Drone Crash! Wie meine Drohne auf den Lofoten abstürzte…

… und ob sie es überlebt hat?

Mit meiner Familie war ich diesen Sommer in den Ferien im Norden. Unter anderem auf den Lofoten, einer Inselgruppe, die nördlich des Polarkreises liegt. Wunderschöne Landschaften, die ich natürlich mit meiner Drohne festhalten wollte!

Meine Freude erhielt jedoch einen massiven Dämpfer, als die Drohne mitten in felsigem Gebiet abstürzte…

 

Bilder vom Crash im Video

Am besten siehst Du Dir das Ganze gleich im Video an. Dort siehst Du, wie der Crash passiert und wie meine Familie und ich die Drohne zwischen den Felsen suchen. Und Du erfährst, in welchem Zustand wir sie schliesslich gefunden haben…

Nicht zu vergessen: Du erhältst im Video einen Eindruck von der Schönheit der Lofoten 🙂

Erzähl mir von Deinem Drone Crash!

Hast Du auch eine Drohne und schon mal etwas ähnliches erlebt? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar und erzähle von Deinem Drone Crash…

 

PDF: Tipps zum Filmen mit Drohne

Meine wichtigsten Tipps und Erfahrungen zum Drohnenfliegen habe ich in einem kostenlosen PDF zusammengefasst. Hier kannst Du es Dir runterladen.

PDF-Ratgeber

Meine Video-Ausrüstung, Teil 3: Für professionelle Drehs

Vor meiner Sommerpause habe ich Dir meine Video-Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone und zum Filmen auf Reisen vorgestellt. Vielleicht hast Du davon in den letzten Wochen schon etwas ausprobieren können!

Im dritten und letzten Teil meiner Ausrüstungs-Serie zeige ich Dir meine Profi-Ausrüstung. Ich benutze sie, wenn ich zu Kunden gehe, um Interviews und B-Roll zu filmen, aber auch, wenn ich im Büro Tutorials aufnehme.

Professionell, aber mobil

Kern der Ausrüstung ist die Sony PXW FS5, meine grosse Videokamera. Es gehört aber neben der Kamera noch viel mehr zu dieser Ausrüstung.

Insgesamt füllt dieses Equipment drei Taschen. Darin ist alles gut und übersichtlich verstaut.

  1. Tasche: Kamera und -Zubehör
  2. Tasche: Stative
  3. Tasche: Licht

 

1. Das Kernstück: Der Kamerakoffer

Meine Kamera Sony PXW-FS5

Über meine Kamera und was mich daran überzeugt, habe ich hier einen ausführlichen Blogpost geschrieben.

Das Kit-Objektiv, das von Anfang an dabei war, benutze ich vor allem für Reportagen. Denn wenn es schnell gehen muss, ist der Auto-Fokus sehr nützlich. Dank der grossen Brennweite kann ich nahe hinzoomen, ohne das Objektiv zu wechseln. Dafür kriege ich wegen der eher grossen Blendenzahl nicht so viel Tiefenunschärfe.

 

Zusätzliche Objektive

Ich habe mehrere zusätzliche Objektive. Mit dem Canon-Objektiv EF 24-70mm arbeite ich am liebsten. Die Brennweite lässt sich verändern und ich kann mit einer kleinen Blende arbeiten und kriege so eine schöne Tiefenunschärfe ins Bild. Ich muss zwar den Fokus manuell verstellen, aber das bin ich mich gewohnt.

Damit ich an meiner Sony-Kamera überhaupt Canon-Objektive montieren kann, brauche ich einen Adapter. Meiner ist der Speed-Booster von Meta Bones.

Mein Tele-Objektiv ist von Sony. Damit kann ich nahe heranzoomen – zum Beispiel an einem Event, wo ich die Leute aus der Entfernung filmen möchte, oder in der Natur, wenn ich zu Fuss nicht näher heran kann. Auch damit lassen sich schöne Bilder aufnehmen, auch mit Tiefenunschärfe.

 

Für den guten Ton: Mikrofone und Kopfhörer

Ein Richtmikrofon Røde NTG-1: Damit nehme ich die Umgebungsgeräusche auf. Wenn es mal windig ist, kann ich einen Windschutz montieren.

Meine Funkstrecke von Sennheiser ist immer mit dabei. Der Empfänger wird auf der Kamera montiert und den Sender erhält mein Interviewpartner. Meine Funkstrecke Sennheiser EW100-G3 ist heute nicht mehr erhältlich. Eine Alternative ist das Sennheiser ew 112P G4-B.

 

Sennheiser ew 112P G4-B

Damit die Funkstrecke komplett ist, braucht es noch ein Mikrofon: Ich arbeite mit einem Lavaliermikrofon von Voice Technologies, dem VT506WATER. Wie der Produktname schon antönt, ist es wasserfest und hält Regen aus.

Ein Handmikrofon MD 46 von Sennheiser. Damit führe ich Interviews. Dazu gehören ein XLR-Kabel (3 m, z.B. bei Brack erhältlich) und ein Büsi (Fellüberzug), damit Windgeräusche minimiert werden.

Richt-, Hand- oder Lavaliermikrofon: Wann sich welcher Mikrofontyp am besten eignet, beschreibe ich in diesem Blogpost.

Wenn ich nicht selber vor der Kamera stehe, habe ich immer meinen Kopfhörer auf. Es ist mir sehr wichtig, immer volle Kontrolle über den Ton zu haben.

 

Akkus, Batterien und sonstiges Kleinzubehör

Ein Ersatz-Akku Sony BP-U30 für die Kamera ist Gold wert: Damit kann ich über zwei Stunden länger filmen. Aber auch kleine Batterien für meine Funkstrecke habe ich immer im Gepäck.

Um die Linse zwischendurch zu reinigen, brauche ich eine kleine Pumpe (zum Beispiel diese hier). Damit kann ich Staub wegblasen.

Im Sommer befestige ich um das Display der Kamera einen aufklappbaren Sonnenschutz Orca. Dieser hilft, wenn es sehr hell ist und das Display deswegen fast nicht erkennbar ist.

Eine Dose Gesichtspuder – damit ich mich und/oder meinen Interviewpartner vor der Aufnahme abpudern kann und das Gesicht nicht glänzt. Puder ist in Kosmetikabteilungen erhältlich. Es gibt Universal-Puder ohne Farbpigmente, die sich für alle Teints eignen, zum Beispiel dieses hier.

 

2. Stative: Leicht und unkompliziert ist wichtig

Mein Dreibein-Stativ ist von Manfrotto. Das Stativ ist aus Karbon.Der Kopf dreht schön und hat eine Schnell-Wechsel-Platte. Mein absolutes Lieblingsstativ.

Wenn es schnell gehen muss, greife ich gerne zum Einbein-Stativ. Es ist auch von Manfrotto und besitzt die gleiche Schnell-Wechsel-Platte wie das Dreibein-Stativ, sodass ich die Kamera auch während eines Drehs vom einen auf das andere wechseln kann. Das Stativ ist sehr einfach höhenverstellbar und der kleine Dreifuss unten lässt sich bewegen.

 

3. Licht-Ausrüstung: Der grösste Koffer

Lampen

Zwei LED-Panels: Beide sind dimmbar, d.h. ich kann die Lichtstärke einstellen, und bicolor, damit ich kälteres oder wärmeres Licht wählen kann. Ich arbeite gerne mit dieser grossen LED-Lampe.

Für eine Dreipunkte-Ausrüstung brauche ich noch einen Spot. Ich habe einen von Dedolight, der ist veraltet. Alternative: Spot von Jinbei.

 

Stative

Zwei Licht-Stative (Jinbei), die schnell aufgestellt sind, tragen die LED-Panels. Und das Velbon-Stativ, das ich schon in den anderen beiden Ausrüstungs-Beiträgen vorgestellt habe, kommt hier als Licht-Stativ für den Spot mit. Darauf kann ich auch eine zweite Kamera (z.B. das Smartphone) befestigen.

Zubehör

Für jede Lampe habe ich zwei Akkus. Das ist einfacher, als wenn ich mit Stromkabeln arbeiten muss: Ich kann schnell umstellen und niemand stolpert über ein Kabel. Und mit je zwei Akkus pro Lampe kann ich zwei bis drei Stunden filmen. (Zur Godox-Lampe passen dieser Akku und dieses Ladegerät.)

Die Weisskarte steckt auch noch irgendwo im Lichtkoffer. Den Weissabgleich könnte ich auch der Kameraautomatik überlassen, aber ich mache das oft manuell. Der Weissabgleich dient dazu, die Lichttemperatur optimal einzustellen. (Ein Weisskartenset findest Du zum Beispiel hier.)

 

Mit der Ausrüstung richtig umgehen

Nun kennst Du den grössten Teil meiner aktuellen Video-Ausrüstung!

