Du mit Licht arbeitest. Ich gebe Dir Tipps zur Bildgestaltung und zu Kameraeinstellungen und zeige Dir, wie Du vorgehen kannst, um Deine Moderation nicht auswendig lernen zu müssen.

Schau Dir doch die kostenlose Probelektion an!

Und wenn sie Dir gefällt, kauf Dir den Onlinekurs. Damit kannst Du das Potenzial von Video noch viel besser ausschöpfen und wirkungsvoll einsetzen!

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Gestaltete Thumbnails: Mehr Aufmerksamkeit für Deine Videos

„YouTube-Thumbnails sind die Buchcover des 21. Jahrhunderts“ – das steht in einem Tutorial von Canva.

Ein „Thumbnail“ ist das Vorschaubild zu einem Video, wie es bei YouTube und anderen Videoplattformen angezeigt wird.

So sieht das z.B. auf meinem YouTube-Kanal aus:

Screenshot YouTube-Kanal Judith Steiner Thumbnails

Häufig entscheidet sich am Thumbnail, ob jemand ein Video anklickt oder nicht. Eben wie wenn Du in der Buchhandlung stöberst und ein Buch näher anschaust, wenn Dich das Cover anspricht.

Thumbnails bestimmen also über den Erfolg Deiner Videos massgeblich mit!

So erstellst Du ganz einfach ein gutes Thumbnail

In meinem Video und im Text unten zeige ich Dir:

  1. Warum ein gutes Thumbnail wichtig ist.
  2. Was auf ein gutes Thumbnail gehört.
  3. Wie Du in Canva ein cooles Vorschaubild erstellen kannst.

 

Machst Du diesen Fehler?

Viele meinen, das Thumbnail sei einfach das Anfangsbild des Videos. Sie gestalten dann ein Bild mit Titel und lassen es am Anfang zwei Sekunden stehen.

Das ist ein Fehler, der Dich Views kosten kann.

In dieser Zeit sind gerade jüngere Leute, die sich schnelle Bilder gewohnt sind, bereits gelangweilt. Sie haben das Bild meist schon gesehen, bevor sie auf das Video geklickt haben, und wollen jetzt zum eigentlichen Inhalt kommen.

Du erzeugst mit diesem Standbild am Anfang ein negatives Gefühl, das dazu beitragen kann, dass Leute wegklicken.

Das Thumbnail ist unabhängig vom Startbild eines Videos.

Ich zeige Dir nun drei Varianten, wie Du zu Deinem Video ein Thumbnail erstellen kannst.

 

1. Die schlechteste Variante: Zufälliges Frame aus dem Video

Standardmässig wählen die Videoplattformen einfach ein Frame aus dem Video aus oder sie machen Dir ein paar Vorschläge.

Diese Vorschaubilder sind meistens nicht optimal. Sei es, weil die Person im Video während dem Sprechen ein komisches Gesicht macht, oder weil die Szene nicht repräsentativ für das Video ist.

Screenshot Thumbnails Judith Steiner
Das Thumbnail links habe ich separat gestaltet und hochgeladen, die anderen Bilder sind die Vorschläge von YouTube

Ich empfehle Dir diese Variante also nicht.

Mit der nächsten Möglichkeit hast Du nur einen minimalen Zusatzaufwand, und dennoch ist das Resultat viel besser.

 

2. Die Minimalvariante: Zum Video gleich noch ein Foto aufnehmen

Nochmals ein Screenshot von meinem YouTube-Kanal:

Das ist eine Playlist mit Live-Videos. Dort wird man vor der Aufzeichnung von YouTube aufgefordert, ein Foto fürs Vorschaubild zu machen.

Das ist eine gute Minimalvariante, wenn du viele Videos machst und keine Zeit hast, jedesmal ein aufwendigeres Thumbnail zu erstellen:

Mach während des Drehs ein separates Foto, das du als Vorschaubild verwenden kannst.

Der Vorteil:

Du hast ein scharfes Bild, auf dem Du, das vorgestellte Produkt oder Deine Interviewpartnerin gut drauf ist.

Ein freundlich lächelndes Gesicht ist psychologisch schon mal ein starker Anreiz, auf ein Video zu klicken.

Es geht aber noch besser 🙂

 

3. Optimal: Individuelles Thumbnail designen

Ich mache für meine Videos mit Tipps und Tutorials jeweils ein separates Thumbnail. Dazu nutze ich Canva (es gibt diverse andere Programme wie z.B. Fotojet oder Adobe Spark).

Die folgende Anleitung kann für alle Programme angewendet werden.

So erstellst Du ein gutes Thumbnail

Das Format des Thumbnails sollte gleich sein wie das Deines Videos. Im Normalfall ist das 16:9.

YouTube-Richtlinien: 1280 x 720 px, Dateiformat: jpg, gif, bmp oder png, Grösse: max 2 MB

1. Wähle ein gutes Bild aus.

Entweder Du spielst eines aus dem Video aus, oder (wie in Möglichkeit 2 erklärt) nimmst separat noch eines auf.

Mein Tipp: Zeig Gesicht!

Ansonsten sollte das Bild auch im Kleinstformat gut erkennbar sein („Thumbnail“ heisst auf Deutsch „Daumennagel“…). Es sollte scharf sein und keine Details enthalten.

2. Kontrast etwas erhöhen

Schraube in den Bildeinstellungen Kontrast, Belichtung und Sättigung ein wenig hoch.

Das hilft, dass das Bild noch besser erkennbar wird.

An diesem Beispiel kannst Du das gut sehen: Das fertige Thumbnail ist im Vergleich mit dem Originalfoto klarer und mein Gesicht ist deutlicher sichtbar.

Thumbnail vorher nachher Judith steiner

3. Schaffe Klarheit

Reduziere das Bild, d.h. entferne Bildelemente, die ablenken:

Thumbnail vorher nachher Judith Steiner

Mit einem Bildbearbeitungsprogramm kannst Du auch eine Figur freistellen, um sie noch stärker in den Fokus zu rücken.

Trick für Apple-NutzerInnen: Wenn Dein Bild einen einigermassen homogenen Hintergrund hast, kannst Du es auch in Keynote ruckzuck freistellen. Wähle dazu bei den Bildanpassungen die „Transparenz“-Funktion und ziehe mit gedrückter Maustaste, bis die gewünschte Fläche gelöscht ist. (Im Video zu diesem Artikel zeige ich Dir, wie das geht.)

4. Gut lesbarer Text

Da das Thumbnail vor allem auf Smartphones sehr klein angezeigt wird, sollte der Text optimal lesbar sein. Dazu gehören verschiedene Aspekte.

Möglichst wenig Text, dafür möglichst gross:

Thumbnail Drohne Judith Steiner

Wähle eine klare, unverschnörkelte, eher fette Schriftart:

Verwende kontrastreiche Farben:

Lege den Text allenfalls über einen Balken oder einfarbigen Kasten, damit er auf dem Bild besser lesbar ist:

Thumbnail Webinar Balken Judith Steiner

An diesem Beispiel siehst Du auch gleich, wie mit unterschiedlichen Schriftgrössen das betont wird, was wichtig ist (Keywords).

Was suchen die Leute, die auf Dein Video stossen sollen? Welche Frage beantwortet Dein Tipp, welches Produkt stellt Dein Tutorial vor? Überleg Dir, was die Leute ins Suchfeld eingeben, und mach daraus den Titel für Dein Video.

Fürs Thumbnail soll er möglichst kurz sein, damit er gross und gut lesbar auf dem Bild Platz hat.

Überleg Dir auch, ob Du bei Deinen Videos ein konstistentes Branding durchziehen willst, also jeweils die gleiche Farbe, Schrift, Stil…

Ich mache das bei meinen Videos nicht generell. Aber es gibt z.B. Serien, bei denen ich mit dem Thumbnail klar signalisiere, dass sie zusammengehören.

Branding Thumbnail Design Judith Steiner

Fertig!

Wenn Du Dein Video auf eine Plattform hochlädst, gibt es bei den Einstellungen dazu jeweils einen Menupunkt, wo Du auch das Thumbnail dazu hochladen kannst.

 

Hol Dir noch mehr Video-Tipps!

Hat Dir diese Anleitung geholfen? Auf meiner give-away-Seite findest Du diverse Ratgeber mit Tipps zur Videoproduktion.

Alle 2 Wochen verschicke ich zudem meine Video-Tipps per Mail – trag Dich dafür in der rechten Spalte dieser Seite mit Vornamen und E-Mail ein.

Und mit einem Klick auf das Bild unten kannst Du Dir eine kostenlose Probelektion meines neuen Online-Kurses holen, „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt.“

Bis bald!

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Gesicht zeigen, Vertrauen schaffen: Video macht es möglich!

In einer Welt, wo viel Vertrauen in Institutionen, Medien und Politik verloren geht, suchen die Menschen Personen, denen sie vertrauen können.

Wenn wir Gesicht zeigen, können wir Vertrauen aufbauen und Nähe schaffen.

GIF Trailer Judith Onlinekurs

Das merke ich selber immer wieder:

Kürzlich war ich an einem Netzwerktag von SWONET und gab dort einen Workshop für Schweizer Geschäftsfrauen. Einige, die in mein Training kamen, sagten mir, dass sie mich schon kennen. Wir hatten uns aber noch nie getroffen – das Gefühl der Bekanntschaft kam davon, dass sie schon Videos von mir angeschaut haben.

Judith Steiner Talk SWONET

An der SWONET durfte ich ein kurzes Videotraining geben. (Foto: Barbara Bamberger)

Welche Art von personalisierten Videos kann ich produzieren?

Es gibt verschiedene Arten von Videos, in denen Du Dein Gesicht zeigen kannst:

  • Tipps und Tutorials
  • Produkte und Dienstleistungen vorstellen
  • Menschen vorstellen
  • Testimonials und Interviews
  • Persönliche 1:1-Videos

Im Folgenden sage ich noch etwas ausführlicher etwas zu diesen Möglichkeiten.

Soeben habe ich übrigens meinen zweiten Online-Videokurs veröffentlicht: „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt.“ Hol Dir hier eine kostenlose

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Tipps und Tutorials

Diese Videos sind sehr beliebt. Viele InternetnutzerInnen suchen direkt ein Video auf YouTube, wenn sie eine Anleitung für etwas brauchen.

