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Im Test: Zusatz-Objektive fürs Smartphone

Fischauge, Makro, Teleobjektiv: Für Smartphones gibt es diverse Objektive, die man zusätzlich kaufen kann. Das bedeutet: mehr Möglichkeiten beim Filmen und Fotografieren mit dem Smartphone.

Ich werde häufig gefragt, ob ich Aufstecklinsen oder externe Objektive empfehlen kann. Hier stelle ich Dir einige Möglichkeiten vor, die ich getestet habe. Mit ihren Vor- und Nachteilen.

Update Januar 2019: Einige der Objektive, die ich im Video vorgestellt habe, sind nicht mehr erhältlich. Du findest meine Testberichte und das Video trotzdem noch weiter unten. Heute empfehle ich Dir das Objektivset von LVG, das ich Dir gleich näher vorstellen werde.

Ratgeber „Objektive zum Filmen mit Smartphone“

Bevor wir zu den Linsen-Tests kommen: Eine Übersicht über alle Smartphone-Linsen findest Du in meinem Ratgeber, den Du gratis als PDF herunterladen kannst.

PDF: Objektive zum Filmen mit Smartphone

 

Billige No-Name-Objektivsets

Es gibt im Internet unzählige billige Objektivsets zu kaufen. Auch ich habe vor etwa einem Jahr mal ein solches bestellt. Und die Objektive sehr bald in den Müll geworfen.

Die Qualität ist zu schlecht: Es gibt einen schwarzen Rand im Bild und die Linsen verrutschen die ganze Zeit oder passen von Anfang an nicht richtig.

Hier gibt es wirklich einen grossen Unterschied zu den teureren Produkten, die ich euch im Folgenden vorstellen werde.

 

Objektiv-Set von LVG

Aufstecklinsen Objektive Smartphone LVG

Fotichaestli.ch stellte mir ein Set mit verschiedenen Aufsatz-Objektiven von der chinesischen Marke LVG zum Testen zur Verfügung.

Ausprobieren konnte ich die Objektive bei einem Ausflug mit meinem tollen Team: Wir waren im Toggenburg in einem Seifenatelier. Ich habe die Gelegenheit gepackt und – wenn ich nicht gerade mit Düften und Ölen beschäftigt war – einige Clips mit dem iPhone und den Aufsatzlinsen gefilmt.

Im Video stelle ich das Set vor und Du siehst gleich selber, was die Linsen hergeben.

Das Set besteht aus 4 Objektiven, von denen man das eine auseinanderschrauben kann und so noch ein zusätzliches Objektiv erhält. Dazu gibt es ein kleines Täschchen und eine Sonnenblende.

Vorteile: Die Handhabung ist sehr einfach: Die Objektive lassen sich mit ihrer Klammer direkt auf dem Smartphone montieren. So sind sie schnell aufgesetzt und gewechselt. Sie scheinen auch recht robust zu sein (Objektiv: Metall, Klammer: Kunststoff).

Bild: Fotichaestli.ch

Das Set lässt sich mit diversen Smartphone-Modellen verwenden, auch bei solchen mit Dual-Linsen. Ich konnte die Aufsatz-Linsen problemlos über das Haupt-Objektiv meines iPhone XS setzen.

Auch die Auswahl der Linsen finde ich gut: Es ist alles dabei, was beim Filmen mit dem Smartphone Sinn macht.

Die 5 Linsen im Test: Am meisten begeistert bin ich vom 2-fach-Tele-Objektiv. Die Vergrösserung, die ich mit dieser kleinen Aufsatzlinse hinkriege, ist toll: Ich kann von relativ weit weg filmen und habe schöne Nahaufnahmen mit einem klaren Bild. Damit zu arbeiten, macht wirklich Spass!

Im Set enthalten sind auch zwei Weitwinkel-Objektive, „wide“ und „super-wide“. Damit kann man die Grösse von Astrids Seifenatelier im Video richtig erfassen und sieht, woran meine Mitarbeiterinnen gerade arbeiten. Doch in einem solchen Setting kommt man auch schnell an die Grenzen – ich finde Weitwinkel vor allem bei Landschaftsaufnahmen schön. Um Menschen bei der Arbeit oder bei einem Hobby zu zeigen, ist es sinnvoller, bald mal ins Detail zu gehen.