Zum Thema Licht habe ich zwei Extra-Ratgeber erstellt: In „Gutes Licht für Deine Videos“ gebe ich Know-How weiter (mit und ohne künstliches Licht). Und im PDF-Ratgeber „Licht-Ausrüstung“ sind die Produkte zusammengefasst, die ich empfehlen kann.

Equipment zu kaufen, ist das eine, damit umgehen zu können, das andere. Ich empfehle Dir, viel auszuprobieren, und Deine Ausrüstung auch anhand von Manuals und YouTube-Tutorials gut kennen zu lernen.

Um die ganze Bandbreite der Möglichkeiten nutzen zu können, braucht es auch etwas Know-How zur Videoproduktion. Dazu gebe ich immer wieder Kurse.

Ratgeber Licht-Ausrüstung

Meine Video-Ausrüstung, Teil 2: Filmen auf Reisen

Kürzlich habe ich Dir in meinem Blog meine Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone gezeigt.

Manchmal reicht das iPhone völlig, um von einem Ausflug mit meiner Familie eine schöne Video-Erinnerung zu haben. Wenn ich aber mehr Gestaltungsmöglichkeiten möchte, dann nehme ich meine Reiseausrüstung mit.

Weil mich immer mal wieder jemand fragt, welche Kamera ich zum Reisen mitnehme und auf welches Zubehör ich nicht verzichten kann, stelle ich Dir diese Ausrüstung gerne auch vor.

 

 

Klein oder gross?

Diesen Sommer geht es nach Skandinavien. Mit dabei: Ziemlich viel Video-Equipment!

Doch das trage ich gerne: Die Reisen sind unsere Highlights als Familie. Wir fiebern lange darauf hin, planen über Monate hinweg, und deswegen ist es mir auch wert, dass die Reise so schön wie möglich mit Video festgehalten wird.

Zu Hause in der Schweiz gehen wir allerdings auch gerne in die Berge. Und beim Wandern wiegt zusätzliches Gewicht im Rucksack schwer. Deswegen beschränke ich mich in solchen Fällen auf das Nötigste. Trotzdem habe ich damit mehr Möglichkeiten als nur mit dem Smartphone.

Ich stelle Dir zuerst die Basics vor und dann die Zusatzausrüstung, die ich dabei habe, wenn ich meinen ganz grossen Rucksack packe.

 

Kamera und Objektive

Die Panasonic Lumix DMC GH4R ist eine Systemkamera, die sich sowohl zum Fotografieren als auch zum Filmen gut eignet. Ich habe einen Mikrofoneingang und eine Buchse für Kopfhörer. Die Kamera bietet ein Peaking, um die Schärfe manuell einstellen zu können, und Zebra, das mir hilft, die Belichtung richtig einzustellen.

Meistens arbeite ich mit dem Panasonic Lumix 12-35mm f2.8 Objektiv. Die Brennweite ist sehr variabel; ich kann weitwinklige Aufnahmen machen, aber auch ziemlich nahe heranzoomen. Die Bildqualität ist sehr gut.

Mit dem Tele-Objektiv Lumix 45-175mm f4.0-5.6 kann ich so richtig schön heranzoomen – etwa für Tieraufnahmen. Das war letztes Jahr bei den Elefanten im Nationalpark in Sri Lanka sehr nützlich: In diesem Video siehst Du die Aufnahmen! Das Objektiv ist klein und leicht und bietet eine gute Bildqualität.

 

Die Zubehör-Basics

  • Das Stativ ist das gleiche, wie ich auch bei meiner Smartphone-Ausrüstung vorgestellt habe: Velbon DV 7000N. Zwar relativ gross, aber einfach ein gutes, stabiles Stativ mit einem Kopf, der sehr schön dreht, wenn ich mal einen Schwenk mache.
  • Ein Adapter zum schnellen Übertragen von Videos von der SD-Karte aufs Smartphone.
  • Mein Kameragurt ist Gold wert, wenn wir auf Wanderungen sind, wo ich die Kamera nicht ständig ein- und auspacken will! Das Tolle daran: Der Gurt von Peak Design kann sehr schnell an der Kamera befestigt und wieder entfernt werden.
  • Das Lavaliermikrofon VT 506Video passt mit seiner schönen kleinen Box in jede Kameratasche. Das Kabel ist 5m lang – damit kann ich auch etwas weiter weg von der Kamera stehen, um Interviews zu führen.
  • Speichermedien: Damit ich unterwegs nichts löschen muss, nehme ich genügend SD-Karten mit. Zusätzlich kopiere ich das Material auf eine Festplatte als Backup.

Ohne Stativ hat diese ganze Ausrüstung in einer Fototasche oder einem kleinen Rucksack Platz und wiegt inklusive Kamera ca. 1300g. Das kann ich gut auf eine Bergwanderung mitnehmen!

 

 

Die komplette Ausrüstung

Wenn das Gewicht eine kleinere Rolle spielt und ich alle Möglichkeiten nutzen will, nehme ich zusätzlich zu den Basics folgendes Zubehör mit:

  • Das Richtmikrofon von Røde mit Windschutz. Wor allem für Tagesausflüge, um zum Beispiel Umgebungsgeräusche („Ambi“) aufzunehmen.
    Dieses Mikrofon eignet sich nicht für alle Situationen. Zum Unterschied von Lavalier-, Hand- und Richtmikrofon habe ich hier kürzlich geschrieben.
  • Der Speed Booster ist eine Art Adapter, mit dem ich an meiner Panasonic-Kamera auch Canon-Objektive befestigen kann. Ich benutze damit ein Weitwinkel-Objektiv Canon EF 24-70mm und ein 50mm-Objektiv.
  • Was ich bei der GH4 gegenüber meiner Profikamera, der Sony FPWX-S5, am meisten vermisse, ist der ND-Filter. Deswegen kommt ein Extra-Filter von Hama mit.
    An hellen Sommertagen kann ich diesen Filter einsetzen, anstatt mit grosser Blendenzahl bzw. geschlossener Blende zu arbeiten. So bringe ich trotz starkem Tageslicht Tiefenunschärfe ins Bild.

Meine Drohne

Seit Anfang Jahr gehört auch die Drohne DJI Mavic Pro in mein Reisegepäck. In meinem Blog hast Du vielleicht schon gelesen, warum ich mich für diese Drohne entschieden habe und was meine ersten Learnings damit waren.

Dazu gehören der Controller und, damit ich länger fliegen kann, vier Akkus.

Für Drohne und Controller habe ich je ein Etui, damit ich sie sicher verstauen kann. Leider fand ich in der Schweiz keinen Shop, der solche Etuis verkauft, deswegen habe ich sie bei AliExpress bestellt.

 

Ausruestung Video Reisen

 

Bereit für die Ferien?

Im nächsten Blogpost stelle ich Dir dann meine Ausrüstung für professionelle Videodrehs vor. Und falls Du demnächst Ferien hast, wünsche ich Dir gute Erholung und viel Spass beim Filmen!

 

Musik für die Ferien-Videos

Nach der Reise willst Du Deine Videos vielleicht mit Musik unterlegen und auf YouTube hochladen, um sie zu teilen.

In meinem PDF-Ratgeber „Musik in Online-Videos verwenden“ findest Du Links zu Plattformen, wo Du günstig oder gratis lizenzfreie Musik downloaden kannst. So hat Dein Urlaubsvideo sicher kein unangenehmes Nachspiel.

PDF Musik für Online-Videos

Meine Video-Ausrüstung, Teil 1: Filmen mit dem Smartphone

Manchmal fragen mich Leute, ob ich mal meine Ausrüstung vorstellen könnte.

Das ist gar nicht so einfach.

Eigentlich habe ich drei verschiedene Ausrüstungen:

  1. zum Filmen mit dem Smartphone
  2. für Reisen und Freizeit
  3. für Videoaufnahmen bei Kunden

Zusätzlich besitze ich ziemlich viele Stative und Mikrofone für meine Workshops. Denn dort filmen jeweils mehrere Teams gleichzeitig, denen ich Zubehör zur Verfügung stelle.

Ich stelle euch die drei verschiedenen Ausrüstungen gerne vor. Und zwar in drei Videos bzw. Blogposts.

Hier das erste Video:

 

Das iPhone X

Aktuell gehört zu meiner Ausrüstung das iPhone X. Gerade, wenn ich zum Beispiel mit meinen Kids unterwegs bin und etwas festhalten will, dann filme ich mit dem iPhone.

Beim iPhone X bin ich immer wieder froh um die Tele-Linse. Damit komme ich ein bisschen näher ans Geschehen als nur mit der weitwinkligen Linse.

 

Smartphone-Kit klein

Unterwegs trage ich praktisch immer mein „Smartphone-Kit“ mit. Das ist ein Lederetui, in dem sich folgendes Zubehör befindet:

  • ein zusätzlicher Akku
  • Ladekabel mit Stecker
  • Kopfhörer für Musik und Podcasts
  • Lightning-Adapter für Kopfhörer und Mikrofon
  • Knopfmikrofon Røde SmartLav+: Damit kann ich auch spontan unterwegs mal vloggen und habe sicher einen guten Ton.

