Search: videoschnitt

KineMaster Tutorial: Ich zeige Dir, was diese Videoschnitt-App alles kann

KineMaster ist die beste Videoschnitt-App für Android. Finde ich.

Und es ist auch eine gute Alternative zu iMovie auf dem iPhone. Vor einigen Wochen machte ich einen Vergleich von 5 verschiedenen Apps zum Videos schneiden, KineMaster ist eine davon. Den Vergleich findest Du hier.

(KineMaster im App Store / bei Google Play)

Im Video-Tutorial stelle ich die App KineMaster ausführlich vor. Und hier im Artikel liste ich die wichtigsten Sachen auf, die mich an KineMaster so begeistern.

Intuitiv und vielseitig

Mit dem KineMaster kannst Du…

  • Hochformat, Breitformat und quadratische Videos schneiden
  • Emojis einfügen
  • mit dem Finger aufs Display malen
  • zwei Spuren schneiden
  • bei der Tonbearbeitung Keyframes setzen
  • den Audiopegel einstellen
  • ein Video schneller und langsamer machen

Gratis- und Pro-Version:

KineMaster gibt’s als Gratisversion. Die Videos haben dann ein Wasserzeichen drauf.

Die Pro-Version kostet monatlich CHF 5.50 oder jährlich CHF 44.

In der Pro-Version ist natürlich das Wasserzeichen weg. Dazu gibt es:

  • Sound-Effekte und eine Musik-Auswahl
  • Textvorlagen
  • Übergänge
  • Stickers zu ganz verschiedenen Themen
  • Filter

Persönliche Vorlieben

Ich persönlich schneide lieber auf einem Rechner als auf dem Smartphone. Aber für kleine Familienfilme benutze ich manchmal ganz gerne auch das Smartphone und schneide ein Video so auch mal, während wir noch unterwegs sind – z.B. auf dem Heimweg von einem Ausflug.

Beim KineMaster finde ich vor allem die verspielten Elemente cool. Zum Beispiel die Emojis und Handgekritzel, die ja auch in Instagram Stories sehr beliebt sind. Da kann ich im KineMaster wirklich sehr kreativ werden.

Da hat KineMaster sogar den „grossen“ Programmen etwas voraus:

Handschrift kann ich im Premiere Pro auf dem Rechner nicht hinein nehmen. Emojis und kleine Animationen brauchen einige Umwege im Profiprogramm.

 

10 Tipps für bessere Videos

Ein Video entsteht bereits beim Filmen, nicht erst im Schnitt.

Deshalb ist es wichtig, dass Du da schon die richtige Technik anwendest. Dann ist der Schnitt einfacher und wird auch viel natürlicher und spannender.

Gerne gebe ich Dir 10 einfache, aber wirkungsvolle Tipps rund ums Thema Bildgestaltung, Pespektive, Cadrage, Kamerabewegung, Ton, Licht… Du kannst mein Video dazu schauen oder Dir gleich hier die 10 Tipps als PDF gratis herunterladen. Klick dafür aufs Bild!

Click here to subscribe

Videoschnitt-Apps für Android und iPhone – 5 Apps im Vergleich

Es gibt ganz viele verschiedene Apps, um auf dem Smartphone Videos zu schneiden. In diesem Blogpost stelle ich Dir fünf Schnitt-Apps vor.

  1. Adobe Premiere Clip
  2. KineMaster
  3. Cute CUT
  4. iMovie (nur für iPhone)
  5. LumaFusion (nur für iPhone)

Ich habe alle Apps ausprobiert und kann sie empfehlen.

Je nach Bedürfnis kannst Du eine andere App besser brauchen: Manche eignen sich für den schnellen Videoschnitt, andere bieten so viele Möglichkeiten wie ein Profi-Schnittprogramm, einige können nur Querformat, andere auch Hochformat und quadratisch. Und das Budget spielt auch eine Rolle.

 

1. Adobe Premiere Clip

Die App kann…

  • Clips kürzen und aneinander schneiden
  • „Zauberstab“-Funktion für automatischen, schnellen Videoschnitt
  • Ton für das gesamte Video lauter und leiser stellen
  • Musik darunter legen
  • Verlangsamen
  • Farben etwas bearbeiten
  • Titel einsetzen
  • Das Video am Schluss exportieren

Nachteile:

  • Nur Breitformat
  • Gestaltungsmöglichkeiten sehr begrenzt

Adobe Premiere Clip ist gratis.

Hier findest Du ein Tutorial von mir zur App Adobe Clip.

Basics für die schnelle und einfache Videoproduktion

Die App Adobe Premiere Clip ist ziemlich rudimentär. Du hast die wichtigsten Funktionen: Clips zusammenschneiden, kürzen, aneinanderfügen, verlangsamen; man kann den Ton lauter und leiser stellen, Musik darunterlegen, einen Titel einblenden oder Zwischentitel setzen.

Das reicht absolut, um ein Video aus den Ferien zusammenzuschneiden und etwas Musik darunterzulegen.

Die App ist einfach und intuitiv, man begreift sie sehr schnell.

Nachteil: Nur Breitformat, nur Basics

Der grosse Nachteil ist dafür, dass man mit den Funktionen schnell mal an die Grenzen kommt.

Zum Beispiel kann man nur Breitformat-Videos erstellen, keine hochformatigen oder quadratischen. Es ist nicht möglich, Texte über das Video zu legen, sondern man kann nur einzelne Texttafeln einfügen. Der Ton kann nicht variiert werden, sondern nur über den ganzen Clip lauter oder leiser gestellt werden.

„Zauberstab“-Funktion für automatischen Videoschnitt

Das tolle an der App finde ich die „Zauberstab“-Funktion. Damit kann man ganz schnell Videos zusammenschneiden.

Ich habe das auch schon mal mit meinen Kindern ausprobiert. Wir waren den ganzen Tag mit Freunden im Wald und ich habe zwischendurch ein wenig gefilmt. Als wir auf den Bus warteten, fragte ich meinen Sohn, ob er das Video zusammenschneiden möchte.

Er war begeistert!

Ich öffnete die Adobe Clip App, sagte ihm, er solle alle Videos vom Wald auswählen und hinzufügen und dann den Zauberstab anklicken. Die App wählte eine Musik aus der Standard-Bibliothek aus und schnitt die Clips im Takt der Musik zusammen.

Zack, zack, hatten wir ein Video vom Nachmittag. Als der Bus kam, war das Video bereits fertig und wir hatten es an die Freunde verschickt.

Man kann auch jederzeit wieder in die Freiform-Funktion wechseln und die automatisch „gezauberte“ Version anpassen.

