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Welches Stativ ist gut zum Filmen? Durchblick im Stativ-Dschungel

Ich besitze über ein Dutzend Stative: Einbein- und Dreibeinstativ, Foto- und Videostativ, grosse und kleine Stative… Wenn ich sie alle aufstelle, wie ich das für mein neues Video gemacht habe, sieht es ein bisschen aus wie ein Wald aus lauter Stativen 🙂

 

Wofür eignet sich welches Stativ?

In diesem Blogpost und im Video lernst Du meine „Stativ-Familie“ kennen.

Ich erkläre Dir, was die Unterschiede zwischen den einzelnen Stativtypen sind. Alle haben nämlich Vor- und Nachteile und eignen sich für verschiedene Zwecke.

Am Schluss des Artikels weisst Du, welches Stativ Du für Dein Video-Projekt am besten brauchen kannst.

Dreibein-Fotostativ

z.B. Manfrotto Befree, 1,4 kg, ca. CHF 169.- bei Digitec

Vorteile: Kompakt und dennoch stabil, Kugelkopf zum Einstellen der Kameraneigung.

Nachteil: Keine Schwenks möglich.

Manfrotto Befree Stativ

Perfekt zum Fotografieren unterwegs

Dieses Stativ ist klein und kompakt zu verpacken. Es passt gut in eine Tasche und ist deswegen perfekt für unterwegs. Dennoch ist es stabil und hat ein bisschen Gewicht, es wird nicht gleich umgewindet, wenn ich draussen fotografiere oder filme.

Das Fotostativ hat einen Kugelkopf: Diesen kann ich mit dem Schraubgriff lösen und die Fotokamera dann im genau richtigen Winkel festmachen. Das ist wichtig, wenn das Stativ auf einer unebenen Fläche steht, und ich kann so auch schräg nach oben oder unten fotografieren.

Nach dem Einstellen ist die Kamera wieder fixiert. Ich kann den Kugelkopf dann nicht mehr bewegen. Das heisst: Ich kann während dem Filmen keinen Schwenk machen.

Das ist der grosse Unterschied zu einem Videostativ.

Als Videoproduzentin fehlt mir diese Option. Ich merke immer wieder, dass ich es mir einfach gewohnt bin, die Kamera seitlich bewegen zu können. So praktisch das Fotostativ zum Mitnehmen auch ist: Dieser Einschränkung muss ich mir bewusst sein, wenn ich es einpacke.

 

Dreibein-Videostativ

z.B. Velbon DV-7000N, 3,5 kg, ca. CHF 137.- bei Digitec

Vorteile: Stabil, grosse Höhe möglich, schwenkbarer Kopf.

Nachteil: Relativ gross und schwer.

Velbon DV-7000N Dreibein Stativ

Mehr Optionen dank schwenkbarem Kopf

Das Velbon-Stativ habe ich in Blogbeiträgen und Ratgebern schon mehrmals vorgestellt, denn ich empfehle es sehr gerne weiter. Es gehört fix zu meiner Reiseausrüstung und meiner Smartphone-Ausrüstung.

Das Dreibein-Videostativ hat einen Kopf, der sich in der Horizontalen frei bewegen lässt. Ich kann damit wirklich schöne Schwenks machen. Das ist auch der Unterschied zum Dreibein-Fotostativ.

Das Stativ ist stabil, und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mit knapp 140 Franken sehr gut. In dieser Preisklasse gibt es zwar viele Stative, aber die meisten sind nur 140 cm hoch. Um eine Person auf Augenhöhe zu filmen, ist das in der Regel zu wenig. Mit dem Velbon DV-7000N kann ich sogar meinen Mann filmen, und der ist über 1.90 m gross 🙂

Dafür ist es auch im kompakten Zustand relativ gross und einiges schwerer als das Fotostativ. Deswegen kommt es auch bei mir nicht auf jede Reise mit…

 

Individuell verstellbares Dreibein-Videostativ

Manfrotto 755CX3, 2,7 kg, Preis: Stativ CHF 511.- bei Brack, Kopf ca. CHF 159.- bei Brack

Vorteile: Sehr stabil und dennoch relativ leicht, hochwertige Verarbeitung, grosse Höhe möglich. Kopf ist individuell fixierbar und horizontal sowie vertikal schwenkbar.

Nachteil: Preis.

Manfrotto 755C Kopf Stativ

Mein Favorit!

Mit diesem Stativ arbeite ich am liebsten. Ich habe damit viel Spielraum in der Höhe, kann damit sogar mal eine Vogelperspektive aufnehmen. Der Kopf dreht sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen sehr schön.

Genial an diesem Stativ ist, dass ich den Kopf unabhängig von den Beinen verstellen und fixieren kann. Wenn das Stativ nicht auf einer ebenen Fläche steht, ist das Gold wert. Bei anderen Videostativen muss ich jedes Bein einzeln verstellen, damit der Kopf gerade ist. Das kostet viel mehr Zeit und ist kompliziert.

Das Stativ ist auch sehr stabil. Der Kopf ist relativ schwer, doch die Beine meines Modells sind aus Karbon, das macht es wieder etwas leichter.