Filmen mit Smartphone Zubehör

Smartphone-Kit gross

Wenn ich einen Dreh mit dem Smartphone plane, kommen noch ein paar Gegenstände dazu.

  • Stativ Velbon DV-7000N. Es ist zwar relativ gross, aber wenn ich ein Interview führe, kann ich so das Smartphone auf der richtigen Höhe befestigen. Das Stativ hat einen Kopf, der schön dreht, da ist auch mal ein schöner Schwenk möglich. Und verglichen mit meinem Profi-Stativ spare ich mit dem Velbon-Stativ dennoch Platz und Gewicht.
  • Smartphone-Adapter (JJC) fürs Stativ
  • kleines Tisch-Stativ
  • Lavaliermikrofon VT506 Mobile. Es hat ein längeres Kabel als das SmartLav+ und eine bessere Soundqualität.
  • Adapter Røde SC6, damit ich Mikrofon und Kopfhörer am Smartphone anschliessen kann
  • Manchmal schafft es auch eine kleine LED-Lampe von Manfrotto inkl. Farbfiltern in diese Ausrüstung. Ich arbeite zwar am liebsten mit dem Licht vor Ort, aber manchmal bin ich dennoch froh, wenn ich ein bisschen aufhellen kann. Dazu mehr in meinem Ratgeber „Gutes Licht für Deine Videos“.

 

Nächster Blogpost: Meine Ausrüstung zum Filmen auf Reisen

Mit welcher Ausrüstung bist Du gerne unterwegs?

Im nächsten Video/Blogpost erzähle ich Dir mehr über meine Ausrüstung, die ich auf Reisen mitnehme – rechtzeitig zu den Sommerferien!

 

PDF-Ratgeber: So wird Dein Smartphone zur Profi-Kamera

In diesem kostenlosen PDF findest Du die Produkte, die ich empfehle, wenn Du mit Deinem Smartphone professionelle Videos drehen möchtest. Auf meiner give-away-Seite gibt es noch mehr Ausrüstungs-Ratgeber (Licht, Mikrofone etc.).

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

4 Handy-Stativ-Adapter: Für ein kontrolliertes Bild

Verwackelte Smartphone-Videos wirken unprofessionell, wenn sie nicht klar so gewollt sind. Ein Stativ hilft! Um das Smartphone auf einem Foto- oder Videostativ zu befestigen, gibt es verschiedene Stativ-Adapter.

Für Interviews ist das Stativ in meinen Augen ein „Muss“. Auch bei „Selfie-Moderationen“ ist eine Aufnahme vom Stativ meistens vorteilhafter. Über Stative habe ich früher schon einmal geschrieben.

In diesem Video stelle ich Dir vier verschiedene Adapter vor.

Jeder hat seine Vorteile – je nachdem, was wichtig ist: Soll er möglichst klein sein, damit er in die Hosentasche passt, oder lieber drei „Blitzschuhe“ besitzen, damit Du auch noch Licht und Mikrofone befestigen kannst?

 

Im Video stelle ich Dir die vier Adapter vor:

 

1. Handy-Adapter: JJC SPC-1A Smartphone-Halterung

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Adapter von JJC ist mein Favorit. Er ist so klein und leicht, dass ich ihn nicht noch als zusätzliches Equipment zählen muss. Dennoch ist er gross genug: Auch das iPhone 8 Plus hat problemlos Platz.

Oben hat es einen Blitzschuh, da kann ich Licht oder ein Richtmikrofon befestigen. Der Adapter verfügt sogar über eine Wasserwage.

 

 

2. Handy-Adapter: JJC SPS-1A Smartphone-Halterung – Hochformat

Das ist der gleiche Adapter wie der erste. Er hat einfach noch ein Zusatzteil, damit Du mit dem Smartphone auch Hochformat-Videos aufnehmen kannst.

Wenn Du also ab und zu eine Live-Story für Instagram oder Facebook oder sonst einfach ein Hochformat-Video aufnehmen willst, lohnt es sich, gleich diese Variante zu kaufen. Der zusätzliche Bügel kann einfach abgeschraubt werden, dann ist es wieder der gleiche Adapter wie oben.

 

 

3. Handy-Adapter: Smartphone Video Rig

Der Vorteil dieses Smartphone Video Rigs sind vor allem die drei Blitzschuhe. So kannst Du Licht und Mikrofone gleichzeitig befestigen. Hoch- und Querformat ist möglich. Das Rig ist sehr leicht und kann gut auch mit den Händen geführt werden.

 

 

4. Handy-Adapter: Sunwayfoto CPV-01 Smartphone-Halterung

 

 

Dieser Adapter von Sunway ist sehr robust. Mit dem Kugelgelenk kann das Smartphone in Hochformat, Querformat oder auch schräg gestellt werden. Dank des langen Armes am Stativ kann es auch zu einem kleinen Tischstativ umfunktioniert werden.

 

Witzig ist auch der kleine Kamerawagen: Den kannst Du zum Sunway-Adapter dazu kaufen. Der Dolly lässt sich auch biegen, für Kamerafahrten im Kreis.

 

Noch mehr Ausrüstung für Dein Smartphone

Es braucht nur wenig Zubehör, damit Deine Smartphone-Videos sehr viel professioneller wirken. In meinem kostenlosen PDF-Ratgeber gebe ich Dir meine Empfehlungen, welches Stativ und welches Mikrofon sich zum Beispiel eignet.

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

Videoaufnahmen mit der Drohne: 10 Tipps rund ums Fliegen

In den letzten Monaten bin ich immer wieder mit meiner Drohne raus. Ich liebe die Verbindung von Technik und schönen Videoaufnahmen und kombiniere gerne Familienausflüge mit einem Drohnenflug!

Meine wichtigsten Learnings

Aus Problemen, Fragen und Fehlern habe ich inzwischen einiges gelernt. Nicht zuletzt dank Tipps meiner Blog- und Newsletter-Leser – danke euch!

Ich gebe diese Learnings gerne weiter. Meine 10 besten Tipps zum Drohnenfliegen also ich in diesem Blogpost. Ich habe sie auch in einem PDF zum Download zusammengestellt.

Es geht in den Tipps primär ums Fliegen, nicht ums Filmen oder Fotografieren mit der Drohne.

Wenn Dich interessiert, warum ich mich für die DJI Mavic Pro entschieden habe, kannst Du das in meinem ersten Drohnen-Blogpost nachlesen. Dort habe ich auch die in der Schweiz geltenden Richtlinien zusammengefasst.

 

Vor dem ersten Flug

1 Schliess eine Haftpflichtversicherung ab

Du brauchst zum Drohnenfliegen in der Schweiz eine Haftpflichtversicherung. Eine Schadensumme von CHF 1 Mio. muss mindestens gedeckt sein.

Ich habe inzwischen, obwohl ich privat eine Haftpflichtversicherung habe, geschäftlich noch eine spezielle Versicherung für die Drohne abgeschlossen.

 

2 Lerne die wichtigsten Funktionen kennen

Bei meinem ersten Video habe ich meine Drohne gleich mal im Schnee versenkt. Ich wusste nicht, wie ich die Propeller abstellen kann, und suchte verzweifelt nach dem Stopp-Knopf. Die Drohne stoppte zwar irgendwann, aber etwas spät.

Deswegen: Lies vor dem ersten Flugversuch in der Anleitung nach, google oder frag jemanden, wie man die Propeller Deiner Drohne stoppt. Dies ist auch nützlich, wenn Du sie in der Hand halten willst.

Bei der Mavic Pro muss man den Joystick nach links unten ziehen und etwas warten, dann halten die Propeller an. Kürzlich probierte ich die kleine No-Name-Drohne eines Kollegen aus, dort funktionierte es genau gleich.

 

Flug-Vorbereitung

3 Kläre ab, wo Du fliegen darfst – und wo nicht

Vor allem rund um Flugplätze und Flughäfen sind Drohnen in der Luft nicht erlaubt. Für die Schweiz findest Du hier eine interaktive Karte, auf der die Sperrzonen markiert sind.

Wenn Du an einem bestimmten Ort filmen möchtest, der in einer Sperrzone liegt, hole frühzeitig die nötige Bewilligung ein.

 

4 Vergiss die Updates nicht

Wenn ich weiss, dass ich in den nächsten Tagen Drohnenfliegen gehe, mache ich anstehende Updates vorher. Entweder zu Hause, oder dann spätestens im Auto. Mit Updates kann man nämlich wahnsinnig viel Zeit verlieren.

 

5 Akkus nochmals ganz aufladen

Wenn ich von einem Flug zurückkomme, lade ich die Akkus gleich wieder auf und entferne sie am nächsten Tag von der Ladestation. Leider entladen sich die Akkus relativ schnell wieder von selber, vor allem, wenn es kalt ist. Wenn es also eine Weile dauert, bevor ich das nächste Mal fliege, schliesse ich die Akkus am Abend vorher nochmals an die Ladestation und habe so die volle Flugzeit.

