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Drei Webcam-Tools

Die nur wenige kennen

Webcams haben nie eine leere Batterie, haben eine stabile Verbindung und überhitzen nicht. Es gibt verschiedene Tools, die die Webcam unterstützen können. 3 davon stelle ich hier vor:

1. Webcam Settings App

Basic Webcam Einstellungen

Nach dem Start der „Webcam Settings App“ kann in der Leiste angewählt werden, ob eine interne oder externe Webcam genutzt werden soll. Hat man die Webcam ausgewählt, gibt es die Möglichkeit in den Webcam Settings zwischen Basic oder Advanced zu wählen.


In den Basics kann die Belichtung auf manuell oder automatisch gesetzt werden. Bei der manuellen Auswahl gibt es verschiedene Einstellungen, wie Belichtung, Kontrast, Sättigung oder Schärfe. Das Wichtigste ist sicher die Belichtung. Es ist aber besser mit dem Licht vor Ort so zu arbeiten, dass in den Einstellung nicht mehr viel verändert werden muss.

Auch die Farbtemperatur kann manuell oder automatisch eingestellt werden, je nachdem welchen Farbton man bevorzugt. Die manuelle Auswahl kann man nutzen, wenn z.B Leuchten eingesetzt werden, die eher ein kühles Licht ausstrahlen, man aber lieber eine wärmeres Licht haben möchte. Du kannst die Einstellungen auch während eines Onlinevideos verändern. Ich selber arbeite aber lieber mit meinen LED-Panels, damit das Licht vor Ort gut ist.

Wenn Du mehr über das Thema Lampen oder das Licht vor Ort nutzen, erfahren möchtest, dann kannst Du hier meinen Ratgeber zum Thema Licht „Gutes Licht für Deine Videos“ runterladen.

Ratgeber Licht Video Judith Steiner

Advanced Webcam Einstellungen

Unter den Advanced Einstellung hat man noch die Möglichkeit die Frequenz-Einstellungen zu ändern. Das hilft vielleicht wenn der Bildschirm flackert, wenn die Frequenzen sich stören.
Ebenfalls kann hier die die Gegenlicht-Kompensation (Backlight Compensation) verändert werden, wenn Du ein Fenster im Hintergrund hast und man Dein Gesicht nicht so gut sehen kann. Besser ist es aber, wenn das Licht von vorne kommt.
Eine weitere Einstellung ist der Fokus welcher von automatisch auf manuell gestellt werden kann, damit dieser nicht immer sich neu einstellen muss.
Mit dem Zoom kannst Du das Bild vergrössern. Dies ist allerdings ein Digitaler Zoom welche die Bildqualität eher verschlechtert. Versuche deshalb besser näher an die Kamera zu kommen.

Die Webcam Settings App ist für den Mac, für Windows gibt es aber im System bei der Kamera bereits Einstellungen, die Du verändern kannst. Schau doch mal nach, was bei Deiner Webcam alles eingestellt werden kann.

Logitech Capture Software für Videoaufnahmen und Streaming

2. Logitech Webcam Capture App

Für alle die eine Logitech Webcam benutzen, gibt es die Capture App. Diese funktioniert sowohl auf dem Mac als auch auf Windows Geräten.

Nachdem die App gestartet und die Quelle ausgewählt ist, kann unter dem Kamera-Icon die Framezahl verändert werden. Standard ist 30FPS, das würde ich so belassen. Es kann auch ein externes Mikrofon angeschlossen werden, wenn man ein solches hat.
Das Sichtfeld ist wie ein Objektiv, wo man den Weitwinkel verändert und mal mehr oder weniger vom Raum einblenden kann.
Es gibt noch weitere Einstellungsmöglichkeiten wie Fokus, Weissabgleich etc., ganz ähnlich wie bei der Webcam Settings App.

Eine spezielle Einstellung ist der Zauberstab, mit welchem man direkt noch einen Text einblenden, z.B eine Bauchbinde und die Farbe und Schriftart auch anpassen kann. Auch gibt es die Möglichkeit, das Video inkl. Text gleich aufzunehmen, damit kann man für die spätere Postproduktion Zeit sparen.
Ich selber arbeite nicht mit dieser App, da sie etwas schwerfällig ist. Ausserdem läuft sie (noch) nicht auf dem neuen Mac mit dem M1 Chip, da muss Logitech erst ein Update dafür rausbringen.