Der Kopf dreht noch etwas schöner als beim Velbon-Stativ und die Verarbeitung ist hochwertiger. Es kostet dafür aber auch knapp fünfmal so viel.

 

Einbein-Videostativ

z.B. Manfrotto XPRO, 1,4 kg, ca. CHF 300.- bei Merlin.ch

Vorteil: Unkompliziert und schnell in der Handhabung. Leichter und kompakter als das Dreibein. Beweglicher Fuss, schwenkbarer Kopf.

Nachteil: Muss stets festgehalten werden.

Manfrotto 560B Stativ Einbein

Ideal für B-Roll

Ich arbeite sehr gerne mit dem Einbein-Stativ! Um B-Roll zu filmen, also unterschiedliche Einstellungen einer Reportage, ist es perfekt.

Der grosse Vorteil ist, dass ich sehr schnell arbeiten kann. Die Höhe ist zack, zack eingestellt, und mit der Wechselplatte kann ich die Kamera im Nu montieren und wieder entfernen.

Ein weiterer Vorteil: Das Einbein-Stativ ist halb so schwer wie das Dreibein. Ich kann es relativ klein zusammenklappen und z.B. auf meinen Rucksack spannen.

Um mich selber oder einen Interviewpartner zu filmen, ist es allerdings nicht ideal, da ich es immer festhalten muss. So kann ich mich nicht voll und ganz auf meinen Interviewpartner konzentrieren. Und wenn ich mich selber so filmen würde, wäre die Kamera längst zu Boden geschmettert.

 

Grosses Einbein-Stativ

Manfrotto MVM500A, 2 kg, ca. CHF 509.- bei Manfrotto

Vorteile: Viel Spielraum in der Höhe, beweglicher Kopf.

Nachteil: Muss festgehalten werden, Preis.

Zum Filmen mit der VJ-Cam

Dieses Stativ ist etwas grösser und teurer als das kleinere Einbein. Ich benutze es, wenn ich mit meiner VJ-Cam Sony PXW FS5 filme. Erstens erhalte ich damit ein ruhigeres Bild, als wenn ich die Kamera auf der Schulter trage. Und zweitens entlastet es mich, denn die FS5 wird mit der Zeit recht schwer…

Dazu kommt, dass dieses Stativ einen beweglichen Kopf hat; ich kann damit Schwenks machen.

Für mich auch praktisch in Kombination mit dem Manfrotto-Dreibein: Die beiden Stative haben den gleichen Kopf. Ich kann also die Wechselplatte an der Kamera lassen und mit der Kamera das Stativ wechseln, ohne die Platte zwischendurch abzuschrauben. Das erlaubt schnelles Arbeiten.

 

GorillaPod

z.B. Joby GorillaPod Focus, 0.5 kg, ca. CHF 119.- bei Fotichaestli

Vorteile: Klein und leicht, kann mit den beweglichen Beinen vielseitig angebracht und flexibel eingestellt werden. „Armverlängerung“ für Vlogger.

Nachteil: Geringe Höhe.

Gorillapod Stativ

Das bewegliche  „Stativchen“ für unterwegs

Den GorillaPod habe ich mir erst kürzlich gekauft. Er war auch mit mir auf meiner Skandinavien-Reise: Klein und leicht, ist dieses Stativ eine gute Option für Reisen. Es bringt einige Einsatzmöglichkeiten ohne viel Zusatzgewicht.

Praktisch daran ist, dass die Beine total beweglich sind. Ich könnte sie also auch um einen Ast wickeln oder Unebenheiten ausgleichen.

Um auf Augenhöhe filmen zu können, muss ich den GorillaPod im Unterschied zu einem Stativ mit ausziehbaren Beinen irgendwo befestigen oder aufstellen. Das ist ein Nachteil.

Viele Vlogger benutzen dieses Stativ als „Selfie-Stick“, wenn sie sich selber unterwegs filmen. Es ist eine Verlängerung des Arms, man ist damit mit der Kamera nicht so nahe am Gesicht.

Das war der eigentliche Grund, warum ich mir den GorillaPod gekauft habe. Mein Fazit nach dem Ausprobieren: Für mich ist der GorillaPod nicht so handlich, deswegen nur eine Behelfslösung.

 

Weitere kleine Stative und Adapter

Tisch-Stativ: In der Handtasche für spontane Aufnahmen

z.B. Røde Mini Tripod Stand, 185 g, ca. CHF 30.- bei Digitec

Es gibt ganz verschiedene Modelle von Tisch-Stativen. Sie sind sehr klein und handlich, also optimal für spontane Aufnahmen. Mit einem Smartphone und einem kleinen Lavalier-Mikrofon kann man damit ganz unkompliziert vloggen oder spontane Interviews führen.

 

Selfie-Stick: Da steckt mehr drin, als man glaubt!

z.B. Huawei Selfie Stick AF11, 130 g, ca. CHF 40.- bei Digitec

Selfie Stick Huawei Stativ

Den Selfie-Stick hat mein Mann mal bestellt, und weil er zu Hause rumlag, habe ich ihn ausprobiert – sorry, Sam 🙂

Mit dem Selfie-Stick kann ich mich mit dem Smartphone filmen. Meistens mache ich das zwar aus der Hand, ohne „Armverlängerung“, aber für grössere Gruppen oder für eine weitere Bildeinstellung eignet sich der Selfie-Stick schon.

