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Meine Video-Ausrüstung, Teil 1: Filmen mit dem Smartphone

Manchmal fragen mich Leute, ob ich mal meine Ausrüstung vorstellen könnte.

Das ist gar nicht so einfach.

Eigentlich habe ich drei verschiedene Ausrüstungen:

  1. zum Filmen mit dem Smartphone
  2. für Reisen und Freizeit
  3. für Videoaufnahmen bei Kunden

Zusätzlich besitze ich ziemlich viele Stative und Mikrofone für meine Workshops. Denn dort filmen jeweils mehrere Teams gleichzeitig, denen ich Zubehör zur Verfügung stelle.

Ich stelle euch die drei verschiedenen Ausrüstungen gerne vor. Und zwar in drei Videos bzw. Blogposts.

Hier das erste Video:

 

Das iPhone X

Aktuell gehört zu meiner Ausrüstung das iPhone X. Gerade, wenn ich zum Beispiel mit meinen Kids unterwegs bin und etwas festhalten will, dann filme ich mit dem iPhone.

Beim iPhone X bin ich immer wieder froh um die Tele-Linse. Damit komme ich ein bisschen näher ans Geschehen als nur mit der weitwinkligen Linse.

 

Smartphone-Kit klein

Unterwegs trage ich praktisch immer mein „Smartphone-Kit“ mit. Das ist ein Lederetui, in dem sich folgendes Zubehör befindet:

  • ein zusätzlicher Akku
  • Ladekabel mit Stecker
  • Kopfhörer für Musik und Podcasts
  • Lightning-Adapter für Kopfhörer und Mikrofon
  • Knopfmikrofon Røde SmartLav+: Damit kann ich auch spontan unterwegs mal vloggen und habe sicher einen guten Ton.

Filmen mit Smartphone Zubehör

Smartphone-Kit gross

Wenn ich einen Dreh mit dem Smartphone plane, kommen noch ein paar Gegenstände dazu.

  • Stativ Velbon DV-7000N. Es ist zwar relativ gross, aber wenn ich ein Interview führe, kann ich so das Smartphone auf der richtigen Höhe befestigen. Das Stativ hat einen Kopf, der schön dreht, da ist auch mal ein schöner Schwenk möglich. Und verglichen mit meinem Profi-Stativ spare ich mit dem Velbon-Stativ dennoch Platz und Gewicht.
  • Smartphone-Adapter (JJC) fürs Stativ
  • kleines Tisch-Stativ
  • Lavaliermikrofon VT506 Mobile. Es hat ein längeres Kabel als das SmartLav+ und eine bessere Soundqualität.
  • Adapter Røde SC6, damit ich Mikrofon und Kopfhörer am Smartphone anschliessen kann
  • Manchmal schafft es auch eine kleine LED-Lampe von Manfrotto inkl. Farbfiltern in diese Ausrüstung. Ich arbeite zwar am liebsten mit dem Licht vor Ort, aber manchmal bin ich dennoch froh, wenn ich ein bisschen aufhellen kann. Dazu mehr in meinem Ratgeber „Gutes Licht für Deine Videos“.

 

Nächster Blogpost: Meine Ausrüstung zum Filmen auf Reisen

Mit welcher Ausrüstung bist Du gerne unterwegs?

Im nächsten Video/Blogpost erzähle ich Dir mehr über meine Ausrüstung, die ich auf Reisen mitnehme – rechtzeitig zu den Sommerferien!

 

PDF-Ratgeber: So wird Dein Smartphone zur Profi-Kamera

In diesem kostenlosen PDF findest Du die Produkte, die ich empfehle, wenn Du mit Deinem Smartphone professionelle Videos drehen möchtest. Auf meiner give-away-Seite gibt es noch mehr Ausrüstungs-Ratgeber (Licht, Mikrofone etc.).

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

Filmen: DSLR-Kamera vs. Smartphone-Kamera

Im letzten Blogpost habe ich über die Unterschiede von verschiedenen Kameras geschrieben. In diesem Artikel geht’s dazu weiter.

In diesem Beitrag vergleiche ich das Smartphone, mit Kameras, bei denen Du das Objektiv wechseln kannst: DSLR-Kamera, Systemkamera, professionelle Videokamera.

 

Das Smartphone als Videokamera hat viele Vorteile. Die wichtigsten davon: Es ist schnell, man hat alles in einem Gerät, und mittlerweile sind (auch wegen Apps und Zubehör) mit dem Smartphone Videos von sehr guter Qualität möglich.

Man kommt mit dem Smartphone aber auch an gewisse Grenzen.

 

Die filmischen Grenzen des Smartphones

Am Schluss meines Videoproduktion-Starterkurses zeige ich jeweils folgendes Video. Ich erkläre den Teilnehmenden, dass sie mit dem Wissen, das sie an diesem Tag gelernt haben, solche gestalteten Beiträge umsetzen können.

Natürlich braucht es noch Übung. Aber grundsätzlich machen wir auch im Starterkurs einen ersten Beitrag in diese Richtung, mit einem Mix aus geführten Interviews und B-Roll.

Eine Frage wird nach diesem Video immer wieder gestellt: „Kann man das auch mit dem Smartphone machen?“

Die Antwort: „Jein“.

Inhaltlich und was den Aufbau betrifft: Ja. Von der Bildästhetik her: Nein.

Hier merken wir die Unterschiede zwischen dem Smartphone und professionellen Kameras (DSLR, Systemkamera, professionelle Videokamera).

 

Unterschied 1: Die Tiefenschärfe

Beim Interview:

Wenn ich ein Interview aufzeichne, dann soll der Hintergrund nicht vom Gesprochenen ablenken.

Das erreiche ich mit Tiefenunschärfe. Mein Hauptobjekt ist scharf, während der Hintergrund eher verschwommen ist. So wird der Fokus auf die sprechende Person und ihre Botschaft gelenkt.

Mit einer Kamera mit Wechselobjektiven kann ich auch bei einem unruhigen Hintergrund die Details „verwischen“. Man bekommt noch ein Gefühl für die Umgebung, aber sie lenkt nicht ab.

Mit dem Smartphone ist Tiefenunschärfe fast nicht möglich. Darüber habe ich schon einmal geschrieben. Der Porträtmodus, der bei Fotos Tiefenunschärfe ermöglicht, ist für Video nicht verfügbar. Ich muss also einen neutralen, ruhigen Hintergrund suchen, damit sich meine Interviewpartnerin vom Hintergrund abhebt.

 

Hier ein Beispiel aus einem Interview im Café Good in Rapperswil.

Das erste Bild habe ich mit der Sony PXW FS5 aufgenommen. Mit einem Speed Booster von Meta Bones habe ich das Canon 24-70 mm Objektiv befestigt.

 

Das nächste Bild ist mit dem iPhone X und der „normalen“ Kameralinse aufgenommen, also mit der weitwinkligen Linse. (Diese Linse haben auch die anderen iPhones, welche keine zweite Linse besitzen.) In der Breite ist mehr im Bild, das ist wegen der kleineren Brennweite. Aber es ist jedes Detail scharf. Das Bild wirkt viel unruhiger. Wer das Video sieht, ist beim Zuhören mehr abgelenkt von all den Details im Café.

 

Das dritte Bild ist mit der Telelinse des iPhones X aufgenommen. (Mit Apps wie Filmic Pro kann man die Linsen separat ansteuern, in der normalen Kamera-App geht das nicht.) Ich bin hier mit der Kamera weiter weg von Bea, meiner Interviewpartnerin, als vorher. Trotzdem sehen wir in der Breite weniger vom Café. Somit haben wir zwar weniger Ablenkung. Aber die Tiefenschärfe ist etwa gleich, die Details im Hintergrund bleiben sichtbar.

