Kategorie: Mikrofone

10 Tipps für bessere Videos

Wenn Du anfängst, eigene Videos zu produzieren, kannst Du in kurzer Zeit sehr grosse Fortschritte machen. Vor allem, wenn Du Dir gezielt einige Basiskenntnisse aneignest.

In diesem Video gebe ich Dir 10 wertvolle Tipps, mit denen Du Deine Videos auf das nächste Level bringst.

Im Artikel hier ist alles nochmals beschrieben und ich habe die 10 Tipps als PDF zusammengestellt. Auf der letzte Seite zeige ich Dir, wie Du diese Tipps gleich auf dem Dreh anwendest. Dieses PDF kannst Du vor Deinen Videodrehs kurz zur Erinnerung hervorholen.

Tippe auf das Bild unten und das PDF ist schon auf halbem Weg zu Dir.

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1. Wähle das Format

Format Video Judith Steiner

Früher war Video immer ein Breitformat. Kino und TV sind Breitformat.

Wenn ich meine Ferienvideos gerne auf einem grossen Bildschirm schauen möchte, ist Breitformat schöner. Sonst habe ich schwarze Balken auf der Seite und das Bild ist halb so gross.

Alles was ich auf meinem Rechner schaue, ist deshalb in einem Breitformat schöner.

Heute filmen aber ganz viele Leute im Hochformat: Das Smartphone, wo heute sehr viele Videos konsumiert werden, hat man meistens Hochformat in der Hand. Wenn das Video im Hochformat ist, muss man das Gerät nicht jedesmal drehen.

Dies gilt zum Beispiel für soziale Plattformen wie Instagram: Im Feed haben wir vor allem das quadratische Format, seltener Breitformat. Instagram-Stories sind jedoch praktisch immer Hochformat, auch InstagramTV sendet nur in Hochformat.

Falls Du filmst und noch nicht weisst, was Du mit den Videos machst, empfehle ich Dir das Breitformat.

Damit hältst Du Dir mehr Möglichkeit offen.

Zum Beispiel, an Deinem nächsten runden Geburtstag ein Video zusammenzuschneiden und Deinen Gästen an der Party bildschirmfüllend auf Grossleinwand zu zeigen 🙂

2. Aktiviere Raster für Bildgestaltung

Bildgestaltung Judith Steiner Video Duene Kind

Wenn Du noch nicht viel Erfahrung beim Fotografieren oder filmen hast, dann schalte das Gitternetz ein. Das hilft Dir bei der Bildgestaltung. Die Linien helfen Dir, dass das Bild nicht schräg wird. Horizonte, Gebäude und anderes sollten möglichst gerade im Bild sein.

Wenn Du Dein Hauptobjekt ins Bild stellst, positioniere es nicht in der Mitte, sondern in der Nähe der Schnittpunkte dieses Drittelrasters.

3. Wechsle die Perspektiven

Perspektive Judith Steiner Video Vogelperspektive

Die drei Hauptperspektiven, die wir beim Filmen kennen, sind die Vogelperspektive, die Froschperspektive, und die Augenhöhe.

Die Vogelperspektive bekommst Du, wenn Du von oben herab filmst. Das kann mit dem Stativ oder aus der Hand sein, wenn Du irgendwo oben eine Kamera aufhängst oder eine Drohne fliegst.

Die Vogelperspektive gibt Übersicht. Menschen lässt sie aber klein und hilflos wirken, ist also bei Interviews zu vermeiden.

Die Froschperspektive ergibt sich, wenn man von unten filmt. Dinge im Vordergrund nehmen so plötzlich mehr Platz ein. Ich kann auch eine gewisse Tiefe ins Bild bringen.

Die Froschperspektive lässt Menschen dominant oder sogar gefährlich erscheinen. In Spielfilmen kann sie deshalb ein tolles Stilmittel sein, aber auch hier gilt: für Interviewsituationen ungeeignet.

Auf Augenhöhe bin ich, wenn ich das Stativ gerade stelle. So sehen wir unseren Alltag. Wenn Du Personen filmst, die eine wichtige Botschaft haben, dann solltest Du auf Augenhöhe filmen.

Das ist aber auch die langweiligste Perspektive. Deshalb ist es spannend, wenn wir auch mal Abwechslung suchen.

4. Anstatt Fotos: Video-Shots

Blumentopf faellt runter Judith Steiner Video Bewegung

Was unterscheidet ein Video von einem Foto? Es ist die Bewegung im Bild.

In einem Videoshot hat es ein Nomen und ein Verb. Zum Beispiel ein Blumenstrauss: Das ist das Nomen, das Objekt. Wenn jemand daran riecht oder der Blumenstrauss runterfällt, kommt ein Verb ins Spiel – es wird zu einem Videoshot.

Suche also die Bewegung vor der Kamera!

5. Verwende passive Kamerabewegungen

Kamerabewegung Video Judith Steiner

Bewegung kann man auch mit der Kamera ins Bild bringen. Aber hier ist weniger oft mehr.

Mach nicht zu viele Schwenks, sondern dort, wo es Sinn macht, oder wo Du damit die Bewegung vor der Kamera unterstützen kannst.

Das heisst: passive statt aktive Kamerabewegungen.

Die drei bekanntesten Kamerabewegungen sind der Zoom, der Kameraschwenk und die Kamerafahrt.

Eine Zoombewegung setzt Du nur ganz sparsam ein oder lässt sie ganz weg. Sie ist unnatürlich. Ich sage häufig: Die Füsse sind der beste Zoom – wenn ich etwas von Nahem anschauen möchte, dann gehe ich hin.

Der Schwenk hingegen ist eine natürliche Bewegung. Auch meinen Kopf kann ich horizontal und vertikal drehen.

Ein aktiver Schwenk geschieht unabhängig von der Bewegung im Bild. Wenn ich zum Beispiel eine Person filme und dann die Kamera drehe, um ein Geschehen nebenan zu zeigen. Bildlich gesprochen, dreht die Kamera dem Zuschauer den Kopf rum und sagt: „Hey, schau mal hier drüben!“

Ein passiver Schwenk ist, wenn die Kamera einer Bewegung im Bild folgt. Wenn jemand durchs Bild läuft und die Kamera mit ihm geht. Der passive Schwenk wirkt natürlicher und ist für den Zuschauer angenehmer.

6. Ändere den Bildausschnitt

Bildausschnitt Cadrage Judith Steiner Video

Such immer wieder einen anderen Bildausschnitt. Wir Schweizer Kameraleute sprechen auch von der „Cadrage“.

Geh mal ganz weit weg, filme eine Supertotale, wechsle dann z.B. auf eine Halbtotale oder auf eine Grossaufnahme. Vielleicht macht zwischendurch sogar eine Detailaufnahme Sinn.

Jede Cadrage hat eine andere Aussage. Indem Du diese Bildausschnitte wechselst, wird Dein Video dynamischer und abwechslungsreicher.

7. Move – Point – Shoot – Stop

Move Point Shoot Stop Judith Steiner Steve STockman

Der Videoproduzent Steve Stockman hat es so gesagt: Move – Point – Shoot – Stop, oder nach meiner Übersetzung: Bewegen – Shot wählen – filmen – stoppen. Und dann beginnt es wieder von vorn.

Das heisst, Du bist zwischen den Videoshots ständig in Bewegung.

Move: Du überlegst Dir zuerst, welchen Bildausschnitt Du willst, dann läufst Du dort hin.

Point: Du nimmst den gewählten Bildausschnitt, wählst die Perspektive, achtest auf den goldenen Schnitt und all die Regeln, die ich Dir vorher verraten habe.

Wenn Dir das Bild gefällt: Shoot. Drücke die Rec-Taste und lasse die Aufnahme ca. 10 Sekunden lang laufen. Dann drückst Du Stop.

Dann beginnt es wieder von vorn. Du bewegst Dich wieder, um den nächsten Shot zu suchen, usw.

8. Zeige Gesicht

Video Gesichter Judith Steiner Paar Selfie

Wir Menschen schauen gerne andere Menschen an. Wir wollen wissen, wer das ist, wollen in Beziehung treten. Und wenn wir Inhalte weitergeben, kommen sie viel besser an, wenn wir eine Person damit verbinden.

Ich zeige in meinen Videos mein Gesicht, damit Du mich kennen lernen kannst. Oder ich führe Interviews mit Personen.

Auch in Tutorials oder bei einem Unpacking-Video ist es interessant, wenn man am Anfang und/oder zwischendurch mal das Gesicht der Person sieht und nicht nur ihre Hände. Das stellt eine Beziehung her.

In unserem Ferienvideo über Sri Lanka habe ich z.B. meine Kinder interviewt. Sie erzählen, was wir unternommen und erlebt haben. So füllen wir die Ferienvideos mit Inhalt und schaffen eine schöne Erinnerung.

Übrigens habe ich einen Onlinekurs, wo ich Dir ganz genau zeige, wie Du Dich selber oder Deine Interviewpartner vor die Kamera stellst, damit sie möglichst natürlich wirken.

Kostenlose Probelektion Videokurs

9. Nutze das Licht

Licht Video Judith Steiner Wolken Sonne

Nutze das Licht vor Ort. Lass es in erster Linie auf Dein Hauptobjekt im Bild fallen. Meistens hast Du als Kameramensch die Sonne oder andere Lichtquellen im Rücken.

Wenn Du eine Person filmst, dann lass das Licht auf ihr Gesicht fallen. Wichtig ist vor allem, dass wir die Augen sehen. Da liegt unsere Identität drin.

Wie Du Personen vor der Kamera ins beste Licht stellst, zeige ich Dir in meinem Ratgeber „Gutes Licht für Deine Videos“. Dort findest Du auch Tipps für Deine Lampen-Ausrüstung.