Super an unserem Modell ist, dass es drei kleine Stativbeine hat, die man ausziehen kann. Kombiniert mit der ausziehbaren Länge wird dieser Selfie-Stick also zu einem kleinen Dreibein-Stativ. Das finde ich sehr praktisch!

Selfie Stick Huawei Dreibein

 

Stativ-Adapter fürs Smartphone

Mit dem entsprechenden Adapter kannst Du das Smartphone auf praktisch jedes Stativ schrauben. Mein Lieblingsmodell ist der JJC SPC-1A (ca. CHF 16.- bei Fotichaestli).

Warum, und welche anderen Modelle es gibt, kannst Du in diesem Blogbeitrag nachlesen: „4 Handy-Stativ-Adapter: Für ein kontrolliertes Bild“.

 

Welches ist Dein Lieblings-Stativ?

Ich hoffe, dieser Blogpost hat Dir geholfen, Dich im Stativ-Dschungel etwas zurecht zu finden.

Es kommt ganz darauf an, was Du filmst, in welcher Situation, und wie viel Gewicht Du mit Dir herumtragen kannst. Möchtest Du eine möglichst kleine Ausrüstung? Oder ist es Dir wichtig, auch grosse Leute auf Augenhöhe filmen zu können? Das sind ganz unterschiedliche Ansprüche.

Kennst Du noch ein Stativ, das Du empfehlen kannst? Dann freue ich mich, von Dir zu hören!

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

Meine Video-Ausrüstung, Teil 3: Für professionelle Drehs

Vor meiner Sommerpause habe ich Dir meine Video-Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone und zum Filmen auf Reisen vorgestellt. Vielleicht hast Du davon in den letzten Wochen schon etwas ausprobieren können!

Im dritten und letzten Teil meiner Ausrüstungs-Serie zeige ich Dir meine Profi-Ausrüstung. Ich benutze sie, wenn ich zu Kunden gehe, um Interviews und B-Roll zu filmen, aber auch, wenn ich im Büro Tutorials aufnehme.

Professionell, aber mobil

Kern der Ausrüstung ist die Sony PXW FS5, meine grosse Videokamera. Es gehört aber neben der Kamera noch viel mehr zu dieser Ausrüstung.

Insgesamt füllt dieses Equipment drei Taschen. Darin ist alles gut und übersichtlich verstaut.

  1. Tasche: Kamera und -Zubehör
  2. Tasche: Stative
  3. Tasche: Licht

 

1. Das Kernstück: Der Kamerakoffer

Meine Kamera Sony PXW-FS5

Über meine Kamera und was mich daran überzeugt, habe ich hier einen ausführlichen Blogpost geschrieben.

Das Kit-Objektiv, das von Anfang an dabei war, benutze ich vor allem für Reportagen. Denn wenn es schnell gehen muss, ist der Auto-Fokus sehr nützlich. Dank der grossen Brennweite kann ich nahe hinzoomen, ohne das Objektiv zu wechseln. Dafür kriege ich wegen der eher grossen Blendenzahl nicht so viel Tiefenunschärfe.

 

Zusätzliche Objektive

Ich habe mehrere zusätzliche Objektive. Mit dem Canon-Objektiv EF 24-70mm arbeite ich am liebsten. Die Brennweite lässt sich verändern und ich kann mit einer kleinen Blende arbeiten und kriege so eine schöne Tiefenunschärfe ins Bild. Ich muss zwar den Fokus manuell verstellen, aber das bin ich mich gewohnt.

Damit ich an meiner Sony-Kamera überhaupt Canon-Objektive montieren kann, brauche ich einen Adapter. Meiner ist der Speed-Booster von Meta Bones.

Mein Tele-Objektiv ist von Sony. Damit kann ich nahe heranzoomen – zum Beispiel an einem Event, wo ich die Leute aus der Entfernung filmen möchte, oder in der Natur, wenn ich zu Fuss nicht näher heran kann. Auch damit lassen sich schöne Bilder aufnehmen, auch mit Tiefenunschärfe.

 

Für den guten Ton: Mikrofone und Kopfhörer

Ein Richtmikrofon Røde NTG-1: Damit nehme ich die Umgebungsgeräusche auf. Wenn es mal windig ist, kann ich einen Windschutz montieren.

Meine Funkstrecke von Sennheiser ist immer mit dabei. Der Empfänger wird auf der Kamera montiert und den Sender erhält mein Interviewpartner. Meine Funkstrecke Sennheiser EW100-G3 ist heute nicht mehr erhältlich. Eine Alternative ist das Sennheiser ew 112P G4-B.

 

Sennheiser ew 112P G4-B

Damit die Funkstrecke komplett ist, braucht es noch ein Mikrofon: Ich arbeite mit einem Lavaliermikrofon von Voice Technologies, dem VT506WATER. Wie der Produktname schon antönt, ist es wasserfest und hält Regen aus.

Ein Handmikrofon MD 46 von Sennheiser. Damit führe ich Interviews. Dazu gehören ein XLR-Kabel (3 m, z.B. bei Brack erhältlich) und ein Büsi (Fellüberzug), damit Windgeräusche minimiert werden.