 

Die Tiefenschärfe beim B-Roll

Auch beim B-Roll bekomme ich durch die geringe Tiefenschärfe verschiedene Ebenen ins Bild. Das gibt mehr Tiefe, und mit etwas Übung kann ich sogar in einer Aufnahme den Fokus zwischen verschiedenen Ebenen wechseln.

 

Wie bekomme ich Tiefenunschärfe?

Bei einer geringen Tiefenschärfe gibt es nur einen kleinen Schärfebereich, weiter vorne und weiter hinten ist das Bild unscharf.

Ob das geht, ist von der Hardware der Kamera abhängig, vom Sensor und vom Objektiv.

Beim Smartphone ist der Sensor klein, das Objektiv ist fix. Bei einer DSLR-Kamera kann ich das Objektiv wechseln.

Das Video in der Posamenterie habe ich im Januar 2017 aufgenommen. Ich hatte gerade meine Sony PWX FS5 gekauft und wollte die Kamera mit Canon-Objektiven ausprobieren, vor allem mit dem Canon 24-70 mm.

Um geringe Tiefenschärfe zu erreichen, brauche ich eine grosse Brennweite. Das heisst, ich habe zuerst hineingezoomt, auf die Brennweite 70. Dann habe ich die Blende so weit wie möglich geöffnet (möglichst kleine Blendenzahl). Hier hatte ich die Blendenzahl 2.0.

Unterschied 2: Die Lichtempfindlichkeit

Smartphones haben eine kleine Linse und einen kleinen Sensor. Deshalb kommt nur wenig Licht in die Linse.

Wenn die Lichtverhältnisse schlecht sind, wird das Bild automatisch aufgehellt. Schwarz ist dann nicht mehr wirklich schwarz, sondern es wirkt verpixelt und rauscht.

Zwei Beispiele dazu.

Als ich dieses Video für Beyer Chronometrie aufnahm, war der Raum dunkel und nur punktuell beleuchtet. Ein schönes Ambiente, das ich mit Video einfangen sollte – aber eine Herausforderung wegen der schlechten Lichtverhältnisse.

Der Event war der Härtetest für meine Sony FS5.

 

Wenn möglich, habe ich den Gain auf meiner Kamera immer auf 0. Dann wird digital im Bild nichts aufgehellt. Der Gain ist das gleiche wie die ISO bei DSLR und Systemkameras, die Zahlenwerte sind aber nicht vergleichbar. Bei meiner Panasonic Lumix GH4 ist z.B. der kleinste ISO-Wert 200. Der Effekt ist aber der gleiche: Wenn die ISO bzw. der Gain zu hoch ist, beginnt das Bild zu rauschen.

Bei den Lichtverhältnissen an diesem Event stellte ich den Gain auf +6. Es funktionierte. In dem Screenshot aus dem Video (unten) ist schwarz wirklich schwarz und es hat kein Rauschen im Bild.

Ich habe hier auch mit der Sony FS5, dem Speedbooster und dem Canon Objektiv 24 bis 70mm gearbeitet.

Ich versuchte es kurz noch mit dem Zoomobjektiv, welches mit der FS5 neu mitgeliefert wurde (18 bis 105mm). Dieses Objektiv lässt aber viel weniger Licht in die Kamera und ich hätte den Gain mindestens auf +12 stellen müssen. Das Bild wäre nicht mehr so klar gewesen.

Auch mit dem Smartphone würde ich bei diesen Lichtverhältnissen nie so satte Bilder hinkriegen!

 

Dazu ebenfalls ein Beispiel:

Letzten Sommer wurde ich zu einem Outdoor Dinner von Extreme Dining eingeladen. Feines Essen in tollem Ambiente.

Spontan habe ich mit dem iPhone 7 Plus gefilmt. Auch noch, als es langsam Nacht wurde. Im Video sieht man, dass es mehr „pumpt“ im Bild, je dunkler es wird.

 

Das Smartphone kam hier an seine Grenzen, ich vermisste meine FS5. In der Situation im Bild unten ist mir der Unterschied am meisten aufgefallen. Es dämmerte erst und war noch gar nicht so dunkel, aber das Bild rauschte bereits sehr stark:

 

Für diese Nahaufnahme habe ich das Teleobjektiv des iPhones benutzt. Dieses nimmt weniger Licht auf als die normale Linse, es ergibt also noch ein stärkeres Rauschen.

 

Unterschied 3: Die fixe Brennweite

Diesen Unterschied habe ich im letzten Blogbeitrag schon erwähnt: Die fixe Brennweite ist ein Nachteil des Smartphones.

Letztes Jahr besuchte ich mit meiner Familie den Minneriya Nationalpark in Sri Lanka. Ich habe die Elefanten in diesem Park gefilmt. Mit dem iPhone 7 Plus gab es dieses Bild:

 

Die gleiche Situation mit GH4 und Zoomobjektiv:

Was für ein Unterschied!

 

Zoomobjektiv: Verstellbare Brennweite bringt mehr Gestaltungsfreiheit

Das erste Bild ist auch toll: Es erlaubt eine Übersicht über die Szene. Aber mit dem Smartphone kann ich nur diese Einstellung filmen. In meinem Ferienfilm möchte ich verschiedene Bildausschnitte zusammenschneiden: Naheinstellungen, mehr Distanz und viele Einstellungen irgendwo dazwischen.

Dazu muss ich die Brennweite ändern können. Entweder ich wechsle die Objektive, was in solchen Situationen eher stressig ist. Oder ich habe ein Zoom-Objektiv.

Lieber Schnitte als Zoom-Bewegungen

Wichtig: Zoom-Bewegungen, das heisst, dass innerhalb eines Videoshots die Brennweite verändert wird, braucht man ganz selten. Es wirkt unnatürlich, weil unser Auge das auch nicht kann.

Zoombewegungen ergeben die typischen, langatmigen Ferienvideos. Nach jedem Schnitt kommt wieder ein langer Zoom von der Elefantenherde zum Elefantenbaby und zurück. Hingegen ist eine wechselnde Brennweite super, um den Bildausschnitt zu ändern. Dazwischen wird aber geschnitten – das Tempo ist höher!

Im Video unten siehst Du, wie ich das meine. Ein kleiner Zusammenschnitt mit vielen Elefantenbildern aus dem Park in Sri Lanka. Die verschiedenen Brennweiten geben Abwechslung und verschiedene Ansichten der Herde.

Hier konnten nicht meine Füsse mein Zoom sein; es wäre gefährlich gewesen, den Jeep zu verlassen 🙂

Fazit des Vergleichs

Das Smartphone als Videokamera hat viele Vorteile. Es ist das schnellste Videoproduktions-Gerät der Welt und man hat es meistens dabei. Wenn Du jedoch in schwierigeren Lichtverhältnissen filmen möchtest oder die Möglichkeiten der Bildgestaltung wirklich ausnutzen willst, greifst Du besser zu einer richtigen Kamera. Oder nicht? Deine Meinung interessiert mich!

 

Egal, ob Smartphone oder DSLR: Mit der richtigen Lichtgestaltung holst Du aus Deinen Videos viel mehr heraus. In meinem PDF-Ratgeber „Gutes Licht für Deine Videos“ gebe ich Dir Tipps, wie Du bei Filmaufnahmen das Licht vor Ort optimal nutzen kannst.