Je nach Bereich, in dem Du arbeitest, kann das ganz unterschiedlich aussehen:

Ein Coach könnte z.B. Tipps weitergeben, wie ich im Alltag besser mit Stress umgehen kann. Eine IT-Firma kann Tipps geben, wie man seine Daten sichert. Ein Schreiner könnte zeigen, wie man den Esstisch pflegt, damit das Holz möglichst lange schön bleibt.

Tutorials sind meine meistgeschauten Videos auf YouTube:

Mein Tutorial „Videos schneiden auf dem iPhone mit iMovie“ hat mittlerweile 150’000 Views, und „3 praktische iPhone-Funktionen für Video-Cracks“ geht auch auf die 100’000er-Marke zu.

Produkte und Dienstleistungen vorstellen

Wyzowl führt seit einigen Jahren Umfragen zum Thema Video und Marketing durch. Beim letzten Report gaben 2/3 der Leute an, dass sie gerne ein Produkt zuerst in einem Video sehen, bevor sie es kaufen (Report von Wyzowl).

Ich habe früher nicht verstanden, warum „Unboxing“-Videos (in dem jemand ein bestelltes Produkt auspackt) so gut funktionieren.

Unterdessen verstehe ich es:

Ich suchte auch schon die Information, ob eine bestimmte Kamera einen Mikrofon Eingang hat oder nicht. In den Produktetexten findet man die Info manchmal kaum. In einem Unboxing-Video sehe ich, ob es eine Buchse hat, wo sie liegt, sie sie aussieht.

Es gibt aber nicht nur die Möglichkeit, ein Produkt auszupacken: Seine Schönheit, seine Funktion, die Bedienung… Im Video kannst du alles mögliche zeigen.

Das gleiche mit Dienstleistungen:

Eine Yogalehrerin kann erzählen, welche Art von Yoga sie macht, was der Schwerpunkt ist, was sie den Kursbesuchern vor allem mit auf den Weg geben will. Das kann sich natürlich auch mit dem ersten Punkt, also mit Tipps zum Thema, vermischen.

Menschen vorstellen

Kürzlich gab ich eine Schulung bei Stadler Form. Die Firma produziert verschiedene Produkte für die Luftreinigung und -Befeuchtung in Wohnungen.

In ihren Videos auf YouTube stellen sie ihre Produkte vor oder geben Tipps, z.B. zum Entkalken eines Luftbefeuchters. Manchmal stellen sie aber auch jemanden aus dem Team vor.

Hinter jeder Firma stecken Menschen mit Gesichtern. Wenn wir die zeigen, wird die Firma persönlicher und nahbar.

Was gibt es hier für Möglichkeiten?

Die Geschichte einer Person erzählen

Wir hören alle gerne Geschichten. Wir möchten wissen, warum jemand ein Produkt entwickelt hat, eine Hilfsorganisation gründete, Politiker wurde…

Menschen, die Ihre Geschichte erzählen, Ihre Werte vertreten, können Vertrauen schaffen. Ein solches Video könnte das Intro auf einem YouTube Kanal sein oder unter «Über mich» auf der Website.

Oder auch Erfolgsgeschichten: Ein Kunde erzählt, wie er dank des Ernährungsprogramms innerhalb von drei Monaten 8 kg Gewicht verloren hat. Wie er es geschafft hat, wie es sein Leben verändert hat und wie er dranbleiben wird, um dieses Gewicht und Lebensgefühl zu behalten.

Testimonials und Interviews

In einem „Testimonial“ erzählen reale Kunden, was sie begeistert an meinem Produkt, und wem sie es weiterempfehlen.

Auch Interviews sind eine gute Möglichkeit für Firmenvideos:

Wenn eine IT-Firma eine Software verkauft, welche Daten auf dem Computer schützen soll, könnten sie ein Interview mit einem Experten führen: Dieser zeigt auf, welche Gefahren im Netz lauern und was diese anrichten können.

Wer Gewürze verkauft, könnte Foodblogger fragen, welche Gewürze sie am liebsten haben und wie sie diese einsetzen.

Persönliche 1:1-Videos

In der direkten Kommunikation mit Kunden wird Video auch vermehrt eingesetzt.

Kürzlich hörte ich einen Podcast von Amy Porterfield zum Launch eines Kurses: Während zwei Wochen konnte man sich für diesen Kurs registrieren. Während dieser Zeit hat Amy alle Fragen zum Kurs mit einer Audionachricht beantwortet. Die Stimme zu hören ist persönlicher als eine E-Mail zu erhalten. Und der Adressat weiss, dass wirklich Amy geantwortet hat, und nicht sonst jemand aus dem Team. Gemäss Amy hat sich der Aufwand mehr als gelohnt…

Noch besser sei es, ein Video anstatt eine Audionachricht aufzunehmen. Da gebe ich ihr natürlich recht. Zur Stimme kommt dann auch noch das Gesicht dazu.

Vorproduziert oder live

Alle diese Inhalte können vorproduziert werden: Das heisst, man filmt es und kann auch Dinge wiederholen, wenn man nicht zufrieden ist. Das Video kann noch bearbeitet und geschnitten werden und landet erst dann im Internet.

Die Videos können aber auch live auf YouTube, Facebook oder Instagram gestreamt werden. Webinare gehören auch in die Live-Kategorie.

Live ist noch direkter und authentischer und ich spare mir die Arbeit der Postproduktion.

Das Tolle an diesen Live-Formaten ist auch, dass die Leute gleich direkt Fragen stellen können und ich im Video darauf eingehen kann.

Die Regeln sind immer die gleichen

Egal, welchen Inhalt die Videos haben, ob sie live oder aufgezeichnet sind: Wir möchten überall kompetent und echt wirken, bzw. unsere Kunden und InterviewpartnerInnen ins richtige Licht stellen.

Das heisst: Die Regeln für das Filmen bleiben die gleichen. Das macht es einfacher, Qualität zu erreichen und zu halten.

In meinem online Kurs zeige ich Dir alle Regeln, die zu beachten sind. In meinem Trailer bekommst Du bereits einen Vorgeschmack.

Hast Du Angst vor Video?

Mit Video kannst Du Deine Botschaft in die ganze Welt senden. Ob Du ein Produkt verkaufst, eine Dienstleistung anbietest oder sonst etwas Wichtiges mit der Welt teilen möchtest: Mit Video ist das möglich.

Gleichzeitig höre ich immer wieder von Menschen, welche denken, Videos zu nutzen sei für sie zu aufwändig und zu schwierig.

Hier spielt die Angst vor der Technik rein, aber auch die Befürchtung, als Person vor der Kamera nervös oder inkompetent zu wirken.

„Was, wenn ich den Text vergesse?“

Oder: „Ich komme vor der Kamera nicht gut rüber!“ Das sind Sätze, die ich immer wieder höre.

Oft liegt es am falschen Bildausschnitt, an der Perspektive oder am Licht, dass jemand im Video nicht präsent wirkt. Und es gibt Tricks, wie man einen längeren Text sauber ins Video bringt, ohne dass man ihn auswendig lernen oder ablesen muss.

Video ist lernbar!

Nutzt Du die Kraft von Video schon?

In meinem neuen Online-Kurs „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt.“ gebe ich Dir die Grundlagen weiter, wie Du selber gute Videos produzieren kannst.

In 32 Video-Lektionen (Dauer: über 3 Stunden) lernst Du, wie Du Dich selber oder einen Interviewpartner vor der Kamera optimal positionierst, wie Du mit dem Licht vor Ort arbeitest etc.

Hol Dir jetzt eine kostenlose Probelektion!

Kostenlose Probelektion Videokurs

Online-Videokurs für jede Kamera

Der Kurs eignet sich, egal ob Du mit Smartphone, DSLR oder Handycam filmen möchtest. Meistens spielt die Kamera auch gar keine so grosse Rolle, sondern dient einfach als Werkzeug zum erstellen von Videoinhalten.

Gratis-Webinar beim Kauf des Kurses

Alle, die bis zum 22. März 2019 den Kurs kaufen, dürfen kostenlos an meinem Webinar am 26. März teilnehmen.

In diesem Webinar stelle ich meine verschiedenen Ausrüstungen vor: Ich zeige, wo ich welche Kamera einsetze, welche Mikrofone ich immer dabei habe, etc.

Im Webinar kannst Du auch live Fragen stellen. Wer nicht live dabei sein kann, erhält danach das aufgezeichnete Video von mir.

Ich freue mich riesig, dass jetzt mein zweiter Videokurs online ist! Bist Du dabei?

In der Probelektion lernst Du schon viel für Deine Präsenz:

Kostenlose Probelektion Videokurs

6 Lavalier-Mikrofone im Vergleich

Damit Deine Botschaft rüberkommt, ist es sehr wichtig, dass sie auch akustisch gut verstanden wird.

Deshalb lege ich Dir sehr ans Herz, für Deine Videos ein Mikrofon zu verwenden. So machen Deine Videos qualitativ einen grossen Sprung nach vorne und wirken gleich viel professioneller.

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Die Vorteile eines Ansteckmikrofons

Für Interviews und Vlogs ist ein Lavaliermikrofon (eine andere Bezeichnung für „Knopf-“ oder „Ansteckmikrofon“) sehr gut geeignet. Vor allem dann, wenn es wenig Umgebungsgeräusche hat.

  • Du hast die Hände frei, um zum Beispiel ein Produkt vorzustellen oder eine Handlung zu demonstrieren.
  • Ein Ansteckmikrofon kannst Du unauffällig an Deiner Kleidung bzw. an der Deines Interviewpartners befestigen.

Es gibt eine grosse Auswahl in diversen Preisklassen. Für diesen Artikel habe ich 6 Lavaliermikrofone getestet.

4 Mikrofone für Smartphones und 2 für Kameras

Ich stelle Dir zwei Mikrofone für Kameras vor (DSLR, Videocam, VJ-Cam). Dies etwas weiter unten in diesem Artikel. (Direkt dorthin springen.)

Vier Ansteckmikrofone sind für das Smartphone konzipiert und ich vergleiche sie direkt miteinander. Dazu habe ich auch ein Video aufgenommen, wo Du Dir selber anhören kannst, wie die Tonqualität ist.

