Kategorie: Mikrofone

Meine Video-Ausrüstung, Teil 3: Für professionelle Drehs

Vor meiner Sommerpause habe ich Dir meine Video-Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone und zum Filmen auf Reisen vorgestellt. Vielleicht hast Du davon in den letzten Wochen schon etwas ausprobieren können!

Im dritten und letzten Teil meiner Ausrüstungs-Serie zeige ich Dir meine Profi-Ausrüstung. Ich benutze sie, wenn ich zu Kunden gehe, um Interviews und B-Roll zu filmen, aber auch, wenn ich im Büro Tutorials aufnehme.

Professionell, aber mobil

Kern der Ausrüstung ist die Sony PXW FS5, meine grosse Videokamera. Es gehört aber neben der Kamera noch viel mehr zu dieser Ausrüstung.

Insgesamt füllt dieses Equipment drei Taschen. Darin ist alles gut und übersichtlich verstaut.

  1. Tasche: Kamera und -Zubehör
  2. Tasche: Stative
  3. Tasche: Licht

 

1. Das Kernstück: Der Kamerakoffer

Meine Kamera Sony PXW-FS5

Über meine Kamera und was mich daran überzeugt, habe ich hier einen ausführlichen Blogpost geschrieben.

Das Kit-Objektiv, das von Anfang an dabei war, benutze ich vor allem für Reportagen. Denn wenn es schnell gehen muss, ist der Auto-Fokus sehr nützlich. Dank der grossen Brennweite kann ich nahe hinzoomen, ohne das Objektiv zu wechseln. Dafür kriege ich wegen der eher grossen Blendenzahl nicht so viel Tiefenunschärfe.

 

Zusätzliche Objektive

Ich habe mehrere zusätzliche Objektive. Mit dem Canon-Objektiv EF 24-70mm arbeite ich am liebsten. Die Brennweite lässt sich verändern und ich kann mit einer kleinen Blende arbeiten und kriege so eine schöne Tiefenunschärfe ins Bild. Ich muss zwar den Fokus manuell verstellen, aber das bin ich mich gewohnt.

Damit ich an meiner Sony-Kamera überhaupt Canon-Objektive montieren kann, brauche ich einen Adapter. Meiner ist der Speed-Booster von Meta Bones.

Mein Tele-Objektiv ist von Sony. Damit kann ich nahe heranzoomen – zum Beispiel an einem Event, wo ich die Leute aus der Entfernung filmen möchte, oder in der Natur, wenn ich zu Fuss nicht näher heran kann. Auch damit lassen sich schöne Bilder aufnehmen, auch mit Tiefenunschärfe.

 

Für den guten Ton: Mikrofone und Kopfhörer

Ein Richtmikrofon Røde NTG-1: Damit nehme ich die Umgebungsgeräusche auf. Wenn es mal windig ist, kann ich einen Windschutz montieren.

Meine Funkstrecke von Sennheiser ist immer mit dabei. Der Empfänger wird auf der Kamera montiert und den Sender erhält mein Interviewpartner. Meine Funkstrecke Sennheiser EW100-G3 ist heute nicht mehr erhältlich. Eine Alternative ist das Sennheiser ew 112P G4-B.

 

Sennheiser ew 112P G4-B

Damit die Funkstrecke komplett ist, braucht es noch ein Mikrofon: Ich arbeite mit einem Lavaliermikrofon von Voice Technologies, dem VT506WATER. Wie der Produktname schon antönt, ist es wasserfest und hält Regen aus.

Ein Handmikrofon MD 46 von Sennheiser. Damit führe ich Interviews. Dazu gehören ein XLR-Kabel (3 m, z.B. bei Brack erhältlich) und ein Büsi (Fellüberzug), damit Windgeräusche minimiert werden.

Richt-, Hand- oder Lavaliermikrofon: Wann sich welcher Mikrofontyp am besten eignet, beschreibe ich in diesem Blogpost.

Wenn ich nicht selber vor der Kamera stehe, habe ich immer meinen Kopfhörer auf. Es ist mir sehr wichtig, immer volle Kontrolle über den Ton zu haben.

 

Akkus, Batterien und sonstiges Kleinzubehör

Ein Ersatz-Akku Sony BP-U30 für die Kamera ist Gold wert: Damit kann ich über zwei Stunden länger filmen. Aber auch kleine Batterien für meine Funkstrecke habe ich immer im Gepäck.

Um die Linse zwischendurch zu reinigen, brauche ich eine kleine Pumpe (zum Beispiel diese hier). Damit kann ich Staub wegblasen.

Im Sommer befestige ich um das Display der Kamera einen aufklappbaren Sonnenschutz Orca. Dieser hilft, wenn es sehr hell ist und das Display deswegen fast nicht erkennbar ist.

Eine Dose Gesichtspuder – damit ich mich und/oder meinen Interviewpartner vor der Aufnahme abpudern kann und das Gesicht nicht glänzt. Puder ist in Kosmetikabteilungen erhältlich. Es gibt Universal-Puder ohne Farbpigmente, die sich für alle Teints eignen, zum Beispiel dieses hier.

 

2. Stative: Leicht und unkompliziert ist wichtig

Mein Dreibein-Stativ ist von Manfrotto. Das Stativ ist aus Karbon.Der Kopf dreht schön und hat eine Schnell-Wechsel-Platte. Mein absolutes Lieblingsstativ.

Wenn es schnell gehen muss, greife ich gerne zum Einbein-Stativ. Es ist auch von Manfrotto und besitzt die gleiche Schnell-Wechsel-Platte wie das Dreibein-Stativ, sodass ich die Kamera auch während eines Drehs vom einen auf das andere wechseln kann. Das Stativ ist sehr einfach höhenverstellbar und der kleine Dreifuss unten lässt sich bewegen.

 

3. Licht-Ausrüstung: Der grösste Koffer

Lampen

Zwei LED-Panels: Beide sind dimmbar, d.h. ich kann die Lichtstärke einstellen, und bicolor, damit ich kälteres oder wärmeres Licht wählen kann. Ich arbeite gerne mit dieser grossen LED-Lampe.

Für eine Dreipunkte-Ausrüstung brauche ich noch einen Spot. Ich habe einen von Dedolight, der ist veraltet. Alternative: Spot von Jinbei.

 

Stative

Zwei Licht-Stative (Jinbei), die schnell aufgestellt sind, tragen die LED-Panels. Und das Velbon-Stativ, das ich schon in den anderen beiden Ausrüstungs-Beiträgen vorgestellt habe, kommt hier als Licht-Stativ für den Spot mit. Darauf kann ich auch eine zweite Kamera (z.B. das Smartphone) befestigen.

Zubehör

Für jede Lampe habe ich zwei Akkus. Das ist einfacher, als wenn ich mit Stromkabeln arbeiten muss: Ich kann schnell umstellen und niemand stolpert über ein Kabel. Und mit je zwei Akkus pro Lampe kann ich zwei bis drei Stunden filmen. (Zur Godox-Lampe passen dieser Akku und dieses Ladegerät.)

Die Weisskarte steckt auch noch irgendwo im Lichtkoffer. Den Weissabgleich könnte ich auch der Kameraautomatik überlassen, aber ich mache das oft manuell. Der Weissabgleich dient dazu, die Lichttemperatur optimal einzustellen. (Ein Weisskartenset findest Du zum Beispiel hier.)

 

Mit der Ausrüstung richtig umgehen

Nun kennst Du den grössten Teil meiner aktuellen Video-Ausrüstung!

Zum Thema Licht habe ich zwei Extra-Ratgeber erstellt: In „Gutes Licht für Deine Videos“ gebe ich Know-How weiter (mit und ohne künstliches Licht). Und im PDF-Ratgeber „Licht-Ausrüstung“ sind die Produkte zusammengefasst, die ich empfehlen kann.

Equipment zu kaufen, ist das eine, damit umgehen zu können, das andere. Ich empfehle Dir, viel auszuprobieren, und Deine Ausrüstung auch anhand von Manuals und YouTube-Tutorials gut kennen zu lernen.