Ratgeber anfordern: Gutes Licht für Deine Videos

Im Test: Lavaliermik VT506 Mobile und Adapter SC6 von Røde

Vor einigen Wochen bekam ich von Voice Technologies Switzerland eine kleine Box. Darin fand ich ein neues Lavaliermikrofon von Voice Technologies : das VT506 Mobile. Ich habe es mehrmals getestet und erzähle Dir in diesem Blogpost, wie es im Vergleich mit anderen Ansteckmikrofonen abschneidet.

Dann habe ich noch ein anderes neues Gadget entdeckt: einen Dreifach-Adapter, den SC6 von Røde. Damit lassen sich an ein Smartphone zwei Mikrofone und ein Kopfhörer anschliessen. Dazu mehr im zweiten Teil dieses Artikels.

Du kannst Dir auch das Video dazu anschauen:

 

Speziell fürs Smartphone entwickelt

Etwas hat das VT506 Mobile mit anderen Lavaliermiks gemeinsam, die ich hier im Blog auch schon vorgestellt habe: Es ist eigens für das Smartphone konzipiert.

Diese Mikrofone haben einen TRRS-Stecker, das heisst, einen Klinkenstecker mit drei Ringen. Damit sind sie mit der Kopfhörerbuchse von Smartphones kompatibel. Mehr zu TRS und TRRS in diesem Blogpost!

(Bei meinem iPhone X brauche ich zusätzlich immer noch das kurze Adapterkabel, weil die neueren iPhones statt der Kopfhörer- eine Lightning-Buchse haben.)

 

Der Vorteil des VT506 Mobile ist das lange Kabel

Im Video zum Mikrofon-Test sitze ich relativ weit weg von meinem Smartphone, das an einem Stativ befestigt ist und mit dem ich filme. In der Video-App habe ich die Tele-Linse eingestellt. Diese holt mich optisch näher heran. Damit ich trotzdem nicht riesig im Bild bin, brauche ich wieder etwas Abstand von der Smartphone-Kamera.

Mit diesem Mik funktioniert das: Denn der grosse Vorteil des VT506 Mobile ist, dass es ein 2,5 Meter langes Kabel hat.

Dadurch bietet es mehr Freiheit, ist aber trotzdem noch handlich.

Was mir auch gefällt, ist, dass dieses Ansteckmikrofon in der Schweiz hergestellt wird. Das zählt für mich als Schweizer Unternehmerin!

 

Vergleich mit Røde SmartLav+

Bisher empfahl ich in meinem Mikrofon-Ratgeber zum Filmen mit Smartphone das Røde SmartLav+. Es hat aber ein viel kürzeres Kabel – damit könnte ich keinen so grossen Abstand von der Kamera haben.

Deswegen habe ich immer empfohlen, zum SmartLav+ gleich das Verlängerungskabel zu kaufen. Mit einer Länge von 6m gibt dieses viel mehr Spielraum. Sechs Meter sind aber wiederum sehr lang und das Kabel verknotet sich deswegen oft.

 

Vergleich mit iRig MicLav (IK Multimedia)

Auch das iRig MicLav von IK Multimedia empfahl ich bisher oft, denn es ist im Zweierpack erhältlich. Die beiden Mikrofone lassen sich in einer handlichen Box mitnehmen und entweder einzeln oder zusammengesteckt verwenden. Das ist für Interviews perfekt, wo man ja sowohl mich als Reporterin als auch meinen Interviewpartner gut hören muss.

 

Das Mikrofon VT506 Mobile im Klangtest

Der Klang des neuen VT506 Mobile ist hervorragend.

Auch die Soundqualität des Røde SmartLav+ gefällt mir gut, doch je länger ich inzwischen mit VT506 Mobile arbeite, desto mehr höre ich den Unterschied.

Am schlechtesten schneidet im Vergleich das iRig MicLav ab. Es ist aber auch das günstigste Modell.

Der Preisunterschied der Mikrofone ist beträchtlich: Das SmartLav+ kostet um die CHF 65 (bei fotichaestli.ch), das iRig MicLav als einzelnen Mikrofon kostet CHF 50 (bei Musix.ch). Das VT506 Mobile kostet CHF 198 (bei AudioBauer Pro).

 

Ein genialer kleiner Adapter

Bei Interviews verwende ich immer einen Kopfhörer. So kann ich den Klang wirklich gut überwachen und erlebe beim Schnitt keine bösen Überraschungen.

Bei den Lavaliermiks ist es nur beim iRig MicLav möglich, einen Kopfhörer anzuschliessen.

Doch nun gibt es eine Alternative!

Passend zu den Mikrofonen fürs Smartphone habe ich nämlich ein tolles Gadget entdeckt: Einen Adapter für drei Stecker, den SC6 von Røde.

Zwei der 3,5mm-Buchsen sind Mikrofoneingänge, die dritte ist ein Kopfhörerausgang.

Der TRRS-Stecker des Adapters ist mit dem Smartphone kompatibel. (Für die Verwendung mit einer DSLR-Kamera bräuchtest du einen TRRS-TRS-Adapter.)

Damit habe ich meinen Kopfhöreranschluss zurück!

Auch zwei unterschiedliche TRRS-Miks lassen sich damit kombinieren, man muss nicht unbedingt zwei gleiche Mikrofon-Modelle verwenden.

Das kleine Gerät könnte also das iRig MicLav 2Pack ersetzen, wenn man den Klang ungenügend findet und lieber mit einem anderen Lavaliermik arbeitet.

Ich habe den Adapter getestet – er funktioniert bestens. Er ist bei fotichaestli.ch für 16 CHF erhältlich.

 

Achtung: Wenn du mit der normalen Kamera-App filmst, funktioniert die Kopfhörerbuchse des SC6 nicht. Das liegt aber nicht am Adapter, sondern an der App. Du brauchst eine Video-App, die das Audiomonitoring unterstützt, zum Beispiel die Filmic Pro App.

 

Welches Mik ist Dein Favorit?

Schreib mir doch, welches Mikrofon Du bevorzugst, und warum!

In meinem aktualisierten < Mikrofon-Ratgeber findest Du alle Modelle, die ich empfehle, mit Vor- und Nachteilen.

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

3 praktische iPhone-Funktionen für Video-Cracks

In diesem Video und Blogpost stelle ich Dir 3 coole Funktionen des iPhones vor. Als Videoproduzentin schätze ich sie sehr, deswegen gebe ich sie gerne weiter.

1. Bildschirmaufnahme direkt auf dem iPhone

Eine neue Funktion (seit iOS 11) ist, dass Du den Bildschirm Deines iPhones filmen kannst. Vorher war das nur indirekt möglich.

Um zum Beispiel mein Tutorial fürs iMovie aufzunehmen, habe ich mein iPhone mit dem MacBook verbunden und den Bildschirm dann mit ScreenFlow aufgenommen.

Jetzt brauche ich weder MacBook noch Zusatz-Software. Sondern ich kann das, was ich auf dem iPhone mache, auch direkt dort als Video aufnehmen.

Dafür wählst Du in den Einstellungen „Kontrollzentrum“, gehst auf „Steuerelemente anpassen“ und aktivierst dort die Bildschirmaufnahme.

So machst Du die Aufnahme:

Wenn Du jetzt auf dem iPhone ins Kontrollzentrum gehst (also zu den Schnellzugriffen für W-Lan- und Bluetooth-Verbindung, Bildschirmhelligkeit, Taschenlampe etc.), hast Du dort neu den Button für die Bildschirmaufnahme.