 

2. KineMaster

Die App kann…

  • Breit-, Hochformat und Quadrat
  • Zwei Videospuren, trimmen, schneiden
  • Videos drehen, spiegeln, verschnellern, verlangsamen
  • Audiopegel einstellen
  • Ton-Einblendungen, Tonbearbeitungen
  • Texte: Grosse Auswahl an Schriften, und Du kannst sogar Deine Handschrift aufs Video bringen
  • Musik herunterladen und aus der eigenen Datenbank verwenden
  • Farben bearbeiten
  • Stickers und Banners
  • Verschiedene Exporteinstellungen

Nachteil:

  • monatliche oder jährliche Kosten

Gratisversion: mit Wasserzeichen. Kaufversion: CHF 5.50/Monat oder CHF 44/Jahr.

Die Alleskönner-App

KineMaster hat richtig viele Funktionen.

Der grosse Vorteil ist, dass Du nicht nur Breitformat hast, sondern auch Hochformat und Quadrat. Oft werden diese Formate heute für Facebook, Instagram und andere soziale Plattformen eingesetzt.

Neben den Basics, die Du auch in Adobe Premiere Clip hast, hast Du mit KineMaster noch viel mehr Funktionen. Du kannst zum Beispiel den Ton nur für eine einzelne Sequenz lauter oder leiser machen, Ton ein- und ausblenden oder eine zweite Tonspur machen.

Du kannst auch eine zweite Videospur machen – zum Beispiel wenn Du bei einem Interview noch Stimmungsbilder einblenden möchtest, während das Audio vom Interview weiterläuft.

Kreativität mit Stickers und Handschrift

Es gibt eine recht grosse Musikdatenbank.

Mit Schriften, Farben, Stickers und Emojis kannst Du Dein Video ergänzen. Du kannst sogar von Hand ins Video hineinschreiben. Für verspielte Videos, wie man sie heute häufig auf Social Media sieht, ist das ideal. Du kannst also mit KineMaster Deine Kreativität voll ausleben.

Auch bei den Exportmöglichkeiten bleiben nicht viele Wünsche offen.

Für Android die beste App

Gerade für Android ist der KineMaster eine sehr gute Variante. Wenn man häufig Videos auf dem Smartphone schneidet und dabei einen grossen Spielraum beim Bearbeiten haben möchte, lohnt es sich.

Für iPhone gibt es eine ähnliche App, die ich aber noch besser finde: LumaFusion. Die stelle ich weiter unten vor.

Die App läuft auch auf iPads oder Android-Tablets. Das ist eine gute Alternative zum Smartphone – dort hast Du etwas mehr Übersicht dank dem grösseren Bildschirm.

Nachteil: Monatliche oder jährliche Kosten

Der Nachteil für mich ist, dass man bei der Gratisversion immer ein „KineMaster“-Wasserzeichen oben im Film hat. Das möchte ich auch bei meinen Ferienvideos nicht.

In der Kaufversion der App ist dieses Wasserzeichen weg. Auch die Auswahl an Stickers und Musik ist in der Kaufversion noch grösser.

Leider ist es aber kein Einmal-Kauf, sondern kostet pro Monat CHF/€ 5.50. Oder pro Jahr CHF 44/€ 45.99.

Das ist sicher für viele Leute schon recht viel, vor allem, wenn man nur hin und wieder mal ein Video schneidet oder schon auf dem Computer ein grosses, teures Schnittprogramm hat.

Und auch wenn es nach wenig Geld klingt, summieren sich doch die Kosten für solche Abos schnell und werden unübersichtlich.

 

3. Cute CUT

Die App kann…

  • Breitformat, Hochformat, Quadrat
  • Zwei Videospuren
  • Videos drehen, spiegeln, verschnellern, verlangsamen
  • Ton-Einblendungen, Tonbearbeitungen, Tonspur trennen
  • Audiopegel anzeigen
  • Off-Text aufnehmen
  • Texte: Grosse Auswahl an Schriften, Handschrift möglich
  • Farbbearbeitung
  • Formen rein

Nachteile:

  • Keine Sticker
  • Kein 4K!
  • Fehlende Audiopegel-Anzeige
  • Sehr langsam, reagiert manchmal nicht so gut

Gratisversion: mit Wasserzeichen, Begrenzung auf 30 Sekunden Video beim Export. Kaufversion: kostet einmalig CHF 6/€ 6.99.

Kreatives Tool für einen guten Preis

Cute CUT kann fast so viel wie der Kine Master. Wem der Kine Master also zu teuer ist, ist mit Cute CUT gut bedient.

Auch hier kannst Du mit zwei Videospuren arbeiten, Musik darunterlegen, den Ton gut bearbeiten, aufs Video malen, verschiedene Schriften wählen, das Video verschnellern und verlangsamen, die Farbe bearbeiten etc.

Es ist ein sehr kreatives Tool. Die Auswahl der Funktionen ist fast so gross wie bei einem Profi-Programm.

Nachteile: Video-Export nicht in 4K, läuft sehr langsam

Du kannst mit Cute CUT nur HD 1080 exportieren und nicht 4K. Das reicht zwar in den meisten Fällen. Aber wenn ich schon 4K gefilmt habe, möchte ich auch die Möglichkeit haben, das fertige Video in dieser Auflösung zu haben.

Ich habe mit Cute CUT auch schon in meinen Video-Workshops gearbeitet, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis ist wirklich super.

Trotzdem war ich nie ganz glücklich damit.

Der Grund: Die App ist teilweise recht langsam. Bis sich etwas öffnet, bis ich weiterarbeiten kann, geht es manchmal einfach zu lang. Man ist dann nie sicher, ob man einfach warten muss, oder ob die App hängt. Vielleicht ist die App auch deshalb nicht auf 4K-Videos ausgelegt.

 

4. iMovie (nur für iPhone)

Die App kann…

  • Breitformat
  • Zwei Videospuren (auch Bild-in-Bild)
  • Bild verschnellern, verlangsamen
  • Texte (beschränkt auf Vorlagen)
  • Musik (Auswahl klein)
  • Stickers und Banners
  • Tonspur trennen
  • Off-Text aufnehmen
  • Mit Vorlagen einen schönen Trailer gestalten

Nachteile:

  • Kannst Video nicht drehen
  • Keine Farbbearbeitung, nur Farbfilter
  • Keine Stickers
  • Übergänge sind mühsam
  • Keine grossen Spielereien (ausser Trailer-Funktion)
  • Musik und Schriften: Auswahl klein
  • Kein Audiopegel

iMovie ist gratis.

Zu iMovie habe ich ein ausführliches Tutorial gemacht.

Hervorragende Gratis-App

Dafür, dass iMovie gratis ist, kann es wahnsinnig viel. Du kannst mit zwei Videospuren arbeiten, den Ton ein- und ausfaden, Du kannst mit verschiedenen Farbfiltern arbeiten, Texte und Musik einfügen etc.

Für die meisten Bedürfnisse reicht iMovie sehr gut. Wenn’s darum geht, ein schönes Ferienvideo zu erstellen, ist die App super.

