Welches ist das beste Smartphone zum Filmen, wenn Du eine Person vor der Kamera hast?

Oft werde ich gefragt: Welches Smartphone hat die beste Kamera zum Filmen?

Detaillierte Vergleiche verschiedener Smartphone-Videos findest Du bei mir nicht. Es gibt verschiedene Kriterien für das richtige Smartphone und hängt auch davon ab, was Du filmen willst.

Wenn Du solche Videos aufnehmen möchtest, wie mein Video weiter unten, also Dich selber oder Deine Interviewpartner vor der Smartphone Linse platzieren willst, dann gibt es für mich ein wichtiges Kriterium. Das Kriterium verrate ich Dir im Video oder im Text weiter unten.

Eins verrate ich Dir schon, es muss nicht immer das neuste Smartphone sein.

 

Mit jedem Smartphone, das auf den Markt kommt, wird die Kamera noch etwas besser. Vor allem die Lichtempfindlichkeit ist immer höher, finde ich.

Erinnerst Du Dich: Wenn die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand, konnte man mit den ersten iPhones (z.B. iPhone 4) kaum mehr filmen. Das Smartphone hellte das Bild automatisch auf und es ergab so ein „Pumpen“ ins Bild.

Kamera beim Smartphone wird immer besser

Heute kriegt man mit Smartphones auch bei wenig Licht super Bilder. Zudem wurden Bildstabilisator, Farbstärke und Kontraste in den letzten Jahren besser, doch in diesen Bereichen sind für mich sind die Unterschiede weniger markant als bei der Lichtempfindlichkeit.

Überlegst Du Dir, ein neues Smartphone zu kaufen? Dann findest Du im Netz genaue Vergleiche, ob nun das iPhone 11 oder das Google Pixel 4 besser ist. Für mich ergibt dieser Direktvergleich minime Unterschiede, die für mich persönlich nicht so wichtig sind.

Der eine wirklich grosse Unterschied: die Dual-Kamera

Wenn Du Dich selber mit dem Smartphone filmen willst, um Deine Botschaft, Dein Produkt, Diene Idee in die Welt zu bringen, dann lohnt es sich ein Smartphone mit dualem Kamerasystem zu benutzen. Auch wenn Du andere Menschen für Interviews, Statements, Testimonials usw. vor die Kamera stellt, hast Du einen Vorteil mit dem Zwei-Linsen-System.

Zwei Linsen beim iPhone XS
Links ist das Weitwinkel, rechts die Tele-Linse des iPhone XS.

Bei Smartphones wie dem iPhone 7 Plus, X oder XS kann ich zwischen der normalen und der Tele-Linse wechseln. Ich habe dann einen anderen Bildausschnitt.

Die normale Linse ist eher ein Weitwinkel, ca. 128mm. Das heisst, es kommt rechts und links von mir sehr viel mit ins Bild:

Judith Steiner Weitwinkelobjektiv iPhone Smartphone-Kamera
Aufgenommen mit dem iPhone 11 Pro, normale Kamera (Weitwinkel)

Bei der Telelinse habe ich ca. ein 50mm-Objektiv. Das ist in etwa das, was ich auch mit dem Auge natürlich sehe. Auf der Seite kommt da weniger ins Bild und man sagt auch, es „mache schön“: Für Porträtaufnahmen ist diese Einstellung vorteilhafter.

iPhone 11 Judith Steiner Telelinse dual camera Smartphone-kamera
Aufgenommen mit dem iPhone 11 Pro, Telelinse

Siehst Du den Unterschied? Die Person im Bild wirkt präsenter und das Gesicht ausgewogener, weil die Kamera weniger nahe ran muss. Es ist weniger Hintergrund im Bild und lenkt von der Person ab, die spricht.

Die Telelinse macht den Unterschied

Ob Du nun mit dem iPhone 7Plus ist (dem ersten Smartphone mit dualem Linsensystem) oder mit dem neusten, dem iPhone 11, spielt weniger eine Rolle. Klar wird die Kamera immer besser – aber für mich ist wichtig, dass ich überhaupt zwischen Telelinse und Weitwinkel wechseln kann.

Achtung bei iPhone 11: Das iPhone 11 verfügt nur noch über Weit- und Ultraweitwinkel. Dafür habe ich mit dem iPhone 11 Pro/Pro Max sogar drei Linsen: Tele-, Weit- und Ultraweitwinkel.

Toll ist der Ultraweitwinkel, wenn Du zum Beispiel viel in der Natur bist und eine Landschaft im Bild festhalten willst. Zum Filmen von Personen ist sie aber ungeeignet: Die gefilmte Person verschwindet total im Bild und verliert alle Präsenz.

Aufgenommen mit der Ultraweitwinkel-Linse.

Fallbeispiel aus einem Kurs

Kürzlich gab ich in einer Firma einen dreitägigen Workshop. Ziel dieser Kurse ist, dass die Teilnehmenden mit ihren eigenen Smartphones Videos produzieren können. Wir übten dies auch und nahmen ein Video auf, ein Interview mit einer Fachfrau für Beckenbodentraining.

Wir waren bei dieser Frau zu Hause, von wo aus sie auch arbeitet, und richteten den Ort für den Dreh her: Wir stellten Stative auf, suchten einen guten Hintergrund und versuchten, das natürliche Licht vor Ort optimal zu nutzen.

Vanessa, eine Kursteilnehmerin, filmte mit ihrem iPhone. Es war aber total schwierig, ein schönes Bild hinzukriegen: Immer war zu viel Hintergrund da und lenkte von der Expertin ab – sie ging im Bild unter.

Ich fragte dann, ob es OK wäre, wenn wir doch mein iPhone nehmen. So kriegten wir ein gutes Video und ich konnte gleich zeigen, was für einen enormen Unterschied die Telelinse macht: Das Bild war ruhiger, die Beckenbodenexpertin wirkte präsent und ihre Botschaft kam optimal rüber.

Das duale Linsensystem ist wirklich toll, wenn Du Menschen filmen möchtest, die eine Botschaft haben.

Worauf Du achten solltest, wenn Du ein neues Smartphone kaufst

Ich finde nicht, dass Du immer das neuste Smartphone brauchst. Wenn Dein Smartphone aber schon älter ist und Du Dir überlegst, ein neues zu kaufen, dann würde ich wirklich darauf achten, dass es ein duales Kamerasystem hat.

Auch dann brauchst Du nicht zwingend das neuste Modell – auch ein „älteres“ Smartphone tut’s, das neben der normalen auch noch eine Telelinse hat.

Tipp: Schau doch, dass Du Dein gebrauchtes Smartphone verkaufen oder weitergeben kannst! Es sind viele wertvolle Rohstoffe drin und deswegen ist es toll, wenn ein Smartphone so lange wie möglich verwendet werden kann.

Und so wird Dein Video noch besser:

Das Video wird noch professioneller, wenn Du mit Stativ und Mikrofon arbeitest. Damit wirkst Du oder die Person vor Deiner Kamera einfach kompetenter und authentischer!

Wenn Du Tipps für Deine Ausrüstung zum filmen mit Smartphone willst, lade Dir doch meinen PDF-Ratgeber herunter:

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

„Ich war total überrascht, wie viel Du in einen Kurstag gepackt hast!“

Balaram Furrer, ein Fotograf aus Rapperswil, war kürzlich in einem meiner Videoproduktion Starterkurse. Am Ende des Kurses kam er mit einem Video auf mich zu, dass er bereits vor dem Kurs aufgenommen hatte, und bat um Feedback.

Diese Video nahm Balaram vor dem Videoproduktion Starterkurs auf.

 

Ein paar Tage später schickte er mir ein weiteres, neu produziertes Video:

Dieses Video hat Balaram gleich nach dem Kurs umgesetzt.

 

Ich war absolut verblüfft, wie toll es war und wie gut er mein Feedback umgesetzt hatte! Darüber wollte ich mehr wissen und habe nochmals mit ihm gesprochen.

robfury Balaram Furrer
Balaram Furrer (Rob Fury Photography)

Balaram, Du bist Fotograf, hast Du dadurch einen Vorteil beim Filmen?
Balaram Furrer: Der einzige Vorteil ist eigentlich, dass ich meine Kamera und ihre Möglichkeiten gut kenne. Fotografie und Videografie sind aber komplett unterschiedlich – deswegen habe ich bei meinem ersten Video auch fast alles falsch gemacht…

Mit diesem Video, das Du vor dem Kurs gemacht hattest, bist Du am Ende des Kurses noch zu mir gekommen und hast mich um ein Feedback gebeten. War das hilfreich?
Absolut! Du hast sofort gesehen, was ich noch ändern muss, um meine Videos zu verbessern. So hast Du mir anhand von diesem konkreten Beispiel einiges mit auf den Weg gegeben, das ich umsetzen konnte.

Gab es etwas, was Dir besonders geholfen hat?
Als Reminder für die Basics habe ich jetzt beim Filmen immer die Karte dabei, die Du uns im Kurs abgegeben hast: Darauf sind die wichtigsten Infos kurz zusammengefasst, worauf man achten muss, Perspektive, Einstellung etc.

Wie hast Du den Kurs erlebt?
Ich war total überrascht, wie viel Du in die paar Stunden gepackt hast! Ich hatte einfach erwartet, dass ich an diesem Tag die Grundkenntnisse lerne. Erst danach wurde mir bewusst, wie effizient Du als Instruktorin bist und wie viel ich tatsächlich mitgenommen habe! Du hast alles verständlich erklärt, mit vielen Beispielen, und super rübergebracht. Ich hatte auch den Eindruck, dass Du den Kurs perfekt auf die Teilnehmenden angepasst hast. Du hattest ja im Vorfeld gefragt, wozu wir Video brauchen und womit wir filmen.

Was war Deine Motivation, Dich für den Starterkurs anzumelden?
Ich bin in einer Zürcher Kunstgalerie (Ethnicity Gallery / Ethnicity Art Gallery) fürs Marketing zuständig. Hinter der Galerie steht ein Verein, der auch soziale Projekte durchführt. Diese dokumentieren und bewerben wir mit Video. Video ist ein starkes, aussagekräftiges Medium, gerade heute, wo die Welt von Social Media durchwoben ist. Wenn man das Grundwissen hat, muss man für Videos nicht mehr viel Geld ausgeben, sondern kann selber günstig tolle Sachen produzieren.