Wenn Du den Button drückst, hast Du drei Sekunden Zeit, bis die Bildschirmaufnahme startet.

Um die Aufnahme zu stoppen, gehst Du einfach wieder ins Kontrollzentrum und drückst dort den Button nochmals. Das Video wird dann in der Camera Roll abgelegt.

 

 

2. Schnell Videos verschicken mit AirDrop

Wenn ich Videos von einem iPhone auf ein anderes übermitteln will, vom iPhone auf ein MacBook oder umgekehrt, dann verwende ich AirDrop. Es ist der schnellste Weg, um Daten von einem Apple-Gerät zu einem anderen zu schicken. (Voraussetzung: Die Geräte befinden sich nahe beieinander.)

Du gehst in der Camera Roll auf das Foto oder Video, das Du teilen möchtest (oder wählst gleich mehrere aus), gehst in die Teilen-Funktion und wählst dann AirDrop. Es wird Dir in diesem Menu prominent angezeigt.

Vom MacBook aus bist Du am schnellsten, wenn Du mit cmd + Shift die Spotlight-Suche aktivierst und dort „AirDrop“ eingibst. Oder Du machst im Finder einen Rechtsklick auf das Video, das Du verschicken möchtest, wählst „Teilen“ und dann „AirDrop“.

Beim Empfänger-Gerät muss das W-Lan aktiviert sein. Und beim iPhone musst Du Dich für AirDrop auf „sichtbar“ schalten. Das machst Du bei den Einstellungen unter „Allgemein“ > „AirDrop“.

 

3. Manuell die Linse auswählen

Die dritte Funktion betrifft alle, die ein iPhone 7 Plus, 8 oder X haben.

Dann hat Dein iPhone nämlich bei der Kamera zwei verschiedene Linsen: ein Weitwinkel- und ein Teleobjektiv.

Wenn Du mit Deinem iPhone filmst, kannst Du optisch 2x zoomen und kannst so bei gleich bleibender Bildqualität näher an das gefilmte Objekt herangehen. Dazu drückst Du in der Kamera-App das „2x“-Symbol.

Die Sache hat aber einen Haken: Manchmal zoomt das iPhone nicht optisch, sondern digital. Ich erkläre Dir gleich warum und wie Du dies umgehen kannst.

Digitaler und optischer Zoom: der Unterschied

Beim optischen Zoom wechselt das iPhone vom Weitwinkel- auf das Teleobjektiv. Das ist ein mechanischer Vorgang: Die Brennweite wird verändert und und die Bildqualität bleibt gleich.

Beim digitalen Zoom wird nicht die Linse gewechselt, sondern die Kamera-App rechnet einfach das Bild hoch. Wie wenn Du ein Bild auf dem Computer vergrösserst, um es näher zu betrachten. Die Bildqualität nimmt ab, weil der vergrösserte Bildausschnitt nicht mehr Pixel enthält als ohne Zoom.

Warum macht das iPhone das, wenn es doch die Tele-Linse hat?

 

Das iPhone ist clever

Wenn wir in einem Raum sind, wo es nicht so viel Licht hat, ist das Weitwinkel-Objektiv besser geeignet zum Filmen als das Teleobjektiv. Dieser Linsentyp sammelt nämlich mehr Licht. Das gibt schönere Aufnahmen als wenn das iPhone das Bild im Nachhinein digital aufhellen muss. Dann sind die Farben nicht mehr so satt.

Deshalb ist die Standardeinstellung von Apple, bei suboptimalen Lichtverhältnissen lieber ein klares Bild und bei der Weitwinkel-Linse bleiben, als die maximale Bildauflösung behalten und auf die Tele-Linse wechseln.

Welche der beiden Linsen verwendet wird, um das schönere Bild zu erhalten, wird bei jeder Aufnahme mithilfe von Sensoren entschieden. Eigentlich ist das eine hilfreiche und sinnvolle Funktion.

Als Videoproduzentin möchte ich aber selber darüber bestimmen, ob ich mit Weitwinkel- oder Teleobjektiv filme.

 

So löst Du das Problem:

In der normalen Kamera-App ist es nicht möglich, die Linse manuell auszuwählen. Beim Filmen mit der Filmic Pro App kann ich das jedoch. Und beim Fotografieren geht es mit der App ProCamera.

 

Waren diese Tipps hilfreich?

Ich hoffe, dass ich Dir mit diesen drei Funktionen weiterhelfen konnte! Wenn ja, freue ich mich, wenn Du diesen Blogpost teilst oder mir auf YouTube einen Daumen hoch gibst und ich freue mich über jeden Kommentar:-)

 

PDF: 9 Tipps für bessere Videos

Videoproduktion Aufbaukurs: „Mich überzeugte das knackige Format“

Ein Feedback kriege ich immer wieder auf meine Kurse:

„Schön, dass es nicht so technisch war!“

Viele Leute haben etwas Angst vor der technischen Seite der Videoproduktion. Die vielen Einstellungen, die bei einer Kamera möglich sind (und auch auf dem Smartphone bei Video-Apps wie Filmic Pro), können schon abschreckend wirken…

Gute Videos auch ohne viel Technik

Mittlerweile ist es möglich, mit einem Minimum an technischem Wissen ansprechende Videos zu produzieren. Dies hängt damit zusammen, dass Videocams gute Automatik-Einstellungen haben und auch Smartphones eine tolle Videoqualität liefern.

Ich konzentriere mich in meinen Kursen deswegen gerne auf anderes: Grundlagen der Bildgestaltung, Interviewtechnik, und wie man mit Video Geschichten erzählt.

Geschichten erzählen mit Video

Das ist der Schwerpunkt bei meinen Aufbaukursen. Der Aufbaukurs richtet sich an Leute, welche die Basics bereits mitbringen. Das heisst, sie kommen mit ihrer Ausrüstung gut zurecht und haben erste Erfahrungen im Filmen.

Im Aufbaukurs lernst Du, wie man ein informatives, schönes Video plant und dreht. Dazu gehen wir (max. 4 Teilnehmende) jedes Mal zu Besuch in eine Firma, in der etwas produziert wird. Dann haben wir Bewegung vor der Kamera, ohne dass wir viel inszenieren müssen. Letztes Mal waren wir in der ältesten Kerzenfabrik der Schweiz: Hongler Kerzen AG in Altstätten SG.

Einer der Teilnehmer, Bernhard Schreck, ist für den Kurs extra aus Wien angereist.

Es hat mich wunder genommen, wie er den Kurs erlebt hat, und ich habe ihm nachträglich ein paar Fragen gestellt. Nach dem Interview findest Du auch das Video, das er im Aufbaukurs gedreht hat.

Bernhard Schreck: „In kurzer Zeit das Wichtigste gelernt“

Zur Person: Bernhard Schreck ist in der Werbebranche tätig und hatte bis vor wenigen Jahren eine eigene Firma für Werbeartikel. Er lebt und arbeitet ganz in der Nähe von Wien.

Judith: Bernhard, als Du Dich für meinen Aufbaukurs angemeldet hast, habe ich mich speziell gefreut. Du kommst nämlich aus Wien und bist nur für den Kurs in die Schweiz gereist. Wie bist Du überhaupt auf meinen Aufbaukurs aufmerksam geworden?

Bernhard: Es war ganz einfach: Ursprünglich hat Frau Google mir geholfen Dich zu finden 🙂 Der Basiskurs war einfach spitze, und zum Aufbaukurs hatte ich Zeit. Damit gab es eigentlich keine weiteren Fragen. Und meine Erwartungen an den Aufbaukurs wurden nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen.

