Sony PWX-FS5: Diese 7 Eigenschaften überzeugten mich für den Kauf der Kamera

Nachdem ich einen gründlichen Kameravergleich durchgeführt habe, habe ich mich für die Sony PWX-FS5 entschieden. Im Film ein paar erste Impressionen, die ich mit der Kamera aufgenommen habe.  Danach beschreibe ich 7 Kriterien, die mich zum Kauf dieser Kamera führten.

1. 4K Videoauflösung

Nachdem ich einen gründlichen Kameravergleich durchgeführt habe, konnte ich mich ganz klar für dieses Modell entscheiden. Einer der Hauptkriterien war, dass die Kamera 4K kann, was einfach immer wichtiger wird. Ich würde heutzutage niemals so viel Geld für eine Kamera ohne 4K ausgeben.

Vor Kurzem habe ich einen Beitrag geschrieben, in dem ich die Vorteile von 4K aufzeige. Ich habe oft Aufträge, bei denen ich sehr schnell arbeiten muss. Gerade für schnelle Interviews und Moderationen bringt 4K grosse Vorteile in der Postproduktion. Dieses Bedürfnis deckt die Sony PWX-FS5 ab.

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2. Grosser Sensor für viel Tiefenunschärfe

Ein grosser Vorteil der Sony FS5 ist der grosse Sensor. Früher habe ich mit meiner Sony PMW 200 bei kleiner Blendenzahl nie Tiefenunschärfe hinbekommen, das ist nun viel einfacher. Als Videojournalistin waren alle Produktionen immer sehr schnell, da war ich froh um einen tiefen Schärfenbereich.  Für einige Produktionen habe ich heute mehr Zeit und kann auch mit einem kleineren Schärfenbereich arbeiten. Mir gefallen die Bilder mit Tiefenunschärfe sehr gut.

3. Zoom ist dabei

Das bei der Sony PWX-FS5 mitgelieferte Objektiv bietet gute Tiefenunschärfe dank grossem Sensor und hat trotzdem einen starken Zoom. Vor ein paar Tagen war ich auf einer Veranstaltung und habe die Redner auf der Bühne gefilmt. Dazu musste ich mit meiner Kamera nicht vorne am Bühnenrand stehen sondern konnte alles aus dem Hintergrund bestens erfassen.

4. Mit variablem ND Filter Helligkeit bestimmen

Spiegelreflexkameras bieten die oben beschriebenen Features ebenfalls. Jedoch hat meine neue Kamera ein sehr wertvolles Tool: einen ND-Filter.  Wenn ich beim Filmen Tiefenschärfe möchte, muss ich die Blende weit öffnen. Im Sommer ist das jedoch ein Problem, da bei weit geöffneter Blende viel Licht eindringt und das Bild so viel zu hell wird. Also mache ich die Blende eher zu, aber dann fehlt mir die Tiefenunschärfe.

Früher hatte man dafür eine mechanische Lösung und hat den Kameras einen Filter, eine Art Sonnenbrille aufgesetzt. Videokameras haben diese mechanischen Filter integriert, man kann diese mit einer kleinen Bewegung schnell verändern. Bei Spiegelreflexkameras müssen die passenden Filter zusätzlich auf die Linse geschraubt werden. Die FS5 hat einen elektronischen Filter. Dieser ist revolutionär.

Die mechanischen Filter erlaubten mir nur stufenweise Abdunklung. Feineinstellungen musste ich mit der Blende machen. Bei der FS5 kann ich nun zuerst die Blende einstellen, z. Bsp. eine möglichst kleine Blendenzahl (2,4F) für viel Tiefenunschärfe. Die richtige Belichtung passe ich nachher mit dem variablen ND Filter ganz genau an.

5. Zwei Mikrofone für optimale Tonaufnahmen

An die Sony FS5 kann man zwei Mikrofone anschliessen. Wenn ich ein Interview führe, kann ich meinem Gegenüber ein Lavaliermikrofon anstecken und selbst noch ein Mikrofon in der Hand halten. In solchen Situationen bin ich sehr froh um zwei Audiokanäle und kann sie sogar noch pegeln.

6. Klein und leicht

Auch sehr hilfreich und praktisch ist, dass man viele Einzelteile wie Display, Henkel oder Smartgrip an der Kamera an-, und abschrauben kann. Wenn ich alles abschraube ist die Kamera wirklich ganz klein und handlich und ich könnte sie so sogar an eine Drohne oder einen Gimbal schrauben. So kann ich für lange Zeit ganz weiche Bewegungen machen und es krampft überhaupt nicht im Arm.