10. Achte auf den Ton

Ton Kind Mikrofon Video Judith Steiner

Der Ton ist beim Video mindestens so wichtig wie das Bild.

Achte auf einen sauberen Ton: Bei Wind, benutze einen Windschutz. Schalte Musik im Hintergrund aus (so kannst Du auch besser schneiden). Und wenn jemand etwas sagt, eine Botschaft hat, die bei den Zuschauern ankommen soll, dann benutze ein externes Mikrofon.

Zum Thema Mikrofon findest Du einige Ratgeber auf meiner give-away-Seite.

 

Ganz kompakt als PDF

Das waren die 10 Tipps. Falls Du Dir nicht alles merken konntest, ich habe ein PDF zusammengestellt, wo ich die Tipps nochmals zusammenfasse, mit Texten und Bildern.

In meinen Kursen gehe ich noch ausführlicher auf alle diese Themen ein.

Du kannst das PDF hier gratis herunterladen.

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6 Lavalier-Mikrofone im Vergleich

Damit Deine Botschaft rüberkommt, ist es sehr wichtig, dass sie auch akustisch gut verstanden wird.

Deshalb lege ich Dir sehr ans Herz, für Deine Videos ein Mikrofon zu verwenden. So machen Deine Videos qualitativ einen grossen Sprung nach vorne und wirken gleich viel professioneller.

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Die Vorteile eines Ansteckmikrofons

Für Interviews und Vlogs ist ein Lavaliermikrofon (eine andere Bezeichnung für „Knopf-“ oder „Ansteckmikrofon“) sehr gut geeignet. Vor allem dann, wenn es wenig Umgebungsgeräusche hat.

  • Du hast die Hände frei, um zum Beispiel ein Produkt vorzustellen oder eine Handlung zu demonstrieren.
  • Ein Ansteckmikrofon kannst Du unauffällig an Deiner Kleidung bzw. an der Deines Interviewpartners befestigen.

Es gibt eine grosse Auswahl in diversen Preisklassen. Für diesen Artikel habe ich 6 Lavaliermikrofone getestet.

4 Mikrofone für Smartphones und 2 für Kameras

Ich stelle Dir zwei Mikrofone für Kameras vor (DSLR, Videocam, VJ-Cam). Dies etwas weiter unten in diesem Artikel. (Direkt dorthin springen.)

Vier Ansteckmikrofone sind für das Smartphone konzipiert und ich vergleiche sie direkt miteinander. Dazu habe ich auch ein Video aufgenommen, wo Du Dir selber anhören kannst, wie die Tonqualität ist.

 

 

4 Lavalier-Mikrofone fürs Smartphone im Test

Mikrofone:

Test-Kriterien:

  • Tonqualität
  • Kopfhöreranschluss
  • Stecker
  • Kabellänge
  • Preis

Hier schon mal eine Übersicht – im Detail geht’s gleich nach der Tabelle weiter.

Ansteckmikrofone Tabelle Judith Steiner
(Mit einem Klick auf die Tabelle kannst Du sie Dir noch grösser anschauen.)

 

Tonqualität

VT 506 Mobile: sehr guter Klang
Røde SmartLav+: ebenfalls sehr guter Klang
iRig Mic Lav: dumpf, gefällt mir weniger
ClipMic digital: Ton sehr leise, für Live-Videos nicht geeignet

Das VT 506 Mobile und das Røde SmartLav+ haben die beste Tonqualität.

Ich finde das VT 506 einen Tick besser, aber wenn Du ausschliesslich Videos machst, fährst Du mit dem SmartLav+ genauso gut. Weil das Bild den Ton auch noch unterstützt.

Anders, wenn Du die Tonaufzeichnung jedoch auch als Podcast verwenden möchtest, oder wenn Du Musiker bist und es auf die Nuancen beim Ton ankommt.

Und wenn Du keine Live-Videos machst und den Pegel in der Nachbearbeitung noch verändern kannst, kann ich Dir in Bezug auf den Ton auch das ClipMic digital guten Gewissens empfehlen.

Kopfhöreranschluss

Ganz wichtig ist es, die Kontrolle über den Ton zu haben.

Es kann schnell passieren, dass ein Mikrofon nicht richtig eingesteckt ist oder aus irgendeinem Grund mal nicht auf Anhieb funktioniert. Wenn Du das erst nach der Aufnahme merkst, ist das mehr als ärgerlich.

Deswegen benutze ich immer einen Kopfhörer und überprüfe den Ton. Entweder während des ganzen Drehs oder bei Moderationen, wo ich gerne ohne Kopfhörer im Bild bin, zumindest vorher.

Und so sieht das bei den getesteten Mikrofonen aus:

iRig Mic Lav: Kopfhöreranschluss integriert
VT 506 Mobile: Kopfhörer via Adapter verwendbar
Røde SmartLav+: Kopfhörer via Adapter verwendbar
ClipMic digital: Keine einfache Möglichkeit für Kopfhörer

Hier hat das iRig Mic Lav einen grossen Vorteil: Es hat einen Kopfhöreranschluss integriert. Und das Tolle ist: Über die 3,5mm-Buchse kann auch ein zweites Mikrofon angeschlossen werden (das iRig Mic Lav kann im Zweierpack gekauft werden).

Ein Adapter für Kopfhörer und zusätzliche Mikrofone

Die anderen Mikrofone bringen keine Kopfhörerbuchse mit. Es gibt aber eine Lösung dafür: Den Stecker SC6 von Røde.

SC6 Adapter Rode

Er hat einen Kopfhörer- und zwei Mikrofoneingänge, wenn Du mehrere Mikrofone am Smartphone anschliessen möchtest.

Dieser kleine Helfer ist also mit dem Røde SmartLav+ und dem VT 506 Mobile zu empfehlen.

Falls damit Probleme beim Audiomonitoring auftreten, findest Du in diesem Blogpost eine Lösung: „Warum funktioniert der Kopfhörer beim Filmen nicht?“

ClipMic digital: Kopfhörer schwierig

Das ClipMic digital hat einen Lightning-Stecker und ist deswegen nicht mit dem SC6-Adapter kompatibel.

Es gibt zwar Adapter, welche sowohl einen Lightning- als auch einen 3,5mm-Klinken-Eingang haben. Als ich mal so einen mit einem Mikrofon getestet habe, hat es aber nicht funktioniert.

Eine andere Alternative wäre es, einen Bluetooth-Kopfhörer zu verwenden. Ich schalte aber beim Filmen jeweils den Flugmodus ein, um keine Störsignale auf dem Smartphone zu haben, deswegen kommt das für mich nicht in Frage.

Und damit sind wir beim nächsten Kriterium meines Mikrofon-Tests:

Stecker

VT 506 Mobile: Klinke
iRig Mic Lav: Klinke
Røde SmartLav+: Klinke
ClipMic digital: Lightning

Die Mikrofone von Røde, VT und IK Multimedia haben alle einen 3,5mm-Klinkenstecker. Für neuere Smartphones, die statt einer Kopfhörerbuchse einen Lightning- oder USB-C-Anschluss haben, brauchst Du also einen Adapter.

Einzig das ClipMic digital hat einen Lightning-Anschluss. Vorteil: Es gibt eine Schnittstelle und damit eine Störanfälligkeit weniger.

Nachteil: Der SC6-Adapter ist nicht kompatibel. Wenn ich ein iPhone der neueren Generationen habe und keines, das noch über Lightning- und Kopfhörerbuchse verfügt, kann ich also damit keinen Kopfhörer verwenden.

Kabellänge

VT 506 Mobile: 2.5 m
Clipmic Digital: 2.5 m
iRig Mic Lav: 1.5 m
Røde SmartLav+: 1 m

Normalerweise stehst Du beim Filmen nicht gleich neben der Kamera, sondern etwas weiter entfernt. Und Du möchtest das Mikrofonkabel unter der Kleidung verstecken.

Deswegen ist es nützlich, wenn dieses etwas länger ist.

Mehr Freiheit dank Verlängerungskabel

Eine Kompromisslösung ist das Verlängerungskabel von Røde. Es ist mit diversen Mikrofonen mit Klinkenstecker kompatibel. Jedoch ist es mit 6 Metern schon fast wieder zu lang – es verknotet sich schnell und kommt sogar eher in den Weg.

Deswegen lieber von Anfang an ein Mikrofon mit etwas mehr Kabel kaufen.

Preis

iRig Mic Lav: ca. 99.- für zwei Mikrofone bei audiosource.ch
Røde SmartLav+: ca. 68.- bei fotichaestli.ch
ClipMic digital: ca. 183.- bei House of Sound
VT 506 Mobile: ca. 198.- bei Audio Bauer Pro AG

 

Mein Fazit:

VT 506 Mobile: Mich überzeugt dieses Mikrofon am meisten. Es hat ein langes Kabel und ich kann es mit dem SC6-Adapter von Røde kombinieren, um zusätzlich einen Kopfhörer zu verwenden. Zudem ist die Tonqualität hervorragend.

Røde SmartLav+: Auch dieses Lavaliermikrofon habe ich in meiner Ausrüstung dabei und brauche es auch in meinen Workshops, zusammen mit dem Verlängerungskabel.

Der grosse Unterschied zwischen den beiden ist der Preis. Das VT 506 Mobile ist doppelt so teuer wie das Røde SmartLav im Doppelpack.

iRig Mic Lav: Hier ist die Kombination von zwei Mikrofonen und Kopfhörer super, dafür schneidet die Tonqualität im Test schlechter ab als diejenige der beiden vorher genannten Miks.

Ansteckmikrofone Tabelle Judith Steiner
Mit einem Klick darauf kannst Du die Tabelle vergrössern.

Wenig geeignet: Das ClipMic digital

Das ClipMic digital kann ich am wenigsten empfehlen.