Nachteil: Nicht sehr flexibel, weiche Übergänge, nur Breitformat

Bei den Vorlagen, was Text, Musik, Gestaltungsmöglichkeiten angeht, gibt es nicht so viel Auswahl.

Ich kann vielleicht auswählen, ob der Titel oben oder unten im Bild sein soll, aber ich kann ihn zum Beispiel nicht vergrössern oder die Schrift beliebig ändern. Wenn Du also gerne mit Text in Video arbeitest, bist Du mit iMovie schnell an der Grenze.

Was mich auch sehr stört bei der App, ist, dass es immer am Anfang eine Überblendung macht, wenn ich Videos in die Timeline hineinnehme. Das wirkt unprofessionell. Profis arbeiten eigentlich immer mit harten Übergängen. Ich kann das zwar ändern, muss das aber bei jedem Schnitt manuell anpassen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass man nur Breitformat bearbeiten kann. Heute braucht man für die verschiedenen Sozialen Medien aber auch andere Formate. Instagram-TV nimmt zum Beispiel nur hochformatige Videos. Wenn man vor allem für Social Media Videos produziert, ist iMovie also ungeeignet.

 

5. LumaFusion (nur iPhone)

Die App kann…

  • Breitformat, Hochformat, Quadrat
  • Mehrere Videospuren
  • Mehrere Audiospuren die ich mit Reglern verschieben kann
  • Videos drehen, spiegeln, verschnellern, verlangsamen
  • Ton-Einblendungen, Tonbearbeitungen, Tonspur trennen
  • Audiopegel
  • Off-Text aufnehmen
  • Texte: Grosse Auswahl an Schriften
  • Farbbearbeitung
  • Sehr viele Farbfilter
  • Verschiedene Vignetten
  • Unschärfen
  • Marker setzen
  • Viele verschiedene Exportmöglichkeiten

Nachteile:

  • Relativ kleine Auswahl an Musik

LumaFusion kostet CHF 20/€ 21.99.

Profi-Schnittprogramm fürs iPhone

LumaFusion ist praktisch ein Profi-Schnittprogramm. Es bietet so viele Möglichkeiten! Und die App ist auch super aufgebaut, sie ist übersichtlich und man kann zügig damit arbeiten.

Sie bietet alle Features, die ich bei den anderen Apps bereits aufgezählt habe. Aber bei der Farb-, Bild- und Tonbearbeitung habe ich nochmals viel mehr Möglichkeiten und kann wirklich in die Tiefe gehen.

Ich habe diverse Bildformate, aus denen ich wählen kann, und auch beim Export habe ich verschiedene Möglichkeiten und Einstellungen.

Audiopegel für die optimale Tonbearbeitung

Ich habe (wie Kine Master) einen Audiopegel – das finde ich sehr wichtig. Wenn ich ein Video beim Bearbeiten anhöre, zeigt es mir auf der Seite an, wie laut es ist. Je nachdem, was für Boxen oder Kopfhörer ich habe, kann ich es beim Bearbeiten nur nach gehört gar nicht genau einschätzen. Da hilft der Pegel.

Vor allem Interviews müssen laut genug sein, dass Leute sie auch beim Anschauen mit Kopfhörern im Zug gut verstehen.

Fairer Preis

Die App kostet CHF 20. Das klingt nach viel Geld, weil wir uns gewohnt sind, dass Apps gratis sind. Aber für dieses Programm ist es ein sehr fairer Preis.

Fürs iPhone finde ich LumaFusion definitiv eine bessere Wahl als Kine Master.

 

Für grössere Projekte wechsle ich zum Computer

Als ich vor einigen Wochen ein Projekt in Luma Fusion geschnitten habe, war ich wirklich begeistert. Ich kann die App sehr empfehlen.

Aber: Auch wenn die App eigentlich alle Funktionen mitbringt, die man braucht, schneide ich grössere Projekte dennoch lieber am Computer als auf dem Tablet oder auf dem Smartphone.

Mir fehlen die Kurzbefehle, die ich mit einer Tastatur habe. So bin ich immer weniger schnell, als wenn ich auf meinem MacBook mit Premiere Pro oder Final Cut arbeite.

Wenn es Dir ähnlich geht: In Kürze werde ich Dir hier im Blog und auf meinem YouTube-Kanal meine liebsten Schnittprogramme für die Arbeit am Laptop oder Desktop-Computer vorstellen.

 

Alles kompakt als PDF

Ich habe meine Video-App-Empfehlungen als Ratgeber zusammengestellt. Du kannst ihn Dir gratis herunterladen.

Hast Du Fragen oder Ergänzungen? Dann schreib mir einen Kommentar zu diesem Post!

Click here to subscribe

Power of Video: 5 Gründe, warum auch Du Videos nutzen solltest

„Video ist das Medium der Zukunft“ – das war wie ein Mantra der Marketing-Forschung in den letzten Jahren. Der Boom hält an.

Dazu kommt, dass die Personalisierung immer wichtiger wird. Video macht das möglich.

  • Mittlerweile nutzen 87% der Unternehmen Video für ihr Marketing (2017: 63%)
  • 83% finden, es lohne sich (der Return on Investment sei gut)
  • 2/3 der Menschen lernen ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung am liebsten durch ein Video kennen (Artikel: 15%, Infografik: 4%, Bedienungsanleitung: 3%)

Quelle: Wyzowl.com

Videokonsum in Deutschland

Kürzlich veröffentlichte die Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) zusammen mit YouTube eine Studie über den Videokonsum in Deutschland. Der ist ungebrochen.

Ich selber war überrascht, wie gross der TV-Anteil noch ist. Aber YouTube ist unterdessen ein wichtiger Player.

Quelle: AGF

Der Konsum von Online-Video wächst weiter:

Cisco, Mark Zuckerberg und andere Analysten gehen davon aus, dass 2021 80% der Inhalte im Netz Videos sein werden.

Kostenlose Probelektion Videokurs

 

1. Informationswunder

Untersuchungen zeigen, dass unser Hirn Bilder 60’000 mal schneller aufnimmt als Text. 60’000 mal. Wahnsinn!

Videosequenzen sind nichts anderes als aneinandergereihte Bilder.

Video bringt unser Hirn in Höchstform.

Video kombiniert verschiedene mediale Ebenen und liefert dem Zuschauer alles in einem Paket: Bilder, Ton, Dialog, Musik, Einblenden von kurzen Texten.

Im Videoschnitt verweben wir all das sanft und übergangslos. Wir kreieren eine Einheit, die es uns erlaubt, eine fast endlose Anzahl von Informationen in kürzester Zeit aufzunehmen.

Der Film, ein kompaktes Informationswunder

Dank der überlappenden Ebenen berühren wir den Zuschauer. Wir schenken ihm Wörter und Emotionen, die in Bildern dargestellt sind. Der Lerneffekt passiert fast nebenbei.