Um die ganze Bandbreite der Möglichkeiten nutzen zu können, braucht es auch etwas Know-How zur Videoproduktion. Dazu gebe ich immer wieder Kurse.

Ratgeber Licht-Ausrüstung

Richtmikrofon, Lavaliermikrofon und Handmikrofon: Drei Mikrofontypen im Vergleich

Heute gibt’s eine Premiere in meinem Blog: Es kommt ein Richtmikrofon vor!

Nicht jedes Mikrofon eignet sich für jede Aufnahmesituation – und genau darüber rede ich in meinem Video und schreibe ich in diesem Blogpost. Du erfährst, wann Du Dich für welchen Mikrofontypen entscheiden solltest und was die Stärken und Schwächen von Hand-, Lavalier- und Richtmikrofon sind. Und Du hörst vor allem auch den Unterschied in diesem Video:

Willst Du das Ganze einfach kurz und knapp zusammengefasst, mit Produktempfehlungen für jeden Mikrofontypen, dann hol Dir meinen PDF-Ratgeber.

Handmikrofon

Vorteile: Volle Kontrolle, sicherer Ton

Das Handmik ist ein typisches Interview-Mikrofon. Das heisst: Du stellst die Fragen, Dein Interviewpartner antwortet und dabei führst Du ihn, indem du ihm das Mikrofon hinhältst. Du entscheidest ganz klar, wer wann redet, und kannst beispielsweise auch eine Antwort unterbrechen oder nachhaken. Gerade bei einem kritischen Interview ein Vorteil!

Damit sind auch Frage und Antwort gut verständlich. Das Hand-Mik sorgt für den sichersten Ton.

Damit das gelingt, hältst du es knapp unter das Kinn der sprechenden Person. Das Gesicht bleibt frei, aber Du hast dennoch einen optimalen Ton.

Auch bei lauten Umgebungsgeräuschen ist das Handmikrofon die beste Wahl für ein Interview.

 

 

Nachteile: Mikrofon ist im Bild

Normalerweise sollte nur die Interviewpartnerin, der Interviewpartner im Bild zu sehen sein. Das heisst für die Bildgestaltung, dass Du als Bildausschnitt eine Nahaufnahme wählen solltest. Wenn man ein wenig von den Fingern des Reporters am Mikrofon sieht, macht das nichts, aber Dein Arm sollte keinesfalls ins Bild kommen.

Der Mikrofonkopf bleibt aber zu sehen – sonst heisst es, dass er zu weit weg ist und der Ton leidet. Bei einer Strassenumfrage stört das Mikrofon im Bild nicht. Bei anderen Videos jedoch, zum Beispiel bei einem Porträt einer Person, ist es unschön. Manchmal möchtest Du auch von weiter weg filmen, damit auch die Umgebung wahrgenommen wird.

In solchen Fällen arbeitest Du besser mit dem Lavaliermikrofon.

 

 

Lavaliermikrofon (Ansteck-/Knopfmikrofon)

Vorteile: Diskret und unkompliziert

Das Lavaliermikrofon eignet sich am besten für längere Gespräche und für ein Videoporträt einer Person, wo man nicht kritisch nachfragen muss. Auch wenn Du eine Moderation oder ein Interview aufnimmst, kannst Du damit arbeiten.

Der erste Vorteil liegt wörtlich auf der Hand: Du hast die Hände frei.

Zudem fällt das Mikrofon weniger auf, es ist diskreter oder kann sogar versteckt werden.

Drittens kannst Du auch aus grösserer Entfernung filmen, weil Du Deiner Gesprächspartnerin nicht immer ein Mikrofon hinstrecken musst. So kannst Du auch die Umgebung mit ins Bild nehmen.

Du musst nur zu Beginn darauf achten, dass das Mikrofon an der richtigen Stelle angebracht ist, danach musst du dich nicht mehr darum kümmern.

 

 

Nachteile: Mehr Umgebungsgeräusche

Doch auch das Lavaliermikrofon bringt Nachteile mit sich: Gut hörbar sind nur die Antworten, weil nur Dein Gesprächspartner ein Mikrofon hat. Deine Fragen sind schlecht oder gar nicht hörbar. Die Lösung dafür wäre, ein Doppelmikrofon zu verwenden.

Zudem eignet sich das Lav-Mik nicht für Situationen, wo es lauter ist, zum Beispiel auf einer Baustelle, in Maschinenräumen oder neben einer vielbefahrenen Strasse. Es nimmt mehr Umgebungsgeräusche auf, weil es weiter unten als das Handmik angebracht ist. Es eignet sich also vor allem für Aufnahmen in ruhigen Situationen.

 

So nutzen Profis das Lavaliermik

Lavaliermikrofone gibt es mit Kabel oder mit Funk. Profis arbeiten meistens mit Funkstrecken. Funk hat den Vorteil, dass sich der Referent oder Gesprächspartner frei bewegen kann. Es ist aber teurer als ein Lavalier-Mik mit Kabel. Kabellose Mikrofone habe ich in diesem Artikel schon vorgestellt.

 

 

Richtmikrofon

Vorteile: Leichte Handhabung

Zu guter Letzt nun also die Premiere: das Richtmikrofon. Viele Vlogger arbeiten mit diesem Mikrofontyp und auch bei mir kommt es manchmal zur Verwendung.

Das Richtmikrofon ist vor allem praktisch, weil es direkt auf der Kamera befestigt wird. Es muss nicht separat gehandhabt werden und es gibt kein störendes Kabel.

In einem ruhigen Raum funktioniert das gut. Der Ton ist besser, als wenn Du nur mit dem eingebauten Mikrofon der Kamera arbeitest, denn das Mikrofon ist nach vorne gerichtet.

Das Richtmikrofon eignet sich aber auch, wenn Du draussen eine Szene filmst, in der niemand spricht. Zum Beispiel B-Roll mit Ambi, Naturaufnahmen oder Situationen auf Reisen. Wenn Du einen Windschutz verwendest, dann hast Du so auf jeden Fall den besseren Ton als mit dem kameraeigenen Mikrofon.

 

Nachteil: Nur für ruhige Umgebung

Das Mikrofon muss zur Tonquelle – das ist die goldene Regel. Je weiter ich mich von der Kamera und damit vom Richtmikrofon entferne, desto leiser wird auch der Ton. Auch wenn ich die Kamera auf etwas anderes richte als auf die sprechende Person, versteht man nur noch wenig.

Auch in Situationen mit stärkeren Hintergrundgeräuschen versteht man mit einem Richtmikrofon praktisch nichts. Es funktioniert wirklich nur in ganz ruhiger Umgebung.

 

Achte auf den Stecker:

Viele Mikrofone haben heute einen 3,5mm-Klinkenstecker. Es sieht aus, als könne man diese Mikrofone sowohl fürs Smartphone als auch für Videocams/DSLR-Kameras benutzen. Dies stimmt aber nicht ganz. Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen den Steckern für die jeweiligen Geräte:

Der Stecker mit drei Ringen (TRRS genannt) ist fürs Smartphone, derjenige mit nur zwei Ringen (TRS) für DSLR/Videocam.

Mit einem kleinen Adapter lassen sich die Mikrofone aber in der Regel auch „umfunktionieren“ für das andere Gerät. Darüber habe ich hier ausführlicher geschrieben.

Was ist mit Kauf-Tipps?

Ja – habe ich! 🙂 Wofür man die verschiedenen Mikrofontypen brauchen kann, habe ich nochmals ganz kurz zusammengefasst und zu jedem Typ ein von mir getestetes Produkt aufgeführt. Hol Dir den
Ratgeber hier als PDF!

Ratgeber: Mikrofontypen im Vergleich

Weitere Mikrofonempfehlungen habe ich bereits in einem Mikrofon-Ratgeber zum Filmen speziell mit Smartphone sowie in kompletten Ausrüstungs-Ratgebern für Videocam und Smartphone zusammengestellt. Du kannst Dir alle kostenlos als PDF herunterladen, entweder direkt über den Link oder auf meiner Give-Away-Seite.