Hier wurde zwar viel Wert auf die Tonqualität gelegt, wie man es sich von Sennheiser gewohnt ist. Es ist ein Audiowandler eingebaut, das ist das kleine Kästchen, das dem Stecker vorgeschaltet ist. Dieses sorgt für einen guten Klang. Zudem wird durch den direkten Lightning-Anschluss ein Adapter überflüssig – es gibt dadurch weniger Störanfälligkeit.

Jedoch gibt es bei diesem Mikrofon drei gewichtige Nachteile: 1. Es kann nur mit iPhones verwendet werden. 2. Der Ton ist recht leise und muss nachbearbeitet werden. 3. Es gibt keine ideale Möglichkeit, mit diesem Ansteckmikrofon einen Kopfhörer zu verwenden.

 

Lavalier-Mikrofone für Kameras

VT 500 Water

Das ist das 5. Mikrofon, das ich im Testvideo getragen habe:

Ich habe das Video mit meiner Profikamera, der Sony FS5, gefilmt, und das VT 500 Water von Voice Technologies Switzerland in Kombination mit meiner Funkstrecke verwendet.

Dieses Lavalier-Mikrofon hat einen hervorragenden Klang.

Dazu trumpft es mit einigen Nice-to-haves auf: Es ist wasserdicht, eignet sich ausgezeichnet zum Filmen im Regen und kommt mit praktischen Zusatzteilen, die es ermöglichen, das Mikrofon direkt auf die Haut kleben zu können. Damit kann es unter dem T-Shirt unsichtbar versteckt werden.

Das VT 500 Water kostet bei AudioBauer Pro ca. CHF 429. Es gibt auch eine etwas günstigere Variante des VT 500, die nicht wasserdicht ist.

VT 506 Video

Wenn Du nicht mit einer Funkstrecke filmst, empfehle ich Dir das VT 506 Video. Es hat ein 2,5 Meter langes Kabel und kann direkt bei der Kamera angeschlossen werden.

Es ist von fast das gleiche Mik wie das VT 506 Mobile, der Stecker ist aber TRS und die Form des Mikrofonkopfes sieht etwas anders aus.

Erhältlich ist das VT 506 Video bei AudioBauer Pro für ca. CHF 198.

 

Welches Mikrofon bevorzugst Du?

Schreib es mir in den Kommentaren!

Meine Mikrofon-Tipps habe ich Dir in einem Ratgeber zusammengestellt, inklusive Adapter und Verlängerungskabel.

Im PDF findest Du auch noch zwei Funkstrecken, welche sich für die Verwendung mit dem Smartphone eignen.

Wann sich welcher Mikrofontyp am besten eignet (Handmikrofon, Lavaliermikrofon, Richtmikrofon), darauf gehe ich in diesem Ratgeber näher ein:

Ratgeber: Mikrofontypen im Vergleich

Q&A: Warum funktioniert der Kopfhörer beim Filmen nicht?

Liebe Judith,

ich verwende das Røde SmartLav+ Mik und den Røde SC6-Adapter, die Du in Deinem Mikrofon-Ratgeber empfiehlst. Ich filme mit dem iPhone und schliesse über den Adapter jeweils das Mikrofon und meine Kopfhörer an.

Wenn ich nun eine Videoaufnahme starte, höre ich nichts von der Audioaufnahme über die Kopfhörer. Da kommt einfach kein Ton während dem Filmen. Auf der Aufnahme ist der Ton dann aber zu hören.

Wie machst Du das jeweils? Habe ich etwas übersehen?

Die Anleitung zum Røde-Mikrofon bezieht sich immer „nur“ auf Audio-Aufnahmen mit der Røde-Recording-App. Diese App habe ich zwar auch, aber ich möchte ja Videos produzieren.

Danke für Deine Hilfe ♥️

Grüsse dich lieb!

N.

Diese E-Mail erreichte mich kürzlich.

Vielleicht filmst Du auch mit dem iPhone und hast das gleiche Problem wie N., dass beim Filmen Dein Kopfhörer wie nicht funktioniert, also dass Du keinen Ton auf dem Kopfhörer hast?

Beim Filmen keinen Ton auf dem Kopfhörer

Ich habe in meinem Blog schon diverse Mikrofone und Adapter vorgestellt. Und ich betone immer wieder, wie wichtig gerade bei Interviews das Audiomonitoring ist, die Kontrolle über den Ton.

Wenn ich mit der normalen Kamera-App des iPhones filme, dann kommt kein Ton auf den Kopfhörer.

Was ist das Problem?

Mit der Hardware ist alles in Ordnung – aber mit der Software nicht. Die Kamera-App unterstützt kein Audiomonitoring.

Trick 1: Mit der Filmic Pro App filmen

Eine Möglichkeit ist, anstatt die normale iPhone-Kamera-App zu verwenden, mit einer anderen App zu filmen. Mit einer App, welche das Audiomonitoring unterstützt. Zum Beispiel mit der Filmic Pro App.

Damit hast Du Ton auf dem Kopfhörer und kannst während eines Interviews den Ton überwachen.

Trick 2: MetaRecorder im Hintergrund laufen lassen

Falls Du mit der normalen Kamera-App weiterarbeiten willst, gibt es auch eine Lösung.

Und zwar kannst Du zum Beispiel den MetaRecorder von Apogee installieren (kostenlose App).

Lasse den Recorder laufen und wechsle dann zur Kamera-App. Wenn der MetaRecorder im Hintergrund läuft, hast Du auch während dem Filmen Ton auf dem Kopfhörer.

Ich habe verschiedene Recording-Apps ausprobiert, Garage Band sowie Recorder von iRig oder Røde. Dort hat das nicht oder zumindest nicht zuverlässig funktioniert. Sobald ich zur Kamera-App gewechselt habe, war der Ton wieder weg vom Kopfhörer…

Im Live-Video ausprobiert

Kurz nachdem ich diesen Blogpost fertig entworfen hatte, konnte ich den Trick mit dem MetaRecorder gut gebrauchen: In einem meiner Live-Videos, die ich fast täglich auf meinem YouTube-Kanal mache, war der Ton ganz schlecht.

Mein Lavaliermikrofon, das ich wegen dem Wind extra mit einem Windschutz-„Kätzchen“ ausgestattet hatte, funktionierte aus irgend einem Grund nicht. Deswegen filmte ich unbewusst mit dem iPhone-Mikrofon – und der ohnehin schon schlechtere Ton wurde vom Wind stark gestört.

Am nächsten Tag testete ich die Tonqualität also vor und während der Aufnahme des Live-Videos ganz genau.

Ich liess im Hintergrund den MetaRecorder mitlaufen und trug sogar am Anfang des Videos die Kopfhörer, um sicherzugehen, dass man mich gut hört.

Du kannst Dir das Video hier ansehen, ich erzähle darin auch nochmals von meinem Ton-Fiasko. Abonniere doch meinen YouTube-Kanal, dann siehst Du immer, wenn ich live bin. In den Live-Videos gebe ich Einblick in meinen Arbeitsalltag und gebe kleine Video-Tipps weiter. Ich freue mich auf Dich!

Steigere die Qualität Deiner Videos

Wenn Du Interviews, Moderationen oder Vlogs aufzeichnest, ist es zentral, dass man die sprechende Person gut versteht. Wenn Du ein Mikrofon verwendest, wird die Qualität Deiner Videos gleich sehr viel besser!

In meinem Ratgeber

„Mikrofone zum Filmen mit Smartphone“ findest Du neben dem Røde SmartLav+ noch weiteres Zubehör, damit Dein Video einen guten Ton hat.


Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

Meine Video-Ausrüstung, Teil 3: Für professionelle Drehs

Vor meiner Sommerpause habe ich Dir meine Video-Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone und zum Filmen auf Reisen vorgestellt. Vielleicht hast Du davon in den letzten Wochen schon etwas ausprobieren können!

Im dritten und letzten Teil meiner Ausrüstungs-Serie zeige ich Dir meine Profi-Ausrüstung. Ich benutze sie, wenn ich zu Kunden gehe, um Interviews und B-Roll zu filmen, aber auch, wenn ich im Büro Tutorials aufnehme.

Professionell, aber mobil

Kern der Ausrüstung ist die Sony PXW FS5, meine grosse Videokamera. Es gehört aber neben der Kamera noch viel mehr zu dieser Ausrüstung.

Insgesamt füllt dieses Equipment drei Taschen. Darin ist alles gut und übersichtlich verstaut.

  1. Tasche: Kamera und -Zubehör
  2. Tasche: Stative
  3. Tasche: Licht

 

1. Das Kernstück: Der Kamerakoffer

Meine Kamera Sony PXW-FS5

Über meine Kamera und was mich daran überzeugt, habe ich hier einen ausführlichen Blogpost geschrieben.

Das Kit-Objektiv, das von Anfang an dabei war, benutze ich vor allem für Reportagen. Denn wenn es schnell gehen muss, ist der Auto-Fokus sehr nützlich. Dank der grossen Brennweite kann ich nahe hinzoomen, ohne das Objektiv zu wechseln. Dafür kriege ich wegen der eher grossen Blendenzahl nicht so viel Tiefenunschärfe.

 

Zusätzliche Objektive

Ich habe mehrere zusätzliche Objektive. Mit dem Canon-Objektiv EF 24-70mm arbeite ich am liebsten. Die Brennweite lässt sich verändern und ich kann mit einer kleinen Blende arbeiten und kriege so eine schöne Tiefenunschärfe ins Bild. Ich muss zwar den Fokus manuell verstellen, aber das bin ich mich gewohnt.

Damit ich an meiner Sony-Kamera überhaupt Canon-Objektive montieren kann, brauche ich einen Adapter. Meiner ist der Speed-Booster von Meta Bones.

