Kategorie: Technik

Achtung Gimbal: Darum sind die Stabilisierungs-Geräte gefährlich!

Was ist ein Gimbal?

Ein Gimbal ist ein Stabilisierungssystem zum Filmen: Eine Art kleines Stativ, das man während dem Filmen in der Hand hält und das Bewegungen autonom ausgleicht.

Gimbals sind gerade total in.

Wenn man sie richtig einsetzt, bringen sie viel Mehrwert. Trotzdem halte ich mich mit Empfehlungen für Gimbals zurück – denn sie können auch gefährlich sein. Warum, erkläre ich Dir in diesem Artikel oder im Video.

Verwackelte Bilder wirken unprofessionell

Verwackelte Bilder lassen ein Video unprofessionell wirken. Da hört und sieht man nicht mehr gerne hin, und wenn Dein Video verwackelt ist, schalten die Leute schnell weg.

Das ist der grosse Vorteil eines Gimbals: Er sorgt für schöne, smoothe Bewegungen, und war in verschiedenen Situationen.

Warum nicht einfach ein Stativ?

Ich besitze einen ganzen „Wald“ von Stativen 🙂 Denn ich benutze beim Filmen sehr häufig eins.

Welches Stativ sich wofür eignet, habe ich in diesem Artikel/Video mal erzählt. Und hier erkläre ich den Schnur-Trick.

Ein Stativ sorgt nicht nur für ein ruhiges Bild, sondern verschafft mir auch freie Hände und Bewegungsfreiheit. So kann ich selber vor die Linse oder jemanden interviewen, ohne die Kamera halten zu müssen.

Manchmal will ich mich beim Filmen aber auch fortbewegen oder drehen! Dann nützt mir ein Stativ wenig.

Mit einem Gimbal kann ich rumlaufen oder mich in alle Richtungen drehen, und das Video wird dennoch ruhig und gleichmässig.

Gimbal und Selfie-Kamera – ein gutes Duo!

Ich habe schon vor einigen Jahren darüber geschrieben, wie gut heute die digitalen Bildstabilisatoren der Smartphones sind.

Das Problem dabei:

Das gilt nur für die Hauptkamera und nicht für die Frontkamera. Auch aktuell beim iPhone XS.

Die Front- oder Selfiekamera ist allgemein schlechter. Während Du mit der Hauptkamera aus der Hand gefilmt ein erstaunlich ruhiges Bild erhältst, ist die gleiche Aufnahme mit der Selfiekamera viel unruhiger. Wenn möglich, filme ich mit der Hauptkamera.

Wenn ich aber zum Beispiel ein Live-Video aufnehme, möchte ich während dem Filmen auch den Display im Blick haben, um zu sehen, wenn jemand eine Frage stellt oder hallo sagt. Da bin ich ganz froh um den Gimbal, denn er stabilisiert die Aufnahme auch mit der Selfiekamera.

Ruhige Kamerafahrten dank Gimbal

In unseren Frühlingsferien waren wir auf einem Bauernhof und durften mit Zwergponys spazieren gehen. Ich machte davon ein Video, und für eine Kamerafahrt war der Gimbal genau das Richtige.

Die Ponys gaben ziemlich Gas, und um mit ihnen Schritt halten zu können und gleichzeitig ein ruhiges Video zu erhalten, war ich froh, dass mein Smartphone in einem guten Stabilisierungssystem eingespannt war.

Für solche Situationen nutze ich den DJI Osmo Mobile 2.

Und damit ich auch mit grösseren Kameras schöne Kamerafahrten aufnehmen kann, habe ich mir auch noch den DJI Ronis S gekauft.

Warum ist ein Gimbal denn nun gefährlich?

Weil er oft falsch eingesetzt wird.

Viele Leute bewegen die Kamera beim Filmen viel zu oft. Und weil der Gimbal so schöne, smoothe Bewegungen macht, verleitet er dazu, noch viel mehr Kamerabewegungen einzusetzen. Das Video wird dadurch aber unprofessioneller.

Vielleicht willst Du schöne Ferienvideos machen, oder Deine tollen Produkte im Geschäft zeigen. Und weil der Gimbal sich so toll bewegen lässt, läufst Du herum, lässt die Kamera laufen, geniesst die wunderschöne Bewegung des Gimbals und filmst ganz lange Einstellungen…

STOP: So funktioniert Videoproduktion nicht.

Falls Du meine 10 Tipps für bessere Videos gesehen hast, weisst Du das bereits. In der Regel heisst es move – point – shoot – stop.

Das „Shoot“ dauert nur einige Sekunden, sonst wird es für die Zuschauer langweilig.

Click here to subscribe

Such die Bewegung vor der Kamera

Und vergiss „move“ und „point“ nicht: Suche vor allem die Bewegung vor der Kamera und setze Kamerabewegung bewusst ein. Anstatt dass Du wild durch die Gegend rennst, weil Du Dich so an Deinem Gimbal freust.

Es gibt drei Kamerabewegungen:

Zoom: Den solltest Du sparsam einsetzen, da er unnatürlich ist. Wir können unser Auge auch nicht einfach ausfahren, um etwas aus der Nähe zu sehen.

Schwenk: Ich schwenke die Kamera, am besten auf einem Stativ. Sie bleibt dabei am Ort.

Passive Schwenks sind angenehmer als aktive: Du verfolgst eine Bewegung vor der Kamera.

Kamerafahrt: Sobald sich die Kamera bewegt, spricht man von einer Kamerafahrt. Und hier kommt der Gimbal ins Spiel. Wenn Du eine schöne ruhige Kamerafahrt machen willst, dann unterstützt Dich der Gimbal darin.

Passive Kamerabewegungen machen mehr Spass

In meinen „10 Tipps für bessere Videos“ zeige ich Dir einen aktiven Kameraschwenk. Der ist sehr unangenehm.

Kamerafahrten machen oft mehr Spass, wenn sie passiv sind. Dabei hängst Du Dich an ein Objekt und gehst mit, wie ich mit den Zwergponys.

Wenn Du einen Gimbal hast, machst Du also nicht automatisch bessere Videos. Bewusst eingesetzt, gibt er Dir aber bessere kreative Möglichkeiten.

Wie Du wirklich bessere Videos machst

Die Grundlagen für bessere Videos zeige ich Dir, wie bereits erwähnt, in meinen „10 Tipps für bessere Videos“. Du kannst das Video auf YouTube schauen und auch ein ein gratis PDF mit den 10 Tipps herunterladen.

Click here to subscribe

6 Lavalier-Mikrofone im Vergleich

Damit Deine Botschaft rüberkommt, ist es sehr wichtig, dass sie auch akustisch gut verstanden wird.

Deshalb lege ich Dir sehr ans Herz, für Deine Videos ein Mikrofon zu verwenden. So machen Deine Videos qualitativ einen grossen Sprung nach vorne und wirken gleich viel professioneller.

Click here to subscribe

Die Vorteile eines Ansteckmikrofons

Für Interviews und Vlogs ist ein Lavaliermikrofon (eine andere Bezeichnung für „Knopf-“ oder „Ansteckmikrofon“) sehr gut geeignet. Vor allem dann, wenn es wenig Umgebungsgeräusche hat.

  • Du hast die Hände frei, um zum Beispiel ein Produkt vorzustellen oder eine Handlung zu demonstrieren.
  • Ein Ansteckmikrofon kannst Du unauffällig an Deiner Kleidung bzw. an der Deines Interviewpartners befestigen.

Es gibt eine grosse Auswahl in diversen Preisklassen. Für diesen Artikel habe ich 6 Lavaliermikrofone getestet.

4 Mikrofone für Smartphones und 2 für Kameras

Ich stelle Dir zwei Mikrofone für Kameras vor (DSLR, Videocam, VJ-Cam). Dies etwas weiter unten in diesem Artikel. (Direkt dorthin springen.)

Vier Ansteckmikrofone sind für das Smartphone konzipiert und ich vergleiche sie direkt miteinander. Dazu habe ich auch ein Video aufgenommen, wo Du Dir selber anhören kannst, wie die Tonqualität ist.

 

 

4 Lavalier-Mikrofone fürs Smartphone im Test

Mikrofone:

Test-Kriterien:

  • Tonqualität
  • Kopfhöreranschluss
  • Stecker
  • Kabellänge
  • Preis

Hier schon mal eine Übersicht – im Detail geht’s gleich nach der Tabelle weiter.