Im Test: Lavaliermik VT506 Mobile und Adapter SC6 von Røde

Vor einigen Wochen bekam ich von Voice Technologies Switzerland eine kleine Box. Darin fand ich ein neues Lavaliermikrofon von Voice Technologies : das VT506 Mobile. Ich habe es mehrmals getestet und erzähle Dir in diesem Blogpost, wie es im Vergleich mit anderen Ansteckmikrofonen abschneidet.

Dann habe ich noch ein anderes neues Gadget entdeckt: einen Dreifach-Adapter, den SC6 von Røde. Damit lassen sich an ein Smartphone zwei Mikrofone und ein Kopfhörer anschliessen. Dazu mehr im zweiten Teil dieses Artikels.

Du kannst Dir auch das Video dazu anschauen:

 

Speziell fürs Smartphone entwickelt

Etwas hat das VT506 Mobile mit anderen Lavaliermiks gemeinsam, die ich hier im Blog auch schon vorgestellt habe: Es ist eigens für das Smartphone konzipiert.

Diese Mikrofone haben einen TRRS-Stecker, das heisst, einen Klinkenstecker mit drei Ringen. Damit sind sie mit der Kopfhörerbuchse von Smartphones kompatibel. Mehr zu TRS und TRRS in diesem Blogpost!

(Bei meinem iPhone X brauche ich zusätzlich immer noch das kurze Adapterkabel, weil die neueren iPhones statt der Kopfhörer- eine Lightning-Buchse haben.)

 

Der Vorteil des VT506 Mobile ist das lange Kabel

Im Video zum Mikrofon-Test sitze ich relativ weit weg von meinem Smartphone, das an einem Stativ befestigt ist und mit dem ich filme. In der Video-App habe ich die Tele-Linse eingestellt. Diese holt mich optisch näher heran. Damit ich trotzdem nicht riesig im Bild bin, brauche ich wieder etwas Abstand von der Smartphone-Kamera.

Mit diesem Mik funktioniert das: Denn der grosse Vorteil des VT506 Mobile ist, dass es ein 2,5 Meter langes Kabel hat.

Dadurch bietet es mehr Freiheit, ist aber trotzdem noch handlich.

Was mir auch gefällt, ist, dass dieses Ansteckmikrofon in der Schweiz hergestellt wird. Das zählt für mich als Schweizer Unternehmerin!

 

Vergleich mit Røde SmartLav+

Bisher empfahl ich in meinem Mikrofon-Ratgeber zum Filmen mit Smartphone das Røde SmartLav+. Es hat aber ein viel kürzeres Kabel – damit könnte ich keinen so grossen Abstand von der Kamera haben.

Deswegen habe ich immer empfohlen, zum SmartLav+ gleich das Verlängerungskabel zu kaufen. Mit einer Länge von 6m gibt dieses viel mehr Spielraum. Sechs Meter sind aber wiederum sehr lang und das Kabel verknotet sich deswegen oft.

 

Vergleich mit iRig MicLav (IK Multimedia)

Auch das iRig MicLav von IK Multimedia empfahl ich bisher oft, denn es ist im Zweierpack erhältlich. Die beiden Mikrofone lassen sich in einer handlichen Box mitnehmen und entweder einzeln oder zusammengesteckt verwenden. Das ist für Interviews perfekt, wo man ja sowohl mich als Reporterin als auch meinen Interviewpartner gut hören muss.

 

Das Mikrofon VT506 Mobile im Klangtest

Der Klang des neuen VT506 Mobile ist hervorragend.

Auch die Soundqualität des Røde SmartLav+ gefällt mir gut, doch je länger ich inzwischen mit VT506 Mobile arbeite, desto mehr höre ich den Unterschied.

Am schlechtesten schneidet im Vergleich das iRig MicLav ab. Es ist aber auch das günstigste Modell.

Der Preisunterschied der Mikrofone ist beträchtlich: Das SmartLav+ kostet um die CHF 65 (bei fotichaestli.ch), das iRig MicLav als einzelnen Mikrofon kostet CHF 50 (bei Musix.ch). Das VT506 Mobile kostet CHF 198 (bei AudioBauer Pro).

 

Ein genialer kleiner Adapter

Bei Interviews verwende ich immer einen Kopfhörer. So kann ich den Klang wirklich gut überwachen und erlebe beim Schnitt keine bösen Überraschungen.

Bei den Lavaliermiks ist es nur beim iRig MicLav möglich, einen Kopfhörer anzuschliessen.

Doch nun gibt es eine Alternative!

Passend zu den Mikrofonen fürs Smartphone habe ich nämlich ein tolles Gadget entdeckt: Einen Adapter für drei Stecker, den SC6 von Røde.

Zwei der 3,5mm-Buchsen sind Mikrofoneingänge, die dritte ist ein Kopfhörerausgang.

Der TRRS-Stecker des Adapters ist mit dem Smartphone kompatibel. (Für die Verwendung mit einer DSLR-Kamera bräuchtest du einen TRRS-TRS-Adapter.)

Damit habe ich meinen Kopfhöreranschluss zurück!

Auch zwei unterschiedliche TRRS-Miks lassen sich damit kombinieren, man muss nicht unbedingt zwei gleiche Mikrofon-Modelle verwenden.

Das kleine Gerät könnte also das iRig MicLav 2Pack ersetzen, wenn man den Klang ungenügend findet und lieber mit einem anderen Lavaliermik arbeitet.

Ich habe den Adapter getestet – er funktioniert bestens. Er ist bei fotichaestli.ch für 16 CHF erhältlich.

 

Achtung: Wenn du mit der normalen Kamera-App filmst, funktioniert die Kopfhörerbuchse des SC6 nicht. Das liegt aber nicht am Adapter, sondern an der App. Du brauchst eine Video-App, die das Audiomonitoring unterstützt, zum Beispiel die Filmic Pro App.

 

Welches Mik ist Dein Favorit?

Schreib mir doch, welches Mikrofon Du bevorzugst, und warum!

In meinem aktualisierten < Mikrofon-Ratgeber findest Du alle Modelle, die ich empfehle, mit Vor- und Nachteilen.

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

Zubehör: So wird aus Deinem Smartphone eine Profikamera

Aus Deinem Smartphone kannst Du eine Profi-Kamera machen: Du brauchst dazu nur das richtige Zubehör.

So holst Du beim Filmen viel mehr heraus und Deine Videos wirken professioneller.

Dafür braucht es gar nicht viel!

Meine Tipps habe ich in einem PDF-Ratgeber zusammengestellt. In diesem Blogeintrag (oder im Video, wenn Du Dir lieber das anschaust) erkläre ich, wozu welcher Gegenstand dient.

Kontrollierte Kameraführung statt verwackelte Bilder

Mit einem Stativ erhältst Du ein ruhigeres, kontrollierteres Bild, als wenn Du das Smartphone von Hand festhältst.

Für Interviews oder Moderationen ist ein Stativ unverzichtbar: Du kannst schliesslich nicht gleichzeitig filmen und vor der Kamera stehen – ausser natürlich, Du machst ein „Selfie-Video“.

Stative gibt es diverse Modelle, zum Beispiel von Velbon.

Wichtig: Um Dein Smartphone auf einem Stativ festzumachen, brauchst Du einen Adapter. Der Adapter von Manfrotto, den ich benutze, ist universal: Er passt auf jedes Stativ und eignet sich für Smartphones in verschiedenen Grössen. Sogar mein iPhone 7 Plus passt gerade noch rein.

Klarer Ton – direkte Message

Du willst, dass Deine Botschaft gehört wird! Ein Mikrofon steigert die Tonqualität Deines Videos massiv.