Zuletzt habe ich das 180-Grad-Weitwinkel getestet. Dieses „Fischauge“ erzeugt den typischen Kugel-Effekt und es ist ein schwarzer, kreisrunder Rand im Bild sichtbar. Das kann zwischendurch lustig sein, aber ich setze solche Effekte wirklich selten ein.

Bonus: Das Fischauge ist ein 2-in-1-Objektiv: Wenn man es auseinanderschraubt, wird der eine Teil zur Makro-Linse. Damit kann ich sehr nahe rangehen zum Filmen und erhalte gute Detail-Aufnahmen.

Fazit: Ich kann dieses Set sehr empfehlen! Es passt zu diversen Smartphones. Auch der Preis ist gut: Das LVG-Set ist für CHF 89 bei Fotichaestli.ch erhältlich.

 

olloclip Active Objektivset

olloclip Active Objektivset

Das olloclip Active Objektivset besteht aus einem Teleobjektiv mit 2 x optischem Zoom und einem Weitwinkel. Weitwinkel wird auch „Action Camera“-Sichtfeld genannt, weil viel mehr ins Bild kommt, aber nicht so verzogen wie beim Fischauge.

Es gibt von olloclip auch ein Set mit Fischauge, Weitwinkel und Makroobjektiv; das olloclip Core Set.

Vorteile: Das Bild ist schön, klar und es gibt keine schwarzen Ränder.

Mit dem iPhone 7 Plus ist das Teleobjektiv besonders cool: Dieses iPhone verfügt ja bereits über einen 2x-Zoom in der einen Linse. Indem das olloclip-Teleobjektiv auf dieser Linse positioniert wird und ich diese bei Filmen gezielt anwähle (ist z.B. in Apps wie Filmic Pro oder Pro Camera möglich), habe ich sogar einen 4x optischen Zoom. Somit wird die Dualkamera voll ausgenutzt.

Weiterer Vorteil: Die Linsen sind robust und das Anstecksystem durchdacht: Am Clip kann ich beide Linsen befestigen, dann je nach Situation den Clip umgedreht aufstecken und so ganz schnell zwischen den beiden Objektiven wechseln.

Dazu gibt es einen Anhänger, mit dem ich den olloclip z.B. an meiner Tasche befestigen kann.

Nachteile: olloclip ist im Schweizer Apple-Store für iPhone 8/8 Plus und 7/7 Plus erhältlich. Für iPhone X gibt es momentan nur ein Set mit Fischauge, Makro und Superweitwinkel. Im olloclip-Online-Shop gibt es für andere Smartphones und iPhones Adapter bzw. Linsen-Sets.

Preis: Bei Apple kostet das olloclip Active Objektivset für iPhone 7/8 ca. CHF 160.

 

Beastgrip

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Beastgrip mit verschiedenen Linsen.

Beim Recherchieren zu Objektiven für das Smartphone lernte ich Célia kennen. Sie ist auf Instagram sehr aktiv und macht tolle Bilder.

Ich traf Célia in Zürich, wo sie mit ihr „Beastgrip“ vorstellte. Das ist eine Konstruktion, in die man verschiedene Smartphones hineinschrauben und dann ein Objektive aufstecken kann.

Vorteile: Das Beste am Beastgrip ist, dass die Grösse verstellbar ist. Ich kann also alte iPhones einsetzen, aber auch mein iPhone 7 Plus, Samsung Galaxy – sogar das iPad Mini könnte man noch damit verwenden. Durch die verstellbare Konstruktion halten sie alle sehr gut.

Vorne setzt man dann verschiedene Objektive ein. Zum Beastgrip gehören ein Weitwinkel mit Fischauge und ein Weitwinkel mit Makro.

Es gibt aber auch einen Adapter, mit dem man beliebige Canon- oder Nikon-SLR-Objektive am Beastgrip befestigen kann. Damit kriegt man Bilder im Film-Look mit viel Tiefenunschärfe, wie es sonst mit dem Smartphone nicht möglich ist.

Das Beastgrip kann man gut in der Hand halten und beim Filmen führen, ich kann es aber auch einfach auf ein Stativ schrauben.

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Das Beastgrip im Test.

Preis: Das Set mit Beastgrip-Halterung, Weitwinkel-Fischauge, -Makro und Adapter für SLR-Objektive kostet direkt bei Beastgrip 335 $. Sets mit einzelnen dieser Bestandteile sind entsprechend günstiger.

Fazit: Das Beastgrip finde ich wirklich toll, vor allem, weil man mit verschiedenen Smartphones und Objektiven arbeiten kann.

