Kategorie: Strategie

Wohin schaut die Person vor der Kamera?

Auf diese Frage gibt es keine allgemein gültige Antwort. Aber je nach Art des Videos gibt es bessere und ungünstigere Optionen.

Generell kann man sagen:

  • Bei einer Moderation blickst Du bzw. die Moderatorin direkt in die Kamera.
  • Bei einem Interview schaut die interviewte Person zum Journalisten, zur Redaktorin – also NICHT in die Linse.

 

Moderation: Der Blick geht direkt in die Kamera

Vielleicht kennst Du meine Videotipps auf YouTube? Dort begrüsse ich meine ZuschauerInnen am Anfang mit „Hallo“ und heisse sie willkommen.

Da wäre es ganz seltsam, wenn ich nicht in die Linse schauen würde. Ich schaue direkt ins Objektiv meiner Kamera und nehme dadurch Blickkontakt auf mit jedem einzelnen Menschen vor dem Bildschirm.

Er oder sie bekommt das Gefühl, dass ich ihn anschaue, ihm in die Augen schaue und direkt mit ihm spreche.

Dafür muss ich direkt in die Linse schauen.

Augenkontakt schafft Nähe

Das macht zum Beispiel auch eine Tagesschau-Moderatorin, die Menschen abholt für einen Tagesüberblick. Oder ein Vlogger auf YouTube, der Kontakt aufnimmt über ein Thema, das viele interessiert.

Wenn Du ein Video aufnimmst und Deine ZuschauerInnen direkt ansprechen willst, dann blick direkt in die Linse. So bist Du voll präsent.

Sobald der Augenkontakt nicht mehr besteht, ist die Verbindung zum Publikum gekappt.

Es sind meistens die gleichen zwei Gründe, die dazu führen, dass jemand vor der Kamera den Blickkontakt abbricht:

Der Blick auf die Notizen

ModeratorInnen beim Fernsehen haben einen Teleprompter. Der ist direkt vor der Kamera angebracht, sodass es wirkt, als schauten sie geradeaus in die Linse.

Teleprompter lesen ist aber gar nicht so einfach. Das braucht viel Übung, sonst sieht man, wie die Augen dem Text folgen, und der Blick geht ins Leere.

Sogar, wenn Du Deine Notizen direkt neben dem Objektiv befestigst: Sobald Du nicht mehr genau in die Linse schaust, ist dies bemerkbar. Etwa wie ein leichtes Schielen – das verwirrt beim Zuschauen.

Heisst das also, alles auswendig lernen?

Nein – das mache auch ich nicht 🙂

Es gibt Tricks, damit Du nicht Deine ganze Moderation auswendig lernen musst und dennoch im Video total präsent bist.

In meinem Online-Kurs „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt“ lernst Du, wie Du bei der Vorbereitung und beim Schnitt vorgehst, damit der Blickkontakt nicht unterbrochen wird.

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Der Blick aufs Display

Der zweite häufige Grund, dass der Augenkontakt abbricht, ist, wenn Du während der Moderation aufs Display schaust.

Dieses Problem stellt sich vor allem auch beim Filmen mit der Selfie-Kamera beim Smartphone: Der Blick wird automatisch vom Display angezogen. Dazu kommt, dass die Linse der Selfie-Kamera sehr klein ist und z.B. bei Gegenlicht fast nicht sichtbar ist.

Als Trick klebe ich mir manchmal einen kleinen Pfeil neben die Linse – damit ich weiss, wo sie ist, und damit ich es nicht vergesse.

Live-Video/Webinar: Nicht zu lange wegblicken

Bei Live-Videos und Webinars können Dir die Leute Kommentare oder Fragen schreiben. Um diese zu lesen, muss ich natürlich aufs Display schauen.

Das gibt einen Moment der Verwirrung. Aber ich nehme den Faden gleich wieder auf: Nach dem Lesen schaue ich gleich wieder bewusst in die Kamera.

Zeitweise ist es okay, wegzublicken. Aber im grösseren Teil eines Videos willst Du präsent sein und Deine Zuschauer direkt ansprechen.

Das verlangt Disziplin, aber es lohnt sich: Augenkontakt stellt Vertrauen und Beziehung her.

Sonnenbrille als Lösung?

Kennst Du den YouTuber Casey Neistat? Er trägt oft eine Sonnenbrille.

Ich dachte erst, das sei einfach sein Style. Dann erklärte mir ein Kollege, dass man damit nicht sieht, wenn er nicht in die Linse schaut.

Eine Sonnenbrille gibt Distanz. Ich selber würde deshalb keine anziehen und ich bitte auch meine Interviewpartner, die Sonnenbrille nicht vor den Augen zu lassen.

 

Der Unterschied zwischen Moderation und Interview

Beim Interview ist die Situation ein bisschen anders als bei der Moderation.

Bei einem Interview stehst Du als Journalistin oder Interviewer neben der Kamera. Dein Gesprächspartner spricht mit Dir und schaut Dich an.

Er oder sie blickt folglich nicht in die Kamera, sondern daran vorbei.

Ein Interviewpartner, der in die Linse schaut, wirkt seltsam. Das ist ein wichtiger Unterschied zur Moderation.

Bei einer Moderation geht der Blick direkt in die Linse, bei einem Interview geht der Blick zur Fragestellerin.

Das ist die Faustregel.

Wichtig für Dich ist, dass Du vor jeder Aufnahme definierst, ob es sich eher um ein Interview oder um eine Moderation handelst.

Damit überlegst Du Dir selber bewusst, wohin Dein Blick geht, bzw. kannst die Person vor der Kamera entsprechend instruieren.

 

Mischformen: Wenn es nicht ganz klar ist

Es gibt auch Situationen, wo nicht eindeutig ist, ob es sich um ein Interview oder eine Moderation handelt. Eine davon ist das Video-Statement.

Ein Beispiel:

Als das Netzwerk „Medienfrauen Schweiz“ gegründet wurde, habe ich ein Video aufgenommen. Ich habe Journalistinnen gefragt: Warum ist ein Netzwerk für Medienfrauen wichtig?

Ich habe die Frauen angewiesen, bei ihrer Antwort in die Kamera zu schauen.

Warum? Handelte es sich nicht um ein Interview, wenn ich doch Fragen stellte?

Nein, denn die Antworten waren vorbereitet und ich habe auch nicht nachgehakt. Die Fragen dienten dazu, den Medienfrauen den Ball zuzuspielen, dass sie ihre Botschaft vermitteln konnten.

Zudem hatte ich sie gebeten, die Fragen in ihrer Antwort aufzugreifen. Ihre Statements begannen also mit: „Es braucht ein Netzwerk von Journalistinnen in der Schweiz, um…“

So konnten die Videobotschaften auch für sich stehen und ich konnte meine Fragen danach herausschneiden.

Testimonials – Interview oder Moderation?

Ein „Testimonial“ ist ein Statement von zufriedenen Kunden.

Ein Testimonial mit Video aufzunehmen, kann die Wirkung enorm verstärken, denn wie bereits erwähnt: Video schafft Vertrauen.

Filmst Du ein Testimonial wie ein Interview oder wie eine Moderation?

Am einfachsten ist es, jemanden vor die Kamera zu stellen und Dich selbst neben der Kamera zu positionieren und ein klassisches Interview zu führen.

Du fragst die Kundin, warum sie so begeistert von Deinem Produkt ist. Und die Person kann einfach erzählen und Dich anstrahlen.

Das ist zwar nicht ganz so direkt, wie wenn der Blick in die Kamera geht. Aber: Das schafft jeder und jede.

Manchen Leuten fällt es schwer, nicht jemandem in die Augen blicken zu können, sondern in eine starre Kameralinse.

Ein klassisches Interview ist definitiv einfacher. Häufig ist es dann auch leichter, frei zu sprechen.

Dies ist also eine Option, wenn jemand keine Videobotschaft mit Blick in die Kamera sprechen will oder kann.

Wichtig: Wenn jemand nicht in die Kamera blickt, sollten folglich auch keine „Du“-Botschaften an die Zuschauenden gerichtet werden.

Viele weitere Tipps im Onlinekurs

In meinem Online-Kurs „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt“ lernst Du noch viel mehr, um tolle Moderationen und Interviews zu produzieren.

Zum Beispiel, wie Du die Kamera aufstellen kannst oder wie Du mit Licht arbeitest. Ich gebe Dir Tipps zur Bildgestaltung und zu Kameraeinstellungen und zeige Dir, wie Du vorgehen kannst, um Deine Moderation nicht auswendig lernen zu müssen.

Schau Dir doch die kostenlose Probelektion an!

Und wenn sie Dir gefällt, kauf Dir den Onlinekurs. Damit kannst Du das Potenzial von Video noch viel besser ausschöpfen und wirkungsvoll einsetzen!

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Gestaltete Thumbnails: Mehr Aufmerksamkeit für Deine Videos

„YouTube-Thumbnails sind die Buchcover des 21. Jahrhunderts“ – das steht in einem Tutorial von Canva.

Ein „Thumbnail“ ist das Vorschaubild zu einem Video, wie es bei YouTube und anderen Videoplattformen angezeigt wird.

So sieht das z.B. auf meinem YouTube-Kanal aus:

Screenshot YouTube-Kanal Judith Steiner Thumbnails

Häufig entscheidet sich am Thumbnail, ob jemand ein Video anklickt oder nicht. Eben wie wenn Du in der Buchhandlung stöberst und ein Buch näher anschaust, wenn Dich das Cover anspricht.

Thumbnails bestimmen also über den Erfolg Deiner Videos massgeblich mit!

So erstellst Du ganz einfach ein gutes Thumbnail

In meinem Video und im Text unten zeige ich Dir:

  1. Warum ein gutes Thumbnail wichtig ist.
  2. Was auf ein gutes Thumbnail gehört.
  3. Wie Du in Canva ein cooles Vorschaubild erstellen kannst.

 

Machst Du diesen Fehler?

Viele meinen, das Thumbnail sei einfach das Anfangsbild des Videos. Sie gestalten dann ein Bild mit Titel und lassen es am Anfang zwei Sekunden stehen.