Richt-, Hand- oder Lavaliermikrofon: Wann sich welcher Mikrofontyp am besten eignet, beschreibe ich in diesem Blogpost.

Wenn ich nicht selber vor der Kamera stehe, habe ich immer meinen Kopfhörer auf. Es ist mir sehr wichtig, immer volle Kontrolle über den Ton zu haben.

 

Akkus, Batterien und sonstiges Kleinzubehör

Ein Ersatz-Akku Sony BP-U30 für die Kamera ist Gold wert: Damit kann ich über zwei Stunden länger filmen. Aber auch kleine Batterien für meine Funkstrecke habe ich immer im Gepäck.

Um die Linse zwischendurch zu reinigen, brauche ich eine kleine Pumpe (zum Beispiel diese hier). Damit kann ich Staub wegblasen.

Im Sommer befestige ich um das Display der Kamera einen aufklappbaren Sonnenschutz Orca. Dieser hilft, wenn es sehr hell ist und das Display deswegen fast nicht erkennbar ist.

Eine Dose Gesichtspuder – damit ich mich und/oder meinen Interviewpartner vor der Aufnahme abpudern kann und das Gesicht nicht glänzt. Puder ist in Kosmetikabteilungen erhältlich. Es gibt Universal-Puder ohne Farbpigmente, die sich für alle Teints eignen, zum Beispiel dieses hier.

 

2. Stative: Leicht und unkompliziert ist wichtig

Mein Dreibein-Stativ ist von Manfrotto. Das Stativ ist aus Karbon.Der Kopf dreht schön und hat eine Schnell-Wechsel-Platte. Mein absolutes Lieblingsstativ.

Wenn es schnell gehen muss, greife ich gerne zum Einbein-Stativ. Es ist auch von Manfrotto und besitzt die gleiche Schnell-Wechsel-Platte wie das Dreibein-Stativ, sodass ich die Kamera auch während eines Drehs vom einen auf das andere wechseln kann. Das Stativ ist sehr einfach höhenverstellbar und der kleine Dreifuss unten lässt sich bewegen.

 

3. Licht-Ausrüstung: Der grösste Koffer

Lampen

Zwei LED-Panels: Beide sind dimmbar, d.h. ich kann die Lichtstärke einstellen, und bicolor, damit ich kälteres oder wärmeres Licht wählen kann. Ich arbeite gerne mit dieser grossen LED-Lampe.

Für eine Dreipunkte-Ausrüstung brauche ich noch einen Spot. Ich habe einen von Dedolight, der ist veraltet. Alternative: Spot von Jinbei.

 

Stative

Zwei Licht-Stative (Jinbei), die schnell aufgestellt sind, tragen die LED-Panels. Und das Velbon-Stativ, das ich schon in den anderen beiden Ausrüstungs-Beiträgen vorgestellt habe, kommt hier als Licht-Stativ für den Spot mit. Darauf kann ich auch eine zweite Kamera (z.B. das Smartphone) befestigen.

Zubehör

Für jede Lampe habe ich zwei Akkus. Das ist einfacher, als wenn ich mit Stromkabeln arbeiten muss: Ich kann schnell umstellen und niemand stolpert über ein Kabel. Und mit je zwei Akkus pro Lampe kann ich zwei bis drei Stunden filmen. (Zur Godox-Lampe passen dieser Akku und dieses Ladegerät.)

Die Weisskarte steckt auch noch irgendwo im Lichtkoffer. Den Weissabgleich könnte ich auch der Kameraautomatik überlassen, aber ich mache das oft manuell. Der Weissabgleich dient dazu, die Lichttemperatur optimal einzustellen. (Ein Weisskartenset findest Du zum Beispiel hier.)

 

Mit der Ausrüstung richtig umgehen

Nun kennst Du den grössten Teil meiner aktuellen Video-Ausrüstung!

Zum Thema Licht habe ich zwei Extra-Ratgeber erstellt: In „Gutes Licht für Deine Videos“ gebe ich Know-How weiter (mit und ohne künstliches Licht). Und im PDF-Ratgeber „Licht-Ausrüstung“ sind die Produkte zusammengefasst, die ich empfehlen kann.

Equipment zu kaufen, ist das eine, damit umgehen zu können, das andere. Ich empfehle Dir, viel auszuprobieren, und Deine Ausrüstung auch anhand von Manuals und YouTube-Tutorials gut kennen zu lernen.

Um die ganze Bandbreite der Möglichkeiten nutzen zu können, braucht es auch etwas Know-How zur Videoproduktion. Dazu gebe ich immer wieder Kurse.

Ratgeber Licht-Ausrüstung

Zubehör: So wird aus Deinem Smartphone eine Profikamera

Aus Deinem Smartphone kannst Du eine Profi-Kamera machen: Du brauchst dazu nur das richtige Zubehör.

So holst Du beim Filmen viel mehr heraus und Deine Videos wirken professioneller.

Dafür braucht es gar nicht viel!

Meine Tipps habe ich in einem PDF-Ratgeber zusammengestellt. In diesem Blogeintrag (oder im Video, wenn Du Dir lieber das anschaust) erkläre ich, wozu welcher Gegenstand dient.