Wie bist Du nach dem Kurs an die Videoproduktion herangegangen?
Ich hatte den Kurs ja ganz gezielt ausgewählt, weil ich mir dieses Wissen für meine Arbeit aneignen wollte. Deswegen hatte ich auch gleich Gelegenheit, es anzuwenden: Noch in der gleichen Woche hatte ich einen Auftrag für ein Video.

Mit welcher Kamera arbeitest Du?
Mit einer Spiegelreflexkamera, Canon EOS 5D Mark III. Manchmal auch mit dem Smartphone.

Danke für das Gespräch!

Balaram Furrer a.k.a. Rob Fury Photography auf Instagram / Facebook

Sichere Dir jetzt ein Ticket für meinen Starterkurs!

Der nächste Kurs findet am 23. September in Rapperswil statt. Kaufe Dir jetzt Dein Ticket hier – und hier bekommst Du mehr Infos.

Falls Du momentan nicht nach Zürich/Rapperswil kommen kannst oder Dir den Kurs flexibler einteilen möchtest: Auch in meinem Onlinekurs vermittle ich Dir das Grundwissen der Videoproduktion.

Die Inhalte sind die gleichen wie im Theorieteil des Starterkurses. Wenn Du zusätzlich dazu auch Übungen und Feedback möchtest, biete ich Dir das in Spezialpaketen des Onlinekurses an. Alle Infos hier.

Kostenlose Probelektion Videokurs

Achtung Gimbal: Darum sind die Stabilisierungs-Geräte gefährlich!

Was ist ein Gimbal?

Ein Gimbal ist ein Stabilisierungssystem zum Filmen: Eine Art kleines Stativ, das man während dem Filmen in der Hand hält und das Bewegungen autonom ausgleicht.

Gimbals sind gerade total in.

Wenn man sie richtig einsetzt, bringen sie viel Mehrwert. Trotzdem halte ich mich mit Empfehlungen für Gimbals zurück – denn sie können auch gefährlich sein. Warum, erkläre ich Dir in diesem Artikel oder im Video.

Verwackelte Bilder wirken unprofessionell

Verwackelte Bilder lassen ein Video unprofessionell wirken. Da hört und sieht man nicht mehr gerne hin, und wenn Dein Video verwackelt ist, schalten die Leute schnell weg.

Das ist der grosse Vorteil eines Gimbals: Er sorgt für schöne, smoothe Bewegungen, und war in verschiedenen Situationen.

Warum nicht einfach ein Stativ?

Ich besitze einen ganzen „Wald“ von Stativen 🙂 Denn ich benutze beim Filmen sehr häufig eins.

Welches Stativ sich wofür eignet, habe ich in diesem Artikel/Video mal erzählt. Und hier erkläre ich den Schnur-Trick.

Ein Stativ sorgt nicht nur für ein ruhiges Bild, sondern verschafft mir auch freie Hände und Bewegungsfreiheit. So kann ich selber vor die Linse oder jemanden interviewen, ohne die Kamera halten zu müssen.

Manchmal will ich mich beim Filmen aber auch fortbewegen oder drehen! Dann nützt mir ein Stativ wenig.

Mit einem Gimbal kann ich rumlaufen oder mich in alle Richtungen drehen, und das Video wird dennoch ruhig und gleichmässig.

Gimbal und Selfie-Kamera – ein gutes Duo!

Ich habe schon vor einigen Jahren darüber geschrieben, wie gut heute die digitalen Bildstabilisatoren der Smartphones sind.

Das Problem dabei:

Das gilt nur für die Hauptkamera und nicht für die Frontkamera. Auch aktuell beim iPhone XS.

Die Front- oder Selfiekamera ist allgemein schlechter. Während Du mit der Hauptkamera aus der Hand gefilmt ein erstaunlich ruhiges Bild erhältst, ist die gleiche Aufnahme mit der Selfiekamera viel unruhiger. Wenn möglich, filme ich mit der Hauptkamera.

Wenn ich aber zum Beispiel ein Live-Video aufnehme, möchte ich während dem Filmen auch den Display im Blick haben, um zu sehen, wenn jemand eine Frage stellt oder hallo sagt. Da bin ich ganz froh um den Gimbal, denn er stabilisiert die Aufnahme auch mit der Selfiekamera.

Ruhige Kamerafahrten dank Gimbal

In unseren Frühlingsferien waren wir auf einem Bauernhof und durften mit Zwergponys spazieren gehen. Ich machte davon ein Video, und für eine Kamerafahrt war der Gimbal genau das Richtige.

Die Ponys gaben ziemlich Gas, und um mit ihnen Schritt halten zu können und gleichzeitig ein ruhiges Video zu erhalten, war ich froh, dass mein Smartphone in einem guten Stabilisierungssystem eingespannt war.

Für solche Situationen nutze ich den DJI Osmo Mobile 2.

Und damit ich auch mit grösseren Kameras schöne Kamerafahrten aufnehmen kann, habe ich mir auch noch den DJI Ronis S gekauft.

Warum ist ein Gimbal denn nun gefährlich?

Weil er oft falsch eingesetzt wird.

Viele Leute bewegen die Kamera beim Filmen viel zu oft. Und weil der Gimbal so schöne, smoothe Bewegungen macht, verleitet er dazu, noch viel mehr Kamerabewegungen einzusetzen. Das Video wird dadurch aber unprofessioneller.

Vielleicht willst Du schöne Ferienvideos machen, oder Deine tollen Produkte im Geschäft zeigen. Und weil der Gimbal sich so toll bewegen lässt, läufst Du herum, lässt die Kamera laufen, geniesst die wunderschöne Bewegung des Gimbals und filmst ganz lange Einstellungen…

STOP: So funktioniert Videoproduktion nicht.

Falls Du meine 10 Tipps für bessere Videos gesehen hast, weisst Du das bereits. In der Regel heisst es move – point – shoot – stop.

Das „Shoot“ dauert nur einige Sekunden, sonst wird es für die Zuschauer langweilig.

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Such die Bewegung vor der Kamera

Und vergiss „move“ und „point“ nicht: Suche vor allem die Bewegung vor der Kamera und setze Kamerabewegung bewusst ein. Anstatt dass Du wild durch die Gegend rennst, weil Du Dich so an Deinem Gimbal freust.

Es gibt drei Kamerabewegungen:

Zoom: Den solltest Du sparsam einsetzen, da er unnatürlich ist. Wir können unser Auge auch nicht einfach ausfahren, um etwas aus der Nähe zu sehen.

Schwenk: Ich schwenke die Kamera, am besten auf einem Stativ. Sie bleibt dabei am Ort.

Passive Schwenks sind angenehmer als aktive: Du verfolgst eine Bewegung vor der Kamera.

Kamerafahrt: Sobald sich die Kamera bewegt, spricht man von einer Kamerafahrt. Und hier kommt der Gimbal ins Spiel. Wenn Du eine schöne ruhige Kamerafahrt machen willst, dann unterstützt Dich der Gimbal darin.

Passive Kamerabewegungen machen mehr Spass

In meinen „10 Tipps für bessere Videos“ zeige ich Dir einen aktiven Kameraschwenk. Der ist sehr unangenehm.

Kamerafahrten machen oft mehr Spass, wenn sie passiv sind. Dabei hängst Du Dich an ein Objekt und gehst mit, wie ich mit den Zwergponys.

Wenn Du einen Gimbal hast, machst Du also nicht automatisch bessere Videos. Bewusst eingesetzt, gibt er Dir aber bessere kreative Möglichkeiten.

Wie Du wirklich bessere Videos machst

Die Grundlagen für bessere Videos zeige ich Dir, wie bereits erwähnt, in meinen „10 Tipps für bessere Videos“. Du kannst das Video auf YouTube schauen und auch ein ein gratis PDF mit den 10 Tipps herunterladen.

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KineMaster Tutorial: Ich zeige Dir, was diese Videoschnitt-App alles kann

KineMaster ist die beste Videoschnitt-App für Android. Finde ich.

Und es ist auch eine gute Alternative zu iMovie auf dem iPhone. Vor einigen Wochen machte ich einen Vergleich von 5 verschiedenen Apps zum Videos schneiden, KineMaster ist eine davon. Den Vergleich findest Du hier.

(KineMaster im App Store / bei Google Play)

Im Video-Tutorial stelle ich die App KineMaster ausführlich vor. Und hier im Artikel liste ich die wichtigsten Sachen auf, die mich an KineMaster so begeistern.

Intuitiv und vielseitig

Mit dem KineMaster kannst Du…

  • Hochformat, Breitformat und quadratische Videos schneiden
  • Emojis einfügen
  • mit dem Finger aufs Display malen
  • zwei Spuren schneiden
  • bei der Tonbearbeitung Keyframes setzen
  • den Audiopegel einstellen
  • ein Video schneller und langsamer machen

Gratis- und Pro-Version:

KineMaster gibt’s als Gratisversion. Die Videos haben dann ein Wasserzeichen drauf.

Die Pro-Version kostet monatlich CHF 5.50 oder jährlich CHF 44.

In der Pro-Version ist natürlich das Wasserzeichen weg. Dazu gibt es:

  • Sound-Effekte und eine Musik-Auswahl
  • Textvorlagen
  • Übergänge
  • Stickers zu ganz verschiedenen Themen
  • Filter

Persönliche Vorlieben

Ich persönlich schneide lieber auf einem Rechner als auf dem Smartphone. Aber für kleine Familienfilme benutze ich manchmal ganz gerne auch das Smartphone und schneide ein Video so auch mal, während wir noch unterwegs sind – z.B. auf dem Heimweg von einem Ausflug.

Beim KineMaster finde ich vor allem die verspielten Elemente cool. Zum Beispiel die Emojis und Handgekritzel, die ja auch in Instagram Stories sehr beliebt sind. Da kann ich im KineMaster wirklich sehr kreativ werden.

Da hat KineMaster sogar den „grossen“ Programmen etwas voraus:

Handschrift kann ich im Premiere Pro auf dem Rechner nicht hinein nehmen. Emojis und kleine Animationen brauchen einige Umwege im Profiprogramm.