Sony PWX-FS5

7. Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Natürlich gibt es alle diese Eigenschaften auch in anderen Kameras aber bei der Sony PWX-FS5 ist das Preis-Leistungsverhältnis wirklich top. Ich habe für die Kamera 6170 CHF bezahlt, inkl. Objektiv und kleiner Akku.

Nachteil: Fehlendes parfokal Objektiv

Das Kit-Objektiv ist nicht parfokal. Das bedeutet: Wenn ich in Interview aufnehme und das Gesicht schön scharf einstelle darf ich den Bildausschnitt nicht mehr verändern. Denn wenn ich zum Beispiel ein Stückchen zurückgehe, verändert sich das Bild und wird unscharf, ausser ich ziehe den Fokus gleichzeitig manuell nach.

Das ist für mich eine sehr grosse Umgewöhnung. Alle meine früheren Kameras liessen den Fokus an der gleichen Stelle, auch wenn ich einen Zoom veränderte. Bisher habe ich bei eine Interview die Schärfe jeweils „selber“ gestellt. Ich habe auf das Auge meines Interviewpartners gezoomt, das Auge scharf gestellt und dann zurück gezoomt, dann wusste ich, dass die Augen scharf sind. Wenn ich da mit meiner neuen Kamera mache, sind die Augen nach dem zurück zoomen nicht mehr scharf.

Ich habe bei der Kamera einen Magnifier-Knopf, wenn ich diesen betätige, macht die Kamera einen digitalen Zoom auf das Auge, dann wird der Fokus nicht verschoben. Das Problem ist, dass die Bildqualität durch den digitale Zoom stark abnimmt, das Bild beginnt etwas zu rauschen. Es ist sehr schwierig zu sehen, ob dieses Bild wirklich scharf ist.

Beim Video unten siehst Du, wie stark sich der Fokus verändert, wenn ich hinaus zoome:

Verlagerung vom Fokus beim Zoomen

Peaking, der verlässliche Retter

Die Kamera hat eine Peaking Funktion. Wenn ich diese im Menue aktiviere, zeigen mir feine, blaue Linien, wo die Schärfe/der Fokus liegt. Ich habe jeweils ein komisches Gefühl im Magen, wenn ich mich auf diese Streifen und nicht auf meinen Sehsinn verlassen muss. Aber ich kann mich auf das Peaking verlassen. Die Bilder waren wirklich scharf, wenn ich das Peaking auf die richtige Stelle gelegt habe.

Andere Objektive austesten

Mit anderen Objektiven werde ich „den Makel“ vielleicht beheben können. Das muss ich zuerst noch ausprobieren. Mit meinem Speed Booster von Metabones kann ich auch Objektive von Canon auf meine Sony setzen. Da werde ich die Möglichkeiten auf jeden Fall austesten.

Meine Videoausrüstung für die Reise: Handlich und professionell

Im Sommer haben wir eine tolle Reise geplant: Mit meiner Familie reise ich für drei Wochen im Minibus durch die Mongolei. Jurten und endlose Landschaften – das will ich natürlich auf meiner Kamera festhalten.

 

In meinen Koffer packe ich…

 

Statt viel Gepäck in unserem Bus zu stapeln nehme ich lieber eine kleine und effiziente Kameraausrüstung mit.

 

…Meine Panasonic Lumix DMC GH4R Systemkamera

panasonic_dmc_gh4kbody_lumix_dmc_gh4_mirrorless_micro_1028453Eine sehr praktische Kamera, da ich damit sowohl filmen als auch fotografieren kann. Sie ist klein und handlich und ich kann sie deswegen leicht im Handgepäck mitnehmen. Meine grosse Kamera lasse ich diesmal gerne zu Hause.

 

Im Gegensatz zu den meisten Spiegelreflexkameras ist diese Kamera auch aufs Filmen ausgelegt: Bei dieser Kamera kann ich die Zebra Funktion einschalten, die mir mit Strichen auf dem Display hilft, die Belichtung des Bildes einzuschätzen. Dank des Peakings weiss ich immer wo der Fokus / die Schärfe liegt. So kann ich ganz einfach ein professionelles Video aufnehmen. Ausserdem kann ich mein Mikrofon direkt and die Kamera anschliessen, falls ich mal ein Interview aufnehmen möchte.