Eines meiner Lieblingsvideos auf YouTube ist dieser Kurzfilm – schau ihn Dir unbedingt kurz an!

The Power of Video und The Power of Words. Wörter haben Power. Wickelt man sie in Film, hinterlegt sie mit Musik und erzählt eine berührende Story, werden ihre Möglichkeiten fast grenzenlos.

Wir wollen lernen und zwar schnell

Bewegtbild hat in der heutigen Informations-Welt einen riesigen Impact. Wissen will im Fast-Food-Stil konsumiert werden. Weiterbildungen sollen nebenbei geschehen. Die verschiedenen Informationsebenen im Video unterstützen dieses Ziel bestens.

Ein sehr schönes Beispiel dazu stammt von YouTube selber:

YouTube zeigt uns vor, was mit Video alles möglich ist. Das Video ist schon älter, drückt es aber perfekt aus.

 

2. Beziehung aufbauen

Einmal sass ich mit meinem Mann in Rapperswil am See. Vor unserer Bank standen zwei Männer, die sich miteinander unterhielten. Ich überlegte die ganze Zeit, von wo ich den einen kannte. Ich hatte das Gefühl, ich hätte mit ihm mal im Lehrervolley gespielt.

Ich war kurz davor, ihn darauf anzusprechen, als mein Mann mir erklärte, das sei der bekannte Schweizer Fussballexperte Alain Sutter. Ich kannte ihn also nur vom TV – und er hätte keine Ahnung gehabt, wer ich bin. Ich war ganz froh, dass mein Mann mich noch kurz aufklärte… 😉

Was macht eine Beziehung aus?

Wir sehen einen Menschen, hören seine Stimme und beobachten seine Mimik. Langsam wird er uns vertraut. Wir fühlen uns verbunden, ihm nahe, er scheint uns autenthisch.

Haben wir uns schon mal getroffen? Nicht zwingend.

Videos können diese Wirkung haben.

Wir begleiten einen Menschen auf dem Bildschirm, immer wieder und in verschiedenen Situationen. Vielleicht hilft uns dieser Mensch, ein Problem zu verstehen. Vielleicht gibt uns dieser Mensch in einem Tutorial seine persönliche Expertise weiter. Oder er lässt uns ein Stück seines Weges mit ihm gehen.

Die Person wird uns vertraut, als ob wir sie persönlich kennen würden.

Vertrauen entsteht

Wenn wir eine Person regelmässig sehen, wenn sie uns einen Mehrwert bietet, uns berührt, begeistert und mit Authentizität überzeugt, dann entsteht Vertrauen.

Aber nicht nur in diese Person, sondern auch in ein Produkt und/oder eine Marke. Denn auch diese haben durch das Video ein Gesicht bekommen. Eben: The Power of Video.

„Ich kenne Sie!“

So sprach mich vor einigen Wochen ein Mann an. Er bat mich um eine Offerte. „Es fühlt sich einfach richtig an“, meinte er begeistert, „als ob wir uns schon lange kennen würden.“

In der Tat hatten wir uns noch nie getroffen oder zusammen gesprochen.

Er kannte mich von meinen Videotutorials und hatte Vertrauen in mich und meine Kompetenzen aufgebaut. The Power of Video hatte ihn überzeugt.

Solche Begegnungen habe ich immer wieder!

Erfolgsbeispiele gibt es viele

So macht es auch Horst Lüning, der Whisky-Kenner. Horst zeigt der Welt, wie man mit Video ganz einfach eine Beziehung schafft!

Sein beliebtestes Video wurde über eine halbe Million mal angeschaut. Und dabei hat Horst weder viel für seine Videos ausgegeben, noch sieht er aus wie ein Superstar.

Horst hat für sich genau das Erfolgsrezept entdeckt, von dem ich hier spreche: Beziehung aufbauen, Vertrauen schaffen.

Die wichtigsten Grundelemente

Horsts Videos sind einfach gemacht. Er stellt eine Kamera auf, die auf ihn zeigt, und verköstigt und kommentiert vor den Zuschauern verschiedene Whiskys. Daran ist wirklich nichts Besonderes.

Aber die wichtigsten Grundelemente einer Videoproduktion stimmen:

  • Das Licht ist angenehm – man sieht Horst gut.
  • Die Tonaufnahme ist professionell – man hört Horst gut.

Vor laufender Kamera schenkt sich Horst andächtig Whisky ein, schwenkt ihn hin und her, riecht daran, nimmt einen Schluck und lässt die Zuschauer an seinem Trinkerlebnis teilhaben. Die Videos verlinken zu seinem Onlineshop.

Prost, Horst! Whisky-Liebhaber kennen Horst und trinken mit ihm, als ob er ihr Trinkgenosse wäre.

Live-Video als Zusatzfeature

Zwei Neuerungen gibt es aber bei Horst: Mittlerweile ist auch sein Sohn und Nachfolger in den Videos dabei, und sie nutzen auch regelmässig Live-Video.

Das Grundkonzept ist aber immer das gleiche. Es wird Whisky degustiert und fachmännisch darüber gesprochen.

Mit seinem Konzept hat er grossen Erfolg: Knapp 50’000 Abonnenten hat er auf seinem YouTube Kanal, mehr als 31 Millionen Aufrufe.

Diese Zahlen stammen von Mai 2019: Beim ersten Erscheinen dieses Blogposts im Mai 2015 waren es noch 20’000 Abonnenten und nur 3 Millionen Aufrufe – die Erfolgsgeschichte ging also steil weiter!

 

3. Soforthilfe dank Video

Horst Lüning, der Whisky-Kenner, wird öfters zu Degustationen eingeladen. Und er sagt regelmässig dankend ab.

Seine Begründung: „Ich mache lieber Videos!“

Bei Degustationen beschränkt er sein Wissen auf die anwesenden Leute, auf einen Zeitpunkt und auf einen Ort. Seine Videos vermitteln hingegen sein Know-how einem grösseren Publikum – egal wo, wann und wem.

Bei Degustationsveranstaltungen baut er einen Zaun um sein Können, auf YouTube gibt es keine Schranken.

Dank Power of Video kommt Horst an die Leute ran. Das kannst Du auch für Dich nutzen:

Video-Support auch im B2B-Bereich

„Schickt mal eure Spezialistin vorbei, wir haben ein Problem!“ Die Spezialistin kommt und erklärt zum x-ten Mal den gleichen Ablauf. Bereits summt ihr iPhone, sie sollte an einem weiteren Ort sein und noch einmal dasselbe zeigen.

Videoanleitungen bieten für wiederkehrende, einfachere Aufgaben und Probleme die ideale Lösung. Kostengünstig und effizient, da sie gleichzeitig mehrere Leute erreichen.

„Schickt mal eure Spezialistin vorbei, wir haben ein Problem.“ – „Klar, wir senden euch gleich den Link zur Spezialistin!“

Webinare für FAQ

Webinare, das sind Videoseminare im Internet, ermöglichen ebenfalls einen interaktiven Online-Support. Bei Webinaren werden die Fragen der Teilnehmenden live von Spezialisten beantwortet, wobei auch die anderen Webinargäste profitieren.