 

10 Tipps für bessere Videos

Ein Video entsteht bereits beim Filmen, nicht erst im Schnitt.

Deshalb ist es wichtig, dass Du da schon die richtige Technik anwendest. Dann ist der Schnitt einfacher und wird auch viel natürlicher und spannender.

Gerne gebe ich Dir 10 einfache, aber wirkungsvolle Tipps rund ums Thema Bildgestaltung, Pespektive, Cadrage, Kamerabewegung, Ton, Licht… Du kannst mein Video dazu schauen oder Dir gleich hier die 10 Tipps als PDF gratis herunterladen. Klick dafür aufs Bild!

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10 Tipps für bessere Videos

Wenn Du anfängst, eigene Videos zu produzieren, kannst Du in kurzer Zeit sehr grosse Fortschritte machen. Vor allem, wenn Du Dir gezielt einige Basiskenntnisse aneignest.

In diesem Video gebe ich Dir 10 wertvolle Tipps, mit denen Du Deine Videos auf das nächste Level bringst.

Im Artikel hier ist alles nochmals beschrieben und ich habe die 10 Tipps als PDF zusammengestellt. Auf der letzte Seite zeige ich Dir, wie Du diese Tipps gleich auf dem Dreh anwendest. Dieses PDF kannst Du vor Deinen Videodrehs kurz zur Erinnerung hervorholen.

Tippe auf das Bild unten und das PDF ist schon auf halbem Weg zu Dir.

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1. Wähle das Format

Format Video Judith Steiner

Früher war Video immer ein Breitformat. Kino und TV sind Breitformat.

Wenn ich meine Ferienvideos gerne auf einem grossen Bildschirm schauen möchte, ist Breitformat schöner. Sonst habe ich schwarze Balken auf der Seite und das Bild ist halb so gross.

Alles was ich auf meinem Rechner schaue, ist deshalb in einem Breitformat schöner.

Heute filmen aber ganz viele Leute im Hochformat: Das Smartphone, wo heute sehr viele Videos konsumiert werden, hat man meistens Hochformat in der Hand. Wenn das Video im Hochformat ist, muss man das Gerät nicht jedesmal drehen.

Dies gilt zum Beispiel für soziale Plattformen wie Instagram: Im Feed haben wir vor allem das quadratische Format, seltener Breitformat. Instagram-Stories sind jedoch praktisch immer Hochformat, auch InstagramTV sendet nur in Hochformat.

Falls Du filmst und noch nicht weisst, was Du mit den Videos machst, empfehle ich Dir das Breitformat.

Damit hältst Du Dir mehr Möglichkeit offen.

Zum Beispiel, an Deinem nächsten runden Geburtstag ein Video zusammenzuschneiden und Deinen Gästen an der Party bildschirmfüllend auf Grossleinwand zu zeigen 🙂

2. Aktiviere Raster für Bildgestaltung

Bildgestaltung Judith Steiner Video Duene Kind

Wenn Du noch nicht viel Erfahrung beim Fotografieren oder filmen hast, dann schalte das Gitternetz ein. Das hilft Dir bei der Bildgestaltung. Die Linien helfen Dir, dass das Bild nicht schräg wird. Horizonte, Gebäude und anderes sollten möglichst gerade im Bild sein.

Wenn Du Dein Hauptobjekt ins Bild stellst, positioniere es nicht in der Mitte, sondern in der Nähe der Schnittpunkte dieses Drittelrasters.

3. Wechsle die Perspektiven

Perspektive Judith Steiner Video Vogelperspektive

Die drei Hauptperspektiven, die wir beim Filmen kennen, sind die Vogelperspektive, die Froschperspektive, und die Augenhöhe.

Die Vogelperspektive bekommst Du, wenn Du von oben herab filmst. Das kann mit dem Stativ oder aus der Hand sein, wenn Du irgendwo oben eine Kamera aufhängst oder eine Drohne fliegst.

Die Vogelperspektive gibt Übersicht. Menschen lässt sie aber klein und hilflos wirken, ist also bei Interviews zu vermeiden.

Die Froschperspektive ergibt sich, wenn man von unten filmt. Dinge im Vordergrund nehmen so plötzlich mehr Platz ein. Ich kann auch eine gewisse Tiefe ins Bild bringen.

Die Froschperspektive lässt Menschen dominant oder sogar gefährlich erscheinen. In Spielfilmen kann sie deshalb ein tolles Stilmittel sein, aber auch hier gilt: für Interviewsituationen ungeeignet.

Auf Augenhöhe bin ich, wenn ich das Stativ gerade stelle. So sehen wir unseren Alltag. Wenn Du Personen filmst, die eine wichtige Botschaft haben, dann solltest Du auf Augenhöhe filmen.

Das ist aber auch die langweiligste Perspektive. Deshalb ist es spannend, wenn wir auch mal Abwechslung suchen.

4. Anstatt Fotos: Video-Shots

Blumentopf faellt runter Judith Steiner Video Bewegung

Was unterscheidet ein Video von einem Foto? Es ist die Bewegung im Bild.

In einem Videoshot hat es ein Nomen und ein Verb. Zum Beispiel ein Blumenstrauss: Das ist das Nomen, das Objekt. Wenn jemand daran riecht oder der Blumenstrauss runterfällt, kommt ein Verb ins Spiel – es wird zu einem Videoshot.

Suche also die Bewegung vor der Kamera!

5. Verwende passive Kamerabewegungen

Kamerabewegung Video Judith Steiner

Bewegung kann man auch mit der Kamera ins Bild bringen. Aber hier ist weniger oft mehr.

Mach nicht zu viele Schwenks, sondern dort, wo es Sinn macht, oder wo Du damit die Bewegung vor der Kamera unterstützen kannst.

Das heisst: passive statt aktive Kamerabewegungen.

Die drei bekanntesten Kamerabewegungen sind der Zoom, der Kameraschwenk und die Kamerafahrt.

Eine Zoombewegung setzt Du nur ganz sparsam ein oder lässt sie ganz weg. Sie ist unnatürlich. Ich sage häufig: Die Füsse sind der beste Zoom – wenn ich etwas von Nahem anschauen möchte, dann gehe ich hin.

Der Schwenk hingegen ist eine natürliche Bewegung. Auch meinen Kopf kann ich horizontal und vertikal drehen.

Ein aktiver Schwenk geschieht unabhängig von der Bewegung im Bild. Wenn ich zum Beispiel eine Person filme und dann die Kamera drehe, um ein Geschehen nebenan zu zeigen. Bildlich gesprochen, dreht die Kamera dem Zuschauer den Kopf rum und sagt: „Hey, schau mal hier drüben!“

Ein passiver Schwenk ist, wenn die Kamera einer Bewegung im Bild folgt. Wenn jemand durchs Bild läuft und die Kamera mit ihm geht. Der passive Schwenk wirkt natürlicher und ist für den Zuschauer angenehmer.

6. Ändere den Bildausschnitt

Bildausschnitt Cadrage Judith Steiner Video

Such immer wieder einen anderen Bildausschnitt. Wir Schweizer Kameraleute sprechen auch von der „Cadrage“.

Geh mal ganz weit weg, filme eine Supertotale, wechsle dann z.B. auf eine Halbtotale oder auf eine Grossaufnahme. Vielleicht macht zwischendurch sogar eine Detailaufnahme Sinn.

Jede Cadrage hat eine andere Aussage. Indem Du diese Bildausschnitte wechselst, wird Dein Video dynamischer und abwechslungsreicher.

7. Move – Point – Shoot – Stop

Move Point Shoot Stop Judith Steiner Steve STockman

Der Videoproduzent Steve Stockman hat es so gesagt: Move – Point – Shoot – Stop, oder nach meiner Übersetzung: Bewegen – Shot wählen – filmen – stoppen. Und dann beginnt es wieder von vorn.

Das heisst, Du bist zwischen den Videoshots ständig in Bewegung.

Move: Du überlegst Dir zuerst, welchen Bildausschnitt Du willst, dann läufst Du dort hin.

Point: Du nimmst den gewählten Bildausschnitt, wählst die Perspektive, achtest auf den goldenen Schnitt und all die Regeln, die ich Dir vorher verraten habe.

Wenn Dir das Bild gefällt: Shoot. Drücke die Rec-Taste und lasse die Aufnahme ca. 10 Sekunden lang laufen. Dann drückst Du Stop.

Dann beginnt es wieder von vorn. Du bewegst Dich wieder, um den nächsten Shot zu suchen, usw.

8. Zeige Gesicht

Video Gesichter Judith Steiner Paar Selfie

Wir Menschen schauen gerne andere Menschen an. Wir wollen wissen, wer das ist, wollen in Beziehung treten. Und wenn wir Inhalte weitergeben, kommen sie viel besser an, wenn wir eine Person damit verbinden.

Ich zeige in meinen Videos mein Gesicht, damit Du mich kennen lernen kannst. Oder ich führe Interviews mit Personen.

Auch in Tutorials oder bei einem Unpacking-Video ist es interessant, wenn man am Anfang und/oder zwischendurch mal das Gesicht der Person sieht und nicht nur ihre Hände. Das stellt eine Beziehung her.

In unserem Ferienvideo über Sri Lanka habe ich z.B. meine Kinder interviewt. Sie erzählen, was wir unternommen und erlebt haben. So füllen wir die Ferienvideos mit Inhalt und schaffen eine schöne Erinnerung.

Übrigens habe ich einen Onlinekurs, wo ich Dir ganz genau zeige, wie Du Dich selber oder Deine Interviewpartner vor die Kamera stellst, damit sie möglichst natürlich wirken.

Kostenlose Probelektion Videokurs

9. Nutze das Licht

Licht Video Judith Steiner Wolken Sonne

Nutze das Licht vor Ort. Lass es in erster Linie auf Dein Hauptobjekt im Bild fallen. Meistens hast Du als Kameramensch die Sonne oder andere Lichtquellen im Rücken.

Wenn Du eine Person filmst, dann lass das Licht auf ihr Gesicht fallen. Wichtig ist vor allem, dass wir die Augen sehen. Da liegt unsere Identität drin.

Wie Du Personen vor der Kamera ins beste Licht stellst, zeige ich Dir in meinem Ratgeber „Gutes Licht für Deine Videos“. Dort findest Du auch Tipps für Deine Lampen-Ausrüstung.