 

Machen zusätzliche Objektive fürs Smartphone Sinn?

Vor allem beim Beastgrip drängt sich die Frage auf, warum man bei dem ganzen Equipment-Aufwand nicht gleich eine DSLR-Kamera verwendet. Macht es Sinn, ein solches Gerüst zu kaufen und Adapter für teure Objektive?

Ich persönlich werde mir kein Beastgrip kaufen. Der Grund: Zum Fotografieren mit dem Smartphone, zum Beispiel für Instagram, habe ich gerne die kleinen olloclip-Objektive oder das Sony Cybershot dabei. Diese reichen mir für Zoom- oder Weitwinkel-Aufnahmen völlig.

Wenn ich mit dem Smartphone filme, dann mache ich dies vor allem spontan und ohne zusätzliches Equipment. Wenn ich hingegen geplant filme, verwende ich lieber meine professionelle Ausrüstung, also meine Lumix GH4 oder Sony FS5. Da brauche ich kein zusätzliches Beastgrip.

3 Gründe für zusätzliche Objektive

Es gibt aber durchaus Gründe, warum ein zusätzliches Objektiv für das Smartphone in gewissen Situationen Sinn macht:

1. Kein Umweg über den Computer

Journalisten, die etwa ein Interview filmen und dieses möglichst schnell auf die Redaktion schicken sollen, können dies direkt vom Smartphone aus tun. Der Umweg über einen Computer, den man etwa mit einer Handycam nehmen muss, entfällt. Mit einem zusätzlichen Objektiv hat man aber trotzdem schönere Bilder als mit der einfachen Smartphone-Kamera.

2. Produktion direkt auf dem Smartphone

Wenn man das Video auf dem Smartphone filmt und auch gleich auf diesem Gerät bearbeitet, ist man in der Produktion einfach am schnellsten. Das fertige Video kann man danach auch direkt auf YouTube hochladen. Auch hier können zusätzliche Objektive für mehr Möglichkeiten und bessere Bildqualität sorgen.

3. Live-Videos

Das Smartphone macht es heute möglich, dass wir mit Facebook, Instagram etc. sehr einfach live in die ganze Welt streamen können. Wenn ich ein Teleobjektiv habe, komme ich auch bei einem Live-Video näher heran, zum Beispiel, wenn ich draussen unterwegs bin und aus der Entfernung etwas heranholen möchte.

 

PDF-Ratgeber

Die verschiedenen Objektive mit Vor- und Nachteilen sowie den Infos zu Preis und Onlineshops habe ich euch in einem PDF-Ratgeber zusammengestellt. Du kannst ihn mit einem Klick aufs Bild herunterladen.

PDF: Objektive zum Filmen mit Smartphone

 

Ältere Aufsteck-Objektive im Test

2017 erschien die erste Version dieses Blogposts. Mittlerweile sind einige der Objektive, die ich damals vorgestellt habe, nicht mehr erhältlich. Doch falls jemand gezielt danach sucht, behalte ich die Testberichte und das Video dazu noch im Blog.

 

ExoLens mit ZEISS Optik


ExoLens mit ZEISS Optik

ZEISS stellt sehr hochwertige, gute Objektive her, und die gab es eine Zeitlang auch für das Smartphone. Es gibt ExoLens-Objektive für iPhone 6/6s/7 noch zu kaufen. Eine Freundin lieh mir ihr Samsung Galaxy mit den beiden passenden ExoLens-ZEISS-Objektiven (nicht mehr erhältlich) zum Ausprobieren aus.

Makro- und Teleobjektiv finde ich eine gute Kombination: Wenn ich mir eine Kombination aussuchen könnte, wären dies genau die beiden Linsen, die ich wählen würde.

Für die Makro-Aufnahmen musste ich sehr nahe ans Objekt heran, dass es wirklich scharf wurde und man die Details sah. Das Video wurde deswegen ziemlich verwackelt. Doch gerade weil man so nahe ans Objekt herangeht, ist es sehr schwierig, mit einem Stativ zu arbeiten. Fazit: Für Fotos ist das Makro-Objektiv wunderbar und es gibt wirklich schöne Aufnahmen. Zum Filmen ist es weniger geeignet.