Auf Video aufgezeichnete Webinare stellen zudem eine ausgezeichnete Know-how-Quelle dar, auf die wieder und wieder zugegriffen werden kann.

Egal von wo und von wem. The Power of Video halt.

„Ich sollte überall gleichzeitig sein können“

Eine Kursteilnehmerin meines Videoworkshops coacht Eltern und Lehrpersonen in Konfliktsituationen.

Regelmässig reist sie durch die ganze Schweiz, verbringt Stunden unterwegs. Oft geht es bei den Besuchen darum, die gleichen Grundkenntnisse und Schritte zur Selbsthilfe zu erklären.

Das Bedürfnis für Hilfe und Unterstützung ist gross. Die Möglichkeit, sich in mehrere Stücke zu teilen gibt es nicht. Oder doch?

The Power of Video ist auch hier die Antwort.

Liefert die Beraterin ihre Grundkenntnisse zur ersten Selbsthilfe per Video, erreicht sie gleichzeitig – und ohne zu reisen – viele Leute. Somit unterstützt sie diese effizient und hat dabei mehr Zeit, sich um die schwerwiegenderen Fälle zu kümmern, die trotz Videotipps nicht klarkommen.

Video als Soforthilfe im Alltag

Einmal im Jahr entkalke ich unsere Kaffeemaschine und jedes Mal vergesse ich, welche Knöpfe ich dabei drücken muss. Geht es Dir auch so?

Ich stehe in der Küche, bereit, das in Angriff zu nehmen und mag jetzt nicht meine Schubladen nach einer Anleitung durchsuchen. Wo war die überhaupt?

Instinktiv ziehe ich mein Smartphone aus der Hosentasche – das haben wir eh alle immer dabei – tippe bei YouTube die relevanten Stichworte ein und werde fündig. Den Anleitungen folge ich schon, während das Video noch läuft, und kurz nachdem die Frau auf dem Bildschirm mit dem Entkalken fertig ist, beende auch ich die Arbeit.

Soforthilfe per Videotutorial, egal wann und wo. Praktischer gehts wirklich nicht!

 

4. Für jeden Lerntyp

Wie lernst Du? Mit den Augen, den Ohren oder den Händen?

Oft wird nach Lerntyp unterschieden: auditiv (Ohren), visuell (Augen) und kinästhetisch (Hände).

Mit Videoinhalten kann ich alle Lerntypen abholen: den visuellen Typ mit Videobildern, den auditiven mit Dialogen, Interviews und Off-Texten. Und da die meisten Leute eine Kobination dieser beiden Lerntypen sind, nehmen sie Inhalte über Video sehr rasch auf.

Aber wie holen wir den kinästhetischen Lerntyp ab?

Mit Tutorials. Wenn wir im Video Schritt für Schritt zeigen, wie eine Rose richtig geschnitten wird, kann der Lernende das Smartphone ins Rosenbeet legen und gleich mitschneiden. Ich sag’s schon lange: Video hat Power und steht anderen Medien voran!

Mit Video zum Lernerfolg

Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich der Lernerfolg erhöht, wenn mehrere Sinneskanäle gleichzeitig eingesetzt werden.

Hören wir Informationen, behalten wir davon im Schnitt magere 20%. Sehen wir den gleichen Lernstoff, schaffen wir es schon auf 30%. Bei einer Kombination des Auditiven mit dem Visuellen erreichen wir bereits 50%.

Den Lerneffekt erhöhen wir auf 70%, wenn wir über das Gelernte sprechen, es weitergeben und teilen.

Diverse Social Media Kanäle ermöglichen nicht nur eine Integration von Video und anschliessende Diskussionen und Kommentare zum Thema, sondern laden regelrecht dazu ein.

90% vom Gelernten behalten: The Power of Video

Es kommt noch besser: Wenn wir Informationen hören, sehen und über sie sprechen und zudem das Gelernte aktiv umsetzen, schaffen wir ganze 90%. (Quelle: brainfit)

Und wie soll das bitte gehen?

Am besten wieder mit einem Videotutorial: „Setze die Schere so nah am Stil der Rose an…“ Auch Videos, die keine Anleitungen sind, können zu einem aktiven Schritt auffordern:

  • Wenn ich am Ende des Videos sage: „Abonniert doch gleich meinen Kanal“
  • In der Beschreibung des Videos geschrieben: „Folgt diesem Link zu meinem E-Book“
  • Oder mit einem „Call to Action-Button“ zum Video auf Facebook

Anwendervideo für alle Lerntypen

Ein gutes Beispiel dafür, wie Lernvideos aussehen können, gibt die Schweizer Firma Lascaux in ihrer Anleitung zum Reinigen von Pinseln.

Das Anwendervideo ist klar aufgebaut und gibt Schritt für Schritt Anweisungen, denen Zuschauer zeitgleich folgen können, und Tipps. Das Video spricht alle Lerntypen an.

Videokurse für alle Lerntypen

Nicht nur Videos sprechen verschiedene Lerntypen an, sondern auch meine Videokurse. Teilnehmende hören und schauen zu, bekommen Wissen vermittelt, diskutieren über Fragen und Antworten, legen selber Hand an und setzen das Gelernte um.

So bleibt Wissen hängen.

 

5. Gut sichtbar im Netz

YouTube macht Videos sichtbar. Wollen wir etwas wissen, suchen wir nach einer Information, schauen wir gerne auf YouTube nach. Nicht umsonst ist YouTube nach Google die zweitbeliebteste Suchmaschine.

Die Wahrscheinlichkeit, dass unser Video zu einem bestimmten Thema auf YouTube gefunden wird, ist gross.

Aber auch Google zeigt Videos bei den Suchresultaten gerne hoch oben an, denn YouTube ist eine Tochterfirma von Google.

Google mag Beiträge mit Videos

Suche ich zum Beispiel bei Google nach „Orangen verzieren“, erscheint ein Video zu diesem Thema bereits an dritter Stelle. Ich könnte wetten, dass Deine Augen auch sofort zum Vorschaubild des Videos wandern, anstatt sich beim Text des ersten Suchresultates aufhalten!

Das Video ist einfach und unspektakulär gemacht, aber nützlich: Und wenn ein Video eine konkrete Frage beantwortet (in diesem Fall, wie ich eine Orange hübsch aufschneiden kann), dann drücken wir in Punkto Qualität auch mal ein Auge zu.

Filme werden gerne geteilt

Wer mag schon keine Filme? Dass wir Menschen lieber Video schauen als lange Texte lesen, zeigt sich auch im Share-Verhalten von Social-Media-Usern. Auf Twitter allein gibt es pro Minute mehr als 400 Tweets, in denen YouTube-Links geteilt werden!

