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Puder und Papierchen: Für weniger Glanz und mehr Professionalität

Als Videojournalistin gehe ich allermeistens alleine zu einem Dreh. Auch wenn ich meine Tutorials aufnehme, bin ich alleine mit meiner Kamera.

Ich habe keinen Visagisten dabei.

Meine Protagonisten schminken sich selber, individuell, und auch ich schminke mich selbst – das wirkt ohnehin am natürlichsten!

Was ich dennoch immer dabei habe und verwende, egal ob Mann oder Frau, und egal, was die Person im Alltag von Make-Up hält: Gesichtspuder.

Filmst Du Interviews oder stehst selber vor der Kamera? Dann dürfte das auch für Dich ein Thema sein… 🙂

Puder ist unverzichtbar

Puder mattiert die Haut. Denn wenn Stirn, Kinn oder Nase einer Person glänzen, ist das unvorteilhaft. Es wirkt im Interview oder in der Moderation störend, im schlimmsten Fall sogar unprofessionell, denn Schweiss wird mit Stress assoziiert.

Wenn ich mit zusätzlichem Licht arbeite, verstärkt dies glänzende Stellen auch noch.

Bei einem Foto kann ich in der Bildbearbeitung glänzende Stellen mit wenigen Klicks verschwinden lassen. In der Postproduktion von Videos ist dies fast nicht möglich, und wenn, dann nur mit enormem Aufwand!

Also mattiere ich die Haut meiner Interviewpartner vor dem Dreh. Damit wird auch kurzzeitig verhindert, dass die Haut wieder zu glänzen beginnt.

Es gibt farbneutralen Puder, der für jeden Hauttyp passt. Dazu verwende ich einen breiten Pinsel. Wenn Du viele Personen pudern musst, kannst Du auch Wattepads verwenden und bei jeder Person einen neuen nehmen.

Papierchen zum abtupfen

Vor kurzem hat mir eine Freundin Blotting Papers empfohlen: Diese kleinen Papierchen funktionieren wie Löschpapier. Damit kann ich leichten Schweiss und Fett abtupfen, bevor ich die Haut pudere. Es gibt auch Blotting Papers, die leicht gepudert sind.

Ein super Tipp!

In meinem Blogbeitrag Meine Video-Ausrüstung, Teil 3: Für professionelle Drehs zeige ich Dir, was neben Puder und Papierchen noch alles in meinem Kamerakoffer steckt 😉

So stellst Du Deine Interviewpartner ins beste Licht

In meinem Ratgeber „Gutes Licht für Deine Videos“ erkläre ich, wie Du sowohl mit dem Licht vor Ort als auch mit zusätzlichen Lampen optimal arbeitest. Hol Dir das PDF (kostenlos) als Download mit einem Klick aufs Bild!

Ratgeber anfordern: Gutes Licht für Deine Videos

Untertiteln mit Aegisub: So funktioniert es

In meinem letzten Blogpost habe ich 8 Möglichkeiten beschrieben, um SRT-Untertitel („Hilfe, was ist das??“) für ein Video zu erstellen.

Eine dieser Möglichkeiten stelle ich Dir heute mit einem Tutorial genauer vor.

Es ist eine Open-Source-Software namens Aegisub.

Das Programm ist kostenlos und für Mac und Windows erhältlich.

Aegisub wurde ursprünglich für Karaoke entwickelt: Es ging darum, Songtexte in Musikvideos so einzubetten, dass sie zeitlich genau mit dem Gesang übereinstimmten.

Viele Einstellungen möglich

Das Programm ist zwar intuitiv gestaltet, doch es hat sehr viele Einstellungen und Möglichkeiten. Meine Mitarbeiterin Andrea Wildisen musste sich zuerst zurechtfinden und herausfinden, welche dieser vielen Einstellungen wir überhaupt brauchen.

Mit meinem Video-Tutorial ersparst Du Dir das ganze Ausprobieren, Du kannst die Einstellungen gleich von uns übernehmen.

Ich zeige Dir darin:

  • meine Empfehlungen bezüglich Voreinstellungen
  • meinen Workflow beim Untertiteln
  • den Export der fertigen SRT-Datei.

 

Die erwähnten Voreinstellungen siehst Du im Screenshot unten:

Nützliche Funktionen in Aegisub

Andrea erstellt immer wieder Untertitel für mich. Sie hat in der Vergangenheit einige Programme dazu ausprobiert.

Aegisub hat sie am meisten überzeugt, weil es im Gegensatz zu anderen Programmen Funktionen vereint, die man für einen optimalen Workflow benötigt.

Zentral: Es gibt bei Aegisub Tastaturkombinationen (Shortcuts) für die wichtigsten Schritte. Das ermöglicht ein schnelles Arbeiten.

Zwei weitere Stärken von Aegisub:

1. Übersicht über die Zeichenzahl

Damit Untertitel einfach und angenehm lesbar sind, dürfen es nicht zu viele Wörter auf einmal sein.

Der „Character Counter“ ist ein Zähler, der während des Schreibens die Anzahl Zeichen pro Zeile überprüft. Wenn es zu viele werden, um noch gut lesbar zu sein, wird eine Warnung angezeigt.

Auch die „characters per second“ werden gezählt, also die Zeichen, welche pro Sekunde eingeblendet werden. Auch hier erscheint eine Fehlermeldung, wenn es für die Lesbarkeit zu schnell geht.

Die maximale Zeichenzahl lässt sich individuell einstellen:

2. Unterschiedliche Arbeitsbereiche

Mit getrennten, aufeinander folgenden Arbeitsbereichen kommt Struktur in den Prozess. So kannst Du Dich besser auf jeden einzelnen Schritt fokussieren:

Bei der Transkription konzentrierst Du Dich auf das Untertitel-Feld. Du fügst den Text ein und schaust dabei, dass Du nicht zu viele Zeichen pro Linie verwendest.

Danach schaust Du im Untertitel-Gitter nach, ob die Zeichen pro Sekunde okay sind. Falls nötig, kannst Du die einzelnen Untertitel korrigieren.

Beim Spotting (genaues zeitliches Einsetzen der Untertitel) konzentrierst Du dich voll auf die Audio-Spur.

Am Schluss hast Du nochmals alle Untertitel im Überblick. Du schaust sie Dir auf dem Video-Player an und kontrollierst, ob alles passt. Falls nötig, sind Anpassungen möglich.

Download-Link

Wenn Du öfters Videos untertitelst, die einige Minuten dauern, lohnt es sich, Aegisub kennenzulernen.

Zum Download des Programms geht’s hier, und zur aktuellen Version Aegisub 3.2 gibt es ein (englischsprachiges) Benutzerhandbuch hier.

 

Filmst Du regelmässig? Wenn Du Tipps möchtest, um Dich als Moderator oder Deine Interviewpartner ins beste Licht zu rücken, hol Dir meinen Ratgeber „Gutes Licht für Deine Videos“ (PDF).

Ratgeber anfordern: Gutes Licht für Deine Videos

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