Wenn Du nur mit dem internen Mikrofon des Smartphones arbeitest, werden auch sämtliche Umgebungsgeräusche aufgezeichnet. Die Stimme geht dann oft ein wenig unter und ist nicht mehr klar und deutlich zu hören.

Auch in ruhigen, geschlossenen Räumen bist Du – bzw. Deine Interviewpartnerin – mit Mikrofon auf dem Video präsenter, der Ton ist klarer.

Zuverlässig für Interviews: das Handmikrofon

Einerseits gibt es dafür das Handmikrofon. Es ist das klassische Interviewmikrofon.

Damit kannst Du jederzeit das Gespräch wieder an Dich nehmen und hast die Kontrolle sowohl über den Verlauf des Interviews als auch über den Ton. Denn Du sorgst selber dafür, dass das Mikrofon nahe genug am Mund des Sprechenden ist.

Handmikrofone, die auch von Musikern für den Gesang verwendet werden, haben XLR-Anschlüsse für eine optimale Tonqualität. Um ein Handmikrofon am Smartphone anzuschliessen, ist deshalb ein Adapter nötig.

Ich benutze das iRig Pre: Am Kästchen des Adapters selber befindet sich der Anschluss für den XLR-Stecker des Mikrofonkabels und das ausgehende Kabel mit einem TRRS-Stecker fürs iPhone. (Ab dem iPhone 7 brauchst Du zusätzlich noch einen Lightning-Adapter, da die Kopfhörerbuchse fehlt.)

Mit dem Handmikrofon hört man die Umgebungsgeräusche praktisch nicht mehr. Im Ratgeber empfehle ich das Røde Reporter Handmik.

Klein und diskret: das Lavaliermikrofon

Wenn ich selber vor der Kamera stehe und etwas erkläre, möchte ich aber meistens nicht noch ein Mikrofon halten müssen. Deshalb arbeite ich auch gerne mit einem Lavaliermikrofon.

Ein Lavaliermikrofon ist ein kleines Mik, das Du Dir ans Hemd oder an die Bluse steckst. Das ist diskret und dennoch nahe dran an der Tonquelle.

Es gibt diverse Modelle – ich verwende das iRig Mic Lav von IK Multimedia.

Adapter nötig?

Vorsicht: Einige Lavaliermikrofone sind für normale Videokameras und nicht für Smartphones konzipiert. Dann brauchst Du einen zusätzlichen Adapter, der in der Kopfhörerbuchse des Smartphones den Mikrofon-Zugang erreicht.

In der Fachsprache wird dieser TRS-zu-TRRS-Adapter genannt.

Kompliziert? Wann Du welchen Adapter brauchst, erkläre ich in diesem Blogbeitrag.

Ansteckmik im Doppelpack

In Interviewsituationen hat das Lavaliermikrofon Nachteile: Wenn ich nur eines davon habe und dieses meiner Interviewpartnerin an die Bluse hefte, sind auf dem Video nur ihre Antworten gut hörbar – meine Fragen jedoch nicht.

Dafür gibt es aber eine tolle Lösung: Das iRig Mic Lav gibt es auch im Doppelpack. Mit dem Doppelstecker kann man zwei Mikrofone verbinden und beide direkt am Smartphone anschliessen. So ist das gesamte Gespräch in gutem Ton auf dem Video zu hören.

Zum iRig Mic Lav 2 Pack habe ich einmal einen Blogpost geschrieben.

In welchen Situationen sich ein Handmikrofon besser eignet und in welchen ein Ansteckmik, beschreibe ich in diesem Blogeintrag.

Weiter weg mit der Kamera

Wenn Du weiter von der Kamera weg bist, gibt es für die iRig Mic Lav’s noch ein Verlängerungskabel.

Mit den zusätzlichen 6 Metern hast Du beim Filmen mehr Spielraum. Damit Du zum Beispiel auch die Umgebung ins Bild nehmen kannst.

Ratgeber für eine komplette Ausrüstung

Stativ, Mikrofon – und allenfalls Adapter und Kabel: Das ist es schon! Wenn Du Dein Smartphone zu einer Profi-Kamera aufrüsten möchtest, brauchst Du also gar nicht viel.

Ich habe die Produkte, die ich empfehle, in einem PDF-Ratgeber zusammengestellt. Zum kostenlosen Download geht’s hier.

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

Q&A: Welche Ausrüstung eignet sich für Webinars?

Hallo Judith,

Dein Blog ist super! Ich bin schon lange auf der Suche nach einem Mikrofon u.a. fürs Filmen mit dem iPhone 7 und habe mit Deinem Ratgeber eine super Übersicht bekommen. Danke!

Bevor ich ein Mikrofon kaufe, habe ich aber noch eine Frage. Ich plane ein Webinar zum Thema Backen, also einen Online-Kurs mit Video. Ich habe vor, eine Person zu filmen, die mir im Abstand von ca. 2 Metern gegenüber steht und Kuchen bäckt und dabei erklärt, was sie macht.

1. Welches Mikrofon?

Bei einem Lavaliermic müsste das Kabel entsprechend lang sein. Oder soll ich besser ein Funkmikro verwenden? Würde das Ganze auch mit einem Richtmikrofon funktionieren, das z.B. auf dem Handy steckt oder auf dem Tisch steht? Vielleicht gibt es dann aber Nebengeräusche, weil auf dem Tisch auch die Backutensilien stehen…

Am liebsten möchte ich ein Mikro, das ich auch an meiner DSLR-Kamera (Canon 5D Mark II) oder mit einer GoPro nutzen kann.

2. Welche Kamera?

Was sagst Du dazu, das Webinar mit dem iPhone 7 zu filmen? Sollte ich lieber die DSLR-Kamera verwenden?

Zum Beispiel mit dem Tonor-Richtmikrofon, oder mit dem Røde VMMICRO? Diese kann ich dann aber vielleicht nicht am iPhone nutzen. Oder gibt es dazu einen Adapter?

Es wäre mir super hilfreich wenn Du mir helfen würdest. Welche Mikrofon-Kamera-Kombination würdest Du mir empfehlen?

Viele Grüsse aus N.,

F.

Hallo F.

Vielen Dank für Dein Mail und Dein Feedback. Das sind ziemlich viele Fragen 😉 Aber ich versuche, da mal etwas eine Übersicht hinein zu geben.

Webinar-Software spielt eine Rolle

Weisst Du schon, über welchen Streamingdienst bzw. mit welcher Software Du das Webinar machst? Das kann ausschlaggebend sein. Die meisten Webinare werden mit Webcams aufgenommen. Da eine andere Kamera anzuschliessen, ist nicht so einfach. Oft braucht es extra Hardware und dann spielt auch das Betriebssystem noch eine Rolle: Windows oder Mac? Auf dem Smartphone kannst Du sehr einfach ein Live-Video für Facebook streamen, was z. Bsp. eine einfache Variante sein könnte.

Mehr über die Grundlagen für Webinare und gute Tools dafür hat Christian Bossert in seinem Artikel dazu geschrieben: Webinare und Content Marketing: Positioniere dich als Experte/Expertin und baue deine E-Mail-Liste auf.

1. Welches Mikrofon?

Funkstrecke ist besser als Kabel

In diesem Setting würde ich eher nicht mit einem Lavaliermikrofon mit Kabel arbeiten. Mit der 6m-Verlängerung von Røde würde es zwar wahrscheinlich gehen. Aber der Bäcker bewegt sich ja – im dümmsten Fall stolpert er während dem Webinar noch über das Kabel.

Ich würde deshalb an Deiner Stelle ein Lavaliermikrofon mit Funkstrecke nehmen. Die Funkstrecke kann ich mit jeder Kamera mit XLR oder Klinkenstecker verbinden. Mit dem richtige Adapter kannst Du die Funkstrecke auch an Deinem Smartphone anschliessen.

Vor wenigen Wochen habe ich einige Funkstrecken vorgestellt. Lese dazu meinen Blogeintrag „Kabellose Mikrofone: Funkstrecken und Bluetooth“.