Aber auch Facebook pusht seinen Videobereich stark. Vor allem die Videos, die direkt in Facebook hochgeladen werden, sowie Live-Videos.

Täglich sollen weltweit auf Facebook über eine Milliarde Mal Videos geschaut werden. Stell Dir das mal vor!

Da sag ich nur noch eins: The Power of Video ist enorm – mach ihn Dir zunutze!

Auch Du kannst gute Videos machen!

In meinem Onlinekurs „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt“ nehme ich Dir die Angst vor der Kamera.

Sowohl als Produzent*in und Interviewer*in als auch als Moderator*in gewinnst Du. Hol Dir jetzt die kostenlose Probelektion mit einem Klick aufs Bild:

Kostenlose Probelektion Videokurs

Videos schnell produzieren mit Instagram, VivaVideo oder Google Photos

Kürzlich las ich in einem Artikel der Washington Post, dass im Jahr 2020  80 Prozent des Inhaltes im Internet Videos sein werden. Das heisst, es werden immer mehr Videos produziert und veröffentlicht.

Das freut mich, denn Videos herzustellen ist toll und macht Spass – ist aber auch sehr aufwendig. Du brauchst eine Idee oder eine Geschichte, die du erzählst. Du machst dir Gedanken, wie du diese erzählst und filmst. Doch vor allem die Postproduktion, also die Nachbearbeitung, beansprucht sehr viel Zeit. Und oft bleibt der Film dort liegen. 

Es gibt zum Glück einige Apps, mit denen du bereits beim Filmen die Postproduktion vornimmst. In meinem letzten Blogpost „Mit Snapchat Videogeschichten produzieren“ habe ich Snapchat als „Videoproduktions-App“ kurz vorgestellt. Es gibt aber auch weitere Möglichkeiten, rasch und einfach Videos zu produzieren. Drei dieser Möglichkeiten stelle ich in diesem Blogpost vor.

Bestelle ein PDF mit einer Übersicht über die Apps für eine schnelle Postproduktion

Instagram: Clips im quadratischen Format

Instagram ist ja vor allem für Fotos bekannt, doch ist es auch möglich, Videos zu veröffentlichen. Diese durften früher maximal 12 Sekunden lang sein, seit kurzem sind 60 Sekunden erlaubt.
Das Tolle an Instagram ist, dass ich den Schnitt bereits beim Filmen machen kann. Hierfür tippe ich auf den blauen Auslöse-Button, wähle „Video“ aus, tippe auf den roten Kreis und halte diesen gedrückt, um mit der Aufnahme zu beginnen. Nehme ich den Finger vom Kreis, halte ich die Aufnahme an. Sobald ich den Kreis wieder gedrückt halte, kann ich die Aufnahme fortsetzen und den nächsten „Videoshot“ aufnehmen. Der zweite Shot wird gleich an den ersten gereiht, dazwischen ist „ein Schnitt“.

Du siehst, der Aufwand ist sehr klein, weil du keine andere App oder Software brauchst, um die Clips zu einem Video zusammenzufügen. Falls erwünscht, kann ich einen Filter über das Video legen und das Video anschliessend gleich hochladen.

Eine Besonderheit ist, dass die Videos bei Instragram quadratisch sind. Nach dem Veröffentlichen kann ich das Video bei mir abspeichern und weiterverwenden.

 

VivaVideo: Filmen und Schneiden mit einer App

Es kann aber auch sein, dass ich ein Video nicht erst veröffentlichen will, damit ich es abspeichern kann. Diese Möglichkeit bietet VivaVideo. Diese App gibt es sowohl für iPhones, als auch für Android-Geräte. VivaVideo funktioniert sehr ähnlich wie Instagram: Auch hier filme ich einzelne Sequenzen, welche sich gleich automatisch aneinanderreihen. 

Anders als bei Instagram kann ich die Sequenzen im Nachhinein aber auch nochmals kürzen oder die Reihenfolge ändern. Ich kann VivaVideo also fürs unmittelbare Filmen und Schneiden in einem Schritt verwenden, aber auch als „Schnittapp“ mit den Funktionen, die ich beispielsweise von iMovie kenne.

Bei Bedarf kann ich einen Filter darüber legen, Text hinzufügen oder mit Musik ergänzen – Letzteres ist bei Instagram nicht möglich. Du siehst, VivaVideo bietet mehr Möglichkeiten als Instagram. Und dass ich das Video nicht erst veröffentlichen muss, um es abspeichern zu können, ist für mich ein sehr grosser Vorteil. Erst kürzlich habe ich unsere Kids gefilmt, um es ihrem Papi zu schicken. Gerade bei privaten Aufnahmen will ich das Video nicht veröffentlichen, sondern direkt privat versenden.

Wenn du die kostenlose Version von VivaVideo nutzt, hat das Video ein kleines Wasserzeichen unten rechts. Es gibt aber auch eine Pro-Version und ich nehme an, dass das Wasserzeichen dort wegfällt.

Links:

Google Photos Auto Awesome: So awesome kann Filmemachen sein

Die allerschnellste Variante, um Videos zu produzieren, ist die Funktion „Auto Awesome“ von Google Photos. Das funktioniert so: Wenn du mit deinem Smartphone Fotos machst, kannst du diese direkt in Google Drive speichern. Wenn du an einem Tag viele Fotos und Videos hochlädst, macht Google daraus eine Fotostrecke beziehungsweise ein Video daraus. Das heisst, ich sammle einfach alle Bilder und Google übernimmt den Schnitt.

Den Film kann ich im Nachhinein bearbeiten, ich kann weitere Fotos hinzufügen oder verwendete Fotos wieder rausnehmen. Google fügt übrigens auch Musik hinzu oder legt einen Filter über den Film.

Ich habe hier ein Beispiel von einem solchen Auto Awesome Video:

Dieses Material schnitt ich auch im iMovie, um die App auf dem iPhone vorzustellen.  Was mich erstaunt: Das automatisch erzeugte Video von Google ist sehr ähnlich wie das, das ich manuell geschnitten habe. Die Unterschiede: Ich habe keinen solchen Weichfilter verwendet, weil mir harte Übergänge besser gefallen. Auch habe ich die Umgebungsgeräusche drin gelassen, weil ich es schön finde, wenn man hört, wie die Kinder reden oder wie das Wasser plätschert. Es hat einige „Anschlussfehler“ im Schnitt. Wenn ich den Beitrag manuell schneide, versuche ich natürlich solche Schnitte zu vermeiden.

Aber der manuelle Schnitt braucht Zeit und im Alltag kommt es oft vor, dass ich gar nicht dazu komme, das gesammelte Material zu einem Video zu verarbeiten. Deshalb finde ich Google Photos Auto Awesome eine gute Möglichkeit, rasch und gratis meine Videos von Google zusammen schneiden zu lassen, um unsere Erinnerungen festzuhalten.