Mein Tele-Objektiv ist von Sony. Damit kann ich nahe heranzoomen – zum Beispiel an einem Event, wo ich die Leute aus der Entfernung filmen möchte, oder in der Natur, wenn ich zu Fuss nicht näher heran kann. Auch damit lassen sich schöne Bilder aufnehmen, auch mit Tiefenunschärfe.

 

Für den guten Ton: Mikrofone und Kopfhörer

Ein Richtmikrofon Røde NTG-1: Damit nehme ich die Umgebungsgeräusche auf. Wenn es mal windig ist, kann ich einen Windschutz montieren.

Meine Funkstrecke von Sennheiser ist immer mit dabei. Der Empfänger wird auf der Kamera montiert und den Sender erhält mein Interviewpartner. Meine Funkstrecke Sennheiser EW100-G3 ist heute nicht mehr erhältlich. Eine Alternative ist das Sennheiser ew 112P G4-B.

 

Sennheiser ew 112P G4-B

Damit die Funkstrecke komplett ist, braucht es noch ein Mikrofon: Ich arbeite mit einem Lavaliermikrofon von Voice Technologies, dem VT506WATER. Wie der Produktname schon antönt, ist es wasserfest und hält Regen aus.

Ein Handmikrofon MD 46 von Sennheiser. Damit führe ich Interviews. Dazu gehören ein XLR-Kabel (3 m, z.B. bei Brack erhältlich) und ein Büsi (Fellüberzug), damit Windgeräusche minimiert werden.

Richt-, Hand- oder Lavaliermikrofon: Wann sich welcher Mikrofontyp am besten eignet, beschreibe ich in diesem Blogpost.

Wenn ich nicht selber vor der Kamera stehe, habe ich immer meinen Kopfhörer auf. Es ist mir sehr wichtig, immer volle Kontrolle über den Ton zu haben.

 

Akkus, Batterien und sonstiges Kleinzubehör

Ein Ersatz-Akku Sony BP-U30 für die Kamera ist Gold wert: Damit kann ich über zwei Stunden länger filmen. Aber auch kleine Batterien für meine Funkstrecke habe ich immer im Gepäck.

Um die Linse zwischendurch zu reinigen, brauche ich eine kleine Pumpe (zum Beispiel diese hier). Damit kann ich Staub wegblasen.

Im Sommer befestige ich um das Display der Kamera einen aufklappbaren Sonnenschutz Orca. Dieser hilft, wenn es sehr hell ist und das Display deswegen fast nicht erkennbar ist.

Eine Dose Gesichtspuder – damit ich mich und/oder meinen Interviewpartner vor der Aufnahme abpudern kann und das Gesicht nicht glänzt. Puder ist in Kosmetikabteilungen erhältlich. Es gibt Universal-Puder ohne Farbpigmente, die sich für alle Teints eignen, zum Beispiel dieses hier.

 

2. Stative: Leicht und unkompliziert ist wichtig

Mein Dreibein-Stativ ist von Manfrotto. Das Stativ ist aus Karbon.Der Kopf dreht schön und hat eine Schnell-Wechsel-Platte. Mein absolutes Lieblingsstativ.

Wenn es schnell gehen muss, greife ich gerne zum Einbein-Stativ. Es ist auch von Manfrotto und besitzt die gleiche Schnell-Wechsel-Platte wie das Dreibein-Stativ, sodass ich die Kamera auch während eines Drehs vom einen auf das andere wechseln kann. Das Stativ ist sehr einfach höhenverstellbar und der kleine Dreifuss unten lässt sich bewegen.

 

3. Licht-Ausrüstung: Der grösste Koffer

Lampen

Zwei LED-Panels: Beide sind dimmbar, d.h. ich kann die Lichtstärke einstellen, und bicolor, damit ich kälteres oder wärmeres Licht wählen kann. Ich arbeite gerne mit dieser grossen LED-Lampe.

Für eine Dreipunkte-Ausrüstung brauche ich noch einen Spot. Ich habe einen von Dedolight, der ist veraltet. Alternative: Spot von Jinbei.

 

Stative

Zwei Licht-Stative (Jinbei), die schnell aufgestellt sind, tragen die LED-Panels. Und das Velbon-Stativ, das ich schon in den anderen beiden Ausrüstungs-Beiträgen vorgestellt habe, kommt hier als Licht-Stativ für den Spot mit. Darauf kann ich auch eine zweite Kamera (z.B. das Smartphone) befestigen.

Zubehör

Für jede Lampe habe ich zwei Akkus. Das ist einfacher, als wenn ich mit Stromkabeln arbeiten muss: Ich kann schnell umstellen und niemand stolpert über ein Kabel. Und mit je zwei Akkus pro Lampe kann ich zwei bis drei Stunden filmen. (Zur Godox-Lampe passen dieser Akku und dieses Ladegerät.)

Die Weisskarte steckt auch noch irgendwo im Lichtkoffer. Den Weissabgleich könnte ich auch der Kameraautomatik überlassen, aber ich mache das oft manuell. Der Weissabgleich dient dazu, die Lichttemperatur optimal einzustellen. (Ein Weisskartenset findest Du zum Beispiel hier.)

 

Mit der Ausrüstung richtig umgehen

Nun kennst Du den grössten Teil meiner aktuellen Video-Ausrüstung!

Zum Thema Licht habe ich zwei Extra-Ratgeber erstellt: In „Gutes Licht für Deine Videos“ gebe ich Know-How weiter (mit und ohne künstliches Licht). Und im PDF-Ratgeber „Licht-Ausrüstung“ sind die Produkte zusammengefasst, die ich empfehlen kann.

Equipment zu kaufen, ist das eine, damit umgehen zu können, das andere. Ich empfehle Dir, viel auszuprobieren, und Deine Ausrüstung auch anhand von Manuals und YouTube-Tutorials gut kennen zu lernen.

Um die ganze Bandbreite der Möglichkeiten nutzen zu können, braucht es auch etwas Know-How zur Videoproduktion. Dazu gebe ich immer wieder Kurse.

Ratgeber Licht-Ausrüstung

Richtmikrofon, Lavaliermikrofon und Handmikrofon: Drei Mikrofontypen im Vergleich

Heute gibt’s eine Premiere in meinem Blog: Es kommt ein Richtmikrofon vor!

Nicht jedes Mikrofon eignet sich für jede Aufnahmesituation – und genau darüber rede ich in meinem Video und schreibe ich in diesem Blogpost. Du erfährst, wann Du Dich für welchen Mikrofontypen entscheiden solltest und was die Stärken und Schwächen von Hand-, Lavalier- und Richtmikrofon sind. Und Du hörst vor allem auch den Unterschied in diesem Video:

Willst Du das Ganze einfach kurz und knapp zusammengefasst, mit Produktempfehlungen für jeden Mikrofontypen, dann hol Dir meinen PDF-Ratgeber.

Handmikrofon

Vorteile: Volle Kontrolle, sicherer Ton

Das Handmik ist ein typisches Interview-Mikrofon. Das heisst: Du stellst die Fragen, Dein Interviewpartner antwortet und dabei führst Du ihn, indem du ihm das Mikrofon hinhältst. Du entscheidest ganz klar, wer wann redet, und kannst beispielsweise auch eine Antwort unterbrechen oder nachhaken. Gerade bei einem kritischen Interview ein Vorteil!

Damit sind auch Frage und Antwort gut verständlich. Das Hand-Mik sorgt für den sichersten Ton.

Damit das gelingt, hältst du es knapp unter das Kinn der sprechenden Person. Das Gesicht bleibt frei, aber Du hast dennoch einen optimalen Ton.

Auch bei lauten Umgebungsgeräuschen ist das Handmikrofon die beste Wahl für ein Interview.

Nachteile: Mikrofon ist im Bild

Normalerweise sollte nur die Interviewpartnerin, der Interviewpartner im Bild zu sehen sein. Das heisst für die Bildgestaltung, dass Du als Bildausschnitt eine Nahaufnahme wählen solltest. Wenn man ein wenig von den Fingern des Reporters am Mikrofon sieht, macht das nichts, aber Dein Arm sollte keinesfalls ins Bild kommen.

Der Mikrofonkopf bleibt aber zu sehen – sonst heisst es, dass er zu weit weg ist und der Ton leidet. Bei einer Strassenumfrage stört das Mikrofon im Bild nicht. Bei anderen Videos jedoch, zum Beispiel bei einem Porträt einer Person, ist es unschön. Manchmal möchtest Du auch von weiter weg filmen, damit auch die Umgebung wahrgenommen wird.

In solchen Fällen arbeitest Du besser mit dem Lavaliermikrofon.

Lavaliermikrofon (Ansteck-/Knopfmikrofon)

Vorteile: Diskret und unkompliziert

Das Lavaliermikrofon eignet sich am besten für längere Gespräche und für ein Videoporträt einer Person, wo man nicht kritisch nachfragen muss. Auch wenn Du eine Moderation oder ein Interview aufnimmst, kannst Du damit arbeiten.

Der erste Vorteil liegt wörtlich auf der Hand: Du hast die Hände frei.

Zudem fällt das Mikrofon weniger auf, es ist diskreter oder kann sogar versteckt werden.

Drittens kannst Du auch aus grösserer Entfernung filmen, weil Du Deiner Gesprächspartnerin nicht immer ein Mikrofon hinstrecken musst. So kannst Du auch die Umgebung mit ins Bild nehmen.

Du musst nur zu Beginn darauf achten, dass das Mikrofon an der richtigen Stelle angebracht ist, danach musst du dich nicht mehr darum kümmern.

Nachteile: Mehr Umgebungsgeräusche

Doch auch das Lavaliermikrofon bringt Nachteile mit sich: Gut hörbar sind nur die Antworten, weil nur Dein Gesprächspartner ein Mikrofon hat. Deine Fragen sind schlecht oder gar nicht hörbar. Die Lösung dafür wäre, ein Doppelmikrofon zu verwenden.