Was hat Dich überzeugt, Dich ausgerechnet für diesen Kurs anzumelden und dafür so weit zu reisen?

Mich überzeugte das knackige Format, in möglichst kurzer Zeit Ergebnisse zu erzielen. Da brauche ich kein Diplom und kein Zeugnis.

Was war das Wichtigste, das Du im Kurs gelernt hast?

Wie setze ich eine Idee filmisch um? Was ist der rote Faden? Wie richte ich meine Fragen danach aus? Welche einfachen Stilmittel setze ich ein? Wie schneide und vertone ich den Film mit einfachen Mitteln?

Wie wirst Du das alles nun umsetzen?

Ich werde das Gelernte in meinem neuen Blog über Werbeartikel umsetzen.

Wem würdest Du diesen Kurs empfehlen?

Jeder, der in möglichst kurzer Zeit das Wichtigste zum Thema Film lernen will.

Hongler Kerzen waren grossartige Gastgeber für den Aufbaukurs. Auch sonst lohnt es sich wirklich, mal in der Fabrik und im dortigen Laden vorbeizugehen!

Eine Übersicht über meine aktuellen Videoproduktion Starter- und Aufbaukurse findest Du hier.

 

PDF-Ratgeber „Musik für Online-Videos“

Wenn Du regelmässig eigene Videos produzierst und auf YouTube, Vimeo oder Facebook hochlädst, sind Musik-Urheberrechte ein Thema, das Dich interessieren sollte. Dazu habe ich einen PDF-Ratgeber herausgegeben. Dieser hilft Dir im juristischen Dschungel weiter und enthält auch Tipps, wo Du lizenzfreie Musik bekommst.

PDF Musik für Online-Videos

Schlüssel-Erlebnisse im Starterkurs Videoproduktion

Hallo – mein Name ist Evelyne!

Ich arbeite seit rund einem Jahr in Judiths Team mit, hauptsächlich als Texterin. Damit ich ihre Arbeit noch besser verstehe, hat Judith mich kürzlich eingeladen, bei einem ihrer Videoproduktion-Starterkurse dabei zu sein.

Meine Eindrücke davon in diesem Blogeintrag: Wie ich meine „Chefin“, die übrigens auch meine WG-Mitbewohnerin ist, von einer neuen Seite kennengelernt habe. Was für mich das heimliche Highlight des Tages war, und wie ein verlorener Schlüssel die Grenzen von Realität und Fiktion verschwimmen liess.

Ich hielt mich für ziemlich gut vorbereitet…

Bevor ich 2016 nochmals ein Studium begann, war ich rund zehn Jahre als Journalistin für verschiedene Medien tätig. Video war dabei immer wieder ein Thema, auch wenn ich zuerst im Print und später beim Radio arbeitete.

In den Anfangszeiten der Newsrooms, als Print- und Onlinejournalismus begannen, sich zu überschneiden, hatten wir Journis von der Aargauer Zeitung mal eine eintägige Schulung mit einer ganz simplen Videokamera. In meiner Erinnerung war diese ein schwarzer „Knochen“ und bestand hauptsächlich aus einem kleinen Display und einem grossen roten Knopf.

Das Ziel war, dass wir mit diesem idiotensicheren Gerät noch ein wenig Videomaterial von Interviews und Reportagen „nach Hause“ bringen würden, das dann der Online-Redaktion übergeben wurde. Die meisten machten davon, um ehrlich zu sein, lange nur wenig Gebrauch.

Heute trage ich tagtäglich mein iPhone mit mir herum. Der rote Knopf ist auch dort noch vorhanden – wenn auch nur auf dem Screen im Videomodus. Und mit dem iPhone habe ich privat und beruflich doch immer wieder Videos aufgenommen und teilweise auch gleich auf der iMovie-App geschnitten. Etwa Reiseerinnerungen aus Israel/Palästina.

Durch die Zusammenarbeit mit Judith habe ich im letzten Jahr immer mehr dazugelernt. Zum Beispiel, wie ein Stativ einem Video sofort eine viel höhere Qualität verleiht. In der Theorie kenne ich diverse Mikrofonlösungen für verschiedene Situationen und weiss, woher ich für meine Videos legal Musik kriegen kann.

Ich hielt mich also eigentlich schon für einen halben Profi, als ich am frühen Morgen zusammen mit Judith zum Kursort bei Walter lernt in Zürich fuhr 😉 .

Von den Bergen ins „Walter lernt“-Studio

Von Judith und ihrem Mann Sam, der dort ebenfalls Workshops gibt, hatte ich schon häufig von „Walter lernt“ gehört. Nun war ich auch mal dort: Ein kleiner, aber feiner und von Beamer, Steckdosen bis Kaffeemaschine gut ausgestatteter Kursort. Für die Workshops mit kleinen Gruppen, was ja genau das Konzept ist, perfekt.

Sechs Teilnehmende plus ich als Mitarbeiterin von Judith trudelten an diesem Tag bei „Walter lernt“ ein. Diese Leute mit ihren verschiedensten Hintergründen kennen zu lernen, das war für mich ein heimliches Kurs-Highlight.

Da war die Versicherungsangestellte, die nebenbei leidenschaftlich als Sängerin tätig ist und für ihre Fans mehr Videos machen möchte. Der Sozialpädagoge, der mit seinen Jugendlichen Videoprojekte durchführen möchte. Die temperamentvolle Frau über 50, die ein YouTube-Projekt ins Leben rufen möchte darüber, was Schönheit nach dem Alter von 20-30 bedeutet.

Der Austausch mit ihnen – auch später beim Mittagessen – war sehr spannend. So vielseitig, was für Ideen und Visionen sie haben und wozu ihnen die Video-Grundkenntnisse helfen werden. Das war inspirierend!

Überraschenderweise kam sogar jemand zur Tür herein, den ich schon kannte: Eine Bekannte, mit der ich über eine gemeinsame Freundin schon mehrmals in den Bergen wandern war. Nun trafen wir uns in einem ganz anderen Setting wieder.

Ganz viele Aha-Momente

Dass Judith super sympathisch ist, weiss ich als Mitbewohnerin natürlich 😉 Sie nun mal in ihrer Rolle als Dozentin zu erleben, war spannend. Genauso sympathisch wie im Alltag stand sie vorne, und gleichzeitig total professionell.

Von Anfang an kamen immer wieder mal Zwischenfragen von den Teilnehmenden. Ich staunte, wie schnell und kompetent sie aus dem Stand auf die unterschiedlichsten Fragen eingehen konnte. Über jedes technische Problem, das beim Filmen auftreten kann, schien sie Bescheid zu wissen. Hier kamen ihre Erfahrung und ihr Wissen voll zum Tragen.

Judith erklärt die richtige Kamerahöhe.

Inspiration direkt aus dem Leben

Der Tag war eine Mischung aus Theorie und Praxis. Es gab wahnsinnig viel zu lernen. Ich, die am Anfang gedacht hatte, schon ziemlich viel zu wissen, hatte ganz viele Aha-Momente.

Einiges erklärte Judith in ihrer Präsentation, anhand von schematischen Darstellungen oder kurzen Videos und Fotos. Bei diesen tauchten immer wieder mal ihre Familie als Modelle auf. Falls Du diesen Blog regelmässig liest, hast Du sie auch hier schon manchmal angetroffen.

Vieles demonstrierte Judith aber nicht auf der Leinwand, sondern gleich live. Zum Beispiel, wie man die richtige Stativ-Höhe für ein Interview findet oder wie man die Interviewpartnerin richtig platziert, damit das Gesicht auch ohne Lampen optimal ausgeleuchtet ist.