Kontrollierte Kameraführung statt verwackelte Bilder

Mit einem Stativ erhältst Du ein ruhigeres, kontrollierteres Bild, als wenn Du das Smartphone von Hand festhältst.

Für Interviews oder Moderationen ist ein Stativ unverzichtbar: Du kannst schliesslich nicht gleichzeitig filmen und vor der Kamera stehen – ausser natürlich, Du machst ein „Selfie-Video“.

Stative gibt es diverse Modelle, zum Beispiel von Velbon.

Wichtig: Um Dein Smartphone auf einem Stativ festzumachen, brauchst Du einen Adapter. Der Adapter von Manfrotto, den ich benutze, ist universal: Er passt auf jedes Stativ und eignet sich für Smartphones in verschiedenen Grössen. Sogar mein iPhone 7 Plus passt gerade noch rein.

Klarer Ton – direkte Message

Du willst, dass Deine Botschaft gehört wird! Ein Mikrofon steigert die Tonqualität Deines Videos massiv.

Wenn Du nur mit dem internen Mikrofon des Smartphones arbeitest, werden auch sämtliche Umgebungsgeräusche aufgezeichnet. Die Stimme geht dann oft ein wenig unter und ist nicht mehr klar und deutlich zu hören.

Auch in ruhigen, geschlossenen Räumen bist Du – bzw. Deine Interviewpartnerin – mit Mikrofon auf dem Video präsenter, der Ton ist klarer.

Zuverlässig für Interviews: das Handmikrofon

Einerseits gibt es dafür das Handmikrofon. Es ist das klassische Interviewmikrofon.

Damit kannst Du jederzeit das Gespräch wieder an Dich nehmen und hast die Kontrolle sowohl über den Verlauf des Interviews als auch über den Ton. Denn Du sorgst selber dafür, dass das Mikrofon nahe genug am Mund des Sprechenden ist.

Handmikrofone, die auch von Musikern für den Gesang verwendet werden, haben XLR-Anschlüsse für eine optimale Tonqualität. Um ein Handmikrofon am Smartphone anzuschliessen, ist deshalb ein Adapter nötig.

Ich benutze das iRig Pre: Am Kästchen des Adapters selber befindet sich der Anschluss für den XLR-Stecker des Mikrofonkabels und das ausgehende Kabel mit einem TRRS-Stecker fürs iPhone. (Ab dem iPhone 7 brauchst Du zusätzlich noch einen Lightning-Adapter, da die Kopfhörerbuchse fehlt.)

Mit dem Handmikrofon hört man die Umgebungsgeräusche praktisch nicht mehr. Im Ratgeber empfehle ich das Røde Reporter Handmik.

Klein und diskret: das Lavaliermikrofon

Wenn ich selber vor der Kamera stehe und etwas erkläre, möchte ich aber meistens nicht noch ein Mikrofon halten müssen. Deshalb arbeite ich auch gerne mit einem Lavaliermikrofon.

Ein Lavaliermikrofon ist ein kleines Mik, das Du Dir ans Hemd oder an die Bluse steckst. Das ist diskret und dennoch nahe dran an der Tonquelle.

Es gibt diverse Modelle – ich verwende das iRig Mic Lav von IK Multimedia.

Adapter nötig?

Vorsicht: Einige Lavaliermikrofone sind für normale Videokameras und nicht für Smartphones konzipiert. Dann brauchst Du einen zusätzlichen Adapter, der in der Kopfhörerbuchse des Smartphones den Mikrofon-Zugang erreicht.

In der Fachsprache wird dieser TRS-zu-TRRS-Adapter genannt.

Kompliziert? Wann Du welchen Adapter brauchst, erkläre ich in diesem Blogbeitrag.

Ansteckmik im Doppelpack

In Interviewsituationen hat das Lavaliermikrofon Nachteile: Wenn ich nur eines davon habe und dieses meiner Interviewpartnerin an die Bluse hefte, sind auf dem Video nur ihre Antworten gut hörbar – meine Fragen jedoch nicht.

Dafür gibt es aber eine tolle Lösung: Das iRig Mic Lav gibt es auch im Doppelpack. Mit dem Doppelstecker kann man zwei Mikrofone verbinden und beide direkt am Smartphone anschliessen. So ist das gesamte Gespräch in gutem Ton auf dem Video zu hören.

Zum iRig Mic Lav 2 Pack habe ich einmal einen Blogpost geschrieben.

In welchen Situationen sich ein Handmikrofon besser eignet und in welchen ein Ansteckmik, beschreibe ich in diesem Blogeintrag.

Weiter weg mit der Kamera

Wenn Du weiter von der Kamera weg bist, gibt es für die iRig Mic Lav’s noch ein Verlängerungskabel.

Mit den zusätzlichen 6 Metern hast Du beim Filmen mehr Spielraum. Damit Du zum Beispiel auch die Umgebung ins Bild nehmen kannst.

Ratgeber für eine komplette Ausrüstung

Stativ, Mikrofon – und allenfalls Adapter und Kabel: Das ist es schon! Wenn Du Dein Smartphone zu einer Profi-Kamera aufrüsten möchtest, brauchst Du also gar nicht viel.