Das ist ein Fehler, der Dich Views kosten kann.

In dieser Zeit sind gerade jüngere Leute, die sich schnelle Bilder gewohnt sind, bereits gelangweilt. Sie haben das Bild meist schon gesehen, bevor sie auf das Video geklickt haben, und wollen jetzt zum eigentlichen Inhalt kommen.

Du erzeugst mit diesem Standbild am Anfang ein negatives Gefühl, das dazu beitragen kann, dass Leute wegklicken.

Das Thumbnail ist unabhängig vom Startbild eines Videos.

Ich zeige Dir nun drei Varianten, wie Du zu Deinem Video ein Thumbnail erstellen kannst.

 

1. Die schlechteste Variante: Zufälliges Frame aus dem Video

Standardmässig wählen die Videoplattformen einfach ein Frame aus dem Video aus oder sie machen Dir ein paar Vorschläge.

Diese Vorschaubilder sind meistens nicht optimal. Sei es, weil die Person im Video während dem Sprechen ein komisches Gesicht macht, oder weil die Szene nicht repräsentativ für das Video ist.

Screenshot Thumbnails Judith Steiner
Das Thumbnail links habe ich separat gestaltet und hochgeladen, die anderen Bilder sind die Vorschläge von YouTube

Ich empfehle Dir diese Variante also nicht.

Mit der nächsten Möglichkeit hast Du nur einen minimalen Zusatzaufwand, und dennoch ist das Resultat viel besser.

 

2. Die Minimalvariante: Zum Video gleich noch ein Foto aufnehmen

Nochmals ein Screenshot von meinem YouTube-Kanal:

Das ist eine Playlist mit Live-Videos. Dort wird man vor der Aufzeichnung von YouTube aufgefordert, ein Foto fürs Vorschaubild zu machen.

Das ist eine gute Minimalvariante, wenn du viele Videos machst und keine Zeit hast, jedesmal ein aufwendigeres Thumbnail zu erstellen:

Mach während des Drehs ein separates Foto, das du als Vorschaubild verwenden kannst.

Der Vorteil:

Du hast ein scharfes Bild, auf dem Du, das vorgestellte Produkt oder Deine Interviewpartnerin gut drauf ist.

Ein freundlich lächelndes Gesicht ist psychologisch schon mal ein starker Anreiz, auf ein Video zu klicken.

Es geht aber noch besser 🙂

 

3. Optimal: Individuelles Thumbnail designen

Ich mache für meine Videos mit Tipps und Tutorials jeweils ein separates Thumbnail. Dazu nutze ich Canva (es gibt diverse andere Programme wie z.B. Fotojet oder Adobe Spark).

Die folgende Anleitung kann für alle Programme angewendet werden.

So erstellst Du ein gutes Thumbnail

Das Format des Thumbnails sollte gleich sein wie das Deines Videos. Im Normalfall ist das 16:9.

YouTube-Richtlinien: 1280 x 720 px, Dateiformat: jpg, gif, bmp oder png, Grösse: max 2 MB

1. Wähle ein gutes Bild aus.

Entweder Du spielst eines aus dem Video aus, oder (wie in Möglichkeit 2 erklärt) nimmst separat noch eines auf.

Mein Tipp: Zeig Gesicht!

Ansonsten sollte das Bild auch im Kleinstformat gut erkennbar sein („Thumbnail“ heisst auf Deutsch „Daumennagel“…). Es sollte scharf sein und keine Details enthalten.

2. Kontrast etwas erhöhen

Schraube in den Bildeinstellungen Kontrast, Belichtung und Sättigung ein wenig hoch.

Das hilft, dass das Bild noch besser erkennbar wird.

An diesem Beispiel kannst Du das gut sehen: Das fertige Thumbnail ist im Vergleich mit dem Originalfoto klarer und mein Gesicht ist deutlicher sichtbar.

Thumbnail vorher nachher Judith steiner

3. Schaffe Klarheit

Reduziere das Bild, d.h. entferne Bildelemente, die ablenken:

Thumbnail vorher nachher Judith Steiner

Mit einem Bildbearbeitungsprogramm kannst Du auch eine Figur freistellen, um sie noch stärker in den Fokus zu rücken.

Trick für Apple-NutzerInnen: Wenn Dein Bild einen einigermassen homogenen Hintergrund hast, kannst Du es auch in Keynote ruckzuck freistellen. Wähle dazu bei den Bildanpassungen die „Transparenz“-Funktion und ziehe mit gedrückter Maustaste, bis die gewünschte Fläche gelöscht ist. (Im Video zu diesem Artikel zeige ich Dir, wie das geht.)

4. Gut lesbarer Text

Da das Thumbnail vor allem auf Smartphones sehr klein angezeigt wird, sollte der Text optimal lesbar sein. Dazu gehören verschiedene Aspekte.

Möglichst wenig Text, dafür möglichst gross:

Thumbnail Drohne Judith Steiner

Wähle eine klare, unverschnörkelte, eher fette Schriftart:

Verwende kontrastreiche Farben:

Lege den Text allenfalls über einen Balken oder einfarbigen Kasten, damit er auf dem Bild besser lesbar ist:

Thumbnail Webinar Balken Judith Steiner

An diesem Beispiel siehst Du auch gleich, wie mit unterschiedlichen Schriftgrössen das betont wird, was wichtig ist (Keywords).

Was suchen die Leute, die auf Dein Video stossen sollen? Welche Frage beantwortet Dein Tipp, welches Produkt stellt Dein Tutorial vor? Überleg Dir, was die Leute ins Suchfeld eingeben, und mach daraus den Titel für Dein Video.

Fürs Thumbnail soll er möglichst kurz sein, damit er gross und gut lesbar auf dem Bild Platz hat.

Überleg Dir auch, ob Du bei Deinen Videos ein konstistentes Branding durchziehen willst, also jeweils die gleiche Farbe, Schrift, Stil…

Ich mache das bei meinen Videos nicht generell. Aber es gibt z.B. Serien, bei denen ich mit dem Thumbnail klar signalisiere, dass sie zusammengehören.

Branding Thumbnail Design Judith Steiner

Fertig!

Wenn Du Dein Video auf eine Plattform hochlädst, gibt es bei den Einstellungen dazu jeweils einen Menupunkt, wo Du auch das Thumbnail dazu hochladen kannst.

 

Hol Dir noch mehr Video-Tipps!

Hat Dir diese Anleitung geholfen? Auf meiner give-away-Seite findest Du diverse Ratgeber mit Tipps zur Videoproduktion.

Alle 2 Wochen verschicke ich zudem meine Video-Tipps per Mail – trag Dich dafür in der rechten Spalte dieser Seite mit Vornamen und E-Mail ein.

Und mit einem Klick auf das Bild unten kannst Du Dir eine kostenlose Probelektion meines neuen Online-Kurses holen, „Kompetent vor und hinter der Kamera: Damit Deine Botschaft ankommt.“

Bis bald!

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Videos verwalten: So organisiere und sichere ich meine Dateien

Heute füllen wir nicht mehr unsere Schränke mit DVDs. Dafür füllen wir unsere Festplatten – und zwar ziemlich schnell.

Videos brauchen sehr viel Platz.

Wenn Du regelmässig filmst, brauchst Du also eine gute Organisation. Sonst sind Dein Smartphone oder Dein Computer schnell am Anschlag…

Wie ich das mache, verrate ich Dir in diesem Artikel.

Du erfährst, wo ich:

  • laufende Projekte und Rohmaterial speichere
  • Backups anlege, falls was schiefgeht
  • fertige Projekte und Rohmaterial archiviere
  • fertige Videos immer verfügbar habe
  • den Überblick behalte, wo sich welches Video befindet

 

Meine drei wichtigsten Tipps:

1. Leg die Videodateien, an denen Du arbeitest, nicht direkt auf Deinem Computer ab.

Dieser ist sonst ziemlich schnell voll.

2. Arbeite stattdessen mit einer externen SSD-Festplatte.

Die Mehrkosten für eine SSD-Festplatte lohnen sich absolut: Eine normale Festplatte ist für die Videoproduktion zu langsam.

3. Überleg Dir gut, wo Du fertige Projekte archivieren willst.

Wenn Du privat filmst, brauchst Du das Rohmaterial für ein Video vielleicht nicht mehr. Aber auch das fertige Video soll an einem sicheren Ort liegen.

 

Und jetzt etwas genauer 🙂

Im Folgenden beschreibe ich Dir, wie ich mich organisiere.

Wohin mit neuen Videos?

Professionelle Videos und auch grössere private Projekte schneide ich auf dem MacBook, mit einem Schnittprogramm wie Adobe Premiere Pro oder Final Cut.

Das heisst, das Videomaterial muss von meiner Kamera auf den Rechner. Sei es von der Speicherkarte meiner Sony FS 5 oder meiner Lumix GH4 oder vom Speicher meines iPhones.

Doch ich habe die Regel:

Kein Rohmaterial direkt auf den Rechner

Ich habe zwar auf meinem MacBook 1 Terabyte Speicher. Trotzdem lege ich nie ein Video dort ab – weder Projekte, noch fertig geschnittene Videos.

Und trotzdem sind schon etwa 400 GB besetzt. Wenn ich da noch meine Videodateien auf den Rechner legen würde, wäre er ziemlich schnell voll. Und ich habe Projekte, die sind grösser als 1 TB.

Wie mache ich das also?

Ich arbeite mit externen Festplatten.

Davon habe ich einige. Das Geniale daran ist: Sie werden immer kleiner, bieten aber immer mehr Daten Platz.

Ich übertrage also Rohmaterial von der Speicherkarte oder vom Smartphone via MacBook auf eine externe Festplatte.

Es gibt zwei Arten von externen Festplatten: SSD und HDD.

Ich habe beide im Einsatz, aber für unterschiedliche Zwecke.

SSD-Festplatte für das laufende Projekt

Für mich ist das Wichtigste: SSDs sind sehr schnell.

Das ist unbedingt nötig beim Video schneiden, denn mein MacBook muss laufend auf das Rohmaterial zugreifen können. So, als wäre es auf dem MacBook selber abgelegt.