Zudem eignet sich das Lav-Mik nicht für Situationen, wo es lauter ist, zum Beispiel auf einer Baustelle, in Maschinenräumen oder neben einer vielbefahrenen Strasse. Es nimmt mehr Umgebungsgeräusche auf, weil es weiter unten als das Handmik angebracht ist. Es eignet sich also vor allem für Aufnahmen in ruhigen Situationen.

So nutzen Profis das Lavaliermik

Lavaliermikrofone gibt es mit Kabel oder mit Funk. Profis arbeiten meistens mit Funkstrecken. Funk hat den Vorteil, dass sich der Referent oder Gesprächspartner frei bewegen kann. Es ist aber teurer als ein Lavalier-Mik mit Kabel. Kabellose Mikrofone habe ich in diesem Artikel schon vorgestellt und hier findest Du einen Vergleich von 6 Lavalier-Mikrofonen.

Richtmikrofon

Vorteile: Leichte Handhabung

Zu guter Letzt nun also die Premiere: das Richtmikrofon. Viele Vlogger arbeiten mit diesem Mikrofontyp und auch bei mir kommt es manchmal zur Verwendung.

Das Richtmikrofon ist vor allem praktisch, weil es direkt auf der Kamera befestigt wird. Es muss nicht separat gehandhabt werden und es gibt kein störendes Kabel.

In einem ruhigen Raum funktioniert das gut. Der Ton ist besser, als wenn Du nur mit dem eingebauten Mikrofon der Kamera arbeitest, denn das Mikrofon ist nach vorne gerichtet.

Das Richtmikrofon eignet sich aber auch, wenn Du draussen eine Szene filmst, in der niemand spricht. Zum Beispiel B-Roll mit Ambi, Naturaufnahmen oder Situationen auf Reisen. Wenn Du einen Windschutz verwendest, dann hast Du so auf jeden Fall den besseren Ton als mit dem kameraeigenen Mikrofon.

Nachteil: Nur für ruhige Umgebung

Das Mikrofon muss zur Tonquelle – das ist die goldene Regel. Je weiter ich mich von der Kamera und damit vom Richtmikrofon entferne, desto leiser wird auch der Ton. Auch wenn ich die Kamera auf etwas anderes richte als auf die sprechende Person, versteht man nur noch wenig.

Auch in Situationen mit stärkeren Hintergrundgeräuschen versteht man mit einem Richtmikrofon praktisch nichts. Es funktioniert wirklich nur in ganz ruhiger Umgebung.

Achte auf den Stecker:

Viele Mikrofone haben heute einen 3,5mm-Klinkenstecker. Es sieht aus, als könne man diese Mikrofone sowohl fürs Smartphone als auch für Videocams/DSLR-Kameras benutzen. Dies stimmt aber nicht ganz. Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen den Steckern für die jeweiligen Geräte:

Der Stecker mit drei Ringen (TRRS genannt) ist fürs Smartphone, derjenige mit nur zwei Ringen (TRS) für DSLR/Videocam.

Mit einem kleinen Adapter lassen sich die Mikrofone aber in der Regel auch „umfunktionieren“ für das andere Gerät. Darüber habe ich hier ausführlicher geschrieben.

Was ist mit Kauf-Tipps?

Ja – habe ich! 🙂 Wofür man die verschiedenen Mikrofontypen brauchen kann, habe ich nochmals ganz kurz zusammengefasst und zu jedem Typ ein von mir getestetes Produkt aufgeführt. Hol Dir den
Ratgeber hier als PDF!

Ratgeber: Mikrofontypen im Vergleich

Weitere Mikrofonempfehlungen habe ich bereits in einem Mikrofon-Ratgeber zum Filmen speziell mit Smartphone sowie in kompletten Ausrüstungs-Ratgebern für Videocam und Smartphone zusammengestellt. Du kannst Dir alle kostenlos als PDF herunterladen, entweder direkt über den Link oder auf meiner Give-Away-Seite.

Im Test: Lavaliermik VT506 Mobile und Adapter SC6 von Røde

Vor einigen Wochen bekam ich von Voice Technologies Switzerland eine kleine Box. Darin fand ich ein neues Lavaliermikrofon von Voice Technologies : das VT506 Mobile. Ich habe es mehrmals getestet und erzähle Dir in diesem Blogpost, wie es im Vergleich mit anderen Ansteckmikrofonen abschneidet.

Dann habe ich noch ein anderes neues Gadget entdeckt: einen Dreifach-Adapter, den SC6 von Røde. Damit lassen sich an ein Smartphone zwei Mikrofone und ein Kopfhörer anschliessen. Dazu mehr im zweiten Teil dieses Artikels.

Du kannst Dir auch das Video dazu anschauen:

Speziell fürs Smartphone entwickelt

Etwas hat das VT506 Mobile mit anderen Lavaliermiks gemeinsam, die ich hier im Blog auch schon vorgestellt habe: Es ist eigens für das Smartphone konzipiert.

Diese Mikrofone haben einen TRRS-Stecker, das heisst, einen Klinkenstecker mit drei Ringen. Damit sind sie mit der Kopfhörerbuchse von Smartphones kompatibel. Mehr zu TRS und TRRS in diesem Blogpost!

(Bei meinem iPhone X brauche ich zusätzlich immer noch das kurze Adapterkabel, weil die neueren iPhones statt der Kopfhörer- eine Lightning-Buchse haben.)

Der Vorteil des VT506 Mobile ist das lange Kabel

Im Video zum Mikrofon-Test sitze ich relativ weit weg von meinem Smartphone, das an einem Stativ befestigt ist und mit dem ich filme. In der Video-App habe ich die Tele-Linse eingestellt. Diese holt mich optisch näher heran. Damit ich trotzdem nicht riesig im Bild bin, brauche ich wieder etwas Abstand von der Smartphone-Kamera.

Mit diesem Mik funktioniert das: Denn der grosse Vorteil des VT506 Mobile ist, dass es ein 2,5 Meter langes Kabel hat.

Dadurch bietet es mehr Freiheit, ist aber trotzdem noch handlich.

Was mir auch gefällt, ist, dass dieses Ansteckmikrofon in der Schweiz hergestellt wird. Das zählt für mich als Schweizer Unternehmerin!

Vergleich mit Røde SmartLav+

Bisher empfahl ich in meinem Mikrofon-Ratgeber zum Filmen mit Smartphone das Røde SmartLav+. Es hat aber ein viel kürzeres Kabel – damit könnte ich keinen so grossen Abstand von der Kamera haben.

Deswegen habe ich immer empfohlen, zum SmartLav+ gleich das Verlängerungskabel zu kaufen. Mit einer Länge von 6m gibt dieses viel mehr Spielraum. Sechs Meter sind aber wiederum sehr lang und das Kabel verknotet sich deswegen oft.

Vergleich mit iRig MicLav (IK Multimedia)

Auch das iRig MicLav von IK Multimedia empfahl ich bisher oft, denn es ist im Zweierpack erhältlich. Die beiden Mikrofone lassen sich in einer handlichen Box mitnehmen und entweder einzeln oder zusammengesteckt verwenden. Das ist für Interviews perfekt, wo man ja sowohl mich als Reporterin als auch meinen Interviewpartner gut hören muss.

Das Mikrofon VT506 Mobile im Klangtest

Der Klang des neuen VT506 Mobile ist hervorragend.

Auch die Soundqualität des Røde SmartLav+ gefällt mir gut, doch je länger ich inzwischen mit VT506 Mobile arbeite, desto mehr höre ich den Unterschied.

Am schlechtesten schneidet im Vergleich das iRig MicLav ab. Es ist aber auch das günstigste Modell.

Der Preisunterschied der Mikrofone ist beträchtlich: Das SmartLav+ kostet um die CHF 65 (bei fotichaestli.ch), das iRig MicLav als einzelnen Mikrofon kostet CHF 50 (bei Musix.ch). Das VT506 Mobile kostet CHF 198 (bei AudioBauer Pro).

Kürzlich habe ich 6 Lavaliermikrofone miteinander verglichen. Details findest Du in diesem Artikel. Hier der Überblick:

Ein genialer kleiner Adapter

Bei Interviews verwende ich immer einen Kopfhörer. So kann ich den Klang wirklich gut überwachen und erlebe beim Schnitt keine bösen Überraschungen.

Bei den Lavaliermiks ist es nur beim iRig MicLav möglich, einen Kopfhörer anzuschliessen.

Doch nun gibt es eine Alternative!

Passend zu den Mikrofonen fürs Smartphone habe ich nämlich ein tolles Gadget entdeckt: Einen Adapter für drei Stecker, den SC6 von Røde.

Zwei der 3,5mm-Buchsen sind Mikrofoneingänge, die dritte ist ein Kopfhörerausgang.

Der TRRS-Stecker des Adapters ist mit dem Smartphone kompatibel. (Für die Verwendung mit einer DSLR-Kamera bräuchtest du einen TRRS-TRS-Adapter.)

Damit habe ich meinen Kopfhöreranschluss zurück!

Auch zwei unterschiedliche TRRS-Miks lassen sich damit kombinieren, man muss nicht unbedingt zwei gleiche Mikrofon-Modelle verwenden.

Das kleine Gerät könnte also das iRig MicLav 2Pack ersetzen, wenn man den Klang ungenügend findet und lieber mit einem anderen Lavaliermik arbeitet.

Ich habe den Adapter getestet – er funktioniert bestens. Er ist bei fotichaestli.ch für 16 CHF erhältlich.

Achtung: Wenn du mit der normalen Kamera-App filmst, funktioniert die Kopfhörerbuchse des SC6 nicht, das heisst, Du hast keine Kontrolle über den Ton. Das liegt aber nicht am Adapter, sondern an der App.