Pro und Kontra Richtmikrofon

Du könntest ein Richtmikrofon verwenden (z.B. Røde VidMic Go), und dieses auf der Kamera befestigen. Die Canon 5D Mark II hat einen Mikeingang, Du kannst das Richtmikrofon damit verbinden und darauf befestigen. Für das Smartphone brauchst Du einen Übergangsstecker TRS – TRRS. Warum, erkläre ich im Blogeintrag „Hilfe – mein Mikrofon funktioniert nicht!“. Und Du brauchst eine extra Halterung, damit Du das Richtmikrofon befestigen kannst. Der Vorteil ist, dass Du kein Kabel mit Deinem Protagonisten vor der Kamera verbinden musst.

Umgekehrt ist es, wenn Du ein Mik für das Smartphone hast (z. Bsp. Røde Smart Lav+). Dann kannst Du dieses mit einem TRRS – TRS-Adapter auch an eine Videokamera anschliessen.

Vorsicht beim Richtmikrofon: Viele Vlogger arbeiten mit Richtmikrofon. Die sind aber nah bei der Kamera und in einem ruhigen Raum. Wird die Distanz zum Richtmikrofon grösser, nimmt das Rauschen zu und die Präsenz der Stimme ab. Wenn es viele Hintergrundgeräusche hat, z. Bsp. der Arbeitprozess des Bäckers sehr laut ist, versteht man das Gesprochene nicht mehr gut. Deshalb empfehle ich selber keine Richtmikrofone. Die Regel ist: Das Mikrofon muss zur Tonquelle. Das Richtmikrofon erfüllt diese Regel nicht. Wenn die Umgebung sehr laut ist, z. Bsp. in einem Maschinenraum, braucht es sogar ein Handmikrofon. Siehe dazu meinen Blogbeitrag: „Mikrofontypen im Vergleich“.

2. Welche Kamera

GoPro – für die spezielle Perspektive

Ich finde GoPro als Action-Cam super für unerwartete Perspektiven: Auf dem Helm in einer Eishöhle, in der Luft, unter Wasser etc. Oder in Deinem Fall an der Knetmaschine befestigt, den Teig filmend oder wie auch immer. Dort wo ich mit einer anderen Kamera auch nicht gut hinkomme. Und dort wo es keine „Botschaft“ gibt, also niemand spricht. Die GoPro keinen Mikrofoneingang. Es gibt Mikrofone für die GoPro, welche Du über den USB Stecker anschliessen kannst. Das kann Sinn machen, wenn Du in einer Eishöhle bist und gleich kommentieren willst, was Du jetzt gerade tust und man dabei noch Deine angestrengte Atmung hört. In Deinem Falle geht es aber ja nicht um dieses extreme Live-Ergebnis:-) Sondern der Inhalt der Worte ist das Wichtige. Der Ton ist extrem wichtig, im Idealfall hörst Du mit dem Kopfhörer mit (Bei Interviews trage ich immer einen Kopfhörer, um die volle Kontrolle über den Ton zu haben). So viel ich weiss, hast Du auf dem Display der GoPro nicht einmal einen Audiopegel für ein wenig Kontrolle über den Ton.

 

Canon 5D Mark II – Schöne Bilder

Mit der Canon Spiegelreflexkameras machst Du die schönsten Bilder. Du hast viel Tiefenunschärfe, was den meisten Leuten gefällt. Du kannst in den Settings auch einen Audiopegel einschalten, damit Du visuelle Kontrolle über den Ton hast. Bei diesem Modell kannst Du aber nicht gleichzeitig ein Mikrofon anschliessen und mit dem Kopfhörer mithören. Profis benutzen eine externe Audiobox, damit sie Mikrofon und Kopfhörer anschliessen können, aber das alles gleichzeitig an einem Computer anzuschliessen für eine Live-Session wird ganz schön kompliziert. Die Herausforderung hier ist vor allem das Streaming. 

iPhone 7 – Direkt ins Internet streamen

Mit dem iPhone hast Du gegenüber der Spiegelreflexkamera ein wenig Verlust bei den Gestaltungsmöglichkeiten des Bildes. Wenn Du Dich aber nicht gewohnt bist, mit der Canon zu filmen, behältst Du mit dem iPhone wahrscheinlich besser die Schärfe. Du kannst, wie oben beschrieben, alle möglichen Mikrofone benutzen. Es gibt beim Filmen Apps mit Audiopegel oder sogar die Möglichkeit einen Kopfhörer anzuschliessen. Beide Möglichkeiten muss aber die benutzte App bieten. Das einfachste bei dieser Kamera ist der Live Stream. Du kannst ohne Umwege direkt ins Internet streamen. Es gibt auch Webinar Apps für das iPhone wie ClickMeeting, ich habe aber noch nie eine solche App ausprobiert.

3. Eine mögliche Ausrüstung:

– Ein Livestream in Facebook mit dem iPhone 7 (anstatt mit Webinar-Software)
– Mikrofon: Funkstrecke von Røde und ein TRS zu TRRS Stecker.
– Wenn Du mit dem iPhone 7 filmst, brauchst Du noch den Adapter für den Lightning-Anschluss.
– Ich empfehle Dir, je nach Dauer des Webinars, auch einen Doppelstecker für Lightning zu verwenden, damit gleichzeitig Strom geladen werden kann. (Siehe Blogbeitrag „Darum brauchen iPhone-Filmer drei Lightining-Anschlüsse“.)

 

Ich hoffe das hilft, um etwas mehr den Durchblick zu haben.

Herzliche Grüsse
Judith

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

„Hilfe – mein Mikrofon funktioniert nicht!“

Da kauft man sich ein Mikrofon mit Klinkenstecker, schliesst es am Smartphone an, und – nichts. Kein Ton auf der Aufnahme. Was ist falsch gelaufen? Warum funktioniert das Mikrofon nicht?

Ich kann Dich beruhigen: Für das Problem gibt es eine simple Lösung. Du musst Dein Mikrofon nicht zurückschicken 😉 Die Antwort liegt in der Technik des Klinkensteckers.

Der Anschluss fürs Mikrofon ist versteckt

Das Smartphone hat eigentlich keinen Mikrofoneingang. Aber da es in den Smartphone-Kopfhörern ein kleines Mik zum Telefonieren hat, hat Apple und Co. in der Kopfhörerbuchse einen Mikrofoneingang „versteckt“.

Wenn du das Kabel des Original-Kopfhörers mit integriertem Mikrofon anschaust, siehst du, dass dort drei Ringe sind. Bei einem normalen Kopfhörerstecker mit 3,5mm-Klinke sind es nur zwei. Ebenfalls nur zwei Ringe haben Mikrofone mit Klinkenstecker, die nicht speziell für Smartphones entwickelt worden sind. Mit dem dritten Ring können die iPhone-Kopfhörer den versteckten Mikrofonanschluss aktivieren.

Vergleich: TRS-Stecker (mit zwei Ringen) und TRRS-Stecker (drei Ringe).

Mit einem Adapter geht’s

Der Anschluss mit zwei Ringen heisst „TRS“, der mit drei Ringen „TRRS“. Damit unser normales Mikrofon auch an diesem versteckten Anschluss andocken kann, braucht es einen Adapter: TRS zu TRRS. Damit kannst Du jedes normale Mikrofon auch an ein Smartphone anschliessen.

TRS zu TRRS-Adapter (Bild: Digitec)

Umgekehrt ist es, wenn Du ein Mik für das Smartphone hast (z.B. Røde Smart Lav+): Dann kannst Du dieses mit einem TRRS-zu-TRS-Adapter auch an eine Videokamera anschliessen. 

TRRS zu TRS-Adapter (Bild: Digitec)

Für alle Fälle ausgerüstet

Übrigens: Sogar ein Mik mit XLR-Anschluss kannst Du mit dem Smartphone verwenden. Dafür empfehle ich Dir den Adapter iRig Pre.

iRig Pre (Bild: Digitec)

Kennst Du meinen Ratgeber „ Das Mikrofonset für alle Fälle“ schon? Auch die beiden TRS/TRRS-Adapter sind dort drin. Damit Du beim Filmen für alle Situationen gerüstet bist!