Das Teleobjektiv hingegen ist auch zum Filmen praktisch. Ich war am See und habe die Schwäne und Enten gefilmt, und mit dem Zoom komme ich näher ran, ohne dass der Schwan gleich beisst 😉

Vorteile: Die Bilder sind wirklich sehr schön und die Kombination Makro- und Teleobjektiv macht Sinn.

Nachteile: Wie erwähnt, ist das Makro-Objektiv zum Filmen eher nicht geeignet. Der grösste Nachteil ist aber, dass die ExoLens für Samsung-Geräte und neuere iPhones nicht mehr erhältlich sind.

Preis: Ziemlich hoch. Weitwinkel: CHF 209, Tele: CHF 259. Dazu kommt die Halterung für CHF 79 (iPhone 6/6s/7). Alles noch erhältlich bei Light+Byte.

 

Samsung-Set für Galaxy S7/S7 edge

Ich freue mich immer, wenn Blog-Leserinnen oder Leser mit mir Kontakt aufnehmen und mir ihre Erfahrungen weitergeben. So hat mich André Häring von „Aug & Ohr“ kontaktiert. Er besitzt ein Objektiv-Set für das Samsung Galaxy S7, hergestellt von Samsung selber.


Samsung Lens Cover ET-CG930 für Galaxy S7 (Bild: Samsung)

André hat für mich ein Video aufgenommen, in dem er das Set vorstellt. Ihr könnt es euch in meinem YouTube-Video zu diesem Blogeintrag anschauen. Ich fasse seine Erfahrungen zusammen:

Vorteile: Das Set, bestehend aus Tele- und Weitwinkel-Objektiv, Halterung und Abdeckungen, ist schön verarbeitet. Die Objektive sind wertig, aus Metall und mit Glaslinsen, und gut verpackt. Die Objektive werden in die Halterung geschraubt, danach wird die Halterung, eine Art Cover, auf das Smartphone gesteckt. Die Halterung passt perfekt auf das Galaxy S7.

Das Objektiv wird in die Halterung geschraubt. (Screenshot Video André Häring)

Auf mich machen die Linsen im Video einen guten Eindruck, die Bildqualität ist gut und die Verarbeitung, wie bereits erwähnt, ebenfalls.

Dieses Set ist nur fürs Galaxy S7/S7 edge geeignet. Bisher gibt es keine Nachfolgermodelle.

Preis: Bei Digitec ist das Objektivset noch für Samsung Galaxy S7 edge erhältlich. Es kostet CHF 99.

 

Sony Cybershot (DSC-QX10)

Eine Kamera, verpackt in einem Objektiv: Sony Cybershot DSC-QX10.

Dieses Objektiv von Sony habe ich schon seit drei Jahren. Es ist ein unabhängiges Objektiv, das sich mit dem Smartphone verbinden lässt. Das Smartphone dient nur noch als Display.

Das Objektiv kann entweder unabhängig verwendet oder ans Smartphone angesteckt werden. (Fürs iPhone 7 Plus funktioniert die Halterung gerade noch.)

Vorteile: Ein grosser Vorteil des Cybershot-Objektivs ist die hervorragende Bildqualität. Es verfügt über einen 10x optischen Zoom und einen optischen Bildstabilisator.

Diese Unabhängigkeit gibt viele Möglichkeiten für Kameraperspektiven: Ich kann das Objektiv zum Beispiel ins Gras legen und sehe auf dem Smartphone aus der Froschperspektive, wenn meine Protagonisten daran vorbeigehen. Wenn das Objektiv mal zu weit weg vom Smartphone sein sollte, dann sehe ich das mit einem Symbol auf dem Display. (Für andere Möglichkeiten eines externen Monitors beim Filmen mit Smartphone, siehe dieser Blogeintrag.)

Das Objektiv ist für verschiedene Smartphone-Modelle geeignet. Ich habe es mit dem iPhone 5 und 7 Plus getestet.

Nachteile: Die Verbindung zum Smartphone ist sehr langsam. Das Cybershot-Objektiv wird mit einer App verwendet, die ein WiFi aufbaut und sich mit dem Smartphone verbindet. Für Fotos und Filmaufnahmen ohne viel Bewegung funktioniert das einwandfrei. Ansonsten ist die Übertragung aber immer etwas verzögert oder stockt sogar.

Ein weiterer Nachteil ist, dass beim Filmen die Dateien nur auf der internen SD-Karte gespeichert werden. (Beim Fotografieren landen sie direkt auf dem iPhone-Speicher.) Wenn ich schon mit meinem Smartphone filme, möchte ich die Videos auch gleich anschauen oder schneiden können.