 

…Panasonic Lumix 12-35mm f2.8 Objektiv

 

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Dieses Objektiv deckt fast alle Bedürfnisse ab. Ich kann zwischen Weitwinkel und Telebereich wechseln, muss also nicht in jeder Situation das Objektiv wechseln. Der Bildstabilisator und der Autofokus funktionieren sehr gut mit diesem Objektiv. Die Bilder sind scharf und mit der F2.8 Blende bringe ich einiges an Tiefenunschärfe hin.

 

… Zoom Objektiv

 

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Ich warne in meinen Workshops zwar immer vor dem Zoom und sage, der Zoom sind unsere Füsse. Wenn wir also etwas von Nahem sehen wollen, gehen wir zum Objekt hin. In der weiten Natur kann das allerdings schwierig werden. Für den Fall, dass wir wilde Tiere in der Ferne entdecken muss also mein Zoom Objektiv auch mit ins Gepäck.

… Variabler ND Filter

 

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In der Mongolei scheint im Sommer die Sonne ziemlich stark und hell. Das beudeutet, ich muss die Blende eher zu machen, damit nicht zu viel Licht auf mein Bild kommt und es überbelichtet. Mit geschlossener Blende geht mir jedoch die Tiefenunschärfe verloren. Die Lösung dafür bietet mir ein Filter, der auf verschiedene Objektive passt. Dieser Filter (von Hama, ND2-400) wirkt sozusagen wie eine Sonnenbrille für meine Kamera. Dann bringe ich trotz hellem Licht eine schöne Tiefenunschärfe hin.

… Einbeinstativ

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Vor Kurzem habe ich über die Wichtigkeit von Stativen geschrieben. Ich nehme ein Einbeinstativ von Manfrotto mit. Ich kann es bei Wanderungen aussen an meinen Rucksack schnallen. Mit einer Maximalhöhe von 166.5 cm komme ich bei den meisten Leuten noch auf Augenhöhe. Das bewegliche Gelenk im Fuss gibt mir ein wenig Bewegungsfreiheit.

 

…RØDE VideoMic Pro R und Windschutz

 

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Normalerweise reicht das eingebaute Mikrofon in der Kamera für sogenannte „Ambi“, aber im Wind wird es schwierig. Um diese „Chrosen“ vom Wind zuverhindern, braucht es einen Windjammer, den kann man am besten einem zusätzlichen Ambi-Mik anziehen.

… Lavaliermikrofon mit Kabel

 

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Das VT506 Video von Voice Technologies of Switzerland kommt auch mit, damit ich unterwegs auch Interviews führen kann. Es hat ein Kabel, mit dem ich es direkt in meiner Kamera einstecken kann.  Mit dem 5m Kabel bin ich recht flexibel. Es ist aber nicht nur platzmässig viel einfacher als eine Funkstrecke, sondern auch rechtlich: Für Funkstrecken muss man je nachdem eine Bewilligung einholen und das kann ganz schön kompliziert werden.

Um Windgeräusche auf Interviews zu vermeiden, nehme ich noch ein kleine Katzen mit: 

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…Akkus und SolarBooster

 

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Für die GH4R nehme ich zwei Akkus mit. Die sind klein und leicht und ich kann mit einer Batterie mehr als eine Stunde filmen. Da wir unterwegs oft in Jurten ohne Steckdosen übernachten, nehmen wir einen SolarBooster mit. Den erzeugten Strom laden wir in eine Powerbank, dort kann ich mein Akku Ladegerät anschliessen und meine Batterien wieder füllen.

 

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Was denkst Du zu dieser Reise-Videoausrüstung? Klein und leicht ist sie nicht unbedingt. Aber mit diesem Set bin ich für alles gerüstet und kann trotzdem die ganze Ausrüstung ins Handgepäck und auf jede Wanderung mitnehmen.

Hand- oder Lavaliermikrofon: Wofür eignet sich welches Mikrofon?

Für guten Ton sorgen entweder ein Mikrofon, das du in der Hand hältst, oder ein Lavaliermikrofon, das du am Kragen der sprechenden Person befestigst.

Als Videojournalist ist man in der Regel alleine unterwegs und arbeitet deshalb mit einem der beiden Mikrofone. Beide haben Vor- und Nachteile.

Das Handmikrofon: Vor- und Nachteile und worauf du achten musst

Das Handmikrofon ist ein typisches Interview-Mikrofon. Das heisst: du stellst die Fragen, dein Interviewpartner antwortet und dabei führst du ihn, indem du ihm das Mikrofon hinhältst. Du entscheidest dadurch, wer wann redet und kannst beispielsweise auch eine Antwort unterbrechen oder nachhaken.