Als „Assistentin“ stellte ich mich für diese Teile als Modell hin, während die anderen Kursteilnehmenden über Judiths Schulter auf den Kamera-Display schauten.

Übrigens hatten die Teilnehmenden als Filmkamera sowohl Handycams als auch Smartphones dabei. Der Kurs eignete sich für beide Varianten, denn es ging vor allem um Grundkenntnisse in Bildgestaltung und Zubehör.

Auch am Nachmittag war ich noch einmal Modell: In Zweier- bzw. Dreiergruppen (in meinem Fall) drehten wir ein kurzes Video. Es ging darum, die verschiedenen Bildausschnitte für die Dramaturgie eines Videos zu üben. Während die anderen zwei Regie führten und filmten, spielte ich die Protagonistin des Kurzfilms.

Ich als „Schauspielerin“ in der Kurzfilm-Übung

Inspiration dafür lieferte – wie wohl bei den meisten Filmen – das Leben. Während des ersten kurzen Praxisteils, bei dem wir alle draussen standen und gegenseitig Interviews führten, war die Tür zum „Walter lernt“-Studio plötzlich zugefallen. Alle draussen – der Schlüssel drinnen. Glücklicherweise gelang es Judith, mit einem Ersatzschlüssel wieder aufzuschliessen.

Wie wir dies in unserem Gruppenvideo umgesetzt haben, kannst Du dir gerne anschauen:

Dicht und inspirierend

Wir schnitten die Videos auf den MacBooks, die Judith mitgebracht hatte. Dafür hatten wir gerade genug Zeit. Es kam uns jetzt zu gute, dass wir über das Konzept und die unterschiedlichen Bildfolgen schon vor und während dem Dreh ziemlich fix entschieden hatten. Genauso, wie es wohl auch „in echt“ sein sollte, um sich beim Schnitt Arbeit zu ersparen.

Nachdem wir die Videos gemeinsam angeschaut und Judith uns darauf ein Feedback gegeben hatte, war der Kurstag bereits zu Ende. Ehrlich gesagt, rauchte mir jetzt auch ziemlich der Kopf!

Der Workshop war sehr dicht und abwechslungsreich, die Zeit optimal genutzt. Super, dass wir bereits die Möglichkeit hatten, die gelernte Theorie in die Praxis umzusetzen.

Und falls bei all den Informationen schon wieder etwas vergessen gegangen war: Am nächsten Tag flatterten die Kursunterlagen in die Mailbox.

Wenn Du diesen Blogeintrag liest, habe ich Ferien und bin in Kuba unterwegs. Und ich nehme dort bestimmt immer wieder das iPhone zur Hand, um Erinnerungen als Video festzuhalten.

Hier findest du die nächsten Kurstermine von Judith in Zürich (Videoproduktion Starter und Aufbau). Und wenn Du jetzt schon bessere Videos produzieren willst: Kennst Du ihren PDF-Ratgeber: „9 Tipps für bessere Videos“ schon?

PDF: 9 Tipps für bessere Videos

Live-Videos im Trend: 5 Gründe, warum sie sich lohnen

Früher war es undenkbar, dass Privatpersonen eigene Videos in die ganze Welt verbreiten. Nur Fernsehstationen konnten live senden. Heute hat sich das verändert: Live-Videos sind ein Riesen-Trend. Alles, was man braucht, sind ein Smartphone und Internetempfang.

In den USA boomen Live-Videos. Sie sind auch spannend für Firmen und Geschäftsleute: Experten machen Live-Schaltungen zu Produkten und Themen und erreichen damit sehr viele Zuschauer.

Videos bringen uns Menschen näher. Live-Videos noch mehr.

1. Live schafft Nähe

Kommunikation wird auch übers Internet immer unmittelbarer. YouTube ist bereits sehr direkt, da es jedem erlaubt, Videos zu verbreiten. Aber es ist vorproduziert (teilweise sehr aufwändig) und nicht zeitgleich. Live wirkt noch authentischer und weil man als Zuschauer die Gelegenheit hat, direkt dabei zu sein, auch exklusiver. Live schafft Nähe und damit Vertrauen.

 

2. Es ist super-simpel, Inhalte schnell ins Netz zu bringen

Periscope war die erste App, welche das live-streamen vom Smartphone extrem einfach machte. Inzwischen ist Facebook ganz vorne mit dabei und pusht Live-Videos sogar aktiv, indem sie in den Timelines weiter oben angezeigt werden. YouTube verfügt über eine Live-Funktion, und neuerdings lassen sich auch auf Instagram und Twitter Videos streamen. Instagram Stories und Snapchat ermöglichen das einfache Produzieren von (fast) Live-Videos. Eine spannende Variante, schnell Inhalte zu produzieren und direkt ins Netz zu bringen!

Je nach Einstellung sind die Videos danach noch 24 Stunden sichtbar oder bleiben online, damit man sie auch später noch anschauen kann. Bei Snapchat und Instagram lassen sich die Videos auch gezielt an einzelne Leute verschicken oder löschen sich nach dem Anschauen selbst.

 

3. Zwei-Weg-Kommunikation dank Live-Videos

Bei Live-Videos gibt es nicht einfach „Sender“ und „Empfänger“. Die Kommunikation läuft auf beide Seiten: Zuschauerinnen und Zuschauer können Kommentare schreiben oder mit Herzchen ausdrücken, dass ihnen der Stream gefällt. Ich als Produzentin sehe, wer neu dazukommt und kann die Leute begrüssen. Beide Seiten können Fragen stellen und beantworten. Das schafft neue Möglichkeiten.

Der Vergleich mit Webinars drängt sich auf. Diese Tools können zwar verglichen mit Livestreams mehr, aber sie sind fürs Publikum weniger einfach. Im Live-Video muss man sich nicht anmelden, sondern kann ganz einfach reinzappen. Jeder, der deine Seite abonniert hat, sieht im Feed, wenn du live bist. Umgekehrt kann ein Live-Video auch ganz spontan gemacht werden, ohne Ankündigung.

 

4. Es muss nicht perfekt sein

Live-Videos sind casual. Ein Live-Video kann auch aus der Hand gefilmt werden, ohne Stativ, es darf Hochformat sein.

Die Regeln sind aber die gleichen wie allgemein bei der Videoproduktion: Gibt es zu viele Umgebungsgeräusche, lohnt es sich, ein Mikrofon zu verwenden. Wenn ein Video zu verwackelt ist, schalten die Leute weg. Ein Stativ macht die Hände frei, damit man zum Beispiel etwas demonstrieren kann.

Hol dir meinen kostenlosen Ratgeber: „Zubehör fürs Filmen mit dem Smartphone“. Dort findest Du Empfehlungen für Mikrofone und Stative.

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

 

5. In der Schweiz noch viel Potenzial

Die Zeitverschiebung zu den USA bewirkt, dass weniger Leute aus Europa zu den amerikanischen Videos zuschalten. Die Konkurrenz ist also begrenzt. Hier gibt es im deutschsprachigen Raum noch viel Potenzial. Gerade weil hierzulande noch nicht viele Leute Live-Videos machen, ist es möglich, vieles einfach mal frei auszuprobieren.

 

Live-Videos für Firmen

Ich gebe viele Video-Workshops für Firmen, die mit selbst produzierten Videos näher zu ihren Kunden möchten. Noch näher kommt man mit Live-Videos – da eröffnen sich viele einfache Möglichkeiten.