 

 

4 Lavalier-Mikrofone fürs Smartphone im Test

Mikrofone:

Test-Kriterien:

  • Tonqualität
  • Kopfhöreranschluss
  • Stecker
  • Kabellänge
  • Preis

Hier schon mal eine Übersicht – im Detail geht’s gleich nach der Tabelle weiter.

Ansteckmikrofone Tabelle Judith Steiner
(Mit einem Klick auf die Tabelle kannst Du sie Dir noch grösser anschauen.)

 

Tonqualität

VT 506 Mobile: sehr guter Klang
Røde SmartLav+: ebenfalls sehr guter Klang
iRig Mic Lav: dumpf, gefällt mir weniger
ClipMic digital: Ton sehr leise, für Live-Videos nicht geeignet

Das VT 506 Mobile und das Røde SmartLav+ haben die beste Tonqualität.

Ich finde das VT 506 einen Tick besser, aber wenn Du ausschliesslich Videos machst, fährst Du mit dem SmartLav+ genauso gut. Weil das Bild den Ton auch noch unterstützt.

Anders, wenn Du die Tonaufzeichnung jedoch auch als Podcast verwenden möchtest, oder wenn Du Musiker bist und es auf die Nuancen beim Ton ankommt.

Und wenn Du keine Live-Videos machst und den Pegel in der Nachbearbeitung noch verändern kannst, kann ich Dir in Bezug auf den Ton auch das ClipMic digital guten Gewissens empfehlen.

Kopfhöreranschluss

Ganz wichtig ist es, die Kontrolle über den Ton zu haben.

Es kann schnell passieren, dass ein Mikrofon nicht richtig eingesteckt ist oder aus irgendeinem Grund mal nicht auf Anhieb funktioniert. Wenn Du das erst nach der Aufnahme merkst, ist das mehr als ärgerlich.

Deswegen benutze ich immer einen Kopfhörer und überprüfe den Ton. Entweder während des ganzen Drehs oder bei Moderationen, wo ich gerne ohne Kopfhörer im Bild bin, zumindest vorher.

Und so sieht das bei den getesteten Mikrofonen aus:

iRig Mic Lav: Kopfhöreranschluss integriert
VT 506 Mobile: Kopfhörer via Adapter verwendbar
Røde SmartLav+: Kopfhörer via Adapter verwendbar
ClipMic digital: Keine einfache Möglichkeit für Kopfhörer

Hier hat das iRig Mic Lav einen grossen Vorteil: Es hat einen Kopfhöreranschluss integriert. Und das Tolle ist: Über die 3,5mm-Buchse kann auch ein zweites Mikrofon angeschlossen werden (das iRig Mic Lav kann im Zweierpack gekauft werden).

Ein Adapter für Kopfhörer und zusätzliche Mikrofone

Die anderen Mikrofone bringen keine Kopfhörerbuchse mit. Es gibt aber eine Lösung dafür: Den Stecker SC6 von Røde.

SC6 Adapter Rode

Er hat einen Kopfhörer- und zwei Mikrofoneingänge, wenn Du mehrere Mikrofone am Smartphone anschliessen möchtest.

Dieser kleine Helfer ist also mit dem Røde SmartLav+ und dem VT 506 Mobile zu empfehlen.

ClipMic digital: Kopfhörer schwierig

Das ClipMic digital hat einen Lightning-Stecker und ist deswegen nicht mit dem SC6-Adapter kompatibel.

Es gibt zwar Adapter, welche sowohl einen Lightning- als auch einen 3,5mm-Klinken-Eingang haben. Als ich mal so einen mit einem Mikrofon getestet habe, hat es aber nicht funktioniert.

Eine andere Alternative wäre es, einen Bluetooth-Kopfhörer zu verwenden. Ich schalte aber beim Filmen jeweils den Flugmodus ein, um keine Störsignale auf dem Smartphone zu haben, deswegen kommt das für mich nicht in Frage.

Und damit sind wir beim nächsten Kriterium meines Mikrofon-Tests:

Stecker

VT 506 Mobile: Klinke
iRig Mic Lav: Klinke
Røde SmartLav+: Klinke
ClipMic digital: Lightning

Die Mikrofone von Røde, VT und IK Multimedia haben alle einen 3,5mm-Klinkenstecker. Für neuere Smartphones, die statt einer Kopfhörerbuchse einen Lightning- oder USB-C-Anschluss haben, brauchst Du also einen Adapter.

Einzig das ClipMic digital hat einen Lightning-Anschluss. Vorteil: Es gibt eine Schnittstelle und damit eine Störanfälligkeit weniger.

Nachteil: Der SC6-Adapter ist nicht kompatibel. Wenn ich ein iPhone der neueren Generationen habe und keines, das noch über Lightning- und Kopfhörerbuchse verfügt, kann ich also damit keinen Kopfhörer verwenden.

Kabellänge

VT 506 Mobile: 2.5 m
Clipmic Digital: 2.5 m
iRig Mic Lav: 1.5 m
Røde SmartLav+: 1 m

Normalerweise stehst Du beim Filmen nicht gleich neben der Kamera, sondern etwas weiter entfernt. Und Du möchtest das Mikrofonkabel unter der Kleidung verstecken.

Deswegen ist es nützlich, wenn dieses etwas länger ist.

Mehr Freiheit dank Verlängerungskabel

Eine Kompromisslösung ist das Verlängerungskabel von Røde. Es ist mit diversen Mikrofonen mit Klinkenstecker kompatibel. Jedoch ist es mit 6 Metern schon fast wieder zu lang – es verknotet sich schnell und kommt sogar eher in den Weg.

Deswegen lieber von Anfang an ein Mikrofon mit etwas mehr Kabel kaufen.

Preis

iRig Mic Lav: ca. 99.- für zwei Mikrofone bei audiosource.ch
Røde SmartLav+: ca. 68.- bei fotichaestli.ch
ClipMic digital: ca. 183.- bei House of Sound
VT 506 Mobile: ca. 198.- bei Audio Bauer Pro AG

 

Mein Fazit:

VT 506 Mobile: Mich überzeugt dieses Mikrofon am meisten. Es hat ein langes Kabel und ich kann es mit dem SC6-Adapter von Røde kombinieren, um zusätzlich einen Kopfhörer zu verwenden. Zudem ist die Tonqualität hervorragend.

Røde SmartLav+: Auch dieses Lavaliermikrofon habe ich in meiner Ausrüstung dabei und brauche es auch in meinen Workshops, zusammen mit dem Verlängerungskabel.

Der grosse Unterschied zwischen den beiden ist der Preis. Das VT 506 Mobile ist doppelt so teuer wie das Røde SmartLav im Doppelpack.

iRig Mic Lav: Hier ist die Kombination von zwei Mikrofonen und Kopfhörer super, dafür schneidet die Tonqualität im Test schlechter ab als diejenige der beiden vorher genannten Miks.

Ansteckmikrofone Tabelle Judith Steiner
Mit einem Klick darauf kannst Du die Tabelle vergrössern.

Wenig geeignet: Das ClipMic digital

Das ClipMic digital kann ich am wenigsten empfehlen.

Hier wurde zwar viel Wert auf die Tonqualität gelegt, wie man es sich von Sennheiser gewohnt ist. Es ist ein Audiowandler eingebaut, das ist das kleine Kästchen, das dem Stecker vorgeschaltet ist. Dieses sorgt für einen guten Klang. Zudem wird durch den direkten Lightning-Anschluss ein Adapter überflüssig – es gibt dadurch weniger Störanfälligkeit.

Jedoch gibt es bei diesem Mikrofon drei gewichtige Nachteile: 1. Es kann nur mit iPhones verwendet werden. 2. Der Ton ist recht leise und muss nachbearbeitet werden. 3. Es gibt keine ideale Möglichkeit, mit diesem Ansteckmikrofon einen Kopfhörer zu verwenden.

 

Lavalier-Mikrofone für Kameras

VT 500 Water

Das ist das 5. Mikrofon, das ich im Testvideo getragen habe:

Ich habe das Video mit meiner Profikamera, der Sony FS5, gefilmt, und das VT 500 Water von Voice Technologies Switzerland in Kombination mit meiner Funkstrecke verwendet.

Dieses Lavalier-Mikrofon hat einen hervorragenden Klang.

Dazu trumpft es mit einigen Nice-to-haves auf: Es ist wasserdicht, eignet sich ausgezeichnet zum Filmen im Regen und kommt mit praktischen Zusatzteilen, die es ermöglichen, das Mikrofon direkt auf die Haut kleben zu können. Damit kann es unter dem T-Shirt unsichtbar versteckt werden.

Das VT 500 Water kostet bei AudioBauer Pro ca. CHF 429. Es gibt auch eine etwas günstigere Variante des VT 500, die nicht wasserdicht ist.

VT 506 Video

Wenn Du nicht mit einer Funkstrecke filmst, empfehle ich Dir das VT 506 Video. Es hat ein 2,5 Meter langes Kabel und kann direkt bei der Kamera angeschlossen werden.

Es ist von fast das gleiche Mik wie das VT 506 Mobile, der Stecker ist aber TRS und die Form des Mikrofonkopfes sieht etwas anders aus.

Erhältlich ist das VT 506 Video bei AudioBauer Pro für ca. CHF 198.

 

Welches Mikrofon bevorzugst Du?

Schreib es mir in den Kommentaren!

Meine Mikrofon-Tipps habe ich Dir in einem Ratgeber zusammengestellt, inklusive Adapter und Verlängerungskabel.

Im PDF findest Du auch noch zwei Funkstrecken, welche sich für die Verwendung mit dem Smartphone eignen.

Wann sich welcher Mikrofontyp am besten eignet (Handmikrofon, Lavaliermikrofon, Richtmikrofon), darauf gehe ich in diesem Ratgeber näher ein:

Ratgeber: Mikrofontypen im Vergleich

Videos verwalten: So organisiere und sichere ich meine Dateien

Heute füllen wir nicht mehr unsere Schränke mit DVDs. Dafür füllen wir unsere Festplatten – und zwar ziemlich schnell.

Videos brauchen sehr viel Platz.

Wenn Du regelmässig filmst, brauchst Du also eine gute Organisation. Sonst sind Dein Smartphone oder Dein Computer schnell am Anschlag…

Wie ich das mache, verrate ich Dir in diesem Artikel.