Wenn die Festplatte bzw. die Schnittstelle langsam ist, hängt das Programm die ganze Zeit. Da kann der Rechner selber noch so schnell sein.

Ein weiterer Vorteil, der für mich wichtig ist: Es gibt heute sehr kleine und leichte SSD-Festplatten.

So habe ich Festplatten, die etwa halb so gross sind wie mein iPhone X, aber 1 TB bzw. sogar 3 TB Speicherplatz haben.

SSD Festplatte

Diese kleinen Festplatten kann man gut überallhin mitnehmen.

Manchmal schneidet eine Mitarbeiterin für mich Videos. Ich kann ihr dazu einfach die Festplatte mit dem Rohmaterial mitgeben und sie bringt mir darauf das fertig geschnittene Video (inkl. Rohmaterial) wieder zurück.

Damit ich den Überblick nicht verliere, klebt auf jeder SSD-Festplatte eine Etikette. Darauf schreibe ich jeweils mit Bleistift, welche Projekte gerade auf der Festplatte abgelegt sind.

Die Mehrkosten lohnen sich

SSD-Festplatten sind relativ teuer. Doch mit den genannten Vorteilen lohnen sich die Kosten absolut, wenn Du regelmässig Videos schneidest.

Ein weiterer Vorteil: SSD-Festplatten sind geräuschlos. Es stört Dich also kein Summen beim Videos schneiden.

Neben der SSD-Festplatte benutze ich aber auch „normale“ Festplatten:

HDD-Festplatte als Backup

HDDs sind günstiger als SSD-Festplatten, aber sie sind schwerer und grösser.

Ich brauche sie deswegen nicht, um direkt damit zu arbeiten, sondern um eine Sicherheitskopie des Rohmaterials eines laufenden Projekts abzulegen.

Wenn mal was schiefgehen würde oder die SSD-Festplatte verloren ginge, dann habe ich noch ein Backup.

Das Rohmaterial ist also doppelt abgelegt: Auf der SSD- und auf der HDD-Festplatte.

Zusätzlich: Dropbox / Cloud

Das Projekt selber befindet sich bisher nur auf der SSD-Festplatte. Alles, was ich also schon geschnitten oder kombiniert habe, ist dort gespeichert.

Damit auch diese Arbeit noch zusätzlich gesichert ist, macht mein Schnittprogramm automatisch regelmässig ein Backup.

Dieses wird auf Dropbox gespeichert. (Es gibt natürlich auch andere Cloud Services.)

Im Notfall kann ich also das Projekt von dort und das Rohmaterial von der HDD-Festplatte holen.

Das Schnittprogramm Premiere Pro bietet sogar noch ein zusätzliches Backup, indem Adobe mein Projekt auf ihrer eigenen Cloud speichert.

Nun ist auch das laufende Projekt doppelt oder sogar dreifach gesichert: Auf der SSD-Festplatte, auf der Dropbox und in der Cloud des Schnittprogramms.

Zusammengefasst:

Speicher für laufende Projekte

Rohmaterial: SSD- und HDD-Festplatte.

Projektdateien: SSD-Festplatte, Dropbox, (Adobe Cloud).

 

Und fertige Projekte?

Wenn ein Projekt abgeschlossen ist, müssen die Daten so schnell wie möglich weg von der Festplatte.

Denn es lohnt sich nicht, grosse Dateien dort liegen zu lassen, weil externe SSD-Festplatten doch recht teuer sind.

Also brauche ich einen anderen Ort, um Projekte zu archivieren.

Netzwerkspeicher (NAS) als Archiv

In einer Ecke meines Büros stehen drei kleine Server, sogenannte NAS. Sie haben je 8 TB Speicherplatz.

Darauf archiviere ich fertige Projekte inklusive Rohmaterial.

Kundenprojekte behalte ich mindestens ein Jahr lang.

Das verspreche ich in den Verträgen, und meine Kunden bezahlen auch für diese Archivierung.

Wenn ich das Projekt inkl. Rohmaterial auf dem NAS abgelegt habe, kann ich es von der SSD-Festplatte und von der HDD-Festplatte entfernen.

Dann habe ich aber nur noch eine Kopie… Das ist mir zu unsicher.

Was ist, wenn einer dieser Server ausfällt? Oder, noch schlimmer:

Was ist, wenn mein Büro abbrennt?

Meine Lösung:

Ich habe auch zu Hause drei solche NAS mit je 8 TB Speicher. Dort ist genau das gleiche drauf wie auf den NAS im Büro.

Um sie zu synchronisieren, gehört zu jedem NAS eine portable Festplatte mit ebenfalls 8TB Speicher.

2 NAS-Server mit Festplatte synchronisieren

Die portable Festplatte wurde mir von einem Kollegen speziell programmiert.

Wenn ich sie an einem NAS anschliesse, erkennt sie, welche Änderungen ich dort vorgenommen habe. Ob ich neue Dateien hinzugefügt oder alte Dateien gelöscht habe.

Die Festplatte übernimmt diese Änderungen, ohne dabei immer die gesamten 8 TB zu kopieren. Und wenn ich die Festplatte dann am zweiten NAS anschliesse, werden die Änderungen synchronisiert.

Das kann eine Weile dauern – je nach Grösse des Projekts rattert es die ganze Nacht durch.

Jetzt habe ich insgesamt drei Backups des fertigen Projekts: NAS zu Hause, NAS im Büro, portable Festplatte.

 

Fertige Videos immer verfügbar in der Cloud

Das fertige Video (ohne Projekt und Rohmaterial) archiviere ich zusätzlich noch in einer Cloud.

So kann ich jederzeit auch unterwegs darauf zugreifen. Zum Beispiel, wenn ich jemandem etwas zeigen möchte. Schliesslich ist nicht jedes Kundenvideo online verfügbar.

Ich teste immer noch verschiedene Anbieter von Cloud-Diensten… Deswegen habe ich meine fertigen Videos an verschiedenen Orten abgelegt.

In der Übersicht:

 

Ordnung muss sein

Damit ich bei all den Projekten und Videos nicht die Übersicht verliere, habe ich mir eine Liste angelegt.

  • Welches Projekt ist auf welchem Server archiviert?
  • Und wo liegt das fertige Video sonst noch?

So muss ich jeweils nicht lange suchen und weiss genau, was sich wo befindet.

 

Wie organisierst Du Deine Projekte?

Was sind Deine Erfahrungen? Ich freue mich, wenn Du mir einen Kommentar zu diesem Artikel schreibst oder mir Deine Tipps weitergibst!

 

Tipps für schöne Luftaufnahmen

Seit einem guten Jahr besitze ich eine Drohne. Hast Du auch eine?

Ich finde, schöne Luftaufnahmen kann man vielseitig einsetzen und immer wieder brauchen – wenn man sie gut archiviert und sie wieder findet! 🙂

Ich habe einen Ratgeber zusammengestellt mit meinen 10 besten Tipps für das Filmen mit Drohne. Hol ihn Dir mit einem Klick aufs Bild!

PDF-Ratgeber


YouTube-SEO: 10 Tipps, damit deine Videos besser gefunden werden

Willst du mehr Klicks auf YouTube?

Hast du dich gefragt, weshalb deine Videos fast nicht geschaut werden? Ich verrate einige Tipps für mehr Views auf YouTube.

Dazu kommen wir gleich…

Ist Dir aufgefallen, was ich häufig am Ende meiner Videos mache?

Ich bitte meine Zuschauer um ein Like oder um einen Kommentar zum Video. Und darum, meinen Kanal zu abonnieren.

Ich mache das aber nicht einfach nur für mein Ego 😉

Likes und Kommentare zeigen, dass die Zuschauer aktiv mit meinen Videos interagieren. Ich antworte gerne auf die Kommentare und nehme Inputs ernst. Dass ich um einen Like bitte, wenn jemandem das Video gefallen hat, hat noch einen Grund:

Wenn ein Video viele Likes hat, merken YouTube und Google, dass es interessant sein könnte, und zeigen es bei Suchanfragen höher oben an.

Darum geht es heute in meinem Blog: Wie kannst Du Dein Ranking in der YouTube-Suche verbessern, damit Deine Videos gefunden werden und mehr Leute erreichen?

Das nennt man „YouTube-SEO“.

Meine besten Tipps dazu gebe ich Dir in diesem Blogpost weiter. Dazu kannst Du Dir auch meinen neuen PDF-Ratgeber zu YouTube herunterladen.

PDF: YouTube-Tipps

SEO: Eine kurze Begriffsklärung

„SEO“ heisst „Search Engine Optimization“ – Deutsch: Suchmaschinenoptimierung. Darunter werden Methoden verstanden, mit denen eine Website bei der Suche mit relevanten Begriffen besser gefunden wird.

YouTube ist auch eine Suchmaschine. Und zwar sogar die zweitgrösste, nach Google, zu dem YouTube auch gehört. Es lohnt sich deshalb, sich mit SEO zu befassen.

Denn Du willst ja, dass Deine Videos gefunden und gesehen werden!

Gerade auch kleine YouTube-Kanäle können im Ranking eine gute Position haben, wenn einige relevante Punkte beachtet werden.

Die Tipps sind keine offiziellen Regeln

Die Tipps sind nicht offiziell von YouTube. Sie sind auch nicht in Stein gemeisselt, denn die Algorithmen der Suchmaschinen ändern sich laufend.

Es sind Ratschläge, die von vielen Marketingfachleuten erprobt und weitergegeben wurden und von denen ich selber sehe, dass sie funktionieren.

Du wirst schnell merken, dass sich bei deinen Videos die Views erhöhen, wenn Du sie befolgst. Einige können schnell und einfach umgesetzt werden, einige bedeuten aber auch echt viel Arbeit.

Überrascht nicht wirklich, oder?

Viele der Tipps aus diesem Blogeintrag lassen sich übrigens auch auf Websites, Facebook-Seiten, Blogs etc. übertragen. Ich hoffe, dass sie Dich auch über YouTube hinaus weiterbringen!

Das Wichtigste:

Deine Videos sollten gut sein!

Und das meine ich nicht nur auf die Bildqualität bezogen, sondern ganz allgemein. Auch der Inhalt muss stimmen. Wenn Deine Videos lieblos oder uninteressant sind, bringen die besten SEO-Tipps nichts!