Übrigens kann ich die Videos von Google im Nachhinein nochmals bearbeiten. Das heisst, ich kann mir die meiste Arbeit abnehmen lassen und später Anpassungen vornehmen.

Fazit

Mit Instagram, VivaVideo und Google Photos Auto Awesome ist es ein Kinderspiel, kurze Videoclips zu produzieren. Vor allem für kleine „Stimmungsberichte“ eignet sich diese Art von Videoschnitt.

Willst Du aber volle Kontrolle über Deine Postproduktion, den Ton bearbeiten, den Schnitt auf die Musik anpassen, Clips rausschneiden, andere wieder einsetzen usw., dann empfehle ich Dir iMovie für das iPhone.  Für Android ist VideoShow eine Variante.

Bestelle ein PDF mit einer Übersicht über die Apps für eine schnelle Postproduktion

Video-Apps für Android und Windows Phones

Video-Apps

Heute hat jedes Smartphone eine ziemlich gute Kamera eingebaut, mit der wir immer und überall filmen können. Zahlreiche Apps helfen uns, die Filme noch zu verbessern.

Ich kenne die Apps vor allem auf dem iPhone. Mit Video-Apps auf anderen Smartphones habe ich sehr wenig Erfahrung. Florian, den ich durch Twitter kenne (@smartfilming), hat selber viele Apps getestet und sich bereit erklärt, sein Wissen in einem Interview weiterzugeben.

Zum Filmen benutze ich auf dem iPhone oft die App FilmicPro. Was ich an der App vor allem schätze und auch benutze sind das Audiomonitoring (ich sehe die Lautstärke als Pegel) und dass Blende und Fokus getrennt sind. Das gleiche bietet auch die App MoviePro.

Gibt es Apps wie Filmic Pro für andere Smartphones?

Für Android gibt es seit einigen Monaten tatsächlich auch eine App, die mit „FilmicPro“ etc. vergleichbar ist. Cinema FV-5“ bietet eine ganze Reihe an manuellen Einstellungsmöglichkeiten, die einem helfen, Videos professioneller mit dem Smartphone herzustellen. Ganz wichtig ist sicher die Funktion zum Fixieren der Belichtung (leider nicht für alle Android-Geräte verfügbar), aber auch ein visueller Audiopegel, bzw. die Möglichkeit des Audio-Monitorings via Kopfhörer. Auch das Einstellen der Framerate ist manchmal sehr relevant, nämlich dann wenn die Bilder im TV verwendet werden sollen.

Eigentlich alle Camcorder-Apps orientieren sich in der Grundeinstellung am US-TV-Standard von 30 Bildern pro Sekunde (fps), in Europa ist der Standard jedoch 25 fps. Deshalb ist es in solchen Fällen wichtig, dass man auch mit 25 fps aufzeichnen kann, um Probleme bei der Post-Produktion und letztlich beim Endprodukt zu vermeiden. Wenn man „nur“ fürs Web produziert (was ja immer häufiger vorkommt), dann ist diese Sache jedoch nicht so wichtig. Android hat ausserdem den Vorteil, dass es mit dem Samsung Galaxy S4 Zoom, bzw. dessen Nachfolger, dem K Zoom, die einzigen Smartphones mit optischem Zoom (sogar 10-fach!) im Sortiment hat, das bietet nicht einmal das iPhone. Ein optischer Zoom kann ungemein von Vorteil sein, da man dadurch von derselben Position aus verschiedene Einstellungsgrössen drehen kann. Gerade auch als Journalist hat man nicht immer die Möglichkeit, mit dem Smartphone so nah wie gewünscht an Personen oder Objekte heranzukommen, wie man es ohne optischen Zoom für bestimmte Einstellungen tun müsste – da hilft ein optischer Zoom ungemein. Die beiden Geräte haben zudem einen sehr guten optischen Bildstabilisator, der S4 Zoom sogar ein integriertes Stativgewinde – man braucht keine Extra-Halterung wie bei anderen Smartphones, die man auf ein Stativ bauen will. Klar, die Geräte sind für ein modernes Smartphone ziemlich klobig, besonders der S4 Zoom, aber wer ein Smartphone dezidiert mit dem Hintergedanken kauft, damit Video zu produzieren, für den sind diese Geräte eine echte und sogar günstigere Alternative als ein iPhone!

Für Windows Phone fehlt derzeit noch eine App, die einem weitgehende manuelle Kontrolle beim Filmen gibt. Das ist insofern besonders bedauerlich als die High-End-Geräte der Lumia-Reihe ganz hervorragende Carl-Zeiss-Objektive mit optischer Bildstabilisation und grosser Lichtstärke verbaut haben. Lediglich Fotographen bekommen derzeit z.B. in den Apps „Nokia Camera“ und „Clever Camera“ volle manuelle Kontrolle, u.a. über die Verschlusszeit und den ISO-Wert. Es wäre wünschenswert, dass dies endlich auch für Video möglich ist. „Nokia Camera“ bietet immerhin die Möglichkeit, die Framerate auf 25 fps einzustellen, unterstützt jedoch (noch) keine externen Mikrofone wie das SmartLav von Rode oder professionelle XLR-Mikros, die man via iRigPre an die Kopfhörer-Buchse des Smartphones anschliessen kann. Die native Kamera-App von Windows Phone unterstützt dagegen den Einsatz externer Mikros, man muss jedoch dafür mit den 30 fps Vorlieb nehmen. Interessanterweise gibt es mit „Video Camera Pro“ eine App, die über eine Funktion verfügt, die es derzeit in keiner anderen Videokamera-App gibt, nicht mal in „FilmicPro“ oder anderen iOS-Apps: Die Möglichkeit, den Fokus während der Aufnahme stufenlos zu verschieben. Dadurch lassen sich wunderbare Fokus-Verlagerungen realisieren. Leider scheint es unmöglich zu sein, die Dateien aus der App, bzw. vom Smartphone zur weiteren Verwendung herunter zu bekommen und das macht die Sache letztlich nutzlos. Der Entwickler scheint die App auch aufgegeben zu haben, trotz mehrfacher eMail-Anfrage bekam ich keine Rückmeldung.

Abschliessend lässt sich dazu vielleicht sagen, dass Apple mit iOS sicherlich vor allem im Bereich der Apps (noch) vorne liegt, gerade was die Vielzahl der guten Medien-Apps anbelangt. Wer jedoch behauptet, für Android und Windows Phone wäre in dieser Hinsicht der Zug längst abgefahren, der täuscht sich. Denn einerseits gibt es auch für diese Systeme gute Apps, andererseits zählt am Ende nicht die Quantität, sondern die Qualität: Es reicht, wenn in einem Bereich EINE sehr gute App erscheint, die bestimmte Funktionen erfüllen kann. Der Luxus, mehrere gute Apps von einer Sorte zu haben, wird Apple wahrscheinlich vorbehalten bleiben, aber es ist gut möglich (und teilweise schon geschehen), dass Android und Windows Phone die Lücke so schliessen, dass die Unterschiede mehr oder weniger Geschmackssache sind und nur noch in der Auswahl, nicht aber in der eigentlichen Funktionalität bestehen.