Du erfährst, wo ich:

  • laufende Projekte und Rohmaterial speichere
  • Backups anlege, falls was schiefgeht
  • fertige Projekte und Rohmaterial archiviere
  • fertige Videos immer verfügbar habe
  • den Überblick behalte, wo sich welches Video befindet

 

Meine drei wichtigsten Tipps:

1. Leg die Videodateien, an denen Du arbeitest, nicht direkt auf Deinem Computer ab.

Dieser ist sonst ziemlich schnell voll.

2. Arbeite stattdessen mit einer externen SSD-Festplatte.

Die Mehrkosten für eine SSD-Festplatte lohnen sich absolut: Eine normale Festplatte ist für die Videoproduktion zu langsam.

3. Überleg Dir gut, wo Du fertige Projekte archivieren willst.

Wenn Du privat filmst, brauchst Du das Rohmaterial für ein Video vielleicht nicht mehr. Aber auch das fertige Video soll an einem sicheren Ort liegen.

 

Und jetzt etwas genauer 🙂

Im Folgenden beschreibe ich Dir, wie ich mich organisiere.

Wohin mit neuen Videos?

Professionelle Videos und auch grössere private Projekte schneide ich auf dem MacBook, mit einem Schnittprogramm wie Adobe Premiere Pro oder Final Cut.

Das heisst, das Videomaterial muss von meiner Kamera auf den Rechner. Sei es von der Speicherkarte meiner Sony FS 5 oder meiner Lumix GH4 oder vom Speicher meines iPhones.

Doch ich habe die Regel:

Kein Rohmaterial direkt auf den Rechner

Ich habe zwar auf meinem MacBook 1 Terabyte Speicher. Trotzdem lege ich nie ein Video dort ab – weder Projekte, noch fertig geschnittene Videos.

Und trotzdem sind schon etwa 400 GB besetzt. Wenn ich da noch meine Videodateien auf den Rechner legen würde, wäre er ziemlich schnell voll. Und ich habe Projekte, die sind grösser als 1 TB.

Wie mache ich das also?

Ich arbeite mit externen Festplatten.

Davon habe ich einige. Das Geniale daran ist: Sie werden immer kleiner, bieten aber immer mehr Daten Platz.

Ich übertrage also Rohmaterial von der Speicherkarte oder vom Smartphone via MacBook auf eine externe Festplatte.

Es gibt zwei Arten von externen Festplatten: SSD und HDD.

Ich habe beide im Einsatz, aber für unterschiedliche Zwecke.

SSD-Festplatte für das laufende Projekt

Für mich ist das Wichtigste: SSDs sind sehr schnell.

Das ist unbedingt nötig beim Video schneiden, denn mein MacBook muss laufend auf das Rohmaterial zugreifen können. So, als wäre es auf dem MacBook selber abgelegt.

Wenn die Festplatte bzw. die Schnittstelle langsam ist, hängt das Programm die ganze Zeit. Da kann der Rechner selber noch so schnell sein.

Ein weiterer Vorteil, der für mich wichtig ist: Es gibt heute sehr kleine und leichte SSD-Festplatten.

So habe ich Festplatten, die etwa halb so gross sind wie mein iPhone X, aber 1 TB bzw. sogar 3 TB Speicherplatz haben.

SSD Festplatte

Diese kleinen Festplatten kann man gut überallhin mitnehmen.

Manchmal schneidet eine Mitarbeiterin für mich Videos. Ich kann ihr dazu einfach die Festplatte mit dem Rohmaterial mitgeben und sie bringt mir darauf das fertig geschnittene Video (inkl. Rohmaterial) wieder zurück.

Damit ich den Überblick nicht verliere, klebt auf jeder SSD-Festplatte eine Etikette. Darauf schreibe ich jeweils mit Bleistift, welche Projekte gerade auf der Festplatte abgelegt sind.

Die Mehrkosten lohnen sich

SSD-Festplatten sind relativ teuer. Doch mit den genannten Vorteilen lohnen sich die Kosten absolut, wenn Du regelmässig Videos schneidest.

Ein weiterer Vorteil: SSD-Festplatten sind geräuschlos. Es stört Dich also kein Summen beim Videos schneiden.

Neben der SSD-Festplatte benutze ich aber auch „normale“ Festplatten:

HDD-Festplatte als Backup

HDDs sind günstiger als SSD-Festplatten, aber sie sind schwerer und grösser.

Ich brauche sie deswegen nicht, um direkt damit zu arbeiten, sondern um eine Sicherheitskopie des Rohmaterials eines laufenden Projekts abzulegen.

Wenn mal was schiefgehen würde oder die SSD-Festplatte verloren ginge, dann habe ich noch ein Backup.

Das Rohmaterial ist also doppelt abgelegt: Auf der SSD- und auf der HDD-Festplatte.

Zusätzlich: Dropbox / Cloud

Das Projekt selber befindet sich bisher nur auf der SSD-Festplatte. Alles, was ich also schon geschnitten oder kombiniert habe, ist dort gespeichert.

Damit auch diese Arbeit noch zusätzlich gesichert ist, macht mein Schnittprogramm automatisch regelmässig ein Backup.

Dieses wird auf Dropbox gespeichert. (Es gibt natürlich auch andere Cloud Services.)

Im Notfall kann ich also das Projekt von dort und das Rohmaterial von der HDD-Festplatte holen.

Das Schnittprogramm Premiere Pro bietet sogar noch ein zusätzliches Backup, indem Adobe mein Projekt auf ihrer eigenen Cloud speichert.

Nun ist auch das laufende Projekt doppelt oder sogar dreifach gesichert: Auf der SSD-Festplatte, auf der Dropbox und in der Cloud des Schnittprogramms.

Zusammengefasst:

Speicher für laufende Projekte

Rohmaterial: SSD- und HDD-Festplatte.

Projektdateien: SSD-Festplatte, Dropbox, (Adobe Cloud).

 

Und fertige Projekte?

Wenn ein Projekt abgeschlossen ist, müssen die Daten so schnell wie möglich weg von der Festplatte.

Denn es lohnt sich nicht, grosse Dateien dort liegen zu lassen, weil externe SSD-Festplatten doch recht teuer sind.

Also brauche ich einen anderen Ort, um Projekte zu archivieren.

Netzwerkspeicher (NAS) als Archiv

In einer Ecke meines Büros stehen drei kleine Server, sogenannte NAS. Sie haben je 8 TB Speicherplatz.

Darauf archiviere ich fertige Projekte inklusive Rohmaterial.

Kundenprojekte behalte ich mindestens ein Jahr lang.

Das verspreche ich in den Verträgen, und meine Kunden bezahlen auch für diese Archivierung.

Wenn ich das Projekt inkl. Rohmaterial auf dem NAS abgelegt habe, kann ich es von der SSD-Festplatte und von der HDD-Festplatte entfernen.

Dann habe ich aber nur noch eine Kopie… Das ist mir zu unsicher.

Was ist, wenn einer dieser Server ausfällt? Oder, noch schlimmer:

Was ist, wenn mein Büro abbrennt?

Meine Lösung:

Ich habe auch zu Hause drei solche NAS mit je 8 TB Speicher. Dort ist genau das gleiche drauf wie auf den NAS im Büro.

Um sie zu synchronisieren, gehört zu jedem NAS eine portable Festplatte mit ebenfalls 8TB Speicher.

2 NAS-Server mit Festplatte synchronisieren

Die portable Festplatte wurde mir von einem Kollegen speziell programmiert.

Wenn ich sie an einem NAS anschliesse, erkennt sie, welche Änderungen ich dort vorgenommen habe. Ob ich neue Dateien hinzugefügt oder alte Dateien gelöscht habe.

Die Festplatte übernimmt diese Änderungen, ohne dabei immer die gesamten 8 TB zu kopieren. Und wenn ich die Festplatte dann am zweiten NAS anschliesse, werden die Änderungen synchronisiert.

Das kann eine Weile dauern – je nach Grösse des Projekts rattert es die ganze Nacht durch.

Jetzt habe ich insgesamt drei Backups des fertigen Projekts: NAS zu Hause, NAS im Büro, portable Festplatte.

 

Fertige Videos immer verfügbar in der Cloud

Das fertige Video (ohne Projekt und Rohmaterial) archiviere ich zusätzlich noch in einer Cloud.

So kann ich jederzeit auch unterwegs darauf zugreifen. Zum Beispiel, wenn ich jemandem etwas zeigen möchte. Schliesslich ist nicht jedes Kundenvideo online verfügbar.

Ich teste immer noch verschiedene Anbieter von Cloud-Diensten… Deswegen habe ich meine fertigen Videos an verschiedenen Orten abgelegt.

In der Übersicht:

 

Ordnung muss sein

Damit ich bei all den Projekten und Videos nicht die Übersicht verliere, habe ich mir eine Liste angelegt.

  • Welches Projekt ist auf welchem Server archiviert?
  • Und wo liegt das fertige Video sonst noch?

So muss ich jeweils nicht lange suchen und weiss genau, was sich wo befindet.

 

Wie organisierst Du Deine Projekte?

Was sind Deine Erfahrungen? Ich freue mich, wenn Du mir einen Kommentar zu diesem Artikel schreibst oder mir Deine Tipps weitergibst!

 

Tipps für schöne Luftaufnahmen

Seit einem guten Jahr besitze ich eine Drohne. Hast Du auch eine?

Ich finde, schöne Luftaufnahmen kann man vielseitig einsetzen und immer wieder brauchen – wenn man sie gut archiviert und sie wieder findet! 🙂

Ich habe einen Ratgeber zusammengestellt mit meinen 10 besten Tipps für das Filmen mit Drohne. Hol ihn Dir mit einem Klick aufs Bild!

PDF-Ratgeber


Im Test: Zusatz-Objektive fürs Smartphone

Fischauge, Makro, Teleobjektiv: Für Smartphones gibt es diverse Objektive, die man zusätzlich kaufen kann. Das bedeutet: mehr Möglichkeiten beim Filmen und Fotografieren mit dem Smartphone.

Ich werde häufig gefragt, ob ich Aufstecklinsen oder externe Objektive empfehlen kann. Hier stelle ich Dir einige Möglichkeiten vor, die ich getestet habe. Mit ihren Vor- und Nachteilen.