1. Pflege Deinen YouTube-Kanal

Es ist essentiell, dass Du Dich deutlich positionierst. Kennst Du Deine Nische? Wo bist Du stark, wo können Dir die Leute vertrauen? Welchen Nutzen bringst Du ihnen?

Damit wissen auch die Suchmaschinen, was bei Dir zu finden ist.

Denke daran, das Impressum („Kanalinfo“) auszufüllen, Deine Website zu verlinken und Deine sozialen Accounts.

Zeig Dich von Deiner besten Seite

Zu einem attraktiven YouTube-Kanal gehört auch, das Kanalbild zu optimieren, damit es auf allen Geräten gut angezeigt wird, und ein Kanalsymbol (oder „Logo“) mit Wiederkennungswert zu wählen.

YouTube empfiehlt für das Kanalbild die Masse 2560 x 1440 px. (Wenn Du das Bild mit Canva erstellst, gibt es eine Vorlage mit diesen Massen.) Der Fokus des Bildes sollte in der Mitte liegen. So wird er nicht vom Logo oder von den Social Sharing Buttons rechts unten verdeckt und ist bei allen Geräten gut erkennbar.

2. Poste regelmässig

Das ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Pflege Deines YouTube-Channels. Idealerweise postest Du 1x pro Woche oder häufiger. Dann merkt YouTube, dass auf Deinem Kanal etwas läuft, und unterstützt das.

1x pro Woche ist viel – das schaffe ich auf meinem YouTube-Kanal dank einem kleinen Trick: Live-Videos (das ist ein Thema für sich).

Es gibt aber Bereiche, in denen man gut vorproduzieren und so relativ effizient arbeiten kann.

Eine Hilfe dabei ist ein Redaktionsplan: Plane voraus, welche Themen wann aktuell sind und führe eine Liste mit Ideen. Dafür nutze ich Trello.

3. „Keyword Research“: Welche Themen werden gesucht?

Wenn Du Videos zu Themen veröffentlichst, die gar nicht gesucht werden, hast Du keine Chance. Gleichzeitig musst Du in Deinem Bereich wirklich gut sein, um in der Flut von beliebten Angeboten herauszustechen.

Arbeite mit Schlüsselbegriffen. Sie helfen Dir einerseits, herauszufinden, was Dein Publikum wirklich sucht. Und andererseits kannst Du Deine Videos gezielt mit Schlüsselbegriffen betiteln, um dieser Nachfrage entgegenzukommen.

Einige Tipps, wie Du solche Schlüsselbegriffe („Keywords“) findest:

  • Was fragen Dich Deine Kunden im Alltag? Für welche Probleme suchen sie eine Lösung? Notiere Dir nach Kundengesprächen Ideen. Auch Kommentare zu Deinen Beiträgen in den sozialen Medien sind hilfreich, denn dort stellen Leute oft konkrete Fragen oder machen Vorschläge für weitere Themen. Falls Du in einer grösseren Firma arbeitest, hol Dir Inspiration bei den Leuten, die häufig Kontakt zu Kunden haben.
  • Probiere die automatische Vervollständigung für Suchanfragen auf YouTube aus. Gibt ein Schlüsselwort aus Deinem Bereich ein. Dann zeigt Dir YouTube an, welche Themen dazu häufig gesucht werden. (Dieser Trick funktioniert auch auf Pinterest, Google und anderen Suchmaschinen.)

Sei bei deinen Schlüsselworten so präzise wie möglich. Beispiel: „Mikrofone“ ist zu allgemein. Besser ist: „Mikrofone zum Filmen mit dem iPhone X“.

Simpel: Wenn Du ein Video auf YouTube hochlädst, achte darauf, dass der Schlüsselbegriff schon im Dateinamen auftaucht und der Dateiname möglichst klar ist. Zum Beispiel „mehr-youtube-klicks.mp4“

4. Optimiere Titel und Beschreibung

Der Titel Deines Videos und die Beschreibung bilden die Textbasis, anhand der die Suchmaschinen Deine Inhalte indexieren, das heisst, in ihren „Katalog“ aufnehmen.

Der Titel sollte möglichst aussagekräftig sein.

Was würdest Du eher anklicken: „Kissen nähen“ oder „So nähst Du in einer Stunde ein Leinenkissen im Shabby-Chic-Stil“? Die Leute möchten wissen, was sie erwartet, und ob das Video ihre Fragen beantwortet. Du hast für den Titel maximal 100 Zeichen zur Verfügung.

Es gibt SEO-Profis, die empfehlen, die Schlüsselwörter gleich an den Anfang des Titels zu stellen. Trotzdem muss der Titel natürlich klingen.

Verwende auch in der Beschreibung die Schlüsselwörter Deines Videos. Am besten sogar mehrmals, aber auf keinen Fall so, dass es stört.

Beschreibe, was zu sehen ist, verlinke auf Deine Website (je weiter oben der Link, desto höher die Chance, dass jemand darauf klickt). Für die Beschreibung hast Du 5000 Zeichen Platz – das gibt einiges her.

Das ist auch einiges an Arbeit!

Achtung vor Click Bait (mit dem Titel ködern): Es nützt nichts, wenn Deine Videos zwar angeklickt werden, weil der Titel viel verspricht oder weil Du viel Werbung schaltest, aber die Zuschauer nach wenigen Sekunden wieder abspringen. Das kann sogar schaden.

YouTube achtet auf „Watch Time“. Also wie viele Minuten lang schauen die Leute deine Videos. Die durchschnittliche Wiedergabedauer ist ein wichtiger Faktor, anhand dessen YouTube Dein Video bewertet und in den Suchergebnissen anzeigt. Dazu später mehr…

5. YouTube-Thumbnail optimieren

Auch das Vorschaubild (Thumbnail-Bild) sollte anziehend wirken und gleichzeitig einen guten Eindruck davon vermitteln, was im Video zu sehen sein wird.

YouTube schlägt Dir zwar ein Vorschaubild vor. Besser ist aber, Du erstellst selber eines und lädst es hoch.

Einige Tipps zum Thumbnail:

  • Wenn Du ein Video aufnimmst, nimm Dir kurz die Zeit, ein Foto zu schiessen. Dann hast Du garantiert ein scharfes Bild, auf dem Du gut in die Kamera blickst. Oft ist es nämlich schwierig, einen geeigneten Screenshot aus einem Video zu exportieren.
  • Es hilft, wenn auf dem Vorschaubild eine Person (Gesicht) zu erkennen ist. Das schafft Vertrauen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Video angeklickt wird.
  • Die Grösse der Thumbnails für YouTube sollte 1280 x 720 px sein.
  • Mit dem Online-Gestaltungs-Tool Canva kannst Du ganz einfach ein Foto hochladen und mit Textelementen gestalten. Ich nutze Canva auch für die Titelbilder meiner Blogposts. Es gibt eine Vorlage für YouTube-Thumbnails, die von der Grösse her genau passt.

  • Erhöhe den Kontrast und die Helligkeit des Fotos ein wenig. So ist es auf Smartphones besser erkennbar. In Canva ist das unter dem Menupunkt „Filter“ möglich, wenn Du das Bild angeklickt hast.
  • Es muss kein Text auf dem Vorschaubild sein. Falls Du Dich aber dafür entscheidest, verwende für den Text eine kontrastreiche Farbe und eine gut lesbare Schriftart. Der Text sollte auf dem Bild möglichst gross sein – auch dies für die Erkennbarkeit auf kleinen Screens.

Diese Punkte sind wirklich wichtig.

Das Vorschaubild entscheidet wesentlich darüber, ob dein Video in den Suchresultaten oder auch in vorgeschlagenen Videos angeklickt wird. Und die Klickzahlen wiederum signalisieren an YouTube, ob dein Video interessant erscheint.

5. Erstelle SRT-Untertitel / Transkript

SRT-Untertitel und Transkripte sind für Suchmaschinen lesbar, zusätzlich zu Titel und Beschreibung des Videos. Und sie tragen zur Barrierefreiheit bei: Hörbehinderte können sie lesen, Sehbehinderte sich vorlesen lassen.

Aus diesen Gründen steigern SRT-Untertitel die Wahrscheinlichkeit, dass Dein Video gefunden und angezeigt wird.

Am besten ist, Du erstellst selber SRT-Untertitel zu Deinen Videos und lädst sie hoch. Wie das geht, habe ich hier in einem Blogpost erklärt und dazu auch einen Ratgeber zusammengestellt.

YouTube erstellt eine automatische Transkription Deiner Videos, wenn Du dies in den Einstellungen nicht deaktiviert hast. Diese automatischen Untertitel solltest Du unbedingt überarbeiten und korrigieren, wenn Du sie verwenden möchtest, die sind oft voller Fehler.

SRT-Untertitel PDF Ratgeber Judith Steiner

6. Viewing Time und Anzahl Views erhöht das Ranking

Je mehr von Deinem Video die Leute sich ansehen, desto höher bewertet YouTube seine Qualität.

Auch die Anzahl Views zählt: Wenn YouTube merkt, dass Dein Video beliebt ist, wandert es bei den Suchanfragen zum entsprechenden Thema nach oben. Achte Dich mal bei Deinen eigenen Suchanfragen: Die obersten Videos haben auch am meisten Klicks.

Teilweise kannst Du dies beeinflussen: Erwähne Dein neustes Video in Deinem Newsletter, bette es in Deinen Blogposts ein, verlinke es auf Deinen sozialen Profilen, schalte Werbung dafür (dazu komme ich später noch).

7. Erstelle Playlists und passe die Reihenfolge an

YouTube will, dass die Leute möglichst viel Zeit bei ihnen verbringen.

Wenn Du das nachfolgende Video so auswählst, dass es thematisch zum ersten passt, ist die Chance grösser, dass die Leute auf Deinem Kanal bleiben. Dies merkt YouTube und belohnt es.

Gut ist auch, wenn Du thematische Playlists erstellst (und die Beschreibung entsprechend optimierst).