Zum Filmen würde ich dieses Objektiv also nicht empfehlen.

Preis: Bei Digitec.ch ist das Sony Cybershot DSC-QX10 zwar aufgeführt, aber auf unbestimmte Zeit nicht lieferbar. Bei Amazon kostet es 340 €. Für diesen Preis kauft man besser gleich eine richtige Kamera.

 

Was sind Deine Erfahrungen?

Ich würde mich freuen, in den Kommentaren von Dir zu lesen, welche Objektive Du verwendest und was Du für Erfahrungen damit machst!

PDF: Objektive zum Filmen mit Smartphone

Adobe Premiere Clip: Eine Video-App für Android und iPhone

Viele von meinen Kunden arbeiten mit den Programmen Adobe Premiere Pro oder Adobe Premiere Elements. Die Software stammt von der Firma, die auch Photoshop, Acrobat oder InDesign auf den Markt gebracht hat.

Nun gibt es von Adobe auch eine Smartphone-App, um Filme zu produzieren: Adobe Premiere Clip.

 

Adobe Premiere Clip – eine App für iPhone und Android

Am wichtigsten: Die App Premiere Clip läuft sowohl auf Android als auch auf iPhone. Für mich ist sie deshalb interessant, denn ich habe öfters Kurse, in denen beide Betriebssysteme verwendet werden. Jetzt gibt es eine App, die für beide einheitlich ist.

Auch für Firmen, die möchten, dass ihre Mitarbeitenden selbständig Videos mit dem Smartphone produzieren, ist Premiere Clip spannend. Die App ist extrem einfach zu bedienen. Einfache Filme lassen sich damit schnell zusammenschneiden, man kann Musik darunterlegen und den Ton anpassen.

 

Am Computer weiterarbeiten

Für weitere Bearbeitungsschritte kann man dann an den Computer wechseln, denn Adobe Premiere Clip ist kompatibel mit Premiere Pro. Man kann also gut auf dem Smartphone einen ersten Rohschnitt machen, das Projekt dann über die Creative Cloud exportieren und am Computer daran weiterarbeiten.

Dazu ist die App gratis: Man muss sich lediglich für eine Adobe ID registrieren.

 

Unterschiede von Adobe Premiere Clip zu iMovie und Video Show

Für Android-Nutzer überzeugt mich die App sehr, da sie so einfach zu bedienen ist. Aufnahme von Off-Text und Texteinblender fehlen. Da kann die App Video Show  oder Kine Master eine Lösung sein.

Für iPhone-Nutzer empfehle ich jedoch nach wie vor, mit iMovie zu arbeiten. Diese App ist ebenfalls sehr einfach zu handhaben, sie kann aber noch mehr als Premiere Clip; zum Beispiel Texte einblenden oder eine zweite Videospur machen. In meinem PDF-Ratgeber „Apps für die schnelle Videoproduktion“ findest Du eine Übersicht über verschiedene Video-Apps.

In meinem online Videokurs „Kamera und Schnittplatz in der Hostentasche“ hat es unter anderem drei Anleitungsvideos für das iMovie. Dort zeige ich Dir die Möglichkeiten vom einfachen Schnitt, bis zum Off-Text und zur zweiten Videospur.

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Video-Apps für Android und Windows Phones

Video-Apps

Heute hat jedes Smartphone eine ziemlich gute Kamera eingebaut, mit der wir immer und überall filmen können. Zahlreiche Apps helfen uns, die Filme noch zu verbessern.

Ich kenne die Apps vor allem auf dem iPhone. Mit Video-Apps auf anderen Smartphones habe ich sehr wenig Erfahrung. Florian, den ich durch Twitter kenne (@smartfilming), hat selber viele Apps getestet und sich bereit erklärt, sein Wissen in einem Interview weiterzugeben.

Zum Filmen benutze ich auf dem iPhone oft die App FilmicPro. Was ich an der App vor allem schätze und auch benutze sind das Audiomonitoring (ich sehe die Lautstärke als Pegel) und dass Blende und Fokus getrennt sind. Das gleiche bietet auch die App MoviePro.

Gibt es Apps wie Filmic Pro für andere Smartphones?