Ich habe die Produkte, die ich empfehle, in einem PDF-Ratgeber zusammengestellt. Zum kostenlosen Download geht’s hier.

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

Gutes Licht für Deine Videos (3/3): Das sind meine Lampen-Tipps

Die Grundlagen zu Licht für Videoaufnahmen habe ich in diesen Artikeln erklärt:

(Hast Du Dir meinen Ratgeber „Gutes Licht für Deine Videos“ zu diesen beiden Themen schon geholt? Dort hast Du alle Infos kompakt beieinander.)

 

Endlich gibt es preiswerte Videoleuchten!

Wenn ich vor wenigen Monaten nach meinen Lichtempfehlungen gefragt wurde, habe ich jeweils LED-Panels für 1000.- pro Stück empfohlen, weil ich einfach keine günstige, gute Variante kannte.

Als ich vor einigen Wochen bei Fotichästli vorbei ging und die verschiedenen Lampen in ihrem Sortiment sah, die gute Qualität haben und preiswert sind, wusste ich, jetzt ist es endlich Zeit, Lampen-Tipps zusammenzustellen.

In diesem Blogpost erkläre ich Dir verschiedene gängige Typen von Lampen, die beim Filmen verwendet werden, und liste ihre Vor- und Nachteile auf.

Dazu habe ich Dir ein PDF zusammengestellt, wo ich Dir verschiedene Modelle aufliste, die ich zum Kauf empfehle.

Ratgeber Licht-Ausrüstung

Softbox: Weiches Licht, einfach zu handeln

Vielleicht hast Du schon eines meiner Videos gesehen. Die filme ich meistens bei mir in meinem Büro. Für gutes Licht stelle ich jeweils zwei Softboxen auf.

Softboxen sind „Schirme“, die innen weiss oder silbern reflektierend sind und in der Mitte eine Lampe oder einen Blitz haben.

Softbox

Vorteile von Softboxen:

  • Sie geben weiches Licht, das nicht blendet. Auch die Schatten sind weich.
  • Falls Dein Interviewpartner eine Brille hat, gibt es mit Softboxen weniger Spiegelungen.
  • Einfach zu handeln! Mit Softboxen kannst Du nicht viel falsch machen.
  • Kaltes Licht, gut kombinierbar mit Tageslicht von draussen (z.B. Fenster als Hairlight).

Nachteile von Softboxen:

  • Das Aufstellen und Zusammenräumen ist eher aufwändig, wenn man die Box immer wieder zusammenbauen muss. Das kommt aber auch aufs Produkt an. Meine beiden Softboxen bleiben immer im Büro stehen und deshalb habe ich sie schnell aufgestellt.
  • Fixe Lichtstärke, nicht dimmbar (z.B. Softboxen als Key und Fill light wären gleich stark – nicht optimal).
  • Lichttemperatur nicht veränderbar (kalt).
  • Das Licht ist nicht so stark, man muss mit den Lampen relativ nah zum Gesicht. Wenn man nur alleine eine Moderation aufnimmt oder ein Einzelinterview filmt, ist das kein Problem. Aber bei einer Talk-Situation mit zwei oder mehr Personen wären die Lampen schnell mal im Bild.
  • Oft haben Softboxen nur ein Kabel und können nicht mit Akku betrieben werden. Auch hier wieder: Bei mir im Büro ist das kein Problem, aber wenn man unterwegs oder auch draussen filmt, muss man sich immer um den Stromanschluss kümmern.

LED-Licht: Stark, vielfältig einsetzbar

Wenn ich auf Dreh bin, habe ich zwei LED-Panels dabei. Das sind „Licht-Platten“, deren Fläche mit LED-Lämpchen bestückt ist.

LED-Panel

Vorteile von LED-Panels:

  • Starkes Licht. Und je grösser die Fläche, desto mehr LEDs und desto mehr Licht (im Ratgeber habe ich Panels in zwei verschiedene Grössen).
  • Dimmbar, je nach Stimmung oder wenn es jemanden blendet. Dann brennen einfach weniger Lämpchen.
  • Kann gut mit Akku betrieben werden (Sehr praktisch – früher kein Akku, würde ihn nicht mehr hergeben)

Nachteile von LED-Panels:

  • Hartes Licht – das heisst: mehr Schatten, es blendet eher, Vorsicht wegen Spiegelungen in der Brille.
  • Achtung: Es gibt LED-Panels mit Lüftung. Die darf man natürlich im Video nicht hören…

Es gibt verschiedene Modelle von LED-Panels:

  • Es gibt LED-Panels, die sind nicht beweglich. Die steckt man gerade auf Lichtstativ und das Licht kommt dann von vorn. Ich gebe aber gerne Licht von oben, weil die Schatten schöner fallen und vor allem bei Brillenträger ist das wegen den Spiegelungen in der Brille sehr hilfreich.
  • Nur Kalt, plus „Diffuser“, das ist eine matte Kunststoffplatte) für weicheres Licht.
  • Mit Diffuser für Lichttemperatur (blaue oder gelbe Tafel). Das finde ich unpraktisch, weil das Licht dann meist extrem blau oder extrem gelb ist, und meistens braucht man etwas dazwischen.