 

Mit der Drohne unterwegs

6 No-Fly bei Menschenmengen

In der Schweiz ist es verboten, ohne die entsprechende Bewilligung über Menschenansammlungen zu fliegen. Achte also darauf, dass du einen Abstand von mindestens 100 Metern einhältst.

Übrigens fasst das Schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL die häufigsten rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit dem Fliegen von Drohnen hier übersichtlich zusammen.

 

7 Schütze Deine Drohne

Achte auf eine gute Verpackung für unterwegs! Der Vorteil der DJI Mavic Pro, meiner Drohne, ist ja, dass sie klein ist und in jeden Rucksack passt. Trotzdem hat sie empfindliche Teile, vor allem der Joystick des Controllers und die Propeller der Drohne sind zerbrechlich.

Deswegen habe ich neu je ein Etui für den Controller und die Drohne. Die Drohne ist immer noch handlich und ich kann sie überall hin mitnehmen, aber sie kann sich im Rucksack nicht verheddern und ist gut geschützt.

In der Schweiz fand ich keinen online Shop, der solche Etuis verkauft, ich habe sie deshalb bei AliExpress bestellt.

8 Akkus nicht an die Kälte

Jetzt im Frühling ist das kein Problem mehr, zumindest im Flachland sind die Temperaturen mittlerweile höher 🙂 Wenn Du aber im Winter fliegst oder an einem sehr kalten Ort, nimm die Akkus, die Du gerade nicht benutzt, in die Hosen- oder Jackentasche. So entladen sie sich nicht wegen der Kälte und sind etwas aufgewärmt für den Einsatz.

 

9 Sorge für einen Landeplatz

Wenn es Schnee hat oder der Boden nass ist, ist es gut, einen Landeplatz für die Drohne zu haben.

Nach meinem ersten Drohnenvideo, wo ich den Rucksack in den Schnee gelegt habe und von dort aus losgeflogen bin, haben mir verschiedene Leute ihre Tipps geschrieben. Sie nehmen eine Fussmatte mit oder sogar einen spezielle Drohnen-Landeplatz.

Ich habe seither Verschiedenes ausprobiert: Ein Raddeckel des Autos ist zu klein und zu rutschig. Eine Wolldecke kann von den Propellern der Drohne fortgeweht werden und ist dann auch nicht mehr hilfreich. Schliesslich habe ich mir einen speziellen Drohnen-Landeplatz gekauft. Er ist schön leicht, ich kann ihn zusammenlegen und wie die Drohne selber überallhin mitnehmen. Damit er nicht weggeweht wird, hat es wie bei einem Zelt kleine Heringe dabei, mit denen ich den Landeplatz am Boden befestigen kann.

Nützlich ist auch, wenn sich der Landeplatz farblich gut abhebt von der Umgebung. Dann finde ich ihn vom Videobild aus der Luft her besser wieder und weiss, wo ich die Drohne landen muss.

Meinen Drohne Landeplatz habe ich bei camforpro.com bestellt.

 

10 Im Auto Strom tanken

Bei meiner Mavic Pro Platinum Edition hat es ein Netzteil fürs Auto dabei. So kann ich unterwegs zwischen zwei Spots den Akku am Zigarettenanzünder nochmals laden und länger fliegen, das finde ich sehr praktisch!

Ein solches Netzteil kannst Du für verschiedene Modelle auch zusätzlich kaufen, falls zu Deiner Drohne keines geliefert wurde.

 

Und jetzt: Guten Flug!

Mit diesen zehn Tipps hast Du als Anfänger einen Vorsprung: Du ersparst Dir einige Probleme, mit denen ich mich am Anfang herumgeschlagen habe.

Jetzt hoffe ich, dass Dir das Drohnenfliegen genauso Spass macht wie mir!

 

PDF-Ratgeber „10 praktische Drohnen-Tipps“

Ich habe die 10 Tipps auch in einem PDF zusammengestellt – kompakt und kostenlos. Du kannst es Dir mit einem Klick auf das Bild herunterladen!

PDF-Ratgeber

Richtmikrofon, Lavaliermikrofon und Handmikrofon: Drei Mikrofontypen im Vergleich

Heute gibt’s eine Premiere in meinem Blog: Es kommt ein Richtmikrofon vor!

Nicht jedes Mikrofon eignet sich für jede Aufnahmesituation – und genau darüber rede ich in meinem Video und schreibe ich in diesem Blogpost. Du erfährst, wann Du Dich für welchen Mikrofontypen entscheiden solltest und was die Stärken und Schwächen von Hand-, Lavalier- und Richtmikrofon sind. Und Du hörst vor allem auch den Unterschied in diesem Video:

Willst Du das Ganze einfach kurz und knapp zusammengefasst, mit Produktempfehlungen für jeden Mikrofontypen, dann hol Dir meinen PDF-Ratgeber.

Handmikrofon

Vorteile: Volle Kontrolle, sicherer Ton

Das Handmik ist ein typisches Interview-Mikrofon. Das heisst: Du stellst die Fragen, Dein Interviewpartner antwortet und dabei führst Du ihn, indem du ihm das Mikrofon hinhältst. Du entscheidest ganz klar, wer wann redet, und kannst beispielsweise auch eine Antwort unterbrechen oder nachhaken. Gerade bei einem kritischen Interview ein Vorteil!

Damit sind auch Frage und Antwort gut verständlich. Das Hand-Mik sorgt für den sichersten Ton.

Damit das gelingt, hältst du es knapp unter das Kinn der sprechenden Person. Das Gesicht bleibt frei, aber Du hast dennoch einen optimalen Ton.

Auch bei lauten Umgebungsgeräuschen ist das Handmikrofon die beste Wahl für ein Interview.

 

 

Nachteile: Mikrofon ist im Bild

Normalerweise sollte nur die Interviewpartnerin, der Interviewpartner im Bild zu sehen sein. Das heisst für die Bildgestaltung, dass Du als Bildausschnitt eine Nahaufnahme wählen solltest. Wenn man ein wenig von den Fingern des Reporters am Mikrofon sieht, macht das nichts, aber Dein Arm sollte keinesfalls ins Bild kommen.

Der Mikrofonkopf bleibt aber zu sehen – sonst heisst es, dass er zu weit weg ist und der Ton leidet. Bei einer Strassenumfrage stört das Mikrofon im Bild nicht. Bei anderen Videos jedoch, zum Beispiel bei einem Porträt einer Person, ist es unschön. Manchmal möchtest Du auch von weiter weg filmen, damit auch die Umgebung wahrgenommen wird.

In solchen Fällen arbeitest Du besser mit dem Lavaliermikrofon.

 

 

Lavaliermikrofon (Ansteck-/Knopfmikrofon)

Vorteile: Diskret und unkompliziert

Das Lavaliermikrofon eignet sich am besten für längere Gespräche und für ein Videoporträt einer Person, wo man nicht kritisch nachfragen muss. Auch wenn Du eine Moderation oder ein Interview aufnimmst, kannst Du damit arbeiten.

Der erste Vorteil liegt wörtlich auf der Hand: Du hast die Hände frei.

Zudem fällt das Mikrofon weniger auf, es ist diskreter oder kann sogar versteckt werden.

Drittens kannst Du auch aus grösserer Entfernung filmen, weil Du Deiner Gesprächspartnerin nicht immer ein Mikrofon hinstrecken musst. So kannst Du auch die Umgebung mit ins Bild nehmen.

Du musst nur zu Beginn darauf achten, dass das Mikrofon an der richtigen Stelle angebracht ist, danach musst du dich nicht mehr darum kümmern.

 

 

Nachteile: Mehr Umgebungsgeräusche

Doch auch das Lavaliermikrofon bringt Nachteile mit sich: Gut hörbar sind nur die Antworten, weil nur Dein Gesprächspartner ein Mikrofon hat. Deine Fragen sind schlecht oder gar nicht hörbar. Die Lösung dafür wäre, ein Doppelmikrofon zu verwenden.

Zudem eignet sich das Lav-Mik nicht für Situationen, wo es lauter ist, zum Beispiel auf einer Baustelle, in Maschinenräumen oder neben einer vielbefahrenen Strasse. Es nimmt mehr Umgebungsgeräusche auf, weil es weiter unten als das Handmik angebracht ist. Es eignet sich also vor allem für Aufnahmen in ruhigen Situationen.

 

So nutzen Profis das Lavaliermik

Lavaliermikrofone gibt es mit Kabel oder mit Funk. Profis arbeiten meistens mit Funkstrecken. Funk hat den Vorteil, dass sich der Referent oder Gesprächspartner frei bewegen kann. Es ist aber teurer als ein Lavalier-Mik mit Kabel. Kabellose Mikrofone habe ich in diesem Artikel schon vorgestellt.