10. Achte auf den Ton

Ton Kind Mikrofon Video Judith Steiner

Der Ton ist beim Video mindestens so wichtig wie das Bild.

Achte auf einen sauberen Ton: Bei Wind, benutze einen Windschutz. Schalte Musik im Hintergrund aus (so kannst Du auch besser schneiden). Und wenn jemand etwas sagt, eine Botschaft hat, die bei den Zuschauern ankommen soll, dann benutze ein externes Mikrofon.

Zum Thema Mikrofon findest Du einige Ratgeber auf meiner give-away-Seite.

 

Ganz kompakt als PDF

Das waren die 10 Tipps. Falls Du Dir nicht alles merken konntest, ich habe ein PDF zusammengestellt, wo ich die Tipps nochmals zusammenfasse, mit Texten und Bildern.

In meinen Kursen gehe ich noch ausführlicher auf alle diese Themen ein.

Du kannst das PDF hier gratis herunterladen.

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Power of Video: 5 Gründe, warum auch Du Videos nutzen solltest

„Video ist das Medium der Zukunft“ – das war wie ein Mantra der Marketing-Forschung in den letzten Jahren. Der Boom hält an.

Dazu kommt, dass die Personalisierung immer wichtiger wird. Video macht das möglich.

  • Mittlerweile nutzen 87% der Unternehmen Video für ihr Marketing (2017: 63%)
  • 83% finden, es lohne sich (der Return on Investment sei gut)
  • 2/3 der Menschen lernen ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung am liebsten durch ein Video kennen (Artikel: 15%, Infografik: 4%, Bedienungsanleitung: 3%)

Quelle: Wyzowl.com

Videokonsum in Deutschland

Kürzlich veröffentlichte die Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) zusammen mit YouTube eine Studie über den Videokonsum in Deutschland. Der ist ungebrochen.

Ich selber war überrascht, wie gross der TV-Anteil noch ist. Aber YouTube ist unterdessen ein wichtiger Player.

Quelle: AGF

Der Konsum von Online-Video wächst weiter:

Cisco, Mark Zuckerberg und andere Analysten gehen davon aus, dass 2021 80% der Inhalte im Netz Videos sein werden.

Kostenlose Probelektion Videokurs

 

1. Informationswunder

Untersuchungen zeigen, dass unser Hirn Bilder 60’000 mal schneller aufnimmt als Text. 60’000 mal. Wahnsinn!

Videosequenzen sind nichts anderes als aneinandergereihte Bilder.

Video bringt unser Hirn in Höchstform.

Video kombiniert verschiedene mediale Ebenen und liefert dem Zuschauer alles in einem Paket: Bilder, Ton, Dialog, Musik, Einblenden von kurzen Texten.

Im Videoschnitt verweben wir all das sanft und übergangslos. Wir kreieren eine Einheit, die es uns erlaubt, eine fast endlose Anzahl von Informationen in kürzester Zeit aufzunehmen.

Der Film, ein kompaktes Informationswunder

Dank der überlappenden Ebenen berühren wir den Zuschauer. Wir schenken ihm Wörter und Emotionen, die in Bildern dargestellt sind. Der Lerneffekt passiert fast nebenbei.

Eines meiner Lieblingsvideos auf YouTube ist dieser Kurzfilm – schau ihn Dir unbedingt kurz an!

The Power of Video und The Power of Words. Wörter haben Power. Wickelt man sie in Film, hinterlegt sie mit Musik und erzählt eine berührende Story, werden ihre Möglichkeiten fast grenzenlos.

Wir wollen lernen und zwar schnell

Bewegtbild hat in der heutigen Informations-Welt einen riesigen Impact. Wissen will im Fast-Food-Stil konsumiert werden. Weiterbildungen sollen nebenbei geschehen. Die verschiedenen Informationsebenen im Video unterstützen dieses Ziel bestens.

Ein sehr schönes Beispiel dazu stammt von YouTube selber:

YouTube zeigt uns vor, was mit Video alles möglich ist. Das Video ist schon älter, drückt es aber perfekt aus.

 

2. Beziehung aufbauen

Einmal sass ich mit meinem Mann in Rapperswil am See. Vor unserer Bank standen zwei Männer, die sich miteinander unterhielten. Ich überlegte die ganze Zeit, von wo ich den einen kannte. Ich hatte das Gefühl, ich hätte mit ihm mal im Lehrervolley gespielt.

Ich war kurz davor, ihn darauf anzusprechen, als mein Mann mir erklärte, das sei der bekannte Schweizer Fussballexperte Alain Sutter. Ich kannte ihn also nur vom TV – und er hätte keine Ahnung gehabt, wer ich bin. Ich war ganz froh, dass mein Mann mich noch kurz aufklärte… 😉

Was macht eine Beziehung aus?

Wir sehen einen Menschen, hören seine Stimme und beobachten seine Mimik. Langsam wird er uns vertraut. Wir fühlen uns verbunden, ihm nahe, er scheint uns autenthisch.

Haben wir uns schon mal getroffen? Nicht zwingend.

Videos können diese Wirkung haben.

Wir begleiten einen Menschen auf dem Bildschirm, immer wieder und in verschiedenen Situationen. Vielleicht hilft uns dieser Mensch, ein Problem zu verstehen. Vielleicht gibt uns dieser Mensch in einem Tutorial seine persönliche Expertise weiter. Oder er lässt uns ein Stück seines Weges mit ihm gehen.

Die Person wird uns vertraut, als ob wir sie persönlich kennen würden.

Vertrauen entsteht

Wenn wir eine Person regelmässig sehen, wenn sie uns einen Mehrwert bietet, uns berührt, begeistert und mit Authentizität überzeugt, dann entsteht Vertrauen.

Aber nicht nur in diese Person, sondern auch in ein Produkt und/oder eine Marke. Denn auch diese haben durch das Video ein Gesicht bekommen. Eben: The Power of Video.

„Ich kenne Sie!“

So sprach mich vor einigen Wochen ein Mann an. Er bat mich um eine Offerte. „Es fühlt sich einfach richtig an“, meinte er begeistert, „als ob wir uns schon lange kennen würden.“

In der Tat hatten wir uns noch nie getroffen oder zusammen gesprochen.

Er kannte mich von meinen Videotutorials und hatte Vertrauen in mich und meine Kompetenzen aufgebaut. The Power of Video hatte ihn überzeugt.

Solche Begegnungen habe ich immer wieder!

Erfolgsbeispiele gibt es viele

So macht es auch Horst Lüning, der Whisky-Kenner. Horst zeigt der Welt, wie man mit Video ganz einfach eine Beziehung schafft!

Sein beliebtestes Video wurde über eine halbe Million mal angeschaut. Und dabei hat Horst weder viel für seine Videos ausgegeben, noch sieht er aus wie ein Superstar.

Horst hat für sich genau das Erfolgsrezept entdeckt, von dem ich hier spreche: Beziehung aufbauen, Vertrauen schaffen.

Die wichtigsten Grundelemente

Horsts Videos sind einfach gemacht. Er stellt eine Kamera auf, die auf ihn zeigt, und verköstigt und kommentiert vor den Zuschauern verschiedene Whiskys. Daran ist wirklich nichts Besonderes.

Aber die wichtigsten Grundelemente einer Videoproduktion stimmen:

  • Das Licht ist angenehm – man sieht Horst gut.
  • Die Tonaufnahme ist professionell – man hört Horst gut.

Vor laufender Kamera schenkt sich Horst andächtig Whisky ein, schwenkt ihn hin und her, riecht daran, nimmt einen Schluck und lässt die Zuschauer an seinem Trinkerlebnis teilhaben. Die Videos verlinken zu seinem Onlineshop.

Prost, Horst! Whisky-Liebhaber kennen Horst und trinken mit ihm, als ob er ihr Trinkgenosse wäre.

Live-Video als Zusatzfeature

Zwei Neuerungen gibt es aber bei Horst: Mittlerweile ist auch sein Sohn und Nachfolger in den Videos dabei, und sie nutzen auch regelmässig Live-Video.

Das Grundkonzept ist aber immer das gleiche. Es wird Whisky degustiert und fachmännisch darüber gesprochen.

Mit seinem Konzept hat er grossen Erfolg: Knapp 50’000 Abonnenten hat er auf seinem YouTube Kanal, mehr als 31 Millionen Aufrufe.

Diese Zahlen stammen von Mai 2019: Beim ersten Erscheinen dieses Blogposts im Mai 2015 waren es noch 20’000 Abonnenten und nur 3 Millionen Aufrufe – die Erfolgsgeschichte ging also steil weiter!

 

3. Soforthilfe dank Video

Horst Lüning, der Whisky-Kenner, wird öfters zu Degustationen eingeladen. Und er sagt regelmässig dankend ab.

Seine Begründung: „Ich mache lieber Videos!“

Bei Degustationen beschränkt er sein Wissen auf die anwesenden Leute, auf einen Zeitpunkt und auf einen Ort. Seine Videos vermitteln hingegen sein Know-how einem grösseren Publikum – egal wo, wann und wem.

Bei Degustationsveranstaltungen baut er einen Zaun um sein Können, auf YouTube gibt es keine Schranken.

Dank Power of Video kommt Horst an die Leute ran. Das kannst Du auch für Dich nutzen:

Video-Support auch im B2B-Bereich

„Schickt mal eure Spezialistin vorbei, wir haben ein Problem!“ Die Spezialistin kommt und erklärt zum x-ten Mal den gleichen Ablauf. Bereits summt ihr iPhone, sie sollte an einem weiteren Ort sein und noch einmal dasselbe zeigen.

Videoanleitungen bieten für wiederkehrende, einfachere Aufgaben und Probleme die ideale Lösung. Kostengünstig und effizient, da sie gleichzeitig mehrere Leute erreichen.

„Schickt mal eure Spezialistin vorbei, wir haben ein Problem.“ – „Klar, wir senden euch gleich den Link zur Spezialistin!“

Webinare für FAQ

Webinare, das sind Videoseminare im Internet, ermöglichen ebenfalls einen interaktiven Online-Support. Bei Webinaren werden die Fragen der Teilnehmenden live von Spezialisten beantwortet, wobei auch die anderen Webinargäste profitieren.