    Verschiedene Diffuser

  • Bi-Color: Diese LED-Panels empfehle ich. Hier ist die Farbtemperatur stufenlos verstellbar, Lämpchen mit kaltem und warmem Licht werden einfach je nach Bedarf ein- oder ausgeschaltet. So kann ich die Lampe z.B. an das Raumlicht anpassen. Allerdings heisst das auch: Wenn ich nur warmes oder nur kaltes Licht will, leuchtet nur die Hälfte der Lämpchen. Ich empfehle wegen dieser Lichteinbusse eher das grosse LED-Panel. Je nachdem reicht aber auch die halbe Lichtstärke, denn die Kameras sind heute lichtstärker als früher.

Mein Tipp: Setze bei einer Dreipunkte-Ausleuchtung als Fill Light eine Softbox ein und nimm als Keylight ein LED-Panel, das stärker ist. Das ist eine schöne Kombi.

Spot für Hair-Light

Mit einem einzelnen Spot kannst Du punktuelles Licht setzen, zum Beispiel als Hair Light in der Dreipunkte-Ausleuchtung.

Spots haben in der Regel kaltes Licht, aber oft aufsteckbare Farbfilter (wie der im Ratgeber).

Was ist mit der integrierten Kameralampe?

Als Videojournalistin hatte ich ein Kameralicht dabei. Das Ziel war ja, schnell arbeiten zu können und nicht noch Lampen mit mir herumtragen und aufstellen zu müssen.

Das kleine Lämpchen, das in der Kamera oder im Smartphone eingebaut ist, kann das Gesicht der gefilmten Person zusätzlich etwas aufhellen. Es kann auch ein Strahlen ins Auge geben – das bezeichnen Profis als „Leben“ im Auge.

Licht besser von der Seite als von vorne

Das Kameralicht sollte aber nur im absoluten Notfall als Hauptlicht eingesetzt werden. Denn wenn das Licht frontal von vorne kommt, wirkt das Gesicht flach.

Im Ratgeber empfehle ich ein Modell von Fotichästli, das mit einer Querstange an der Kamera befestigt wird. Das heisst, das Licht kommt von der Seite. Das ist viel schöner als ein frontales Licht, denn es entstehen leichte Schatten, welche die Gesichtszüge betonen.

Low-Budget-Option: Anstatt der integrierten Kameralampe kannst Du auch die Taschenlampe eines anderen Smartphones als zusätzliche Lichtquelle verwenden. Am besten funktioniert das mit einer Taschenlampen-App mit unterschiedlichen Lichtstärken und Wärmegraden, und wenn Du das Smartphone auf einem Stativ befestigst.

Zusätzlich: Lichtstative und Akkus

Wenn Du eine Lampe kaufst, ist normalerweise kein Licht-Stativ dabei. Es muss zusätzlich bestellt werden.

Lampen haben standardmässig nur ein Kabel dabei. Akkus erleichtern das Filmen extrem, wenn man mobil sein will – ich würde meine nie mehr hergeben. Beim Bestellen von Akkus die entsprechenden Ladegeräte nicht vergessen!

Ratgeber „Ausrüstung Licht“

Damit Du alles zusammen hast und nichts vergessen geht, habe ich Dir einen Ratgeber zusammen gestellt mit meinen Empfehlungen für Lampen, Stative und Akkus. Du kannst den Ratgeber kostenlos herunterladen.

Welche Erfahrungen mit Videoleuchten hast Du gemacht? Ich würde mich über Deinen Kommentar freuen.

An dieser Stelle Danke an Fotichaestli.ch, das mir die Produkte zum Testen zur Verfügung gestellt hat!

Ratgeber Licht-Ausrüstung

Mit dem Stativ gegen Seekrankheit und andere Ablenkungen

Verwackelte Bilder sind zwar in Mode, die „Shaky Camera“ muss aber den Inhalt und das Genre des Filmes unterstützen. Sonst wirkt der Film unprofessionell und die Kameraführung lenkt vom Inhalt ab. Ein Plädoyer für das Stativ.  

Stabil? Mit Stativ!

Oft sehe ich Videos, die sehr verwackelt sind. Vor allem bei Interviews mit unruhiger Kameraführung werde ich fast seekrank. Ein gutes Mittel gegen diese Seekrankheit ist das altbewährte Stativ. Damit wird das Bild viel klarer und direkter und ich höre dem Interviewten zu. 

Heutzutage wird das Stativ häufig „oldschool“ oder langweilig genannt. Im Kino erlangte man schon vor einigen Jahren den Höhepunkt der „Shaky Kamera“. Spätestens seit Filmen wie „Der Ewige Gärtner“ ist das instabile Bild in Mode und wird gerne als Stilmittel eingesetzt. Jedoch muss man dabei bedenken: Ein professioneller Kameramann mit teurer und schwerer Schulterkamera filmt komplett anders als ein Amateur, der sein Smartphone nicht ruhig halten kann. 