Es gibt zwei Lösungen dafür: Entweder Du verwendest eine Video-App, die das Audiomonitoring unterstützt, zum Beispiel die Filmic Pro App. Oder Du lässt im Hintergrund eine Recording-App laufen.

Im Detail habe ich diese beiden Lösungen in einem Blogbeitrag beschrieben: Warum funktioniert der Kopfhörer beim Filmen nicht?

Welches Mik ist Dein Favorit?

Schreib mir doch, welches Mikrofon Du bevorzugst, und warum!

In meinem aktualisierten < Mikrofon-Ratgeber findest Du alle Modelle, die ich empfehle, mit Vor- und Nachteilen.

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

Zubehör: So wird aus Deinem Smartphone eine Profikamera

Aus Deinem Smartphone kannst Du eine Profi-Kamera machen: Du brauchst dazu nur das richtige Zubehör.

So holst Du beim Filmen viel mehr heraus und Deine Videos wirken professioneller.

Dafür braucht es gar nicht viel!

Meine Tipps habe ich in einem PDF-Ratgeber zusammengestellt. In diesem Blogeintrag (oder im Video, wenn Du Dir lieber das anschaust) erkläre ich, wozu welcher Gegenstand dient.

Kontrollierte Kameraführung statt verwackelte Bilder

Mit einem Stativ erhältst Du ein ruhigeres, kontrollierteres Bild, als wenn Du das Smartphone von Hand festhältst.

Für Interviews oder Moderationen ist ein Stativ unverzichtbar: Du kannst schliesslich nicht gleichzeitig filmen und vor der Kamera stehen – ausser natürlich, Du machst ein „Selfie-Video“.

Stative gibt es diverse Modelle, zum Beispiel von Velbon.

Wichtig: Um Dein Smartphone auf einem Stativ festzumachen, brauchst Du einen Adapter. Der Adapter von Manfrotto, den ich benutze, ist universal: Er passt auf jedes Stativ und eignet sich für Smartphones in verschiedenen Grössen. Sogar mein iPhone 7 Plus passt gerade noch rein.

Klarer Ton – direkte Message

Du willst, dass Deine Botschaft gehört wird! Ein Mikrofon steigert die Tonqualität Deines Videos massiv.

Wenn Du nur mit dem internen Mikrofon des Smartphones arbeitest, werden auch sämtliche Umgebungsgeräusche aufgezeichnet. Die Stimme geht dann oft ein wenig unter und ist nicht mehr klar und deutlich zu hören.

Auch in ruhigen, geschlossenen Räumen bist Du – bzw. Deine Interviewpartnerin – mit Mikrofon auf dem Video präsenter, der Ton ist klarer.

Zuverlässig für Interviews: das Handmikrofon

Einerseits gibt es dafür das Handmikrofon. Es ist das klassische Interviewmikrofon.

Damit kannst Du jederzeit das Gespräch wieder an Dich nehmen und hast die Kontrolle sowohl über den Verlauf des Interviews als auch über den Ton. Denn Du sorgst selber dafür, dass das Mikrofon nahe genug am Mund des Sprechenden ist.

Handmikrofone, die auch von Musikern für den Gesang verwendet werden, haben XLR-Anschlüsse für eine optimale Tonqualität. Um ein Handmikrofon am Smartphone anzuschliessen, ist deshalb ein Adapter nötig.

Ich benutze das iRig Pre: Am Kästchen des Adapters selber befindet sich der Anschluss für den XLR-Stecker des Mikrofonkabels und das ausgehende Kabel mit einem TRRS-Stecker fürs iPhone. (Ab dem iPhone 7 brauchst Du zusätzlich noch einen Lightning-Adapter, da die Kopfhörerbuchse fehlt.)

Mit dem Handmikrofon hört man die Umgebungsgeräusche praktisch nicht mehr. Im Ratgeber empfehle ich das Røde Reporter Handmik.

Klein und diskret: das Lavaliermikrofon

Wenn ich selber vor der Kamera stehe und etwas erkläre, möchte ich aber meistens nicht noch ein Mikrofon halten müssen. Deshalb arbeite ich auch gerne mit einem Lavaliermikrofon.

Ein Lavaliermikrofon ist ein kleines Mik, das Du Dir ans Hemd oder an die Bluse steckst. Das ist diskret und dennoch nahe dran an der Tonquelle.

Es gibt diverse Modelle – in diesem Artikel habe ich 6 miteinander verglichen.

Adapter nötig?

Vorsicht: Einige Lavaliermikrofone sind für normale Videokameras und nicht für Smartphones konzipiert. Dann brauchst Du einen zusätzlichen Adapter, der in der Kopfhörerbuchse des Smartphones den Mikrofon-Zugang erreicht.

In der Fachsprache wird dieser TRS-zu-TRRS-Adapter genannt.

Kompliziert? Wann Du welchen Adapter brauchst, erkläre ich in diesem Blogbeitrag.

Ansteckmik im Doppelpack

In Interviewsituationen hat das Lavaliermikrofon Nachteile: Wenn ich nur eines davon habe und dieses meiner Interviewpartnerin an die Bluse hefte, sind auf dem Video nur ihre Antworten gut hörbar – meine Fragen jedoch nicht.

Dafür gibt es aber eine tolle Lösung: Das iRig Mic Lav gibt es auch im Doppelpack. Mit dem Doppelstecker kann man zwei Mikrofone verbinden und beide direkt am Smartphone anschliessen. So ist das gesamte Gespräch in gutem Ton auf dem Video zu hören.

Zum iRig Mic Lav 2 Pack habe ich einmal einen Blogpost geschrieben.

In welchen Situationen sich ein Handmikrofon besser eignet und in welchen ein Ansteckmik, beschreibe ich in diesem Blogeintrag.

Weiter weg mit der Kamera

Wenn Du weiter von der Kamera weg bist, gibt es für die iRig Mic Lav’s noch ein Verlängerungskabel.

Mit den zusätzlichen 6 Metern hast Du beim Filmen mehr Spielraum. Damit Du zum Beispiel auch die Umgebung ins Bild nehmen kannst.

Falls Dir 6 Meter zu viel sind, findest Du hier ein Kabel von 3 Meter Länge.

Ratgeber für eine komplette Ausrüstung

Stativ, Mikrofon – und allenfalls Adapter und Kabel: Das ist es schon! Wenn Du Dein Smartphone zu einer Profi-Kamera aufrüsten möchtest, brauchst Du also gar nicht viel.

Ich habe die Produkte, die ich empfehle, in einem PDF-Ratgeber zusammengestellt. Zum kostenlosen Download geht’s hier.

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

Q&A: Welche Ausrüstung eignet sich für Webinars?

Hallo Judith,

Dein Blog ist super! Ich bin schon lange auf der Suche nach einem Mikrofon u.a. fürs Filmen mit dem iPhone 7 und habe mit Deinem Ratgeber eine super Übersicht bekommen. Danke!

Bevor ich ein Mikrofon kaufe, habe ich aber noch eine Frage. Ich plane ein Webinar zum Thema Backen, also einen Online-Kurs mit Video. Ich habe vor, eine Person zu filmen, die mir im Abstand von ca. 2 Metern gegenüber steht und Kuchen bäckt und dabei erklärt, was sie macht.

1. Welches Mikrofon?

Bei einem Lavaliermic müsste das Kabel entsprechend lang sein. Oder soll ich besser ein Funkmikro verwenden? Würde das Ganze auch mit einem Richtmikrofon funktionieren, das z.B. auf dem Handy steckt oder auf dem Tisch steht? Vielleicht gibt es dann aber Nebengeräusche, weil auf dem Tisch auch die Backutensilien stehen…

Am liebsten möchte ich ein Mikro, das ich auch an meiner DSLR-Kamera (Canon 5D Mark II) oder mit einer GoPro nutzen kann.

2. Welche Kamera?

Was sagst Du dazu, das Webinar mit dem iPhone 7 zu filmen? Sollte ich lieber die DSLR-Kamera verwenden?

Zum Beispiel mit dem Tonor-Richtmikrofon, oder mit dem Røde VMMICRO? Diese kann ich dann aber vielleicht nicht am iPhone nutzen. Oder gibt es dazu einen Adapter?

Es wäre mir super hilfreich wenn Du mir helfen würdest. Welche Mikrofon-Kamera-Kombination würdest Du mir empfehlen?

Viele Grüsse aus N.,

F.

Hallo F.

Vielen Dank für Dein Mail und Dein Feedback. Das sind ziemlich viele Fragen 😉 Aber ich versuche, da mal etwas eine Übersicht hinein zu geben.

Webinar-Software spielt eine Rolle

Weisst Du schon, über welchen Streamingdienst bzw. mit welcher Software Du das Webinar machst? Das kann ausschlaggebend sein. Die meisten Webinare werden mit Webcams aufgenommen. Da eine andere Kamera anzuschliessen, ist nicht so einfach. Oft braucht es extra Hardware und dann spielt auch das Betriebssystem noch eine Rolle: Windows oder Mac? Auf dem Smartphone kannst Du sehr einfach ein Live-Video für Facebook streamen, was z. Bsp. eine einfache Variante sein könnte.

Mehr über die Grundlagen für Webinare und gute Tools dafür hat Christian Bossert in seinem Artikel dazu geschrieben: Webinare und Content Marketing: Positioniere dich als Experte/Expertin und baue deine E-Mail-Liste auf.

1. Welches Mikrofon?

Funkstrecke ist besser als Kabel

In diesem Setting würde ich eher nicht mit einem Lavaliermikrofon mit Kabel arbeiten. Mit der 6m-Verlängerung von Røde würde es zwar wahrscheinlich gehen. Aber der Bäcker bewegt sich ja – im dümmsten Fall stolpert er während dem Webinar noch über das Kabel.