Auf Video aufgezeichnete Webinare stellen zudem eine ausgezeichnete Know-how-Quelle dar, auf die wieder und wieder zugegriffen werden kann.

Egal von wo und von wem. The Power of Video halt.

„Ich sollte überall gleichzeitig sein können“

Eine Kursteilnehmerin meines Videoworkshops coacht Eltern und Lehrpersonen in Konfliktsituationen.

Regelmässig reist sie durch die ganze Schweiz, verbringt Stunden unterwegs. Oft geht es bei den Besuchen darum, die gleichen Grundkenntnisse und Schritte zur Selbsthilfe zu erklären.

Das Bedürfnis für Hilfe und Unterstützung ist gross. Die Möglichkeit, sich in mehrere Stücke zu teilen gibt es nicht. Oder doch?

The Power of Video ist auch hier die Antwort.

Liefert die Beraterin ihre Grundkenntnisse zur ersten Selbsthilfe per Video, erreicht sie gleichzeitig – und ohne zu reisen – viele Leute. Somit unterstützt sie diese effizient und hat dabei mehr Zeit, sich um die schwerwiegenderen Fälle zu kümmern, die trotz Videotipps nicht klarkommen.

Video als Soforthilfe im Alltag

Einmal im Jahr entkalke ich unsere Kaffeemaschine und jedes Mal vergesse ich, welche Knöpfe ich dabei drücken muss. Geht es Dir auch so?

Ich stehe in der Küche, bereit, das in Angriff zu nehmen und mag jetzt nicht meine Schubladen nach einer Anleitung durchsuchen. Wo war die überhaupt?

Instinktiv ziehe ich mein Smartphone aus der Hosentasche – das haben wir eh alle immer dabei – tippe bei YouTube die relevanten Stichworte ein und werde fündig. Den Anleitungen folge ich schon, während das Video noch läuft, und kurz nachdem die Frau auf dem Bildschirm mit dem Entkalken fertig ist, beende auch ich die Arbeit.

Soforthilfe per Videotutorial, egal wann und wo. Praktischer gehts wirklich nicht!

 

4. Für jeden Lerntyp

Wie lernst Du? Mit den Augen, den Ohren oder den Händen?

Oft wird nach Lerntyp unterschieden: auditiv (Ohren), visuell (Augen) und kinästhetisch (Hände).

Mit Videoinhalten kann ich alle Lerntypen abholen: den visuellen Typ mit Videobildern, den auditiven mit Dialogen, Interviews und Off-Texten. Und da die meisten Leute eine Kobination dieser beiden Lerntypen sind, nehmen sie Inhalte über Video sehr rasch auf.

Aber wie holen wir den kinästhetischen Lerntyp ab?

Mit Tutorials. Wenn wir im Video Schritt für Schritt zeigen, wie eine Rose richtig geschnitten wird, kann der Lernende das Smartphone ins Rosenbeet legen und gleich mitschneiden. Ich sag’s schon lange: Video hat Power und steht anderen Medien voran!

Mit Video zum Lernerfolg

Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich der Lernerfolg erhöht, wenn mehrere Sinneskanäle gleichzeitig eingesetzt werden.

Hören wir Informationen, behalten wir davon im Schnitt magere 20%. Sehen wir den gleichen Lernstoff, schaffen wir es schon auf 30%. Bei einer Kombination des Auditiven mit dem Visuellen erreichen wir bereits 50%.

Den Lerneffekt erhöhen wir auf 70%, wenn wir über das Gelernte sprechen, es weitergeben und teilen.

Diverse Social Media Kanäle ermöglichen nicht nur eine Integration von Video und anschliessende Diskussionen und Kommentare zum Thema, sondern laden regelrecht dazu ein.

90% vom Gelernten behalten: The Power of Video

Es kommt noch besser: Wenn wir Informationen hören, sehen und über sie sprechen und zudem das Gelernte aktiv umsetzen, schaffen wir ganze 90%. (Quelle: brainfit)

Und wie soll das bitte gehen?

Am besten wieder mit einem Videotutorial: „Setze die Schere so nah am Stil der Rose an…“ Auch Videos, die keine Anleitungen sind, können zu einem aktiven Schritt auffordern:

  • Wenn ich am Ende des Videos sage: „Abonniert doch gleich meinen Kanal“
  • In der Beschreibung des Videos geschrieben: „Folgt diesem Link zu meinem E-Book“
  • Oder mit einem „Call to Action-Button“ zum Video auf Facebook

Anwendervideo für alle Lerntypen

Ein gutes Beispiel dafür, wie Lernvideos aussehen können, gibt die Schweizer Firma Lascaux in ihrer Anleitung zum Reinigen von Pinseln.

Das Anwendervideo ist klar aufgebaut und gibt Schritt für Schritt Anweisungen, denen Zuschauer zeitgleich folgen können, und Tipps. Das Video spricht alle Lerntypen an.

Videokurse für alle Lerntypen

Nicht nur Videos sprechen verschiedene Lerntypen an, sondern auch meine Videokurse. Teilnehmende hören und schauen zu, bekommen Wissen vermittelt, diskutieren über Fragen und Antworten, legen selber Hand an und setzen das Gelernte um.

So bleibt Wissen hängen.

 

5. Gut sichtbar im Netz

YouTube macht Videos sichtbar. Wollen wir etwas wissen, suchen wir nach einer Information, schauen wir gerne auf YouTube nach. Nicht umsonst ist YouTube nach Google die zweitbeliebteste Suchmaschine.

Die Wahrscheinlichkeit, dass unser Video zu einem bestimmten Thema auf YouTube gefunden wird, ist gross.

Aber auch Google zeigt Videos bei den Suchresultaten gerne hoch oben an, denn YouTube ist eine Tochterfirma von Google.

Google mag Beiträge mit Videos

Suche ich zum Beispiel bei Google nach „Orangen verzieren“, erscheint ein Video zu diesem Thema bereits an dritter Stelle. Ich könnte wetten, dass Deine Augen auch sofort zum Vorschaubild des Videos wandern, anstatt sich beim Text des ersten Suchresultates aufhalten!

Das Video ist einfach und unspektakulär gemacht, aber nützlich: Und wenn ein Video eine konkrete Frage beantwortet (in diesem Fall, wie ich eine Orange hübsch aufschneiden kann), dann drücken wir in Punkto Qualität auch mal ein Auge zu.

Filme werden gerne geteilt

Wer mag schon keine Filme? Dass wir Menschen lieber Video schauen als lange Texte lesen, zeigt sich auch im Share-Verhalten von Social-Media-Usern. Auf Twitter allein gibt es pro Minute mehr als 400 Tweets, in denen YouTube-Links geteilt werden!

Aber auch Facebook pusht seinen Videobereich stark. Vor allem die Videos, die direkt in Facebook hochgeladen werden, sowie Live-Videos.

Täglich sollen weltweit auf Facebook über eine Milliarde Mal Videos geschaut werden. Stell Dir das mal vor!

Da sag ich nur noch eins: The Power of Video ist enorm – mach ihn Dir zunutze!

Auch Du kannst gute Videos machen!

In meinem Onlinekurs „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt“ nehme ich Dir die Angst vor der Kamera.

Sowohl als Produzent*in und Interviewer*in als auch als Moderator*in gewinnst Du. Hol Dir jetzt die kostenlose Probelektion mit einem Klick aufs Bild:

Kostenlose Probelektion Videokurs

„Der Kurstag war perfekt aufgebaut“ – Bericht aus einem firmeninternen Videokurs

Das sagt Samuel Wyss von der Schweizer Firma Stadler Form. Kürzlich gab ich bei Ihnen einen firmeninternen Videokurs. Ich habe Samuel um einen Rückblick zum Kurstag gebeten. Im folgenden Interview erklärt er auch, warum das Unternehmen auf Video setzt und wie sie sich in diesem Bereich weiterbilden.

„Wir wollten das Marketing-Team auf den ’next level‘ heben“

Judith: Samuel, was hattest Du für Erwartungen an den Kurs mit mir?

Samuel Wyss ist Director of Transformation bei Stadler Form.

Samuel: Wir waren auf der Suche nach einem guten Videokurs, damit wir das gesamte Marketing-Team auf den „next level“ heben können. Es war wichtig, unterschiedliche Erfahrungsniveaus abzuholen und alle auf denselben Stand zu bringen. Deine Webseite und Dein eigener YouTube-Kanal haben uns überzeugt, dass Du dafür die Richtige bist. Wir wollten theoretische Grundlagen erlernen, aber gleich auch praktisch arbeiten. Schlussendlich sollte jede*r mindestens ein Video mit-produziert haben – und natürlich wollten wir auch etwas Spass an dem Tag haben.

„Mix zwischen Theorie und Praxis hat funktioniert“

Wie hast Du den Kurstag erlebt – wurden Deine Erwartungen erfüllt?

Der Kurstag war perfekt aufgebaut, der Mix zwischen Theorie und Praxis hat funktioniert. Wir hatten eine lockere und motivierte Stimmung.

Welche Ziele habt Ihr mit eurem YouTube-Kanal?

Über unseren YouTube Kanal möchten wir Kunden zusätzliche Inhalte zu unseren Produkten bieten: Produktvideos, Unboxing-Videos und natürlich Videos, wo Features gezeigt und die Reinigung oder der Zusammenbau erklärt wird. Auf diesem Kanal möchten wir dem Kunden erleichtern, unsere Produkte zu verstehen und auch richtig zu pflegen.

Warum in Form von Videos?

Wir denken, dass ein Video einfacher zu verstehen ist als eine Bedienungsanleitung. Unsere Videos helfen auch, Unklarheiten zu beseitigen – und zwar rund um die Uhr. Kundinnen und Kunden müssen nicht auf die Bürozeiten warten.

Dieses Video entstand während dem Kurstag bei Stadler Form.

„Wir werden künftig mehr auf B-Roll achten“

Wie haben sich Eure Videos mit dem Kurs verbessert?

Wir haben einen anderen Blick auf die Videos, können kritischer hinterfragen und haben eine bessere Grundlage für die Erstellung der Storyline. Es war aber auch eine gute Bestätigung, dass wir in die richtige Richtung arbeiten und für unsere Kunden attraktive Videos anbieten können.