8. Nutze Cards und tritt mit Deinem Publikum in Kontakt!

In meinem letzten Blogpost habe ich erklärt, was Cards sind und wie Du sie verwendest. Speichere dir unbedingt diesen Link.

Mit Cards kannst Du entweder zu Deiner Website verlinken, oder aber zu anderen Videos. YouTube belohnt Dich, wenn Du in Deinem Video z.B. auf Deinem Endscreen einen Link zu anderen Videos setzt, denn das heisst, dass die Leute mehr Zeit auf der Plattform verbringen.

Wenn jemand am Schluss Deines Videos Deinen Kanal abonniert, sendet das ebenfalls ein wichtiges Signal an YouTube. Offenbar findet jemand dieses Video so gut, dass er oder sie mehr davon sehen will. Dies kannst Du begünstigen, indem Du im Endscreen dafür einen Link setzt.

Auch wenn ein Video geteilt wird, wirkt sich dies sehr positiv aus!

Wie ich am Anfang gesagt habe, bitte ich manchmal auch aktiv am Ende des Videos um einen Like oder einen Kommentar. Denn Likes und Kommentare sind ein wertvoller Faktor für ein höheres Ranking.

Zudem merken Deine Zuschauer, wenn Du auf Kommentare antwortest, dass Du für sie da bist und sie ernst nimmst! Sie danken Dir das mit ihrer Treue.

Deshalb: Interagiere mit Deinem Publikum. Stelle Fragen, fordere sie auf, von ihren Erfahrungen zu erzählen – und antworte dann auch darauf.

9. Werte Google Analytics und Deine YouTube-Statistik aus

In Deinen Google Analytics siehst Du, mit welchen Suchbegriffen die Nutzer auf Deine Videos oder Deine Website gelangen. Das kann Dir bei der Themenplanung helfen, Schwerpunkte zu setzen.

Ebenso hilfreich sind die YouTube-Statistiken für Deine Videos: Welche Videos werden angeklickt? Bei welchen springen die Leute schon früh wieder ab? Daraus kannst Du schliessen, was funktioniert und was nicht, und darauf reagieren.

10. Google Ads schalten

Vor einiger Zeit hat Juliane Jahn für mich Google Ads eingerichtet. Das heisst: Sie hat für meine Videos Werbung auf Google und YouTube geschaltet.

Ich merke an den Zahlen, dass dies meine Reichweite vergrössert hat. Deswegen habe ich Juliane gebeten, ihre wichtigsten Ratschläge zusammenzufassen.

„Google Ads ist die Werbemöglichkeit, die Google bietet.

Man kann beispielsweise Geld investieren, um in den Google-Suchergebnissen weiter oben angezeigt zu werden. Das ist hilfreich, wenn man noch nicht so viel auf SEO gesetzt hat und schnell Erfolge sehen will.

Ein Beispiel: Wenn jemand auf Google nach ‚Videos mit dem Handy aufnehmen‘ sucht, kann Judith für eine solche Anfrage einen Link zu einem ihrer Videos oder einem Blogartikel als Werbeanzeige schalten.

Aber auch direkt auf YouTube ist mit Google Ads Werbung möglich: Man kann z.B. einen kleinen Kanal-Trailer produzieren und lässt ihn als Werbung zwischen anderen Videos schalten. Oder man pusht die eigenen Videos bei den Suchanfragen oder bei den Video-Vorschlägen während der Wiedergabe.

Hier hat man den Vorteil, dass man die Nutzer direkt bei dem Thema abholt, für das sie sich gerade interessieren. Wenn etwa jemand ‚Beleuchtung für Film‘ sucht, kann Judith ihre Videos zu diesem Thema weiter oben anzeigen lassen. Oder wenn sich jemand schon Videos über Beleuchtung in Interviewsituationen ansieht, tauchen Judiths Videos bei den vorgeschlagenen Videos schneller auf, wenn sie dafür bezahlt.

Im ersten Fall handelt es sich um eine Keyword-bezogene Anzeige, im zweiten um eine interessenbezogene. Bei Anzeigen mit Schlüsselbegriff (Keyword) fragt man sich: Wonach sucht der Nutzer? Zu welchen Suchanfragen passt mein Video? Bei interessenbezogenen Anzeigen: Wofür interessiert sich die Nutzerin, wobei ihr mein Video helfen könnte – vielleicht, ohne dass sie es schon weiss?

So hat man die Möglichkeit, mit Google Ads neue Zuschauer und letztlich neue Abonnenten zu gewinnen, obwohl man noch kein ‚grosser Player‘ ist.

Der Vorteil: Du kannst schon mit kleinem Budget einiges erreichen.

Obwohl natürlich der Effekt umso grösser ist, je mehr Geld Du zur Verfügung hast. Mit Google Ads behältst Du aber immer die Kontrolle und kannst genau angeben, wie viel Du einsetzen möchtest. Die ausführlichen Statistiken helfen, das Werbebudget optimal einzusetzen.“

Danke für die Tipps, Juliane!

Es geht nicht um Zahlen!

Bei all diesen Tipps gilt es, im Kopf zu behalten, dass Deine Zuschauer Menschen sind und keine Nummern.

Es geht nicht um reine Statistiken oder darum, einfach möglichst viele Abonnenten auf Deinem Kanal zu haben. Sondern Du möchtest, dass Deine Inhalte gesehen werden, dass sie den Leuten weiterhelfen und Freude bereiten.

Behalte dies auch bei der Produktion Deiner Videos in Erinnerung. Wenn Du das tust, was Dir selber Freude macht, und weitergibst, wofür Du eine Leidenschaft hast, werden…

  1. Deine Videos besser und
  2. machst Du Dich nicht abhängig von deinen Zuschauerzahlen.

SEO können die Wirkung Deiner Videos verstärken. Sie können aber niemals inhaltliche Qualität ersetzen.

Was ist Deine Erfahrung?

Was hat bei Dir genutzt, damit Deine Videos mehr Reichweite hatten?

Zum Thema YouTube habe ich Dir einen Ratgeber mit Checkliste zusammengestellt. Dann kannst Du diese Tipps jederzeit wieder hervor nehmen oder auch ausdrucken und mit dem Schreiber ankreuzen. Hole Dir den Ratgeber hier:

PDF: YouTube-Tipps

Für diesen Blogpost habe ich neben meinem eigenen Wissen Artikel von Backlinko und Digital Media Manager als Informationsquelle verwendet.

5 Gründe für Untertitel – und wie das SRT-Format Dich weiterbringt

Untertitel finde ich eigentlich störend. Als Videoproduzentin ist mir ein schönes Bild wichtig. Allerdings…

Oft bringen SRT-Untertitel in deinen YouTube- oder Facebook-Videos dir mehr Vorteile, als erwartet.

Vor etwa zwei Jahren bekam ich von einem Auftraggeber die Anweisung, ein deutsch gesprochenes YouTube-Video noch deutsch zu untertiteln. Warum? Aus guten Gründen.

Untertitel werden immer gefragter

Viele Leute schauen Videos auf dem Smartphone unterwegs und haben manchmal keine Kopfhörer eingesteckt. Mit Untertiteln kommt der Inhalt des Videos dennoch rüber.

Das Video, das ich damals untertitelt habe, war vom gesamten Konzept her auf Mobile ausgelegt.

Und das mobile unterwegs-sein ist nur einer der Gründe.

Was Untertitel dir sonst noch bringen, darauf gehe ich in diesem Artikel ein: Ich gebe Dir 5 gute Gründe für Untertitel.

Und dann geht es auch darum, dass Untertitel immer mehr können. Dass sie flexibler sind und man als Konsumentin mehr individuell einstellen kann. Ich stelle Dir das SRT-Format vor, das dies ermöglicht.

Wie Du SRT-Untertitel erstellen kannst, zeige ich Dir in meinem Ratgeber „SRT-Untertitel erstellen“.

SRT-Untertitel PDF Ratgeber Judith Steiner

5 Gründe für Untertitel

1. Übersetzung

Ganz klar: Sehr häufig werden Untertitel immer noch als Übersetzung gebraucht.

Wenn der Interviewpartner Französisch spricht, aber das Video auch in der Deutschschweiz gesehen wird, ist eine Untertitelung die beste und kostengünstigste Lösung. Auch wenn Du ein Schweizerdeutsch gesprochenes Video in Standard-Deutsch untertitelst, ist das eine Übersetzung!

Die Alternativen: Bei Newsbeiträgen im Fernsehen kommen selten Untertitel zum Einsatz. Dort spricht häufig ein Sprecher in der Zielsprache über die leiser gemachten fremdsprachigen Aussagen („overvoice“). Bei Filmen und in der Werbung wird oft synchronisiert.

2. Unterwegs oder im Büro ohne Kopfhörer

Einen der wichtigsten Gründe für Untertitel habe ich bereits erwähnt: Leute schauen Videos häufig ohne Ton. Im Zug ohne Kopfhörer, während der Arbeit (Kopfhörerverbot in vielen Büros), in einer lauten Umgebung, oder wenn es einfach gerade zu umständlich wäre, die Kopfhörer hervorzusuchen, aber mit Ton in dieser Situation gerade nicht geht.

Ganze 82% der Videos auf Facebook werden ohne Ton angeschaut. Für in Websites eingebettete Videos habe ich keine solche Zahl, doch es wird dort ähnlich sein.

Es ist also eigentlich unverzichtbar, ein Video zu untertiteln, damit Deine Message oder die Deines Interviewpartners rüberkommt. Du erschliesst Dir damit ein Publikum, das sonst nichts von Deinem Video hat und es deshalb auch nicht beachtet.

Achtung: Beim Untertiteln nicht freestylen

Wenn Ton- und Untertitelsprache die gleiche ist, empfehle ich, 1:1 das Gleiche zu übernehmen und in den Untertiteln wenn immer möglich nicht zu kürzen oder zu paraphrasieren. Denn wenn jemand gleichzeitig zuhört und liest, stört es extrem, wenn die Untertitel vom Gesprochenen abweichen. (Natürlich ohne „ähm“s u.ä. 😉 )

Übrigens unterscheidet man bei Untertiteln zwischen „Closed Captions“, die ein- oder ausgeschaltet werden können, und „Open Captions“, die fix zum Video gehören.