Ein Beispiel: Das erste Mal habe ich Facebook Live erlebt, als ich in Basel im Auftrag von V-Zug an der Messe „Swissbau“ filmte. Der „Koch des Jahres“ war am Messe-Stand, und anstatt dass man mit Verzögerung darüber berichtet hätte, machten die Verantwortlichen gleich ein Live-Video mit ihm. So erhielten die Facebook-Fans von V-Zug das Gefühl, live etwas mitzuerleben.

 

Zusätzliche Software für Live-Videos

Kürzlich habe ich Facebook Live ausprobiert (schau’s Dir an). Auch auf YouTube habe ich einen Livestream gemacht.

Bei Facebook habe ich direkt in der App auf meinem iPhone den Livestream gestartet, ohne etwas zu installieren. Für den Livestream auf YouTube musste zuerst eine Software installieren. Dieser Weg war einiges umständlicher. Für den YouTube live Test habe ich „Wirecast“ (Testversion) verwendet. Im Video kannst Du deshalb ein Wasserzeichen sehen. Ich habe den Stream mit meiner Webcam aufgenommen.

Mit Airserver“ könnte ich mein iPhone auf dem MacBook spiegeln und so auch von meiner iPhone Kamera ein YouTube-Live-Video senden.

Unterdessen empfahl mir mein Mann Sam Steiner die Software „OBS“. Sie ist gratis. Man kann damit sowohl Live-Videos für YouTube als auch Facebook machen. Der Vorteil einer solchen Software: Man kann mehrere Kameras benutzen und zum Beispiel auch Bauchbinden einblenden. Hier mein YouTube Live-Video:

 

Meine Live-Video-Strategie

Ich werde zukünftig alle zwei Wochen, am Freitagmorgen um ca. 9.30 Uhr, live auf meiner Facebook Fanseite Judith Steiner Videoproduktion sein. Dort werde ich über die Inhalte meines neusten Blogbeitrags sprechen und kurze Fragen beantworten. Alternierend in den Wochen dazwischen gibt es auf meinem privaten Profil einen Stream, in dem ich etwas über das Leben plaudere 🙂

Ich nutze die Kraft von Video, habe aber im Unterschied zu meinen YouTube-Videos keinen Schnitt-Aufwand.

Meine Live-Videos werde ich im Querformat filmen. Erstens gefällt mir der breite Ausschnitt besser. Zweitens kann ich Breitformat mit jedem Stativ aufnehmen – bei Hochformat ist nicht jedes Stativ mit dem iPhone kompatibel.

Verbinde dich mit mir auf Facebook, damit du die Live-Sessions nicht verpasst!

Adobe Premiere Clip: Eine Video-App für Android und iPhone

Viele von meinen Kunden arbeiten mit den Programmen Adobe Premiere Pro oder Adobe Premiere Elements. Die Software stammt von der Firma, die auch Photoshop, Acrobat oder InDesign auf den Markt gebracht hat.

Nun gibt es von Adobe auch eine Smartphone-App, um Filme zu produzieren: Adobe Premiere Clip.

 

Adobe Premiere Clip – eine App für iPhone und Android

Am wichtigsten: Die App Premiere Clip läuft sowohl auf Android als auch auf iPhone. Für mich ist sie deshalb interessant, denn ich habe öfters Kurse, in denen beide Betriebssysteme verwendet werden. Jetzt gibt es eine App, die für beide einheitlich ist.

Auch für Firmen, die möchten, dass ihre Mitarbeitenden selbständig Videos mit dem Smartphone produzieren, ist Premiere Clip spannend. Die App ist extrem einfach zu bedienen. Einfache Filme lassen sich damit schnell zusammenschneiden, man kann Musik darunterlegen und den Ton anpassen.

 

Am Computer weiterarbeiten

Für weitere Bearbeitungsschritte kann man dann an den Computer wechseln, denn Adobe Premiere Clip ist kompatibel mit Premiere Pro. Man kann also gut auf dem Smartphone einen ersten Rohschnitt machen, das Projekt dann über die Creative Cloud exportieren und am Computer daran weiterarbeiten.

Dazu ist die App gratis: Man muss sich lediglich für eine Adobe ID registrieren.

 

Unterschiede von Adobe Premiere Clip zu iMovie und Video Show

Für Android-Nutzer überzeugt mich die App sehr, da sie so einfach zu bedienen ist. Aufnahme von Off-Text und Texteinblender fehlen. Da kann die App Video Show  oder Kine Master eine Lösung sein.

Für iPhone-Nutzer empfehle ich jedoch nach wie vor, mit iMovie zu arbeiten. Diese App ist ebenfalls sehr einfach zu handhaben, sie kann aber noch mehr als Premiere Clip; zum Beispiel Texte einblenden oder eine zweite Videospur machen. In meinem PDF-Ratgeber „Apps für die schnelle Videoproduktion“ findest Du eine Übersicht über verschiedene Video-Apps.

In meinem online Videokurs „Kamera und Schnittplatz in der Hostentasche“ hat es unter anderem drei Anleitungsvideos für das iMovie. Dort zeige ich Dir die Möglichkeiten vom einfachen Schnitt, bis zum Off-Text und zur zweiten Videospur.

Schau Dir kostenlos eine Probelektion an!

Probelektion iPhone-Videokurs

Videos schnell produzieren mit Instagram, VivaVideo oder Google Photos

Kürzlich las ich in einem Artikel der Washington Post, dass im Jahr 2020  80 Prozent des Inhaltes im Internet Videos sein werden. Das heisst, es werden immer mehr Videos produziert und veröffentlicht.

Das freut mich, denn Videos herzustellen ist toll und macht Spass – ist aber auch sehr aufwendig. Du brauchst eine Idee oder eine Geschichte, die du erzählst. Du machst dir Gedanken, wie du diese erzählst und filmst. Doch vor allem die Postproduktion, also die Nachbearbeitung, beansprucht sehr viel Zeit. Und oft bleibt der Film dort liegen. 

Es gibt zum Glück einige Apps, mit denen du bereits beim Filmen die Postproduktion vornimmst. In meinem letzten Blogpost „Mit Snapchat Videogeschichten produzieren“ habe ich Snapchat als „Videoproduktions-App“ kurz vorgestellt. Es gibt aber auch weitere Möglichkeiten, rasch und einfach Videos zu produzieren. Drei dieser Möglichkeiten stelle ich in diesem Blogpost vor.

Bestelle ein PDF mit einer Übersicht über die Apps für eine schnelle Postproduktion

Instagram: Clips im quadratischen Format

Instagram ist ja vor allem für Fotos bekannt, doch ist es auch möglich, Videos zu veröffentlichen. Diese durften früher maximal 12 Sekunden lang sein, seit kurzem sind 60 Sekunden erlaubt.
Das Tolle an Instagram ist, dass ich den Schnitt bereits beim Filmen machen kann. Hierfür tippe ich auf den blauen Auslöse-Button, wähle „Video“ aus, tippe auf den roten Kreis und halte diesen gedrückt, um mit der Aufnahme zu beginnen. Nehme ich den Finger vom Kreis, halte ich die Aufnahme an. Sobald ich den Kreis wieder gedrückt halte, kann ich die Aufnahme fortsetzen und den nächsten „Videoshot“ aufnehmen. Der zweite Shot wird gleich an den ersten gereiht, dazwischen ist „ein Schnitt“.

Du siehst, der Aufwand ist sehr klein, weil du keine andere App oder Software brauchst, um die Clips zu einem Video zusammenzufügen. Falls erwünscht, kann ich einen Filter über das Video legen und das Video anschliessend gleich hochladen.