Noch etwas konkreter: Was habt Ihr im firmeninternen Kurs gelernt?

Sicher mal die theoretischen Basics. Da hatten wir alle keine Vorkenntnisse und es gibt doch ein paar sinnvolle Regeln beim Filmemachen, welche man beachten sollte. Wir haben auch gelernt, wie man mit „B-Roll“ die Videos spannender machen kann. Darauf werden wir künftig mehr achten. Und noch eine Erkenntnis: Schneller auf den Punkt kommen und uns nicht in (zwar schönen, aber unnützen) langen Intros verlieren.

Am Kurstag habt Ihr nicht nur geübt, sondern habt auch gleich zwei Videos produziert, die jetzt online sind. Wie war das so schnell möglich?

Wir hatten schon vorgängig Themen gesucht. Am Kurstag haben wir uns zum Praxisteil in zwei Gruppen aufgeteilt. Erst haben sich die Gruppen um die jeweilige Storyline gekümmert, dann wurde gefilmt. Judith hat eine Gruppe gecoacht, die andere Gruppe konnte ich dank meiner Erfahrung selber übernehmen. Beide Gruppen haben dann die Ergebnisse auf den PC geladen, geschnitten und vertont. Danach gab es noch eine Feedback-Runde mit Judith.

Das zweite Video, das im Kurs entstand.

Was für eine Ausrüstung verwendet Ihr?

Wir haben auch schon mit dem Smartphone gearbeitet und tun das gerne zwischendurch. Sind wir jedoch im Office, greifen wir gerne auf unsere semi-professionelle Ausrüstung zurück. Wir arbeiten mit einer digitalen Spiegelreflex-Kamera, verschiedenen Objektiven, zusätzlichem Licht und externen Mikrofonen. Die manuellen Einstellungen sind vielfältiger und die Qualität wird damit nach wie vor besser als mit dem Smartphone (Ton, Tiefenschärfe, Schärfe, Bildqualität).

„Selber Content erstellen statt eine Agentur beauftragen“

Wem würdet Ihr den Kurs weiterempfehlen?

Allen Unternehmen, welche gerne selber Video-Content für ihre Kunden erstellen und mehr wollen, als nur ein Briefing an eine Agentur zu schreiben. Mit den technischen Möglichkeiten von heute kann das jede und jeder. Wenn man also Kunden einen Mehrwert durch bewegtes Bild bieten möchte aber noch nicht so sattelfest ist darin, sollte man definitiv einen Kurs mit Dir machen.

 

Videokurs bei Dir in der Firma?

Ich leite mittlerweile fast jede Woche einen solchen Kurs in einem Unternehmen.

Ich zeige den Mitarbeitenden während einem, zwei oder drei Tagen, wie sie einfache, aber aussagestarke Videos aufnehmen und schneiden können.

Denn immer mehr Unternehmen setzen auf Video: für Facebook und Instagram oder auch für die Firmenwebsite.

Um flexibler zu sein und das Firmenbudget zu schonen, bietet es sich an, solche Videos selber zu produzieren, anstatt eine Agentur dafür zu bezahlen.

Ich gehe auf die Bedürfnisse des Unternehmens ein

Wenn gleich ein ganzes Team geschult werden soll für die Videoproduktion, ist ein firmeninterner Kurs perfekt.

Normalerweise mache ich bei einem firmeninternen Kurs mehr oder weniger meinen Starterkurs. Jedoch kann ich – wie bei Stadler Form – gezielt auf die Bedürfnisse des Unternehmens und das Vorwissen der Mitarbeitenden eingehen.

Lade Dir direkt eine Offerte herunter

Hierfindest Du weitere Informationen dazu. Du kannst auch gleich eine unverbindliche Offerte herunterladen (1, 2 oder 3 Kurstage).

Für die eintägige Variante genügt ein Klick auf den Bild-Link:

Wohin schaut die Person vor der Kamera?

Auf diese Frage gibt es keine allgemein gültige Antwort. Aber je nach Art des Videos gibt es bessere und ungünstigere Optionen.

Generell kann man sagen:

  • Bei einer Moderation blickst Du bzw. die Moderatorin direkt in die Kamera.
  • Bei einem Interview schaut die interviewte Person zum Journalisten, zur Redaktorin – also NICHT in die Linse.

 

Moderation: Der Blick geht direkt in die Kamera

Vielleicht kennst Du meine Videotipps auf YouTube? Dort begrüsse ich meine ZuschauerInnen am Anfang mit „Hallo“ und heisse sie willkommen.

Da wäre es ganz seltsam, wenn ich nicht in die Linse schauen würde. Ich schaue direkt ins Objektiv meiner Kamera und nehme dadurch Blickkontakt auf mit jedem einzelnen Menschen vor dem Bildschirm.

Er oder sie bekommt das Gefühl, dass ich ihn anschaue, ihm in die Augen schaue und direkt mit ihm spreche.

Dafür muss ich direkt in die Linse schauen.

Augenkontakt schafft Nähe

Das macht zum Beispiel auch eine Tagesschau-Moderatorin, die Menschen abholt für einen Tagesüberblick. Oder ein Vlogger auf YouTube, der Kontakt aufnimmt über ein Thema, das viele interessiert.

Wenn Du ein Video aufnimmst und Deine ZuschauerInnen direkt ansprechen willst, dann blick direkt in die Linse. So bist Du voll präsent.

Sobald der Augenkontakt nicht mehr besteht, ist die Verbindung zum Publikum gekappt.

Es sind meistens die gleichen zwei Gründe, die dazu führen, dass jemand vor der Kamera den Blickkontakt abbricht:

Der Blick auf die Notizen

ModeratorInnen beim Fernsehen haben einen Teleprompter. Der ist direkt vor der Kamera angebracht, sodass es wirkt, als schauten sie geradeaus in die Linse.

Teleprompter lesen ist aber gar nicht so einfach. Das braucht viel Übung, sonst sieht man, wie die Augen dem Text folgen, und der Blick geht ins Leere.

Sogar, wenn Du Deine Notizen direkt neben dem Objektiv befestigst: Sobald Du nicht mehr genau in die Linse schaust, ist dies bemerkbar. Etwa wie ein leichtes Schielen – das verwirrt beim Zuschauen.

Heisst das also, alles auswendig lernen?

Nein – das mache auch ich nicht 🙂

Es gibt Tricks, damit Du nicht Deine ganze Moderation auswendig lernen musst und dennoch im Video total präsent bist.

In meinem Online-Kurs „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt“ lernst Du, wie Du bei der Vorbereitung und beim Schnitt vorgehst, damit der Blickkontakt nicht unterbrochen wird.

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Der Blick aufs Display

Der zweite häufige Grund, dass der Augenkontakt abbricht, ist, wenn Du während der Moderation aufs Display schaust.

Dieses Problem stellt sich vor allem auch beim Filmen mit der Selfie-Kamera beim Smartphone: Der Blick wird automatisch vom Display angezogen. Dazu kommt, dass die Linse der Selfie-Kamera sehr klein ist und z.B. bei Gegenlicht fast nicht sichtbar ist.

Als Trick klebe ich mir manchmal einen kleinen Pfeil neben die Linse – damit ich weiss, wo sie ist, und damit ich es nicht vergesse.

Live-Video/Webinar: Nicht zu lange wegblicken

Bei Live-Videos und Webinars können Dir die Leute Kommentare oder Fragen schreiben. Um diese zu lesen, muss ich natürlich aufs Display schauen.

Das gibt einen Moment der Verwirrung. Aber ich nehme den Faden gleich wieder auf: Nach dem Lesen schaue ich gleich wieder bewusst in die Kamera.

Zeitweise ist es okay, wegzublicken. Aber im grösseren Teil eines Videos willst Du präsent sein und Deine Zuschauer direkt ansprechen.

Das verlangt Disziplin, aber es lohnt sich: Augenkontakt stellt Vertrauen und Beziehung her.

Sonnenbrille als Lösung?

Kennst Du den YouTuber Casey Neistat? Er trägt oft eine Sonnenbrille.

Ich dachte erst, das sei einfach sein Style. Dann erklärte mir ein Kollege, dass man damit nicht sieht, wenn er nicht in die Linse schaut.

Eine Sonnenbrille gibt Distanz. Ich selber würde deshalb keine anziehen und ich bitte auch meine Interviewpartner, die Sonnenbrille nicht vor den Augen zu lassen.

 

Der Unterschied zwischen Moderation und Interview

Beim Interview ist die Situation ein bisschen anders als bei der Moderation.

Bei einem Interview stehst Du als Journalistin oder Interviewer neben der Kamera. Dein Gesprächspartner spricht mit Dir und schaut Dich an.

Er oder sie blickt folglich nicht in die Kamera, sondern daran vorbei.

Ein Interviewpartner, der in die Linse schaut, wirkt seltsam. Das ist ein wichtiger Unterschied zur Moderation.

Bei einer Moderation geht der Blick direkt in die Linse, bei einem Interview geht der Blick zur Fragestellerin.

Das ist die Faustregel.

Wichtig für Dich ist, dass Du vor jeder Aufnahme definierst, ob es sich eher um ein Interview oder um eine Moderation handelst.

Damit überlegst Du Dir selber bewusst, wohin Dein Blick geht, bzw. kannst die Person vor der Kamera entsprechend instruieren.

 

Mischformen: Wenn es nicht ganz klar ist

Es gibt auch Situationen, wo nicht eindeutig ist, ob es sich um ein Interview oder eine Moderation handelt. Eine davon ist das Video-Statement.

Ein Beispiel:

Als das Netzwerk „Medienfrauen Schweiz“ gegründet wurde, habe ich ein Video aufgenommen. Ich habe Journalistinnen gefragt: Warum ist ein Netzwerk für Medienfrauen wichtig?

Ich habe die Frauen angewiesen, bei ihrer Antwort in die Kamera zu schauen.

Warum? Handelte es sich nicht um ein Interview, wenn ich doch Fragen stellte?

Nein, denn die Antworten waren vorbereitet und ich habe auch nicht nachgehakt. Die Fragen dienten dazu, den Medienfrauen den Ball zuzuspielen, dass sie ihre Botschaft vermitteln konnten.