3. Videos starten im Autoplay-Modus

Facebook pusht Videoinhalte. Dazu gehört Autoplay: Videos starten schon, ohne dass man darauf klickt. Auch bei Twitter und LinkedIn ist das so, und auch YouTube-Videos starten automatisch, wenn sie über einen Link geöffnet werden.

Die meisten Videos (ausser YouTube) starten dabei ohne Ton, zumindest wenn das Smartphone auf lautlos gestellt ist. Wenn Dein Video Untertitel hat, holst Du die Aufmerksamkeit der Internetnutzer in diesem Moment ab. Denn das Auge liest Text automatisch mit. Unvermittelt schenkt man einem solchen Video und seinem Inhalt Aufmerksamkeit, ohne dies bewusst gewollt zu haben.

Facebook gibt an, dass die Dauer, die Videos mit Untertiteln angeschaut werden, um 12% länger ist als ohne Untertitel.

Das kann sich positiv auf die Reichweite Deiner Videos auswirken: Facebook schliesst aus der längeren Sehdauer, dass Deine Inhalte interessant sind, und positioniert sie deshalb an höherer Stelle.

4. Barrierefreiheit

Thinh-Lay Bosshart ist mit ihrer Agentur BossharTong spezialisiert auf barrierefreies Web. Ich habe sie schon ein paar Mal um Tipps gebeten, weil sie sich mit dem Erstellen von Untertiteln sehr gut auskennt.

Für diesen Blogeintrag habe ich Thinh-Lay gefragt, ob es in diesem Bereich auch gesetzliche Richtlinien gibt. Sie gab mir folgende Auskunft:

„In der Schweiz ist seit 2004 das Behindertengleichstellungsgesetz in Kraft. Das BehiG betrifft auch die Barrierefreiheit im Web. Was als barrierefrei gilt, ist in den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.0) des W3C festgelegt. Diese Richtlinien dienen als Grundlage für die Anforderungen an Behörden und Unternehmen.

Ein Grundprinzip ist, dass Informationen für alle Menschen wahrnehmbar sein sollen. Im Idealfall werden damit zwei oder mehr Sinne angesprochen.

Bei Video-Content braucht es also eine gleichwertige Textalternative. Das kann in Form eines beschreibenden Textes sein, oder in Form einer Audio-Deskription; einer zusätzlichen Tonspur, in der die Szenen beschrieben werden. Auf diese Weise ist der Inhalt auch für Menschen mit Sehbehinderung oder für Blinde zugänglich.

Für gesprochene Inhalte braucht es Untertitel, damit der Inhalt für Menschen mit Hörbehinderung zugänglich ist.“

Untertitel: Nicht Empfehlung, sondern Pflicht

Grundsätzlich sind auch private Unternehmen gesetzlich verpflichtet, alle Inhalte barrierefrei zur Verfügung zu stellen, um niemanden zu diskriminieren. Untertitel sind also mehr als nur empfohlen – sie sind Pflicht. Halten sich Unternehmen an diese Richtlinien?

„In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass die Mehrheit aller Unternehmen dieser Pflicht nicht nachkommen“, bedauert Thinh-Lay Bosshart. Betroffene, die sich diskriminiert fühlen, müssten nämlich tatsächlich rechtlich aktiv werden. „Das macht verständlicherweise kaum jemand.“

Auf der Website von BossharTong gibt es weiterführende Informationen und Links zum Thema Barrierefreiheit sowie auch eine Anleitung für Untertitel.

5. Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Nicht zuletzt verschaffen Dir Untertitel auch einen Vorteil bei den Suchmaschinen. Wenn Du sie in eine separate Textdatei verpackst, ist diese für Suchroboter sichtbar. Dadurch wird Dein gesamtes Video indexiert, nicht nur der Titel und die Kurzbeschreibung.

Das verbessert das Ranking Deiner Videos bei Google etc. Das Video kann bei einer Suche besser gefunden werden.

Auch innerhalb einer firmeneigenen Website werden Videos mit einer separaten Untertitel-Textdatei bei einer Begriffs-Suche mit einbezogen.

Aus der Not eine Tugend

Untertitel sind also nicht einfach störende Elemente im Video. Sie können auch einiges und bringen Dir als Videoproduzentin durchaus Vorteile.

Kennst Du die Online-News-Videos, die mit auffallendem, weiss/gelb/schwarzem Text funktionieren? AJ+, oder in der Schweiz Nouvo SRF. Sie machen sozusagen aus der Not eine Tugend:

Diese Formate machen die Untertitel zu ihrem Programm. Sie vermitteln News kurz, direkt und rein visuell – ohne Einbusse, wenn man das Video ohne Ton anschaut. Der Text (von „Untertiteln“ kann man hier eigentlich nicht mehr sprechen) spielt eine zentrale Rolle. Die Videos sind optimiert für ein junges Zielpublikum und für Mobile.

Das SRT-Format

Untertitel ausblenden, die Sprache wechseln, die Schrift vergrössern – all das ist möglich mit dem SRT-Untertitelformat. Es gibt auch noch andere solche Formate (.sub, .ass, .ssa), aber SRT ist am gängigsten.

Was bedeutet SRT? SRT steht für SubRip. Die Untertitel sind in einer Textdatei verpackt, die zusätzlich zum Video produziert wird und die Endung .srt hat. SRT kann in Facebook oder YouTube usw. genutzt werden.

Du kannst eine SRT-Datei entweder im Text-Editor oder mit einem speziellen Programm erstellen. Praktische Tipps dazu findest du in meinem SRT-Ratgeber unten.

Untertitel-Einstellungen personalisieren

So sieht die Subtitle-Optionen bei YouTube aus, wenn ein Video SRT-Untertitel enthält und man „Einstellungen“ > „Untertitel“ > „Optionen“ öffnet:

So können z.B. Personen mit einer leichten Sehbehinderung die Untertitel vergrössert anzeigen lassen.

Auch bei Facebook kann man die Anzeigeoptionen für Videos mit SRT-Untertitel festlegen, und zwar über „Einstellungen“ > „Videos“ > „Anzeige der Untertitel“ > „bearbeiten“:

Zeit- und Sprachcode

Wann welcher Untertitel einzublenden ist, wird über einen genauen Timecode festgelegt. Wenn man eine SRT-Datei in einem Textprogramm öffnet, sieht das dann zum Beispiel so aus:

Auch der Dateiname ist codiert, und zwar bezüglich der Sprache: Auf Deutsch z.B. Untertitel_Apfelvideo.de_DE.srt – das heisst: Deutsch, wie es in Deutschland gesprochen wird.

Ein zweites Beispiel: Die Endung für Spanisch, wie es in Kolumbien gesprochen wird, ist es_CO, Spanisches Spanisch wird es_ES codiert. (Die Schweiz ist in der SRT-Sprachenliste nicht vorhanden.)

Nützlich: Transkripts aus SRT-Untertiteln

SRT-Untertitel kann man sich bei YouTube auch als Transkript zum jeweiligen Video anzeigen lassen. So kann man anhand des Textes an einen bestimmten Punkt im Video springen.

Die Transkript-Funktion ist auch besonders nützlich, wenn jemand mit Inhalten aus einem Video weiterarbeiten will.

Zum Beispiel im Rahmen einer Recherche: Dann kann man sich beispielsweise das Transkript speichern oder ausdrucken, oder ein Zitat direkt und deswegen auch bestimmt korrekt herauskopieren.

So sieht das zum Beispiel auf YouTube aus, wenn ein Video SRT-Untertitel hat und ich die Transkript-Funktion einschalte:

Anleitung zum Erstellen von SRT-Untertiteln

Du kannst SRT-Untertitel relativ einfach selber erstellen. YouTube versucht sogar, Untertitel automatisch zu erstellen. Es gibt verschiedene Tools und auch kostenlose Apps, die dir dabei helfen. Acht der besten Möglichkeiten dazu zeige ich Dir in meinem Ratgeber „SRT-Untertitel erstellen“.

SRT-Untertitel PDF Ratgeber Judith Steiner

Live-Videos im Trend: 5 Gründe, warum sie sich lohnen

Früher war es undenkbar, dass Privatpersonen eigene Videos in die ganze Welt verbreiten. Nur Fernsehstationen konnten live senden. Heute hat sich das verändert: Live-Videos sind ein Riesen-Trend. Alles, was man braucht, sind ein Smartphone und Internetempfang.

In den USA boomen Live-Videos. Sie sind auch spannend für Firmen und Geschäftsleute: Experten machen Live-Schaltungen zu Produkten und Themen und erreichen damit sehr viele Zuschauer.

Videos bringen uns Menschen näher. Live-Videos noch mehr.

1. Live schafft Nähe

Kommunikation wird auch übers Internet immer unmittelbarer. YouTube ist bereits sehr direkt, da es jedem erlaubt, Videos zu verbreiten. Aber es ist vorproduziert (teilweise sehr aufwändig) und nicht zeitgleich. Live wirkt noch authentischer und weil man als Zuschauer die Gelegenheit hat, direkt dabei zu sein, auch exklusiver. Live schafft Nähe und damit Vertrauen.

 

2. Es ist super-simpel, Inhalte schnell ins Netz zu bringen

Periscope war die erste App, welche das live-streamen vom Smartphone extrem einfach machte. Inzwischen ist Facebook ganz vorne mit dabei und pusht Live-Videos sogar aktiv, indem sie in den Timelines weiter oben angezeigt werden. YouTube verfügt über eine Live-Funktion, und neuerdings lassen sich auch auf Instagram und Twitter Videos streamen. Instagram Stories und Snapchat ermöglichen das einfache Produzieren von (fast) Live-Videos. Eine spannende Variante, schnell Inhalte zu produzieren und direkt ins Netz zu bringen!

Je nach Einstellung sind die Videos danach noch 24 Stunden sichtbar oder bleiben online, damit man sie auch später noch anschauen kann. Bei Snapchat und Instagram lassen sich die Videos auch gezielt an einzelne Leute verschicken oder löschen sich nach dem Anschauen selbst.