Wenn man unterwegs ist und ein Video gleich auf dem Smartphone schneiden will, gibt es hierzu auch verschiedene Apps. iMovie von Apple selbst ist eine davon. Ich finde das iMovie sehr bedienerfreundlich, in kurzer Zeit versteht man den Workflow und kann den eigenen Videoclip zusammen schneiden.

Folgende Möglichkeiten des iMovie für iOS Geräte schätze ich:

Trimmen, Schneiden, Fotos integrieren (sogar mit Ken Burns Effekt, Bewegung im Bild), zweite Videospur, mehrere Tonspuren (für Ambi, Musik und Off-Text), einfache Off-Text Aufnahmen,

Welche vergleichbaren Programme für andere Smartphones gibt es? Was können sie?

„iMovie“ hat sich mittlerweile wirklich zu einer hervorragenden mobilen Schnittlösung entwickelt, nur „Pinnacle Studio“ und mit Abstrichen „Cute Cut Pro“ können Apples Hausprodukt auf iOS das Wasser reichen. Es gibt zwar immer noch ein paar Sachen, die verbessert werden können, aber prinzipiell ist „iMovie“ ein richtiger Winner. Für Android gibt es mit „KineMaster“ eine ebenfalls vorzügliche Videoschnitt-App, die vieles kann, was „iMovie“ kann, teilweise sogar noch mehr. Grösstes inhaltliches Manko ist zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich die fehlende zweite Videospur (die Entwickler haben dies jedoch für eines der nächsten Updates angekündigt), dafür glänzt „KineMaster“ neben allgemein hervorragender Bedienbarkeit und Funktion mit einfachem Grading (Helligkeit/Kontrast/Sättigung), echten Audiohüllkurven mit Keyframes (um den Ton innerhalb eines Clips oder Audiotracks vorübergehend leiser oder lauter zu machen), Markern für die Timeline (um sich bestimmte Stellen zu markieren) oder dem Trim-to-Playhead-Befehl, der den Schnitt erleichtern kann. Es gibt jedoch zwei Wermutstropfen: Einerseits ist die App nicht für alle Android-Geräte verfügbar (eine detaillierte Liste mit den kompatiblen Geräten findet man auf der Webseite kinemaster.com), grösstes Ärgernis ist jedoch das unlängst eingeführte Abo-System. Ursprünglich kostete die App 2 Euro für einen unbegrenzten Nutzungszeitraum, nun benötigt man für den Export ohne Wasserzeichen („Made with KineMaster“) ein monatliches (knapp 4 Euro) oder jährliches (knapp 30 Euro) Abo. Dieser Schritt hat die App viel Sympathie gekostet und es wird sich zeigen müssen, ob sich der Hersteller damit einen Gefallen getan hat. Den Durchschnittsnutzer dürfte das teure Abo-System auf jeden Fall abschrecken. Man kann nur Hoffen, dass der Hersteller diese Politik nochmal überdenkt. Dass die Desktop-Videoschnittsoftware-Riesen Adobe und Avid mittlerweile auch Abo-Systeme eingeführt haben, taugt jedenfalls nur sehr bedingt als Ausrede.

Die einzige andere halbwegs brauchbare Videoschnitt-App für Android-Smartphones ist der „Andromedia Video Editor„, der der App „Splice“ auf iOS ähnelt. Ich rate jedoch aus verschiedenen Gründen von dieser App ab: Die App ist sehr instabil und stürzt häufig ab, man wird mit aufdringlicher Push-Werbung zugemüllt und mein Viren-Scanner schlug auf die App mit der Warnung an, sie könnte Malware beinhalten.

Wer ein Android-Tablet besitzt, hat dagegen neben „KineMaster“ noch einige weitere Optionen.Power Director“ gefällt mir vom UI am besten und bietet auch eine ordentliche Funktionalität. „Video Pad“ besitzt sogar noch grössere Funktionalität (inklusive 2. Videospur), das UI wirkt jedoch antiquiert und ist teilweise etwas umständlich zu bedienen. Noch Luft nach oben hat „Movie Edit Touch“ von Magix, leider ist die App anders aufgebaut als „Movie Edit Touch“ für Windows-Tablets. Ganz einfache Sachen lassen sich jedoch auch hiermit realisieren.

Für Windows Phone gab es bis vor kurzem rein gar nichts an Videoschnitt-Apps, mit denen man mehrere Clips zusammensetzen kann. Seit jedoch das 8.1-Update des mobilen Betriebssystems von Microsoft im Sommer eingetroffen ist, hat sich viel getan, innerhalb sehr kurzer Zeit sind 5 Videoschnitt-Apps im Store aufgetaucht. Die vielversprechendste davon ist „Movie Maker 8.1„. Der Entwickler arbeitet derzeit auch an einer Pro-Version mit mehr Funktionalität, die sich gerade im Beta-Testing befindet. Weitere Videoschnitt-Apps für Windows Phone sind „Video Editor 8.1„, „Movie Jax„, „Film It“ und „Movid Video Editor“. Das Niveau von „iMovie“, „Pinnacle Studio“ oder „KineMaster“ ist natürlich noch nicht erreicht, aber man darf durchaus gespannt sein, wie sich die Situation weiter entwickelt. Wie bereits gesagt bieten gerade die leistungsstarken Lumia-Modelle (allen voran das neue Lumia 930) im Windows Phone-Bereich ausgezeichnete Hardware mit grossartigen Kameras. Jetzt braucht es nur noch die richtigen Apps dazu.

iMovie wird laufend verbessert. Die App kostet 5 Franken und auf den neuen iPhones sogar gratis.

Wie sieht es preislich bei den Android und Windows Video-Apps aus?

Prinzipiell sind die Apps recht günstig. Der problematischste Fall ist sicherlich „KineMaster“. Ursprünglich ein absolutes Schnäppchen mit 2 Euro für die Vollversion, doch mittlerweile muss man für den Export ohne Wasserzeichen ein Monats- oder Jahresabo abschliessen, dass alles andere als günstig ist: knapp 4 Euro im Monat oder 30 im Jahr. Die anderen Apps bewegen sich alle im Bereich zwischen kostenlos und 5 Euro.

Wer weiter zu den Themen auf dem Laufenden bleiben will kann mir bei Twitter folgen (@smartfilming) oder demnächst auf meinem neuen Blog smartfilming.de vorbeischauen. Bei (An-)Fragen auch gerne eine Mail an [email protected].

Vielen Dank Florian für die ausgezeichneten und detaillierten Tipps.

Facebook YouTube

Copyright © 2019 Judith Steiner Videoproduktion