Zudem hatte ich sie gebeten, die Fragen in ihrer Antwort aufzugreifen. Ihre Statements begannen also mit: „Es braucht ein Netzwerk von Journalistinnen in der Schweiz, um…“

So konnten die Videobotschaften auch für sich stehen und ich konnte meine Fragen danach herausschneiden.

Testimonials – Interview oder Moderation?

Ein „Testimonial“ ist ein Statement von zufriedenen Kunden.

Ein Testimonial mit Video aufzunehmen, kann die Wirkung enorm verstärken, denn wie bereits erwähnt: Video schafft Vertrauen.

Filmst Du ein Testimonial wie ein Interview oder wie eine Moderation?

Am einfachsten ist es, jemanden vor die Kamera zu stellen und Dich selbst neben der Kamera zu positionieren und ein klassisches Interview zu führen.

Du fragst die Kundin, warum sie so begeistert von Deinem Produkt ist. Und die Person kann einfach erzählen und Dich anstrahlen.

Das ist zwar nicht ganz so direkt, wie wenn der Blick in die Kamera geht. Aber: Das schafft jeder und jede.

Manchen Leuten fällt es schwer, nicht jemandem in die Augen blicken zu können, sondern in eine starre Kameralinse.

Ein klassisches Interview ist definitiv einfacher. Häufig ist es dann auch leichter, frei zu sprechen.

Dies ist also eine Option, wenn jemand keine Videobotschaft mit Blick in die Kamera sprechen will oder kann.

Wichtig: Wenn jemand nicht in die Kamera blickt, sollten folglich auch keine „Du“-Botschaften an die Zuschauenden gerichtet werden.

Viele weitere Tipps im Onlinekurs

In meinem Online-Kurs „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt“ lernst Du noch viel mehr, um tolle Moderationen und Interviews zu produzieren.

Zum Beispiel, wie Du die Kamera aufstellen kannst oder wie Du mit Licht arbeitest. Ich gebe Dir Tipps zur Bildgestaltung und zu Kameraeinstellungen und zeige Dir, wie Du vorgehen kannst, um Deine Moderation nicht auswendig lernen zu müssen.

Schau Dir doch die kostenlose Probelektion an!

Und wenn sie Dir gefällt, kauf Dir den Onlinekurs. Damit kannst Du das Potenzial von Video noch viel besser ausschöpfen und wirkungsvoll einsetzen!

Kostenlose Probelektion Videokurs

Gestaltete Thumbnails: Mehr Aufmerksamkeit für Deine Videos

„YouTube-Thumbnails sind die Buchcover des 21. Jahrhunderts“ – das steht in einem Tutorial von Canva.

Ein „Thumbnail“ ist das Vorschaubild zu einem Video, wie es bei YouTube und anderen Videoplattformen angezeigt wird.

So sieht das z.B. auf meinem YouTube-Kanal aus:

Screenshot YouTube-Kanal Judith Steiner Thumbnails

Häufig entscheidet sich am Thumbnail, ob jemand ein Video anklickt oder nicht. Eben wie wenn Du in der Buchhandlung stöberst und ein Buch näher anschaust, wenn Dich das Cover anspricht.

Thumbnails bestimmen also über den Erfolg Deiner Videos massgeblich mit!

So erstellst Du ganz einfach ein gutes Thumbnail

In meinem Video und im Text unten zeige ich Dir:

  1. Warum ein gutes Thumbnail wichtig ist.
  2. Was auf ein gutes Thumbnail gehört.
  3. Wie Du in Canva ein cooles Vorschaubild erstellen kannst.

 

Machst Du diesen Fehler?

Viele meinen, das Thumbnail sei einfach das Anfangsbild des Videos. Sie gestalten dann ein Bild mit Titel und lassen es am Anfang zwei Sekunden stehen.

Das ist ein Fehler, der Dich Views kosten kann.

In dieser Zeit sind gerade jüngere Leute, die sich schnelle Bilder gewohnt sind, bereits gelangweilt. Sie haben das Bild meist schon gesehen, bevor sie auf das Video geklickt haben, und wollen jetzt zum eigentlichen Inhalt kommen.

Du erzeugst mit diesem Standbild am Anfang ein negatives Gefühl, das dazu beitragen kann, dass Leute wegklicken.

Das Thumbnail ist unabhängig vom Startbild eines Videos.

Ich zeige Dir nun drei Varianten, wie Du zu Deinem Video ein Thumbnail erstellen kannst.

 

1. Die schlechteste Variante: Zufälliges Frame aus dem Video

Standardmässig wählen die Videoplattformen einfach ein Frame aus dem Video aus oder sie machen Dir ein paar Vorschläge.

Diese Vorschaubilder sind meistens nicht optimal. Sei es, weil die Person im Video während dem Sprechen ein komisches Gesicht macht, oder weil die Szene nicht repräsentativ für das Video ist.

Screenshot Thumbnails Judith Steiner
Das Thumbnail links habe ich separat gestaltet und hochgeladen, die anderen Bilder sind die Vorschläge von YouTube

Ich empfehle Dir diese Variante also nicht.

Mit der nächsten Möglichkeit hast Du nur einen minimalen Zusatzaufwand, und dennoch ist das Resultat viel besser.

 

2. Die Minimalvariante: Zum Video gleich noch ein Foto aufnehmen

Nochmals ein Screenshot von meinem YouTube-Kanal:

Das ist eine Playlist mit Live-Videos. Dort wird man vor der Aufzeichnung von YouTube aufgefordert, ein Foto fürs Vorschaubild zu machen.

Das ist eine gute Minimalvariante, wenn du viele Videos machst und keine Zeit hast, jedesmal ein aufwendigeres Thumbnail zu erstellen:

Mach während des Drehs ein separates Foto, das du als Vorschaubild verwenden kannst.

Der Vorteil:

Du hast ein scharfes Bild, auf dem Du, das vorgestellte Produkt oder Deine Interviewpartnerin gut drauf ist.

Ein freundlich lächelndes Gesicht ist psychologisch schon mal ein starker Anreiz, auf ein Video zu klicken.

Es geht aber noch besser 🙂

 

3. Optimal: Individuelles Thumbnail designen

Ich mache für meine Videos mit Tipps und Tutorials jeweils ein separates Thumbnail. Dazu nutze ich Canva (es gibt diverse andere Programme wie z.B. Fotojet oder Adobe Spark).

Die folgende Anleitung kann für alle Programme angewendet werden.

So erstellst Du ein gutes Thumbnail

Das Format des Thumbnails sollte gleich sein wie das Deines Videos. Im Normalfall ist das 16:9.

YouTube-Richtlinien: 1280 x 720 px, Dateiformat: jpg, gif, bmp oder png, Grösse: max 2 MB

1. Wähle ein gutes Bild aus.

Entweder Du spielst eines aus dem Video aus, oder (wie in Möglichkeit 2 erklärt) nimmst separat noch eines auf.

Mein Tipp: Zeig Gesicht!

Ansonsten sollte das Bild auch im Kleinstformat gut erkennbar sein („Thumbnail“ heisst auf Deutsch „Daumennagel“…). Es sollte scharf sein und keine Details enthalten.

2. Kontrast etwas erhöhen

Schraube in den Bildeinstellungen Kontrast, Belichtung und Sättigung ein wenig hoch.

Das hilft, dass das Bild noch besser erkennbar wird.

An diesem Beispiel kannst Du das gut sehen: Das fertige Thumbnail ist im Vergleich mit dem Originalfoto klarer und mein Gesicht ist deutlicher sichtbar.

Thumbnail vorher nachher Judith steiner

3. Schaffe Klarheit

Reduziere das Bild, d.h. entferne Bildelemente, die ablenken:

Thumbnail vorher nachher Judith Steiner

Mit einem Bildbearbeitungsprogramm kannst Du auch eine Figur freistellen, um sie noch stärker in den Fokus zu rücken.

Trick für Apple-NutzerInnen: Wenn Dein Bild einen einigermassen homogenen Hintergrund hast, kannst Du es auch in Keynote ruckzuck freistellen. Wähle dazu bei den Bildanpassungen die „Transparenz“-Funktion und ziehe mit gedrückter Maustaste, bis die gewünschte Fläche gelöscht ist. (Im Video zu diesem Artikel zeige ich Dir, wie das geht.)

4. Gut lesbarer Text

Da das Thumbnail vor allem auf Smartphones sehr klein angezeigt wird, sollte der Text optimal lesbar sein. Dazu gehören verschiedene Aspekte.

Möglichst wenig Text, dafür möglichst gross:

Thumbnail Drohne Judith Steiner

Wähle eine klare, unverschnörkelte, eher fette Schriftart:

Verwende kontrastreiche Farben:

Lege den Text allenfalls über einen Balken oder einfarbigen Kasten, damit er auf dem Bild besser lesbar ist:

Thumbnail Webinar Balken Judith Steiner

An diesem Beispiel siehst Du auch gleich, wie mit unterschiedlichen Schriftgrössen das betont wird, was wichtig ist (Keywords).

Was suchen die Leute, die auf Dein Video stossen sollen? Welche Frage beantwortet Dein Tipp, welches Produkt stellt Dein Tutorial vor? Überleg Dir, was die Leute ins Suchfeld eingeben, und mach daraus den Titel für Dein Video.

Fürs Thumbnail soll er möglichst kurz sein, damit er gross und gut lesbar auf dem Bild Platz hat.

Überleg Dir auch, ob Du bei Deinen Videos ein konstistentes Branding durchziehen willst, also jeweils die gleiche Farbe, Schrift, Stil…

Ich mache das bei meinen Videos nicht generell. Aber es gibt z.B. Serien, bei denen ich mit dem Thumbnail klar signalisiere, dass sie zusammengehören.

Branding Thumbnail Design Judith Steiner

Fertig!

Wenn Du Dein Video auf eine Plattform hochlädst, gibt es bei den Einstellungen dazu jeweils einen Menupunkt, wo Du auch das Thumbnail dazu hochladen kannst.

 

Hol Dir noch mehr Video-Tipps!

Hat Dir diese Anleitung geholfen? Auf meiner give-away-Seite findest Du diverse Ratgeber mit Tipps zur Videoproduktion.