 

3. Zwei-Weg-Kommunikation dank Live-Videos

Bei Live-Videos gibt es nicht einfach „Sender“ und „Empfänger“. Die Kommunikation läuft auf beide Seiten: Zuschauerinnen und Zuschauer können Kommentare schreiben oder mit Herzchen ausdrücken, dass ihnen der Stream gefällt. Ich als Produzentin sehe, wer neu dazukommt und kann die Leute begrüssen. Beide Seiten können Fragen stellen und beantworten. Das schafft neue Möglichkeiten.

Der Vergleich mit Webinars drängt sich auf. Diese Tools können zwar verglichen mit Livestreams mehr, aber sie sind fürs Publikum weniger einfach. Im Live-Video muss man sich nicht anmelden, sondern kann ganz einfach reinzappen. Jeder, der deine Seite abonniert hat, sieht im Feed, wenn du live bist. Umgekehrt kann ein Live-Video auch ganz spontan gemacht werden, ohne Ankündigung.

 

4. Es muss nicht perfekt sein

Live-Videos sind casual. Ein Live-Video kann auch aus der Hand gefilmt werden, ohne Stativ, es darf Hochformat sein.

Die Regeln sind aber die gleichen wie allgemein bei der Videoproduktion: Gibt es zu viele Umgebungsgeräusche, lohnt es sich, ein Mikrofon zu verwenden. Wenn ein Video zu verwackelt ist, schalten die Leute weg. Ein Stativ macht die Hände frei, damit man zum Beispiel etwas demonstrieren kann.

Hol dir meinen kostenlosen Ratgeber: „Zubehör fürs Filmen mit dem Smartphone“. Dort findest Du Empfehlungen für Mikrofone und Stative.

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

 

5. In der Schweiz noch viel Potenzial

Die Zeitverschiebung zu den USA bewirkt, dass weniger Leute aus Europa zu den amerikanischen Videos zuschalten. Die Konkurrenz ist also begrenzt. Hier gibt es im deutschsprachigen Raum noch viel Potenzial. Gerade weil hierzulande noch nicht viele Leute Live-Videos machen, ist es möglich, vieles einfach mal frei auszuprobieren.

 

Live-Videos für Firmen

Ich gebe viele Video-Workshops für Firmen, die mit selbst produzierten Videos näher zu ihren Kunden möchten. Noch näher kommt man mit Live-Videos – da eröffnen sich viele einfache Möglichkeiten.

Ein Beispiel: Das erste Mal habe ich Facebook Live erlebt, als ich in Basel im Auftrag von V-Zug an der Messe „Swissbau“ filmte. Der „Koch des Jahres“ war am Messe-Stand, und anstatt dass man mit Verzögerung darüber berichtet hätte, machten die Verantwortlichen gleich ein Live-Video mit ihm. So erhielten die Facebook-Fans von V-Zug das Gefühl, live etwas mitzuerleben.

 

Zusätzliche Software für Live-Videos

Kürzlich habe ich Facebook Live ausprobiert (schau’s Dir an). Auch auf YouTube habe ich einen Livestream gemacht.

Bei Facebook habe ich direkt in der App auf meinem iPhone den Livestream gestartet, ohne etwas zu installieren. Für den Livestream auf YouTube musste zuerst eine Software installieren. Dieser Weg war einiges umständlicher. Für den YouTube live Test habe ich „Wirecast“ (Testversion) verwendet. Im Video kannst Du deshalb ein Wasserzeichen sehen. Ich habe den Stream mit meiner Webcam aufgenommen.

Mit Airserver“ könnte ich mein iPhone auf dem MacBook spiegeln und so auch von meiner iPhone Kamera ein YouTube-Live-Video senden.

Unterdessen empfahl mir mein Mann Sam Steiner die Software „OBS“. Sie ist gratis. Man kann damit sowohl Live-Videos für YouTube als auch Facebook machen. Der Vorteil einer solchen Software: Man kann mehrere Kameras benutzen und zum Beispiel auch Bauchbinden einblenden. Hier mein YouTube Live-Video:

 

Meine Live-Video-Strategie

Ich werde zukünftig alle zwei Wochen, am Freitagmorgen um ca. 9.30 Uhr, live auf meiner Facebook Fanseite Judith Steiner Videoproduktion sein. Dort werde ich über die Inhalte meines neusten Blogbeitrags sprechen und kurze Fragen beantworten. Alternierend in den Wochen dazwischen gibt es auf meinem privaten Profil einen Stream, in dem ich etwas über das Leben plaudere 🙂

Ich nutze die Kraft von Video, habe aber im Unterschied zu meinen YouTube-Videos keinen Schnitt-Aufwand.

Meine Live-Videos werde ich im Querformat filmen. Erstens gefällt mir der breite Ausschnitt besser. Zweitens kann ich Breitformat mit jedem Stativ aufnehmen – bei Hochformat ist nicht jedes Stativ mit dem iPhone kompatibel.

Verbinde dich mit mir auf Facebook, damit du die Live-Sessions nicht verpasst!

Darf ein Video im Hochformat sein?

Früher war Video einfach ein Breitformat. Und das war selbstverständlich, denn der Fernseherbildschirm und auch die Kinoleinwand waren einfach breit.

Und heute? Immer mehr Leute filmen mit Ihrem Smartphone Hochformat. Gibt es eine Berechtigung für Videos im Hochformat?

Querformat oder Hochformat

Schaust du so Fernsehen?

Bisher habe ich immer Querformat gepredigt. Jedoch hat sich online einiges getan. Das Bild oben, das „Filmemacher Deutschland“ auf Facebook gepostet haben, hat dort für viel Aufregung gesorgt.

Ich wurde auf dieses Bild aufmerksam, weil mich dort auch jemand in den Kommentaren erwähnt hat. Hier möchte ich mich ausführlicher zum Thema äussern:

Hochformat entwickelt neuen Markt

„Hochformat-Video-Vertreter“ sagen, dass ein Smartphone im Hochformat natürlich in der Hand liegt und es umständlich ist, das Handy für jedes Video ins Querformat zu drehen. Der Instant-Messaging-Dienst Snapchat hat das Problem erkannt und bietet neuerdings Videos auch im Hochformat an.

Falls du Snapchat noch nicht kennst: Das ist ein Dienst der es ermöglicht, Daten an Freunde zu schicken. Diese Daten „zerstören“ sich jedoch nach kurzer Zeit von selbst und bleiben dem Empfänger nur kurz erhalten.

Vox produziert Videos im Hochformat

Doch auf Nachrichtenkanäle wie Vox haben Snapchat für sich entdeckt.  Vox bereitet jeden Tag ein Thema extra für Snapchat auf und produziert dafür Videos im Hochformat. Diese Videos füllen den Bildschirm aus, auch wenn das Smartphone nicht gedreht wird:

Periscope kann hoch und breit

In den Kommentaren zum Facebook-Bild der Deutschen Filmemacher wurde häufig mit Periscope argumentiert. Die Persicope-App ermöglicht Videoübertragungen in Echtzeit, und zwar zu Beginn nur im Hochformat.

Mittlerweile ist das Filmen und Übertragen auch im Querformat möglich.

Darf ich Hochformat filmen?

Meine Antwort: Wenn du ein Video auf deinem Smartphone drehst und dieses später bestimmt auch nur auf deinem Smartphone anschaust, ist Hochformat okay. Wenn du es jedoch auf einem anderen Medium anschauen möchtest, benutze bitte Querformat. Denn dieser „Vorhang-Effekt“ mit zwei schwarzen Balken ist einfach unansehlich.

Warum warnte mich niemand früher vor Hochformat?

Eine Mutter besuchte bei mir einen Final Cut Pro x Kurs, damit sie Ihre Familienvideos zusammen schneiden konnte. Die Videos im Querformat konnte sie schön aneinander reihen, die im hohen Format bekamen entweder zwei schwarze Balken auf der Seite oder sie musste das Bild stark aufziehen, damit es den Bildschirm ausfüllte. Dabei gingen Bildqualität und viele Bildinformationen verloren. Sie meinte enttäuscht: „Warum warnte mich niemand früher vor Hochformat?“

Eine kleine Handbewegung, die viel bewirkt

Deshalb warne ich hier alle iPhone- und Android-Filmer: Das Smartphone mag vielleicht im Hochformat natürlicher in der Hand liegen doch ein gutes Video sollte doch die Handbewegung um 90 Grad wert sein.

Die Veränderung des Videokonsums birgt Chancen für Selbstgedrehtes

Statistik Videokonsum online
Die Band The Buggles schrieb 1979 mit ihrem Welthit „Video killed the radio star“ Geschichte. Interessanterweise war dies das allererste Video, das jemals auf MTV ausgestrahlt wurde. Für die Buggles blieb es bei diesem einen Erfolg, das Phänomen neues Medium verdrängt altes Medium scheint jedoch aktueller denn je. Oder wie ein es die Band The Limousines vor ein paar Jahren ausdrückte: „Internet killed the video star„.

Videokonsum immer und überall

Für Freunde des Videos gab es früher bloss die Möglichkeit, TV zu schauen oder ins Kino zu gehen. Heutzutage scheinen die Möglichkeiten dank Kanälen wie Youtube oder Vimeo unendlich. Mit unseren Smartphones können wir jederzeit und überall auf diese Videos zugreifen. Das beeinflusst auch den Videokonsum.

1. Platz für Musikvideos

Am liebsten schauen die Leute Musikvideos online, wie die Statistik oben zeigt. Nicht selten sind die Superstars, die heute teure und hochwertige Videos drehen können dank Youtube berühmt geworden. Bekanntestes und umstrittenstes Beispiel dafür ist Justin Bieber.

Eine Kamera, ein Knopfdruck, ein Talent

Unter den Musikvideos gibt es die teuren „High-End-Produktionen“. Es gibt aber auch sehr viele Musikvideos, die ganz einfach gemacht sind. Der Musiker stellt eine Kamera auf, nimmt die Gitarre und beginnt zu singen. Ist er talentiert, kann er mit einer Kameraeinstellung Tausende von Leuten erreichen.

