Externer Monitor fürs iPhone: Filmic Pro Remote oder Quicktime

Judith Steiner

Judith Steiner

Trainerin für Videokompetenz

Für eine interessante Vogelperspektive hänge ich mein iPhone zum Filmen schon mal an die Decke. Oder ich stelle das Stativ ganz hoch, um leicht von oben herab zu filmen. Das gibt coole Bilder. Der Nachteil ist, dass ich dabei nicht direkt sehe, was mein iPhone filmt. Da hilft ein externer Monitor.

Schon mehrmals wurde ich gefragt, ob es möglich ist, einen externen Monitor mit dem iPhone zu koppeln. Also einen zweiten Bildschirm, auf dem ich das sehe, was mein iPhone gerade filmt. Zwei Möglichkeiten dafür stelle ich Dir vor:

1. Filmic Pro Remote App

Filmic Pro lancierte vor einigen Jahren eine Remote App. Damit konnte man ein iPad oder ein zweites iPhone verbinden. Als ich diese App bei einer Joody-TV-Aufnahme einmal ausprobierte, war sie nicht brauchbar: Die Verbindung war unstabil und ich bekam teilweise unscharfe Bilder. Die App wurde später wieder eingestellt.

Nun hat Filmic Pro eine neue Remote App herausgebracht. Mein Fazit: Diesmal funktioniert sie. Die Verbindung ist zwar immer noch relativ langsam, aber das kann auch am Netzwerk liegen.

Mit Filmic Remote sieht man z.B. auf dem iPad, wie das Bild aussieht, welches das iPhone aufnimmt. Und noch besser: Über die App kann ich sogar mein iPhone bedienen. Alle wichtigen Kameraeinstellungen kann ich über die Filmic Remote App vornehmen: Rec drücken, den Fokus legen, die Farbtemperatur verstellen etc. Ich habe also aus der Distanz die volle Kontrolle über das, was ich filme. (Falls Du Filmic Pro noch nicht kennst, findest Du auf YouTube mein ausführliches Tutorial).

Die App Filmic Remote ist für Android und iOS erhältlich und kostet ca. 10 Franken.

2. Kabelverbindung zum Monitor via Quicktime

Die zweite Möglichkeit ist, das iPhone über ein Kabel z.B. mit dem MacBook zu verbinden. Mit dem Programm Quicktime kann man den Bildschirm des iPhones spiegeln. Damit habe ich zum Beispiel mit dem grossen Bildschirm meines iMacs einen riesigen Monitor, auf dem jedes Detail zu erkennen ist.

Ich kann übrigens in Quicktime auch mein Handydisplay filmen. Das ist sehr praktisch, um Tutorials aufzunehmen, ich arbeite selber aber mit Screen Flow.

Es gibt aber auch Nachteile: Die Distanz ist durch die Kabellänge begrenzt. Und: Das Kabel belegt den Lightning-Anschluss; man kann dann beim iPhone 7 also kein Mikrofon oder Kopfhörer mehr anschliessen.

Was im Gegensatz zur Filmic Pro Remote App auch nicht möglich ist, ist die Bedienung des Handys aus der Ferne. Der Bildschirm ist wirklich ein reiner Monitor.

Noch mehr Tipps zu Hardware für das Filmen mit dem Smartphone findest Du in meinem Ratgeber Videoausrüstung: Mit Stativ- und Mikrofonempfehlungen.

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

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