Alle 2 Wochen verschicke ich zudem meine Video-Tipps per Mail – trag Dich dafür in der rechten Spalte dieser Seite mit Vornamen und E-Mail ein.

Und mit einem Klick auf das Bild unten kannst Du Dir eine kostenlose Probelektion meines neuen Online-Kurses holen, „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt.“

Bis bald!

Kostenlose Probelektion Videokurs

Gesicht zeigen, Vertrauen schaffen: Video macht es möglich!

In einer Welt, wo viel Vertrauen in Institutionen, Medien und Politik verloren geht, suchen die Menschen Personen, denen sie vertrauen können.

Wenn wir Gesicht zeigen, können wir Vertrauen aufbauen und Nähe schaffen.

GIF Trailer Judith Onlinekurs

Das merke ich selber immer wieder:

Kürzlich war ich an einem Netzwerktag von SWONET und gab dort einen Workshop für Schweizer Geschäftsfrauen. Einige, die in mein Training kamen, sagten mir, dass sie mich schon kennen. Wir hatten uns aber noch nie getroffen – das Gefühl der Bekanntschaft kam davon, dass sie schon Videos von mir angeschaut haben.

Judith Steiner Talk SWONET

An der SWONET durfte ich ein kurzes Videotraining geben. (Foto: Barbara Bamberger)

Welche Art von personalisierten Videos kann ich produzieren?

Es gibt verschiedene Arten von Videos, in denen Du Dein Gesicht zeigen kannst:

  • Tipps und Tutorials
  • Produkte und Dienstleistungen vorstellen
  • Menschen vorstellen
  • Testimonials und Interviews
  • Persönliche 1:1-Videos

Im Folgenden sage ich noch etwas ausführlicher etwas zu diesen Möglichkeiten.

Soeben habe ich übrigens meinen zweiten Online-Videokurs veröffentlicht: „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt.“ Hol Dir hier eine kostenlose

Probelektion!

Kostenlose Probelektion Videokurs

Tipps und Tutorials

Diese Videos sind sehr beliebt. Viele InternetnutzerInnen suchen direkt ein Video auf YouTube, wenn sie eine Anleitung für etwas brauchen.

Je nach Bereich, in dem Du arbeitest, kann das ganz unterschiedlich aussehen:

Ein Coach könnte z.B. Tipps weitergeben, wie ich im Alltag besser mit Stress umgehen kann. Eine IT-Firma kann Tipps geben, wie man seine Daten sichert. Ein Schreiner könnte zeigen, wie man den Esstisch pflegt, damit das Holz möglichst lange schön bleibt.

Tutorials sind meine meistgeschauten Videos auf YouTube:

Mein Tutorial „Videos schneiden auf dem iPhone mit iMovie“ hat mittlerweile 150’000 Views, und „3 praktische iPhone-Funktionen für Video-Cracks“ geht auch auf die 100’000er-Marke zu.

Produkte und Dienstleistungen vorstellen

Wyzowl führt seit einigen Jahren Umfragen zum Thema Video und Marketing durch. Beim letzten Report gaben 2/3 der Leute an, dass sie gerne ein Produkt zuerst in einem Video sehen, bevor sie es kaufen (Report von Wyzowl).

Ich habe früher nicht verstanden, warum „Unboxing“-Videos (in dem jemand ein bestelltes Produkt auspackt) so gut funktionieren.

Unterdessen verstehe ich es:

Ich suchte auch schon die Information, ob eine bestimmte Kamera einen Mikrofon Eingang hat oder nicht. In den Produktetexten findet man die Info manchmal kaum. In einem Unboxing-Video sehe ich, ob es eine Buchse hat, wo sie liegt, sie sie aussieht.

Es gibt aber nicht nur die Möglichkeit, ein Produkt auszupacken: Seine Schönheit, seine Funktion, die Bedienung… Im Video kannst du alles mögliche zeigen.

Das gleiche mit Dienstleistungen:

Eine Yogalehrerin kann erzählen, welche Art von Yoga sie macht, was der Schwerpunkt ist, was sie den Kursbesuchern vor allem mit auf den Weg geben will. Das kann sich natürlich auch mit dem ersten Punkt, also mit Tipps zum Thema, vermischen.

Menschen vorstellen

Kürzlich gab ich eine Schulung bei Stadler Form. Die Firma produziert verschiedene Produkte für die Luftreinigung und -Befeuchtung in Wohnungen.

In ihren Videos auf YouTube stellen sie ihre Produkte vor oder geben Tipps, z.B. zum Entkalken eines Luftbefeuchters. Manchmal stellen sie aber auch jemanden aus dem Team vor.

Hinter jeder Firma stecken Menschen mit Gesichtern. Wenn wir die zeigen, wird die Firma persönlicher und nahbar.

Was gibt es hier für Möglichkeiten?

Die Geschichte einer Person erzählen

Wir hören alle gerne Geschichten. Wir möchten wissen, warum jemand ein Produkt entwickelt hat, eine Hilfsorganisation gründete, Politiker wurde…

Menschen, die Ihre Geschichte erzählen, Ihre Werte vertreten, können Vertrauen schaffen. Ein solches Video könnte das Intro auf einem YouTube Kanal sein oder unter «Über mich» auf der Website.

Oder auch Erfolgsgeschichten: Ein Kunde erzählt, wie er dank des Ernährungsprogramms innerhalb von drei Monaten 8 kg Gewicht verloren hat. Wie er es geschafft hat, wie es sein Leben verändert hat und wie er dranbleiben wird, um dieses Gewicht und Lebensgefühl zu behalten.

Testimonials und Interviews

In einem „Testimonial“ erzählen reale Kunden, was sie begeistert an meinem Produkt, und wem sie es weiterempfehlen.

Auch Interviews sind eine gute Möglichkeit für Firmenvideos:

Wenn eine IT-Firma eine Software verkauft, welche Daten auf dem Computer schützen soll, könnten sie ein Interview mit einem Experten führen: Dieser zeigt auf, welche Gefahren im Netz lauern und was diese anrichten können.

Wer Gewürze verkauft, könnte Foodblogger fragen, welche Gewürze sie am liebsten haben und wie sie diese einsetzen.

Persönliche 1:1-Videos

In der direkten Kommunikation mit Kunden wird Video auch vermehrt eingesetzt.

Kürzlich hörte ich einen Podcast von Amy Porterfield zum Launch eines Kurses: Während zwei Wochen konnte man sich für diesen Kurs registrieren. Während dieser Zeit hat Amy alle Fragen zum Kurs mit einer Audionachricht beantwortet. Die Stimme zu hören ist persönlicher als eine E-Mail zu erhalten. Und der Adressat weiss, dass wirklich Amy geantwortet hat, und nicht sonst jemand aus dem Team. Gemäss Amy hat sich der Aufwand mehr als gelohnt…

Noch besser sei es, ein Video anstatt eine Audionachricht aufzunehmen. Da gebe ich ihr natürlich recht. Zur Stimme kommt dann auch noch das Gesicht dazu.

Vorproduziert oder live

Alle diese Inhalte können vorproduziert werden: Das heisst, man filmt es und kann auch Dinge wiederholen, wenn man nicht zufrieden ist. Das Video kann noch bearbeitet und geschnitten werden und landet erst dann im Internet.

Die Videos können aber auch live auf YouTube, Facebook oder Instagram gestreamt werden. Webinare gehören auch in die Live-Kategorie.

Live ist noch direkter und authentischer und ich spare mir die Arbeit der Postproduktion.

Das Tolle an diesen Live-Formaten ist auch, dass die Leute gleich direkt Fragen stellen können und ich im Video darauf eingehen kann.

Die Regeln sind immer die gleichen

Egal, welchen Inhalt die Videos haben, ob sie live oder aufgezeichnet sind: Wir möchten überall kompetent und echt wirken, bzw. unsere Kunden und InterviewpartnerInnen ins richtige Licht stellen.

Das heisst: Die Regeln für das Filmen bleiben die gleichen. Das macht es einfacher, Qualität zu erreichen und zu halten.

In meinem online Kurs zeige ich Dir alle Regeln, die zu beachten sind. In meinem Trailer bekommst Du bereits einen Vorgeschmack.

Hast Du Angst vor Video?

Mit Video kannst Du Deine Botschaft in die ganze Welt senden. Ob Du ein Produkt verkaufst, eine Dienstleistung anbietest oder sonst etwas Wichtiges mit der Welt teilen möchtest: Mit Video ist das möglich.

Gleichzeitig höre ich immer wieder von Menschen, welche denken, Videos zu nutzen sei für sie zu aufwändig und zu schwierig.

Hier spielt die Angst vor der Technik rein, aber auch die Befürchtung, als Person vor der Kamera nervös oder inkompetent zu wirken.

„Was, wenn ich den Text vergesse?“

Oder: „Ich komme vor der Kamera nicht gut rüber!“ Das sind Sätze, die ich immer wieder höre.

Oft liegt es am falschen Bildausschnitt, an der Perspektive oder am Licht, dass jemand im Video nicht präsent wirkt. Und es gibt Tricks, wie man einen längeren Text sauber ins Video bringt, ohne dass man ihn auswendig lernen oder ablesen muss.

Video ist lernbar!

Nutzt Du die Kraft von Video schon?

In meinem neuen Online-Kurs „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt.“ gebe ich Dir die Grundlagen weiter, wie Du selber gute Videos produzieren kannst.

In 35 Video-Lektionen (Dauer: über 3 Stunden) lernst Du, wie Du Dich selber oder einen Interviewpartner vor der Kamera optimal positionierst, wie Du mit dem Licht vor Ort arbeitest etc.

Hol Dir jetzt eine kostenlose Probelektion!

Kostenlose Probelektion Videokurs

Online-Videokurs für jede Kamera

Der Kurs eignet sich, egal ob Du mit Smartphone, DSLR oder Handycam filmen möchtest. Meistens spielt die Kamera auch gar keine so grosse Rolle, sondern dient einfach als Werkzeug zum erstellen von Videoinhalten.

Ich freue mich riesig, dass jetzt mein zweiter Videokurs online ist! Bist Du dabei?

In der Probelektion lernst Du schon viel für Deine Präsenz:

Kostenlose Probelektion Videokurs