Update Januar 2019: Einige der Objektive, die ich im Video vorgestellt habe, sind nicht mehr erhältlich. Du findest meine Testberichte und das Video trotzdem noch weiter unten. Heute empfehle ich Dir das Objektivset von LVG, das ich Dir gleich näher vorstellen werde.

Ratgeber „Objektive zum Filmen mit Smartphone“

Bevor wir zu den Linsen-Tests kommen: Eine Übersicht über alle Smartphone-Linsen findest Du in meinem Ratgeber, den Du gratis als PDF herunterladen kannst.

PDF: Objektive zum Filmen mit Smartphone

 

Billige No-Name-Objektivsets

Es gibt im Internet unzählige billige Objektivsets zu kaufen. Auch ich habe vor etwa einem Jahr mal ein solches bestellt. Und die Objektive sehr bald in den Müll geworfen.

Die Qualität ist zu schlecht: Es gibt einen schwarzen Rand im Bild und die Linsen verrutschen die ganze Zeit oder passen von Anfang an nicht richtig.

Hier gibt es wirklich einen grossen Unterschied zu den teureren Produkten, die ich euch im Folgenden vorstellen werde.

 

Objektiv-Set von LVG

Aufstecklinsen Objektive Smartphone LVG

Fotichaestli.ch stellte mir ein Set mit verschiedenen Aufsatz-Objektiven von der chinesischen Marke LVG zum Testen zur Verfügung.

Ausprobieren konnte ich die Objektive bei einem Ausflug mit meinem tollen Team: Wir waren im Toggenburg in einem Seifenatelier. Ich habe die Gelegenheit gepackt und – wenn ich nicht gerade mit Düften und Ölen beschäftigt war – einige Clips mit dem iPhone und den Aufsatzlinsen gefilmt.

Im Video stelle ich das Set vor und Du siehst gleich selber, was die Linsen hergeben.

Das Set besteht aus 4 Objektiven, von denen man das eine auseinanderschrauben kann und so noch ein zusätzliches Objektiv erhält. Dazu gibt es ein kleines Täschchen und eine Sonnenblende.

Vorteile: Die Handhabung ist sehr einfach: Die Objektive lassen sich mit ihrer Klammer direkt auf dem Smartphone montieren. So sind sie schnell aufgesetzt und gewechselt. Sie scheinen auch recht robust zu sein (Objektiv: Metall, Klammer: Kunststoff).

Bild: Fotichaestli.ch

Das Set lässt sich mit diversen Smartphone-Modellen verwenden, auch bei solchen mit Dual-Linsen. Ich konnte die Aufsatz-Linsen problemlos über das Haupt-Objektiv meines iPhone XS setzen.

Auch die Auswahl der Linsen finde ich gut: Es ist alles dabei, was beim Filmen mit dem Smartphone Sinn macht.

Die 5 Linsen im Test: Am meisten begeistert bin ich vom 2-fach-Tele-Objektiv. Die Vergrösserung, die ich mit dieser kleinen Aufsatzlinse hinkriege, ist toll: Ich kann von relativ weit weg filmen und habe schöne Nahaufnahmen mit einem klaren Bild. Damit zu arbeiten, macht wirklich Spass!

Im Set enthalten sind auch zwei Weitwinkel-Objektive, „wide“ und „super-wide“. Damit kann man die Grösse von Astrids Seifenatelier im Video richtig erfassen und sieht, woran meine Mitarbeiterinnen gerade arbeiten. Doch in einem solchen Setting kommt man auch schnell an die Grenzen – ich finde Weitwinkel vor allem bei Landschaftsaufnahmen schön. Um Menschen bei der Arbeit oder bei einem Hobby zu zeigen, ist es sinnvoller, bald mal ins Detail zu gehen.

Zuletzt habe ich das 180-Grad-Weitwinkel getestet. Dieses „Fischauge“ erzeugt den typischen Kugel-Effekt und es ist ein schwarzer, kreisrunder Rand im Bild sichtbar. Das kann zwischendurch lustig sein, aber ich setze solche Effekte wirklich selten ein.

Bonus: Das Fischauge ist ein 2-in-1-Objektiv: Wenn man es auseinanderschraubt, wird der eine Teil zur Makro-Linse. Damit kann ich sehr nahe rangehen zum Filmen und erhalte gute Detail-Aufnahmen.

Fazit: Ich kann dieses Set sehr empfehlen! Es passt zu diversen Smartphones. Auch der Preis ist gut: Das LVG-Set ist für CHF 89 bei Fotichaestli.ch erhältlich.

 

olloclip Active Objektivset

olloclip Active Objektivset

Das olloclip Active Objektivset besteht aus einem Teleobjektiv mit 2 x optischem Zoom und einem Weitwinkel. Weitwinkel wird auch „Action Camera“-Sichtfeld genannt, weil viel mehr ins Bild kommt, aber nicht so verzogen wie beim Fischauge.

Es gibt von olloclip auch ein Set mit Fischauge, Weitwinkel und Makroobjektiv; das olloclip Core Set.

Vorteile: Das Bild ist schön, klar und es gibt keine schwarzen Ränder.

Mit dem iPhone 7 Plus ist das Teleobjektiv besonders cool: Dieses iPhone verfügt ja bereits über einen 2x-Zoom in der einen Linse. Indem das olloclip-Teleobjektiv auf dieser Linse positioniert wird und ich diese bei Filmen gezielt anwähle (ist z.B. in Apps wie Filmic Pro oder Pro Camera möglich), habe ich sogar einen 4x optischen Zoom. Somit wird die Dualkamera voll ausgenutzt.

Weiterer Vorteil: Die Linsen sind robust und das Anstecksystem durchdacht: Am Clip kann ich beide Linsen befestigen, dann je nach Situation den Clip umgedreht aufstecken und so ganz schnell zwischen den beiden Objektiven wechseln.

Dazu gibt es einen Anhänger, mit dem ich den olloclip z.B. an meiner Tasche befestigen kann.

Nachteile: olloclip ist im Schweizer Apple-Store für iPhone 8/8 Plus und 7/7 Plus erhältlich. Für iPhone X gibt es momentan nur ein Set mit Fischauge, Makro und Superweitwinkel. Im olloclip-Online-Shop gibt es für andere Smartphones und iPhones Adapter bzw. Linsen-Sets.

Preis: Bei Apple kostet das olloclip Active Objektivset für iPhone 7/8 ca. CHF 160.

 

Beastgrip

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Beastgrip mit verschiedenen Linsen.

Beim Recherchieren zu Objektiven für das Smartphone lernte ich Célia kennen. Sie ist auf Instagram sehr aktiv und macht tolle Bilder.

Ich traf Célia in Zürich, wo sie mit ihr „Beastgrip“ vorstellte. Das ist eine Konstruktion, in die man verschiedene Smartphones hineinschrauben und dann ein Objektive aufstecken kann.

Vorteile: Das Beste am Beastgrip ist, dass die Grösse verstellbar ist. Ich kann also alte iPhones einsetzen, aber auch mein iPhone 7 Plus, Samsung Galaxy – sogar das iPad Mini könnte man noch damit verwenden. Durch die verstellbare Konstruktion halten sie alle sehr gut.

Vorne setzt man dann verschiedene Objektive ein. Zum Beastgrip gehören ein Weitwinkel mit Fischauge und ein Weitwinkel mit Makro.

Es gibt aber auch einen Adapter, mit dem man beliebige Canon- oder Nikon-SLR-Objektive am Beastgrip befestigen kann. Damit kriegt man Bilder im Film-Look mit viel Tiefenunschärfe, wie es sonst mit dem Smartphone nicht möglich ist.

Das Beastgrip kann man gut in der Hand halten und beim Filmen führen, ich kann es aber auch einfach auf ein Stativ schrauben.

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Das Beastgrip im Test.

Preis: Das Set mit Beastgrip-Halterung, Weitwinkel-Fischauge, -Makro und Adapter für SLR-Objektive kostet direkt bei Beastgrip 335 $. Sets mit einzelnen dieser Bestandteile sind entsprechend günstiger.

Fazit: Das Beastgrip finde ich wirklich toll, vor allem, weil man mit verschiedenen Smartphones und Objektiven arbeiten kann.

 

Machen zusätzliche Objektive fürs Smartphone Sinn?

Vor allem beim Beastgrip drängt sich die Frage auf, warum man bei dem ganzen Equipment-Aufwand nicht gleich eine DSLR-Kamera verwendet. Macht es Sinn, ein solches Gerüst zu kaufen und Adapter für teure Objektive?

Ich persönlich werde mir kein Beastgrip kaufen. Der Grund: Zum Fotografieren mit dem Smartphone, zum Beispiel für Instagram, habe ich gerne die kleinen olloclip-Objektive oder das Sony Cybershot dabei. Diese reichen mir für Zoom- oder Weitwinkel-Aufnahmen völlig.

Wenn ich mit dem Smartphone filme, dann mache ich dies vor allem spontan und ohne zusätzliches Equipment. Wenn ich hingegen geplant filme, verwende ich lieber meine professionelle Ausrüstung, also meine Lumix GH4 oder Sony FS5. Da brauche ich kein zusätzliches Beastgrip.

3 Gründe für zusätzliche Objektive

Es gibt aber durchaus Gründe, warum ein zusätzliches Objektiv für das Smartphone in gewissen Situationen Sinn macht:

1. Kein Umweg über den Computer

Journalisten, die etwa ein Interview filmen und dieses möglichst schnell auf die Redaktion schicken sollen, können dies direkt vom Smartphone aus tun. Der Umweg über einen Computer, den man etwa mit einer Handycam nehmen muss, entfällt. Mit einem zusätzlichen Objektiv hat man aber trotzdem schönere Bilder als mit der einfachen Smartphone-Kamera.

2. Produktion direkt auf dem Smartphone

Wenn man das Video auf dem Smartphone filmt und auch gleich auf diesem Gerät bearbeitet, ist man in der Produktion einfach am schnellsten. Das fertige Video kann man danach auch direkt auf YouTube hochladen. Auch hier können zusätzliche Objektive für mehr Möglichkeiten und bessere Bildqualität sorgen.