QuickTime Player Icon - Lade PNG und Vektor kostenlos herunter

3. Quick Time Player

Ist bei mir häufig im Einsatz, wenn auch oft nur kurz.

Der Quick Time Player wird über die App geöffnet und über die Leiste „neue Filmaufnahme“ aktiviert. Diese Funktion benutze ich sehr oft. Auch bei dieser App kann die Kamera und auch das Mikrofon ausgewählt und eine Aufnahme gemacht werden, wenn man das Video vorproduzieren möchte.

Ich benutze diese App oft, wenn ich ein Zoom Meeting habe und die Einstellungen überprüfen möchte. Ebenfalls für die Loom Aufnahme, wenn ich jemandem eine Videobotschaft senden möchte. In Loom selber sieht man nie genau wie man im Bild ist. Man sieht das erst, wenn das Video bereits aufgenommen ist. Was Loom ist und wofür man es braucht, darüber habe ich auch bereits ein Videotutorial veröffentlicht, der Link dazu findest Du hier. „Persönliche Videobotschaften verschicken – mit Loom geht´s ganz schnell und einfach“

Interne oder externe Webcams?

Warum ich lieber mit externen als mit internen Webcams arbeite, habe ich kürzlich in einem anderen Video erzählt, den Link zum Beitrag findest Du unter „Externe Webcam, so wirkst Du im online-Unterricht professionell“

Wenn Du wissen möchtest, welche Webcams, Stative oder Mikrofone ich empfehle, dann hole Dir doch den gratis Ratgeber „Ausrüstung für Deine online Lektionen“

Untertiteln mit Aegisub: So funktioniert es

In meinem letzten Blogpost habe ich 8 Möglichkeiten beschrieben, um SRT-Untertitel („Hilfe, was ist das??“) für ein Video zu erstellen. Ich habe die Möglichkeiten auch in einem PDF-Ratgeber zusammengefasst.

SRT-Untertitel für Deine Videos erstellenEine dieser Möglichkeiten stelle ich Dir heute mit einem Tutorial genauer vor.

Es ist eine Open-Source-Software namens Aegisub.

Das Programm ist kostenlos und für Mac und Windows erhältlich.

Aegisub wurde ursprünglich für Karaoke entwickelt: Es ging darum, Songtexte in Musikvideos so einzubetten, dass sie zeitlich genau mit dem Gesang übereinstimmten.

Viele Einstellungen möglich

Das Programm ist zwar intuitiv gestaltet, doch es hat sehr viele Einstellungen und Möglichkeiten. Meine Mitarbeiterin Andrea Wildisen musste sich zuerst zurechtfinden und herausfinden, welche dieser vielen Einstellungen wir überhaupt brauchen.

Mit meinem Video-Tutorial ersparst Du Dir das ganze Ausprobieren, Du kannst die Einstellungen gleich von uns übernehmen.

Ich zeige Dir darin:

  • meine Empfehlungen bezüglich Voreinstellungen
  • meinen Workflow beim Untertiteln
  • den Export der fertigen SRT-Datei.

Die erwähnten Voreinstellungen siehst Du im Screenshot unten:

Nützliche Funktionen in Aegisub

Andrea erstellt immer wieder Untertitel für mich. Sie hat in der Vergangenheit einige Programme dazu ausprobiert.

Aegisub hat sie am meisten überzeugt, weil es im Gegensatz zu anderen Programmen Funktionen vereint, die man für einen optimalen Workflow benötigt.

Zentral: Es gibt bei Aegisub Tastaturkombinationen (Shortcuts) für die wichtigsten Schritte. Das ermöglicht ein schnelles Arbeiten.

Zwei weitere Stärken von Aegisub:

1. Übersicht über die Zeichenzahl

Damit Untertitel einfach und angenehm lesbar sind, dürfen es nicht zu viele Wörter auf einmal sein.

Der „Character Counter“ ist ein Zähler, der während des Schreibens die Anzahl Zeichen pro Zeile überprüft. Wenn es zu viele werden, um noch gut lesbar zu sein, wird eine Warnung angezeigt.