 

 

Richtmikrofon

Vorteile: Leichte Handhabung

Zu guter Letzt nun also die Premiere: das Richtmikrofon. Viele Vlogger arbeiten mit diesem Mikrofontyp und auch bei mir kommt es manchmal zur Verwendung.

Das Richtmikrofon ist vor allem praktisch, weil es direkt auf der Kamera befestigt wird. Es muss nicht separat gehandhabt werden und es gibt kein störendes Kabel.

In einem ruhigen Raum funktioniert das gut. Der Ton ist besser, als wenn Du nur mit dem eingebauten Mikrofon der Kamera arbeitest, denn das Mikrofon ist nach vorne gerichtet.

Das Richtmikrofon eignet sich aber auch, wenn Du draussen eine Szene filmst, in der niemand spricht. Zum Beispiel B-Roll mit Ambi, Naturaufnahmen oder Situationen auf Reisen. Wenn Du einen Windschutz verwendest, dann hast Du so auf jeden Fall den besseren Ton als mit dem kameraeigenen Mikrofon.

 

Nachteil: Nur für ruhige Umgebung

Das Mikrofon muss zur Tonquelle – das ist die goldene Regel. Je weiter ich mich von der Kamera und damit vom Richtmikrofon entferne, desto leiser wird auch der Ton. Auch wenn ich die Kamera auf etwas anderes richte als auf die sprechende Person, versteht man nur noch wenig.

Auch in Situationen mit stärkeren Hintergrundgeräuschen versteht man mit einem Richtmikrofon praktisch nichts. Es funktioniert wirklich nur in ganz ruhiger Umgebung.

 

Achte auf den Stecker:

Viele Mikrofone haben heute einen 3,5mm-Klinkenstecker. Es sieht aus, als könne man diese Mikrofone sowohl fürs Smartphone als auch für Videocams/DSLR-Kameras benutzen. Dies stimmt aber nicht ganz. Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen den Steckern für die jeweiligen Geräte:

Der Stecker mit drei Ringen (TRRS genannt) ist fürs Smartphone, derjenige mit nur zwei Ringen (TRS) für DSLR/Videocam.

Mit einem kleinen Adapter lassen sich die Mikrofone aber in der Regel auch „umfunktionieren“ für das andere Gerät. Darüber habe ich hier ausführlicher geschrieben.

Was ist mit Kauf-Tipps?

Ja – habe ich! 🙂 Wofür man die verschiedenen Mikrofontypen brauchen kann, habe ich nochmals ganz kurz zusammengefasst und zu jedem Typ ein von mir getestetes Produkt aufgeführt. Hol Dir den
Ratgeber hier als PDF!

Ratgeber: Mikrofontypen im Vergleich

Weitere Mikrofonempfehlungen habe ich bereits in einem Mikrofon-Ratgeber zum Filmen speziell mit Smartphone sowie in kompletten Ausrüstungs-Ratgebern für Videocam und Smartphone zusammengestellt. Du kannst Dir alle kostenlos als PDF herunterladen, entweder direkt über den Link oder auf meiner Give-Away-Seite.

Filmen: DSLR-Kamera vs. Smartphone-Kamera

Im letzten Blogpost habe ich über die Unterschiede von verschiedenen Kameras geschrieben. In diesem Artikel geht’s dazu weiter.

In diesem Beitrag vergleiche ich das Smartphone, mit Kameras, bei denen Du das Objektiv wechseln kannst: DSLR-Kamera, Systemkamera, professionelle Videokamera.

 

Das Smartphone als Videokamera hat viele Vorteile. Die wichtigsten davon: Es ist schnell, man hat alles in einem Gerät, und mittlerweile sind (auch wegen Apps und Zubehör) mit dem Smartphone Videos von sehr guter Qualität möglich.

Man kommt mit dem Smartphone aber auch an gewisse Grenzen.

 

Die filmischen Grenzen des Smartphones

Am Schluss meines Videoproduktion-Starterkurses zeige ich jeweils folgendes Video. Ich erkläre den Teilnehmenden, dass sie mit dem Wissen, das sie an diesem Tag gelernt haben, solche gestalteten Beiträge umsetzen können.

Natürlich braucht es noch Übung. Aber grundsätzlich machen wir auch im Starterkurs einen ersten Beitrag in diese Richtung, mit einem Mix aus geführten Interviews und B-Roll.

Eine Frage wird nach diesem Video immer wieder gestellt: „Kann man das auch mit dem Smartphone machen?“

Die Antwort: „Jein“.

Inhaltlich und was den Aufbau betrifft: Ja. Von der Bildästhetik her: Nein.

Hier merken wir die Unterschiede zwischen dem Smartphone und professionellen Kameras (DSLR, Systemkamera, professionelle Videokamera).

 

Unterschied 1: Die Tiefenschärfe

Beim Interview:

Wenn ich ein Interview aufzeichne, dann soll der Hintergrund nicht vom Gesprochenen ablenken.

Das erreiche ich mit Tiefenunschärfe. Mein Hauptobjekt ist scharf, während der Hintergrund eher verschwommen ist. So wird der Fokus auf die sprechende Person und ihre Botschaft gelenkt.

Mit einer Kamera mit Wechselobjektiven kann ich auch bei einem unruhigen Hintergrund die Details „verwischen“. Man bekommt noch ein Gefühl für die Umgebung, aber sie lenkt nicht ab.

Mit dem Smartphone ist Tiefenunschärfe fast nicht möglich. Darüber habe ich schon einmal geschrieben. Der Porträtmodus, der bei Fotos Tiefenunschärfe ermöglicht, ist für Video nicht verfügbar. Ich muss also einen neutralen, ruhigen Hintergrund suchen, damit sich meine Interviewpartnerin vom Hintergrund abhebt.

 

Hier ein Beispiel aus einem Interview im Café Good in Rapperswil.

Das erste Bild habe ich mit der Sony PXW FS5 aufgenommen. Mit einem Speed Booster von Meta Bones habe ich das Canon 24-70 mm Objektiv befestigt.

 

Das nächste Bild ist mit dem iPhone X und der „normalen“ Kameralinse aufgenommen, also mit der weitwinkligen Linse. (Diese Linse haben auch die anderen iPhones, welche keine zweite Linse besitzen.) In der Breite ist mehr im Bild, das ist wegen der kleineren Brennweite. Aber es ist jedes Detail scharf. Das Bild wirkt viel unruhiger. Wer das Video sieht, ist beim Zuhören mehr abgelenkt von all den Details im Café.

 

Das dritte Bild ist mit der Telelinse des iPhones X aufgenommen. (Mit Apps wie Filmic Pro kann man die Linsen separat ansteuern, in der normalen Kamera-App geht das nicht.) Ich bin hier mit der Kamera weiter weg von Bea, meiner Interviewpartnerin, als vorher. Trotzdem sehen wir in der Breite weniger vom Café. Somit haben wir zwar weniger Ablenkung. Aber die Tiefenschärfe ist etwa gleich, die Details im Hintergrund bleiben sichtbar.

 

Die Tiefenschärfe beim B-Roll

Auch beim B-Roll bekomme ich durch die geringe Tiefenschärfe verschiedene Ebenen ins Bild. Das gibt mehr Tiefe, und mit etwas Übung kann ich sogar in einer Aufnahme den Fokus zwischen verschiedenen Ebenen wechseln.

 

Wie bekomme ich Tiefenunschärfe?

Bei einer geringen Tiefenschärfe gibt es nur einen kleinen Schärfebereich, weiter vorne und weiter hinten ist das Bild unscharf.

Ob das geht, ist von der Hardware der Kamera abhängig, vom Sensor und vom Objektiv.

Beim Smartphone ist der Sensor klein, das Objektiv ist fix. Bei einer DSLR-Kamera kann ich das Objektiv wechseln.

Das Video in der Posamenterie habe ich im Januar 2017 aufgenommen. Ich hatte gerade meine Sony PWX FS5 gekauft und wollte die Kamera mit Canon-Objektiven ausprobieren, vor allem mit dem Canon 24-70 mm.

Um geringe Tiefenschärfe zu erreichen, brauche ich eine grosse Brennweite. Das heisst, ich habe zuerst hineingezoomt, auf die Brennweite 70. Dann habe ich die Blende so weit wie möglich geöffnet (möglichst kleine Blendenzahl). Hier hatte ich die Blendenzahl 2.0.

Unterschied 2: Die Lichtempfindlichkeit

Smartphones haben eine kleine Linse und einen kleinen Sensor. Deshalb kommt nur wenig Licht in die Linse.

Wenn die Lichtverhältnisse schlecht sind, wird das Bild automatisch aufgehellt. Schwarz ist dann nicht mehr wirklich schwarz, sondern es wirkt verpixelt und rauscht.

Zwei Beispiele dazu.