3. Live-Videos

Das Smartphone macht es heute möglich, dass wir mit Facebook, Instagram etc. sehr einfach live in die ganze Welt streamen können. Wenn ich ein Teleobjektiv habe, komme ich auch bei einem Live-Video näher heran, zum Beispiel, wenn ich draussen unterwegs bin und aus der Entfernung etwas heranholen möchte.

 

PDF-Ratgeber

Die verschiedenen Objektive mit Vor- und Nachteilen sowie den Infos zu Preis und Onlineshops habe ich euch in einem PDF-Ratgeber zusammengestellt. Du kannst ihn mit einem Klick aufs Bild herunterladen.

PDF: Objektive zum Filmen mit Smartphone

 

Ältere Aufsteck-Objektive im Test

2017 erschien die erste Version dieses Blogposts. Mittlerweile sind einige der Objektive, die ich damals vorgestellt habe, nicht mehr erhältlich. Doch falls jemand gezielt danach sucht, behalte ich die Testberichte und das Video dazu noch im Blog.

 

ExoLens mit ZEISS Optik


ExoLens mit ZEISS Optik

ZEISS stellt sehr hochwertige, gute Objektive her, und die gab es eine Zeitlang auch für das Smartphone. Es gibt ExoLens-Objektive für iPhone 6/6s/7 noch zu kaufen. Eine Freundin lieh mir ihr Samsung Galaxy mit den beiden passenden ExoLens-ZEISS-Objektiven (nicht mehr erhältlich) zum Ausprobieren aus.

Makro- und Teleobjektiv finde ich eine gute Kombination: Wenn ich mir eine Kombination aussuchen könnte, wären dies genau die beiden Linsen, die ich wählen würde.

Für die Makro-Aufnahmen musste ich sehr nahe ans Objekt heran, dass es wirklich scharf wurde und man die Details sah. Das Video wurde deswegen ziemlich verwackelt. Doch gerade weil man so nahe ans Objekt herangeht, ist es sehr schwierig, mit einem Stativ zu arbeiten. Fazit: Für Fotos ist das Makro-Objektiv wunderbar und es gibt wirklich schöne Aufnahmen. Zum Filmen ist es weniger geeignet.

Das Teleobjektiv hingegen ist auch zum Filmen praktisch. Ich war am See und habe die Schwäne und Enten gefilmt, und mit dem Zoom komme ich näher ran, ohne dass der Schwan gleich beisst 😉

Vorteile: Die Bilder sind wirklich sehr schön und die Kombination Makro- und Teleobjektiv macht Sinn.

Nachteile: Wie erwähnt, ist das Makro-Objektiv zum Filmen eher nicht geeignet. Der grösste Nachteil ist aber, dass die ExoLens für Samsung-Geräte und neuere iPhones nicht mehr erhältlich sind.

Preis: Ziemlich hoch. Weitwinkel: CHF 209, Tele: CHF 259. Dazu kommt die Halterung für CHF 79 (iPhone 6/6s/7). Alles noch erhältlich bei Light+Byte.

 

Samsung-Set für Galaxy S7/S7 edge

Ich freue mich immer, wenn Blog-Leserinnen oder Leser mit mir Kontakt aufnehmen und mir ihre Erfahrungen weitergeben. So hat mich André Häring von „Aug & Ohr“ kontaktiert. Er besitzt ein Objektiv-Set für das Samsung Galaxy S7, hergestellt von Samsung selber.


Samsung Lens Cover ET-CG930 für Galaxy S7 (Bild: Samsung)

André hat für mich ein Video aufgenommen, in dem er das Set vorstellt. Ihr könnt es euch in meinem YouTube-Video zu diesem Blogeintrag anschauen. Ich fasse seine Erfahrungen zusammen:

Vorteile: Das Set, bestehend aus Tele- und Weitwinkel-Objektiv, Halterung und Abdeckungen, ist schön verarbeitet. Die Objektive sind wertig, aus Metall und mit Glaslinsen, und gut verpackt. Die Objektive werden in die Halterung geschraubt, danach wird die Halterung, eine Art Cover, auf das Smartphone gesteckt. Die Halterung passt perfekt auf das Galaxy S7.

Das Objektiv wird in die Halterung geschraubt. (Screenshot Video André Häring)

Auf mich machen die Linsen im Video einen guten Eindruck, die Bildqualität ist gut und die Verarbeitung, wie bereits erwähnt, ebenfalls.

Dieses Set ist nur fürs Galaxy S7/S7 edge geeignet. Bisher gibt es keine Nachfolgermodelle.

Preis: Bei Digitec ist das Objektivset noch für Samsung Galaxy S7 edge erhältlich. Es kostet CHF 99.

 

Sony Cybershot (DSC-QX10)

Eine Kamera, verpackt in einem Objektiv: Sony Cybershot DSC-QX10.

Dieses Objektiv von Sony habe ich schon seit drei Jahren. Es ist ein unabhängiges Objektiv, das sich mit dem Smartphone verbinden lässt. Das Smartphone dient nur noch als Display.

Das Objektiv kann entweder unabhängig verwendet oder ans Smartphone angesteckt werden. (Fürs iPhone 7 Plus funktioniert die Halterung gerade noch.)

Vorteile: Ein grosser Vorteil des Cybershot-Objektivs ist die hervorragende Bildqualität. Es verfügt über einen 10x optischen Zoom und einen optischen Bildstabilisator.

Diese Unabhängigkeit gibt viele Möglichkeiten für Kameraperspektiven: Ich kann das Objektiv zum Beispiel ins Gras legen und sehe auf dem Smartphone aus der Froschperspektive, wenn meine Protagonisten daran vorbeigehen. Wenn das Objektiv mal zu weit weg vom Smartphone sein sollte, dann sehe ich das mit einem Symbol auf dem Display. (Für andere Möglichkeiten eines externen Monitors beim Filmen mit Smartphone, siehe dieser Blogeintrag.)

Das Objektiv ist für verschiedene Smartphone-Modelle geeignet. Ich habe es mit dem iPhone 5 und 7 Plus getestet.

Nachteile: Die Verbindung zum Smartphone ist sehr langsam. Das Cybershot-Objektiv wird mit einer App verwendet, die ein WiFi aufbaut und sich mit dem Smartphone verbindet. Für Fotos und Filmaufnahmen ohne viel Bewegung funktioniert das einwandfrei. Ansonsten ist die Übertragung aber immer etwas verzögert oder stockt sogar.

Ein weiterer Nachteil ist, dass beim Filmen die Dateien nur auf der internen SD-Karte gespeichert werden. (Beim Fotografieren landen sie direkt auf dem iPhone-Speicher.) Wenn ich schon mit meinem Smartphone filme, möchte ich die Videos auch gleich anschauen oder schneiden können.

Zum Filmen würde ich dieses Objektiv also nicht empfehlen.

Preis: Bei Digitec.ch ist das Sony Cybershot DSC-QX10 zwar aufgeführt, aber auf unbestimmte Zeit nicht lieferbar. Bei Amazon kostet es 340 €. Für diesen Preis kauft man besser gleich eine richtige Kamera.

 

Was sind Deine Erfahrungen?

Ich würde mich freuen, in den Kommentaren von Dir zu lesen, welche Objektive Du verwendest und was Du für Erfahrungen damit machst!

PDF: Objektive zum Filmen mit Smartphone

Q&A: Warum funktioniert der Kopfhörer beim Filmen nicht?

Liebe Judith,

ich verwende das Røde SmartLav+ Mik und den Røde SC6-Adapter, die Du in Deinem Mikrofon-Ratgeber empfiehlst. Ich filme mit dem iPhone und schliesse über den Adapter jeweils das Mikrofon und meine Kopfhörer an.

Wenn ich nun eine Videoaufnahme starte, höre ich nichts von der Audioaufnahme über die Kopfhörer. Da kommt einfach kein Ton während dem Filmen. Auf der Aufnahme ist der Ton dann aber zu hören.

Wie machst Du das jeweils? Habe ich etwas übersehen?

Die Anleitung zum Røde-Mikrofon bezieht sich immer „nur“ auf Audio-Aufnahmen mit der Røde-Recording-App. Diese App habe ich zwar auch, aber ich möchte ja Videos produzieren.

Danke für Deine Hilfe ♥️

Grüsse dich lieb!

N.

Diese E-Mail erreichte mich kürzlich.

Vielleicht filmst Du auch mit dem iPhone und hast das gleiche Problem wie N., dass beim Filmen Dein Kopfhörer wie nicht funktioniert, also dass Du keinen Ton auf dem Kopfhörer hast?

Beim Filmen keinen Ton auf dem Kopfhörer

Ich habe in meinem Blog schon diverse Mikrofone und Adapter vorgestellt. Und ich betone immer wieder, wie wichtig gerade bei Interviews das Audiomonitoring ist, die Kontrolle über den Ton.

Wenn ich mit der normalen Kamera-App des iPhones filme, dann kommt kein Ton auf den Kopfhörer.

Was ist das Problem?

Mit der Hardware ist alles in Ordnung – aber mit der Software nicht. Die Kamera-App unterstützt kein Audiomonitoring.

Trick 1: Mit der Filmic Pro App filmen

Eine Möglichkeit ist, anstatt die normale iPhone-Kamera-App zu verwenden, mit einer anderen App zu filmen. Mit einer App, welche das Audiomonitoring unterstützt. Zum Beispiel mit der Filmic Pro App.

Damit hast Du Ton auf dem Kopfhörer und kannst während eines Interviews den Ton überwachen.

Trick 2: MetaRecorder im Hintergrund laufen lassen

Falls Du mit der normalen Kamera-App weiterarbeiten willst, gibt es auch eine Lösung.

Und zwar kannst Du zum Beispiel den MetaRecorder von Apogee installieren (kostenlose App).

Lasse den Recorder laufen und wechsle dann zur Kamera-App. Wenn der MetaRecorder im Hintergrund läuft, hast Du auch während dem Filmen Ton auf dem Kopfhörer.

Ich habe verschiedene Recording-Apps ausprobiert, Garage Band sowie Recorder von iRig oder Røde. Dort hat das nicht oder zumindest nicht zuverlässig funktioniert. Sobald ich zur Kamera-App gewechselt habe, war der Ton wieder weg vom Kopfhörer…

Im Live-Video ausprobiert

Kurz nachdem ich diesen Blogpost fertig entworfen hatte, konnte ich den Trick mit dem MetaRecorder gut gebrauchen: In einem meiner Live-Videos, die ich fast täglich auf meinem YouTube-Kanal mache, war der Ton ganz schlecht.