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Das Hand-Mik sorgt für den sichersten Ton. Damit das gelingt, hältst du es etwa zehn Zentimeter unters Kinn. So hast du kein Mikrofon im Gesicht und dennoch einen optimalen Ton, selbst bei Lärm rundherum.

Nachteile des Handmikrofons: Man hat die Hand nicht mehr frei und das Mikrofon ist aufgrund seiner Positionierung nahe am Gesicht auch im Bild zu sehen. Bei einer Strassenumfrage passt das auch, bei einem Personenporträt eher nicht.
Handmik darf im Bild sein, wenn man ein wenig von den Fingern sieht, ist es auch noch ok. Es sollte aber nicht der Arm des Reporters im Bild sein. Bei klassischen Interviews ist man deshalb relativ nah beim Interviewpartner. Möchtest du von weiter weg filmen, damit beim Porträtierten auch die Umgebung wahrgenommen wird, empfehle ich ein Lavaliermikrofon.

Das Lavaliermikrofon: Vor- und Nachteile und worauf du achten musst

Das Lavaliermikrofon eignet sich am besten für längere Gespräche und für ein Videoporträt einer Person. Die Vorteile liegen wörtlich auf der Hand: Du hast die Hände frei, das Mikrofon fällt weniger auf und du kannst wie erwähnt auch von weiter weg filmen. Du musst nur zu Beginn darauf achten, dass das Mikrofon an der richtigen Stelle angebracht ist, danach musst du dich nicht mehr darum kümmern.

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Doch auch das Lavaliermikrofon bringt Nachteile mit sich: Gut hörbar sind nur die Antworten, weil nur dein Gesprächspartner ein Mikrofon hat. Deine Fragen sind  schlecht oder gar nicht hörbar. Zudem eignet sich das Lav-Mik nicht für Situationen, wo es lauter ist, zum Beispiel auf einer Baustelle, in Maschinenräumen oder neben einer vielbefahrenen Strasse. Es nimmt mehr Umgebungsgeräusche auf, weil es weiter unten als das Handmik ist und von der Charakteristik her mehr Umgebungsgeräusche aufnimmt.

So nutzen Profis das Lavaliermik

Das Lavaliermikrofon gibt es mit Kabel und mit Funk. Die Profis arbeiten meistens mit Funkstrecken. Funk hat den Vorteil, dass sich der Referent oder Gesprächspartner frei bewegen kann, ist aber wesentlich teurer als ein Lavalier-Mik mit Kabel.

Eine gute Lösung mit Kabel ist das iRig Mic Lav, das es auch im 2er-Pack gibt. Damit löst du auch gleich das Problem, dass die Fragen im Gespräch nicht gut zu hören sind: Ein Mikrofon gibst du dem Interviewpartner, das andere nutzt du selber. In meinem Blogpost „iRig Mic Lav 2 Pack – ideal für Interviews unterwegs“ stelle ich das iRig vor.

Mikrofonvorschläge in meinem Ratgeber

In meinen beiden Ratgeber „Video-Ausrüstung Smartphone“ und „Video-Ausrüstung Videocam“ findest Du Kaufvorschläge für Handmikrofone und Lavaliermikrofone. (Für das Smartphone gibt es auch einen Ratgeber mit Links für LeserInnen aus Deutschland).

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Mit dem Stativ gegen Seekrankheit und andere Ablenkungen

Verwackelte Bilder sind zwar in Mode, die „Shaky Camera“ muss aber den Inhalt und das Genre des Filmes unterstützen. Sonst wirkt der Film unprofessionell und die Kameraführung lenkt vom Inhalt ab. Ein Plädoyer für das Stativ.  

Stabil? Mit Stativ!

Oft sehe ich Videos, die sehr verwackelt sind. Vor allem bei Interviews mit unruhiger Kameraführung werde ich fast seekrank. Ein gutes Mittel gegen diese Seekrankheit ist das altbewährte Stativ. Damit wird das Bild viel klarer und direkter und ich höre dem Interviewten zu. 

Heutzutage wird das Stativ häufig „oldschool“ oder langweilig genannt. Im Kino erlangte man schon vor einigen Jahren den Höhepunkt der „Shaky Kamera“. Spätestens seit Filmen wie „Der Ewige Gärtner“ ist das instabile Bild in Mode und wird gerne als Stilmittel eingesetzt. Jedoch muss man dabei bedenken: Ein professioneller Kameramann mit teurer und schwerer Schulterkamera filmt komplett anders als ein Amateur, der sein Smartphone nicht ruhig halten kann. 