Eine Besonderheit ist, dass die Videos bei Instragram quadratisch sind. Nach dem Veröffentlichen kann ich das Video bei mir abspeichern und weiterverwenden.

 

VivaVideo: Filmen und Schneiden mit einer App

Es kann aber auch sein, dass ich ein Video nicht erst veröffentlichen will, damit ich es abspeichern kann. Diese Möglichkeit bietet VivaVideo. Diese App gibt es sowohl für iPhones, als auch für Android-Geräte. VivaVideo funktioniert sehr ähnlich wie Instagram: Auch hier filme ich einzelne Sequenzen, welche sich gleich automatisch aneinanderreihen. 

Anders als bei Instagram kann ich die Sequenzen im Nachhinein aber auch nochmals kürzen oder die Reihenfolge ändern. Ich kann VivaVideo also fürs unmittelbare Filmen und Schneiden in einem Schritt verwenden, aber auch als „Schnittapp“ mit den Funktionen, die ich beispielsweise von iMovie kenne.

Bei Bedarf kann ich einen Filter darüber legen, Text hinzufügen oder mit Musik ergänzen – Letzteres ist bei Instagram nicht möglich. Du siehst, VivaVideo bietet mehr Möglichkeiten als Instagram. Und dass ich das Video nicht erst veröffentlichen muss, um es abspeichern zu können, ist für mich ein sehr grosser Vorteil. Erst kürzlich habe ich unsere Kids gefilmt, um es ihrem Papi zu schicken. Gerade bei privaten Aufnahmen will ich das Video nicht veröffentlichen, sondern direkt privat versenden.

Wenn du die kostenlose Version von VivaVideo nutzt, hat das Video ein kleines Wasserzeichen unten rechts. Es gibt aber auch eine Pro-Version und ich nehme an, dass das Wasserzeichen dort wegfällt.

Links:

Google Photos Auto Awesome: So awesome kann Filmemachen sein

Die allerschnellste Variante, um Videos zu produzieren, ist die Funktion „Auto Awesome“ von Google Photos. Das funktioniert so: Wenn du mit deinem Smartphone Fotos machst, kannst du diese direkt in Google Drive speichern. Wenn du an einem Tag viele Fotos und Videos hochlädst, macht Google daraus eine Fotostrecke beziehungsweise ein Video daraus. Das heisst, ich sammle einfach alle Bilder und Google übernimmt den Schnitt.

Den Film kann ich im Nachhinein bearbeiten, ich kann weitere Fotos hinzufügen oder verwendete Fotos wieder rausnehmen. Google fügt übrigens auch Musik hinzu oder legt einen Filter über den Film.

Ich habe hier ein Beispiel von einem solchen Auto Awesome Video:

Dieses Material schnitt ich auch im iMovie, um die App auf dem iPhone vorzustellen.  Was mich erstaunt: Das automatisch erzeugte Video von Google ist sehr ähnlich wie das, das ich manuell geschnitten habe. Die Unterschiede: Ich habe keinen solchen Weichfilter verwendet, weil mir harte Übergänge besser gefallen. Auch habe ich die Umgebungsgeräusche drin gelassen, weil ich es schön finde, wenn man hört, wie die Kinder reden oder wie das Wasser plätschert. Es hat einige „Anschlussfehler“ im Schnitt. Wenn ich den Beitrag manuell schneide, versuche ich natürlich solche Schnitte zu vermeiden.

Aber der manuelle Schnitt braucht Zeit und im Alltag kommt es oft vor, dass ich gar nicht dazu komme, das gesammelte Material zu einem Video zu verarbeiten. Deshalb finde ich Google Photos Auto Awesome eine gute Möglichkeit, rasch und gratis meine Videos von Google zusammen schneiden zu lassen, um unsere Erinnerungen festzuhalten.

Übrigens kann ich die Videos von Google im Nachhinein nochmals bearbeiten. Das heisst, ich kann mir die meiste Arbeit abnehmen lassen und später Anpassungen vornehmen.

Fazit

Mit Instagram, VivaVideo und Google Photos Auto Awesome ist es ein Kinderspiel, kurze Videoclips zu produzieren. Vor allem für kleine „Stimmungsberichte“ eignet sich diese Art von Videoschnitt.

Willst Du aber volle Kontrolle über Deine Postproduktion, den Ton bearbeiten, den Schnitt auf die Musik anpassen, Clips rausschneiden, andere wieder einsetzen usw., dann empfehle ich Dir iMovie für das iPhone.  Für Android ist VideoShow eine Variante.

Bestelle ein PDF mit einer Übersicht über die Apps für eine schnelle Postproduktion

Mit Snapchat Videogeschichten produzieren

In meinem Blog-Beitrag „Darf mein Video Hochformat sein“, wies
ich auf die Hochformat Videos in Snapchat hin. Unterdessen habe ich auch meine ersten Hochformat Videos produziert.

Spannend finde ich vor allem die Möglichkeiten, in Snapchat mit Bildern Geschichten zu erzählen.

Mein Video im Hochformat:

Kurz und knackig wie Chicorée

Die Videoproduktion mit Snapchat hat viele Vorteile. Weil ich Videos höchstens sechs Sekunden lang aufnehmen kann, bin ich zur Kürze gezwungen. Dies macht die kurzen Videos schön dynamisch und bringt ausserdem einen natürlichen Schnitt.

Nach der Aufnahme kann ich ganz einfach ein Filter oder Ikon auf mein Video legen und sogar mit meinem Finger darauf schreiben (Zum Beispiel „En Guete“ wie in meinem Video) oder mit der Tastatur die Rezeptangaben.

Schnell produziert, schnell veröffentlicht

Charakteristisch für Snapchat ist, dass jedes Bild und Video gleich nach der Aufnahme veröffentlicht wird. Meine Freunde können so also jedes einzelne Bild immer anschauen bevor die Geschichte komplett ist.

Das heisst ich muss jedes aufgenommene Video und Bild mit Filter, Logo und Signatur „überziehen“ und danach sofort veröffentlichen, sonst ist es weg.

Meine Bilder werden auf Snapchat nach 24 Stunden gelöscht. Ich kann mir die Story aber als Film herunter laden und speichern.

Abenteuer einfach festhalten

Normalerweise halte ich mich sehr zurück, Bilder oder Videos meiner Kinder zu posten. Da es aber auf Snapchat nach 24 Stunden gelöscht wird, veröffentliche ich ab und zu auch Bilder von ihnen. Vor allem wenn ich die Geschichte nachher herunterlade und als Erinnerung abspeichere. 
 Zum Beispiel habe ich über Ostern mit meiner Familie ein Iglu-Abenteuer erlebt und mit Snapchat gefilmt.
Danach konnte ich den Film speichern und über WhatsApp meinen Eltern schicken.
Für Ferienerinnerungen sehr erholsam und erfrischend: Nach dem Filmen muss ich nicht noch schneiden, sondern meine Produktion ist gleich fertig.
Mein Bruder konnte auf seinem Samsung-Gerät aber nur die halbe Geschichte anschauen. Zwischendurch hatte das Bild Störungen. Die Technologie funktioniert noch nicht überall einwandfrei.

 

Snapchat Basics

Wenn Du Snapchat noch gar nicht kennt, zeigt Dir mein Mann in diesem Video, wie es funktioniert:

Anbei noch ein sehr interessanter Beitrag über die Herausforderungen beim vertikalen Filmen:
Wie es National Geographic und andere machen

Ein Leitfaden für vertikales Filmen:
Australisches VERTICAL FILM FESTIVAL  

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