Lieber Vorbereitung als Nachbearbeitung

Die Stabilisatoren in Kameras und Smartphones werden ständig verbessert. Jedoch sind sie noch nicht so ausgereift, dass sie ein schwankendes Bild immer ausgleichen können. Kameras wie Sony FDR-AX53 (4K Videocam) haben mittlerweile einen physischen Stabilisator, den kann man bei einem Blick auf die Linse erkennen. Ein physischer Stabilisator gleich am schönsten aus. 

Man kann das Video auch im Nachhinein in der Postproduktion stabilisieren. Doch das gibt schlussendlich immer mehr Aufwand und meistens sieht man die Nachbearbeitung dann doch. Ein digitaler Stabilisator kann eine Art Wellen ins Bild geben. 

Stabilisations-Möglichkeiten für das Smartphone

Man kann das Smartphone auf ein Stativ stellen. Dafür gibt es mehrere Adapter mit denen man das Gerät fixieren kann (kann bei mir bestellt werden). Das ergibt ein schönes, konzentriertes Bild, was sich besonders für Interviews sehr gut eignet.

Natürlich ist der grosse Vorteil von Smartphones, dass man es immer dabei hat. Falls man aber spontan kein Stativ zur Hand hat, kann man auf andere Tricks zurückgreifen um das Bild zu stabilisieren, wie Du auf den Fotos unten siehst:

P1010278

P1010279

Das Bild wird auch viel ruhiger wenn du während dem Filmen deine Arme gegen die Rippen drückst. Dann gibt es noch den Schnurtrick, über den ich bereits geschrieben habe.

Alle anderen Kameras haben an der Unterseite Gewinde mit denen sie sich am Stativ befestigen lassen.

Wichtigsten Kriterien beim Stativ

Bei der Wahl des richtigen Stativs gilt es einige Faktoren zu beachten. Zuerst unterscheidet man zwischen einem Foto-, und einem Videostativ. Der Unterschied hierbei ist, dass sich der Kopf des Videostativs schwenken lässt . Die Qualität dieses Stativkopfes macht auch den Preisunterschied aus. Je teurer das Stativ, desto schöner lässt sich der Stativ-Kopf bewegen.

Ein weiteres Kriterium bei der Wahl des richtigen Statives ist die Grösse. Die allermeisten günstigen Stative lassen sich bis zu 1.40 Metern ausziehen. Das bereitet allerdings Probleme wenn mein Interviewpartner 1.80 Meter gross ist und ich ihn auf Augenhöhe filmen möchte.
Ein Stativ, das ich sehr empfehlen kann ist das Velbon DV- 7000N. Es lässt sich sehr gut drehen, ist gross und stabil und gleichzeitig günstig im Preis. Es mag nicht das leichteste Modell sein, erfüllt aber alle Kriterien und bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Velbon

Die Mittelstange für schnelles Arbeiten

Früher hatte ich ein Profi-Stativ von Acer. Ich legte mir dann aber ziemlich bald ein neues Stativ von Manfrotto zu. Der Unterschied ist vor allem: Bei meinem Manrotto Stativ habe ich eine Mittelstange. mit der ich die Höhe mit einer Bewegung verändern kann. Das bedeutet in einem Interview kann ich die Höhe ganz schnell verstellen und muss nicht mehr an allen drei Beinen herumschrauben. (Das Velbon DV-7000N hat auch eine Mittelstange. )

Mit diesem Manfrotto Stativ und diesem Kopf dazu (Bild unten siehst Du das gesamte Stativ) bin ich sehr happy. Es ist leicht, der Kopf dreht super, es liegt wunderbar in der Hand und mit der Schnellwechselplatte kann ich die Kamera sekundenschnell vom Stativ wegnehmen. (MVH500A Neiger, Carbon-Stativ)

manfrotto

Einbeinstativ wenn es schnell gehen soll

Ebenfalls sehr praktisch wenn man unter Zeitdruck filmt ist das Einbeinstativ. Ich bin sehr schnell und habe trotzdem eine gute Stabilisation.

Mit dem Einbeinstativ sind ein paar coole Tricks möglich, wie die Leute von Vimeo Dir in diesem Video zeigen:

Es gibt natürlich auch ganz andere Mittel zur Stabilisierung, wie zum Beispiel Gimbals. Anfänger tendieren jedoch dazu, beim Filmen zu viel Bewegung im Bild zu haben, wenn es gar nicht zum Inhalt passt. Deshalb bringt der Schritt zum Stativ oft eine grosse Qualitätssteigerung, weil das Bild plötzlich kotrolliert ist. 

In meinem Ratgeber „Ausrüstung Smartphone“ findest Du auch meine Stativ-Empfehlung und den Adapter für das Smartphone.

 

 

Schnurtrick – Das Stativ für die Hosentasche


Das Smartphone ist sehr leicht und schwierig zu stabilisieren. Verwackelte Bilder sind jedoch nicht schön. Es gibt zwar Stativ-Adapter, aber das schöne an der Smartphone-Kamera ist, wir haben es immer dabei – das Stativ nicht. Praktisch ist deshalb der Schnurtrick. Ein Stativ, welches auch noch in die Hosentasche passt.

Wer bei geplanten Drehs gerne ein Stativ benutzt, findet den passenden Adapter in meinem Ratgeber Video-Ausrüstung für das Smartphone.

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