Ich würde deshalb an Deiner Stelle ein Lavaliermikrofon mit Funkstrecke nehmen. Die Funkstrecke kann ich mit jeder Kamera mit XLR oder Klinkenstecker verbinden. Mit dem richtige Adapter kannst Du die Funkstrecke auch an Deinem Smartphone anschliessen.

In meinem Blog habe ich schon mal einige Funkstrecken vorgestellt. Lese dazu meinen Blogeintrag „Kabellose Mikrofone: Funkstrecken und Bluetooth“.

Pro und Kontra Richtmikrofon

Du könntest ein Richtmikrofon verwenden (z.B. Røde VidMic Go), und dieses auf der Kamera befestigen. Die Canon 5D Mark II hat einen Mikeingang, Du kannst das Richtmikrofon damit verbinden und darauf befestigen. Für das Smartphone brauchst Du einen Übergangsstecker TRS – TRRS. Warum, erkläre ich im Blogeintrag „Hilfe – mein Mikrofon funktioniert nicht!“. Und Du brauchst eine extra Halterung, damit Du das Richtmikrofon befestigen kannst. Der Vorteil ist, dass Du kein Kabel mit Deinem Protagonisten vor der Kamera verbinden musst.

Umgekehrt ist es, wenn Du ein Mik für das Smartphone hast (z. Bsp. Røde Smart Lav+). Dann kannst Du dieses mit einem TRRS – TRS-Adapter auch an eine Videokamera anschliessen.

Vorsicht beim Richtmikrofon: Viele Vlogger arbeiten mit Richtmikrofon. Die sind aber nah bei der Kamera und in einem ruhigen Raum. Wird die Distanz zum Richtmikrofon grösser, nimmt das Rauschen zu und die Präsenz der Stimme ab.

Wenn es viele Hintergrundgeräusche hat, z. Bsp. der Arbeitprozess des Bäckers sehr laut ist, versteht man das Gesprochene nicht mehr gut. Deshalb empfehle ich selber keine Richtmikrofone.

Die Regel ist: Das Mikrofon muss zur Tonquelle. Das Richtmikrofon erfüllt diese Regel nicht. Wenn die Umgebung sehr laut ist, z. Bsp. in einem Maschinenraum, braucht es sogar ein Handmikrofon. Siehe dazu meinen Blogbeitrag: „Mikrofontypen im Vergleich“. (Mit einem Klick aufs Bild unten holst Du Dir den Vergleich als PDF.)

Ratgeber: Mikrofontypen im Vergleich

2. Welche Kamera

GoPro – für die spezielle Perspektive

Ich finde GoPro als Action-Cam super für unerwartete Perspektiven: Auf dem Helm in einer Eishöhle, in der Luft, unter Wasser etc. Oder in Deinem Fall an der Knetmaschine befestigt, den Teig filmend oder wie auch immer. Dort wo ich mit einer anderen Kamera auch nicht gut hinkomme. Und dort wo es keine „Botschaft“ gibt, also niemand spricht. Die GoPro keinen Mikrofoneingang. Es gibt Mikrofone für die GoPro, welche Du über den USB Stecker anschliessen kannst. Das kann Sinn machen, wenn Du in einer Eishöhle bist und gleich kommentieren willst, was Du jetzt gerade tust und man dabei noch Deine angestrengte Atmung hört. In Deinem Falle geht es aber ja nicht um dieses extreme Live-Ergebnis:-) Sondern der Inhalt der Worte ist das Wichtige. Der Ton ist extrem wichtig, im Idealfall hörst Du mit dem Kopfhörer mit (Bei Interviews trage ich immer einen Kopfhörer, um die volle Kontrolle über den Ton zu haben). So viel ich weiss, hast Du auf dem Display der GoPro nicht einmal einen Audiopegel für ein wenig Kontrolle über den Ton.

Canon 5D Mark II – Schöne Bilder

Mit der Canon Spiegelreflexkameras machst Du die schönsten Bilder. Du hast viel Tiefenunschärfe, was den meisten Leuten gefällt. Du kannst in den Settings auch einen Audiopegel einschalten, damit Du visuelle Kontrolle über den Ton hast. Bei diesem Modell kannst Du aber nicht gleichzeitig ein Mikrofon anschliessen und mit dem Kopfhörer mithören. Profis benutzen eine externe Audiobox, damit sie Mikrofon und Kopfhörer anschliessen können, aber das alles gleichzeitig an einem Computer anzuschliessen für eine Live-Session wird ganz schön kompliziert. Die Herausforderung hier ist vor allem das Streaming. 

iPhone 7 – Direkt ins Internet streamen

Mit dem iPhone hast Du gegenüber der Spiegelreflexkamera ein wenig Verlust bei den Gestaltungsmöglichkeiten des Bildes. Wenn Du Dich aber nicht gewohnt bist, mit der Canon zu filmen, behältst Du mit dem iPhone wahrscheinlich besser die Schärfe. Du kannst, wie oben beschrieben, alle möglichen Mikrofone benutzen. Es gibt beim Filmen Apps mit Audiopegel oder sogar die Möglichkeit einen Kopfhörer anzuschliessen. Beide Möglichkeiten muss aber die benutzte App bieten. Das einfachste bei dieser Kamera ist der Live Stream. Du kannst ohne Umwege direkt ins Internet streamen. Es gibt auch Webinar Apps für das iPhone wie ClickMeeting, ich habe aber noch nie eine solche App ausprobiert.

3. Eine mögliche Ausrüstung:

– Ein Livestream in Facebook mit dem iPhone 7 (anstatt mit Webinar-Software)
– Mikrofon: Funkstrecke von Røde und ein TRS zu TRRS Stecker.
– Wenn Du mit dem iPhone 7 filmst, brauchst Du noch den Adapter für den Lightning-Anschluss.
– Ich empfehle Dir, je nach Dauer des Webinars, auch einen Doppelstecker für Lightning zu verwenden, damit gleichzeitig Strom geladen werden kann. (Siehe Blogbeitrag „Darum brauchen iPhone-Filmer drei Lightining-Anschlüsse“.)

Ich hoffe das hilft, um etwas mehr den Durchblick zu haben.

Herzliche Grüsse
Judith

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

„Hilfe – mein Mikrofon funktioniert nicht!“

Da kauft man sich ein Mikrofon mit Klinkenstecker, schliesst es am Smartphone an, und – nichts. Kein Ton auf der Aufnahme. Was ist falsch gelaufen? Warum funktioniert das Mikrofon nicht?

Ich kann Dich beruhigen: Für das Problem gibt es eine simple Lösung. Du musst Dein Mikrofon nicht zurückschicken 😉 Die Antwort liegt in der Technik des Klinkensteckers.

Der Anschluss fürs Mikrofon ist versteckt

Das Smartphone hat eigentlich keinen Mikrofoneingang. Aber da es in den Smartphone-Kopfhörern ein kleines Mik zum Telefonieren hat, hat Apple und Co. in der Kopfhörerbuchse einen Mikrofoneingang „versteckt“.

Wenn du das Kabel des Original-Kopfhörers mit integriertem Mikrofon anschaust, siehst du, dass dort drei Ringe sind. Bei einem normalen Kopfhörerstecker mit 3,5mm-Klinke sind es nur zwei. Ebenfalls nur zwei Ringe haben Mikrofone mit Klinkenstecker, die nicht speziell für Smartphones entwickelt worden sind. Mit dem dritten Ring können die iPhone-Kopfhörer den versteckten Mikrofonanschluss aktivieren.

Vergleich: TRS-Stecker (mit zwei Ringen) und TRRS-Stecker (drei Ringe).

Mit einem Adapter geht’s

Der Anschluss mit zwei Ringen heisst „TRS“, der mit drei Ringen „TRRS“. Damit unser normales Mikrofon auch an diesem versteckten Anschluss andocken kann, braucht es einen Adapter: TRS zu TRRS. Damit kannst Du jedes normale Mikrofon auch an ein Smartphone anschliessen.

TRS zu TRRS-Adapter (Bild: Digitec)

Umgekehrt ist es, wenn Du ein Mik für das Smartphone hast (z.B. Røde Smart Lav+): Dann kannst Du dieses mit einem TRRS-zu-TRS-Adapter auch an eine Videokamera anschliessen. 

TRRS zu TRS-Adapter (Bild: Digitec)

Für alle Fälle ausgerüstet

Übrigens: Sogar ein Mik mit XLR-Anschluss kannst Du mit dem Smartphone verwenden. Dafür empfehle ich Dir den Adapter iRig Pre.

iRig Pre (Bild: Digitec)

Kennst Du meinen Ratgeber „Mikrofone zum Filmen mit Smartphone“ schon? Auch die beiden TRS/TRRS-Adapter sind dort drin. Damit Du beim Filmen für alle Situationen gerüstet bist!

Das kleine Kabel macht es möglich: Du brauchst nur ein Mikrofon, aber kannst das Kabel mit Smartphone und Videocam verbinden!

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Kabellose Mikrofone – Bluetooth und Funkstrecken

Taugen Bluetooth-Mikrofone? Wann ist ein Funk-Mikrofon besser?

Beim Filmen bin ich froh um jedes Kabel weniger, das ich verwenden muss: Denn Kabel sind im Weg, können sich verheddern, und im dümmsten Fall fällt sogar jemand drüber.

Die meisten Mikrofone, die ich hier im Blog schon vorgestellt habe, funktionieren mit Kabel. Doch es gibt mittlerweile auch verschiedene kabellose Möglichkeiten für den Ton beim Filmen. Mit der richtigen Kombination kannst Du dir die Arbeit erleichtern – und Stolperfallen (im wörtlichen Sinn!) vermeiden.