Für Android gibt es seit einigen Monaten tatsächlich auch eine App, die mit „FilmicPro“ etc. vergleichbar ist. Cinema FV-5“ bietet eine ganze Reihe an manuellen Einstellungsmöglichkeiten, die einem helfen, Videos professioneller mit dem Smartphone herzustellen. Ganz wichtig ist sicher die Funktion zum Fixieren der Belichtung (leider nicht für alle Android-Geräte verfügbar), aber auch ein visueller Audiopegel, bzw. die Möglichkeit des Audio-Monitorings via Kopfhörer. Auch das Einstellen der Framerate ist manchmal sehr relevant, nämlich dann wenn die Bilder im TV verwendet werden sollen.

Eigentlich alle Camcorder-Apps orientieren sich in der Grundeinstellung am US-TV-Standard von 30 Bildern pro Sekunde (fps), in Europa ist der Standard jedoch 25 fps. Deshalb ist es in solchen Fällen wichtig, dass man auch mit 25 fps aufzeichnen kann, um Probleme bei der Post-Produktion und letztlich beim Endprodukt zu vermeiden. Wenn man „nur“ fürs Web produziert (was ja immer häufiger vorkommt), dann ist diese Sache jedoch nicht so wichtig. Android hat ausserdem den Vorteil, dass es mit dem Samsung Galaxy S4 Zoom, bzw. dessen Nachfolger, dem K Zoom, die einzigen Smartphones mit optischem Zoom (sogar 10-fach!) im Sortiment hat, das bietet nicht einmal das iPhone. Ein optischer Zoom kann ungemein von Vorteil sein, da man dadurch von derselben Position aus verschiedene Einstellungsgrössen drehen kann. Gerade auch als Journalist hat man nicht immer die Möglichkeit, mit dem Smartphone so nah wie gewünscht an Personen oder Objekte heranzukommen, wie man es ohne optischen Zoom für bestimmte Einstellungen tun müsste – da hilft ein optischer Zoom ungemein. Die beiden Geräte haben zudem einen sehr guten optischen Bildstabilisator, der S4 Zoom sogar ein integriertes Stativgewinde – man braucht keine Extra-Halterung wie bei anderen Smartphones, die man auf ein Stativ bauen will. Klar, die Geräte sind für ein modernes Smartphone ziemlich klobig, besonders der S4 Zoom, aber wer ein Smartphone dezidiert mit dem Hintergedanken kauft, damit Video zu produzieren, für den sind diese Geräte eine echte und sogar günstigere Alternative als ein iPhone!

Für Windows Phone fehlt derzeit noch eine App, die einem weitgehende manuelle Kontrolle beim Filmen gibt. Das ist insofern besonders bedauerlich als die High-End-Geräte der Lumia-Reihe ganz hervorragende Carl-Zeiss-Objektive mit optischer Bildstabilisation und grosser Lichtstärke verbaut haben. Lediglich Fotographen bekommen derzeit z.B. in den Apps „Nokia Camera“ und „Clever Camera“ volle manuelle Kontrolle, u.a. über die Verschlusszeit und den ISO-Wert. Es wäre wünschenswert, dass dies endlich auch für Video möglich ist. „Nokia Camera“ bietet immerhin die Möglichkeit, die Framerate auf 25 fps einzustellen, unterstützt jedoch (noch) keine externen Mikrofone wie das SmartLav von Rode oder professionelle XLR-Mikros, die man via iRigPre an die Kopfhörer-Buchse des Smartphones anschliessen kann. Die native Kamera-App von Windows Phone unterstützt dagegen den Einsatz externer Mikros, man muss jedoch dafür mit den 30 fps Vorlieb nehmen. Interessanterweise gibt es mit „Video Camera Pro“ eine App, die über eine Funktion verfügt, die es derzeit in keiner anderen Videokamera-App gibt, nicht mal in „FilmicPro“ oder anderen iOS-Apps: Die Möglichkeit, den Fokus während der Aufnahme stufenlos zu verschieben. Dadurch lassen sich wunderbare Fokus-Verlagerungen realisieren. Leider scheint es unmöglich zu sein, die Dateien aus der App, bzw. vom Smartphone zur weiteren Verwendung herunter zu bekommen und das macht die Sache letztlich nutzlos. Der Entwickler scheint die App auch aufgegeben zu haben, trotz mehrfacher eMail-Anfrage bekam ich keine Rückmeldung.

