Filmic Pro App: Filmen wie ein Profi

Mit einer einzigen App verwandelt man das Smartphone in eine Profi-Kamera: Filmic Pro. Sie verfügt über viele Funktionen, die man sonst bei einer professionellen Filmkamera findet.

Ich empfehle die App insbesondere für Interviews: Sie zeigt den Audiopegel an und Audiomonitoring mit Kopfhörer wird unterstützt. So hat man die volle Kontrolle über den Ton – bei Interviews ganz wichtig.

Tutorial zur neuen Version V6

Filmic Pro kann aber noch viel mehr als das. Die vielen Funktionen rechtfertigen auch den Preis: Die App kostet 15 Franken für iPhone, inzwischen ist sie auch für Android erhältlich und kostet 10 Franken.

Die vielen Möglichkeiten sind auch Schuld daran, dass mein Tutorial zur neuen Version der App rund 40 Minuten dauert 😉 In meinem Online-iPhone-Videokurs findest Du das Tutorial in 11 Mini-Lektionen aufgeteilt. 

Grundsätzliches zur neuen Version

Die Filmic Pro App wurde schon vielfach ausgezeichnet. Sie ist wirklich cool, weil sie so viel kann. Leider sind auch in der neuen Version auch einzelne Schwächen immer noch vorhanden.

Vor allem ist die App nach wie vor etwas instabil. Sie ist manchmal langsam und stürzt häufig ab – das war schon immer so und ist auch jetzt noch so. Ich muss aber betonen, dass die App mir noch nie während dem Filmen abgestürzt ist.

Tipp: Wenn man merkt, dass etwas nicht stimmt oder die App ungewöhnlich langsam läuft, kann man sie einfach ganz schliessen und nochmals neu öffnen, dann klappt in der Regel alles.

Als die Version v6 kürzlich nochmals ein Update erhielt und ich sie zum ersten Mal öffnete, dachte ich: Irgendwas ist nochmals anders. Es dauerte einen kurzen Moment, bis ich merkte: Die Icons sind auf Deutsch angeschrieben! Bis anhin gab es die Filmic Pro App nur auf Englisch. In meinem Tutorial sind die Funktionen Englisch angeschrieben, aber die Bilder und Reihenfolge ist die gleiche.

Das sieht man auf dem Display

Filmic Pro bietet auf dem Display eine Übersicht über die wichtigsten Informationen, die ich während dem Filmen brauche. Wie viel Akku, wie viel Speicherplatz habe ich noch? Wie ist der Ton (Audiopegel)?

In den Einstellungen kann ich das Gitternetz aktivieren. Dieses hilft mir bei der Bildgestaltung. Ein grosses Plus gegenüber der normalen Kamera-App des iPhones: Dort lässt sich das Gitternetz nur im Foto-Modus verwenden.

Fokus und Zoom einstellen

Fokus und Belichtung kann man auch in der Filmic Pro App automatisch einstellen lassen. Doch viel mehr Gestaltungsraum hat man, wenn man die Einstellungen manuell vornimmt.

Auf der Seite des Displays hat es „Räder“ für Fokus, Zoom und Helligkeit.

Möglichkeiten beim Fokus: Ich kann den Fokus automatisch einstellen und fixieren. So wird nicht während des Filmens plötzlich der Hintergrund scharf statt dem Interviewpartner…

Aus dem Fokusrad lässt sich ein Zoomrad machen. Aber Vorsicht – es ist nur ein digitaler Zoom, das heisst, die Bildqualität nimmt ab. Also sparsam einsetzen.

Eine Ergänzung noch zu den beiden Funktionen: Man kann in Filmic Pro auch Zoom- oder Fokusfahrt programmieren.

Belichtung: ISO und Shutter

Die Belichtung kann gut unabhängig vom Fokus eingestellt werden. Wie beim Fokus kann man sie automatisch vom Smartphone einstellen lassen oder manuell. Mit dem Rad auf der Seite kann ISO und Shutter verstellt werden.

Peaking und Zebra: Das ist neu

Die grösste Neuerung der App-Version v6: Peaking und Zebra. „Zebra“ nennt man den Streifenraster auf dem Bildschirm, der anzeigt, wo das Bild über- bzw. unterbelichtet ist.

Das Peaking ist eine Struktur, die signalisiert, wo die Schärfe im Bild liegt. Für mich ein wichtiges Hilfsmittel bei meiner Profikamera, das ich nicht mehr missen möchte! Umso cooler, dass diese Funktion jetzt auch in der Filmic Pro App verfügbar ist.

Weissabgleich und Picture Profile

Mit dem Weissabgleich entscheide ich die Farbtemperatur. Ist das Licht warm oder kalt? Das kann ich in der App dem Automaten überlassen, eine Voreinstellung übernehmen (z.B. „Licht draussen“, eher kühl, oder „Raumlicht“, eher warm) oder ich mache mit einer weissen Karte einen manuellen Weissabgleich.

Das Picture Profile ist als In-App-Kauf zusätzlich erhältlich. Damit lässt sich beim Filmen ein Farbprofil bestimmen. Damit habe ich in der Postproduktion mehr Möglichkeiten im sogenannten „Color grading“ und kann dem Video farblich einen bestimmten Look verleihen – wie bei Kinofilmen.

Aufnahmequalität einstellen

Wenn ich zum Beispiel für mich ein Referat aufzeichnen möchte, um es später nochmals anzuschauen, brauche ich keine hohe Aufnahmequalität. In der Filmic Pro App kann ich zwischen 4K, 1080HD oder kleineren Videoformaten wählen. Auch die Frames pro Sekunde lassen sich einstellen.

Beide Optionen können praktisch sein, denn so spare ich Speicherplatz bei Videos, bei denen die Qualität nicht so wichtig ist.

Online-Kurs für gute Videos mit dem iPhone

Die Filmic Pro App ist ein heisser Tipp, um aus dem Smartphone eine Profikamera zu machen. In meinem iPhone-Online-Videokurs habe ich das 40-minütige Tutorial in 11 Mini-Lektionen zu den verschiedenen Einstellungen und Funktionen aufgeteilt.

Im iPhone-Kurs erzähle ich Dir aber noch viel mehr dazu, wie Du mit dem iPhone gute Videos machen und von A bis Z fertigstellen kannst: Kamera und Schnittplatz in der Hosentasche! Wenn Du Lust hast, mal reinzuschauen: Hier kannst Du Dir gratis eine Probelektion anschauen.

Probelektion iPhone-Videokurs