Mein Lavaliermikrofon, das ich wegen dem Wind extra mit einem Windschutz-„Kätzchen“ ausgestattet hatte, funktionierte aus irgend einem Grund nicht. Deswegen filmte ich unbewusst mit dem iPhone-Mikrofon – und der ohnehin schon schlechtere Ton wurde vom Wind stark gestört.

Am nächsten Tag testete ich die Tonqualität also vor und während der Aufnahme des Live-Videos ganz genau.

Ich liess im Hintergrund den MetaRecorder mitlaufen und trug sogar am Anfang des Videos die Kopfhörer, um sicherzugehen, dass man mich gut hört.

Du kannst Dir das Video hier ansehen, ich erzähle darin auch nochmals von meinem Ton-Fiasko. Abonniere doch meinen YouTube-Kanal, dann siehst Du immer, wenn ich live bin. In den Live-Videos gebe ich Einblick in meinen Arbeitsalltag und gebe kleine Video-Tipps weiter. Ich freue mich auf Dich!

Steigere die Qualität Deiner Videos

Wenn Du Interviews, Moderationen oder Vlogs aufzeichnest, ist es zentral, dass man die sprechende Person gut versteht. Wenn Du ein Mikrofon verwendest, wird die Qualität Deiner Videos gleich sehr viel besser!

In meinem Ratgeber

„Mikrofone zum Filmen mit Smartphone“ findest Du neben dem Røde SmartLav+ noch weiteres Zubehör, damit Dein Video einen guten Ton hat.


Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

So holst Du Musik ohne iTunes direkt auf Dein iPhone

Wolltest Du auch schon Musik aus dem Browser direkt auf Dein iPhone laden und wusstest nicht wie? Vielleicht wolltest Du Musik unter Dein Video legen, die Musik aber nicht aus dem iTunes nehmen? In diesem Video zeige ich Dir, wie es funktioniert:

Mit meiner Familie verbrachte ich kürzlich ein Wochenende mit dem SAC Zindelspitze auf einem Gletscher. Ich filmte immer wieder etwas und wollte das Video noch während dem Wochenende zusammenschneiden.

 

Das Problem: Umweg über den Rechner

Um im iMovie, wo ich das Video schnitt, Musik einzufügen, muss ich den Song bereits in iTunes haben.

Und um einen Song von Epidemic Sound oder einer anderen Plattform ins iTunes zu importieren, brauche ich einen Rechner – Desktop oder Laptop. Mit den normalen Browser-Apps geht das nicht.

Natürlich hatte ich in der Hütte auf dem Gletscher mein MacBook nicht dabei… 🙂

Aber ich dachte: Es muss doch möglich sein, Musik direkt aufs Handy zu holen!

Und so suchte ich, bis ich eine Möglichkeit gefunden hatte:

Die Lösung: Die App „Total“

Es gibt eine Browser-App, die es ermöglicht, Musik herunterzuladen und von dort aus in die Schnitt-App zu exportieren: Sie heisst „Total“.

Total App Musik auf iPhone Judith Steiner

 

Anleitung:

  1. Total-App herunterladen: App Store
  2. Browser öffnen: Weltkugel-Symbol rechts unten
  3. Track suchen: Eine Zusammenstellung von Musikplattformen findest Du in meinem

    PDF-Ratgeber „Musik in Online-Videos verwenden“

  4. Download: Total-App unterstützt DropBox, Google Drive, OneDrive und iCloud
  5. Im „Dateien“-Bereich (Akten-Symbol links unten) den Track anwählen
  6. Entweder: „Verschieben“ und in iTunes ablegen
    Oder: „Teilen“ und so direkt in die Schnitt-App exportieren

Ich finde die Total-App eine super Lösung. Sie ermöglicht es mir, ein Video von A bis Z auf dem iPhone zu produzieren.

Kennst Du meinen PDF-Ratgeber „Apps für die Videoproduktion auf dem Smartphone“? Darin findest Du eine Auswahl von Schnittprogrammen fürs Smartphone. Je nachdem, was Du für Bedürfnisse hast, eignet sich die eine oder andere App besser.

Achtung: YouTube-Musikarchiv

Die Total-App unterstützt Epidemic Sound, artlist.io und andere Musikplattformen.

Mit dem YouTube-Musikarchiv funktioniert die Total-App aber nicht. Ich kann mir zwar Songs anhören, aber wenn ich sie downloaden möchte, wird das geblockt.

Eine App, die mit der YouTube Audio Library funktioniert, ist „Documents by Readdle“. Damit kann ich Musik von YouTube herunterladen und im Video-Schnittprogramm verwenden.

(Die App hat mir einer meiner Blog-Leser empfohlen – danke!)

Musik für Deine Videos

In diesem PDF-Ratgeber habe ich diverse Optionen zusammengestellt, wo Du Musik für deine Online-Videos findest.

Der Knackpunkt ist ja, dass Du diese Musik dann auch legal verwenden darfst. Mit dem Ratgeber bist Du auf der sicheren Seite. Lade ihn Dir mit einem Klick aufs Bild kostenlos herunter:

PDF Musik für Online-Videos

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Übrigens: Auf meinem YouTube-Kanal veröffentliche ich im Moment auch regelmässig Live Videos. Dort erzähle ich aus meinem Arbeitsalltag und gebe auch Tipps weiter.

Videoschnitt-Apps für Android und iPhone – 5 Apps im Vergleich

Es gibt ganz viele verschiedene Apps, um auf dem Smartphone Videos zu schneiden. In diesem Blogpost stelle ich Dir fünf Schnitt-Apps vor.

  1. Adobe Premiere Clip
  2. KineMaster
  3. Cute CUT
  4. iMovie (nur für iPhone)
  5. LumaFusion (nur für iPhone)

Ich habe alle Apps ausprobiert und kann sie empfehlen.

Je nach Bedürfnis kannst Du eine andere App besser brauchen: Manche eignen sich für den schnellen Videoschnitt, andere bieten so viele Möglichkeiten wie ein Profi-Schnittprogramm, einige können nur Querformat, andere auch Hochformat und quadratisch. Und das Budget spielt auch eine Rolle.

 

1. Adobe Premiere Clip

Die App kann…

  • Clips kürzen und aneinander schneiden
  • „Zauberstab“-Funktion für automatischen, schnellen Videoschnitt
  • Ton für das gesamte Video lauter und leiser stellen
  • Musik darunter legen
  • Verlangsamen
  • Farben etwas bearbeiten
  • Titel einsetzen
  • Das Video am Schluss exportieren

Nachteile:

  • Nur Breitformat
  • Gestaltungsmöglichkeiten sehr begrenzt

Adobe Premiere Clip ist gratis.

Hier findest Du ein Tutorial von mir zur App Adobe Clip.

Basics für die schnelle und einfache Videoproduktion

Die App Adobe Premiere Clip ist ziemlich rudimentär. Du hast die wichtigsten Funktionen: Clips zusammenschneiden, kürzen, aneinanderfügen, verlangsamen; man kann den Ton lauter und leiser stellen, Musik darunterlegen, einen Titel einblenden oder Zwischentitel setzen.

Das reicht absolut, um ein Video aus den Ferien zusammenzuschneiden und etwas Musik darunterzulegen.

Die App ist einfach und intuitiv, man begreift sie sehr schnell.

Nachteil: Nur Breitformat, nur Basics

Der grosse Nachteil ist dafür, dass man mit den Funktionen schnell mal an die Grenzen kommt.

Zum Beispiel kann man nur Breitformat-Videos erstellen, keine hochformatigen oder quadratischen. Es ist nicht möglich, Texte über das Video zu legen, sondern man kann nur einzelne Texttafeln einfügen. Der Ton kann nicht variiert werden, sondern nur über den ganzen Clip lauter oder leiser gestellt werden.

„Zauberstab“-Funktion für automatischen Videoschnitt

Das tolle an der App finde ich die „Zauberstab“-Funktion. Damit kann man ganz schnell Videos zusammenschneiden.

Ich habe das auch schon mal mit meinen Kindern ausprobiert. Wir waren den ganzen Tag mit Freunden im Wald und ich habe zwischendurch ein wenig gefilmt. Als wir auf den Bus warteten, fragte ich meinen Sohn, ob er das Video zusammenschneiden möchte.

Er war begeistert!

Ich öffnete die Adobe Clip App, sagte ihm, er solle alle Videos vom Wald auswählen und hinzufügen und dann den Zauberstab anklicken. Die App wählte eine Musik aus der Standard-Bibliothek aus und schnitt die Clips im Takt der Musik zusammen.

Zack, zack, hatten wir ein Video vom Nachmittag. Als der Bus kam, war das Video bereits fertig und wir hatten es an die Freunde verschickt.

Man kann auch jederzeit wieder in die Freiform-Funktion wechseln und die automatisch „gezauberte“ Version anpassen.

 

2. KineMaster

Die App kann…

  • Breit-, Hochformat und Quadrat
  • Zwei Videospuren, trimmen, schneiden
  • Videos drehen, spiegeln, verschnellern, verlangsamen
  • Audiopegel einstellen
  • Ton-Einblendungen, Tonbearbeitungen
  • Texte: Grosse Auswahl an Schriften, und Du kannst sogar Deine Handschrift aufs Video bringen
  • Musik herunterladen und aus der eigenen Datenbank verwenden
  • Farben bearbeiten
  • Stickers und Banners
  • Verschiedene Exporteinstellungen

Nachteil:

  • monatliche oder jährliche Kosten

Gratisversion: mit Wasserzeichen. Kaufversion: CHF 5.50/Monat oder CHF 44/Jahr.

Die Alleskönner-App

KineMaster hat richtig viele Funktionen.

Der grosse Vorteil ist, dass Du nicht nur Breitformat hast, sondern auch Hochformat und Quadrat. Oft werden diese Formate heute für Facebook, Instagram und andere soziale Plattformen eingesetzt.

Neben den Basics, die Du auch in Adobe Premiere Clip hast, hast Du mit KineMaster noch viel mehr Funktionen. Du kannst zum Beispiel den Ton nur für eine einzelne Sequenz lauter oder leiser machen, Ton ein- und ausblenden oder eine zweite Tonspur machen.