Als ich dieses Video für Beyer Chronometrie aufnahm, war der Raum dunkel und nur punktuell beleuchtet. Ein schönes Ambiente, das ich mit Video einfangen sollte – aber eine Herausforderung wegen der schlechten Lichtverhältnisse.

Der Event war der Härtetest für meine Sony FS5.

 

Wenn möglich, habe ich den Gain auf meiner Kamera immer auf 0. Dann wird digital im Bild nichts aufgehellt. Der Gain ist das gleiche wie die ISO bei DSLR und Systemkameras, die Zahlenwerte sind aber nicht vergleichbar. Bei meiner Panasonic Lumix GH4 ist z.B. der kleinste ISO-Wert 200. Der Effekt ist aber der gleiche: Wenn die ISO bzw. der Gain zu hoch ist, beginnt das Bild zu rauschen.

Bei den Lichtverhältnissen an diesem Event stellte ich den Gain auf +6. Es funktionierte. In dem Screenshot aus dem Video (unten) ist schwarz wirklich schwarz und es hat kein Rauschen im Bild.

Ich habe hier auch mit der Sony FS5, dem Speedbooster und dem Canon Objektiv 24 bis 70mm gearbeitet.

Ich versuchte es kurz noch mit dem Zoomobjektiv, welches mit der FS5 neu mitgeliefert wurde (18 bis 105mm). Dieses Objektiv lässt aber viel weniger Licht in die Kamera und ich hätte den Gain mindestens auf +12 stellen müssen. Das Bild wäre nicht mehr so klar gewesen.

Auch mit dem Smartphone würde ich bei diesen Lichtverhältnissen nie so satte Bilder hinkriegen!

 

Dazu ebenfalls ein Beispiel:

Letzten Sommer wurde ich zu einem Outdoor Dinner von Extreme Dining eingeladen. Feines Essen in tollem Ambiente.

Spontan habe ich mit dem iPhone 7 Plus gefilmt. Auch noch, als es langsam Nacht wurde. Im Video sieht man, dass es mehr „pumpt“ im Bild, je dunkler es wird.

 

Das Smartphone kam hier an seine Grenzen, ich vermisste meine FS5. In der Situation im Bild unten ist mir der Unterschied am meisten aufgefallen. Es dämmerte erst und war noch gar nicht so dunkel, aber das Bild rauschte bereits sehr stark:

 

Für diese Nahaufnahme habe ich das Teleobjektiv des iPhones benutzt. Dieses nimmt weniger Licht auf als die normale Linse, es ergibt also noch ein stärkeres Rauschen.

 

Unterschied 3: Die fixe Brennweite

Diesen Unterschied habe ich im letzten Blogbeitrag schon erwähnt: Die fixe Brennweite ist ein Nachteil des Smartphones.

Letztes Jahr besuchte ich mit meiner Familie den Minneriya Nationalpark in Sri Lanka. Ich habe die Elefanten in diesem Park gefilmt. Mit dem iPhone 7 Plus gab es dieses Bild:

 

Die gleiche Situation mit GH4 und Zoomobjektiv:

Was für ein Unterschied!

 

Zoomobjektiv: Verstellbare Brennweite bringt mehr Gestaltungsfreiheit

Das erste Bild ist auch toll: Es erlaubt eine Übersicht über die Szene. Aber mit dem Smartphone kann ich nur diese Einstellung filmen. In meinem Ferienfilm möchte ich verschiedene Bildausschnitte zusammenschneiden: Naheinstellungen, mehr Distanz und viele Einstellungen irgendwo dazwischen.

Dazu muss ich die Brennweite ändern können. Entweder ich wechsle die Objektive, was in solchen Situationen eher stressig ist. Oder ich habe ein Zoom-Objektiv.

Lieber Schnitte als Zoom-Bewegungen

Wichtig: Zoom-Bewegungen, das heisst, dass innerhalb eines Videoshots die Brennweite verändert wird, braucht man ganz selten. Es wirkt unnatürlich, weil unser Auge das auch nicht kann.

Zoombewegungen ergeben die typischen, langatmigen Ferienvideos. Nach jedem Schnitt kommt wieder ein langer Zoom von der Elefantenherde zum Elefantenbaby und zurück. Hingegen ist eine wechselnde Brennweite super, um den Bildausschnitt zu ändern. Dazwischen wird aber geschnitten – das Tempo ist höher!

Im Video unten siehst Du, wie ich das meine. Ein kleiner Zusammenschnitt mit vielen Elefantenbildern aus dem Park in Sri Lanka. Die verschiedenen Brennweiten geben Abwechslung und verschiedene Ansichten der Herde.

Hier konnten nicht meine Füsse mein Zoom sein; es wäre gefährlich gewesen, den Jeep zu verlassen 🙂

Fazit des Vergleichs

Das Smartphone als Videokamera hat viele Vorteile. Es ist das schnellste Videoproduktions-Gerät der Welt und man hat es meistens dabei. Wenn Du jedoch in schwierigeren Lichtverhältnissen filmen möchtest oder die Möglichkeiten der Bildgestaltung wirklich ausnutzen willst, greifst Du besser zu einer richtigen Kamera. Oder nicht? Deine Meinung interessiert mich!

 

Egal, ob Smartphone oder DSLR: Mit der richtigen Lichtgestaltung holst Du aus Deinen Videos viel mehr heraus. In meinem PDF-Ratgeber „Gutes Licht für Deine Videos“ gebe ich Dir Tipps, wie Du bei Filmaufnahmen das Licht vor Ort optimal nutzen kannst.

Ratgeber anfordern: Gutes Licht für Deine Videos

Smartphone – DSLR – Videocam – VJ-Cam – Action Camera: Das sind die Vor- und Nachteile

Was sind eigentlich die Vor- und Nachteile der verschiedenen „Kamera-Arten“?

Ich nutze vor allem das Smartphone, eine Systemkamera und eine ENG „VJ-Kamera“.

In diesem Artikel erzähle ich Dir, wo die Stärken der jeweiligen Kamera liegen und welcher Nachteile Du Dir bewusst sein musst.

Der Teil zum Smartphone ist sehr ausführlich, weil immer mehr Leute mit dem Smartphone filmen und auch in meine Videokurse kommen. Weil das Smartphone immer noch ein Gerät ist, das in erster Linie kommunizieren will, sind beim Filmen mit dem Smartphone ein paar zusätzliche Dinge zu beachten.

Ich hoffe, der Blogbeitrag hilft Dir bei Deiner Entscheidung, mit welcher Kamera Du unterwegs sein möchtest.

 

Das Smartphone: Das kleinste und schnellste Videoproduktions-Gerät

Das Smartphone ist die Kamera, die wir immer dabei haben.

Egal, ob meine Tochter die ersten Schritte geht oder ob ich an einer Messe die neuste Innovation sehe – ich kann die Kamera zücken, ein Video machen und es sofort verschicken.

Damit habe ich auch den zweiten Vorteil schon angesprochen: Mit keiner anderen Kamera bin ich so schnell im Netz und habe mein Video geteilt. Alles, was ich dafür brauche, ist Internetempfang.

Verbesserungspotenzial dank Apps

Zum Smartphone gibt es auch viele Apps, um noch eine bessere Kamera daraus zu machen: von Kamera- über Schnitt-Apps bis zu speziellen Apps für Livestreams.

Das Smartphone hat jedoch auch Nachteile.

Fehlender optischer Zoom

Mit dem Zoom sollte man zwar sehr sparsam umgehen. Der beste Zoom sind unsere Füsse! Wenn ich etwas auf der anderen Seite des Raumes filmen möchte, dann ist die beste Lösung, mit dem Smartphone näher heranzugehen.

Es gibt aber Momente, da können wir nicht hingehen. Ich kann einen Fluss nicht einfach überbrücken, zum Beispiel. In dieser Situation bin ich froh um einen Zoom.

Erst die neusten Smartphones verfügen jedoch über einen optischen Zoom. Bei vielen Modellen komme ich mit der Kamera einfach nicht näher heran.

Das kann für Enttäuschungen sorgen. Zum Beispiel in den Ferien auf einer Safari: Dort kann ich nicht einfach aus dem Auto steigen und näher an die Löwen herangehen. Auf dem Smartphone-Video sind die Tiere dann nur kleine dunkle Flecken in der Steppe.

 

Fehlende Lichtempfindlichkeit

Der Sensor im Smartphone wird zwar immer besser, aber er kann immer noch nicht so viel Licht empfangen wie der Chip einer Systemkamera.

Das Smartphone versucht immer, im Bild so gutes Licht wie möglich zu erreichen. Bei schlechten Lichtverhältnissen hellt es das Bild automatisch auf. Dann beginnt das Bild manchmal zu „rauschen“: Es wirkt „verpixelt“, schwarz ist nicht mehr richtig schwarz.

 

Fixes Speichermedium

Ich kaufe meine iPhones immer mit dem grösstmöglichen Speicherplatz. Im Moment sind das 256 Gigabyte. Auch dieser ist jedoch regelmässig voll.