Das kleine Kabel macht es möglich: Du brauchst nur ein Mikrofon, aber kannst das Kabel mit Smartphone und Videocam verbinden!

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PDF: Mikrofonset für alle Fälle

Kabellose Mikrofone – Bluetooth und Funkstrecken

Taugen Bluetooth-Mikrofone? Wann ist ein Funk-Mikrofon besser?

Beim Filmen bin ich froh um jedes Kabel weniger, das ich verwenden muss: Denn Kabel sind im Weg, können sich verheddern, und im dümmsten Fall fällt sogar jemand drüber. Die meisten Mikrofone, die ich hier im Blog schon vorgestellt habe, funktionieren mit Kabel. Doch es gibt mittlerweile auch verschiedene kabellose Möglichkeiten für den Ton beim Filmen. Mit der richtigen Kombination kannst Du dir die Arbeit erleichtern – und Stolperfallen (im wörtlichen Sinn!) vermeiden.

Ich arbeite häufig mit meinen Funkstrecken. Diese sind jedoch wegen der Technologie relativ teuer: Meine Sennheiser-Funkstrecken kosteten jeweils um die 1000 Franken. Im Video und im Text unten stelle ich Euch meine Funkstrecken und zwei günstigere Varianten vor. 

Was ist mit Bluetooth?

Ich wurde schon häufig gefragt, ob es nicht Bluetooth-Mikrofone gebe. Doch, gibt es! Jedoch fand ich persönlich Bluetooth immer unzuverlässig, darum habe ich mich lange nicht damit beschäftigt. Mit meinem Bluetooth-Kopfhörer habe ich häufig Probleme: Einmal kann ich die Verbindung nicht herstellen, dann sendet irgendwas eine Funkstörung auf meinen Kopfhörer, wenn ich zum Beispiel in der Bahn sitze. Deswegen hatte ich gegenüber der Bluetooth-Technologie eine gewisse Skepsis.

Kürzlich hat mir jedoch ein Videoproduzent erzählt, dass er gute Erfahrungen mit dem Nikon Wireless Mikrofon ME-W1 gemacht habe. Ein Bluetooth-Mikrofon. Da wurde ich neugierig.

Brack.ch hat mir das Produkt für einen Test zur Verfügung gestellt.

Nikon ME-W1

Das Produkt besteht aus zwei Kästchen mit integrierten Mikrofonen (beide!). Der Sender wird mit dem Kabel beim Mikrofoneingang der Kamera eingesteckt.

Das Mikrofon hat einen Clip, damit man es zum Beispiel am Hemd des Interviewpartners anstecken kann. Jedoch ist es im Vergleich mit Lavaliermikrofonen recht gross. Damit man es auf dem Video nicht sieht, installiert man das Kästchen unter Umständen weiter weg von der Tonquelle, also vom Mund der sprechenden Person. Das bewirkt, dass die Stimme leiser und die Umgebungsgeräusche lauter aufgenommen werden. Das ist der grosse Nachteil bei diesem Mikrofon: Die Umgebung muss ruhig sein, damit man den Ton brauchen kann.

Der Preis beträgt bei Brack.ch ca. 250 Franken. (Für Smartphones braucht es zusätzlich einen TRRS-Adapter, um den Klinkenstecker anschliessen zu können.) Ein stolzer Preis im Vergleich mit dem nächsten Mikrofon, das ich gleich vorstellen werde. Dieses kostet nur wenig mehr, bietet aber schon mehr Möglichkeiten.

 

RødeLink-Funkstrecke: gut und günstig

Kürzlich hat mir mein Berufskollege, Videoproduzent Markus Bärtschi, von einer günstigeren Funkstrecke erzählt. Das Produkt heisst RødeLink Filmmaker Kit und kostet ca. 299 Franken – also ein Drittel des Betrags, den ich für meine Funkstrecken bezahlt habe. Und wenn Markus sagt, er arbeite regelmässig damit, dann heisst das, das Produkt taugt etwas. Ich durfte es mir für einen Test ausleihen.

RødeLink Filmmaker Kit

Laut Herstellerinformationen funktioniert RødeLink für Distanzen von bis zu 100 Metern. Im Set mit dabei ist ein Lavaliermikrofon, das der sprechenden Person angesteckt wird. Es ist über ein Kabel mit dem Sender verbunden, dieser kann zum Beispiel an den Hosenbund geclippt werden. Der Empfänger kann auf den Schlitten der Kamera gesteckt werden; die Verbindung zum Mikrofoneingang läuft über ein Kabel. (Fürs Filmen mit Smartphone müsste ein TRRS-Adapter verwendet werden.)

Fazit meines Tests: Für jemanden, der hobbymässig filmt oder ausschliesslich mit dem Smartphone, ist RødeLink eine sehr gute kabellose Möglichkeit. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hervorragend. Die Verbindung ist zuverlässig, da das RødeLink mit Funk arbeitet. Die Frequenz lässt sich verstellen.

 

Für Profis: Funkstrecken von Sennheiser

Nun zur Profi-Ausrüstung. Ich verwende häufig meine Funkstrecken von Sennheiser. Wie auch bei der Røde-Funkstrecke wird das Mikrofon der Person, die spricht, angesteckt, der Sender zum Beispiel in die Tasche gesteckt. Der Empfänger ist bei der Kamera befestigt. Die beiden Geräte kommunizieren über Funk. Da auch die Polizei diese Technologie benutzt, sind gewisse Frequenzen gesperrt.

Meine ältere Funkstrecke ist die Sennheiser EW100-G3. Sie kostete damals ca. 1000 Franken. Heute ist dieses Produkt nicht mehr erhältlich: Die Frequenzen, die sie verwendet, wurden verboten. Ich verwende sie fast nicht mehr.

Sennheiser EW100-G3 (nicht mehr erhältlich)

Diese Funkstrecke sieht zwar etwas komplizierter aus als die bereits vorgestellten Produkte. Sie funktioniert aber ganz einfach. Das Gehäuse ist aus Metall, also robuster und wertiger als die RødeLink-Funkstrecke. Besonders beim Sender ist das nützlich – es kann gut sein, dass da mal jemand aus Versehen draufsitzt.

 

Frequenz wechseln

Vorne kann man bei beiden Geräten eine Klappe öffnen und dort Einstellungen machen. Auch die Batterien sind dort drin. An den Einstellungen ändere ich selten etwas. Wichtig ist aber, dass man den Kanal ändern kann. Warum, dazu eine kleine Anekdote:

Letzte Woche filmte ich an einer Messe. Über den Kopfhörer hörte ich während dem Filmen, was mein Interviewpartner Frank sagte. Dabei fiel mir auf, dass es rauschte und surrte – der Ton war einfach nicht gut. Dann änderte ich die Frequenz und gleich war alles bestens. Nach dem Filmen kam jemand von einem anderen Stand zu uns herüber. Er erzählte mir, dass sie soeben eine Live-Vorführung mit Übertragung auf Leinwand gemacht hätten. Der Ton wurde mit einer Funkstrecke verstärkt. Und offenbar waren wir auf der gleichen Frequenz – denn lustigerweise hörten sie bei ihrer Vorführung plötzlich die Stimme von Frank!

 

Sennheiser AVX MKE-2

Die neuere Funkstrecke von Sennheiser, die AVX MKE-2, funktioniert noch einfacher.

Sennheiser AVX MKE-2

Das kleinere Gerät rechts im Bild ist der Empfänger, der direkt auf der Kamera fixiert und über ein kleines Kabel damit verbunden werden kann. Das Kästchen links ist der Sender mit dem Lavaliermikrofon. Das Geniale an dieser Funkstrecke: Anstatt der Klappe mit den Batterien wie bei der älteren Sennheiser-Funkstrecke habe ich einen Akku. Den kann ich entfernen und aufladen. Das System ist also schon mal ökologischer.