Auch die „characters per second“ werden gezählt, also die Zeichen, welche pro Sekunde eingeblendet werden. Auch hier erscheint eine Fehlermeldung, wenn es für die Lesbarkeit zu schnell geht.

Die maximale Zeichenzahl lässt sich individuell einstellen:

2. Unterschiedliche Arbeitsbereiche

Mit getrennten, aufeinander folgenden Arbeitsbereichen kommt Struktur in den Prozess. So kannst Du Dich besser auf jeden einzelnen Schritt fokussieren:

Bei der Transkription konzentrierst Du Dich auf das Untertitel-Feld. Du fügst den Text ein und schaust dabei, dass Du nicht zu viele Zeichen pro Linie verwendest.

Danach schaust Du im Untertitel-Gitter nach, ob die Zeichen pro Sekunde okay sind. Falls nötig, kannst Du die einzelnen Untertitel korrigieren.

Beim Spotting (genaues zeitliches Einsetzen der Untertitel) konzentrierst Du dich voll auf die Audio-Spur.

Am Schluss hast Du nochmals alle Untertitel im Überblick. Du schaust sie Dir auf dem Video-Player an und kontrollierst, ob alles passt. Falls nötig, sind Anpassungen möglich.

Download-Link

Wenn Du öfters Videos untertitelst, die einige Minuten dauern, lohnt es sich, Aegisub kennenzulernen.

Zum Download des Programms geht’s hier, und zur aktuellen Version Aegisub 3.2 gibt es ein (englischsprachiges) Benutzerhandbuch hier.

Live-Videos im Trend: 5 Gründe, warum sie sich lohnen

Früher war es undenkbar, dass Privatpersonen eigene Videos in die ganze Welt verbreiten. Nur Fernsehstationen konnten live senden. Heute hat sich das verändert: Live-Videos sind ein Riesen-Trend. Alles, was man braucht, sind ein Smartphone und Internetempfang.

In den USA boomen Live-Videos. Sie sind auch spannend für Firmen und Geschäftsleute: Experten machen Live-Schaltungen zu Produkten und Themen und erreichen damit sehr viele Zuschauer.

Videos bringen uns Menschen näher. Live-Videos noch mehr.

1. Live schafft Nähe

Kommunikation wird auch übers Internet immer unmittelbarer. YouTube ist bereits sehr direkt, da es jedem erlaubt, Videos zu verbreiten. Aber es ist vorproduziert (teilweise sehr aufwändig) und nicht zeitgleich. Live wirkt noch authentischer und weil man als Zuschauer die Gelegenheit hat, direkt dabei zu sein, auch exklusiver. Live schafft Nähe und damit Vertrauen.

 

2. Es ist super-simpel, Inhalte schnell ins Netz zu bringen

Periscope war die erste App, welche das live-streamen vom Smartphone extrem einfach machte. Inzwischen ist Facebook ganz vorne mit dabei und pusht Live-Videos sogar aktiv, indem sie in den Timelines weiter oben angezeigt werden. YouTube verfügt über eine Live-Funktion, und neuerdings lassen sich auch auf Instagram und Twitter Videos streamen. Instagram Stories und Snapchat ermöglichen das einfache Produzieren von (fast) Live-Videos. Eine spannende Variante, schnell Inhalte zu produzieren und direkt ins Netz zu bringen!

Je nach Einstellung sind die Videos danach noch 24 Stunden sichtbar oder bleiben online, damit man sie auch später noch anschauen kann. Bei Snapchat und Instagram lassen sich die Videos auch gezielt an einzelne Leute verschicken oder löschen sich nach dem Anschauen selbst.

 

3. Zwei-Weg-Kommunikation dank Live-Videos

Bei Live-Videos gibt es nicht einfach „Sender“ und „Empfänger“. Die Kommunikation läuft auf beide Seiten: Zuschauerinnen und Zuschauer können Kommentare schreiben oder mit Herzchen ausdrücken, dass ihnen der Stream gefällt. Ich als Produzentin sehe, wer neu dazukommt und kann die Leute begrüssen. Beide Seiten können Fragen stellen und beantworten. Das schafft neue Möglichkeiten.

Der Vergleich mit Webinars drängt sich auf. Diese Tools können zwar verglichen mit Livestreams mehr, aber sie sind fürs Publikum weniger einfach. Im Live-Video muss man sich nicht anmelden, sondern kann ganz einfach reinzappen. Jeder, der deine Seite abonniert hat, sieht im Feed, wenn du live bist. Umgekehrt kann ein Live-Video auch ganz spontan gemacht werden, ohne Ankündigung.