Ich filme viel, und neuerdings ist auch 4K möglich. Das sind wahnsinnig viele Daten, die den Speicherplatz schnell füllen.

 

Akku begrenzt

Bei jeder anderen Kamera kann ich den Akku ganz einfach herausnehmen und ersetzen, wenn er leer ist, und weiterfilmen.

Beim Smartphone ist dies nicht möglich. Es gibt natürlich Powerbanks, mit denen ich mir auch unabhängig von einer Steckdose Strom holen kann. Aber damit auch noch zu filmen, ist umständlich.

Das ist also nur eine Notfall-Lösung. Besser vor geplanten Filmaufnahmen das Smartphone nochmals aufladen.

 

Schlechte Frontkamera

Die Frontkamera („Selfie-Kamera“) ist viel schlechter als die Hauptkamera.

Achte also darauf, dass Du möglichst mit der Hauptkamera filmst. Diese hat die besseren Farben, den besseren Kontrast, die bessere Auflösung, und mit den neueren Smartphone-Modellen auch zwei verschiedene Linsen, mit denen Du filmen kannst.

 

Störungen

Das Smartphone sucht ständig Netz-Empfang. Das sind Funkwellen, die vom Gerät versendet und empfangen werden. Diese können Störgeräusche hervorrufen.

Beim Filmen kann deswegen ein Rauschen auftreten, das man in der Postproduktion nicht mehr wegkriegt. Du solltest Dir also angewöhnen, beim Filmen den Flugmodus anzuschalten. Dann kann Dich auch niemand anrufen und so die Aufnahme unterbrechen.

 

Hoch- oder Querformat?

Speziell beim Smartphone ist auch noch, dass viele Leute Hochformat filmen. Lange war das verpönt und ich hätte nie gedacht, dass auch ich irgendwann mal einzelne Videos gezielt im Hochformat filmen würde!

Bei Filmen, die ausschliesslich mobil angeschaut werden, haben wir uns heute nämlich ans Hochformat gewöhnt. Nicht zuletzt hat es sich auch durchgesetzt, weil die Video-Player inzwischen beide Formate erkennen.

Wenn Du aber für YouTube Filme machst oder für eine Website, die auch an Desktop-Computern angeschaut wird, ist Querformat immer noch Standard. Auch Ferienvideos, die ich später am TV-Bildschirm der Familie zeigen möchte, sind viel schöner so.

Ein Problem ist es auch, wenn Du zwischen den Formaten abwechselst, aber dann ein Video aus verschiedenen Clips zusammenschneiden möchtest.

Achtung: Entscheide Dich für ein Format, bevor Du den Rec-Knopf drückst! Denn wenn Du das Smartphone im Nachhinein drehst, musst Du das Video im Schnittprogramm drehen, um es richtig anschauen zu können.

 

Die Videocam: Überall dabei und nahe dran

Eine Videocam ist die nächstgrössere Option nach dem Smartphone. Sie ist klein, leicht, und ich kann sie überall hin in der Handtasche mitnehmen.

Der grosse Vorteil gegenüber dem Smartphone ist der optische Zoom. Wenn ich auf Safari bin, kann ich vom Auto aus hinzoomen und sehe auf meinem Video die Löwen gross und in guter Bildqualität.

 

Oft keine Mikrofonbuchse

Bei Videocams findet man im Internet viele Infos zur Bildqualität des jeweiligen Modells, aber nur wenig zum Ton. Nach dem Kauf stellt sich dann heraus, dass die Kamera keine Buchse für ein externes Mikrofon besitzt.

Das ist der Nachteil vieler Videocams.

Wenn Du Interviews, Moderationen oder Referate aufzeichnen willst – eine Botschaft, die man gut verstehen soll – ist es für die Tonqualität viel besser, ein externes Mikrofon zu benutzen.

Es lohnt sich also extrem, vor dem Kauf abzuklären, ob eine Videocam einen Audio-Eingang hat.

Fehlende manuelle Einstellungen

Oft nutzen wir einfach den automatischen Fokus. Doch manchmal ist es praktisch, den Fokus manuell setzen zu können.

Zum Beispiel bei einer Moderation, bei der die Distanz zur Kamera gleich bleibt: Dort stelle ich den Fokus auf die Augen und fixiere ihn manuell. Dann kann ich mich darauf verlassen, dass die Augen scharf sind und der Fokus sich nicht plötzlich wegen einer Bewegung im Hintergrund verschiebt.

 

Die DSLR-Kamera: Schöne Bilder mit viel Tiefenunschärfe

Heute wird oft auch mit Spiegelreflexkameras oder mit sogenannten Systemkameras gefilmt.

Der grosse Vorteil ist, dass man viel Tiefenunschärfe ins Bild bringt. Eine bestimmte Bildebene ist scharf, die anderen eher verschwommen. Das erzeugt mehr Tiefe und mein Objekt tritt besser hervor.

Wenn ich viel Tiefenunschärfe habe, muss ich genau auf die Distanz der Kamera zum Objekt achten. Sobald sich diese leicht verändert, ist die gefilmte Person oder Sache unscharf.

 

Man muss sich Zeit nehmen können

Das ist jedoch auch gleich der Nachteil dieser Kamera: Mit einer DSLR-Kamera kann man nicht schnell arbeiten. Sie eignet sich also zum Beispiel nicht für Videojournalismus, wo es manchmal zackig gehen muss.

Für szenisches Arbeiten, bei dem man genau planen kann, wo der Fokus liegt und wo die gefilmte Person sich bewegen soll, geht das hingegen. Wenn man sich Zeit nehmen kann, Aufnahmen zu wiederholen, bis sie perfekt sind.

Auch das Wechseln der Objektive einer Systemkamera braucht Zeit.

Wenig Kontrolle über den Ton

Spiegelreflexkameras sind oft primär fürs Fotografieren ausgelegt. Auf Fotos gibt es keinen Ton. Deswegen sind die Audiofunktionen oft nicht so gut.

Das heisst, dass Kameras teilweise keine Mikrofonbuchsen haben, und erst recht keine zusätzliche Kopfhörerbuchse. Das ist für Interviews jedoch essenziell, um den Ton wirklich unter Kontrolle zu haben.

 

Beschränkte Aufnahmedauer

Grössere Videokameras laufen durch, bis der Akku leer oder der Speicher voll ist. sBei DSLR- und Systemkameras ist jedoch die Dauer für Videoaufnahmen in der Regel beschränkt.

Bei manchen Modellen kann man nur 10 Minuten aufzeichnen, bei den meisten liegt die Grenze bei 29 Minuten. Dann wird die Aufnahme beendet und gespeichert.

Dessen muss man sich bewusst sein. Wenn man ein einstündiges Referat aufzeichnen möchte, muss man also zwischendrin die Aufnahme neu starten und hat dort dann einen kleinen Unterbruch.

 

ENG-Kamera: Die professionelle VJ-Kamera

„Electronic News Gathering Camera“ – dafür steht die Abkürzung ENG. Das grösste Modell in diesem Kameravergleich ist also die typische Videojournalisten-(VJ)-Kamera.

Damit kann ich alleine Videos produzieren, was dann bei einer grossen Cinema-Kamera nicht mehr möglich ist. Dort werden Fokus und Ton von anderen Personen gesteuert, mit der VJ-Cam habe ich alles selber unter Kontrolle.

Zwei Audiospuren für mehr Freiheit beim Ton

Bei dieser Kamera habe ich zwei Audiospuren zur Verfügung. Ich kann also mit einem „Ambi“-Mikrofon die Umgebungstöne aufzeichnen und zum Beispiel mit einem Handmikrofon das Interview führen.

Zwei Spuren sind auch nützlich, wenn ich ein Interview mit zwei Personen führe und beide ein Mikrofon haben, oder wenn ich bei einem Interview meine Fragen mit einem separaten Mikrofon aufzeichne und meinem Gast ein Lavaliermikrofon anstecke.

In der Postproduktion kann ich dann das Verhältnis zwischen den Lautstärken der beiden Spuren gezielt einstellen. Wenn ich nur eine Spur genutzt habe (was meistens der Fall ist), lösche ich die zweite einfach.

 

Viele manuelle Einstellungen

Ein weiterer Vorteil der VJ-Cam ist, dass ich sehr schnell unterschiedliche manuelle Einstellungen vornehmen kann. Viele Knöpfe und Regler sind aussen am Gehäuse angebracht und somit gut zugänglich.

Das heisst jedoch auch, dass ich mich zuerst gut mit der Kamera vertraut machen muss und die verschiedenen Funktionen kennen muss, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

 

Action-Cam: Voll im Geschehen drin

In den Skiferien diesen Winter sah ich auf und neben der Piste viele, die auf ihrem Helm eine Action Cam befestigt hatten. GoPro ist dabei das bekannteste Modell.