Bei dieser Funkstrecke muss ich gar nichts einstellen. Anstecken, einschalten, und los geht’s! Nicht einmal die Frequenz kann ich hier manuell verstellen. Ja, Du hast richtig gelesen: Ich kann die Frequenz nicht ändern. Doch vorher habe ich ja gerade erzählt, wie wichtig das ist? Die Sennheiser AVX MKE-2 erkennt selbständig, wenn ein Kanal nicht sauber ist, das heisst, wenn eine Frequenz schon von jemand anderem belegt ist. „Tubelisicher“, würden wir auf Schweizerdeutsch sagen.

 

Preisunterschied wegen XLR-Anschluss

Das hat natürlich seinen Preis: In der Schweiz kostet diese Funkstrecke aktuell ca. 820 Franken. Warum dieser Preisunterschied zur RødeLink-Funkstrecke, die ich vorher vorgestellt habe?

Eines habe ich bereits erwähnt, nämlich die robustere Verarbeitung. Vor allem aber ist die Tonqualität noch besser. Die Sennheiser-Funkstrecke ist nämlich über einen XLR-Anschluss mit der Kamera verbunden (auf dem letzten Foto gut zu sehen). XLR-Kabel sind weniger störungsanfällig. Sie liefern vor allem bei langen Kabelstrecken und in einer lauten Umgebung einen stabileren Ton als die Kabel mit 3,5mm-Klinkenstecker.

Beim Filmen mit Smartphone fällt dieser Unterschied nicht ins Gewicht. Dort empfehle ich Dir mit gutem Gewissen die günstigere Funkstrecke von Røde. Wenn Du aber professionell unterwegs bist, lohnt es sich, hier mehr Geld in die Hand zu nehmen. Falls Du dann doch einmal mit dem Smartphone filmen willst, kann die Funkstrecke trotz des XLR-Kabels dort eingesteckt werden – mit dem Adapter iRig Pre (bei iPhone 7 zusätzlich Klinke-zu-Lightning-Adapter).

 

Welches Mik überzeugt?

Das Nikon Wireless Mikrofon ME-W1 (Bluetooth) hat mich von der Grösse und vom Ton her nicht überzeugt. Das Røde Link kann ich mit gutem Gewissen empfehlen, guter Ton zu günstigem Preis. Sollte meine Funkstrecke mal aussteigen, werde ich mir das Sennheiser AVX MKE-2 kaufen.

Welche Lösung überzeugt Dich? Gib mir doch ein Feedback, welche Mikrofonlösung Dir am besten entspricht und was Du für Erfahrungen damit machst. Ich freue mich über Deinen Kommentar.

 

Übersicht:

Ich habe den Ratgeber „Mikrofone für das Filmen mit dem Smartphone“ noch mit zwei kabellosen Mikrofonen ergänzt. Du kannst ihn gratis herunterladen:

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

Darum brauchen iPhone-Filmer drei Lightning-Anschlüsse

Ich bin jetzt schon einige Wochen mit dem iPhone 7 Plus unterwegs. Ich habe mich langsam daran gewöhnt, immer den kleinen Adapter dabei zu haben, damit ich meine Mikrofone oder Kopfhörer mit Klinkenstecker anschliessen kann. Denn beim iPhone 7 hat man ja keine gewöhnliche Kopfhörer-Buchse mehr, sondern nur noch den einen Lightning-Anschluss.

Immer wieder merke ich aber, dass ein Anschluss einfach zu wenig ist.

Drei Gründe, warum Filmer mehrere Anschlüsse an ihrem Smartphone brauchen:

1. Ton

Es gibt Mikrofone mit Lightning-Anschluss. Zwei davon habe ich kürzlich vorgestellt. Diese Mikrofone sind grundsätzlich super, denn ich brauche keinen Adapter fürs iPhone. Sie lassen sich direkt daran anstecken.

Gerade bei Interviews möchte ich aber beim Filmen gerne den Ton mithören. Die Lightning-Buchse ist jedoch schon durch das Mikrofon belegt und ich kann keinen Kopfhörer anschliessen. Es fehlt mir ein Anschluss.

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

2. Strom

Normalerweise lade ich nicht gleichzeitig den Akku meines iPhones, wenn ich filme. Denn es ist mühsam, mit dem Smartphone stets auch noch die angeschlossene Powerbank mit zu bewegen oder diese zu fixieren. Wo ich aber mehr Batterie als gewöhnlich brauche, sind Livestreams. Denn nicht nur das Filmen frisst Strom, sondern auch die Übertragung ins Internet.

Um also zum Beispiel eine längere Veranstaltung auf Facebook Live zu übertragen, kann es also sein, dass der Akku nicht ausreicht. Dann möchte ich eine Powerbank anschliessen. Wenn ich aber gleichzeitig auch ein Mikrofon verwende, habe ich schon wieder einen Anschluss zu wenig.

3. Monitor

Vor kurzem habe ich Euch hier im Blog gezeigt, wie ihr einen externen Monitor an euer iPhone anschliessen könnt. Eine der Varianten ist eine Kabelverbindung zum Computer mit dem Programm Quicktime.

Auch dort wieder: Wenn ich ein Mikrofon benutze, kann ich nicht gleichzeitig ein Kabel anschliessen, um mich mit einem Computer zu verbinden. Noch eine Situation, in der ich einen Anschluss zu wenig habe.

Lösung: Aus einem Lightning-Anschluss mach zwei

Es gibt einen Adapter mit Doppelstecker, den Belkin Lightning Audio + Charge Rockstar. Er macht aus einem Lightning-Anschluss zwei.

 

 

Damit kann ich ein Lightning-Mikrofon anschliessen und zusätzlich auch eine Powerbank, einen Kopfhörer, ein Kabel zur Steckdose oder zum Monitor.

Es gibt im Internet zu diesem Adapter einige Bewertungen von unzufriedenen Kunden. Als ich ihn ausprobiert habe, hat er jedoch gut funktioniert.

Adapter mit USB und Kopfhörerbuchse

Ich habe noch ein zweites Gadget gekauft und ausprobiert: Einen Adapter mit zwei Kabeln. Das eine ist Lightning-Anschluss, das andere ist nur ein Klinkenstecker.

Das Problem: Die zweite Buchse funktioniert nicht für das Mikrofon, denn es ist kein sogenannter TRRS-Anschluss. Man kann dort wirklich nur einen Kopfhörer anschliessen. Wenn ich Musik hören und gleichzeitig das iPhone aufladen will, ist das super, aber zum Filmen nützt mir dieser Stecker nichts.

Besser noch warten

Wenn Du schon häufig gedacht hast, dass dir ein Lightning-Anschluss fehlt, kann ich Dir den Belkin-Stecker empfehlen. Wenn Du aber noch ohne zweiten Anschluss auskommst, warte lieber noch. Das Wall Street Journal hat nämlich berichtet, dass mit dem iPhone 8 diesen Herbst wahrscheinlich der USB-C-Anschluss kommt und Lightning wieder verschwindet. Das würde heissen, dass wieder neue Mikrofonlösungen und Adapter gefragt sind. Ich würde deswegen zu diesem Zeitpunkt nicht zu viel Geld in zusätzliche Anschlüsse investieren.

Mikrofon-Empfehlungen

Falls Du Dich trotzdem für Mikrofone mit Lightning-Anschluss interessierst, schau Dir mein Video an, in dem ich zwei davon vorstelle.

Es gibt auch Lightning-Adapter für Mikrofone mit Klinkenstecker. Diese haben nämlich immer noch viele Stärken. In meinem Ratgeber: „Mikrofone zum Filmen mit Smartphone“ habe ich Dir diverse Möglichkeiten zusammengestellt, mit Vor- und Nachteilen. Hol dir das PDF.

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

iPhone 7: Zwei Lightning-Mikrofone im Test

Filmst Du vor allem mit dem iPhone 7 und überlegst Dir, ein Mikrofon anzuschaffen?