 

4. Es muss nicht perfekt sein

Live-Videos sind casual. Ein Live-Video kann auch aus der Hand gefilmt werden, ohne Stativ, es darf Hochformat sein.

Die Regeln sind aber die gleichen wie allgemein bei der Videoproduktion: Gibt es zu viele Umgebungsgeräusche, lohnt es sich, ein Mikrofon zu verwenden. Wenn ein Video zu verwackelt ist, schalten die Leute weg. Ein Stativ macht die Hände frei, damit man zum Beispiel etwas demonstrieren kann.

Hol dir meinen kostenlosen Ratgeber: „Zubehör fürs Filmen mit dem Smartphone“. Dort findest Du Empfehlungen für Mikrofone und Stative.

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

 

5. In der Schweiz noch viel Potenzial

Die Zeitverschiebung zu den USA bewirkt, dass weniger Leute aus Europa zu den amerikanischen Videos zuschalten. Die Konkurrenz ist also begrenzt. Hier gibt es im deutschsprachigen Raum noch viel Potenzial. Gerade weil hierzulande noch nicht viele Leute Live-Videos machen, ist es möglich, vieles einfach mal frei auszuprobieren.

 

Live-Videos für Firmen

Ich gebe viele Video-Workshops für Firmen, die mit selbst produzierten Videos näher zu ihren Kunden möchten. Noch näher kommt man mit Live-Videos – da eröffnen sich viele einfache Möglichkeiten.

Ein Beispiel: Das erste Mal habe ich Facebook Live erlebt, als ich in Basel im Auftrag von V-Zug an der Messe „Swissbau“ filmte. Der „Koch des Jahres“ war am Messe-Stand, und anstatt dass man mit Verzögerung darüber berichtet hätte, machten die Verantwortlichen gleich ein Live-Video mit ihm. So erhielten die Facebook-Fans von V-Zug das Gefühl, live etwas mitzuerleben.

 

Zusätzliche Software für Live-Videos

Kürzlich habe ich Facebook Live ausprobiert (schau’s Dir an). Auch auf YouTube habe ich einen Livestream gemacht.

Bei Facebook habe ich direkt in der App auf meinem iPhone den Livestream gestartet, ohne etwas zu installieren. Für den Livestream auf YouTube musste zuerst eine Software installieren. Dieser Weg war einiges umständlicher. Für den YouTube live Test habe ich „Wirecast“ (Testversion) verwendet. Im Video kannst Du deshalb ein Wasserzeichen sehen. Ich habe den Stream mit meiner Webcam aufgenommen.

Mit Airserver“ könnte ich mein iPhone auf dem MacBook spiegeln und so auch von meiner iPhone Kamera ein YouTube-Live-Video senden.

Unterdessen empfahl mir mein Mann Sam Steiner die Software „OBS“. Sie ist gratis. Man kann damit sowohl Live-Videos für YouTube als auch Facebook machen. Der Vorteil einer solchen Software: Man kann mehrere Kameras benutzen und zum Beispiel auch Bauchbinden einblenden. Hier mein YouTube Live-Video:

 

Meine Live-Video-Strategie

Ich werde zukünftig alle zwei Wochen, am Freitagmorgen um ca. 9.30 Uhr, live auf meiner Facebook Fanseite Judith Steiner Videoproduktion sein. Dort werde ich über die Inhalte meines neusten Blogbeitrags sprechen und kurze Fragen beantworten. Alternierend in den Wochen dazwischen gibt es auf meinem privaten Profil einen Stream, in dem ich etwas über das Leben plaudere 🙂

Ich nutze die Kraft von Video, habe aber im Unterschied zu meinen YouTube-Videos keinen Schnitt-Aufwand.

Meine Live-Videos werde ich im Querformat filmen. Erstens gefällt mir der breite Ausschnitt besser. Zweitens kann ich Breitformat mit jedem Stativ aufnehmen – bei Hochformat ist nicht jedes Stativ mit dem iPhone kompatibel.

Verbinde dich mit mir auf Facebook, damit du die Live-Sessions nicht verpasst!

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