Ansteckmikrofone Tabelle Judith Steiner
(Mit einem Klick auf die Tabelle kannst Du sie Dir noch grösser anschauen.)

 

Tonqualität

VT 506 Mobile: sehr guter Klang
Røde SmartLav+: ebenfalls sehr guter Klang
iRig Mic Lav: dumpf, gefällt mir weniger
ClipMic digital: Ton sehr leise, für Live-Videos nicht geeignet

Das VT 506 Mobile und das Røde SmartLav+ haben die beste Tonqualität.

Ich finde das VT 506 einen Tick besser, aber wenn Du ausschliesslich Videos machst, fährst Du mit dem SmartLav+ genauso gut. Weil das Bild den Ton auch noch unterstützt.

Anders, wenn Du die Tonaufzeichnung jedoch auch als Podcast verwenden möchtest, oder wenn Du Musiker bist und es auf die Nuancen beim Ton ankommt.

Und wenn Du keine Live-Videos machst und den Pegel in der Nachbearbeitung noch verändern kannst, kann ich Dir in Bezug auf den Ton auch das ClipMic digital guten Gewissens empfehlen.

Kopfhöreranschluss

Ganz wichtig ist es, die Kontrolle über den Ton zu haben.

Es kann schnell passieren, dass ein Mikrofon nicht richtig eingesteckt ist oder aus irgendeinem Grund mal nicht auf Anhieb funktioniert. Wenn Du das erst nach der Aufnahme merkst, ist das mehr als ärgerlich.

Deswegen benutze ich immer einen Kopfhörer und überprüfe den Ton. Entweder während des ganzen Drehs oder bei Moderationen, wo ich gerne ohne Kopfhörer im Bild bin, zumindest vorher.

Und so sieht das bei den getesteten Mikrofonen aus:

iRig Mic Lav: Kopfhöreranschluss integriert
VT 506 Mobile: Kopfhörer via Adapter verwendbar
Røde SmartLav+: Kopfhörer via Adapter verwendbar
ClipMic digital: Keine einfache Möglichkeit für Kopfhörer

Hier hat das iRig Mic Lav einen grossen Vorteil: Es hat einen Kopfhöreranschluss integriert. Und das Tolle ist: Über die 3,5mm-Buchse kann auch ein zweites Mikrofon angeschlossen werden (das iRig Mic Lav kann im Zweierpack gekauft werden).

Ein Adapter für Kopfhörer und zusätzliche Mikrofone

Die anderen Mikrofone bringen keine Kopfhörerbuchse mit. Es gibt aber eine Lösung dafür: Den Stecker SC6 von Røde.

SC6 Adapter Rode

Er hat einen Kopfhörer- und zwei Mikrofoneingänge, wenn Du mehrere Mikrofone am Smartphone anschliessen möchtest.

Dieser kleine Helfer ist also mit dem Røde SmartLav+ und dem VT 506 Mobile zu empfehlen.

Falls damit Probleme beim Audiomonitoring auftreten, findest Du in diesem Blogpost eine Lösung: „Warum funktioniert der Kopfhörer beim Filmen nicht?“

ClipMic digital: Kopfhörer schwierig

Das ClipMic digital hat einen Lightning-Stecker und ist deswegen nicht mit dem SC6-Adapter kompatibel.

Es gibt zwar Adapter, welche sowohl einen Lightning- als auch einen 3,5mm-Klinken-Eingang haben. Als ich mal so einen mit einem Mikrofon getestet habe, hat es aber nicht funktioniert.

Eine andere Alternative wäre es, einen Bluetooth-Kopfhörer zu verwenden. Ich schalte aber beim Filmen jeweils den Flugmodus ein, um keine Störsignale auf dem Smartphone zu haben, deswegen kommt das für mich nicht in Frage.

Und damit sind wir beim nächsten Kriterium meines Mikrofon-Tests:

Stecker

VT 506 Mobile: Klinke
iRig Mic Lav: Klinke
Røde SmartLav+: Klinke
ClipMic digital: Lightning

Die Mikrofone von Røde, VT und IK Multimedia haben alle einen 3,5mm-Klinkenstecker. Für neuere Smartphones, die statt einer Kopfhörerbuchse einen Lightning- oder USB-C-Anschluss haben, brauchst Du also einen Adapter.

Einzig das ClipMic digital hat einen Lightning-Anschluss. Vorteil: Es gibt eine Schnittstelle und damit eine Störanfälligkeit weniger.

Nachteil: Der SC6-Adapter ist nicht kompatibel. Wenn ich ein iPhone der neueren Generationen habe und keines, das noch über Lightning- und Kopfhörerbuchse verfügt, kann ich also damit keinen Kopfhörer verwenden.

Kabellänge

VT 506 Mobile: 2.5 m
Clipmic Digital: 2.5 m
iRig Mic Lav: 1.5 m
Røde SmartLav+: 1 m

Normalerweise stehst Du beim Filmen nicht gleich neben der Kamera, sondern etwas weiter entfernt. Und Du möchtest das Mikrofonkabel unter der Kleidung verstecken.

Deswegen ist es nützlich, wenn dieses etwas länger ist.

Mehr Freiheit dank Verlängerungskabel

Eine Kompromisslösung ist das Verlängerungskabel von Røde. Es ist mit diversen Mikrofonen mit Klinkenstecker kompatibel. Jedoch ist es mit 6 Metern schon fast wieder zu lang – es verknotet sich schnell und kommt sogar eher in den Weg.

Deswegen lieber von Anfang an ein Mikrofon mit etwas mehr Kabel kaufen.

Preis

iRig Mic Lav: ca. 99.- für zwei Mikrofone bei audiosource.ch
Røde SmartLav+: ca. 68.- bei fotichaestli.ch
ClipMic digital: ca. 183.- bei House of Sound
VT 506 Mobile: ca. 198.- bei Audio Bauer Pro AG

 

Mein Fazit:

VT 506 Mobile: Mich überzeugt dieses Mikrofon am meisten. Es hat ein langes Kabel und ich kann es mit dem SC6-Adapter von Røde kombinieren, um zusätzlich einen Kopfhörer zu verwenden. Zudem ist die Tonqualität hervorragend.

Røde SmartLav+: Auch dieses Lavaliermikrofon habe ich in meiner Ausrüstung dabei und brauche es auch in meinen Workshops, zusammen mit dem Verlängerungskabel.

Der grosse Unterschied zwischen den beiden ist der Preis. Das VT 506 Mobile ist doppelt so teuer wie das Røde SmartLav im Doppelpack.

iRig Mic Lav: Hier ist die Kombination von zwei Mikrofonen und Kopfhörer super, dafür schneidet die Tonqualität im Test schlechter ab als diejenige der beiden vorher genannten Miks.

Ansteckmikrofone Tabelle Judith Steiner
Mit einem Klick darauf kannst Du die Tabelle vergrössern.

Wenig geeignet: Das ClipMic digital

Das ClipMic digital kann ich am wenigsten empfehlen.

Hier wurde zwar viel Wert auf die Tonqualität gelegt, wie man es sich von Sennheiser gewohnt ist. Es ist ein Audiowandler eingebaut, das ist das kleine Kästchen, das dem Stecker vorgeschaltet ist. Dieses sorgt für einen guten Klang. Zudem wird durch den direkten Lightning-Anschluss ein Adapter überflüssig – es gibt dadurch weniger Störanfälligkeit.

Jedoch gibt es bei diesem Mikrofon drei gewichtige Nachteile: 1. Es kann nur mit iPhones verwendet werden. 2. Der Ton ist recht leise und muss nachbearbeitet werden. 3. Es gibt keine ideale Möglichkeit, mit diesem Ansteckmikrofon einen Kopfhörer zu verwenden.

 

Lavalier-Mikrofone für Kameras

VT 500 Water

Das ist das 5. Mikrofon, das ich im Testvideo getragen habe:

Ich habe das Video mit meiner Profikamera, der Sony FS5, gefilmt, und das VT 500 Water von Voice Technologies Switzerland in Kombination mit meiner Funkstrecke verwendet.

Dieses Lavalier-Mikrofon hat einen hervorragenden Klang.

Dazu trumpft es mit einigen Nice-to-haves auf: Es ist wasserdicht, eignet sich ausgezeichnet zum Filmen im Regen und kommt mit praktischen Zusatzteilen, die es ermöglichen, das Mikrofon direkt auf die Haut kleben zu können. Damit kann es unter dem T-Shirt unsichtbar versteckt werden.

Das VT 500 Water kostet bei AudioBauer Pro ca. CHF 429. Es gibt auch eine etwas günstigere Variante des VT 500, die nicht wasserdicht ist.

VT 506 Video

Wenn Du nicht mit einer Funkstrecke filmst, empfehle ich Dir das VT 506 Video. Es hat ein 2,5 Meter langes Kabel und kann direkt bei der Kamera angeschlossen werden.

Es ist von fast das gleiche Mik wie das VT 506 Mobile, der Stecker ist aber TRS und die Form des Mikrofonkopfes sieht etwas anders aus.

Erhältlich ist das VT 506 Video bei AudioBauer Pro für ca. CHF 198.

 

Welches Mikrofon bevorzugst Du?

Schreib es mir in den Kommentaren!

Meine Mikrofon-Tipps habe ich Dir in einem Ratgeber zusammengestellt, inklusive Adapter und Verlängerungskabel.

Im PDF findest Du auch noch zwei Funkstrecken, welche sich für die Verwendung mit dem Smartphone eignen.

Wann sich welcher Mikrofontyp am besten eignet (Handmikrofon, Lavaliermikrofon, Richtmikrofon), darauf gehe ich in diesem Ratgeber näher ein:

Ratgeber: Mikrofontypen im Vergleich

Videos verwalten: So organisiere und sichere ich meine Dateien

Heute füllen wir nicht mehr unsere Schränke mit DVDs. Dafür füllen wir unsere Festplatten – und zwar ziemlich schnell.

Videos brauchen sehr viel Platz.

Wenn Du regelmässig filmst, brauchst Du also eine gute Organisation. Sonst sind Dein Smartphone oder Dein Computer schnell am Anschlag…

Wie ich das mache, verrate ich Dir in diesem Artikel.

Du erfährst, wo ich:

  • laufende Projekte und Rohmaterial speichere
  • Backups anlege, falls was schiefgeht
  • fertige Projekte und Rohmaterial archiviere
  • fertige Videos immer verfügbar habe
  • den Überblick behalte, wo sich welches Video befindet

 

Meine drei wichtigsten Tipps:

1. Leg die Videodateien, an denen Du arbeitest, nicht direkt auf Deinem Computer ab.

Dieser ist sonst ziemlich schnell voll.

2. Arbeite stattdessen mit einer externen SSD-Festplatte.

Die Mehrkosten für eine SSD-Festplatte lohnen sich absolut: Eine normale Festplatte ist für die Videoproduktion zu langsam.

3. Überleg Dir gut, wo Du fertige Projekte archivieren willst.

Wenn Du privat filmst, brauchst Du das Rohmaterial für ein Video vielleicht nicht mehr. Aber auch das fertige Video soll an einem sicheren Ort liegen.

 

Und jetzt etwas genauer 🙂

Im Folgenden beschreibe ich Dir, wie ich mich organisiere.

Wohin mit neuen Videos?

Professionelle Videos und auch grössere private Projekte schneide ich auf dem MacBook, mit einem Schnittprogramm wie Adobe Premiere Pro oder Final Cut.

Das heisst, das Videomaterial muss von meiner Kamera auf den Rechner. Sei es von der Speicherkarte meiner Sony FS 5 oder meiner Lumix GH4 oder vom Speicher meines iPhones.

Doch ich habe die Regel:

Kein Rohmaterial direkt auf den Rechner

Ich habe zwar auf meinem MacBook 1 Terabyte Speicher. Trotzdem lege ich nie ein Video dort ab – weder Projekte, noch fertig geschnittene Videos.

Und trotzdem sind schon etwa 400 GB besetzt. Wenn ich da noch meine Videodateien auf den Rechner legen würde, wäre er ziemlich schnell voll. Und ich habe Projekte, die sind grösser als 1 TB.

Wie mache ich das also?

Ich arbeite mit externen Festplatten.

Davon habe ich einige. Das Geniale daran ist: Sie werden immer kleiner, bieten aber immer mehr Daten Platz.

Ich übertrage also Rohmaterial von der Speicherkarte oder vom Smartphone via MacBook auf eine externe Festplatte.

Es gibt zwei Arten von externen Festplatten: SSD und HDD.

Ich habe beide im Einsatz, aber für unterschiedliche Zwecke.

SSD-Festplatte für das laufende Projekt

Für mich ist das Wichtigste: SSDs sind sehr schnell.

Das ist unbedingt nötig beim Video schneiden, denn mein MacBook muss laufend auf das Rohmaterial zugreifen können. So, als wäre es auf dem MacBook selber abgelegt.

Wenn die Festplatte bzw. die Schnittstelle langsam ist, hängt das Programm die ganze Zeit. Da kann der Rechner selber noch so schnell sein.

Ein weiterer Vorteil, der für mich wichtig ist: Es gibt heute sehr kleine und leichte SSD-Festplatten.

So habe ich Festplatten, die etwa halb so gross sind wie mein iPhone X, aber 1 TB bzw. sogar 3 TB Speicherplatz haben.

SSD Festplatte

Diese kleinen Festplatten kann man gut überallhin mitnehmen.

Manchmal schneidet eine Mitarbeiterin für mich Videos. Ich kann ihr dazu einfach die Festplatte mit dem Rohmaterial mitgeben und sie bringt mir darauf das fertig geschnittene Video (inkl. Rohmaterial) wieder zurück.

Damit ich den Überblick nicht verliere, klebt auf jeder SSD-Festplatte eine Etikette. Darauf schreibe ich jeweils mit Bleistift, welche Projekte gerade auf der Festplatte abgelegt sind.

Die Mehrkosten lohnen sich

SSD-Festplatten sind relativ teuer. Doch mit den genannten Vorteilen lohnen sich die Kosten absolut, wenn Du regelmässig Videos schneidest.

Ein weiterer Vorteil: SSD-Festplatten sind geräuschlos. Es stört Dich also kein Summen beim Videos schneiden.

Neben der SSD-Festplatte benutze ich aber auch „normale“ Festplatten:

HDD-Festplatte als Backup

HDDs sind günstiger als SSD-Festplatten, aber sie sind schwerer und grösser.

Ich brauche sie deswegen nicht, um direkt damit zu arbeiten, sondern um eine Sicherheitskopie des Rohmaterials eines laufenden Projekts abzulegen.

Wenn mal was schiefgehen würde oder die SSD-Festplatte verloren ginge, dann habe ich noch ein Backup.

Das Rohmaterial ist also doppelt abgelegt: Auf der SSD- und auf der HDD-Festplatte.

Zusätzlich: Dropbox / Cloud

Das Projekt selber befindet sich bisher nur auf der SSD-Festplatte. Alles, was ich also schon geschnitten oder kombiniert habe, ist dort gespeichert.

Damit auch diese Arbeit noch zusätzlich gesichert ist, macht mein Schnittprogramm automatisch regelmässig ein Backup.

Dieses wird auf Dropbox gespeichert. (Es gibt natürlich auch andere Cloud Services.)

Im Notfall kann ich also das Projekt von dort und das Rohmaterial von der HDD-Festplatte holen.

Das Schnittprogramm Premiere Pro bietet sogar noch ein zusätzliches Backup, indem Adobe mein Projekt auf ihrer eigenen Cloud speichert.

Nun ist auch das laufende Projekt doppelt oder sogar dreifach gesichert: Auf der SSD-Festplatte, auf der Dropbox und in der Cloud des Schnittprogramms.

Zusammengefasst:

Speicher für laufende Projekte

Rohmaterial: SSD- und HDD-Festplatte.

Projektdateien: SSD-Festplatte, Dropbox, (Adobe Cloud).

 

Und fertige Projekte?

Wenn ein Projekt abgeschlossen ist, müssen die Daten so schnell wie möglich weg von der Festplatte.

Denn es lohnt sich nicht, grosse Dateien dort liegen zu lassen, weil externe SSD-Festplatten doch recht teuer sind.

Also brauche ich einen anderen Ort, um Projekte zu archivieren.

Netzwerkspeicher (NAS) als Archiv

In einer Ecke meines Büros stehen drei kleine Server, sogenannte NAS. Sie haben je 8 TB Speicherplatz.

Darauf archiviere ich fertige Projekte inklusive Rohmaterial.

Kundenprojekte behalte ich mindestens ein Jahr lang.

Das verspreche ich in den Verträgen, und meine Kunden bezahlen auch für diese Archivierung.

Wenn ich das Projekt inkl. Rohmaterial auf dem NAS abgelegt habe, kann ich es von der SSD-Festplatte und von der HDD-Festplatte entfernen.

Dann habe ich aber nur noch eine Kopie… Das ist mir zu unsicher.

Was ist, wenn einer dieser Server ausfällt? Oder, noch schlimmer:

Was ist, wenn mein Büro abbrennt?

Meine Lösung:

Ich habe auch zu Hause drei solche NAS mit je 8 TB Speicher. Dort ist genau das gleiche drauf wie auf den NAS im Büro.

Um sie zu synchronisieren, gehört zu jedem NAS eine portable Festplatte mit ebenfalls 8TB Speicher.

2 NAS-Server mit Festplatte synchronisieren

Die portable Festplatte wurde mir von einem Kollegen speziell programmiert.

Wenn ich sie an einem NAS anschliesse, erkennt sie, welche Änderungen ich dort vorgenommen habe. Ob ich neue Dateien hinzugefügt oder alte Dateien gelöscht habe.

Die Festplatte übernimmt diese Änderungen, ohne dabei immer die gesamten 8 TB zu kopieren. Und wenn ich die Festplatte dann am zweiten NAS anschliesse, werden die Änderungen synchronisiert.

Das kann eine Weile dauern – je nach Grösse des Projekts rattert es die ganze Nacht durch.

Jetzt habe ich insgesamt drei Backups des fertigen Projekts: NAS zu Hause, NAS im Büro, portable Festplatte.

 

Fertige Videos immer verfügbar in der Cloud

Das fertige Video (ohne Projekt und Rohmaterial) archiviere ich zusätzlich noch in einer Cloud.

So kann ich jederzeit auch unterwegs darauf zugreifen. Zum Beispiel, wenn ich jemandem etwas zeigen möchte. Schliesslich ist nicht jedes Kundenvideo online verfügbar.

Ich teste immer noch verschiedene Anbieter von Cloud-Diensten… Deswegen habe ich meine fertigen Videos an verschiedenen Orten abgelegt.

In der Übersicht:

 

Ordnung muss sein

Damit ich bei all den Projekten und Videos nicht die Übersicht verliere, habe ich mir eine Liste angelegt.

  • Welches Projekt ist auf welchem Server archiviert?
  • Und wo liegt das fertige Video sonst noch?

So muss ich jeweils nicht lange suchen und weiss genau, was sich wo befindet.

 

Wie organisierst Du Deine Projekte?

Was sind Deine Erfahrungen? Ich freue mich, wenn Du mir einen Kommentar zu diesem Artikel schreibst oder mir Deine Tipps weitergibst!

 

Tipps für schöne Luftaufnahmen

Seit einem guten Jahr besitze ich eine Drohne. Hast Du auch eine?

Ich finde, schöne Luftaufnahmen kann man vielseitig einsetzen und immer wieder brauchen – wenn man sie gut archiviert und sie wieder findet! 🙂

Ich habe einen Ratgeber zusammengestellt mit meinen 10 besten Tipps für das Filmen mit Drohne. Hol ihn Dir mit einem Klick aufs Bild!

PDF-Ratgeber


Q&A: Warum funktioniert der Kopfhörer beim Filmen nicht?

Liebe Judith,

ich verwende das Røde SmartLav+ Mik und den Røde SC6-Adapter, die Du in Deinem Mikrofon-Ratgeber empfiehlst. Ich filme mit dem iPhone und schliesse über den Adapter jeweils das Mikrofon und meine Kopfhörer an.

Wenn ich nun eine Videoaufnahme starte, höre ich nichts von der Audioaufnahme über die Kopfhörer. Da kommt einfach kein Ton während dem Filmen. Auf der Aufnahme ist der Ton dann aber zu hören.

Wie machst Du das jeweils? Habe ich etwas übersehen?

Die Anleitung zum Røde-Mikrofon bezieht sich immer „nur“ auf Audio-Aufnahmen mit der Røde-Recording-App. Diese App habe ich zwar auch, aber ich möchte ja Videos produzieren.

Danke für Deine Hilfe ♥️

Grüsse dich lieb!

N.

Diese E-Mail erreichte mich kürzlich.

Vielleicht filmst Du auch mit dem iPhone und hast das gleiche Problem wie N., dass beim Filmen Dein Kopfhörer wie nicht funktioniert, also dass Du keinen Ton auf dem Kopfhörer hast?

Beim Filmen keinen Ton auf dem Kopfhörer

Ich habe in meinem Blog schon diverse Mikrofone und Adapter vorgestellt. Und ich betone immer wieder, wie wichtig gerade bei Interviews das Audiomonitoring ist, die Kontrolle über den Ton.

Wenn ich mit der normalen Kamera-App des iPhones filme, dann kommt kein Ton auf den Kopfhörer.

Was ist das Problem?

Mit der Hardware ist alles in Ordnung – aber mit der Software nicht. Die Kamera-App unterstützt kein Audiomonitoring.

Trick 1: Mit der Filmic Pro App filmen

Eine Möglichkeit ist, anstatt die normale iPhone-Kamera-App zu verwenden, mit einer anderen App zu filmen. Mit einer App, welche das Audiomonitoring unterstützt. Zum Beispiel mit der Filmic Pro App.

Damit hast Du Ton auf dem Kopfhörer und kannst während eines Interviews den Ton überwachen.

Trick 2: MetaRecorder im Hintergrund laufen lassen

Falls Du mit der normalen Kamera-App weiterarbeiten willst, gibt es auch eine Lösung.

Und zwar kannst Du zum Beispiel den MetaRecorder von Apogee installieren (kostenlose App).

Lasse den Recorder laufen und wechsle dann zur Kamera-App. Wenn der MetaRecorder im Hintergrund läuft, hast Du auch während dem Filmen Ton auf dem Kopfhörer.

Ich habe verschiedene Recording-Apps ausprobiert, Garage Band sowie Recorder von iRig oder Røde. Dort hat das nicht oder zumindest nicht zuverlässig funktioniert. Sobald ich zur Kamera-App gewechselt habe, war der Ton wieder weg vom Kopfhörer…

Im Live-Video ausprobiert

Kurz nachdem ich diesen Blogpost fertig entworfen hatte, konnte ich den Trick mit dem MetaRecorder gut gebrauchen: In einem meiner Live-Videos, die ich fast täglich auf meinem YouTube-Kanal mache, war der Ton ganz schlecht.

Mein Lavaliermikrofon, das ich wegen dem Wind extra mit einem Windschutz-„Kätzchen“ ausgestattet hatte, funktionierte aus irgend einem Grund nicht. Deswegen filmte ich unbewusst mit dem iPhone-Mikrofon – und der ohnehin schon schlechtere Ton wurde vom Wind stark gestört.

Am nächsten Tag testete ich die Tonqualität also vor und während der Aufnahme des Live-Videos ganz genau.

Ich liess im Hintergrund den MetaRecorder mitlaufen und trug sogar am Anfang des Videos die Kopfhörer, um sicherzugehen, dass man mich gut hört.

Du kannst Dir das Video hier ansehen, ich erzähle darin auch nochmals von meinem Ton-Fiasko. Abonniere doch meinen YouTube-Kanal, dann siehst Du immer, wenn ich live bin. In den Live-Videos gebe ich Einblick in meinen Arbeitsalltag und gebe kleine Video-Tipps weiter. Ich freue mich auf Dich!

Steigere die Qualität Deiner Videos

Wenn Du Interviews, Moderationen oder Vlogs aufzeichnest, ist es zentral, dass man die sprechende Person gut versteht. Wenn Du ein Mikrofon verwendest, wird die Qualität Deiner Videos gleich sehr viel besser!

In meinem Ratgeber

„Mikrofone zum Filmen mit Smartphone“ findest Du neben dem Røde SmartLav+ noch weiteres Zubehör, damit Dein Video einen guten Ton hat.


Ratgeber Mikrofone zum Filmen mit Smartphone

So holst Du Musik ohne iTunes direkt auf Dein iPhone

Wolltest Du auch schon Musik aus dem Browser direkt auf Dein iPhone laden und wusstest nicht wie? Vielleicht wolltest Du Musik unter Dein Video legen, die Musik aber nicht aus dem iTunes nehmen? In diesem Video zeige ich Dir, wie es funktioniert:

Mit meiner Familie verbrachte ich kürzlich ein Wochenende mit dem SAC Zindelspitze auf einem Gletscher. Ich filmte immer wieder etwas und wollte das Video noch während dem Wochenende zusammenschneiden.

Das Problem: Umweg über den Rechner

Um im iMovie, wo ich das Video schnitt, Musik einzufügen, muss ich den Song bereits in iTunes haben.

Und um einen Song von Epidemic Sound oder einer anderen Plattform ins iTunes zu importieren, brauche ich einen Rechner – Desktop oder Laptop. Mit den normalen Browser-Apps geht das nicht.

Natürlich hatte ich in der Hütte auf dem Gletscher mein MacBook nicht dabei… 🙂

Aber ich dachte: Es muss doch möglich sein, Musik direkt aufs Handy zu holen!

Und so suchte ich, bis ich eine Möglichkeit gefunden hatte:

Die Lösung: Die App „Total“

Es gibt eine Browser-App, die es ermöglicht, Musik herunterzuladen und von dort aus in die Schnitt-App zu exportieren: Sie heisst „Total“.

Total App Musik auf iPhone Judith Steiner

Anleitung:

  1. Total-App herunterladen: App Store
  2. Browser öffnen: Weltkugel-Symbol rechts unten
  3. Track suchen: Eine Zusammenstellung von Musikplattformen findest Du in meinemPDF-Ratgeber „Musik in Online-Videos verwenden“
  4. Download: Total-App unterstützt DropBox, Google Drive, OneDrive und iCloud
  5. Im „Dateien“-Bereich (Akten-Symbol links unten) den Track anwählen
  6. Entweder: „Verschieben“ und in iTunes ablegen
    Oder: „Teilen“ und so direkt in die Schnitt-App exportieren

Ich finde die Total-App eine super Lösung. Sie ermöglicht es mir, ein Video von A bis Z auf dem iPhone zu produzieren.

Kennst Du meinen PDF-Ratgeber „Apps für die Videoproduktion auf dem Smartphone“? Darin findest Du eine Auswahl von Schnittprogrammen fürs Smartphone. Je nachdem, was Du für Bedürfnisse hast, eignet sich die eine oder andere App besser.

Achtung: YouTube-Musikarchiv

Die Total-App unterstützt Epidemic Sound, artlist.io und andere Musikplattformen.

Mit dem YouTube-Musikarchiv funktioniert die Total-App aber nicht. Ich kann mir zwar Songs anhören, aber wenn ich sie downloaden möchte, wird das geblockt.

Eine App, die mit der YouTube Audio Library funktioniert, ist „Documents by Readdle“. Damit kann ich Musik von YouTube herunterladen und im Video-Schnittprogramm verwenden.

(Die App hat mir einer meiner Blog-Leser empfohlen – danke!)

Musik für Deine Videos

In diesem PDF-Ratgeber habe ich diverse Optionen zusammengestellt, wo Du Musik für deine Online-Videos findest.

Der Knackpunkt ist ja, dass Du diese Musik dann auch legal verwenden darfst. Mit dem Ratgeber bist Du auf der sicheren Seite. Lade ihn Dir mit einem Klick aufs Bild kostenlos herunter:

PDF Musik für Online-Videos

Wenn Du keinen Tipp verpassen möchtest, kannst Du Dich auch für meinen Newsletter eintragen. Alle zwei Wochen kriegst Du dann Post von mir.

Übrigens: Auf meinem YouTube-Kanal veröffentliche ich im Moment auch regelmässig Live Videos. Dort erzähle ich aus meinem Arbeitsalltag und gebe auch Tipps weiter.

Welches Stativ ist gut zum Filmen? Durchblick im Stativ-Dschungel

Ich besitze über ein Dutzend Stative: Einbein- und Dreibeinstativ, Foto- und Videostativ, grosse und kleine Stative… Wenn ich sie alle aufstelle, wie ich das für mein neues Video gemacht habe, sieht es ein bisschen aus wie ein Wald aus lauter Stativen 🙂

 

Wofür eignet sich welches Stativ?

In diesem Blogpost und im Video lernst Du meine „Stativ-Familie“ kennen.

Ich erkläre Dir, was die Unterschiede zwischen den einzelnen Stativtypen sind. Alle haben nämlich Vor- und Nachteile und eignen sich für verschiedene Zwecke.

Am Schluss des Artikels weisst Du, welches Stativ Du für Dein Video-Projekt am besten brauchen kannst.

Dreibein-Fotostativ

z.B. Manfrotto Befree, 1,4 kg, ca. CHF 169.- bei Digitec

Vorteile: Kompakt und dennoch stabil, Kugelkopf zum Einstellen der Kameraneigung.

Nachteil: Keine Schwenks möglich.

Manfrotto Befree Stativ

Perfekt zum Fotografieren unterwegs

Dieses Stativ ist klein und kompakt zu verpacken. Es passt gut in eine Tasche und ist deswegen perfekt für unterwegs. Dennoch ist es stabil und hat ein bisschen Gewicht, es wird nicht gleich umgewindet, wenn ich draussen fotografiere oder filme.

Das Fotostativ hat einen Kugelkopf: Diesen kann ich mit dem Schraubgriff lösen und die Fotokamera dann im genau richtigen Winkel festmachen. Das ist wichtig, wenn das Stativ auf einer unebenen Fläche steht, und ich kann so auch schräg nach oben oder unten fotografieren.

Nach dem Einstellen ist die Kamera wieder fixiert. Ich kann den Kugelkopf dann nicht mehr bewegen. Das heisst: Ich kann während dem Filmen keinen Schwenk machen.

Das ist der grosse Unterschied zu einem Videostativ.

Als Videoproduzentin fehlt mir diese Option. Ich merke immer wieder, dass ich es mir einfach gewohnt bin, die Kamera seitlich bewegen zu können. So praktisch das Fotostativ zum Mitnehmen auch ist: Dieser Einschränkung muss ich mir bewusst sein, wenn ich es einpacke.

 

Dreibein-Videostativ

z.B. Velbon DV-7000N, 3,5 kg, ca. CHF 137.- bei Digitec

Vorteile: Stabil, grosse Höhe möglich, schwenkbarer Kopf.

Nachteil: Relativ gross und schwer.

Velbon DV-7000N Dreibein Stativ

Mehr Optionen dank schwenkbarem Kopf

Das Velbon-Stativ habe ich in Blogbeiträgen und Ratgebern schon mehrmals vorgestellt, denn ich empfehle es sehr gerne weiter. Es gehört fix zu meiner Reiseausrüstung und meiner Smartphone-Ausrüstung.

Das Dreibein-Videostativ hat einen Kopf, der sich in der Horizontalen frei bewegen lässt. Ich kann damit wirklich schöne Schwenks machen. Das ist auch der Unterschied zum Dreibein-Fotostativ.

Das Stativ ist stabil, und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mit knapp 140 Franken sehr gut. In dieser Preisklasse gibt es zwar viele Stative, aber die meisten sind nur 140 cm hoch. Um eine Person auf Augenhöhe zu filmen, ist das in der Regel zu wenig. Mit dem Velbon DV-7000N kann ich sogar meinen Mann filmen, und der ist über 1.90 m gross 🙂

Dafür ist es auch im kompakten Zustand relativ gross und einiges schwerer als das Fotostativ. Deswegen kommt es auch bei mir nicht auf jede Reise mit…

 

Individuell verstellbares Dreibein-Videostativ

Manfrotto 755CX3, 2,7 kg, Preis: Stativ CHF 511.- bei Brack, Kopf ca. CHF 159.- bei Brack

Vorteile: Sehr stabil und dennoch relativ leicht, hochwertige Verarbeitung, grosse Höhe möglich. Kopf ist individuell fixierbar und horizontal sowie vertikal schwenkbar.

Nachteil: Preis.

Manfrotto 755C Kopf Stativ

Mein Favorit!

Mit diesem Stativ arbeite ich am liebsten. Ich habe damit viel Spielraum in der Höhe, kann damit sogar mal eine Vogelperspektive aufnehmen. Der Kopf dreht sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen sehr schön.

Genial an diesem Stativ ist, dass ich den Kopf unabhängig von den Beinen verstellen und fixieren kann. Wenn das Stativ nicht auf einer ebenen Fläche steht, ist das Gold wert. Bei anderen Videostativen muss ich jedes Bein einzeln verstellen, damit der Kopf gerade ist. Das kostet viel mehr Zeit und ist kompliziert.

Das Stativ ist auch sehr stabil. Der Kopf ist relativ schwer, doch die Beine meines Modells sind aus Karbon, das macht es wieder etwas leichter.

Der Kopf dreht noch etwas schöner als beim Velbon-Stativ und die Verarbeitung ist hochwertiger. Es kostet dafür aber auch knapp fünfmal so viel.

 

Einbein-Videostativ

z.B. Manfrotto XPRO, 1,4 kg, ca. CHF 300.- bei Merlin.ch

Vorteil: Unkompliziert und schnell in der Handhabung. Leichter und kompakter als das Dreibein. Beweglicher Fuss, schwenkbarer Kopf.

Nachteil: Muss stets festgehalten werden.

Manfrotto 560B Stativ Einbein

Ideal für B-Roll

Ich arbeite sehr gerne mit dem Einbein-Stativ! Um B-Roll zu filmen, also unterschiedliche Einstellungen einer Reportage, ist es perfekt.

Der grosse Vorteil ist, dass ich sehr schnell arbeiten kann. Die Höhe ist zack, zack eingestellt, und mit der Wechselplatte kann ich die Kamera im Nu montieren und wieder entfernen.

Ein weiterer Vorteil: Das Einbein-Stativ ist halb so schwer wie das Dreibein. Ich kann es relativ klein zusammenklappen und z.B. auf meinen Rucksack spannen.

Um mich selber oder einen Interviewpartner zu filmen, ist es allerdings nicht ideal, da ich es immer festhalten muss. So kann ich mich nicht voll und ganz auf meinen Interviewpartner konzentrieren. Und wenn ich mich selber so filmen würde, wäre die Kamera längst zu Boden geschmettert.

 

Grosses Einbein-Stativ

Manfrotto MVM500A, 2 kg, ca. CHF 509.- bei Manfrotto

Vorteile: Viel Spielraum in der Höhe, beweglicher Kopf.

Nachteil: Muss festgehalten werden, Preis.

Zum Filmen mit der VJ-Cam

Dieses Stativ ist etwas grösser und teurer als das kleinere Einbein. Ich benutze es, wenn ich mit meiner VJ-Cam Sony PXW FS5 filme. Erstens erhalte ich damit ein ruhigeres Bild, als wenn ich die Kamera auf der Schulter trage. Und zweitens entlastet es mich, denn die FS5 wird mit der Zeit recht schwer…

Dazu kommt, dass dieses Stativ einen beweglichen Kopf hat; ich kann damit Schwenks machen.

Für mich auch praktisch in Kombination mit dem Manfrotto-Dreibein: Die beiden Stative haben den gleichen Kopf. Ich kann also die Wechselplatte an der Kamera lassen und mit der Kamera das Stativ wechseln, ohne die Platte zwischendurch abzuschrauben. Das erlaubt schnelles Arbeiten.

 

GorillaPod

z.B. Joby GorillaPod Focus, 0.5 kg, ca. CHF 119.- bei Fotichaestli

Vorteile: Klein und leicht, kann mit den beweglichen Beinen vielseitig angebracht und flexibel eingestellt werden. „Armverlängerung“ für Vlogger.

Nachteil: Geringe Höhe.

Gorillapod Stativ

Das bewegliche  „Stativchen“ für unterwegs

Den GorillaPod habe ich mir erst kürzlich gekauft. Er war auch mit mir auf meiner Skandinavien-Reise: Klein und leicht, ist dieses Stativ eine gute Option für Reisen. Es bringt einige Einsatzmöglichkeiten ohne viel Zusatzgewicht.

Praktisch daran ist, dass die Beine total beweglich sind. Ich könnte sie also auch um einen Ast wickeln oder Unebenheiten ausgleichen.

Um auf Augenhöhe filmen zu können, muss ich den GorillaPod im Unterschied zu einem Stativ mit ausziehbaren Beinen irgendwo befestigen oder aufstellen. Das ist ein Nachteil.

Viele Vlogger benutzen dieses Stativ als „Selfie-Stick“, wenn sie sich selber unterwegs filmen. Es ist eine Verlängerung des Arms, man ist damit mit der Kamera nicht so nahe am Gesicht.

Das war der eigentliche Grund, warum ich mir den GorillaPod gekauft habe. Mein Fazit nach dem Ausprobieren: Für mich ist der GorillaPod nicht so handlich, deswegen nur eine Behelfslösung.

 

Weitere kleine Stative und Adapter

Tisch-Stativ: In der Handtasche für spontane Aufnahmen

z.B. Røde Mini Tripod Stand, 185 g, ca. CHF 30.- bei Digitec

Es gibt ganz verschiedene Modelle von Tisch-Stativen. Sie sind sehr klein und handlich, also optimal für spontane Aufnahmen. Mit einem Smartphone und einem kleinen Lavalier-Mikrofon kann man damit ganz unkompliziert vloggen oder spontane Interviews führen.

 

Selfie-Stick: Da steckt mehr drin, als man glaubt!

z.B. Huawei Selfie Stick AF11, 130 g, ca. CHF 40.- bei Digitec

Selfie Stick Huawei Stativ

Den Selfie-Stick hat mein Mann mal bestellt, und weil er zu Hause rumlag, habe ich ihn ausprobiert – sorry, Sam 🙂

Mit dem Selfie-Stick kann ich mich mit dem Smartphone filmen. Meistens mache ich das zwar aus der Hand, ohne „Armverlängerung“, aber für grössere Gruppen oder für eine weitere Bildeinstellung eignet sich der Selfie-Stick schon.

Super an unserem Modell ist, dass es drei kleine Stativbeine hat, die man ausziehen kann. Kombiniert mit der ausziehbaren Länge wird dieser Selfie-Stick also zu einem kleinen Dreibein-Stativ. Das finde ich sehr praktisch!

Selfie Stick Huawei Dreibein

 

Stativ-Adapter fürs Smartphone

Mit dem entsprechenden Adapter kannst Du das Smartphone auf praktisch jedes Stativ schrauben. Mein Lieblingsmodell ist der JJC SPC-1A (ca. CHF 16.- bei Fotichaestli).

Warum, und welche anderen Modelle es gibt, kannst Du in diesem Blogbeitrag nachlesen: „4 Handy-Stativ-Adapter: Für ein kontrolliertes Bild“.

 

Welches ist Dein Lieblings-Stativ?

Ich hoffe, dieser Blogpost hat Dir geholfen, Dich im Stativ-Dschungel etwas zurecht zu finden.

Es kommt ganz darauf an, was Du filmst, in welcher Situation, und wie viel Gewicht Du mit Dir herumtragen kannst. Möchtest Du eine möglichst kleine Ausrüstung? Oder ist es Dir wichtig, auch grosse Leute auf Augenhöhe filmen zu können? Das sind ganz unterschiedliche Ansprüche.

Kennst Du noch ein Stativ, das Du empfehlen kannst? Dann freue ich mich, von Dir zu hören!

Ratgeber Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone

Ein Trick, wie Deine Drohne trotz Wind nicht abstürzt

Kürzlich habe ich im Blog erzählt, wie in den Ferien auf den Lofoten meine Drohne abgestürzt ist. (Hier kannst Du Dir das Video dazu nochmals anschauen…)

Heute gebe ich Dir einen super Trick weiter, wie Du mit der Drohne trotz Wind tolle Aufnahmen machen kannst. Und das ganz ohne Absturzrisiko!

 

Drohne trotz Wind zum Filmen brauchen

An einem sonnigen, warmen Tag in den Ferien, während meine Kinder im Polarmeer badeten, stieg ich auf einen Berg an der Küste. Von dort aus hatte ich geplant, die Drohne zu starten. Es hatte jedoch viel zu viel Wind dafür.

Die Sicht war aber fantastisch! Fast so gut, wie wenn ich aus der Luft gefilmt hätte… Und das brachte mich auf eine Idee.

Ich packte meine Drohne trotzdem aus. Der Trick, damit sie mir nicht abstürzte:

Ich filmte damit aus der Hand, anstatt sie in die Luft zu lassen.

 

Die Drohne als Handkamera nutzen

Zwei Gründe, warum meine Drohne, die DJI Mavic Pro, auch so prima zum Filmen zu gebrauchen ist:

  1. Sie hat ein weitwinkliges Objektiv für gute Panoramaaufnahmen.
  2. Sie besitzt einen Gimbal, der Bewegungen ausgleicht und das Bild stabilisiert, wenn man kein Stativ dabei hat.

Das Resultat siehst Du im Video! Ruhige Panorama-Aufnahmen der wunderschönen norwegischen Küstenlandschaft.

 

Ratgeber mit Drohnen-Tipps

Ich habe meine Drohne seit Anfang Jahr und habe inzwischen schon viele Erfahrungen gesammelt. Die wertvollsten Learnings habe ich in einem PDF-Ratgeber zusammengestellt, den Du Dir hier holen kannst.

PDF-Ratgeber

Drone Crash! Wie meine Drohne auf den Lofoten abstürzte…

… und ob sie es überlebt hat?

Mit meiner Familie war ich diesen Sommer in den Ferien im Norden. Unter anderem auf den Lofoten, einer Inselgruppe, die nördlich des Polarkreises liegt. Wunderschöne Landschaften, die ich natürlich mit meiner Drohne festhalten wollte!

Meine Freude erhielt jedoch einen massiven Dämpfer, als die Drohne mitten in felsigem Gebiet abstürzte…

 

Bilder vom Crash im Video

Am besten siehst Du Dir das Ganze gleich im Video an. Dort siehst Du, wie der Crash passiert und wie meine Familie und ich die Drohne zwischen den Felsen suchen. Und Du erfährst, in welchem Zustand wir sie schliesslich gefunden haben…

Nicht zu vergessen: Du erhältst im Video einen Eindruck von der Schönheit der Lofoten 🙂

Erzähl mir von Deinem Drone Crash!

Hast Du auch eine Drohne und schon mal etwas ähnliches erlebt? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar und erzähle von Deinem Drone Crash…

 

PDF: Tipps zum Filmen mit Drohne

Meine wichtigsten Tipps und Erfahrungen zum Drohnenfliegen habe ich in einem kostenlosen PDF zusammengefasst. Hier kannst Du es Dir runterladen.

PDF-Ratgeber

Meine Video-Ausrüstung, Teil 3: Für professionelle Drehs

Vor meiner Sommerpause habe ich Dir meine Video-Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone und zum Filmen auf Reisen vorgestellt. Vielleicht hast Du davon in den letzten Wochen schon etwas ausprobieren können!

Im dritten und letzten Teil meiner Ausrüstungs-Serie zeige ich Dir meine Profi-Ausrüstung. Ich benutze sie, wenn ich zu Kunden gehe, um Interviews und B-Roll zu filmen, aber auch, wenn ich im Büro Tutorials aufnehme.

Professionell, aber mobil

Kern der Ausrüstung ist die Sony PXW FS5, meine grosse Videokamera. Es gehört aber neben der Kamera noch viel mehr zu dieser Ausrüstung.

Insgesamt füllt dieses Equipment drei Taschen. Darin ist alles gut und übersichtlich verstaut.

  1. Tasche: Kamera und -Zubehör
  2. Tasche: Stative
  3. Tasche: Licht

 

1. Das Kernstück: Der Kamerakoffer

Meine Kamera Sony PXW-FS5

Über meine Kamera und was mich daran überzeugt, habe ich hier einen ausführlichen Blogpost geschrieben.

Das Kit-Objektiv, das von Anfang an dabei war, benutze ich vor allem für Reportagen. Denn wenn es schnell gehen muss, ist der Auto-Fokus sehr nützlich. Dank der grossen Brennweite kann ich nahe hinzoomen, ohne das Objektiv zu wechseln. Dafür kriege ich wegen der eher grossen Blendenzahl nicht so viel Tiefenunschärfe.

 

Zusätzliche Objektive

Ich habe mehrere zusätzliche Objektive. Mit dem Canon-Objektiv EF 24-70mm arbeite ich am liebsten. Die Brennweite lässt sich verändern und ich kann mit einer kleinen Blende arbeiten und kriege so eine schöne Tiefenunschärfe ins Bild. Ich muss zwar den Fokus manuell verstellen, aber das bin ich mich gewohnt.

Damit ich an meiner Sony-Kamera überhaupt Canon-Objektive montieren kann, brauche ich einen Adapter. Meiner ist der Speed-Booster von Meta Bones.

Mein Tele-Objektiv ist von Sony. Damit kann ich nahe heranzoomen – zum Beispiel an einem Event, wo ich die Leute aus der Entfernung filmen möchte, oder in der Natur, wenn ich zu Fuss nicht näher heran kann. Auch damit lassen sich schöne Bilder aufnehmen, auch mit Tiefenunschärfe.

 

Für den guten Ton: Mikrofone und Kopfhörer

Ein Richtmikrofon Røde NTG-1: Damit nehme ich die Umgebungsgeräusche auf. Wenn es mal windig ist, kann ich einen Windschutz montieren.

Meine Funkstrecke von Sennheiser ist immer mit dabei. Der Empfänger wird auf der Kamera montiert und den Sender erhält mein Interviewpartner. Meine Funkstrecke Sennheiser EW100-G3 ist heute nicht mehr erhältlich. Eine Alternative ist das Sennheiser ew 112P G4-B.

 

Sennheiser ew 112P G4-B

Damit die Funkstrecke komplett ist, braucht es noch ein Mikrofon: Ich arbeite mit einem Lavaliermikrofon von Voice Technologies, dem VT506WATER. Wie der Produktname schon antönt, ist es wasserfest und hält Regen aus.

Ein Handmikrofon MD 46 von Sennheiser. Damit führe ich Interviews. Dazu gehören ein XLR-Kabel (3 m, z.B. bei Brack erhältlich) und ein Büsi (Fellüberzug), damit Windgeräusche minimiert werden.

Richt-, Hand- oder Lavaliermikrofon: Wann sich welcher Mikrofontyp am besten eignet, beschreibe ich in diesem Blogpost.

Wenn ich nicht selber vor der Kamera stehe, habe ich immer meinen Kopfhörer auf. Es ist mir sehr wichtig, immer volle Kontrolle über den Ton zu haben.

 

Akkus, Batterien und sonstiges Kleinzubehör

Ein Ersatz-Akku Sony BP-U30 für die Kamera ist Gold wert: Damit kann ich über zwei Stunden länger filmen. Aber auch kleine Batterien für meine Funkstrecke habe ich immer im Gepäck.

Um die Linse zwischendurch zu reinigen, brauche ich eine kleine Pumpe (zum Beispiel diese hier). Damit kann ich Staub wegblasen.

Im Sommer befestige ich um das Display der Kamera einen aufklappbaren Sonnenschutz Orca. Dieser hilft, wenn es sehr hell ist und das Display deswegen fast nicht erkennbar ist.

Eine Dose Gesichtspuder – damit ich mich und/oder meinen Interviewpartner vor der Aufnahme abpudern kann und das Gesicht nicht glänzt. Puder ist in Kosmetikabteilungen erhältlich. Es gibt Universal-Puder ohne Farbpigmente, die sich für alle Teints eignen, zum Beispiel dieses hier.

 

2. Stative: Leicht und unkompliziert ist wichtig

Mein Dreibein-Stativ ist von Manfrotto. Das Stativ ist aus Karbon.Der Kopf dreht schön und hat eine Schnell-Wechsel-Platte. Mein absolutes Lieblingsstativ.

Wenn es schnell gehen muss, greife ich gerne zum Einbein-Stativ. Es ist auch von Manfrotto und besitzt die gleiche Schnell-Wechsel-Platte wie das Dreibein-Stativ, sodass ich die Kamera auch während eines Drehs vom einen auf das andere wechseln kann. Das Stativ ist sehr einfach höhenverstellbar und der kleine Dreifuss unten lässt sich bewegen.

 

3. Licht-Ausrüstung: Der grösste Koffer

Lampen

Zwei LED-Panels: Beide sind dimmbar, d.h. ich kann die Lichtstärke einstellen, und bicolor, damit ich kälteres oder wärmeres Licht wählen kann. Ich arbeite gerne mit dieser grossen LED-Lampe.

Für eine Dreipunkte-Ausrüstung brauche ich noch einen Spot. Ich habe einen von Dedolight, der ist veraltet. Alternative: Spot von Jinbei.

 

Stative

Zwei Licht-Stative (Jinbei), die schnell aufgestellt sind, tragen die LED-Panels. Und das Velbon-Stativ, das ich schon in den anderen beiden Ausrüstungs-Beiträgen vorgestellt habe, kommt hier als Licht-Stativ für den Spot mit. Darauf kann ich auch eine zweite Kamera (z.B. das Smartphone) befestigen.

Zubehör

Für jede Lampe habe ich zwei Akkus. Das ist einfacher, als wenn ich mit Stromkabeln arbeiten muss: Ich kann schnell umstellen und niemand stolpert über ein Kabel. Und mit je zwei Akkus pro Lampe kann ich zwei bis drei Stunden filmen. (Zur Godox-Lampe passen dieser Akku und dieses Ladegerät.)

Die Weisskarte steckt auch noch irgendwo im Lichtkoffer. Den Weissabgleich könnte ich auch der Kameraautomatik überlassen, aber ich mache das oft manuell. Der Weissabgleich dient dazu, die Lichttemperatur optimal einzustellen. (Ein Weisskartenset findest Du zum Beispiel hier.)

 

Mit der Ausrüstung richtig umgehen

Nun kennst Du den grössten Teil meiner aktuellen Video-Ausrüstung!

Zum Thema Licht habe ich zwei Extra-Ratgeber erstellt: In „Gutes Licht für Deine Videos“ gebe ich Know-How weiter (mit und ohne künstliches Licht). Und im PDF-Ratgeber „Licht-Ausrüstung“ sind die Produkte zusammengefasst, die ich empfehlen kann.

Equipment zu kaufen, ist das eine, damit umgehen zu können, das andere. Ich empfehle Dir, viel auszuprobieren, und Deine Ausrüstung auch anhand von Manuals und YouTube-Tutorials gut kennen zu lernen.

Um die ganze Bandbreite der Möglichkeiten nutzen zu können, braucht es auch etwas Know-How zur Videoproduktion. Dazu gebe ich immer wieder Kurse.

Ratgeber Licht-Ausrüstung

Meine Video-Ausrüstung, Teil 2: Filmen auf Reisen

Kürzlich habe ich Dir in meinem Blog meine Ausrüstung zum Filmen mit Smartphone gezeigt.

Manchmal reicht das iPhone völlig, um von einem Ausflug mit meiner Familie eine schöne Video-Erinnerung zu haben. Wenn ich aber mehr Gestaltungsmöglichkeiten möchte, dann nehme ich meine Reiseausrüstung mit.

Weil mich immer mal wieder jemand fragt, welche Kamera ich zum Reisen mitnehme und auf welches Zubehör ich nicht verzichten kann, stelle ich Dir diese Ausrüstung gerne auch vor.

Klein oder gross?

Diesen Sommer geht es nach Skandinavien. Mit dabei: Ziemlich viel Video-Equipment!

Doch das trage ich gerne: Die Reisen sind unsere Highlights als Familie. Wir fiebern lange darauf hin, planen über Monate hinweg, und deswegen ist es mir auch wert, dass die Reise so schön wie möglich mit Video festgehalten wird.

Zu Hause in der Schweiz gehen wir allerdings auch gerne in die Berge. Und beim Wandern wiegt zusätzliches Gewicht im Rucksack schwer. Deswegen beschränke ich mich in solchen Fällen auf das Nötigste. Trotzdem habe ich damit mehr Möglichkeiten als nur mit dem Smartphone.

Ich stelle Dir zuerst die Basics vor und dann die Zusatzausrüstung, die ich dabei habe, wenn ich meinen ganz grossen Rucksack packe.

Kamera und Objektive

Die Panasonic Lumix DMC GH4R ist eine Systemkamera, die sich sowohl zum Fotografieren als auch zum Filmen gut eignet. Ich habe einen Mikrofoneingang und eine Buchse für Kopfhörer. Die Kamera bietet ein Peaking, um die Schärfe manuell einstellen zu können, und Zebra, das mir hilft, die Belichtung richtig einzustellen.

Meistens arbeite ich mit dem Panasonic Lumix 12-35mm f2.8 Objektiv. Die Brennweite ist sehr variabel; ich kann weitwinklige Aufnahmen machen, aber auch ziemlich nahe heranzoomen. Die Bildqualität ist sehr gut.

Mit dem Tele-Objektiv Lumix 45-175mm f4.0-5.6 kann ich so richtig schön heranzoomen – etwa für Tieraufnahmen. Das war letztes Jahr bei den Elefanten im Nationalpark in Sri Lanka sehr nützlich: In diesem Video siehst Du die Aufnahmen! Das Objektiv ist klein und leicht und bietet eine gute Bildqualität.

Die Zubehör-Basics

  • Das Stativ ist das gleiche, wie ich auch bei meiner Smartphone-Ausrüstung vorgestellt habe: Velbon DV 7000N. Zwar relativ gross, aber einfach ein gutes, stabiles Stativ mit einem Kopf, der sehr schön dreht, wenn ich mal einen Schwenk mache.
  • Ein Adapter zum schnellen Übertragen von Videos von der SD-Karte aufs Smartphone.
  • Mein Kameragurt ist Gold wert, wenn wir auf Wanderungen sind, wo ich die Kamera nicht ständig ein- und auspacken will! Das Tolle daran: Der Gurt von Peak Design kann sehr schnell an der Kamera befestigt und wieder entfernt werden.
  • Das Lavaliermikrofon VT 506Video passt mit seiner schönen kleinen Box in jede Kameratasche. Das Kabel ist 5m lang – damit kann ich auch etwas weiter weg von der Kamera stehen, um Interviews zu führen.
  • Speichermedien: Damit ich unterwegs nichts löschen muss, nehme ich genügend SD-Karten mit. Zusätzlich kopiere ich das Material auf eine Festplatte als Backup.

Ohne Stativ hat diese ganze Ausrüstung in einer Fototasche oder einem kleinen Rucksack Platz und wiegt inklusive Kamera ca. 1300g. Das kann ich gut auf eine Bergwanderung mitnehmen!

Die komplette Ausrüstung

Wenn das Gewicht eine kleinere Rolle spielt und ich alle Möglichkeiten nutzen will, nehme ich zusätzlich zu den Basics folgendes Zubehör mit:

  • Das Richtmikrofon von Røde mit Windschutz. Wor allem für Tagesausflüge, um zum Beispiel Umgebungsgeräusche („Ambi“) aufzunehmen.
    Dieses Mikrofon eignet sich nicht für alle Situationen. Zum Unterschied von Lavalier-, Hand- und Richtmikrofon habe ich hier kürzlich geschrieben.
    Update Sept. 2019: Inzwischen habe ich das Røde Wireless GO entdeckt – eine Funkstrecke, die so klein ist, dass sie im Reisegepäck gut Platz hat. Mehr dazu in diesem Blogpost/Video.
  • Der Speed Booster ist eine Art Adapter, mit dem ich an meiner Panasonic-Kamera auch Canon-Objektive befestigen kann. Ich benutze damit ein Weitwinkel-Objektiv Canon EF 24-70mm und ein 50mm-Objektiv.
  • Was ich bei der GH4 gegenüber meiner Profikamera, der Sony FPWX-S5, am meisten vermisse, ist der ND-Filter. Deswegen kommt ein Extra-Filter von Hama mit.
    An hellen Sommertagen kann ich diesen Filter einsetzen, anstatt mit grosser Blendenzahl bzw. geschlossener Blende zu arbeiten. So bringe ich trotz starkem Tageslicht Tiefenunschärfe ins Bild.

Meine Drohne

Seit Anfang Jahr gehört auch die Drohne DJI Mavic Pro in mein Reisegepäck. In meinem Blog hast Du vielleicht schon gelesen, warum ich mich für diese Drohne entschieden habe und was meine ersten Learnings damit waren.

Dazu gehören der Controller und, damit ich länger fliegen kann, vier Akkus.

Für Drohne und Controller habe ich je ein Etui, damit ich sie sicher verstauen kann. Leider fand ich in der Schweiz keinen Shop, der solche Etuis verkauft, deswegen habe ich sie bei AliExpress bestellt.

Ausruestung Video Reisen

Bereit für die Ferien?

Im nächsten Blogpost stelle ich Dir dann meine Ausrüstung für professionelle Videodrehs vor. Und falls Du demnächst Ferien hast, wünsche ich Dir gute Erholung und viel Spass beim Filmen!

Musik für die Ferien-Videos

Nach der Reise willst Du Deine Videos vielleicht mit Musik unterlegen und auf YouTube hochladen, um sie zu teilen.

In meinem PDF-Ratgeber „Musik in Online-Videos verwenden“ findest Du Links zu Plattformen, wo Du günstig oder gratis lizenzfreie Musik downloaden kannst. So hat Dein Urlaubsvideo sicher kein unangenehmes Nachspiel.

PDF Musik für Online-Videos

Facebook YouTube

Copyright © 2019 Judith Steiner Videoproduktion