Dann überlegst Du bestimmt, ob Du gleich ein Mikrofon mit Lightning-Anschluss kaufen sollst. Denn erstens muss man dann nicht immer daran denken, den Adapter dabeizuhaben. Und zweitens macht jeder zusätzliche Übergang das Tonsignal anfälliger auf Störgeräusche.

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

Probleme mit dem Adapter

Kürzlich habe ich alle meine Mikrofone mit Klinkenstecker getestet, ob sie auch bei meinem iPhone 7 Plus mit dem Adapter zum Lightning-Anschluss funktionieren. Da hat alles geklappt – den Blogpost dazu findest Du hier. Doch jemand hat mir auf mein Testvideo geantwortet, dass sein iPhone 7 das RØDE SmartLav nicht immer erkennt.

Eigentlich will man zu einem teuren neuen Smartphone nicht gleich auch ein neues Mikrofon anschaffen müssen, man erwartet, dass auch vorhandene Mikrofone funktionieren. Leider scheint das nicht der Fall zu sein. Deswegen stelle ich hier zwei Alternativen vor, die direkt über den Lightning-Anschluss funktionieren:

iRig Mic HD Handmikrofon

Das iRig Mic HD Handmikrofon hat im Test mit dem iPhone 7 einwandfrei funktioniert. Es ist in Silber und Schwarz erhältlich und kostet ca. 120 Franken. Der Nachteil: Es gibt keine Kopfhörerbuchse. Das heisst, man kann bei Interviews nicht mithören. Für Videoblogs oder Moderationen, bei denen kein Kopfhörer verwendet wird, oder zum Singen ohne Kopfhörer, eignet sich das iRig Mic HD jedoch gut.

Mitgeliefert wird beim iRig Mic HD auch ein Kabel mit Mini-USB-Anschluss. Es lässt sich also auch mit Android-Smartphones verwenden.

Clipic digital Lavaliermik Apogee Sennheiser

Das ClipMic digital habe ich bereits früher einmal vorgestellt. (Hier geht’s zum Video.) Schon damals besass dieses Mikrofon einen Lightning-Anschluss. Der grosse Vorteil ist die gute Tonqualität. Das kleine Kästchen vor dem Lightning-Anschluss des Digital ClipMics ist nämlich der integrierte Wandler.

Wenn man ein Mikrofon über die Kopfhörerbuchse an ältere iPhone-Modelle ansteckt, wird das Tonsignal mit dem Wandler in der Buchse verarbeitet. Dieser ist eher schlecht. Das Mikrofon kann noch so gut sein – wenn der Ton danach über einen schlechten Wandler geht, leidet die Qualität. Die Qualität des ClipMic digital hat ihren Preis: Es kostet um die 180 Franken.

Als ich das ClipMic digital zum ersten Mal testete, war der Ton extrem leise. Nur mit der Verwendung der dazugehörigen App („Meta-Recorder“) liess sich ein guter Pegel erreichen. Dies ist inzwischen behoben worden: Jetzt ist der Ton auch ohne App im Hintergrund einwandfrei, man kann das Mik also einstecken und gleich mit Filmen loslegen.

Kopfhörerbuchse fehlt

Der Nachteil bei beiden Mikrofonen ist, dass sich gleichzeitig kein Kopfhörer anschliessen lässt. Beim iPhone 7 gibt es ja keine zusätzliche Kopfhörerbuchse. Für Interviews, bei denen es nützlich ist, gleich mithören zu können, empfehle ich deshalb nach wie vor, das iRig PRE zu verwenden, über den Ligthning-Adapter. Beim iRig PRE lässt sich jedes Mikrofon mit XLR-Kabel anschliessen und zusätzlich noch ein Kopfhörer. In diesem YouTube-Video stelle ich das iRig PRE vor.

Ratgeber Mikrofone für das Smartphone

Ich habe viele Mikrofone getestet und darüber geschrieben. Wer Interviews führt, hat nicht ganz das gleiche Bedürfnis wie jemand, der auf YouTube alleine vlogt oder Podcasts aufnimmt. Wer ein iPhone 7 hat und noch kein Mikrofon, geht auch anders an die Entscheidung heran als jemand, dessen Smartphone eine Kopfhörerbuchse besitzt. Ich habe deshalb einen Ratgeber zusammengestellt. Dort zeige ich Dir, welche Mikrofone ich für welchen Einsatz empfehle. Du kannst ihn hier herunterladen:

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

5 Mikrofone im Test mit dem iPhone 7 Plus

Wer meinen Newsletter abonniert hat, weiss, dass ich mir kürzlich das neue iPhone 7 gekauft habe. Ein grosser Unterschied zum iPhone 6 ist, dass das iPhone 7 keinen Kopfhörerausgang mehr hat. Es gibt nur noch die Buchse fürs Lightning-Kabel.

 

Mikrofone über Adapter anschliessen

Was bedeutet die fehlende Kopfhörerbuchse fürs Filmen mit dem iPhone 7, wenn man ein Mikrofon anschliessen will?

Da ein Adapter für 3,5mm-Kabel mitgeliefert wird, ist dies auch weiterhin möglich. Ob die Mikrofone, die ich bisher auf meinem Blog empfohlen habe, mit dem iPhone 7 auch wirklich funktionieren, habe ich für euch getestet.

 

 

Die 5 Mikrofone im Test

 

Das Fazit: Alle fünf Mikrofone funktionieren auch mit dem iPhone 7.

Mit einer Einschränkung beim iRig Mic: Mit einem Kopfhörer mithören, ist beim Filmen mit dem iPhone 7 nicht möglich. IK Multimedia verkauft unterdessen jedoch auch ein iRig Mic (Handmikrofon) mit Lightninganschluss. Ich konnte diese nicht ausprobieren, finde das Produkt aber sehr spannend.

 

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Je mehr Adapter, desto unsicherer

Falls Du ein neues Mikrofon kaufen willst und das iPhone 7 hast, macht ein Mik mit Lightninganschluss mehr Sinn. Je mehr Adapter Du brauchst, desto störungsanfälliger wird der Sound. Im Video „6 Lavalier-Mikrofone im Vergleich“ hatte ich all diese Mikrofone schon einmal für euch getestet. Dort war auch das Sennheiser clip mic digital dabei. Das Mikrofon hat einen Lightninganschluss und passt deshalb perfekt zum iPhone 7. Wichtig: Für gute Resultate muss die dazugehörende App Metarecorder von Apogee im Hintergrund laufen.

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Meine Favoriten in meiner Ausrüstung

Da alle Mikrofone für iPhone 7 noch funktionieren, werde ich mit diesen weiterarbeiten. Mit dem iRig Pre kann ich mein professionelles Sennheiser Mik e845 anschliessen. Mein Lavaliermikrofon-Favorit ist das iRig Mic Lav 2 Pack. (Update März 2018: Neu arbeite ich mit dem VT 506 – hier mein Testbericht dazu.)

Wann welches Mikrofon zum Einsatz kommt, kannst Du im Blogbeitrag „Mikrofontypen im Vergleich“ nachlesen.

Mit dem kleinen Alleskönner-Adapter SC6 von Røde kann ich zusätzlich einen Kopfhörer und ein zweites Mikrofon ans Smartphone anschliessen.

 

Soundcheck mit dem iPhone 7

In einem zweiten Video habe ich mit jedem Mikrofon eine Frage aufgezeichnet. Dort kannst Du den Sound vergleichen. Die Bedingungen sind nicht für alle Mikrofone ganz gleich. Ein Handmikrofon tönt anders als ein Lavaliermikrofon. Auch macht es einen Unterschied, ob Ich einen Popschutz auf dem Mikrofon habe oder nicht. Der Popschutz nimmt noch etwas die hohen Töne aus dem Klang. Die Mikrofone habe ich so eingesetzt, wie sie bei der Bestellung geliefert werden. Welcher Klang gefällt Dir?

 

 

PDF: Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

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