Lieber Vorbereitung als Nachbearbeitung

Die Stabilisatoren in Kameras und Smartphones werden ständig verbessert. Jedoch sind sie noch nicht so ausgereift, dass sie ein schwankendes Bild immer ausgleichen können. Kameras wie Sony FDR-AX53 (4K Videocam) haben mittlerweile einen physischen Stabilisator, den kann man bei einem Blick auf die Linse erkennen. Ein physischer Stabilisator gleich am schönsten aus. 

Man kann das Video auch im Nachhinein in der Postproduktion stabilisieren. Doch das gibt schlussendlich immer mehr Aufwand und meistens sieht man die Nachbearbeitung dann doch. Ein digitaler Stabilisator kann eine Art Wellen ins Bild geben. 

Stabilisations-Möglichkeiten für das Smartphone

Man kann das Smartphone auf ein Stativ stellen. Dafür gibt es mehrere Adapter mit denen man das Gerät fixieren kann (kann bei mir bestellt werden). Das ergibt ein schönes, konzentriertes Bild, was sich besonders für Interviews sehr gut eignet.

Natürlich ist der grosse Vorteil von Smartphones, dass man es immer dabei hat. Falls man aber spontan kein Stativ zur Hand hat, kann man auf andere Tricks zurückgreifen um das Bild zu stabilisieren, wie Du auf den Fotos unten siehst:

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Das Bild wird auch viel ruhiger wenn du während dem Filmen deine Arme gegen die Rippen drückst. Dann gibt es noch den Schnurtrick, über den ich bereits geschrieben habe.

Alle anderen Kameras haben an der Unterseite Gewinde mit denen sie sich am Stativ befestigen lassen.

Wichtigsten Kriterien beim Stativ

Bei der Wahl des richtigen Stativs gilt es einige Faktoren zu beachten. Zuerst unterscheidet man zwischen einem Foto-, und einem Videostativ. Der Unterschied hierbei ist, dass sich der Kopf des Videostativs schwenken lässt . Die Qualität dieses Stativkopfes macht auch den Preisunterschied aus. Je teurer das Stativ, desto schöner lässt sich der Stativ-Kopf bewegen.

Ein weiteres Kriterium bei der Wahl des richtigen Statives ist die Grösse. Die allermeisten günstigen Stative lassen sich bis zu 1.40 Metern ausziehen. Das bereitet allerdings Probleme wenn mein Interviewpartner 1.80 Meter gross ist und ich ihn auf Augenhöhe filmen möchte.
Ein Stativ, das ich sehr empfehlen kann ist das Velbon DV- 7000N. Es lässt sich sehr gut drehen, ist gross und stabil und gleichzeitig günstig im Preis. Es mag nicht das leichteste Modell sein, erfüllt aber alle Kriterien und bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

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Die Mittelstange für schnelles Arbeiten

Früher hatte ich ein Profi-Stativ von Acer. Ich legte mir dann aber ziemlich bald ein neues Stativ von Manfrotto zu. Der Unterschied ist vor allem: Bei meinem Manrotto Stativ habe ich eine Mittelstange. mit der ich die Höhe mit einer Bewegung verändern kann. Das bedeutet in einem Interview kann ich die Höhe ganz schnell verstellen und muss nicht mehr an allen drei Beinen herumschrauben. (Das Velbon DV-7000N hat auch eine Mittelstange. )

Mit diesem Manfrotto Stativ bin ich sehr happy. Es ist leicht, der Kopf dreht super, es liegt wunderbar in der Hand und mit der Schnellwechselplatte kann ich die Kamera sekundenschnell vom Stativ wegnehmen. (MVH500A Neiger, Carbon-Stativ)

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Einbeinstativ wenn es schnell gehen soll

Ebenfalls sehr praktisch wenn man unter Zeitdruck filmt ist das Einbeinstativ. Ich bin sehr schnell und habe trotzdem eine gute Stabilisation.

Mit dem Einbeinstativ sind ein paar coole Tricks möglich, wie die Leute von Vimeo Dir in diesem Video zeigen:

Es gibt natürlich auch ganz andere Mittel zur Stabilisierung, wie zum Beispiel Gimbals. Anfänger tendieren jedoch dazu, beim Filmen zu viel Bewegung im Bild zu haben, wenn es gar nicht zum Inhalt passt. Deshalb bringt der Schritt zum Stativ oft eine grosse Qualitätssteigerung, weil das Bild plötzlich kotrolliert ist. 

In meinem Ratgeber „Ausrüstung Smartphone“ findest Du auch meine Stativ-Empfehlung und den Adapter für das Smartphone.

 

 

TV Journalistin maz // Videoproduktion