Abschliessend lässt sich dazu vielleicht sagen, dass Apple mit iOS sicherlich vor allem im Bereich der Apps (noch) vorne liegt, gerade was die Vielzahl der guten Medien-Apps anbelangt. Wer jedoch behauptet, für Android und Windows Phone wäre in dieser Hinsicht der Zug längst abgefahren, der täuscht sich. Denn einerseits gibt es auch für diese Systeme gute Apps, andererseits zählt am Ende nicht die Quantität, sondern die Qualität: Es reicht, wenn in einem Bereich EINE sehr gute App erscheint, die bestimmte Funktionen erfüllen kann. Der Luxus, mehrere gute Apps von einer Sorte zu haben, wird Apple wahrscheinlich vorbehalten bleiben, aber es ist gut möglich (und teilweise schon geschehen), dass Android und Windows Phone die Lücke so schliessen, dass die Unterschiede mehr oder weniger Geschmackssache sind und nur noch in der Auswahl, nicht aber in der eigentlichen Funktionalität bestehen.

Wenn man unterwegs ist und ein Video gleich auf dem Smartphone schneiden will, gibt es hierzu auch verschiedene Apps. iMovie von Apple selbst ist eine davon. Ich finde das iMovie sehr bedienerfreundlich, in kurzer Zeit versteht man den Workflow und kann den eigenen Videoclip zusammen schneiden.

Folgende Möglichkeiten des iMovie für iOS Geräte schätze ich:

Trimmen, Schneiden, Fotos integrieren (sogar mit Ken Burns Effekt, Bewegung im Bild), zweite Videospur, mehrere Tonspuren (für Ambi, Musik und Off-Text), einfache Off-Text Aufnahmen,

Welche vergleichbaren Programme für andere Smartphones gibt es? Was können sie?

„iMovie“ hat sich mittlerweile wirklich zu einer hervorragenden mobilen Schnittlösung entwickelt, nur „Pinnacle Studio“ und mit Abstrichen „Cute Cut Pro“ können Apples Hausprodukt auf iOS das Wasser reichen. Es gibt zwar immer noch ein paar Sachen, die verbessert werden können, aber prinzipiell ist „iMovie“ ein richtiger Winner. Für Android gibt es mit „KineMaster“ eine ebenfalls vorzügliche Videoschnitt-App, die vieles kann, was „iMovie“ kann, teilweise sogar noch mehr. Grösstes inhaltliches Manko ist zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich die fehlende zweite Videospur (die Entwickler haben dies jedoch für eines der nächsten Updates angekündigt), dafür glänzt „KineMaster“ neben allgemein hervorragender Bedienbarkeit und Funktion mit einfachem Grading (Helligkeit/Kontrast/Sättigung), echten Audiohüllkurven mit Keyframes (um den Ton innerhalb eines Clips oder Audiotracks vorübergehend leiser oder lauter zu machen), Markern für die Timeline (um sich bestimmte Stellen zu markieren) oder dem Trim-to-Playhead-Befehl, der den Schnitt erleichtern kann. Es gibt jedoch zwei Wermutstropfen: Einerseits ist die App nicht für alle Android-Geräte verfügbar (eine detaillierte Liste mit den kompatiblen Geräten findet man auf der Webseite kinemaster.com), grösstes Ärgernis ist jedoch das unlängst eingeführte Abo-System. Ursprünglich kostete die App 2 Euro für einen unbegrenzten Nutzungszeitraum, nun benötigt man für den Export ohne Wasserzeichen („Made with KineMaster“) ein monatliches (knapp 4 Euro) oder jährliches (knapp 30 Euro) Abo. Dieser Schritt hat die App viel Sympathie gekostet und es wird sich zeigen müssen, ob sich der Hersteller damit einen Gefallen getan hat. Den Durchschnittsnutzer dürfte das teure Abo-System auf jeden Fall abschrecken. Man kann nur Hoffen, dass der Hersteller diese Politik nochmal überdenkt. Dass die Desktop-Videoschnittsoftware-Riesen Adobe und Avid mittlerweile auch Abo-Systeme eingeführt haben, taugt jedenfalls nur sehr bedingt als Ausrede.

Die einzige andere halbwegs brauchbare Videoschnitt-App für Android-Smartphones ist der „Andromedia Video Editor„, der der App „Splice“ auf iOS ähnelt. Ich rate jedoch aus verschiedenen Gründen von dieser App ab: Die App ist sehr instabil und stürzt häufig ab, man wird mit aufdringlicher Push-Werbung zugemüllt und mein Viren-Scanner schlug auf die App mit der Warnung an, sie könnte Malware beinhalten.