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

 

Funkstrecken für jedes Budget

Ich arbeite häufig mit meinen Funkstrecken. Diese sind jedoch wegen der Technologie relativ teuer: Meine Sennheiser-Funkstrecken kosteten jeweils um die 1000 Franken. Im Video und im Text unten stelle ich Euch meine Funkstrecken und zwei günstigere Varianten vor. 

Was ist mit Bluetooth?

Ich wurde schon häufig gefragt, ob es nicht Bluetooth-Mikrofone gebe. Doch, gibt es! Jedoch fand ich persönlich Bluetooth immer unzuverlässig, darum habe ich mich lange nicht damit beschäftigt. Mit meinem Bluetooth-Kopfhörer habe ich häufig Probleme: Einmal kann ich die Verbindung nicht herstellen, dann sendet irgendwas eine Funkstörung auf meinen Kopfhörer, wenn ich zum Beispiel in der Bahn sitze. Deswegen hatte ich gegenüber der Bluetooth-Technologie eine gewisse Skepsis.

Kürzlich hat mir jedoch ein Videoproduzent erzählt, dass er gute Erfahrungen mit dem Nikon Wireless Mikrofon ME-W1 gemacht habe. Ein Bluetooth-Mikrofon. Da wurde ich neugierig.

Brack.ch hat mir das Produkt für einen Test zur Verfügung gestellt.

Nikon ME-W1

 

Das Produkt besteht aus zwei Kästchen mit integrierten Mikrofonen (beide!). Der Sender wird mit dem Kabel beim Mikrofoneingang der Kamera eingesteckt.

Das Mikrofon hat einen Clip, damit man es zum Beispiel am Hemd des Interviewpartners anstecken kann. Jedoch ist es im Vergleich mit Lavaliermikrofonen recht gross. Damit man es auf dem Video nicht sieht, installiert man das Kästchen unter Umständen weiter weg von der Tonquelle, also vom Mund der sprechenden Person. Das bewirkt, dass die Stimme leiser und die Umgebungsgeräusche lauter aufgenommen werden. Das ist der grosse Nachteil bei diesem Mikrofon: Die Umgebung muss ruhig sein, damit man den Ton brauchen kann.

Der Preis beträgt bei Brack.ch ca. 250 Franken. (Für Smartphones braucht es zusätzlich einen TRRS-Adapter, um den Klinkenstecker anschliessen zu können.) Ein stolzer Preis im Vergleich mit dem nächsten Mikrofon, das ich gleich vorstellen werde. Dieses kostet nur wenig mehr, bietet aber schon mehr Möglichkeiten.

Fazit: nicht erste Wahl. Klobiges Mikrofon = nicht schön im Bild.

RødeLink-Funkstrecke: gut und günstig

Kürzlich hat mir mein Berufskollege, Videoproduzent Markus Bärtschi, von einer günstigeren Funkstrecke erzählt. Das Produkt heisst RødeLink Filmmaker Kit und kostet ca. 299 Franken – also ein Drittel des Betrags, den ich für meine Funkstrecken bezahlt habe. Und wenn Markus sagt, er arbeite regelmässig damit, dann heisst das, das Produkt taugt etwas. Ich durfte es mir für einen Test ausleihen.

RødeLink Filmmaker Kit

Laut Herstellerinformationen funktioniert RødeLink für Distanzen von bis zu 100 Metern. Im Set mit dabei ist ein Lavaliermikrofon, das der sprechenden Person angesteckt wird. Es ist über ein Kabel mit dem Sender verbunden, dieser kann zum Beispiel an den Hosenbund geclippt werden. Der Empfänger kann auf den Schlitten der Kamera gesteckt werden; die Verbindung zum Mikrofoneingang läuft über ein Kabel. (Fürs Filmen mit Smartphone müsste ein TRRS-Adapter verwendet werden.)

Fazit meines Tests: Für jemanden, der hobbymässig filmt oder ausschliesslich mit dem Smartphone, ist RødeLink eine sehr gute kabellose Möglichkeit. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hervorragend. Die Verbindung ist zuverlässig, da das RødeLink mit Funk arbeitet. Die Frequenz lässt sich verstellen.

Für Profis: Funkstrecken von Sennheiser

Nun zur Profi-Ausrüstung. Ich verwende häufig meine Funkstrecken von Sennheiser. Wie auch bei der Røde-Funkstrecke wird das Mikrofon der Person, die spricht, angesteckt, der Sender zum Beispiel in die Tasche gesteckt. Der Empfänger ist bei der Kamera befestigt. Die beiden Geräte kommunizieren über Funk. Da auch die Polizei diese Technologie benutzt, sind gewisse Frequenzen gesperrt.

Meine ältere Funkstrecke ist die Sennheiser EW100-G3. Sie kostete damals ca. 1000 Franken. Heute ist dieses Produkt nicht mehr erhältlich: Die Frequenzen, die sie verwendet, wurden verboten. Ich verwende sie fast nicht mehr.

Sennheiser EW100-G3 (nicht mehr erhältlich)

Diese Funkstrecke sieht zwar etwas komplizierter aus als die bereits vorgestellten Produkte. Sie funktioniert aber ganz einfach. Das Gehäuse ist aus Metall, also robuster und wertiger als die RødeLink-Funkstrecke. Besonders beim Sender ist das nützlich – es kann gut sein, dass da mal jemand aus Versehen draufsitzt.

Frequenz wechseln

Vorne kann man bei beiden Geräten eine Klappe öffnen und dort Einstellungen machen. Auch die Batterien sind dort drin. An den Einstellungen ändere ich selten etwas. Wichtig ist aber, dass man den Kanal ändern kann. Warum, dazu eine kleine Anekdote:

Letzte Woche filmte ich an einer Messe. Über den Kopfhörer hörte ich während dem Filmen, was mein Interviewpartner Frank sagte. Dabei fiel mir auf, dass es rauschte und surrte – der Ton war einfach nicht gut. Dann änderte ich die Frequenz und gleich war alles bestens. Nach dem Filmen kam jemand von einem anderen Stand zu uns herüber. Er erzählte mir, dass sie soeben eine Live-Vorführung mit Übertragung auf Leinwand gemacht hätten. Der Ton wurde mit einer Funkstrecke verstärkt. Und offenbar waren wir auf der gleichen Frequenz – denn lustigerweise hörten sie bei ihrer Vorführung plötzlich die Stimme von Frank!

Sennheiser AVX MKE-2

Die neuere Funkstrecke von Sennheiser, die AVX MKE-2, funktioniert noch einfacher.

Sennheiser AVX MKE-2

Das kleinere Gerät rechts im Bild ist der Empfänger, der direkt auf der Kamera fixiert und über ein kleines Kabel damit verbunden werden kann. Das Kästchen links ist der Sender mit dem Lavaliermikrofon. Das Geniale an dieser Funkstrecke: Anstatt der Klappe mit den Batterien wie bei der älteren Sennheiser-Funkstrecke habe ich einen Akku. Den kann ich entfernen und aufladen. Das System ist also schon mal ökologischer.

Bei dieser Funkstrecke muss ich gar nichts einstellen. Anstecken, einschalten, und los geht’s! Nicht einmal die Frequenz kann ich hier manuell verstellen. Ja, Du hast richtig gelesen: Ich kann die Frequenz nicht ändern. Doch vorher habe ich ja gerade erzählt, wie wichtig das ist? Die Sennheiser AVX MKE-2 erkennt selbständig, wenn ein Kanal nicht sauber ist, das heisst, wenn eine Frequenz schon von jemand anderem belegt ist. „Tubelisicher“, würden wir auf Schweizerdeutsch sagen.

Preisunterschied wegen XLR-Anschluss

Das hat natürlich seinen Preis: In der Schweiz kostet diese Funkstrecke aktuell ca. 820 Franken. Warum dieser Preisunterschied zur RødeLink-Funkstrecke, die ich vorher vorgestellt habe?

Eines habe ich bereits erwähnt, nämlich die robustere Verarbeitung. Vor allem aber ist die Tonqualität noch besser. Die Sennheiser-Funkstrecke ist nämlich über einen XLR-Anschluss mit der Kamera verbunden (auf dem letzten Foto gut zu sehen). XLR-Kabel sind weniger störungsanfällig. Sie liefern vor allem bei langen Kabelstrecken und in einer lauten Umgebung einen stabileren Ton als die Kabel mit 3,5mm-Klinkenstecker.

Beim Filmen mit Handy fällt dieser Unterschied nicht ins Gewicht. Dort empfehle ich Dir mit gutem Gewissen die günstigere Funkstrecke von Røde. Wenn Du aber professionell unterwegs bist, lohnt es sich, hier mehr Geld in die Hand zu nehmen. Falls Du dann doch einmal mit dem Smartphone filmen willst, kann die Funkstrecke trotz des XLR-Kabels dort eingesteckt werden – mit dem Adapter iRig Pre (bei iPhone 7 zusätzlich Klinke-zu-Lightning-Adapter).

Welches Mik überzeugt?

Das Nikon Wireless Mikrofon ME-W1 (Bluetooth) hat mich von der Grösse und vom Ton her nicht überzeugt. Das Røde Link kann ich mit gutem Gewissen empfehlen, guter Ton zu günstigem Preis. Sollte meine Funkstrecke mal aussteigen, werde ich mir das Sennheiser AVX MKE-2 kaufen.

Welche Lösung überzeugt Dich? Gib mir doch ein Feedback, welche Mikrofonlösung Dir am besten entspricht und was Du für Erfahrungen damit machst. Ich freue mich über Deinen Kommentar.

Übersicht:

Ich habe den Ratgeber „Mikrofone für das Filmen mit dem Smartphone“ noch mit zwei kabellosen Mikrofonen ergänzt. Du kannst ihn kostenlos herunterladen:

Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

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