Das Video unten fand ich über Twitter mit der Frage „Kennt ihr die schon?“. Ich schaute hinein, dachte in den ersten drei Sekunden, dass ich schnell wegzappe, blieb aber bis am Schluss dran.“

2. Platz für selbstgedrehte Videos

Mit diesen Videos sind wir bereits beim zweiten Rang auf der Statistik. Die selbstgedrehten Videos punkten mit Charme, Ausstrahlung und Herz. Die Artisten sind „normale“ Menschen und könnten unsere Nachbarn sein oder am Elternabend neben uns sitzen.

3. Platz für Trailer

Ebenfalls stets beliebt sind und bleiben die Trailer. Es ist doch einfach praktisch, wenn man sich schnell einen Überblick verschaffen und entscheiden kann, ob der Film die 90 Minuten Lebenszeit oder zwanzig Franken Eintritt wert ist.

4. Platz für Gebrauchsanweisungen

Was früher die Gebrauchsanweisung war, nennt sich heute das Tutorial. Diese kommen entweder in professioneller Form daher und erklären beispielsweise die Handhabung des neusten Dyson Staubsaugers. Sie können jedoch auch ganz simpel im Wohnzimmer gedreht werden und die perfekte Anwendung eines Eyeliners aufzeigen. Tutorials sind wie geschaffen für Menschen wie mich, die sich kurz und bündig informieren möchten ohne dazu ewig in Papieren zu blättern.

Julia Graf brachte es mit Schmink-Tutorials zum erfolgreichsten privaten Schweizer YouTube Kanal. Ihr Video für 12 verschiedene Eyeliner-Anwendungen wurde über 4,5 Millionen Mal angeschaut.

Die letzten Plätze für die längeren Filme

Auf den letzten Plätzen der Beliebtheits-Umfragen finden sich Serien, Filme und auch Zeichentrickfilme. Diese Angebote konnten bisher kaum online konsumiert werden. Verschiedene Streamingangebote und Bezahlmöglichkeiten auf Videoplattformen machen das heute möglich. Sie werden aber diese Statistik nicht völlig auf den Kopf stellen.

„Kurz und knackig“ bleibt Leader

Weil wir in der Kaffeepause,  unterwegs oder vor dem Einschlafen einfach lieber auf kurze und knackige Filmchen zugreifen. So werden Youtube und Co. auch in Zukunft noch mehr Nutzer verzeichnen können. Nutzer, welche gerne auch Selbstgedrehtes schauen, weil es echt und authentisch ist, oder informativ und hilfreich, oder zum Lachen bringt und berührt.

Drei verschiedene Möglichkeiten der Videoproduktion

Drei Möglichkeiten der Videoproduktion

Es muss nicht immer die teure Highend-Videoproduktion sein

Schaut man sich heute die sozialen Netzwerke an, sind die geposteten Videos der User kaum zu übersehen. Videobotschaften werden heute immer wichtiger, nicht nur für Privatpersonen.

Auch Unternehmen bedienen sich dieser Technik – jedoch nur teilweise, da viele dieser Unternehmen noch der Meinung sind, dass Videoproduktionen zu aufwendig und zu teuer sind. Doch hier muss unterschieden werden: früher wurden viele Werbespots für das Fernsehen produziert, die dementsprechend in einer hohen Qualität (Highend-Produktion) hergestellt werden müssen. Zusätzlich kostet der Sendeplatz im TV viel Geld, sodass hier einige 100.000 CHF an Kosten entstehen.

Mittlerweile gibt es deutlich einfachere Möglichkeiten Videos zu erstellen, die zudem wesentlich günstiger sind. Heute ist der Anspruch der User ein anderer als früher. Auf YouTube sind Videos gefragt, die authentisch, echt und hilfreich sind.

1. Möglichkeit: Videos selber drehen

Die meisten von uns besitzen ein Smartphone, welches bereits mit einer guten Kamera ausgestattet ist.

Apps wie Instagram und Vine laden regelrecht dazu ein, kleine Videos selbst zu gestalten, um einen Einblick in die Situation und der Stimmung des Ortes wiederzugeben. Zudem gibt es Apps, die die Kamera unseres Smartphones erheblich verbessern können. Mit der App „Filmic Pro“ können wir sogar den Fokus und die Blende manuell festlegen und damit hervorragend Stimmungsbilder sammeln.

Will ich diese Bilder unterwegs zu einem kleinen Clip zusammen fügen, bearbeite ich das Video in der iPhone App iMovie und dann den kurzen Stimmungsbericht gleich auf Facebook, YouTube und Co. teilen.

Auch kleine Handycams und Fotokameras stehen für den Videodienst bereit. Schnittprogramme werden immer günstiger, sodass für die Eigenproduktion kaum Geld investiert werden muss.

2. Möglichkeit: Produktionen über VJs

Bei dieser Variante gibt es eine Person, die die Produktion von A bis Z selbst übernimmt. Man sagt ihr VideojournalistIn (VJ). Das heisst, sie führt die Kamera, leitet das Interview, schneidet im Nachgang, schreibt und vertont einen Off-Text und legt Musik in den Hintergrund.

Diese Person nimmt also alle Arbeiten vor, bis der Beitrag vollständig fertig ist. Eine eigene Ausrüstung und ein eigener Schnittplatz sind heutzutage sehr kostengünstig und machen somit diese One-WoMan-Show möglich. Das spart Zeit und Manpower und führt zu günstigeren Preisen.

Was kann ein Videojournalist demnach bieten: Er/sie kann Interviews führen, Testimonials aufnehmen, Eventberichte mit Stimmungsbildern und Stimmen der Besucher erstellen, kleine Imagefilme drehen, Portraits sowie redaktionelle Newsberichte anfertigen.

Die fertigen Videoproduktionen kann das Unternehmen auf seiner Webseite oder auf sozialen Netzwerke veröffentlichen.

3. Möglichkeit: Highend-Produktionen

Highend-Produkte werden für aufwendige Firmenfilme, TV-Spots für Fernseh oder Kino und Werbefilme im Internet erstellt.

Hierzu wird zum einen eine Agentur für das Drehbuch benötigt. Zum anderen sind ein Regisseur, ein Kameramensch sowie Personen für Licht und Ton unerlässlich. Das Licht wird aufwendig und perfekt gesetzt. Der Ton mit verschiedenen Mikrofonsystemen aufgenommen. Dazu kommen oft Schauspieler, Visagisten etc. Was grosse Kosten mit sich bringt.

Die Produktionsgrössen dazwischen

Dennoch gibt es auch Produktionsformen, die zwischen den drei Genannten liegen.

Beispiel:
Eine Firma will in ihren Kursen zu Beginn ein kleines Anleitungsvideo zeigen, Anweisungen für Raucher, für Esser und Flüchtende im Fall, dass es brennt. Diese Videos sollen klare „Verhaltensregeln“ transportieren, aber lustig, unterhaltsam und „kinomässig“ daher kommen.

Eine solche Produktion kann ein Videojournalist nicht alleine umsetzen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, den Beitrag in einem kleinen Team zu erstellen. Videojournalisten haben ein grosses Netzwerk und können dementsprechend die richtigen Personen organisieren. Ich biete diese Zwischenlösungen auch an.

Zwischen den selbstgedrehten Videos und den VJ-Produktionen liegen auch kleine Filmwelten. Wer einige Tricks der Videokunst kennt, kann aber schon mit einem Smartphone Filme erstellen, die professioneller wirken, als viele Videobotschaften im weltweiten Netz.

Hilfreiche Tipps findet Ihr hier in meinem Blog, bekommt Ihr mit meinem Newsletter oder lernt Ihr in meinem Videokurs.

Wie wertvoll sind virale Videos?

Der Werbeclip „The Swisscom S5 Pulse Challenge“ verbreitet sich in der Schweiz auf den sozialen Plattformen. Als ich ihn gestern Mittag (17. Juni) auf Facebook teilte, hatte er rund 4000 Views. 29 Stunden später sind es bereits über 31’000. Nach Kevin Nalty (YouTube) gilt heute ein Video als viral, wenn es innerhalb von 3 bis 7 Tagen mehr als 5 Millionen angeklickt wurde.
Schafft die Swisscom ein weiteres virales Video?

Erstes virales Video der Swisscom

Vor einem Jahr veröffentlichte die Swisscom mit „All eyes on the S4“ bereits ein Video im ähnlichen Stil. Ein paar „gekaufte Views“ halfen zwar am Anfang, den Film unter die Leute zu bringen (alike.ch berichtete), danach verbreitete er sich aber sehr schnell. Nach einer Woche wies der Clip bereits 2,6 Millionen Views auf.

Statistik Galaxy S4

Für die Schweiz sind das Grossartige Zahlen. Bei so vielen Views würde ich von einem viralen Erfolg sprechen.

Besonders wertvoll sind die neuen Abonnenten

Die Leute fragen oft, wie komme ich zu einem viralen Video? Solche Klickraten auf einem Video sind für die Swisscom und Samsung natürlich toll. Aber viel wichtiger scheint mir die Frage nach den Abonnenten. Vor dem Erfolg des Galaxy S4 Videos hatte die Swisscom 1200 Abonnenten ihres YouTube Kanals. Heute sind es 5581. In meinen Augen sind diese Zahlen noch wertvoller.

Über 1 Million Subscribers

Passion4Profession ist zur Zeit der meist abonnierte Schweizer-YouTube-Kanal (Socialbaker.com). Sie haben über eine Million Subscribers. Bei jeder Veröffentlichung von einem neuen Fitness-Video auf Passion4Profession werden über 1 Million Menschen darüber informiert. Die Kundenbindung ist viel stärker.

Die Chance für kleine Unternehmen

Virale Videos sind oft aufwendig produziert, somit eher teuer. Kleine Firmen, die bei YouTube in erster Linie an virale Videos denken, scheuen zurück und lassen es mit den Bewegtbildern ganz bleiben. Was zu kurz gedacht ist. Um eine Firma dem Kunden näher zu bringen, hilft Video. Video kann die Menschen hinter dem Brand zeigen, die Firmenphilosophie vermitteln, Produkte vorstellen, Bedienungshilfen geben und vieles mehr. Solche Videos generieren nicht Millionen von Views, aber gewinnen Abonnenten, die gerne bei der Firma dran bleiben.

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