Du kannst auch eine zweite Videospur machen – zum Beispiel wenn Du bei einem Interview noch Stimmungsbilder einblenden möchtest, während das Audio vom Interview weiterläuft.

Kreativität mit Stickers und Handschrift

Es gibt eine recht grosse Musikdatenbank.

Mit Schriften, Farben, Stickers und Emojis kannst Du Dein Video ergänzen. Du kannst sogar von Hand ins Video hineinschreiben. Für verspielte Videos, wie man sie heute häufig auf Social Media sieht, ist das ideal. Du kannst also mit KineMaster Deine Kreativität voll ausleben.

Auch bei den Exportmöglichkeiten bleiben nicht viele Wünsche offen.

Für Android die beste App

Gerade für Android ist der KineMaster eine sehr gute Variante. Wenn man häufig Videos auf dem Smartphone schneidet und dabei einen grossen Spielraum beim Bearbeiten haben möchte, lohnt es sich.

Für iPhone gibt es eine ähnliche App, die ich aber noch besser finde: LumaFusion. Die stelle ich weiter unten vor.

Die App läuft auch auf iPads oder Android-Tablets. Das ist eine gute Alternative zum Smartphone – dort hast Du etwas mehr Übersicht dank dem grösseren Bildschirm.

Nachteil: Monatliche oder jährliche Kosten

Der Nachteil für mich ist, dass man bei der Gratisversion immer ein „KineMaster“-Wasserzeichen oben im Film hat. Das möchte ich auch bei meinen Ferienvideos nicht.

In der Kaufversion der App ist dieses Wasserzeichen weg. Auch die Auswahl an Stickers und Musik ist in der Kaufversion noch grösser.

Leider ist es aber kein Einmal-Kauf, sondern kostet pro Monat CHF/€ 5.50. Oder pro Jahr CHF 44/€ 45.99.

Das ist sicher für viele Leute schon recht viel, vor allem, wenn man nur hin und wieder mal ein Video schneidet oder schon auf dem Computer ein grosses, teures Schnittprogramm hat.

Und auch wenn es nach wenig Geld klingt, summieren sich doch die Kosten für solche Abos schnell und werden unübersichtlich.

 

3. Cute CUT

Die App kann…

  • Breitformat, Hochformat, Quadrat
  • Zwei Videospuren
  • Videos drehen, spiegeln, verschnellern, verlangsamen
  • Ton-Einblendungen, Tonbearbeitungen, Tonspur trennen
  • Audiopegel anzeigen
  • Off-Text aufnehmen
  • Texte: Grosse Auswahl an Schriften, Handschrift möglich
  • Farbbearbeitung
  • Formen rein

Nachteile:

  • Keine Sticker
  • Kein 4K!
  • Fehlende Audiopegel-Anzeige
  • Sehr langsam, reagiert manchmal nicht so gut

Gratisversion: mit Wasserzeichen, Begrenzung auf 30 Sekunden Video beim Export. Kaufversion: kostet einmalig CHF 6/€ 6.99.

Kreatives Tool für einen guten Preis

Cute CUT kann fast so viel wie der Kine Master. Wem der Kine Master also zu teuer ist, ist mit Cute CUT gut bedient.

Auch hier kannst Du mit zwei Videospuren arbeiten, Musik darunterlegen, den Ton gut bearbeiten, aufs Video malen, verschiedene Schriften wählen, das Video verschnellern und verlangsamen, die Farbe bearbeiten etc.

Es ist ein sehr kreatives Tool. Die Auswahl der Funktionen ist fast so gross wie bei einem Profi-Programm.

Nachteile: Video-Export nicht in 4K, läuft sehr langsam

Du kannst mit Cute CUT nur HD 1080 exportieren und nicht 4K. Das reicht zwar in den meisten Fällen. Aber wenn ich schon 4K gefilmt habe, möchte ich auch die Möglichkeit haben, das fertige Video in dieser Auflösung zu haben.

Ich habe mit Cute CUT auch schon in meinen Video-Workshops gearbeitet, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis ist wirklich super.

Trotzdem war ich nie ganz glücklich damit.

Der Grund: Die App ist teilweise recht langsam. Bis sich etwas öffnet, bis ich weiterarbeiten kann, geht es manchmal einfach zu lang. Man ist dann nie sicher, ob man einfach warten muss, oder ob die App hängt. Vielleicht ist die App auch deshalb nicht auf 4K-Videos ausgelegt.

 

4. iMovie (nur für iPhone)

Die App kann…

  • Breitformat
  • Zwei Videospuren (auch Bild-in-Bild)
  • Bild verschnellern, verlangsamen
  • Texte (beschränkt auf Vorlagen)
  • Musik (Auswahl klein)
  • Stickers und Banners
  • Tonspur trennen
  • Off-Text aufnehmen
  • Mit Vorlagen einen schönen Trailer gestalten

Nachteile:

  • Kannst Video nicht drehen
  • Keine Farbbearbeitung, nur Farbfilter
  • Keine Stickers
  • Übergänge sind mühsam
  • Keine grossen Spielereien (ausser Trailer-Funktion)
  • Musik und Schriften: Auswahl klein
  • Kein Audiopegel

iMovie ist gratis.

Zu iMovie habe ich ein ausführliches Tutorial gemacht.

Hervorragende Gratis-App

Dafür, dass iMovie gratis ist, kann es wahnsinnig viel. Du kannst mit zwei Videospuren arbeiten, den Ton ein- und ausfaden, Du kannst mit verschiedenen Farbfiltern arbeiten, Texte und Musik einfügen etc.

Für die meisten Bedürfnisse reicht iMovie sehr gut. Wenn’s darum geht, ein schönes Ferienvideo zu erstellen, ist die App super.

Nachteil: Nicht sehr flexibel, weiche Übergänge, nur Breitformat

Bei den Vorlagen, was Text, Musik, Gestaltungsmöglichkeiten angeht, gibt es nicht so viel Auswahl.

Ich kann vielleicht auswählen, ob der Titel oben oder unten im Bild sein soll, aber ich kann ihn zum Beispiel nicht vergrössern oder die Schrift beliebig ändern. Wenn Du also gerne mit Text in Video arbeitest, bist Du mit iMovie schnell an der Grenze.

Was mich auch sehr stört bei der App, ist, dass es immer am Anfang eine Überblendung macht, wenn ich Videos in die Timeline hineinnehme. Das wirkt unprofessionell. Profis arbeiten eigentlich immer mit harten Übergängen. Ich kann das zwar ändern, muss das aber bei jedem Schnitt manuell anpassen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass man nur Breitformat bearbeiten kann. Heute braucht man für die verschiedenen Sozialen Medien aber auch andere Formate. Instagram-TV nimmt zum Beispiel nur hochformatige Videos. Wenn man vor allem für Social Media Videos produziert, ist iMovie also ungeeignet.

 

5. LumaFusion (nur iPhone)

Die App kann…

  • Breitformat, Hochformat, Quadrat
  • Mehrere Videospuren
  • Mehrere Audiospuren die ich mit Reglern verschieben kann
  • Videos drehen, spiegeln, verschnellern, verlangsamen
  • Ton-Einblendungen, Tonbearbeitungen, Tonspur trennen
  • Audiopegel
  • Off-Text aufnehmen
  • Texte: Grosse Auswahl an Schriften
  • Farbbearbeitung
  • Sehr viele Farbfilter
  • Verschiedene Vignetten
  • Unschärfen
  • Marker setzen
  • Viele verschiedene Exportmöglichkeiten

Nachteile:

  • Relativ kleine Auswahl an Musik

LumaFusion kostet CHF 20/€ 21.99.

Profi-Schnittprogramm fürs iPhone

LumaFusion ist praktisch ein Profi-Schnittprogramm. Es bietet so viele Möglichkeiten! Und die App ist auch super aufgebaut, sie ist übersichtlich und man kann zügig damit arbeiten.

Sie bietet alle Features, die ich bei den anderen Apps bereits aufgezählt habe. Aber bei der Farb-, Bild- und Tonbearbeitung habe ich nochmals viel mehr Möglichkeiten und kann wirklich in die Tiefe gehen.

Ich habe diverse Bildformate, aus denen ich wählen kann, und auch beim Export habe ich verschiedene Möglichkeiten und Einstellungen.

Audiopegel für die optimale Tonbearbeitung

Ich habe (wie Kine Master) einen Audiopegel – das finde ich sehr wichtig. Wenn ich ein Video beim Bearbeiten anhöre, zeigt es mir auf der Seite an, wie laut es ist. Je nachdem, was für Boxen oder Kopfhörer ich habe, kann ich es beim Bearbeiten nur nach gehört gar nicht genau einschätzen. Da hilft der Pegel.

Vor allem Interviews müssen laut genug sein, dass Leute sie auch beim Anschauen mit Kopfhörern im Zug gut verstehen.

Fairer Preis

Die App kostet CHF 20. Das klingt nach viel Geld, weil wir uns gewohnt sind, dass Apps gratis sind. Aber für dieses Programm ist es ein sehr fairer Preis.

Fürs iPhone finde ich LumaFusion definitiv eine bessere Wahl als Kine Master.

 

Für grössere Projekte wechsle ich zum Computer

Als ich vor einigen Wochen ein Projekt in Luma Fusion geschnitten habe, war ich wirklich begeistert. Ich kann die App sehr empfehlen.

Aber: Auch wenn die App eigentlich alle Funktionen mitbringt, die man braucht, schneide ich grössere Projekte dennoch lieber am Computer als auf dem Tablet oder auf dem Smartphone.

Mir fehlen die Kurzbefehle, die ich mit einer Tastatur habe. So bin ich immer weniger schnell, als wenn ich auf meinem MacBook mit Premiere Pro oder Final Cut arbeite.

Wenn es Dir ähnlich geht: In Kürze werde ich Dir hier im Blog und auf meinem YouTube-Kanal meine liebsten Schnittprogramme für die Arbeit am Laptop oder Desktop-Computer vorstellen.

 

Alles kompakt als PDF

Ich habe meine Video-App-Empfehlungen als Ratgeber zusammengestellt. Du kannst ihn Dir gratis herunterladen.

Hast Du Fragen oder Ergänzungen? Dann schreib mir einen Kommentar zu diesem Post!

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