Wer ein Android-Tablet besitzt, hat dagegen neben „KineMaster“ noch einige weitere Optionen.Power Director“ gefällt mir vom UI am besten und bietet auch eine ordentliche Funktionalität. „Video Pad“ besitzt sogar noch grössere Funktionalität (inklusive 2. Videospur), das UI wirkt jedoch antiquiert und ist teilweise etwas umständlich zu bedienen. Noch Luft nach oben hat „Movie Edit Touch“ von Magix, leider ist die App anders aufgebaut als „Movie Edit Touch“ für Windows-Tablets. Ganz einfache Sachen lassen sich jedoch auch hiermit realisieren.

Für Windows Phone gab es bis vor kurzem rein gar nichts an Videoschnitt-Apps, mit denen man mehrere Clips zusammensetzen kann. Seit jedoch das 8.1-Update des mobilen Betriebssystems von Microsoft im Sommer eingetroffen ist, hat sich viel getan, innerhalb sehr kurzer Zeit sind 5 Videoschnitt-Apps im Store aufgetaucht. Die vielversprechendste davon ist „Movie Maker 8.1„. Der Entwickler arbeitet derzeit auch an einer Pro-Version mit mehr Funktionalität, die sich gerade im Beta-Testing befindet. Weitere Videoschnitt-Apps für Windows Phone sind „Video Editor 8.1„, „Movie Jax„, „Film It“ und „Movid Video Editor“. Das Niveau von „iMovie“, „Pinnacle Studio“ oder „KineMaster“ ist natürlich noch nicht erreicht, aber man darf durchaus gespannt sein, wie sich die Situation weiter entwickelt. Wie bereits gesagt bieten gerade die leistungsstarken Lumia-Modelle (allen voran das neue Lumia 930) im Windows Phone-Bereich ausgezeichnete Hardware mit grossartigen Kameras. Jetzt braucht es nur noch die richtigen Apps dazu.

iMovie wird laufend verbessert. Die App kostet 5 Franken und auf den neuen iPhones sogar gratis.

Wie sieht es preislich bei den Android und Windows Video-Apps aus?

Prinzipiell sind die Apps recht günstig. Der problematischste Fall ist sicherlich „KineMaster“. Ursprünglich ein absolutes Schnäppchen mit 2 Euro für die Vollversion, doch mittlerweile muss man für den Export ohne Wasserzeichen ein Monats- oder Jahresabo abschliessen, dass alles andere als günstig ist: knapp 4 Euro im Monat oder 30 im Jahr. Die anderen Apps bewegen sich alle im Bereich zwischen kostenlos und 5 Euro.

Wer weiter zu den Themen auf dem Laufenden bleiben will kann mir bei Twitter folgen (@smartfilming) oder demnächst auf meinem neuen Blog smartfilming.de vorbeischauen. Bei (An-)Fragen auch gerne eine Mail an [email protected].

Vielen Dank Florian für die ausgezeichneten und detaillierten Tipps.

iRig Pre: Neue Mikrofon-Lösung für iPhone und Android

Wer Interviews, Moderationen oder Referate filmen möchte, sollte mit externen Mikrofonen arbeiten. Von IK Multimedia gibt es jetzt eine einfache und günstige Lösung für iPhones und Android: Das iRig Pre. (In der Schweiz bei Musix.ch zu bestellen).

Filmen mit Smartphone und Lieblingsmikrofon

Mit dem iRig Pre Interface kann fast jedes Mikrofon ans Smartphone angeschlossen werden: Handmik für Gesang oder Sprache oder eine Funkstrecke mit Ansteckmikrofon.

Kontrolle über die Audioaufnahme

Der Volumenregler im iRig Pre hilft die Lautstärke der Aufnahme anzupassen und bietet eine bessere Kontrolle über den Ton. Im Adapter ist auch eine Kopfhörerbuchse für ein Audiomonitoring. Dies funktioniert jedoch nur, wenn die App das unterstützt. Bei den Videoapps funktioniert das leider noch nicht. Die Filmic Pro App zeigt auf dem Display jedoch den Audiopegel an.

Audioaufnahmen mit Monitoring

Bei Audioaufnahmen funktioniert das Audiomonitoring mit iRig Pre und iRig Recorder für iPhone und für Android.

 

Ratgeber: Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

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