Immer mehr Leute haben Action Cams: Deshalb gehören auch diese in meinen Kameravergleich.

Viel cooles Zubehör

Für Action Cams gibt es ganz viel tolles Zubehör. Damit kann man die Kamera ins Wasser nehmen, beim Skifahren auf den Helm schnallen, beim Fallschirmspringen an den Fuss – oder was auch immer.

Robust und wasserfest

Auch beim Tauchen an einem Korallenriff sieht man mittlerweile in jeder Tauchgruppe mehrere Leute mit einer Action Cam. Aufnahmen, die früher nur für Profis mit teurem Equipment möglich waren.

Dabei kommen wir zu einem Punkt, der Vor- und Nachteil zugleich ist:

Ungewohnte Perspektiven

Die Action Cam gibt neue, tolle Perspektiven: Das ist das coole an dieser Cam!

Kürzlich diskutierte ich mit jemanden, der im Winter an Eiswänden klettert. Er schnallt sich die GoPro auf den Kopf wie eine Stirnlampe. Das sei doch am besten zum Filmen, sagte er. Klar, eine super Sache, wenn man diese Eiswand sehen darf, ohne dass man selber hinauf klettern muss.

 

Zweitkamera, aber für sich schnell langweilig

Ungewohnte Perspektive – gerne! Aber wenn ich nur die GoPro Einstellung habe, wird auch diese schnell langweilig. Die Actioncam alleine eingesetzt ergibt wenig spannende Videos, denn Perspektive und Bildeinstellung bleiben während der ganzen Aufnahme gleich.

Ich möchte doch auch sehen, wie mein Bekannter in der Eiswand hängt, wie hoch oben er ist, etc.! Diese Relationen fallen bei seiner Action Cam in diesem Moment alle weg.

Deswegen ist die Action Cam eine Zweitkamera!

Kein brauchbares Display

Bei der Action Cam hat es machmal gar kein Display. Oder aber man sieht ihn nicht, weil die Kamera auf dem Helm befestigt ist.

Kein guter Ton

Es hat auch keine Mikrofonbuchse. Ja, es gibt zwar mit gewissen Adaptern die Möglichkeit, Miks über USB anzuschliessen. Aber die Kamera ist nicht gemacht für das.

Deshalb mein Fazit: Kombiniere die Action Cam mit einer der Kameras, die ich weiter oben vorgestellt habe. Und dann werden Deine Videos viiiiiiel spannender! Erst so bringt die Action Cam wirklich einen Mehrwert.

 

Mehr Know-How für professionellere Videos

Ich hoffe, dass dieser Blogpost Dir hilft, Dich bei Deinen Videos gezielt für eine Kamera zu entscheiden!

In meinem PDF-Ratgeber: „9 Tipps für bessere Videos“ erfährst Du, worauf Du sonst noch achten kannst, damit Deine Videos professioneller wirken.

PDF: 9 Tipps für bessere Videos

Im Test: Lavaliermik VT506 Mobile und Adapter SC6 von Røde

Vor einigen Wochen bekam ich von Voice Technologies Switzerland eine kleine Box. Darin fand ich ein neues Lavaliermikrofon von Voice Technologies : das VT506 Mobile. Ich habe es mehrmals getestet und erzähle Dir in diesem Blogpost, wie es im Vergleich mit anderen Ansteckmikrofonen abschneidet.

Dann habe ich noch ein anderes neues Gadget entdeckt: einen Dreifach-Adapter, den SC6 von Røde. Damit lassen sich an ein Smartphone zwei Mikrofone und ein Kopfhörer anschliessen. Dazu mehr im zweiten Teil dieses Artikels.

Du kannst Dir auch das Video dazu anschauen:

 

Speziell fürs Smartphone entwickelt

Etwas hat das VT506 Mobile mit anderen Lavaliermiks gemeinsam, die ich hier im Blog auch schon vorgestellt habe: Es ist eigens für das Smartphone konzipiert.

Diese Mikrofone haben einen TRRS-Stecker, das heisst, einen Klinkenstecker mit drei Ringen. Damit sind sie mit der Kopfhörerbuchse von Smartphones kompatibel. Mehr zu TRS und TRRS in diesem Blogpost!

(Bei meinem iPhone X brauche ich zusätzlich immer noch das kurze Adapterkabel, weil die neueren iPhones statt der Kopfhörer- eine Lightning-Buchse haben.)

 

Der Vorteil des VT506 Mobile ist das lange Kabel

Im Video zum Mikrofon-Test sitze ich relativ weit weg von meinem Smartphone, das an einem Stativ befestigt ist und mit dem ich filme. In der Video-App habe ich die Tele-Linse eingestellt. Diese holt mich optisch näher heran. Damit ich trotzdem nicht riesig im Bild bin, brauche ich wieder etwas Abstand von der Smartphone-Kamera.

Mit diesem Mik funktioniert das: Denn der grosse Vorteil des VT506 Mobile ist, dass es ein 2,5 Meter langes Kabel hat.

Dadurch bietet es mehr Freiheit, ist aber trotzdem noch handlich.

Was mir auch gefällt, ist, dass dieses Ansteckmikrofon in der Schweiz hergestellt wird. Das zählt für mich als Schweizer Unternehmerin!

 

Vergleich mit Røde SmartLav+

Bisher empfahl ich in meinem Mikrofon-Ratgeber zum Filmen mit Smartphone das Røde SmartLav+. Es hat aber ein viel kürzeres Kabel – damit könnte ich keinen so grossen Abstand von der Kamera haben.

Deswegen habe ich immer empfohlen, zum SmartLav+ gleich das Verlängerungskabel zu kaufen. Mit einer Länge von 6m gibt dieses viel mehr Spielraum. Sechs Meter sind aber wiederum sehr lang und das Kabel verknotet sich deswegen oft.

 

Vergleich mit iRig MicLav (IK Multimedia)

Auch das iRig MicLav von IK Multimedia empfahl ich bisher oft, denn es ist im Zweierpack erhältlich. Die beiden Mikrofone lassen sich in einer handlichen Box mitnehmen und entweder einzeln oder zusammengesteckt verwenden. Das ist für Interviews perfekt, wo man ja sowohl mich als Reporterin als auch meinen Interviewpartner gut hören muss.

 

Das Mikrofon VT506 Mobile im Klangtest

Der Klang des neuen VT506 Mobile ist hervorragend.

Auch die Soundqualität des Røde SmartLav+ gefällt mir gut, doch je länger ich inzwischen mit VT506 Mobile arbeite, desto mehr höre ich den Unterschied.

Am schlechtesten schneidet im Vergleich das iRig MicLav ab. Es ist aber auch das günstigste Modell.

Der Preisunterschied der Mikrofone ist beträchtlich: Das SmartLav+ kostet um die CHF 65 (bei fotichaestli.ch), das iRig MicLav als einzelnen Mikrofon kostet CHF 50 (bei Musix.ch). Das VT506 Mobile kostet CHF 198 (bei AudioBauer Pro).

 

Ein genialer kleiner Adapter

Bei Interviews verwende ich immer einen Kopfhörer. So kann ich den Klang wirklich gut überwachen und erlebe beim Schnitt keine bösen Überraschungen.

Bei den Lavaliermiks ist es nur beim iRig MicLav möglich, einen Kopfhörer anzuschliessen.

Doch nun gibt es eine Alternative!

Passend zu den Mikrofonen fürs Smartphone habe ich nämlich ein tolles Gadget entdeckt: Einen Adapter für drei Stecker, den SC6 von Røde.

Zwei der 3,5mm-Buchsen sind Mikrofoneingänge, die dritte ist ein Kopfhörerausgang.

Der TRRS-Stecker des Adapters ist mit dem Smartphone kompatibel. (Für die Verwendung mit einer DSLR-Kamera bräuchtest du einen TRRS-TRS-Adapter.)

Damit habe ich meinen Kopfhöreranschluss zurück!

Auch zwei unterschiedliche TRRS-Miks lassen sich damit kombinieren, man muss nicht unbedingt zwei gleiche Mikrofon-Modelle verwenden.

Das kleine Gerät könnte also das iRig MicLav 2Pack ersetzen, wenn man den Klang ungenügend findet und lieber mit einem anderen Lavaliermik arbeitet.

Ich habe den Adapter getestet – er funktioniert bestens. Er ist bei fotichaestli.ch für 16 CHF erhältlich.

 

Achtung: Wenn du mit der normalen Kamera-App filmst, funktioniert die Kopfhörerbuchse des SC6 nicht. Das liegt aber nicht am Adapter, sondern an der App. Du brauchst eine Video-App, die das Audiomonitoring unterstützt, zum Beispiel die Filmic Pro App.

 

Welches Mik ist Dein Favorit?

Schreib mir doch, welches Mikrofon Du bevorzugst, und warum!

In meinem aktualisierten < Mikrofon-Ratgeber findest Du alle Modelle, die ich empfehle, mit Vor- und Nachteilen.

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone