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Musik für YouTube-Videos – Drei Plattformen für jedes Budget

Als YouTuberin oder YouTuber hast Du spezielle Ansprüche an Musik für Deine Videos. In diesem Beitrag gebe ich Dir Tipps, wie Du an solche Musik kommst. Günstig (oder sogar gratis) und rechtlich korrekt.

Ich habe schon zweimal zum Thema Musik und Video gebloggt. Die Links dazu findest Du am Ende dieses Beitrags.

 

Ich stelle Dir hier drei Varianten vor – und zwar für jedes Budget:

  1. YouTube Audio Library (gratis)
  2. Epidemic Sound (13 € monatlich)
  3. Artlist.io (199 $ jährlich)

Denn nur wenn Du Quellen kennst, wo Du lizenzfreie Musik holen kannst, bist Du rechtlich auf der sicheren Seite. Wenn Du darüber nicht Bescheid weisst, kann es richtig teuer werden. Oder YouTube sperrt Deinen Kanal mit all Deinen Videos.

 

Das Spezielle bei YouTube-Videos

Wenn ich ein Video für meine Kunden produziere, kaufe ich oft die Musik oft auf Smartsound.com oder Premiumbeat.com. Damit habe ich alle Rechte am Song, und das ist zentral: Oft habe ich ja nicht den Überblick, wo und wie mein Kunde das Video veröffentlicht.

Bei diesen Plattformen kostet ein Song so um die 70 Dollar. Wenn ich die Musik komponieren lassen würde, wäre es viel teurer… 🙂

Aber wenn ich ein YouTube-Video für meinen Kanal produziere, sind 70 Dollar für mich zu viel. Und wenn ich zum Beispiel ein Drohnen-Video produziere, brauche ich teilweise fünf Songs pro Video, um die Stimmungen zu unterstützen. Da wäre ich schnell bei einigen Hundert Franken.

Es ist also wichtig, dass ich nicht jeden Song einzeln bezahlen muss. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

 

1. YouTube Audio Library – gratis

Wenn Du wirklich gar kein Geld für Musik ausgeben willst, dann suche im Archiv von YouTube selber. YouTube hat ein grosses Musikarchiv, das extra für euch YouTuber da ist.

Die Musik ist nicht SUISA- oder GEMA-pflichtig. Du kannst sie also gratis herunterladen.

Aufgepasst:

Es gibt zwei Sorten von Songs.

Die einen sind wirklich lizenzfrei und Du kannst sie für alles brauchen.

Dann gibt es Songs mit CC-Lizenzen („Creative Commons“). Leute stellen ihre Songs kostenlos zur Verfügung, aber meistens ist die Bedingung, dass Du irgendwo im Video den Urheber, die Urheberin erwähnst.

Das mache ich in meinen Videos nicht. Deswegen wähle ich wirklich nur lizenzfreie Musik.

In der YouTube Audio Library ist dies aber ganz klar deklariert. Du siehst, wo Du den Urheber angeben musst und wo nicht.

 

2. Epidemic Sound – 13 € pro Monat

Epidemic Sound hatte ich bisher nicht ausführlich erwähnt. In meinem PDF-Ratgeber habe ich die Plattform aber hinzugefügt.

Das Spannende an Epidemic Sound ist, dass sie verschiedene Preiskategorien haben.

Wenn Du wie ich unter 500’000 Views pro Tag auf Deinem YouTube-Kanal hast, kannst Du für 13 € im Monat ein Abo machen. Für diese 13 € kannst Du so viel Musik herunterladen, wie Du willst.

Flatrate für grosse Musik-Auswahl

Und es gibt wirklich viel tolle Musik auf der Plattform: Von Klassik bis Pop-Rock gibt es diverse Genres. Es gibt zum Beispiel auch eine spezielle Rubrik für Drohnen-Videos.

Diese Lösung finde ich grossartig und kann sie wirklich nur empfehlen.

 

3. Artlist.io – 199 $ pro Jahr

Die dritte Variante ist Artlist.io. Das ist ebenfalls eine Plattform mit Flatrate; sie kostet 199 $ pro Jahr (also mit knapp 17 $ pro Monat ein bisschen mehr als Epidemic Sound).

Ich arbeite schon länger mit Artlist und finde es auch eine super Variante.

Diverse Rubriken

Am Anfang war es noch eine Betaversion und die Auswahl der Musik war relativ klein. Inzwischen haben sie die Auswahl stark vergrössert und ich finde sehr viele tolle Songs dort.

Es gibt auch dort diverse Rubriken wie „Reisen“, „Business“, verschiedene Stimmungen wie „happy“, und Du kannst somit recht spezifisch suchen.

 

Rechtlich sicher und gut informiert

Neben diesen drei Varianten gibt es auch andere Plattformen. Vor allem, wenn Du mehr Geld zur Verfügung hast, gibt es diverse Möglichkeiten. Zum Beispiel, dass die Songs nicht eine fixe Länge haben, oder wenn Du Loops und Effekte suchst.

Ich habe diverse Plattformen in meinem Ratgeber „Musik in Online-Videos verwenden“ zusammengestellt. Der Ratgeber enthält auch eine Infografik: Diese kannst Du konsultieren, um zu sehen, was die rechtliche Seite der Musik ist, die Du verwendest. Du kannst Dir den Ratgeber mit einem Klick aufs Bild unten gratis herunterladen.

Zudem habe ich schon zweimal ausführlich über Musik gebloggt: In „Musik in Online-Videos verwenden“ stelle ich Dir ganz viele Musikplattformen vor, wo Du Musik für Deine Videos kaufen oder gratis herunterladen kannst.

Wenn Du bekannte Songs auf YouTube verwenden willst, dann lies meinen zweiten Blogbeitrag „So verwendest Du Musik in Deinen YouTube-Videos“. Es gibt da ein paar Sonderregeln, die in diesem Blogbeitrag ganz genau beschrieben werden. Dieser Weg ist aber rechtlich schwammig, deshalb empfehle ich Dir, mit anderen Quellen zu arbeiten.

Falls Du noch andere Plattformen kennst, freue ich mich, von Dir zu hören!

 

PDF Musik für Online-Videos

YouTube-SEO: 10 Tipps, damit deine Videos besser gefunden werden

Ist Dir schon mal aufgefallen, was ich häufig am Ende meiner Videos mache?

Ich bitte meine Zuschauer um ein Like oder um einen Kommentar zum Video.

 

 

Ich mache das aber nicht einfach nur für mein Ego 😉

Likes und Kommentare zeigen, dass die Zuschauer aktiv mit meinen Videos interagieren. Ich antworte gerne auf die Kommentare und nehme Inputs ernst. Aber dass ich um einen Like bitte, wenn jemandem das Video gefallen hat, hat noch einen Grund:

Wenn ein Video viele Likes hat, merken YouTube und Google, dass es interessant sein könnte, und zeigen es bei Suchanfragen höher oben an.

Darum geht es heute in meinem Blog: Wie kannst Du Dein Suchmaschinen-Ranking verbessern, damit Deine Videos gefunden werden und mehr Leute erreichen?

Das nennt man „SEO“. Meine besten Tipps dazu gebe ich Dir in diesem Blogpost weiter. Dazu kannst Du Dir auch meinen neuen PDF-Ratgeber zu YouTube herunterladen.

 

SEO: Eine kurze Begriffsklärung

„SEO“ heisst „Search Engine Optimization“ – Deutsch: Suchmaschinenoptimierung. Darunter werden Methoden verstanden, mit denen eine Website bei der Suche mit relevanten Begriffen besser gefunden wird.

YouTube ist im Prinzip auch eine Suchmaschine. Und zwar sogar die zweitgrösste, nach Google, zu dem YouTube auch gehört. Es lohnt sich deshalb, sich mit SEO zu befassen.

Denn Du willst ja, dass Deine Videos gefunden und gesehen werden!

Gerade auch kleine YouTube-Kanäle können im Ranking eine gute Position haben, wenn einige relevante Punkte beachtet werden.

Die Tipps sind keine offiziellen Regeln

Die Tipps sind nicht offiziell von YouTube. Sie sind auch nicht in Stein gemeisselt, denn die Algorithmen der Suchmaschinen ändern sich laufend.

Es sind Ratschläge, die von vielen Marketingfachleuten erprobt und weitergegeben wurden und von denen ich auch selber sehe, dass sie etwas bringen.

Du wirst schnell merken, ob sich etwas verändert bei den Views Deiner Videos, wenn Du sie befolgst.

Viele der Tipps aus diesem Blogeintrag lassen sich übrigens auch auf Websites, Facebook-Seiten, Blogs etc. übertragen. Ich hoffe, dass sie Dich auch über YouTube hinaus weiterbringen!

Das Wichtigste:

Dass Deine Videos gut sind!

Und das meine ich nicht nur  auf die Bildqualität bezogen, sondern ganz allgemein. Wenn Deine Videos lieblos oder uninteressant sind, bringen die besten SEO-Tipps nichts!

 

1. Pflege Deinen YouTube-Kanal

Es ist essentiell, dass Du Dich deutlich positionierst. Kennst Du Deine Nische? Wo bist Du stark, wo können Dir die Leute vertrauen? Welchen Nutzen bringst Du ihnen?

Damit wissen auch die Suchmaschinen, was bei Dir zu finden ist.

Denke daran, das Impressum („Kanalinfo“) auszufüllen, Deine Website zu verlinken und Deine sozialen Accounts.

Zeig Dich von Deiner besten Seite

Zu einem attraktiven YouTube-Kanal gehört auch, das Kanalbild zu optimieren, damit es auf allen Geräten gut angezeigt wird, und ein Kanalsymbol (oder „Logo“) mit Wiederkennungswert zu wählen.

YouTube empfiehlt für das Kanalbild die Masse 2560 x 1440 px. (Wenn Du das Bild mit Canva erstellst, gibt es eine Vorlage mit diesen Massen.) Der Fokus des Bildes sollte in der Mitte liegen. So wird er nicht vom Logo oder von den Social Sharing Buttons rechts unten verdeckt und ist bei allen Geräten gut erkennbar.

 

 

2. Poste regelmässig

Das ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Pflege Deines YouTube-Channels. Idealerweise postest Du 1x pro Woche oder häufiger. Dann merkt YouTube, dass auf Deinem Kanal etwas läuft, und unterstützt das.

1x pro Woche ist viel – das schaffe auch ich im Moment nicht. Es gibt aber Bereiche, in denen man gut vorproduzieren und so relativ effizient arbeiten kann.

Eine Hilfe dabei ist ein Redaktionsplan: Plane voraus, welche Themen wann aktuell sind und führe eine Liste mit Ideen.

 

3. „Keyword Research“: Welche Themen werden gesucht?

Wenn Du Videos zu Themen veröffentlichst, die gar nicht gesucht werden, hast Du keine Chance. Gleichzeitig musst Du in Deinem Bereich wirklich gut sein, um in der Flut von beliebten Angeboten herauszustechen.

Arbeite mit Schlüsselbegriffen. Sie helfen Dir einerseits, herauszufinden, was Dein Publikum wirklich sucht. Und andererseits kannst Du Deine Videos gezielt mit Schlüsselbegriffen betiteln, um dieser Nachfrage entgegenzukommen.

Einige Tipps, wie Du solche Schlüsselbegriffe („Keywords“) findest:

  • Was fragen Dich Deine Kunden im Alltag? Für welche Probleme suchen sie eine Lösung? Notiere Dir nach Kundengesprächen Ideen. Auch Kommentare zu Deinen Beiträgen in den sozialen Medien sind hilfreich, denn dort stellen Leute oft konkrete Fragen oder machen Vorschläge für weitere Themen. Falls Du in einer grösseren Firma arbeitest, hol Dir Inspiration bei den Leuten, die häufig Kontakt zu Kunden haben.
  • Probiere die automatische Vervollständigung für Suchanfragen auf YouTube aus. Gibt ein Schlüsselwort aus Deinem Bereich ein. Dann zeigt Dir YouTube an, welche Themen dazu häufig gesucht werden. (Dieser Trick funktioniert auch auf Pinterest, Google und anderen Suchmaschinen.)

Sei bei deinen Schlüsselworten so präzise wie möglich. Beispiel: „Mikrofone“ ist zu allgemein. Besser ist: „Mikrofone zum Filmen mit dem iPhone X“.

Simpel, aber effektiv: Wenn Du ein Video auf YouTube hochlädst, achte darauf, dass der Schlüsselbegriff schon im Dateinamen auftaucht und der Dateiname möglichst klar ist. Auch wenn Du dem Video nachher einen anderen Titel gibst.

 

4. Optimiere Titel und Beschreibung

Der Titel Deines Videos und die Beschreibung bilden die Textbasis, anhand der die Suchmaschinen Deine Inhalte indexieren, das heisst, in ihren „Katalog“ aufnehmen.

Der Titel sollte möglichst aussagekräftig sein. Was würdest Du eher anklicken: „Kissen nähen“ oder „So nähst Du in einer Stunde ein Leinenkissen im Shabby-Chic-Stil“? Die Leute möchten wissen, was sie erwartet, und ob das Video ihre Fragen beantwortet. Du hast für den Titel maximal 100 Zeichen zur Verfügung.

Es gibt SEO-Profis, die empfehlen, die Schlüsselwörter gleich an den Anfang des Titels zu stellen.

Verwende auch in der Beschreibung die Schlüsselwörter Deines Videos. Am besten sogar mehrmals, aber auf keinen Fall so, dass es stört. Beschreibe, was zu sehen ist, verlinke auf Deine Website (je weiter oben der Link, desto höher die Chance, dass jemand darauf klickt). Für die Beschreibung hast Du 5000 Zeichen Platz – das gibt einiges her.

Achtung vor Click Bait (mit dem Titel ködern): Es nützt nichts, wenn Deine Videos zwar angeklickt werden, weil der Titel viel verspricht oder weil Du viel Werbung schaltest, aber die Zuschauer nach wenigen Sekunden wieder abspringen. Der Prozentsatz Deines Videos, den sich die Leute im Durchschnitt ansehen, ist ein wichtiger Faktor, anhand dessen YouTube Dein Video in den Suchergebnissen anzeigt.

 

5. Thumbnail: Der erste Eindruck

Auch das Vorschaubild sollte anziehend wirken und gleichzeitig einen guten Eindruck davon vermitteln, was im Video zu sehen sein wird.

YouTube schlägt Dir zwar ein Vorschaubild vor. Besser ist aber, Du erstellst selber eines und lädst es hoch.

Einige Tipps dazu:

  • Wenn Du ein Video aufnimmst, nimm Dir kurz die Zeit, ein Foto zu schiessen. Dann hast Du garantiert ein scharfes Bild, auf dem Du gut in die Kamera blickst. Oft ist es nämlich schwierig, einen geeigneten Screenshot aus einem Video zu exportieren.
  • Es hilft, wenn auf dem Vorschaubild eine Person zu erkennen ist. Das schafft Vertrauen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Video angeklickt wird.
  • Die Grösse der Thumbnails für YouTube sollte 1280 x 720 px sein.
  • Mit dem Online-Gestaltungs-Tool Canva kannst Du ganz einfach ein Foto hochladen und mit Textelementen gestalten. Ich nutze Canva auch für die Titelbilder meiner Blogposts. Es gibt eine Vorlage für YouTube-Thumbnails, die von der Grösse her genau passt.

 

  • Erhöhe den Kontrast und die Helligkeit des Fotos ein wenig. So ist es auf Smartphones besser erkennbar. In Canva ist das unter dem Menupunkt „Filter“ möglich, wenn Du das Bild angeklickt hast.
  • Es muss kein Text auf dem Vorschaubild sein. Falls Du Dich aber dafür entscheidest, verwende für den Text eine kontrastreiche Farbe und eine gut lesbare Schriftart. Der Text sollte auf dem Bild möglichst gross sein – auch dies für die Erkennbarkeit auf kleinen Screens.

 

5. Erstelle SRT-Untertitel / Transkript

SRT-Untertitel und Transkripte sind für Suchmaschinen lesbar, zusätzlich zu Titel und Beschreibung des Videos. Und sie tragen zur Barrierefreiheit bei: Hörbehinderte können sie lesen, Sehbehinderte sich vorlesen lassen.

Aus diesen Gründen steigern SRT-Untertitel die Wahrscheinlichkeit, dass Dein Video gefunden und angezeigt wird.

Am besten ist, Du erstellst selber SRT-Untertitel zu Deinen Videos und lädst sie hoch. Wie das geht, habe ich hier in einem Blogpost erklärt.

YouTube erstellt eine automatische Transkription Deiner Videos, wenn Du dies in den Einstellungen nicht deaktiviert hast. Diese automatischen Untertitel solltest Du unbedingt überarbeiten und korrigieren, wenn Du sie verwenden möchtest, die sind oft voller Fehler.

 

6. Viewing Time und Anzahl Views erhöht das Ranking

Je mehr von Deinem Video die Leute sich ansehen, desto höher bewertet YouTube seine Qualität.

Auch die Anzahl Views zählt: Wenn YouTube merkt, dass Dein Video beliebt ist, wandert es bei den Suchanfragen zum entsprechenden Thema nach oben. Achte Dich mal bei Deinen eigenen Suchanfragen: Die obersten Videos haben auch am meisten Klicks.

Teilweise kannst Du dies beeinflussen: Erwähne Dein neustes Video in Deinem Newsletter, bette es in Deinen Blogposts ein, verlinke es auf Deinen sozialen Profilen, schalte Werbung dafür (dazu komme ich später noch).

7. Erstelle Playlists und passe die Reihenfolge an

YouTube will, dass die Leute möglichst viel Zeit bei ihnen verbringen.

Wenn Du das nachfolgende Video so auswählst, dass es thematisch zum ersten passt, ist die Chance grösser, dass die Leute auf Deinem Kanal bleiben. Dies merkt YouTube und belohnt es.

Gut ist auch, wenn Du thematische Playlists erstellst (und die Beschreibung entsprechend optimierst).

 

8. Nutze Cards und tritt mit Deinem Publikum in Kontakt!

In meinem letzten Blogpost habe ich erklärt, was Cards sind und wie Du sie verwendest.

Mit Cards kannst Du entweder zu Deiner Website verlinken, oder aber zu anderen Videos. YouTube belohnt Dich, wenn Du in Deinem Video z.B. auf Deinem Endscreen einen Link zu anderen Videos setzt, denn das heisst, dass die Leute mehr Zeit auf der Plattform verbringen.

Wenn jemand am Schluss Deines Videos Deinen Kanal abonniert, sendet das ebenfalls ein wichtiges Signal an YouTube. Offenbar findet jemand dieses Video so gut, dass er oder sie mehr davon sehen will. Dies kannst Du begünstigen, indem Du im Endscreen dafür einen Link setzt.

Auch wenn ein Video geteilt wird, wirkt sich dies sehr positiv aus!

Wie ich am Anfang gesagt habe, bitte ich manchmal auch aktiv am Ende des Videos um einen Like oder einen Kommentar. Denn Likes und Kommentare sind ein wertvoller Faktor für ein höheres Ranking.

Zudem merken Deine Zuschauer, wenn Du auf Kommentare antwortest, dass Du für sie da bist und sie ernst nimmst! Sie danken Dir das mit ihrer Treue.

Deshalb: Interagiere mit Deinem Publikum. Stelle Fragen, fordere sie auf, von ihren Erfahrungen zu erzählen – und antworte dann auch darauf.

 

9. Werte Google Analytics und Deine YouTube-Statistik aus

In Deinen Google Analytics siehst Du, mit welchen Suchbegriffen die Nutzer auf Deine Videos oder Deine Website gelangen. Das kann Dir bei der Themenplanung helfen, Schwerpunkte zu setzen.

Ebenso hilfreich sind die YouTube-Statistiken für Deine Videos: Welche Videos werden angeklickt? Bei welchen springen die Leute schon früh wieder ab? Daraus kannst Du schliessen, was funktioniert und was nicht, und darauf reagieren.

 

10. Google AdWords schalten

Vor einiger Zeit hat Juliane Jahn für mich AdWords eingerichtet. Das heisst: Sie hat für meine Videos Werbung auf Google und YouTube geschaltet.

Ich merke an den Zahlen, dass dies meine Reichweite vergrössert hat. Deswegen habe ich Juliane gebeten, ihre wichtigsten Ratschläge zusammenzufassen.

„AdWords ist die Werbemöglichkeit, die Google bietet.

Man kann beispielsweise Geld investieren, um in den Google-Suchergebnissen weiter oben angezeigt zu werden. Das ist hilfreich, wenn man noch nicht so viel auf SEO gesetzt hat und schnell Erfolge sehen will.

Ein Beispiel: Wenn jemand auf Google nach ‚Videos mit dem Handy aufnehmen‘ sucht, kann Judith für eine solche Anfrage einen Link zu einem ihrer Videos oder einem Blogartikel als Werbeanzeige schalten.

Aber auch direkt auf YouTube ist mit AdWords Werbung möglich: Man kann z.B. einen kleinen Kanal-Trailer produzieren und lässt ihn als Werbung zwischen anderen Videos schalten. Oder man pusht die eigenen Videos bei den Suchanfragen oder bei den Video-Vorschlägen während der Wiedergabe.

Hier hat man den Vorteil, dass man die Nutzer direkt bei dem Thema abholt, für das sie sich gerade interessieren. Wenn etwa jemand ‚Beleuchtung für Film‘ sucht, kann Judith ihre Videos zu diesem Thema weiter oben anzeigen lassen. Oder wenn sich jemand schon Videos über Beleuchtung in Interviewsituationen ansieht, tauchen Judiths Videos bei den vorgeschlagenen Videos schneller auf, wenn sie dafür bezahlt.

Im ersten Fall handelt es sich um eine Keyword-bezogene Anzeige, im zweiten um eine interessenbezogene. Bei Anzeigen mit Schlüsselbegriff (Keyword) fragt man sich: Wonach sucht der Nutzer? Zu welchen Suchanfragen passt mein Video? Bei interessenbezogenen Anzeigen: Wofür interessiert sich die Nutzerin, wobei ihr mein Video helfen könnte – vielleicht, ohne dass sie es schon weiss?

So hat man die Möglichkeit, mit AdWords neue Zuschauer und letztlich neue Abonnenten zu gewinnen, obwohl man noch kein ‚grosser Player‘ ist.

Der Vorteil: Du kannst schon mit kleinem Budget etwas erreichen. Obwohl natürlich der Effekt umso grösser ist, je mehr Geld Du zur Verfügung hast. Mit Google AdWords behältst Du aber immer die Kontrolle und kannst genau angeben, wie viel Du einsetzen möchtest. Die ausführlichen Statistiken helfen, das Werbebudget optimal einzusetzen.“

Danke für die Tipps, Juliane!

 

Es geht nicht um Zahlen!

Bei all diesen Tipps gilt es, im Kopf zu behalten, dass Deine Zuschauer Menschen sind und keine Nummern.

Es geht nicht um reine Statistiken oder darum, einfach möglichst viele Abonnenten auf Deinem Kanal zu haben. Sondern Du möchtest, dass Deine Inhalte gesehen werden, dass sie den Leuten weiterhelfen und Freude bereiten.

Behalte dies auch bei der Produktion Deiner Videos in Erinnerung. Wenn Du das tust, was Dir selber Freude macht, und weitergibst, wofür Du eine Leidenschaft hast, werden 1. Deine Videos besser und 2. machst Du Dich nicht abhängig von deinen Zuschauerzahlen.

SEO können die Wirkung Deiner Videos verstärken. Sie können aber niemals inhaltliche Qualität ersetzen.

 

Was ist Deine Erfahrung?

Was hat bei Dir genutzt, damit Deine Videos mehr Reichweite hatten? Welche Tipps findest Du überflüssig?

Zum Thema YouTube habe ich Dir einen Ratgeber mit Checkliste zusammengestellt. Dann kannst Du diese Tipps jederzeit wieder hervor nehmen oder auch ausdrucken und mit dem Schreiber ankreuzen. Hole Dir den Ratgeber hier:

PDF: YouTube-Tipps

Für diesen Blogpost habe ich neben meinem eigenen Wissen Artikel von Backlinko und Digital Media Manager als Informationsquelle verwendet.

Warum YouTube für mich die wichtigste Plattform ist

Mit YouTube-Videos kann man heutzutage reich werden. Die erfolgreichsten Vlogger und YouTuberinnen leben von ihrem YouTube-Kanal – und zwar sehr gut (obwohl niemand konkrete Zahlen nennt).

Für mich ist YouTube die wichtigste soziale Plattform. Aber nicht wegen dem kleinen Taschengeld, das ich mir durch Werbung dazuverdiene – das kann ich Dir jetzt schon verraten.

In diesem Blogeintrag erzähle ich Dir, wie ich YouTube nutze, um auf mein Angebot aufmerksam zu machen. Und Du erfährst, wie auch Du noch mehr aus Deinen Videos machen kannst.

Dazu habe ich Dir auch einen Ratgeber zusammengestellt, den Du Dir hier als PDF herunterladen kannst.

Neue Richtlinien bei YouTube

Auf YouTube reichten bisher 100 Abonnenten, damit man vor seinen Videos Werbung schalten durfte und damit ein bisschen Geld verdiente. (YouTube nennt das „Monetarisierung“.)

Doch auch mit weniger Abonnenten konnte man bisher bei YouTube Geld verdienen. Nun hat YouTube aber seine Richtlinien geändert und die Bedingungen erschwert.

Neu braucht man 1000 Abonnenten, um die eigenen Videos monetarisieren zu können. Zudem müssen die Videos innerhalb des letzten Jahres total mindestens 4000 Stunden lang abgespielt worden sein.

Die neuen Richtlinien gelten ab dem 20. Februar 2018.

 

Ich lag knapp unter der Limite…

Als diese News rauskam, hatte mein YouTube-Kanal 934 Abonnenten.

Hier die E-Mail, die ich deswegen erhielt:

 

Meine Wiedergabezeit ist jedoch kein Problem, die liegt viel höher als die geforderten 4000 Stunden:

(Hier kannst Du kannst Dir die Statistiken für Deinen eigenen YouTube-Kanal holen.)

 

So viel verdiene ich mit YouTube

Ich werde mit der Werbung auf YouTube nicht reich. Alle drei bis vier Monate kann ich mir 100 Franken auszahlen lassen.

Es wäre also nicht gravierend, wenn das Partnerprogramm für mich wegfallen würde. Es hätte mich aber etwas geärgert, weil ich so knapp unter der Tausender-Limite lag.

Darum machte ich in meinem Newsletter einen Aufruf. Es dauerte nur knapp einen Tag, dann hatte ich genügend Abonnenten und war aus dem Schneider.

Danke an alle, die meinen YouTube-Kanal abonniert haben!

 

Geld verdienen mit YouTube?

Um allein von einem YouTube-Kanal leben zu können, braucht man aber deutlich mehr Abonnenten.

Der meist-abonnierte Schweizer YouTube-Kanal ist Typhoon Cinema, der Animationsfilme zu Horror-Computerspielen veröffentlicht: Über 2 Millionen Leute haben ihn abonniert. Auch die Bernerin Julia Graf kann von ihrem YouTube-Kanal mit Make-Up-Tutorials leben. Im Vergleich mit Typhoon Cinema liegt aber sogar sie weit zurück: Sie hat rund 790’000 Abonnenten.

Eine Liste der Schweizer YouTuber nach Anzahl Abonnenten findest Du bei Socialblade.com. (DE/AT)

Socialblade schätzt auch das Einkommen dieser YouTuber – jedoch sehr ungenau. YouTuber mit solch hohen Zahlen haben ohnehin eine spezielle Partnerschaft mit eigenen Verträgen. Gegen diese bin ich ein kleiner Fisch…

Du siehst: Ums Geld geht es mir also mit meinem YouTube-Kanal nicht 😉

 

Aus welchem Grund ist YouTube für mich wichtig?

1. Wegen dem Medium: YouTube dreht sich um Videos – und Video ist meine Leidenschaft und mein Geschäft.

2. YouTube ist die zweitgrösste Suchmaschine der Welt (nach Google). Das unterscheidet es von Facebook, Instagram, LinkedIn etc. sowie von anderen Videoplattformen wie Vimeo. Wenn jemand wissen will, welches Mikrofon er zum Filmen mit Smartphone verwenden soll, googelt er das oder sucht sogar direkt auf YouTube. Bei Google werden bereits unter den ersten Treffern YouTube-Videos angezeigt, denn YouTube gehört Google und wird deswegen gepusht.

3. YouTube ist bei den meistgenutzten Netzwerken ganz vorne mit dabei, gleich hinter WhatsApp. Hier eine Grafik mit Nutzerzahlen aus der Schweiz:

4. YouTube ist ein ideales Werkzeug, um Leute auf mein Angebot aufmerksam zu machen. Es ist ein Schaufenster und eine Brücke zu meinen Kursen.

 

YouTube ist ein Link zu meiner Website

Mein geschäftliches Haupt-Standbein sind meine Videokurse.

Diese kann ich nicht direkt auf YouTube ausschreiben und verkaufen. Ich muss Leute, die daran interessiert sein könnten, also auf meine Website holen. Technisch ist es nicht möglich, einen Link in eine Videodatei zu setzen. Aber YouTube erlaubt mir mit den sogenannten Cards, in den Videos in meinem Kanal auf meine Website zu verlinken.

 

Was sind Cards?

Cards sind kleine Kästchen mit Text, Link oder Bild.

Sie werden im Video dann eingeblendet, wenn ich es möchte, und verschwinden nach wenigen Sekunden wieder.

Damit kann ich die Zuschauer direkt vom Video auf meine Website führen. Ich kann meine Ratgeber verlinken, meine Blogbeiträge oder auch meine Kurse. Es wären sogar Umfragen oder direkte Spendenaufrufe möglich.

Das sieht zum Beispiel so aus:

 

Wenn Du auf das „i“ klickst, das länger stehen bleibt, erscheinen weitere Videos, die ich empfehle, wenn Dich das Thema weiter interessiert.

 

Cards können auch Miniaturbildchen sein, bei denen sich ein Link entfaltet, wenn man mit dem Cursor darüberfährt:

 

Endscreen?

2017 führte YouTube den Endscreen ein. Der funktioniert sehr ähnlich. Am Schluss meines Videos kann ich nochmals auf meine Ratgeber verlinken (rechts oben), auf meinen Kanal hinweisen, damit die Leute mich abonnieren (rundes Bild unten rechts).

Wenn ich die Endcards nutze, muss ich auf mindestens ein Video verlinken. Unten im Bild habe ich gleich auf zwei Videos verlinkt. Hier kommen die Bilder stärker zur Geltung als bei den Cards.

 

Wichtig zu beachten ist, dass beim Endscreen die Cards mindestens 5 Sekunden stehen bleiben müssen. Ich muss das beim Schnitt des Videos schon einrechnen. Das heisst, ich kann die Endcards zwar selber anordnen, aber es gibt gewisse Einschränkungen. Unter Umständen habe ich sonst am Schluss noch den Ratgeber auf meinem Gesicht.

 

So erstellst Du Cards

Hier findest Du ein kurzes Video-Tutorial von YouTube selber. (Deutsche Untertitel kannst Du Dir bei Bedarf beim Rädchen unten rechts holen.)

In den Screenshots unten siehst Du auch, wo Du die Cards erstellen kannst. Du findest diese Ansicht, wenn Du im Medienmanager das Video anwählst, dass Du bearbeiten möchtest.

Unter „Add Card“ kannst Du auswählen, ob Du ein Video, einen Kanal oder Deine Website verlinken willst. Oder ob Du mit „Poll“ eine Umfrage erstellen möchtest.

 

Um Cards zu nutzen und Links setzen zu können, musst Du Deinen Account bestätigen lassen. Dies hat nichts mit der Anzahl Abonnenten zu tun. Mit der Bestätigung von Accounts möchte YouTube einfach verhindern, dass Spam-Accounts die Plattform überfluten. Die Bestätigung erfolgt über einen Code, den Du per SMS erhältst.

Bei Vimeo gibt es übrigens seit Mitte 2017 ähnliche Cards. Allerdings sind sie nur für Vimeo Business Members verfügbar, und diese Mitgliedschaft kostet pro Jahr mehrere hundert Franken.

 

So funktioniert es bei der Endcard

Hier sieht es fast gleich aus. Die Möglichkeit zur Umfrage ist weg, dafür kann ich aber noch „Subscribe“ wählen, um meinen Kanal zu verlinken:

 

 

Möchtest Du mehr Abonnenten?

Wenn Du einen eigenen YouTube-Kanal hast und gerne mehr Follower hättest, ist  dieser Blogpost etwas für Dich: YouTube-SEO: 10 Tipps, damit Deine Videos besser gefunden werden.

Die Tipps habe ich Dir als Ratgeber zusammengestellt. Er enthält auch eine praktische Checkliste, damit nichts vergessen geht. Hier kannst Du das PDF herunterladen.

PDF: YouTube-Tipps

SRT-Untertitel erstellen:
8 Möglichkeiten

In meinem letzten Blogeintrag habe ich 5 Gründe für Untertitel aufgezählt und das SRT-Format vorgestellt. Mit dem SRT-Format können die Zuschauer Deiner Videos selber einstellen, ob, in welcher Sprache und in welcher Darstellung sie Untertitel anschauen wollen.

Jetzt geht es darum, was das für Dich als Videoproduzent/in heisst: Wie erstellst Du Untertitel? Und welche Tools bieten YouTube, Facebook und Co. dafür?

Vorgehen je nach Zweck des Videos

Ich stelle Dir 8 Möglichkeiten vor, wie sich Untertitel erstellen lassen. Je nachdem, wie professionell Du arbeitest und was Du mit Deinen Videos bezweckst, eignet sich die eine oder andere Möglichkeit besser.

Wenn Du zum Beispiel vor allem auf YouTube einen Vlog betreibst, kannst Du die Untertitel direkt auf der Plattform erstellen (Möglichkeit Nr. 3).

Wenn Du für Kunden Videos produzierst und diese in Adobe Premiere Pro schneidest (wie ich häufig), kannst Du in diesem Schnittprogramm auch Untertitel erstellen (Möglichkeit Nr. 2).

Wenn Du keine Zeit hast, um Untertitel zu erstellen, und diese auch nicht für einen Kunden brauchst, kannst Du trotzdem die Variante offen lassen, dass die YouTube-Community das Video im Nachhinein für Dich untertitelt (Möglichkeit Nr. 5). Vielleicht hast Du ja Fans in einer anderen Sprachregion, die Dein Video gerne für ihre Bekannten zugänglich machen wollen?

Wir sprechen dabei immer von SRT-Untertiteln. Wenn Du Dir nicht sicher bist, was das ist, lies doch noch schnell den zweiten Teil meines letzten Blogeintrags.

Jetzt aber fertig um den Brei geredet.

So kannst Du SRT-Untertitel erstellen:

1. Mit Hilfe einer Untertitel-Software

Meine Mitarbeiterin Andrea Wildisen erstellte in den letzten Wochen für mich und meine Kunden viele Untertitel. Sie hat einige Programme ausprobiert. Am liebsten arbeitet sie mit dem Programm Aegisub, ursprünglich ein Karaoke-Programm. Es läuft auf Mac und Windows und ist gratis. In Teil 3 dieser Blogserie zeige ich Dir, wie das Programm Aegisub funktioniert.

Nur für Mac erhältlich ist „Subtitles theEditor“. Das Lieblingsprogramm von Thinh-Lay Bosshart, einer Expertin in Sachen Barrierefreiheit und Untertitelung.

Neben diesen beiden gibt es verschiedene andere Programme, mit denen Du Untertitel erstellen kannst. Netzwelt.de hat kürzlich eine Liste von geeigneten Programmen veröffentlicht.

 

2. In Adobe Premiere Pro

Wenn ich ein Video in Adobe Premiere Pro schneide, mache ich die Untertitel auch gleich dort. Neben .srt kann die fertige Untertiteldatei danach auch in anderen Dateiformaten exportiert werden.

Hier eine Seite von Adobe, welche die Arbeit mit Untertiteln in Adobe Premiere Pro ausführlich erklärt, und hier ein Video-Tutorial.

3. Untertitel von Profis machen lassen

Im deutschsprachigen Raum und auch für Schweizerdeutsche Videoinhalte gibt es Diction, einen zuverlässigen und guten Service, den ich auch schon genutzt habe. Sie machen normalerweise nur Übersetzungen, auf Anfrage auch SRT-Untertitel. Auch Easytranslate und Redsmoke machen Untertitelungen.

Dieser Service hat natürlich seinen Preis.

Sprich mit mir – je nach Kapazität können wir dich mit Untertiteln unterstützen!

4. YouTube, Facebook: Direkt auf der Plattform

YouTube bietet neben den automatisch generierten und von der Community erstellten Untertiteln auch die Möglichkeiten, Untertitel selber, quasi „manuell“ einzufügen.

Auch auf Facebook ist dies möglich, Du musst jedoch einen etwas mühsamen Umweg über die Funktion „automatisch generieren“ gehen und die erstellten Untertitel danach korrigieren.

Auf Vimeo kannst Du nur fertige Untertiteldateien hochladen. Auch in Wistia kannst Du nicht direkt Untertitel erstellen. Dort gibt es jedoch die Option, SRT-Dateien hochzuladen und diese nachträglich direkt auf der Plattform zu bearbeiten.

Untertitel-Tool von YouTube

5. (Halb-)Automatisch erstellte Untertitel

Auf YouTube sind manchmal ziemlich schlechte Untertitel zu sehen. Das kann daran liegen, dass sie automatisch erzeugt wurden.

YouTube bietet für zehn verschiedene Sprachen, u.a. Deutsch, die Option zum automatischen Erstellen von Untertiteln. Das heisst, dass Dein Video durch ein Spracherkennungs-Programm läuft und dieses „transkribiert“, was gesagt wird.

Facebook bietet diese Funktion bisher nur auf Englisch an. Auf Vimeo und Wistia gibt es sie (noch?) gar nicht.

Sowohl bei YouTube als auch bei Facebook kannst Du die Untertitel überprüfen und korrigieren, bevor sie dem Video hinzugefügt werden.

Dies ist auch nötig, denn auch wenn die Spracherkennung immer besser wird, ist sie von der Perfektion zum jetzigen Zeitpunkt noch weit entfernt. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man automatische Untertitel erstellen lässt.

 

6. Alternative: Die Community nutzen

Auf YouTube kannst Du auch die Community für Dich arbeiten lassen. Dazu musst Du nur die entsprechende Funktion für Deine Videos freischalten und eine entsprechende „Infokarte“ erstellen (das sind die kleinen bunten „Post-its“, die jeweils am Rand der Videos erscheinen). Zum Beispiel: „Würde bitte jemand mein Video auf Arabisch übersetzen?“

Dann können interessierte Personen unentgeltlich Untertitel schreiben oder von anderen erstellte Untertitel überprüfen. Du kannst sie danach freischalten. Hier die Anleitung von YouTube/Google dazu.

Auf der Crowd-Idee basiert auch Amara: Amaras Mission ist, dass Video-Inhalte in möglichst vielen Sprachen zugänglich gemacht werden. Freiwillige untertiteln so zum Beispiel TED Talk-Videos.

7. Online auf Amara.org

Amara ist eine coole Organisation für Barrierefreiheit im Netz, die, wie bereits erwähnt, nach dem Crowd-Prinzip funktioniert und daneben auch einen Untertitel-Service anbietet.

Es gibt auf Amara aber auch die praktische Möglichkeit, selber Untertitel zum fertigen Video zu erstellen.

Die Untertiteldateien, die Du auf Amara erstellt hast, kannst Du danach mit YouTube synchronisieren und/oder als SRT-Datei herunterladen.

Einen Haken hat die Sache: Das Video muss bereits online sein, damit ich es mit Amara untertiteln kann. Für Facebook-Videos ist dies also keine Möglichkeit.

Bei YouTube und Vimeo kann man die Videos schon mal hochladen, aber ungelistet lassen, bis die Untertitel fertig sind.

Geschäftlich kommt für mich Amara deswegen meistens nicht in Frage. Meine Kunden möchten als Produkt Videodateien und nicht einen Link. Für nicht-geschäftliche Videos wäre dies aber kein Problem.

 

8. Im Text-Editor

SRT-Dateien sind Textdateien. Mit der nötigen Kenntnis kannst Du sie also auch in einem Text-Editor erstellen, während du parallel dazu das Video laufen lässt und die genauen Einblende-Zeiten notierst.

Noch einmal der Screenshot aus meinem letzten Blogeintrag:

 

Wichtig: Die Endung der SRT-Datei muss stimmen!

Der Dateiname muss dem SRT-Standard entspricht. Jede Sprache bekommt eine andere Endung:

Das sieht folgendermassen aus:

Dateiname.Sprachcode_Ländercode.srt

Eine Liste der Sprach- und Ländercodes findest Du zum Beispiel auf Facebook. (Die Schweiz existiert dort nicht, also wähle für Deutsche Untertitel „de_DE“.)

 

Achtung: Untertitel für weniger bekannte Player

Manche Firmen verwenden einen weniger bekannten oder einen eigenen Video-Player auf der Website. Dann sind die Möglichkeiten und Vorgaben unterschiedlich.

Ein Beispiel: Für einen Kunden machte ich Videos mit dazugehörigen SRT-Untertiteldateien. Der Kunde verwendet auf seiner Website einen Flash-Player namens „Flowplayer“. Dieser erfordert WebVTT-Untertitel, welche im Video eingebettet sind. Meine Mitarbeiterin Andrea hat unsere SRT-Datei in ein vtt-File umgewandelt und mit Subtitle Edit die Untertitel in das Video eingebettet. Das Resultat ist eine mp4-Datei mit einem „versteckten“ SRT-File.

Diese App könnte auch helfen, wenn man die Untertitel einer SRT Datei ins Video einbrennen möchte (harte Untertitel). Diese App ist nur für Mac und ich finde sie, wenn ich im App Store „Subtitle Edit“ eingebe. Ich empfehle diese App nicht unbedingt, um Untertitel zu erstellen, aber im oben erwähnten Fall war das die Lösung, damit wir Video und SRT verbinden konnten. Es sieht so aus:

 

Nützliche Links zu den einzelnen Plattformen

In diesem Blogeintrag habe ich vor allem auf YouTube und Facebook Bezug genommen, die beiden beliebtesten Videoplattformen. Dazu kommen Vimeo, ebenfalls ein grösserer Anbieter, und Wistia, wo ich einige meiner Videos hosten lasse.

Alle diese Plattformen haben FAQ- oder Hilfe-Seiten zum Thema Untertitel, wo Du noch genauere Infos bekommst. Hier die Liste mit den Links:

YouTube

Facebook

Vimeo

Wistia (Englisch)

 

Noch ein paar Tipps mehr? Klicke auf das Bild unten, um Dir meine 9 Tipps für bessere Videos zu holen.

PDF: 9 Tipps für bessere Videos

5 Gründe für Untertitel – und wie das SRT-Format Dich weiterbringt

Als Videoproduzentin ist mir ein schönes Bild wichtig. Deswegen finde ich Untertitel eigentlich störend.

Manchmal sind sie aber nötig, und oft bringen sie sogar mehr Vorteile als erwartet.

Vor etwa zwei Jahren bekam ich zum ersten Mal von einem Auftraggeber die Anweisung, ein deutsch gesprochenes Video noch deutsch zu untertiteln. Warum?

Untertitel werden immer gefragter

Viele Leute schauen Videos auf dem Smartphone unterwegs und haben manchmal keine Kopfhörer eingesteckt. Mit Untertiteln kommt der Inhalt des Videos dennoch rüber.

Das Video, das ich damals untertitelt habe, war vom gesamten Konzept her auf Mobile ausgelegt.

Und das mobile unterwegs-sein ist nur einer der Gründe.

Was sonst noch für Untertitel spricht, darauf gehe ich in diesem Blogeintrag ein: Ich gebe Dir 5 gute Gründe für Untertitel.

Und dann geht es auch darum, dass Untertitel immer mehr können. Dass sie flexibler sind und man als Konsumentin mehr individuell einstellen kann. Ich stelle Dir das SRT-Format vor, das dies ermöglicht.

5 Gründe für Untertitel

1. Übersetzung

Ganz klar: Sehr häufig werden Untertitel immer noch als Übersetzung gebraucht.

Wenn der Interviewpartner Französisch spricht, aber das Video auch in der Deutschschweiz gesehen wird, ist eine Untertitelung die beste und kostengünstigste Lösung. Auch wenn Du ein Schweizerdeutsch gesprochenes Video in Standard-Deutsch untertitelst, ist das eine Übersetzung!

Die Alternativen: Bei Newsbeiträgen im Fernsehen kommen selten Untertitel zum Einsatz. Dort spricht häufig ein Sprecher in der Zielsprache über die leiser gemachten fremdsprachigen Aussagen („overvoice“). Bei Filmen und in der Werbung wird oft synchronisiert.

2. Unterwegs oder im Büro ohne Kopfhörer

Einen der wichtigsten Gründe für Untertitel habe ich bereits erwähnt: Leute schauen Videos häufig ohne Ton. Im Zug ohne Kopfhörer, während der Arbeit (Kopfhörerverbot in vielen Büros), in einer lauten Umgebung, oder wenn es einfach gerade zu umständlich wäre, die Kopfhörer hervorzusuchen, aber mit Ton in dieser Situation gerade nicht geht.

Ganze 82% der Videos auf Facebook werden ohne Ton angeschaut. Für in Websites eingebettete Videos habe ich keine solche Zahl, doch es wird dort ähnlich sein.

Es ist also eigentlich unverzichtbar, ein Video zu untertiteln, damit Deine Message oder die Deines Interviewpartners rüberkommt. Du erschliesst Dir damit ein Publikum, das sonst nichts von Deinem Video hat und es deshalb auch nicht beachtet.

Achtung: Beim Untertiteln nicht freestylen

Wenn Ton- und Untertitelsprache die gleiche ist, empfehle ich, 1:1 das Gleiche zu übernehmen und in den Untertiteln wenn immer möglich nicht zu kürzen oder zu paraphrasieren. Denn wenn jemand gleichzeitig zuhört und liest, stört es extrem, wenn die Untertitel vom Gesprochenen abweichen. (Natürlich ohne „ähm“s u.ä. 😉 )

Übrigens unterscheidet man bei Untertiteln zwischen „Closed Captions“, die ein- oder ausgeschaltet werden können, und „Open Captions“, die fix zum Video gehören.

3. Videos starten im Autoplay-Modus

Facebook pusht Videoinhalte. Dazu gehört Autoplay: Videos starten schon, ohne dass man darauf klickt. Auch bei Twitter und LinkedIn ist das so, und auch YouTube-Videos starten automatisch, wenn sie über einen Link geöffnet werden.

Die meisten Videos (ausser YouTube) starten dabei ohne Ton, zumindest wenn das Smartphone auf lautlos gestellt ist. Wenn Dein Video Untertitel hat, holst Du die Aufmerksamkeit der Internetnutzer in diesem Moment ab. Denn das Auge liest Text automatisch mit. Unvermittelt schenkt man einem solchen Video und seinem Inhalt Aufmerksamkeit, ohne dies bewusst gewollt zu haben.

Facebook gibt an, dass die Dauer, die Videos mit Untertiteln angeschaut werden, um 12% länger ist als ohne Untertitel.

Das kann sich positiv auf die Reichweite Deiner Videos auswirken: Facebook schliesst aus der längeren Sehdauer, dass Deine Inhalte interessant sind, und positioniert sie deshalb an höherer Stelle.

4. Barrierefreiheit

Thinh-Lay Bosshart ist mit ihrer Agentur BossharTong spezialisiert auf barrierefreies Web. Ich habe sie schon ein paar Mal um Tipps gebeten, weil sie sich mit dem Erstellen von Untertiteln sehr gut auskennt.

Für diesen Blogeintrag habe ich Thinh-Lay gefragt, ob es in diesem Bereich auch gesetzliche Richtlinien gibt. Sie gab mir folgende Auskunft:

„In der Schweiz ist seit 2004 das Behindertengleichstellungsgesetz in Kraft. Das BehiG betrifft auch die Barrierefreiheit im Web. Was als barrierefrei gilt, ist in den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.0) des W3C festgelegt. Diese Guidelines dienen als Grundlage für die Anforderungen an Behörden und Unternehmen.

Ein Grundprinzip ist, dass Informationen für alle Menschen wahrnehmbar sein sollen. Im Idealfall werden damit zwei oder mehr Sinne angesprochen.

Bei Video-Content braucht es also eine gleichwertige Textalternative. Das kann in Form eines beschreibenden Textes sein, oder in Form einer Audio-Deskription; einer zusätzlichen Tonspur, in der die Szenen beschrieben werden. Auf diese Weise ist der Inhalt auch für Menschen mit Sehbehinderung oder für Blinde zugänglich.

Für gesprochene Inhalte braucht es Untertitel, damit der Inhalt für Menschen mit Hörbehinderung zugänglich ist.“

Untertitel: Nicht Empfehlung, sondern Pflicht

Grundsätzlich sind auch private Unternehmen gesetzlich verpflichtet, alle Inhalte barrierefrei zur Verfügung zu stellen, um niemanden zu diskriminieren. Untertitel sind also mehr als nur empfohlen – sie sind Pflicht.

„In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass die Mehrheit aller Unternehmen dieser Pflicht nicht nachkommen“, bedauert Thinh-Lay Bosshart. Betroffene, die sich diskriminiert fühlen, müssten nämlich tatsächlich rechtlich aktiv werden. „Das macht verständlicherweise kaum jemand.“

Auf der Website von BossharTong gibt es weiterführende Informationen und Links zum Thema Barrierefreiheit sowie auch eine Anleitung für Untertitel.

5. Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Nicht zuletzt verschaffen Dir Untertitel auch einen Vorteil bei den Suchmaschinen. Wenn Du sie in eine separate Textdatei verpackst, ist diese für Suchroboter sichtbar. Dadurch wird Dein gesamtes Video indexiert, nicht nur der Titel und die Kurzbeschreibung.

Das verbessert das Ranking Deiner Videos bei Google etc. Das Video kann bei einer Suche besser gefunden werden.

Auch innerhalb einer firmeneigenen Website werden Videos mit einer separaten Untertitel-Textdatei bei einer Begriffs-Suche mit einbezogen.

Aus der Not eine Tugend

Untertitel sind also nicht einfach störende Elemente im Video. Sie können auch einiges und bringen Dir als Videoproduzentin durchaus Vorteile.

Kennst Du die Online-News-Videos, die mit auffallendem, weiss/gelb/schwarzem Text funktionieren? AJ+, oder in der Schweiz Nouvo SRF. Sie machen sozusagen aus der Not eine Tugend:

Diese Formate machen die Untertitel zu ihrem Programm. Sie vermitteln News kurz, direkt und rein visuell – ohne Einbusse, wenn man das Video ohne Ton anschaut. Der Text (von „Untertiteln“ kann man hier eigentlich nicht mehr sprechen) spielt eine zentrale Rolle. Die Videos sind optimiert für ein junges Zielpublikum und für Mobile.

Das SRT-Format

Untertitel ausblenden, die Sprache wechseln, die Schrift vergrössern – all das ist möglich mit dem SRT-Untertitelformat. Es gibt auch noch andere solche Formate (.sub, .ass, .ssa), aber SRT ist am gängigsten.

SRT steht für SubRip. Die Untertitel sind in einer Textdatei verpackt, die zusätzlich zum Video produziert wird und die Endung .srt hat.

Du kannst eine SRT-Datei entweder im Text-Editor oder mit einem speziellen Programm erstellen. Mehr dazu dann in meinem nächsten Blogpost.

Untertitel-Einstellungen personalisieren

So sieht es in YouTube aus, wenn ein Video SRT-Untertitel enthält und man „Einstellungen“ > „Untertitel“ > „Optionen“ öffnet:

So können z.B. Personen mit einer leichten Sehbehinderung die Untertitel vergrössert anzeigen lassen.

Auch bei Facebook kann man die Anzeigeoptionen für Videos mit SRT-Untertitel festlegen, und zwar über „Einstellungen“ > „Videos“ > „Anzeige der Untertitel“ > „bearbeiten“:

Zeit- und Sprachcode

Wann welcher Untertitel einzublenden ist, wird über einen genauen Timecode festgelegt. Wenn man eine SRT-Datei in einem Textprogramm öffnet, sieht das dann zum Beispiel so aus:

Auch der Dateiname ist codiert, und zwar bezüglich der Sprache: Auf Deutsch z.B. Untertitel_Apfelvideo.de_DE.srt – das heisst: Deutsch, wie es in Deutschland gesprochen wird.

Ein zweites Beispiel: Die Endung für Spanisch, wie es in Kolumbien gesprochen wird, ist es_CO, Spanisches Spanisch wird es_ES codiert. (Die Schweiz ist in der SRT-Sprachenliste nicht vorhanden.)

Nützlich: Transkripts aus SRT-Untertiteln

SRT-Untertitel kann man sich bei YouTube auch als Transkript zum jeweiligen Video anzeigen lassen. So kann man anhand des Textes an einen bestimmten Punkt im Video springen.

Die Transkript-Funktion ist auch besonders nützlich, wenn jemand mit Inhalten aus einem Video weiterarbeiten will.

Zum Beispiel im Rahmen einer Recherche: Dann kann man sich beispielsweise das Transkript speichern oder ausdrucken, oder ein Zitat direkt und deswegen auch bestimmt korrekt herauskopieren.

So sieht das zum Beispiel auf YouTube aus, wenn ein Video SRT-Untertitel hat und ich die Transkript-Funktion einschalte:

Tools, Editors und die Möglichkeiten bei YouTube und Facebook

In den zwei nächsten Blogposts gehe ich noch genauer darauf ein: 8 Möglichkeiten zum Erstellen von SRT-Untertiteln. Und hier findest Du ein Tutorial zu „Aegisub“, einem Tool, mit dem ich gute Erfahrungen beim Erstellen von SRT-Dateien gemacht habe.

Wenn du übrigens regelmässig Videos machst und darin auch Musik verwendest, empfehle ich Dir mein PDF zu Musik in Online-Videos. Ich erkläre in diesem Ratgeber, wo gute Musik für Videos zu finden ist, und wie Du vorgehst, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

PDF Musik für Online-Videos

Facebook erkennt die Kraft von Video

Facebook dank Autoplay bald das Nummer 1 Videoportal?

Verschlaft eure Möglichkeiten nicht.

Auf Facebook werden immer mehr Videos geschaut, das Wachstum ist extrem gross. Mehr dazu in diesem Video:

Quelle der Statistiken: http://techcrunch.com/2014/09/07/facebook-puts-its-video-reach-in-the-spotlight/

Mein letzter Blogbeitrag The Power of Video – sichtbar im Netz zeigt, wie Videos auf dem Internet gefunden werden. Google und YouTube stehen dabei ganz oben. Aber…

Nach Google ist Facebook in der Schweiz die zweitmeist aufgerufene Website

Das sieht ausserhalb der Landesgrenze nicht anders aus. Als Videoportal buhlt Facebook (noch) mit YouTube um den ersten Platz. In den USA werden von Firmen bereits mehr Filme direkt auf Facebook geladen als auf YouTube.

Autoplay heisst das Erfolgsrezept des Facebook Video

Videos auf Facebook spielen im Newsfeed ohne sie anzuklicken und ziehen unsere Aufmerksamkeit magisch an. Aber Achtung: Autoplay funktioniert nur, wenn das Video direkt bei Facebook hochgeladen wird. Wie das geht, zeige ich im Video oben. Zudem gibt Facebook natürlich den auf Facebook hochgeladenen Videos Priorität über YouTube Videos. Sie werden im Newsfeed öfters angezeigt.

Meine persönliche Empfehlung: Videos bei YouTube und Facebook hochladen.  

Über 1000 Views in weniger als einer Woche – meine Erfahrung

Vor drei Jahren stellte ich mein erstes Video auf YouTube und verlinkte es auf Joody.tv.  Levin Deger, der romantische Schweizer Sänger, stellt darin seine neue Single vor. Knapp 3000 Views hat das Interview seither verzeichnet, rund 1000 pro Jahr.

Vor einigen Wochen lud ich mein Interview mit Michi Seelig hoch, dieses Mal nicht nur auf YouTube/Joody.tv, sondern auch auf Facebook und freute mich an einer organischen Reichweite von über 1000 Views innerhalb weniger Tage! Dank Faceboook.

Das Video wurde geteilt, geliked und kommentiert. Auch der Call to Action, eine Verlinkung zu meinem Blog, wurde geklickt.

Statistik zum Video Seelig

Eine wahre Freude, Videos zu produzieren.

Wir wissen ja selbst, dass wir Videos auf Facebook eher teilen als Texte. Deshalb: produziert Videos!

Es braucht nicht viel, weder eine teure Ausrüstung, noch ein riesiges Budget. Guter Inhalt ist, was zählt.

Klopf, klopf… Aufmerksamkeit erhaschen ohne Ton

Facebooks Autoplay spielt direkt hochgeladene Videos ohne euer Zutun im Newsfeed ab, jedoch ohne Ton und nur der Anfang des Films. Eure Aufgabe: bringt den flüchtigen Zuschauer dazu, auf Play zu drücken, um euer ganzes Video abzuspielen und zwar mit Ton.

Videos können kurz und einfach sein. Sie können mit dem Smartphone, dem Fotoapparat oder der Videokamera aufgenommen werden. Das kannst du auch!

Ich gebe dir die Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu: 

  1.  Hole meine 9 Video-Tipps zum Herunterladen und produziere mit Spass bessere Videos.
  2. Lerne in einem meiner iPhone Videokurse das Filmen und Schneiden direkt auf dem Smartphone. (Für nicht iPhoners empfehle ich meinen Blogbeitrag zu Video-Apps für Android und Windows.)
  3. Für ausführlicheres Video-Wissen empfehle ich meinen Video Starterkurs. Egal, mit was du filmst, du lernst im Kurs wie du dich richtig vor die Kamera setzt, Interview führst und kleine Geschichten erfolgreich erzählst. (perfekt für eure Ferienvideos…).
  4. Video erstellen, auf gute Inhalte achten.
  5. Video auf YouTube hochladen und auf eurer Website/Blog einbinden.
  6. Video auf Facebook hochladen.
  7. Verlinken, darüber berichten, weiterleiten, Call to Action, kommentieren, interagieren, diskutieren und Spass haben.

Hast du in meinem Beitrag Neues erfahren? Findest du meine Tipps hilfreich? Ich danke dir fürs Teilen.

The Power of Video – sichtbar im Netz

YouTube macht Videos sichtbar. Wollen wir etwas wissen, suchen wir nach einer Information, schauen wir gerne auf YouTube nach. Nicht umsonst ist YouTube nach Google die zweitbeliebteste Suchmaschine.

Google mag Beiträge mit Videos

Die Wahrscheinlichkeit, dass unser Video zu einem bestimmten Thema auf YouTube gefunden wird, ist gross. Google zeigt Videos bei den Suchresultaten gerne hoch oben an.

Suche ich zum Beispiel bei Google nach „Bonsai züchten“, erscheint ein Video zu diesem Thema bereits an dritter Stelle. Ich könnte wetten, dass Deine Augen auch grad zum Vorschaubild des Videos wandern, anstatt sich beim Text der ersten beiden Suchresultate aufzuhalten!

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Das besagte Video hat bereits über 70’000 Views, obwohl seine Qualität nicht einmal besonders gut ist. Wenn nämlich ein Video meine Frage beantwortet (in diesem Fall, wie ich einen Bonsai züchten kann), dann drücken wir in Punkto Qualität auch mal ein Auge zu.

Filme werden gerne geteilt

Wer mag schon keine Filme? Dass wir Menschen lieber Video schauen als lange Texte lesen, zeigt sich auch im Share-Verhalten von Social Media Usern. Auf Twitter allein gibt es pro Minute mehr als 400 Tweets, in denen YouTube-Links geteilt werden!

Aber auch Facebook pusht seinen Videobereich stark. Vor allem die Videos, die direkt in Facebook hochgeladen werden, sowie Live-Videos. Die Statistiken hierzu sind überwältigend.

Täglich sollen weltweit auf Facebook über eine Milliarde Mal Videos geschaut werden. Stell Dir das mal vor!

Da sag ich nur noch eins: The Power of Video ist enorm – mach ihn Dir zunutze!

Videos haben Power!

In der fünfteiligen Serie The Power of Video sind folgende Beiträge erschienen:

The Power of Video – für jeden Lerntyp

Wie lernst Du? Mit den Augen, den Ohren oder den Händen?

Oft wird nach Lerntyp unterschieden: auditiv (Ohren), visuell (Augen) und kinästhetisch (Hände). Mit Videoinhalten kann ich alle Lerntypen abholen: den visuellen Typ mit Videobildern, den auditiven mit Dialogen, Interviews und Off-Texten. Und da die meisten Leute eine Kobination dieser beiden Lerntypen sind, nehmen sie Inhalte über Video sehr rasch auf.

Aber wie holen wir den kinästhetischen Lerntyp ab?

Mit Tutorials. Wenn wir im Video Schritt für Schritt zeigen, wie eine Rose richtig geschnitten wird, kann der Lernende das Smartphone ins Rosenbeet legen und gleich mitschneiden. Ich sag’s schon lange: Video hat Power und steht anderen Medien voran!

Mit Video zum Lernerfolg

Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich der Lernerfolg erhöht, wenn mehrere Sinneskanäle gleichzeitig eingesetzt werden.

Hören wir Informationen, behalten wir davon im Schnitt magere 20%. Sehen wir den gleichen Lernstoff, schaffen wir es schon auf 30%. Bei einer Kombination des Auditiven mit dem Visuellen erreichen wir bereits 50%.

Den Lerneffekt erhöhen wir auf 70%, wenn wir über das Gelernte sprechen, es weitergeben und teilen. Diverse Social Media Kanäle ermöglichen nicht nur eine Integration von Video und anschliessende Diskussionen und Kommentare zum Thema, sondern laden regelrecht dazu ein.

90% vom Gelernten behalten – The Power of Video

Es kommt noch besser: Wenn wir Informationen hören, sehen und über sie sprechen und zudem das Gelernte aktiv umsetzen, schaffen wir ganze 90%. (Quelle: brainfit)

Und wie soll das bitte gehen?

Am besten wieder mit einem Videotutorial: „Setze die Schere so nah am Stil der Rose an…“ Auch Videos, die keine Anleitungen sind, können zu einem aktiven Schritt auffordern: gesprochen – „abonniert doch gleich meinen Kanal“, geschrieben – „folgt diesem Link zu meinem E-Book“, oder je nach Thema einen „Call to Action-Button“ auf Facebook eingefügt.

Anwendervideo für alle Lerntypen

Ein gutes Beispiel dafür, wie Lernvideos aussehen können, gibt die Schweizer Firma Lascaux in ihrer Anleitung zu Schillernden Patinaeffekten. Der Kunstschüler schaut sich das Video an und macht gleichzeitig am eigenen Werk mit.

Das Anwendervideo ist klar aufgebaut und gibt Schritt für Schritt Anweisungen, denen Zuschauer zeitgleich folgen können. Technik und Material werden beschrieben, das Video spricht alle Lerntypen an.

Lascaux ist nicht die einzige Firma, die den Power solcher Anwendervideos für sich entdeckt hat, aber sicher eine der innovativeren. Vor Kurzem durfte ich das Lascaux Team im Videobereich schulen, denn sie wollen auch in Zukunft Kreativität unterstützen und gleichzeitig ihre Videos professionalisieren.

Videokurse für alle Lerntypen

Nicht nur Videos sprechen verschiedene Lerntypen an, sondern auch meine Videokurse.  Teilnehmende hören und schauen zu, bekommen Wissen vermittelt, diskutieren über Fragen und Antworten, legen selber Hand an und setzen das Gelernte um. Wissen bleibt hängen.

Damit jeder den Power von Video auch selber einsetzen kann.

In der fünfteiligen Serie The Power of Video sind folgende Beiträge erschienen:

 

The Power of Video – Soforthilfe

Horst, der Whisky-Kenner, den ich im letzten Beitrag vorgestellt habe, wird öfters zu Degustationen eingeladen. Und er sagt regelmässig dankend ab.

Seine Begründung: „Ich mache lieber Videos!“

Bei Degustationen beschränkt er sein Wissen auf die anwesenden Leute, auf einen Zeitpunkt und auf einen Ort. Seine Videos vermitteln hingegen sein Know-how einem grösseren Publikum – egal wo, wann und wem. Bei Degustationsveranstaltungen baut er einen Zaun um sein Können, auf YouTube gibt es keine Schranken.

Dank dem Power of Video kommt Horst an die Leute ran.

Video-Support auch im B2B-Bereich

„Schickt mal eure Spezialistin vorbei, wir haben ein Problem!“ Die Spezialistin kommt und erklärt zum x-ten Mal den gleichen Ablauf. Bereits summt ihr iPhone, sie sollte an einem weiteren Ort sein und noch einmal dasselbe zeigen.

Videoanleitungen bieten für wiederkehrende, einfachere Aufgaben und Probleme die ideale Lösung. Kostengünstig und effizient, da sie gleichzeitig mehrere Leute erreichen.

„Schickt mal eure Spezialistin vorbei, wir haben ein Problem.“ – „Klar, wir senden euch grad den Link zur Spezialistin!“

Webinare für FAQ

Webinare, Kurzseminare auf dem Web, ermöglichen einen alternativen interaktiven Online-Support. Bei Webinaren werden die Fragen der Teilnehmenden live von Spezialisten beantwortet, wobei auch die anderen Webinargäste profitieren. Auf Video aufgezeichnete Webinare stellen zudem eine ausgezeichnete Know-how-Quelle, auf die wieder und wieder zugegriffen werden kann.

Egal von wo und von wem. The Power of Video, halt.

Eine Kursteilnehmerin meines Videoworkshops coacht Eltern und Lehrpersonen in Konfliktsituationen.

Regelmässig reist sie durch die ganze Schweiz, verbringt Stunden unterwegs. Oft geht es bei den Besuchen darum, die gleichen Grundkenntnisse und Schritte zur Selbsthilfe zu erklären.

„Ich sollte überall sein können“

Das Bedürfnis für Hilfe und Unterstützung ist gross. Die Möglichkeit, sich in mehrere Stücke zu teilen gibt es nicht. Oder doch?

The Power of Video ist auch hier die Antwort.

Liefert die Beraterin ihre Grundkenntnisse zur ersten Selbsthilfe per Video, erreicht sie gleichzeitig – und ohne zu reisen – viele Leute. Somit unterstützt sie effizient und hat dabei mehr Zeit, sich um die schwerwiegenderen Fälle zu kümmern, die trotz Videotipps nicht klarkommen.

Video als Soforthilfe im Alltag

Einmal im Jahr entkalke ich unsere Kaffeemaschine und jedes Mal vergesse ich, welche Knöpfe ich dabei drücken muss. Geht es Dir auch so?

Ich stehe in der Küche, bereit, das in Angriff zu nehmen und mag jetzt nicht meine Schubladen nach einer Anleitung durchsuchen. Wo war die überhaupt?

Instinktiv ziehe ich mein Smartphone aus der Hosentasche – das haben wir eh alle immer dabei – tippe bei YouTube die relevanten Stichworte ein und werde fündig. Den Anleitungen folge ich schon, während das Video noch läuft, und kurz nachdem die Frau auf dem Bildschirm mit dem Entkalken fertig ist, beende auch ich die Arbeit.

Soforthilfe per Videotutorial, egal wann und wo. Praktischer gehts wirklich nicht!

Videos haben Power!

In der fünfteiligen Serie The Power of Video sind folgende Beiträge erschienen:

The Power of Video – Beziehung aufbauen

Was macht eine Beziehung aus?

Wir sehen einen Mensch, hören seine Stimme und beobachten seine Mimik. Langsam wird er uns vertraut. Wir fühlen uns verbunden, ihm nahe, er scheint uns autenthisch.

Haben wir uns schon mal getroffen?

Nicht zwingend.

Videos können diesen Effekt haben. Wir begleiten einen Mensch auf dem Bildschirm, immer wieder und in verschiedenen Situationen. Vielleicht hilft uns dieser Mensch, ein Problem zu verstehen. Vielleicht gibt uns dieser Mensch in einem Tutorial seine persönliche Expertise weiter. Oder er lässt uns ein Stück seines Weges mit ihm gehen.

Die Person wird uns vertraut, als ob wir sie persönlich kennen würden.

Eine Beziehung entsteht

Wenn wir eine Person regelmässig sehen, wenn sie uns einen Mehrwert bietet, uns berührt, begeistert und mit Authentizität überzeugt, dann entsteht Vertrauen.

Aber nicht nur in diese Person, sondern auch in ein Produkt und/oder eine Marke. Denn auch diese haben durch das Video ein Gesicht bekommen. Eben: The Power of Video.

„Ich kenne Sie“

So sprach mich vor einigen Wochen ein Mann an. Er bat mich um eine Offerte. „Es fühlt sich einfach richtig an“, meinte er begeistert, „als ob wir uns schon lange kennen würden.“ In der Tat hatten wir uns noch nie getroffen oder zusammen gesprochen.

Er kannte mich von meinen Videotutorials und hatte Vertrauen in mich und meine Kompetenzen aufgebaut. The Power of Video hatte ihn überzeugt. Für seine Firma wollte er einen ähnlichen Weg gehen.

Erfolgsbeispiele gibt es viele

Eines davon ist Horst Lüning, der Whisky-Kenner.  Horst zeigt der Welt, wie’s gemacht wird!

Sein beliebtestes Video wurde über 200’000 mal angeschaut. Und dabei hat Horst weder viel für seine Videos ausgegeben, noch sieht er aus wie ein Superstar. Horst hat für sich genau das Erfolgsrezept entdeckt, von dem ich hier spreche: Beziehung aufbauen, Vertrauen schaffen.

 

Die wichtigsten Grundelemente

Horsts Videos sind einfach gemacht. Er stellt eine Kamera auf, die auf ihn zeigt, und verköstigt und kommentiert vor den Zuschauern verschiedene Whiskys. Daran ist wirklich nichts Besonderes. Aber die wichtigsten Grundelemente einer Videoproduktion stimmen:

  • Das Licht ist angenehm – man sieht Horst gut.
  • Die Tonaufnahme ist professionell – man hört Horst gut.

Vor laufender Kamera schenkt sich Horst andächtig Whisky ein, schwenkt ihn hin und her, riecht daran, nimmt einen Schluck und lässt die Zuschauer an seinem Trinkerlebnis teilhaben. Die Videos verlinken zu seinem Onlineshop.

Prost, Horst! Whisky-Liebhaber kennen Horst und trinken mit ihm, als ob er ihr Trinkgenosse wäre. Mit seinem Konzept hat er grossen Erfolg.

Knapp 40’000 Abonnenten hat er auf seinem YouTube Kanal, mehr als 26 Millionen Aufrufe. Diese Zahlen stammen von Anfang 2018: Beim ersten Erscheinen dieses Blogposts im Mai 2015 waren es noch 20’000 Abonnenten und nur 3 Millionen Aufrufe – die Erfolgsgeschichte ging also steil weiter!

Videos haben Power!

In der fünfteiligen Serie The Power of Video sind folgende Beiträge erschienen:

 

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